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21.
Juni '21

Risikovoranfrage PKV – Fehler vermeiden, sicher beantragen


Auf dem Weg zur passenden privaten Krankenversicherung haben Sie sich bisher mit Tarifen und den Auswahlkriterien beschäftigt, nun folgt dann die Risikovoranfrage PKV. Jetzt  Alle Prämien aus den Tarifunterlagen beziehen sich auf einen gesunden Neukunden in ihrem Alter. Das heißt aber auch, dass der Versicherer erst dann eine genaue  und finale Einschätzung abgeben kann, wenn er ihren Gesundheitszustand genauer kennt. Für diese Einschätzung nutzen wir den Weg der anonymen Risikovoranfrage.

Warum anonym? Weil sie nicht möchten, dass entsprechende Gesundheitsangaben bei den Versichern liegen, die wir vielleicht später nicht mehr korrigieren können. Dabei geht es keinesfalls darum, Angaben zu verschweigen oder schön zu reden. Wir benötigen vielmehr eine genaue Aufbereitung der gesundheitlichen Historie.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, wie der Prozess der anonymen Risikovoranfrage abläuft, welche Unterlagen wir benötigen und was sie parallel vorbereiten können.

Risikovoranfrage – welche Unterlagen benötigen Sie?

Bei der Risikovoranfrage geht es um eine detailgenaue Beantwortung der Gesundheitsfragen, welche bei jedem Versicherer unterschiedlich sind. Um diese Fragen richtig und vollständig beantworten zu können, benötigen wir die Angaben zu ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte. An größere Sachen werden sie sich meist direkt erinnern. Wer einmal im Krankenhaus war, der weiß das in der Regel. Auch wenn die Behandlung schon einige Zeit zurückliegt, größere Behandlungen im Krankenhaus, ambulante Operationen, aber auch Reha-Aufenthalte bleiben im Gedächtnis.

Die Erinnerungslücken werden meist größer, wenn es sich um kleinere Erkrankungen handelt, wenn sie also erkältet waren oder eine Magen-Darm-Grippe hatten. Auch einen eingewachsenen Fußnagel, Nagelpilz oder Kopfschmerzen werden schnell vergessen. Dennoch sind diese Angaben, wenn der Versicherer danach fragt, in ihrem Antrag auf eine Private Krankenversicherung anzeigepflichtig .

Besorgen sollten sie sich deshalb folgende Unterlagen:

– eine Kopie der Krankenakte ihres Hausarztes
– eine Kopie der Krankenakte bei Fachärzten
– Informationen zu Behandlungen bei ihrem Zahnarzt, inklusive fehlender Zähne
– wenn vorhanden, die Entlassungsberichte des Krankenhauses (das kann auch der Arztbrief vom Krankenhaus an ihren Hausarzt sein)
– einen Auszug ihrer gesetzlichen Krankenkasse (den finden sie online im Portal ihrer GKV, oder diesen fordern sie schriftlich an)

Für die Anforderung der Krankenakte habe ich Ihnen im Downloadbereich Musterformulare und Musterschreiben zur Verfügung gestellt. Mit diesen ist es einfach und schnell möglich, die Krankenakte anzufordern. Weitere Details und Fragen rund um Ihre Patientenakte finden Sie HIER in den Beiträgen zur

„Krankenakte und den Patientenunterlagen“.

Ist eine Praxis schon geschlossen, da der Arzt sich zur Ruhe gesetzt hat, finden Sie hier Hilfe. „So kommen Sie an die Krankenakte nach Schließung der Praxis„. Diese Unterlagen müssen nicht zwingend bei ihrem Versicherer eingereicht werden und in einigen Fällen sollten Sie dieses auch nicht tun. Was aber wichtig ist, was nicht fehlen darf, das klären wir gemeinsam. Es erleichtert ihnen aber die sorgfältigere Beantwortung der Gesundheitsfragen sehr.

Risikovoranfrage PKV – muss ich wirklich jede Erkältung angeben?

Ein Versicherer wird sie nicht ablehnen, weil sie im Frühjahr Herbst und Winter eine entsprechende Erkältung hatten. Dennoch, ganz genau genommen, sind auch diese Erkältungen oder grippalen Infekte anzeigepflichtig. Wenn sie jetzt einen Blick an die Anträge werfen, dann werden sie sehen, es gibt hier nur wenige kleine Felder. Bei den meisten Antragstellungen passen hier unmöglich alle Untersuchungen hinein. Sie können also einfach eine Tabelle anfügen, in der sie die Gesundheitsangaben ergänzen. Wichtig ist dabei, dass sie sie angeben wann die Behandlung war, welche Behandlung es war, ob diese zu Arbeitsunfähigkeit geführt hat und ob diese ausgeheilt ist.

Ebenso hilfreich ist die Frage, ob sie operiert wurden oder ob noch Untersuchungsergebnisse ausstehend sind oder weitere Behandlungen geplant sind. Wenn sie sich nicht sicher sind, welche Angaben sie aus einem Krankenhausentlassungsbericht, fügen sie gern den Bericht als Foto oder als Scan direkt der Voranfrage bei. Auch Operationsberichte oder Befunde und Laborwerte legen Sie einfach bei. Bevor dieser an den Versicherer geht, anonymisieren wir ihre Anfrage und löschen die persönlichen Daten aus dem Dokument.

