Artikel mit ‘Alter’ getagged

24.
Februar '12

Eine private Krankenversicherung muss man sich leisten wollen und können- eine langfristige Beziehung mit nötiger Planung


In den letzten Tagen und Wochen ist viel über die Private Krankenversicherung geschrieben worden. Da geht es um Anpassungen, Beitragssteigerungen und die (teilweise berechtigte) Angst vieler Versicherten, die Prämie im Alter nicht (mehr) bezahlen zu können. Der Artikel im Handelsblatt (Onlineausgabe am 22. 02. 2012) malt ein ähnliches düsteres Szenario auf.

Schaut man sich dazu die Kommentare von Versicherten an, so sind manche Zahlen mehr als erschreckend. Was mich an der medialen Berichterstattung momentan aber etwas stört ist die Tatsache, das es immer nur die „böse PKV“ ist, die hier „an den Pranger gestellt werden soll. Vielmehr sind es eine Reihe von Faktoren die bei der Entwicklung der Beiträge eine wichtige Rolle spielen und welche zum Teil auch durch „Gier“ des Kunden und/ oder Fehler in der Beratung entstehen.

Kann ich mit dem Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) Geld sparen?

Ganz klare Aussage: NEIN

Warum das so ist, hat viele Gründe. Der Wechsel in eine private Krankenversicherung ist nicht geeignet um (langfristig) Geld zu sparen. Die Private Krankenversicherung hat sicherlich eine Reihe von Tarifen, welche mit der Maßgabe verkauft werden „da sparen Sie ja noch was“. Das ist aber langfristig gesehen ein Trugschluss und hier liegt der Fehler leider sowohl bei den Versicherern (mit der Aufmachung von Prospekten, Werbeflyern etc.), als auch bei den Beratern welche genau mit diesen Argumenten ihre Produkte verkaufen. Rein wirtschaftlich ist es jedoch Unsinn. Es ist auch paradox mehr Leistung, höhere Honorare für die Leistungserbringer und weitere Kostenfaktoren in einem Produkt zu vereinen und dennoch geringere Beiträge zu zahlen. Auch wenn ein „Einstiegsschutz“, „Billigtarif“ oder ähnliches gewählt wurde, so liegen gerade hier noch andere, deutlich höhere Kostenrisiken.
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20.
April '11

Bis zu welchem Alter soll ich noch in die Private Krankenversicherung wechseln?


Wieder einmal so eine Frage, die pauschal zwar nicht zu beantworten ist, die aber sehr genau zeigt wie wichtig eine sorgfältige Beratung ist und welche Punkte unter anderem zu beachten sind.

Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) werden die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) nicht nach dem Einkommen, sondern nach Alter, Gesundheistszustand und Leistungsumfang berechnet. Genaue Vorgaben zur Berechnung und Verteilung der Beiträge lesen Sie am besten im Leitfaden zur Entscheidungsfindung in der PKV nach.

In der letzten Woche erreichte mich eine E-Mail eines sehr verwunderten, gar schon verärgerten PKV Versicherten. Dieser wurde 2002 von einem SparkassenBerater an eine Versicherungsvermittlerin der Union Krankenversicherung (UKV, Partner der Sparkassen) verwiesen. Mit den üblichen Argumenten (leitender Angestellter, wechseln Sie besser in die PKV da ist alles einfacher/ besser) lies sich der Kunde überreden, die gesetzliche Krankenkasse (TKK) zu verlassen und sich zu einem Beitrag von 323 EUR monatlich in der Union Krankenversicherung (Tarife VA130N, VS130N, VZ130N, KT183E7140, PVN) zu versichern.

Mit dem damaligen Alter von 51 Jahren schon eine durchaus mutige Entscheidung, denn schon damals muss eine ausführliche Gesundheitsprüfung stattgefunden haben, weiterhin war der Beitrag zwar deutlich geringer als der Höchstbeitrag der GKV, dennoch sollte klar sein, das bleibt nicht so.

Hier die Eckdaten aus der Mail des Kunden:

Dass ich mich dann 2002 nach den Gesetzesänderungen, die zur Jahrtausendwende in Kraft traten, und eine Wiederholung der negativen Beitragsentwicklung der 90´er Jahre für die Zukunft ausschließen sollten, dann doch von meinem Sparkassenberater überreden lassen habe mich privat zu versichern, muss ich heute leider sehr bereuen.

