Archiv für die Kategorie ‘Pflegeergänzung’

30.
Juni '20

Achtung! Hallesche ändert Antragsfragen für OLGA Flex und Clinic-Tarife und schließt damit Kindernachversicherung aus


Die Kindernachversicherung ist ein großartiges Feature. Bevor wir uns hier nun die neuen Einschränkungen anschauen, ein Blick auf die Kindernachversicherung selbst und wie genau diese funktioniert.

Was ist die Kindernachversicherung?

Wer selbst einen Vertrag in der privaten Krankenversicherung hat, eine Pflegezusatzversicherung oder eine andere Zusatzversicherung besitzt und wenige Voraussetzungen erfüllt, der kann hiervon profitieren. In der Regel gelten nur wenige Vorgaben:

  • – der Vertrag muss bei Geburt des Kindes oder der Adoption schon mindestens 3 Monate bestanden haben

  • – der Schutz des Kindes darf nicht höher sein im Vergleich zum Schutz der Eltern

  • – es gibt keinerlei Gesundheitsprüfung für das Kind

  • – in den Anträgen der Eltern müssen Erkrankungen (auch wenn schon vorgeburtlich bekannt/befürchtet) nicht angegeben werden

In meinem Artikel zu Versicherungen in/ vor der Schwangerschaft habe ich genau diesen Weg auch beschrieben und rate immer und dringend dazu, für sich selbst den passenden Versicherungsschutz zu wählen, den man auch für das Kind möchte. Hier können Sie den Ablauf und die wichtigen Policen direkt nachlesen.

Warum ändert die Hallesche nun etwas und was machen andere Unternehmen?

Leider werden solche Regelungen auch ausgenutzt. Schauen Sie sich einmal in Foren und Gruppen um in denen sich werdende Eltern unterhalten. Gerade wenn der Arzt bei der Schwangerschaftsvorsorge Vorerkrankungen feststellt und die Eltern sich leider auch mit möglichen Folgen und Behinderungen des Kindes beschäftigen müssen, ist es derzeit immer noch möglich eine solche – schon bekannte – Vorerkrankung zu versichern.

Dazu stellen Sie einen Antrag auf Pflegezusatz oder zum Beispiel eine stationäre Ergänzungsversicherung. Die Gesundheitsfragen für Vater oder Mutter beantworten Sie vollkommen wahrheitsgemäß und sind damit auch sicher vor einer Anzeigepflichtverletzung. Da aber nach Gentests nicht gefragt werden darf und nach Erkrankungen, die das noch nicht geborene Kind haben könnte, auch nicht gefragt wird, bekommt der Versicherer einen Leistungsfall in den Bestand.

Als Beispiel zwei Fälle von Kollegen. Zweimal sind Kinder mit einem Down Syndrom geboren, zweimal wurden während der Schwangerschaft bereits „Auffälligkeiten“ festgestellt und die Eltern vom Arzt darauf vorbereitet was passieren könnte. Beide Kinder hatten ab dem 1. Tag Ihres Lebens Beschwerden und sind beide heute pflegebedürftig. Auch für beide wurde auch dann noch eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen und diese leistet heute. Über 2.000 € JEDEN MONAT fließen so an die Eltern. Das hilf nicht nur enorm die Kosten zu bewältigen, es schafft auch Zeit für berufliche Auszeiten, bezahlte Pflegekräfte zur Entlastung und vieles mehr.

Doch aus Sicht der Versicherer und Kollektive ist es eine Katastrophe. Unterstellen wir nur mal 30 Jahre Leistungszeit. Bei einer monatlichen Rente von 2.000 € sind das dann:

2.000 € * 12 Monate * 30 Jahre = 720.000 €

Steigert der Versicherer die Rente nur alle drei Jahre um 5% im Rahmen einer Dynamik, so sprechen wir über einen Betrag größer 900.000 € Leistung. Alle Leistungen, ohne für das Kind auch nur einen Euro Beitrag bekommen zu haben.