Risikovoranfrage PKV – der Arzt sagt: „Der Versicherer soll direkt bei mir anfragen“

Viele Ärzte haben diese Antwort auf eine Anfrage parat. Die Ärzte meinen, wenn der Versicherer etwas wissen möchte, dann soll er doch bitte direkt bei mir anfragen. Hintergrund hierzu, der Arzt kann diese Anfrage abrechen. Das wollen wir aber nicht. Dazu muss der Versicherer dann persönliche Anhaben haben. Mit der Schweigepflichtsentbindung fragt er an, aber dann ist es mit der anonymen Voranfrage vorbei. Denn sobald der Versicherer Kenntnis über ihren Namen, dem Geburtsdatum und dem Arzt bekommt, kann eine Anfrage unmöglich anonym sein. Damit wir also unser Ziel einer anonymen Anfrage verfolgen können, brauchen wir auch die mit Hilfe des Arztes.

Einige Ärzte sträuben sich auch aus einem anderen Grund ihnen ihre Krankenakte zu geben. Wenn sie in den letzten Jahren einige Berichte in der Presse mitverfolgt haben, dann werden sie gelesen haben, dass hier vielfach Abrechnungsdiagnosen gab. Freundlich formuliert hat sie ihr Arzt also „kränker“ gemacht, als sie in Wirklichkeit waren. Der Hintergrund dafür ist die Abrechnungsfrage. Ohne das jetzt im letzten Detail zu der Abrechnungsmodalität erklären zu wollen, umso kränker sie sind, umso besser für die Krankenkasse und den Arzt. Eine Rolle spielen hierbei Zuweisungen von Beträgen aus dem Gesundheitsfonds.

Was tun, wenn die Angaben in der Krankenakte falsch sind?

Jetzt kann es durchaus passieren, dass in ihrer Krankenakte Angaben zu ihren Diagnosen finden, die vielleicht gar nicht hatten. Weit verbreiten sind Diagnosen wie stressbedingte Überlastung oder Skoliose, auch Rückenprobleme und andere Untersuchungsergebnisse tauchen dort auf. Die erste Wahl ist es immer, das Gespräch mit dem Arzt zu suchen. Aus Erfahrung sind viele Ärzte durchaus bereit Diagnosen auch nachträglich sauber zu attestieren. Hier kann es sich um weitere Befunde handeln, oder auch den Hinweis, dass es die abgerechnete Diagnose so nicht gab. Dabei geht es gar nicht um die Löschung oder nachträglicher Veränderung der Krankenakte. Ziel ist ein entsprechendes Attest und damit eine Klarstellung. Wer also in seiner Krankenakte chronische Rückenschmerzen findet, aber nur einmal beim Arzt da war, der sollte das klarstellen lassen.

Das allein ist nicht der Schlüssel aller Probleme, aber ein Weg dahin. So tauchen immer wieder so genannte F-Diagnosen, also Krankheiten aus dem Bereich der Psyche auf. Diese verhindern, ohne weitere Aufbereitung der Unterlagen, eine Aufnahme in die PKV. Manchmal merken auch Ärzte, dass hier mit einer abgerechneten Diagnose über das Ziel hinaus geschossen wurde. Der Arzt muss also mit ins Boot, auch wenn dies die Einträge bei der Krankenkasse nicht ändert.

Mobbing PKV Antrag

Kommen sie mit dem Arzt nicht allein zurecht, hilft manchmal ein entsprechendes Muster zukommen lassen. Einige Ärzte fragen auch direkt, wie Kollegen dies gelöst haben. Schließlich ist auch für den Arzt Abrechnungsbetrug kein Kavaliersdelikt. Vielen Ärzten hilft es, ihnen eine Brücke zu bauen. Eine falsche Diagnose nur der Abrechnung willen ist falsch und das wissen auch Ärzte. Gemeinsam lassen sich aber meist Lösungen finden.

Risikovoranfrage – wie nun weiter?

Wenn sie die Antragsangaben gemacht haben, so senden sie mir diese Unterlagen gern wie gehabt per E-Mail zu. Alles was nicht in die Formulare passt, einfach auf einem Beiblatt beschreiben und auflisten. Sie können diese mit einem Passwort versehen alternativ kann ich ihnen einen Link zu einem passwortgeschützten Ordner senden. Nachdem diese Unterlagen vorliegen biete ich ihnen an, diese vorab noch einmal zu besprechen. Damit beseitigen wir Unklarheiten, ergänzen Angaben und schauen gemeinsam, dass nichts vergessen wird. Wenn sie bestimmte Vorerkrankungen haben (Allergien, Rückenbeschwerden, Einlagen für die Schuhe), dann kann es sinnvoll sein dem Versicherer gleich den entsprechenden Fragebogen beizulegen. Eine große Anzahl der Fragebögen, finden sie auf der Homepage unter Downloads und Antragsunterlagen klicken, und sich dann bei der jeweiligen Gesellschaft den Fragebogen heraussuchen, der auf ihre Erkrankung am Besten passt.