Allein wegen einer Beitragsentwicklung, macht ein Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse in einen Privaten Krankenversicherungstarif keinen Sinn. Wenn ein Wechsel stattfinden soll, so sollte dieser nicht nur sehr sorgfältig besprochen und begründet werden, es sollte vielmehr klar sein, das es auch hier Anpassungen der Beiträge über die Jahre geben wird. Daher macht es immer Sinn, die Beitragsersparnis gegenüber dem Höchstbeitrag der GKV in jedem Fall in einer beliebigen Sparform anzulegen, denn nur so ist ein Teil der Beitragsanpassungen kompensiert.

Weiterhin schreibt der- nun unglücklich- UKV Versicherte:

Kurz zu meiner Situation:

– Geburtsdatum 13.08.1951

Seit 1.12.2002 in der UKV; vorher TKK

– Mit 55 Jahren, zum 01.03.2006 für 5 Jahre in Altersteilzeit; diese endet zum 31.08.2011

– Krankentagegeld abgewählt

– Ab 01.09.2011 geplant: vorgezogene Rente mit 60 (mit 18% Abschlägen) beantragen

– Keine Krankheiten;

– die UKV in den 9 Jahren nur für Zahnbehandlung in Anspruch genommen.

Im Jahr 2002 betrug der Höchstbeitrag in der Gesetzlichen Krankenkasse 472,50 EUR. Der Beitrag in dem hier gewählten Krankenversicherungstarif der UKV lag bei 323 EUR. Dazu muss natürlich erwähnt werden, das es sich hierbei jeweils um den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil handelt. Die Frage, die sich der Berater aber gefallen lassen muss:

– Warum wurde damals keine Beitragsentlastungskonponente im Vertrag vereinbart? Immerhin waren zumindest die Arbeitnehmeranteile von knapp 75 EUR durchaus vorhanden.

– Warum wurde die Differenz aus dem Wechsel nicht investiert?

Weiterhin erstaunt mich eine Aussage des Kunden, welche es so an die damalige Beraterin gegeben haben soll. Er sagt, er hätte klar und deutlich formuliert, dass er keine höheren Beiträge im Alter zahlen möchte, als vergleichbar GKV Versicherte.

Allein hier hätte die Beratung zur PKV beendet sein müssen und der Kunde in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Denn eine solche Forderung bzw. ein solcher Wunsch ist schlichtweg nicht erfüllbar. Warum?

Dieses ist ganz einfach. Die gesetzliche Rente, die Der- oder Diejenige im Alter bekommt, ist nicht vorher planbar. Klar gibt es Hochrechnungen und Modelle, diese hängen aber an so vielen unterschiedlichen Faktoren, dass es keine klaren Aussagen Jahrzehnte vor dem Rentenbezug geben kann.

Hier haben wir noch einen besonderen Fall. Der Kunde nutzt die Möglichkeit der Altersteilzeit. Danach geht er mit einem, doch recht großen Abschlag von 18% vorzeitig in Rente. Die Rente wird somit nochmals 18% niedriger ausfallen, als die sonst schon niedrige gesetzliche Rente.

Der Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung berechnet sich nach dem gleichen Schema, wie für einen gesetzlich Versicherten. (derzeit also max. 50% des PKV Beitrages und max. 7,3% der Rente) Dabei wird der Rentenbetrag mit dem (GKV-) Beitragssatz multipliziert und dem Rentner dann zur Hälfte als Zuschuss gezahlt. Somit wird die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) nicht stärker belastet, als wäre der Rentner GKV versichert. Das führt aber nun dazu, dass dieser Rentner eben einen höheren Teil selbst aus eigener Tasche zahlen muss.

Was kann der Kunde nun tun?

Der Basistarif in der PKV ist keine wirkliche Lösung. Leistungsseitig wird sich der Kunde gegenüber seinem derzeitigen Tarif verschlechtern und somit mehr aus eigener Tasche bezahlen müssen. Auch auf der Beitragsseite ist eine Reduzierung nicht in nennenswerter Höhe zu erwarten. Trotz der Anrechnung von Alterungsrückstellungen ist der Beitrag im Basistarif immer an dem Höchstbeitrag der GKV orientiert und bringt hier somit keine Lösung.

Allenfalls ein Tarifwechsel nach §204 VVG innerhalb der eigenen Gesellschaft könnte noch eine Beitragsreduzierung bringen. Je nachdem wie hoch die Rente ist, wäre dann ggf. eine (derzeitige) Bezuschussung von annähernd 50% wieder möglich. Das ist aber, wie weiter oben im Beitrag geschildert, erst genau zu prüfen. Dabei sind die Leistungsunterschiede, insbesondere neue Einschränkungen und Ausschlüsse sehr genau zu überlegen und die finanziellen Auswirkungen zu überdenken.