DAS IST NICHT SCHLIMM und SO FUNKTIONIERT VERSICHERUNG. Aber eben nur dann, wenn es risikogerecht kalkuliert ist. Davor möchte sich nun die Hallesche schützen und ändert daher die Antragsprozesse.

Klar ist auch, wer vor einer bekannten Schwangerschaft oder „bei der Familienplanung“ ist, für den ändert sich gar nichts.

Ich bin mir recht sicher, auch andere Unternehmen werden ähnliche Regelungen übernehmen und einführen.

Wie sieht die Änderung aus?

Bisher wurden im Antrag die persönlichen Daten und dazu folgende Gesundheitsfragen gestellt. Den Antrag als komplettes pdf können Sie im Downloadbereich unter Antragsunterlagen auch jetzt noch nachlesen.

In dem neuen Antrag hingegen, ist eine Fragen neu hinzugekommen. Schauen wir uns zunächst einmal die Frage und dann den Hinweis dazu an. Auch diesen Antrag habe ich im Downloadbereich verlinkt.

Wer also gefragt wird, der muss auch wahrheitsgemäß antworten. Dabei ist der voraussichtliche Geburtstermin laut Mutterpass oder das Adoptionsdatum anzugeben. Ist dem so, gilt folgende Regelung:

Im Falle einer anstehenden Geburt oder Adoption kann der Versicherungsbeginn frühestens zum 1. des Vormonats vor dem oben angegebenen Geburts­/ Adoptionsmonat sein (Geburts­/Adoptionsmonat – 1 Monat).

Damit ist das Thema Nachversicherung des Kindes erledigt und nicht mehr möglich. Darauf weist die Hallesche auch explizit direkt im nächsten Satz hin.

Bitte beachten Sie: Eine Mitversicherung ab Geburt gemäß § 198 VVG ist nur möglich, wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 3 Monate versichert gewesen ist.

Klar ist also warum diese Änderung nötig ist und war. Die Hallesche bietet neben dem Tarif mit Alterungsrückstellungen auch noch einen reinen Risikotarif für Olga Flex, Ein 30jähriger Versicherer zahlt damit bei 2.100 € MONATLICHEM Pflegegeld in den ersten 5 Jahren nur 4,20 € Beitrag (welcher sich dann erhöht). Dazu wählen Sie einfach im unten verlinkten Onlinerechner die Option „reiner Risikoschutz“ unter dem Beitrag und passen die gewünschten Alterungsrückstellungen nach Bedarf an.

Also ist auch weiterhin eine günstige Absicherung des Pflegerisikos möglich, nur eben VOR bekanntwerden der Schwangerschaft.

Selbst berechnen

Die Module OLGA Flex (als Pflegeergänzung, mehr dazu in dem Beitrag „Hallesche Pflegezusatz“) und auch den Tarif CLINIC (stationäre Ergänzung) können Sie selbst rechnen und online die Fragen vor einem Abschluss einsehen.

Den Rechner für die stationäre Zusatzversicherung (den dann bei Abschluss vorher auch das Kind bekommen wird), finden Sie hier:

HALLESCHE ONLINE RECHNER stationäre Zusatzversicherung

Mein Fazit

Ja, der Schritt ist und wird für einige unangenehm und nach dem „die wollen nur nicht zahlen“ klingen. Wollen Sie auch nicht, jedoch das durchaus zu recht. Wer sich um seinen eigenen Schutz nicht kümmert und sich dann um den Versicherungsschutz kümmert wenn es zu spät scheint, den trifft es.

Klar hätte man auch versuchen können Fragen nach der Gesundheit des Kindes zu stellen, oder Fragen nach Vorsorge und Schwangerschaftsauffälligkeiten. Die Hallesche hat sich aber hier für diesen Weg entschieden.