Ein Beispiel:

Es bringt relativ wenig, wenn im Antrag steht „Heuschnupfen“. Es bringt aber durchaus viel, wenn im Antrag neben der Angabe Heuschnupfen der Allergiefragebogen ausgefüllt und beigelegt wird. Hier stellt der Versicherer zusätzliche Fragen, zum Beispiel nach der Beteiligung von Asthma. Die Dauer Ihrer Beschwerden, oder noch geplanten Desensibilisierungen sind ebenso wichtig. Je genauer ihre Angaben, desto besser und einfacher ist eine entsprechende Einschätzung möglich.

Sobald ich von den Versicherern eine Rückmeldung bekommen habe, sammle ich diese und stelle ihnen dann die Auswertung der Tarife mit den realen Prämien zu Verfügung. Das sind dann die Prämien, die bereits den Risikozuschlag enthalten. Auch bekommen sie Informationen darüber, ob der Zuschlag dauerhaft ist oder nach einer bestimmten Zeit entfällt oder überprüft werden kann.

Erst wenn all diese Angaben vorliegen, schätzt der Versicherer das Risiko final ein. Nun haben wir verbindliche Prämien, erst dann besprechen wir die finale Ausgestaltung. Dazu gehören Fragen zur Höhe des Krankentagegeldes, zur Beitragsentlastung und weiteren Bausteinen. Erst weit nach der Risikovoranfrage PKV stellen wir dann einen Antrag. Finden sich im Antrag die identischen Angaben wie in der Voranfrage, ist die Entscheidung sicher. Der Versicherer nimmt diesen Antrag zu den angebotenen Konditionen an.

Keine Angst, aber in Ruhe und beacht entscheiden

Ohne Ihnen Angst machen zu wollen, bedenken sie dabei aber:

Alle neuen Erkrankungen, die bis zur tatsächlichen Antragsstellung dazu kommen, sind auch weiterhin angabepflichtig. Lassen wir uns zu viel Zeit und es haben sich weitere vielleicht Erkrankungsbilder ergeben. Auch eine Vorsorgeuntersuchung mit neuen Laborwerten oder eine Krankheit, kann schnell einen Antrag verhindern. All das müssten wir nachträglich nachmelden. Damit beginnt der Prozess der Vorantrage dann erneut.

Mit diesem Weg kommen wir jedoch schnell und auch sicher zu einer sauberen Voranfrage. Wir vermeiden das Risiko einer Anzeigepflichtverletzung und späteren Problemen. Im besten Fall ist es ein rückwirkender Zuschlag, im schlimmsten Fall aber auch die Kündigung durch den Versicherer. Auch ein späterer Rücktritt wäre ein Problem. Beides möchte niemand und Sie ganz sicher nicht erleben.

Auch wenn ein Zuschlag mehr Beitrag bedeutet, in vielen Fällen ist der sinnvoll und nötig. Warum, habe ich in einem anderen Beitrag zu Risikozuschlägen aufgeschrieben und erkläre ich in einem anderen Beitrag anhand meiner persönlichen Geschichte nochmals.

Sie haben weitere Fragen dazu, oder sie interessieren die Themen Voranfrage oder Zuschläge? Klicken Sie auf die folgenden Beiträgen für umfangreiche Information:

05.
März '21

Wie lange dauert eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung?


Neben anderen Leserfragen ist die nach der Dauer und „wie schnell geht denn eine Antragstellung“ eine der häufigeren Fragen. Generell und Pauschal kann ich nicht sagen, wie lang die Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung dauert, da dieses sehr individuell ist. Aber nach einigen hundert Beratungen in den letzten Jahren nehme ich hier einmal ein Beispiel für einen längeren Prozess und möchte auch erklären warum eine solche Arbeitskraftabsicherung eben Zeit braucht. Auch schauen wir und in diesem Beitrag an:

  • – Wie Sie sich auf eine Berufsunfähigkeitsberatung und Ihren Beratertermin vorbereiten

  • – Warum die Krankenakte und die Aufbereitung der ärztlichen Unterlagen elementar ist

  • – Welche Punkte besprochen gehören

  • – und auch die Frage, was die Krankenversicherung und das System GKV/PKV damit zu tun hat

Starten wir also und schauen und den Ablauf einer solchen Beratung und die einzelnen Schritte etwas genauer an.

Anfrage zur Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Zuerst einmal müssen Sie für sich natürlich erkennen, dass es hier einen Beratungsbedarf gibt und natürlich einen Bedarf in der Absicherung. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Absicherung überhaupt. Denn ohne Einkommen sind auch alle anderen Planungen und Absicherungen irgendwann hin, weil einfach kein Geld da ist.

Anfrage zur BU Beratung im Dezember

Diese Anfrage zur Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung erreichte mich Anfang Dezember, genauer am 02. 12. 2020. Der Interessent hatte schon einiges an Vorarbeit geleistet und sich bereits vorab informiert. Dazu las er bereits hier unter der Rubrik Berufsunfähigkeit allgemeine Informationen, lud sich den Leitfaden herunter und war auch sonst durchaus vorinformiert.