Auch ist es manchmal nicht einfach, so ein Tarifwechselangebot auch tatsächlich zu bekommen. Einige Gesellschaften verzögern dieses oft oder versuchen durch Hinhaltetaktik den Kunden zum aufgeben zu bewegen.

Eine solcher Tarifwechsel sollte somit mit einem spezialisierten Berater/ Makler, ggf. gegen Honorar durchgeführt werden.

Weitere Informationen:

Auswahlkriterien zur PKV (um zu überlegen auf was verzichtet werden kann)

Leitfaden zur PKV

11.
Februar '11

Beitragsentlastung im Alter- ein Baustein in der Privaten Krankenversicherung


Eine der größten Fragen für Versicherte und Interessenten in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist:

Wie entwickeln sich meine Beiträge und kann ich mir die Private Krankenversicherung dauerhaft leisten?

Da wir alle nicht hellsehen können und daher weder planen können wie sich die Medizin, die Kosten für eine Versorgung und die Lebenserwartung der Menschen entwickeln, bleibt auch die Frage nach der Beitragsentwicklung in der Privaten Krankenversicherung unbeantwortet oder ist zumindest nicht vollständig zu klären.

Was tut der Versicherer für „stabile Beiträge“?

Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV), aber auch in den meisten Zusatzversicherungen sind so kalkuliert, dass diese „theoretisch“ ein Leben lang konstant bleiben. Erreicht wird dieses dadurch, das der Beitrag unter Berücksichtigung der Lebenserwartung kalkuliert wird. In jungen Jahren werden somit mehr Beiträge gezahlt, später dann steht dieses angesparte Kapital zur Verfügung und gleicht die dann entstehenden, höheren Kosten aus. (Für detailliertere Informationen lesen Sie bitte in meinem Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung nach, dieser steht Ihnen im Downloadbereich kostenfrei zur Verfügung)

Eine weitere „Vorsichtsmaßnahme“ hat der Gesetzgeber im Jahr 2000 eingeführt. Seitdem wird ein so genannter Gesetzlicher Zuschlag in Höhe von 10% auf den Beitrag erhoben. Dieser soll ebenfalls dazu dienen, im Alter mehr Kapital zur Verfügung zu stellen. Gezahlt wird der Betrag bis 60, um dann ab 65 Beitragsanpassungen auszugleichen oder abzumildern. (Blogbeitrag: „Der gesetzliche Zuschlag und was im Alter passiert„). Neben dem „vorgeschriebenen Schutz“ kann man aber selbst noch einiges tun.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten einige zusätzliche „Sicherheitsnetze“ einzubauen, um zumindest mehr als die oben genannten Ansparungen vorzunehmen. In diesem Beitrag werde ich mit einer Möglichkeit beginnen, eine weitere Möglichkeit zur Beitragsreduzierung im Alter folgt später in einem anderen Beitrag.

Zusatzbaustein: Beitragsreduzierung im Alter

Die Bezeichnungen bei den Unternehmen sind höchst unterschiedlich. MbZflex, BEA, Beitragssenkungskomponente, garantierte Beitragsentlastung, BSA- so oder so ähnlich sind die Produktbezeichnungen für eine solche Komponente. Alle gemeinsam haben aber ein Ziel, den Beitrag in dem eigenen privaten Krankenversicherungsvertrag zu einem fest definierten Endalter um einen festen Eurobetrag zu senken. Stellen Sie sich einfach einen Spartopf vor. Sie zahlen Monat für Monat einen Betrag X in diesen Baustein ein, am Ende wird Ihnen dann lebenslang ein fester Betrag ausgezahlt. Ähnlich wie in einer Rentenversicherung werden die Beiträge aufgrund des Eintrittsalters und der Lebenserwartung kalkuliert und festgelegt.

Wer kann so einen Baustein überhaupt abschließen und wie hoch darf es sein?

Voraussetzung ist der Abschluss oder das bestehen einer Krankenversicherung und die Tatsache, dass der Versicherer eine solche Komponente anbietet. Einige Unternehmen (z. Bsp HUK -Stand heute) bieten solche Komponenten nicht an. Der Abschluß bei einem anderen Versicherer ist hingegen nicht möglich, da es nur ein Baustein im Rahmen der bestehenden Krankenversicherung ist.