Denken Sie also bereits bei der Familienplanung daran, sich um diese Optionen Gedanken zu machen. Auch heute gibt es eine Reihe anderer Versicherer bei denen das (noch) nicht so ist und auch heute ist noch 3 Monate vor der Geburt ein solcher Schutz zu bekommen. Bedenkt man aber die hohen Leistungen und die hier sehr geringen Startbeiträge, dann ist die Entscheidung im Sinne der Kollektive gefallen. Noch etwas mehr zu Lesen zu dem Thema hier:

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung

16.
November '19

Beitragsanpassungen in der Pflegepflichtversicherung – es geht alles so und es wird weiter gehen (müssen)


In den nächsten Tagen bekommen Sie Post. Dabei ist es völlig egal bei welchem Unternehmen Sie krankenversichert sind, Sie haben immer auch eine private Pflegepflichtversicherung. Diese Beiträge für den Schutz sind gleich! Nur bis auf wenige Cent Beträge unterscheiden sich diese Beiträge bei den Gesellschaften und auch die Leistungen sind zu 100% identisch.

Warum steigen Beiträge in der Pflegepflichtversicherung an?

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Einer der entscheidendsten Gründe ist durchaus positiv zu werten.

Grund 1: WIR LEBEN LÄNGER

Um zu verdeutlichen wie sich die Lebenserwartung eines gesunden Neugeborenen entwickelt hat, schauen wir uns deren Entwicklung in den letzten Jahren einmal genauer an. Das Statistische Bundesamt hat hierzu gerade vor einigen Wochen neue Zahlen veröffentlicht.

Die Grafik zeigt uns zwei unterschiedliche Faktoren, die aber recht deutlich. Auf der einen Seite ist die Lebenserwartung bei Geburt des Neugeborenen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wer in dem Jahr 1991 als Junge geboren wurde, hatte eine Lebenserwartung von 72,47 Jahren, bei Mädchen lag diese bei 79,01 Jahren. Im Jahr 2016 hingegen wurde ein Junge schon 78,48 Jahre alt (statistisch) und damit knapp 6 Jahre älter, Mädchen haben nunmehr vier Jahre mehr zu erwarten und werden statistisch 83,27 Jahre alt. Dazu noch der Hinweis:

Die aktuellen Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes sind sogenannte Periodensterbetafeln. Sie basieren auf Daten zu den Gestorbenen und der Bevölkerung nach Einzelaltersjahren im Betrachtungszeitraum. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für den jeweiligen Zeitraum (aktuell die Jahre 2016 bis 2018). Eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Lebenserwartung ist demzufolge nicht eingeschlossen. Die Lebenserwartung bei Geburt gibt an, wie lange Neugeborene den aktuellen Überlebensverhältnissen entsprechend durchschnittlich leben würden. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Der zweite Punkt den wir der Grafik aber auch entnehmen können, die Steigerung geht langsamer vorab. Während sich von 1991 bis 2006 die Männer über 4,4 Jahre mehr Lebenserwartung freuen konnten, waren es in den Jahren 2001 bis 2016 (also auch wieder 15 Jahre) nur noch 3,1 Jahre an Zuwachs.

Für die Versicherer bedeutet das aber auch, diese müssen einige Jahre mehr leisten. Gerade in der Pflegeversicherung beutet dieses, am Ende kommen „teure Jahre hinten dran“.

Grund 2: medizinische Versorgung und Pflege wird besser

Ein zweiter Grund der steigenden Kosten ist auch die Tatsache, dass Patienten länger, aufwändiger und damit besser gepflegt und versorgt werden können. Denken Sie einmal an Ihre Großeltern und Urgroßeltern zurück und überlegen sich, wie „fit“ diese mit 60, 70, 80 Jahren so waren. Nun schauen Sie sich die heutige Generation in dem Alter an.