Nach einigen E-Mails und der Zusendung des Kriterienfragebogens (den es mittlerweile auch als interaktives Onlineformular gibt) vereinbarten wir für die folgende Woche einen ersten Telefontermin.

Basiswissen zur Berufsunfähigkeit und Ziele & Wünsche – unser Erstgespräch

„Kennenlerngespräch“ sagen einige Kollegen. Nun, mich „kennen“ Sie meist schon durch umfangreiche Beiträge im Netz und alles was Sie „über mich“ so lesen können. Auch zum Thema meines Beratungsansatzes haben Sie sicher schon etwas gelesen. Falls Sie schauen möchten, was andere Kunden so sagen… Bitte hier auf „Referenzen“ oder hier auf weitere Bewertungen klicken.

Bevor Sie entscheiden können was Sie brauchen und wollen, muss Ihnen jemand erklären was es gibt. Stellen Sie sich einen Autokauf vor. Sie wüssten nicht, dass es Autos mit Airbags gibt und können damit auch nicht entscheiden, ob Ihnen ein solcher wichtig ist. Mit dem Zeitpunkt wo Ihnen aber jemand erklärt was ein Airbag ist und wie der Sie und Ihr Leben schützen kann, ändert sich die Sichtweise. Sie können nun entscheiden, ob Ihnen der Aufpreis für einen solchen Airbag das Geld wert ist, Sie diesen in jedem Fall haben wollen oder darauf verzichten.

Das sind Themen für unser Erstgespräch! Dort geht es zunächst weder um Tarife noch um Prämien und Zuschläge, es geht um Basiswissen. Eine kleine Ausbildung in Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Weiterhin in diesem Gespräch geht es um die Fragen: „Wo wollen wir denn gemeinsam mit der Absicherung in?“

Denn wer in 10 Jahren ein Millionenerbe macht, sich zur Ruhe setzt oder ein Kind plant, ein Haus baut, ins Ausland geht, dessen Bedürfnisse sind anders. Anders im Vergleich zu Menschen, die es nicht planen oder andere Ziele haben. Auch Fragen nach Endalter und die Frage wann und wie kann ich mir Prämien bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sparen, gehören dazu.

Versichern müssen und sollten Sie das, was Sie an Risiko nicht selbst tragen können. Was allein zu „stemmen ist“, muss nicht (oder ggf. später nicht mehr) versichert werden.

Versicherungsschutz ist ein Netz, ein Netz, welches Sie auffängt, wenn Sie fallen und das eigene Seil dünn wird oder zu reißen droht.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daher sind auch pauschale Lösungen zur Rentenhöhe nicht angebracht. Weil bei dem Kollegen, Nachbarn oder Freund bei 2.000 € netto diese auch monatlich weg sind und dieser also eine Absicherung in der Höhe braucht, ist bei Ihnen vielleicht nur „Fixkostenbedarf von 1.000 €“ und der Absicherungsbedarf sieht gleich ganz anders aus.

Für das erste Telefonat planen Sie bitte mindestens 60, eher 90 Minuten ein. Je nach Vorwissen und Kenntnisstand. In Bezug auf unser „Netz“, welches ich eben bereits ansprach, gilt:

Aufgabe des Beraters ist es, Ihnen zu zeigen welche Netze es gibt und wie haltbar diese sind, damit Sie entscheiden können.

Nach diesem Telefonat bekam der Kunde erstmal erste Unterlagen. Hier gibt es viel zu Lesen und durchzuarbeiten. Fragen zu notieren, Markierungen zu machen und zu überlegen, welche „Features“ sind denn wie wichtig. Die Unterlagen bekam mein Kunde dann ca. am 12.12. und hatte dann sehr schnell Zeit und Muße diese auch durchzuarbeiten.

Nächstes Gespräch – Tarife, Optionen und alle Fragen besprechen

Die Absicherung war zudem so hoch, dass wir ohne ärztliche Untersuchung oder Verteilung der BU Renten auf unterschiedliche Anbieter nicht weiterkommen. Warum zwei BU Anträge zudem besser sind und nicht aus Berater- oder Kundenfaulheit nur einer gestellt werden sollte, habe ich hier erklärt:

Warum zwei Anträge zur BU besser sind – nicht aus Faulheit Zeit sparen wollen.

Auch in unserem Fall war das so. Im nun folgenden Gespräch kommen alle die Fragen und Punkte „auf den Tisch“, die sich beim Lesen der Unterlagen angesammelt haben. Ebenso geht es hier schon weiter um Tarifinhalte und Bedingungen, um Aussagen und Folgen und natürlich um Konzeption generell. Dabei ist zu klären welche Verteilung mit welchen Vor- oder Nachteilen verbunden ist und wie dieses in der Praxis aussehen könnte.