Für die mögliche/ maximale Höhe der Beitragssentlastung gelten je nach Versicherer unterschiedliche Vorgaben. Einige beschränken es auf 75%, bei anderen sind 100% des heutigen Beitrages absicherbar. Der Beitrag ist durch den Versicherten veränderbar. Auch kann eine Beitragsanpassung nötig sein, falls die Lebenserwartung (und damit die Zeit die der Versicherer den garantierten Betrag leistet) steigt.

Was passiert aber damit, falls die PKV beendet wird?

Auch hier gelten unterschiedliche Regelungen. Das Geld kann jedoch nicht einfach ausgezahlt oder mitgenommen werden. Endet die Krankenversicherung, so bleibt das Geld bei dem Versicherer. Werden Sie versicherungspflichtig, so achten Sie bei der Auswahl des Tarifes immer auf ein Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung. Dann kann auch hier die Beitragsentlastung genutzt werden.

Zahlt mein Arbeitgeber etwas dazu? Ist es ein steuerlich absetzbarer Betrag?

Das ist auch schon einer der großen Vorteile. Im Rahmen des geltenden Arbeitgeberzuschusses beteiligt sich der Arbeitgeber auch an diesem zusätzlichen Sparvorgang.  So ist neben der garantierten Leistung im Alter sogar nur der halbe Beitrag zu zahlen.

Durch das Bürgerentlastungsgesetz können Beiträge seit 2010 bekanntlich teilweise von der Steuer abgesetzt werden. Dabei kann es nach dem Wechsel durchaus zu höheren Lohnsteuerzahlungen kommen, da der PKV Beitrag oftmals geringer ist, als zuvor der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der Baustein zur Beitragsentlastung ist jedoch auch „Krankenversicherungsbeitrag“ im Sinne des Gesetzes und vermindert somit wiederum die Steuerlast. So lassen sich auch von diesem Beitrag 80-95% „nutzen“.

Was passiert zum Ablauftermin genau?

Mit dem vereinbarten Ablauftermin (der bei den meisten Unternehmen im 65. Lebensalter liegt), beginnt die Beitragsentlastung des PKV Vertrages. Einige Unternehmen bieten hier flexible Ablauftermine an. Oftmals sind Abrufe des Betrages vom 60, 63 oder eben auch erst ab dem 67. Lebensjahr möglich. Von diesem Zeitpunkt zieht das Unternehmen nun gleich den Betrag ab und belastet Ihrem Konto nur die Differenz.

Wie hoch ist die Rendite hierbei?

Das ist pauschal nicht zu sagen, da die Rendite von vielen Faktoren abhängig ist. Insbesondere die Frage nach Arbeitnehmer- oder Selbstständigenstatus, aber auch die persönliche Einkommens- und Steuersituation spielen hier eine große Rolle. Damit Sie dennoch eine Vorstellung bekommen, gehen wir einmal von einem fiktiven Kunden aus.

Unser Kunde, 35 Jahre alt und mit einer privaten Krankenversicherung von knapp 350 EUR Beitrag (ohne KT, PVN etc) ausgestattet, die modellhaft um 5% jährlich ansteigt. Die Beitragsermäßigung soll in unserem Fall 300 EUR monatlich betragen und es werden während der Berufstätigkeit 35% und in der Rente 25% Grenzsteuersatz angenommen. Weiterhin unterstellen wir eine Anpassung des AG Zuschusses von 1% p.a., eine Nettorendite von 4,5% (also einem angenommenen Überschuss von 0,9%) und eine Lebenserwartung bis zum 84. Lebensjahr.

In diesem Modell beträgt die Rendite für den Arbeitnehmer 5,75%, für den Selbstständigen 4,73%.

Kann ich den Baustein auch noch abschließen, wenn ich schon versichert bin?

Ja. Wenn Ihr Versicherer eine solche Tarifkomponente generell anbietet, so ist diese auch später noch in den Vertrag einzuschließen. Dabei ist es unerheblich, wie der Gesundheitszustand aussieht, denn der Tarifbaustein ist ohne Risikoprüfung abzuschließen.

Fazit:

Auch hier gilt, wie in allen anderen Fällen auch. Pauschale Empfehlungen und Lösungen gibt es nicht. Auch der Abschluß bzw. die Frage nach der individuellen Höhe und dem Sinn einer solchen Absicherung muss sich jeder für sich selbst beantworten.  Auf der „Schattenseite“ sind sicher die Punkte der möglichen Kündigung, dem Versichererwechsel oder auch die Tatsache der Beitragszahlung bis Lebensende zu nennen. Der Beitrag endet, anders als in einer klassischen Rentenversicherung, eben nicht bei Beginn der Auszahlung, sondern ist in den meisten Tarifvarianten weiter zu zahlen.