Alt und gebrechlich passt gehört eben nicht mehr zwangsläufig zusammen

Auf der anderen Seite und so makaber das klingen mag, bei einigen Erkrankungen, gerade im Bereich der Herz- Kreislauferkrankungen, nach Schlaganfall oder Herzinfarkt verstarben Menschen früher und damit war nicht nur deren Leben, sondern auch eine Pflege zu Ende. Heute ist das- zum Glück- in vielen Fällen nicht mehr so. Auf der anderen Seite kommen so viele Kosten in der Altenpflege auf uns zu und diese sind durch die Pflegeversicherung abzufedern.

Ganz salopp und klar: Wer länger lebt, wird länger gepflegt.

Das Alter hat es nun einmal so ansich, dass Fähigkeiten und Leistung nachlassen und das viele Menschen am Ende Hilfe benötigen. Diese Kosten und Leistungen werden in der Pflegeversicherung erbracht und steigen dementsprechend.

Auch einen dritten und vierten Grund möchte ich Ihnen aber nicht vorenthalten. Zum einen hat der Gesetzgeber die Leistungen der Pflegeversicherung in den letzten Jahren deutlich verbessert und das Geld dafür muss auch irgendwo herkommen. Zum anderen haben (mehr …)

03.
Oktober '19

LiveChat – ein kostenloses Angebot für schnelle Hilfe


… und ein Versuch die Frage „Warum machen Sie das mit dem LiveChat und das auch noch kostenlos?“

Eine der am häufigsten gestellten Fragen und meist von Kollegen gestellt. Vieles an Informationen, Fragebögen, Leitfäden oder Übersichten hier auf meiner Seite sind aus einem einfachen Grund entstanden. Eigener Faulheit 🙂

Nachdem ich vieles immer und immer wieder unterschiedlichen Menschen erklärt habe, habe ich Fragebögen entworfen, Leitfäden und/ oder Bücher geschrieben und damit allen das Leben erleichtert. Zum einen wird es leichter für Sie, denn Sie haben die Möglichkeit Informationen nachlesbar zu machen und sich bei Bedarf (erneut) anzuschauen. Auf der anderen Seite ist es auch für mich einfacher/ zeitsparender und ermöglicht mir damit Zeit „freizuschaufeln“ und damit Zeit für andere Dinge zu haben.

Wie alles anfing

Vor einigen Jahren nahmen dann auch die Anrufe zu, meist Anrufe die „ich habe mal eine kurze Frage“ als Hintergrund hatten. Diese habe ich, soweit zeitlich machbar, auch dann schon immer kostenlos beantwortet. Das Problem was sich dann ergab?

Am Telefon lassen sich zwar Fragen beantworten und Sachen einfach schnell erklären, aber es fehlt oft die ergänzende Möglichkeit weiterführende Informationen zu übermitteln.

In der Praxis war es dann oft so, dass ich im Anschluss nach dem „Ich-habe-mal-eine-Frage-Telefonat“ dann E-Mails verschickt habe und hier weitere Links zu Blogbeiträgen oder Unterlagen verschickt. Das bindet dann am Ende aber so viel Zeit, dass es schlichtweg nicht mehr machbar war.

Die Idee des Live Chats entstand auch hier eher aus einer Laune heraus und als ich damit anfing, im Dezember 2014, gab es das schon in anderen Bereichen, aber bei Maklern und in der Versicherungsbranche eher nicht. Doch warum eigentlich nicht?

Gerade wenn Sie sich auf der Seite hier aufhalten und sich Beiträge durchlesen, Fragebögen anschauen und informieren, gerade dann entstehen Fragen und Rückfragen. Warum also diese dann nicht einfach beantworten?

Fragen und Antworten zum LiveChat

Zu dem Angebot des Live Chats gab es in den letzten Monaten immer einmal wieder Fragen. Daher habe ich einige dieser Fragen aufgegriffen und werde diese nun hier im Beitrag beantworten. Fangen wir damit mit einer der am Häufigsten gestellten Frage an.

Ist es ein Chat Bot?