Der Kunde besorgt parallel schon einmal alle Daten zum Thema Gesundheit. Das ist wichtig, denn diese Daten brauchen wir später noch genauer. Atteste, Krankenakten, OP und Krankenhausberichte, Medikamente und vieles mehr. Zum Thema „Krankenakte – warum Sie diese nicht, oder doch anfordern sollten

Hilfestellung dazu geben Musterformulare, welche ich Ihnen hier kostenfrei bereitstelle. In meinem Beitrag „Was tun, wenn der Arzt die Krankenakte nicht schicken will“ finden Sie auch Informationen was Sie dann tun können und warum eben nicht die Versicherung anfragen soll, sondern Sie.

Am Ende dieses und weiterer Folgegespräche je nach Bedarf steht dann die generelle Entscheidung zur Konzeption und den Versicherern, zumindest vorläufig. Denn nun geht es um die Frage „Wer nimmt mich denn, wie?“.

Versicherer bieten bei Vorerkrankungen mehrere Optionen an. Von Ablehnung, über Zurückstellung oder Zuschlag und Ausschluss kann alles dabei sein. Weil die Entscheidungen aber völlig unterschiedlich bei den Unternehmen ausfallen, sind

Anonyme Voranfragen – wichtig wie nichts anderes

Spätestens jetzt ist dann auch klar, warum es einen Berater braucht, einen der weiß was er da tut. In unserem Fall starteten wir also noch vor Weihnachten mit den Voranfragen und bereiten hierzu die Gesundheitsangaben auf. Dazu gibt es auf der einen Seite Antragsfragen welche zu beantworten sind, auf der anderen Seite müssen die Informationen für die Antworten ja irgendwo herkommen. Daher Krankenakten, Atteste etc. Das müssen und sollten Sie nicht ganz allein tun. Klar können Sie eine Frage lesen und die Antwort aufschreiben. Was aber wie abgabepflichtig ist, welche Tücken dort lauern und warum Angaben auch nach den Zeiträumen zu erfassen sind, dazu ist Ihr Berater da, um hier zu unterstützen.

Voranfragen, Ausschreibungen, Arztunterlagen und Entscheidungen

Nachdem diese Unterlagen aufbereitet sind, haben Sie erstmal eine kleine Pause verdient. Auch in unserem Fall habe ich dann einige Versicherer (nach der Vorauswahl) mit den Unterlagen angeschrieben, wir haben besprochen was noch nachzusenden ist und was der Kunde noch von wo besorgen muss. Am Ende gab es einige Entscheidungen, welche von Zurückstellung, über Zuschlag bis hin zu Klauseln und Ausschlüssen alles enthielten.

Zuschlag oder Ausschluss – was ist besser?

Nachdem hier nun alle Entscheidungen vorlagen, konnte auch der Kunde gemeinsam mit mir eine Tarifentscheidung treffen. Der erste von zwei Anträgen konnte also gestellt werden. Nach knapp zwei Wochen und einer weiteren Nachfrage zu dem Antrag, ging es dann auch bei dem Versicherer weiter.

Mitte Januar, also knapp 6 Wochen nach der Anfrage lag uns dann die erste Police vor, die gewünschten 2.500 € bei dem ersten Unternehmen waren policiert und somit sicher. Versicherungsschutz besteht also schon einmal für einen Teil.

Antragstellung

Auch die zweite Absicherung sollte nun beantragt werden. Dafür war, aus Gründen wie Nachversicherung und anderen wie zum Beispiel der Staffelung des Endalters, ein anderes Produkt und ein anderes Unternehmen ausgewählt. Ob das sinnvoll ist oder bei Ihnen die Erhöhung der ersten Police die bessere Wahl ist, so etwas klären wir individuell und im Detail dann.

Hier konnten wir also, da ja schon alles da war und auch die Voranfragen und Ausschreibungen schon bekannt, die Antragstellung für den zweiten Antrag vorbereiten. Gleiches Schema wie bisher. Anträge stellen, Unterlagen aufbereiten und beilegen und mehr.

Dieses dauerte aus verschiedenen Gründen hier dann doch noch einige Zeit länger, so konnten wir Mitte Februar dann den letzten Antrag stellen. Auch dieser wurde nach knapp zwei Wochen angenommen.

Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung – das Finale

Am Ende wurde aus einer Anfrage zur Absicherung bei Berufsunfähigkeit ein entsprechendes Paket der Absicherung. Ein BU Schutz, welcher sich aus verschiedenen Gründen auf zwei Versicherer verteilt und einmal 2.500 € und nochmals weitere 2.400 € absichert.

Beide Policen liegen mittlerweile vor und somit ist eine volle Absicherung vorhanden.

Wie schnell es gehen kann und warum dann einige tausende Euro schnell gezahlt werden und wichtig sind, das habe ich in einem ganz anderen Beitrag einmal beschrieben.

42.000 € „eben mal schnell“ gezahlt! warum und wie das ging – schnell erklärt

Auch allgemeine Fragen und Antworten zum Beispiel zur garantierten Rentensteigerung, Dynamik oder der Arbeitsunfähigkeitsklausel finden Sie im Blog beschrieben. Versicherer verändern zudem aktuell immer mal wieder die Einstufung der Berufsgruppen oder verzichten auf diese fast ganz.