Die Vorteile liegen in der garantierten Höhe der Entlastung, einer recht hohen Rendite bei sicherer Anlage, dem Arbeitgeberzuschuss und der steuerlichen Berücksichtigung als Krankenversicherungsbeitrag.

Sprechen Sie ihren Berater einmal darauf an oder fordern bei Ihrem Krankenversicherer doch eine Modellrechnung an.

13.
August '09

Die Private Krankenversicherung im Alter- wie schütze ich mich vor steigenden Beiträgen


(Dieser Beitrag entspricht der heutigen Pressemitteilung)

Jeder der sich mit dem Thema Private Krankenversicherung (PKV) beschäftigt stolpert irgendwann über die Frage der Beitragsstabilität und hat im Innersten (zum Teil berechtigte) Bedenken was mit seinen Beiträgen im Alter geschieht.

Dabei geistern in den Köpfen meist Geschichten von horrenden Summen umher, welche auf Erzählungen und kuriosen Beispielen bestehen, sagt Sven Hennig, Spezialmakler für die Private Krankenversicherung, Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Auf dem Informationsportal für die PKV und BU unter www.online-pkv.de finden sich umfangreiche Informationen und Hilfestellungen auf dem Weg zur richtigen Privaten Krankenversicherung.

Damit solche Szenarien nicht auftreten und die Beiträge planbar bleiben ist eine sorgfältige Auswahl des Tarifes und der Gesellschaft wichtig, so Sven Hennig weiter.

Auch der Vergleich zwischen den beiden, völlig unterschiedlichen, Systemen der Privaten und Gesetzlichen Krankenversicherung hinkt. In der GKV werden die Beiträge durch die Änderung des Beitragssatzes angehoben, so die weit verbreitete Meinung. Dieses ist aber nur die halbe Wahrheit. Die alleinige Anpassung des (seit Januar 2009 einheitlichen) Beitragssatzes ist nicht entscheidend. Durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze werden zusätzlich die Gutverdiener stärker belastet, da „mehr Einkommen“ beitragspflichtig wird. Allein in den letzten 10 Jahren wurde die Grenze um fast 14% angehoben. Dazu kommen die Kürzungen der Leistungen und die Einführung von Rezept-, Verordnungs- oder Praxisgebühren und zum Teil drastische Leistungskürzungen.

Auch in der Privaten Krankenversicherung sind Beitragsanpassungen möglich und erforderlich. Der zu Vertragsbeginn vereinbarte und garantierte Leistungsrahmen bleibt aber unverändert, denn dieser kann nur mit Zustimmung des Versicherten verändert werden.

Mit Übergang in das Rentenalter sind jedoch Veränderungen in dem Vertrag unumgänglich. So entfällt der gesetzliche Zuschlag in Höhe von 10% der Beiträge, da dieser zur Verminderung von Beitragsanpassungen im Alter zusätzlich angespart wurde. Weiterhin entfallen Bausteine für das Krankentagegeld und ggf. auch weitere Optionen, welche nun nicht mehr benötigte Leistungen abdecken. Eines sollte sich jeder Versicherte jedoch klar machen. Nun folgt in der Regel die Zeit, in welcher die Versicherungsleistungen auch intensiver in Anspruch genommen werden.

Daher hüten Sie sich vor Aussagen die Ihnen weiß machen wollen, Sie sollten ihren Versicherungsschutz jetzt aus Beitragsgründen reduzieren. Warum hatten Sie dann in jungen Jahren einen guten Schutz (den Sie wenig nutzen konnten, oder besser mussten) und nun, wo es viel nötiger ist einen reduzierten?

Achten Sie bei der Auswahl des Privaten Krankenversicherers gleich zu Beginn auf solide Bedingungen, eine saubere und klare Kalkulation und ein ausgewogenes und passendes Unternehmen.

Die meisten Unternehmen der Privaten Krankenversicherung bieten neben den Vollkostentarifen auch so genannte Beitragsentlastungsmodelle an. Dabei wird durch einen Zusatzbeitrag eine garantierte Beitragsreduzierung im Alter finanziert und schafft somit Planungssicherheit. Ob diese auch für Sie sinnvoll ist, muss in einem individuellen Gespräch geklärt werden.

Um dieses jedoch beurteilen zu können ist eine gute und individuelle Beratung unerlässlich, so Sven Hennig weiter. Informationen und einen Kriterienfragebogen für ihr Beratergespräch können Sie sich kostenfrei und ohne Anmeldung auf dem Informationsportal https://www.online-pkv.de im Downloadbereich herunterladen.