Interessant, denn in Zeiten immer unpersönlicherer Hotlines und ausgelagerten Servicecenter, ist dieses eine der Fragen welche Sie als Besucher beschäftigt. So kommt oft vor der eigentlichen Fragen eben genau diese und die kann ich ganz klar und eindeutig beantworten.

NEIN, wenn der Chat online ist und Ihnen als PopUp Fenster angeboten wird, dann ist es niemals ein Bot, sondern (mehr …)

21.
November '17

Wie die Deutsche Familienversicherung (DFV) ihre Kunden am Telefon zu einem schlechteren Vertrag überreden will – Achtung bei Anruf!


Es ist wie eine Geschichte aus einem schlechten Film und zeigt einmal mehr, am Telefon und ohne Unterlagen sollten keine Geschäfte gemacht werden, schon gar keine die eine lebenslange Folge haben können und für solche, wo es keine Unterlagen vorab für gibt. Doch einmal der Reihe nach, dann sehen und verstehen Sie auch schnell, warum die Masche nicht nur unfair, sondern sehr grenzwertig ist.

Die Vorgeschichte und der Altvertrag

Im Jahre 2012 beriet ich eine Kundin in Sachen Pflegezusatzversicherung. Diese wichtige und notwenige Absicherung dient dazu, im Pflegefall eine ergänzende Vorsorge zu haben und damit bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit die Sicherheit zu haben gut versorgt zu sein. Neben der zu geringen und gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung entschied sich meine Kundin gemeinsam mit mir für einen Pflegezusatzschutz nach dem Tarif Pflege Plus der Deutschen Familienversicherung. Das war in 2012, der Antrag wurde durch mich als Makler bei der DFV eingereicht und sodann auch problemlos policiert.

Als Zusatzbaustein sollte eine Beitragsrückgewähr gewählt werden. Durch diesen Baustein wird sichergestellt, auch im Falle des Todes der versicherten Person wird es hier eine Rückzahlung geben, die Beiträge fließen also ggf. an die Erben wieder zurück. Ein Blick in die Bedingungen von damals zeigt und die genaue Verfahrensweise dieses Rückzahlungsmodell, welches einiges an Mehrbeitrag kostete.

Durch das Modell der Rückerstattung wird also, bei Tod der versicherten Person, die Summe der Beiträge ausgezahlt. Klar gibt es keine Zinsen, aber die Beiträge fließen zurück. Doch soviel zur Vorgeschichte, der Versicherer hat es damals so angeboten und ich es geneinsam mit meiner Kundin so abgeschlossen. Es besteht also ein Vertrag welcher von uns als Makler vermittelt und betreut wird und regelmäßig bezahlt wird.

Der Anruf bei der Kundin, oder besser mehrere

Nun, fast fünf Jahre nach dem Abschluss des Vertrages und während der laufenden Beitragszahlung gab es einige Veränderungen in der Pflegeversicherung. Aus den damals vorhandenen Pflegestufen (0 bis 4) sind heute Pflegegrade geworden. Diese gesetzliche Änderung wirkt sich natürlich auch auf die Pflegezusatzversicherung aus und führt zu einer zwingenden Anpassung der Verträge. Dabei wurden diese Änderungen zum 01. Januar 2017 eingeführt und vom Gesetzgeber durch die Pflegereform beschlossen. Für die Versicherer bedeutet das aber auch, alle Verträge müssen angepasst werden und damit an neues, geltendes Recht angepasst.

Soweit ist es auch kein Problem, haben andere Unternehmen die Anpassungen und Überleitungen längt gemacht, schließlich besteht das neue Gesetz schon seit Anfang des Jahres. Nicht aber die Deutsche Familienversicherung, denn diese hat noch ein anderes Problem. Man hat wohl etwas Stress, Stress mit dem Aufsichtsamt.