Und natürlich bleiben auch weitere Fragen nicht unbeantwortet. „Wo finden Sie eine unabhängige Beratung und welche Vermittler gibt es eigentlich?“ beantworte ich genauso, wie die nach „Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung“ oder „Warum bei Krebs verschiedene Absicherungen greifen sollten“.

Zuletzt noch ein Hinweis für Sie, was können Sie tun, um sich auf Ihre Beratung vorzubereiten? Also quasi die Hausaufgaben schon mal vor dem Besuch der Schule.

So bereiten Sie sich auf Ihre Beratung zur PKV und / oder Berufsunfähigkeitsabsicherung vor

Und am Ende wünsche ich Ihnen, dass Sie den Schutz nach Jahrzehnten anschauen und denken: „Mist, alles umsonst gezahlt, weil ich so gesund bin!“

02.
Januar '20

Jetzt freiwillig versichert? Post vom Arbeitgeber oder der Kasse?


Guten Tag zusammen und erstmal ein frohes und gesundes neues Jahr.

Einige von Ihnen werden in den kommenden Tagen Post bekommen, Post vom Arbeitgeber oder der gesetzlichen Krankenkasse. Die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse endet, wenn Sie im Jahr 2019 ein Bruttoeinkommen von 62.550 € hatten oder dieses überschritten wurde. Dann sind Sie ab dem 1. Januar diesen Jahres nicht mehr pflichten in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern freiwilliges Mitglied.

Das bringt einige Änderungen mit sich. Weiterhin kursieren bei den Kassen und auch im Netz einige fragwürdige Aussagen zu Bindungsfristen und Kündigungszeiten, daher fasse ich in diesem Beitrag all die Punkte zusammen, welche Sie beachten sollten.

Dabei verlinke ich gern auf alte – bereits in den Vorjahren geschriebene – Beiträge, da die diese Thematik jedes Jahr neu ergibt.

Ende der Versicherungspflicht

Sollte Ihr Einkommen im letzten Jahr die Grenze von 60.750 € brutto und auch voraussichtlich die Grenze von 2020, also 62.550 € überschritten haben, so müssen Sie nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versichert bleiben.

Sie haben nun die Wahl zwischen beiden Systemen. Zu den grundsätzlichen Unterschieden finden Sie mehr Informationen in meinem Leitfaden, welchen Sie im Downloadbereich kostenlos laden können.

Wichtig ist noch zu wissen, es gibt jetzt noch ein rückwirkendes Austrittsrecht. Heißt, solange Sie mit der Krankenkassenkarte in diesem Jahr nicht beim Arzt waren, können Sie auch noch rückwirkend zum 1. Januar austreten. Aber: Lassen Sie sich Zeit und überlegen in Ruhe und nicht übereilt. Das Schreiben der Krankenkasse kommt meist nicht vor Mitte/ Ende Januar, bei einigen sogar später. Das heißt nicht, dass Sie darauf warten müssen. Beginnen Sie mit den Überlegungen jetzt und sehen dann in Ruhe weiter. Im folgenden Beitrag habe ich bereits im Jahr 2019 alles für Sie zusammengefasst.

„Sie sind nun freiwillig versichert.“ – ein Schreiben der Krankenkasse welches alles verändern kann, aber nichts muss

 

Sie müssen nicht aus der GKV raus

Auch wichtig, Sie können raus, müssen aber nicht. Auch als freiwilliges Mitglied können Sie in der bisherigen oder einer anderen GKV versichert bleiben. Dabei sollten Sie aber eines bedenken. Ändert sich der Status, so verlieren Sie auch Leistungen.

So müssen Sie in der Elternzeit nun Beiträge zahlen, was Sie als Pflichtmitglied nicht mussten. Details dazu in dem folgenden Beitrag:

Elternzeit und die (nicht immer) beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

und auch in dem hier verlinkten Beitrag noch einige Änderungen zur Elternzeit und besonders zur Beitragsberechnung.

Elternzeit und die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenkasse

 

Familienversicherung und Kinder beachten

Wer bisher gesetzlich und nun vielleicht zukünftig privat versichert sein möchte, der bedenkt bitte auch die Auswirkungen auf die Familienversicherung. Dabei ergeben sich auch Jahre nach einem Wechsel immer wieder – teils gravierende – Probleme.

Entfall der Familienversicherung – wie kann ich mein Kind rückwirkend versichern?

In der hier folgenden Übersicht sehen Sie, wann das Kind wie versichert werden muss. Die Heirat (oder die geplante) ist ein wichtiges Datum, auch oder gerade für den Versicherungsschutz. Die Übersicht gibt es auch als pdf- ideal für das schwarze Brett in der Firma oder als Schreibtischunterlage.

Der Unsinn zur 18-Monate Bindungsfrist

Leider scheinen einige gesetzliche Kassen es bewusst darauf anzulegen, einen Dummen gefunden zu haben der den Unsinn auch glaubt. Da wird einfach behauptet:

Sie sind noch keine 18 Monate bei uns versichert, dann können Sie gar nicht kündigen.

Das ist leider falsch und ich möchte hoffen, dass es nur Unwissen und nicht bewusste Täuschung ist. Denn ganz einfach und simpel. Bei einem Wechsel zur privaten Krankenkasse gibt es keine Bindungsfrist von 18 Monaten, auch wenn die Kasse etwas anderes behauptet.

Mit welcher Formulierung Sie dann doch raus kommen und was Sie wem und wann schreiben müssen, das habe ich im Beitrag zusammengefasst.

18 Monate Bindungsfrist und die falschen Aussagen der Krankenkasse

Lassen Sie sich also bitte nicht verunsichern oder glauben den Unsinn auch noch. Bestehen Sie auf einem Bescheid, einem mit Rechtsbehelf, dann geht das auch.

Wahltarife – machen Sie mal schnell – dann lassen wir Sie nicht mehr weg

Ein anderes beliebtes Mittel Kunden zu binden sind so genannte Wahltarife. Auch wenn der Gesetzgeber in der Vergangenheit die Regelungen verändert hat, mit einem solchen selbst ausgesuchten Tarif mit

– Selbstbeteiligung

– Rückerstattung bei Leistungsfreiheit

– besonderen Therapieformen und Vorsorgeleistungen

kann durchaus eine lange Bindung an die Kasse bestehen. Daran ändert auch ein Statuswechsel nichts. Daher ist es immer gut genau zu überlegen, immer dann wenn besondere Tarife abgeschlossen werden sollen.

Wahltarife und Zusatzbausteine in der GKV verhindern Kündigung – Ein Ratgeber

Sie sehen also, es gibt einiges zu bedenken, zu überlegen und zu beachten. Daher machen Sie sich ganz in Ruhe Gedanken, lassen sich nicht hetzen, verunsichern oder drängen und überlegen sehr genau, wie es mit dem zukünftigen Schutz weitergehen soll. Auf der speziellen Beratungsseite zur PKV und auch der zur Berufsunfähigkeit finden Sie weitere Unterlagen, Fragebögen, Videos und Hinweise für Unterstützung auf dem Weg, ihrem Weg!

Haben Sie weitere Fragen, vielleicht auch solche die für andere Leser interessant sein können? Dann schildern Sie Ihren Fall oder stellen Sie Ihre Frage gern direkt unter dem Beitrag als Kommentar. Ich beantworte und ergänze dieses dann.

13.
August '19

Anforderung der Krankenakte und gespeicherter Informationen – so gehts kostenlos


Die Krankenakte ist oftmals nicht ganz einfach zu bekommen. Da meinen einige Ärzte dann doch ernsthaft: „Sie müssen vorbei kommen, schicken kann ich Ihnen diese nicht.“, andere kommen dann mit einigen kurzen Auszügen um die Ecke und der Dritte sagt „ich muss Ihnen die gar nicht geben.“ Mit einigen dieser Vorurteile räumen wir nun einmal auf und schauen uns an, wie Sie schnell und kostenfrei an Ihre Krankenakte kommen.

Zunächst sei einmal auf bereits erschienene Artikel verwiesen:

Während es also schon immer möglich war, die eigene Krankenakte gegen Erstattung der Kosten für gefertigte Kopien zu bekommen, haben wir seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung im Jahr 2018 noch eine andere Möglichkeit. Diese verbesserte Situation gilt damit ab dem Jahr 2018 und ermöglicht dem Patienten noch schneller, sicherer und kostenfrei an die entsprechenden Informationen zu kommen.

Wozu bedarf es überhaupt einer Kopie der Krankenakte?

Es gibt ganz verschiedene Gründe, warum die Einsicht in die Krankenakte wichtig und erforderlich ist. Das kann

  • – Prüfung der Diagnosen

  • – Einsicht in die abgerechneten Diagnosen

  • – Antrag auf eine Lebens-/ Berufsunfähigkeits-/ Krankenversicherung

  • – eigenes Interesse

  • – Weitergabe an einen anderen Arzt

  • – eine Zweitmeinung

oder etwas ganz anderes sein. Dabei ist es auch nicht relevant warum Sie diese Kopie haben möchten, sondern nur das Sie es möchten. Ich persönlich fordere jedes Jahr zum Jahresanfang die Unterlagen des zurückliegenden Jahres an. Das hat den Vorteil, dass ich immer alle Unterlagen greifbar habe und mich im Fall der Fälle keine Gedanken machen muss.

Weiterhin ist es auch durchaus aufschlussreich zu wissen, was andere (hier Arzt oder Krankenhäuser) über einen selbst gespeichert haben und ggf. auch, an wen diese Daten weitergeben wurden.

Wer kann den Anspruch geltend machen?

Jeder Patient/ jede Patientin hat einen entsprechenden Anspruch an den Arzt und kann die eigene Krankenakte verlangen. Bei nicht volljährigen Kindern besteht der Anspruch natürlich auch und kann durch die sorgenberechtigten Eltern ausgeübt werden.