Makler wird ignoriert, Kundin mehrfach angerufen

Nun versucht man sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen und da kommt ja die Umstellung gerade recht. Die zuständige Aufsichtsbehörde findet nämlich die Lösung mit der Beitragsrückgewähr gar nicht so schön und daher muss die irgendwie weg. Weg oder eben gelöst werden. Was macht also die Deutsche Familienversicherung? Sie versucht die Kunden anzurufen und denen das möglichst schmackhaft zu verkaufen.

Ein solcher Anruf ist zudem etwas fragwürdig, denn in dem damaligen Antrag findet sich keine wirkliche Zustimmung zur telefonischen Kontaktaufnahme, warum auch. Die Kundin hatte sich damals bewusst über einen Makler beraten lassen und dann für einen solchen Abschluss entschieden. Warum dieser Makler nicht informiert wird und ich daher von der Umstellungsidee gar nichts weiss, ist die eine spannende Frage. Mit welcher Erlaubnis und Berechtigung die Deutsche Familienversicherung dann aber mehrfach bei der Kundin anruft und telefonisch eine Umstellung machen möchte, das ist schon dreist.

Kundin möchte nichts am Telefon abschließen, dann kommt eine Mail

So gibt es einen Anruf, dann noch einen, dann wieder einen. Irgendwann reicht es meiner Kundin und Sie teilt mit, man möchte doch bitte eine E-Mail schicken mit dem Anliegen, damit sie dieses besprechen kann, damit dieses ggf. auch mit dem (damaligen und heutigen) Berater kontrolliert und überprüft werden kann und man einfach etwas in der Hand hat. Daraufhin bekam die Versicherte dann eine E-Mail, die sah so aus:

Hier sind gleich mehrere Dinge spannend.

Ich habe dann der DFV einmal mitgeteilt, ich hätte schon gern mal Bedingungen des neuen, geplanten Vertrages und der Umstellungen und das alles gern vorher. Jetzt kann man sagen: „OK, haben die vielleicht vergessen“, aber ich habe dann als Antwort bekommen:

Bedingungen verschicken wir nicht, schon gar nicht vorher. Sie als Makler müssten das ja wissen und ich verstehe gar nicht, warum Sie sich so aufregen. (Anm. ich habe mich gar nicht aufgeregt, nur nach der Faxnummer des Vorstandes gefragt und eine Beschwerde beim BaFin angekündigt).“

Auf meinen Hinweis, weder wir noch die Kundin werden etwas am Telefon abschließen oder unterschreiben, wo der Versicherer nicht einmal in der Lage und Willens ist, simple Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes und der sonstigen Verordnungen zu erfüllen, wurde mir ernst (mehr …)

01.
September '16

Fristen, Termine und eine To-Do Liste bis zum Jahresende


Jahresende? Es ist doch erst Sommer, habe ich gestern gerade gehört. Ja, wir sind erst im September, also quasi noch im Sommer, dennoch gibt es einige Punkte die schon jetzt auf die To-Do Liste gehören, Punkte die sonst wieder in den letzten Wochen und Monaten des Jahres auftauchen und dann nicht mehr in den Kalender passen. Nicht in Ihren und nicht in meinen. Daher habe ich hier einmal eine kleine Liste zusammen gepackt, eine Liste an die Dinge die bedacht und erledigt werden sollen, am besten jetzt.

Überprüfen, anpassen und verändern

Für alle die schon vorgesorgt haben, den richtigen Schutz Ihr eigen nennen und damit einen wichtigen und richtigen Schritt getan haben. Auch wenn der Schutz einmal richtig war bedeutet das eben gerade nicht, das dieser in der Schublade liegen bleiben kann und nicht wieder anschaut werden muss. Daher hier einige Hinweise zu bestehendem Schutz.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Bitte prüfen Sie hier unbedingt folgende Fragen:

  • – Wann wurde dieser zum letzten Mal angepasst?
  • – Wie hoch ist die Rente und wie hat sich seitdem das Einkommen verändert?
  • – Entsprechen die Bedingungen noch dem aktuellen Stand oder lassen sich die Verbesserungen in den eigenen Vertrag integrieren?