Wollen Sie diese Unterlagen hingegen für eine andere Person bekommen, so bedarf es einer ausführlichen Bevollmächtigung, schließlich handelt es sich hier um sehr private und sensible Gesundheitsdaten. Daher ist es am einfachsten, wenn diese durch den jeweilig Betroffenen selbst beantragt werden und auch diesem zugestellt werden sollen.

Darf der Arzt mich zum „Vorbeikommen“ zwingen?

Nein. Auch wenn es einige Ärzte oder Praxismitarbeiter gibt, welche auch heute noch der Meinung sind, es ginge nur persönlich, so ist es schlichtweg falsch. Es gibt insbesondere in der DSGVO aber auch nicht in der Berufsordnung der Ärzte eine Regelung, wonach eine solche Auskunft vor Ort zu erfolgen hat. Gerade nach einem Umzug oder dem Wechsel zu einem anderen Arzt möchten Sie vielleicht gar keinen persönlichen Kontakt mehr, daher reicht es per Post vollkommen aus.

Aber: Sie müssen nachweisen können, dass Sie auch die anspruchsberechtigte Person sind. Das kann über geeignete Unterlagen wie einer Kopie des Ausweises, Reisepasses oder anderer passender Nachweise erfolgen. Eine solche Berechtigung lässt sich aber auch auf die Entfernung einreichen und prüfen.

Was Sie genau antworten können, wenn der Arzt sich dennoch weigert, das habe ich im Artikel hier beantwortet:

Wenn Arzt oder Krankenhaus die Zusendung der Krankenakte verweigern

Lassen Sie sich daher auf keine Diskussionen ein. Setzen Sie ggf. eine Frist, schreiben die Praxis erneut mit Fristsetzung an und (mehr …)

05.
Dezember '18

Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt für Diabetiker (Typ 1) bis 65 versicherbar


Wer heute bereits an Diabetes erkrankt ist, für den war und ist es schwer einen entsprechenden Schutz zu bekommen. Da nützt auch die Notwenigkeit nichts, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt/ gab. Auch bisher sind Versicherungen bei Diabetes möglich, meist jedoch nur mit entsprechend kurzem Endalter. Das ändert sich jetzt etwas, da die Zurich sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch Diabetiker bis zum Endalter 65 zu versichern.

BU Schutz bei Diabetes – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um einen Schutz zu bekommen, muss der Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen und diese ggf. auch belegen. Dazu zählen folgende Vorgaben:

  • – Sie sind an Diabetes Typ-1 erkrankt

  • – Sie sind mindestens 18 Jahre alt

  • – Sie sind berufstätig (nicht in Ausbildung)

  • – Ihr Diabetes ist aktuell gut eingestellt (HbA1C-Wert zwischen 4,5 und 7,5%)

  • – Sie haben noch keine Folgeerkrankungen durch Ihren Diabetes entwickelt

Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann ist eine weitere Prüfung und Versicherung möglich.

BU Schutz bei Diabetes – welche Eckdaten gelten?

Während bisher nur eine Absicherung von 25 Jahren, oder bei einigen Anbietern 30 Jahre ab Erkrankungsbeginn möglich war, ist nun eine Absicherung bis zum 65. Lebensjahr möglich.

  • – Rentenhöhe nach persönlichem Bedarf
  • – maximale Laufzeit bis 65

BU Schutz bei Diabetes – wie erfolgt die (Vor-)Prüfung?

Wie immer gilt auch hier: Eine anonyme Vorprüfung ist sinnvoll und wichtig und verbaut ggf. nicht die Chance auf eine andere Anfrage. Dazu sind einige Unterlagen und Angaben möglich, welche dann zu der anonymen Anfrage und Einschätzung führen. Um eine solche Anfrage zu stellen, benötige ich folgende Angaben von Ihnen:

  • – Ihr Geburtsdatum:
  • – Ihren aktuellen Beruf:
  • – Ihr höchster erreichter Abschluss:
  • – Arbeiten Sie zu mind. 80% im Büro/ Bürotätigkeit?
  • – Wie war Ihr letzter bekannter HbA1c Wert?
  • – Wann wurde der Wert ermittelt?
  • – Hatten oder haben Sie Komplikationen (Neuropathie, Retinopathie, Bluthochdruck) oder eine diabetische Nephropathie oder Proteinurie (Eiweiß im Urin)?
  • – Sind Sie Raucher?
  • – Nutzen Sie einen rTcgm Chip?

Weiterhin senden Sie mir bitte eine Kopie des aktueller Diabetes-Kontrollbefund oder des Diabetes-Pass. Es ist ausreichend, diesen als SCAN oder Foto zu senden. Dabei können Sie die persönlichen Angaben direkt schwärzen, oder wir übernehmen das vor der Anfrage.

HIER KLICKEN FÜR EINE DIREKTE ANFRAGE

(inkl. Möglichkeit des Uploads)

BU Schutz bei Diabetes – der Ablauf

Sobald mir Ihre Anfrage vorliegt, sollten wir dazu einmal telefonieren. Wenn Sie möchten schreiben Sie gern schon einen zeitlichen Vorschlag / besser zwei oder drei, in das Feld mit den Bemerkungen.