Lesetip: Berufsunfähigkeitsversicherung anpassen und überprüfen

Insbesondere Veränderungen in der eigenen Lebensplanung, die Geburt eines Kindes, Hochzeit oder sonstige Veränderungen welche sich auf das Einkommen, die Planung oder die Zukunft auswirken können sind wichtig. Alle diese Faktoren gehören in eine Beratung und ein kurzes Telefonat um zumindest den Änderungsbedarf zu erkennen. Aus diesem Grund nehmen Sie bitte einfach Kontakt auf.

Besteht derzeit ein Schutz bei BU und wurde dort ein Ausschluss oder Zuschlag verlangt, so ist auch hier ggf. eine Überprüfung möglich und der Schutz kann unter Umständen verbessert werden. Auch dieses ist nicht pauschal zu sagen, wohl aber von den genauen Umständen abhängig und sollte hier überprüft werden.

Besteht hingegen ein Vertrag mit schlechten Bedingungen, so kann auch hier eine Veränderung sinnvoll sein. Natürlich stehen dem nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile gegenüber. So ist das Eintrittsalter höher, dennoch ist oftmals ein neuer Schutz keine allzu schlechte Idee. Durch stetige Verbesserungen der Bedingungen und vor allem durch eine weitere Aufspaltung der Berufsgruppen sind hier durchaus Einsparungen möglich und das bei besserem Schutz. Am Ende entscheidet der Bedarf. Eine zu geringe BU Rente nützt nichts, ebenso ein falsches Endalter.

Lesetip: Wie beende ich (m)eine unpassende BU Versicherung

Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen und auch die private Krankenversicherung unterliegt einem ständigen Veränderungsprozess. Während in der GKV die Leistungen angepasst werden und Zusatzbeiträge bei den GKVen eingeführt werden, sind bei der Privaten Krankenversicherung nur die Beiträge veränderbar. Eine Reduzierung der Leistungen in einem bestehenden Vertrag ist nicht möglich.

Gesetzliche Krankenkasse- neuer oder erhöhter Zusatzbeitrag

Erhöht die gesetzliche Krankenkasse den Beitrag (also den Zusatzbeitrag der von Ihnen allein zu tragen ist) oder führt einen neuen Zusatzbeitrag ein, so besteht die Möglichkeit sich nach einer neuen Kasse umzusehen. Da der Zusatzbeitrag nicht von dem Arbeitgeber mitfinanziert wird, tragen Sie die Kosten allein. Da kann es aus beitrags- aber insbesondere auch aus Leistungsgründen sinnvoll sein einen Vergleich anzustellen.

Für einen Onlinevergleich mit den geöffneten gesetzlichen Krankenkassen habe ich Ihnen ein Tool bereitgestellt. Hier können Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse festlegen, sich überlegen welche Anforderungen Sie an Ihre gesetzliche Krankenkasse haben und ermitteln, welche diese Ansprüche am besten erfüllt.

Klicken Sie einfach auf das folgende Bild und kommen direkt zu dem Kassenrechner.

GKV Kassensuche

Nachdem Sie sich für einen neuen Anbieter entschieden haben, finden Sie im Downloadbereich die entsprechenden Kündigungsvordrucke. Bitte beachten Sie, eine GKV kann jederzeit (ausgenommen bestimmte Wahltarife) nach 18 Monaten Bindungsfrist gekündigt werden. Dabei ist die Kündigung zum Ende des übernächsten Monats möglich. Eine Kündigung im September wird also zum 1.12. wirksam.

Versicherungsfrei ab dem 1. Januar

Einige von Ihnen werden in eine andere Situation kommen. Zum ersten Mal wird die Einkommensgrenze überschritten und das Bruttoeinkommen lag im Jahr 2016 über 56.250 Euro. Das kann auch durch ein 13. oder 14. Gehalt passieren. Dann ändert sich zum Januar etwas, denn überschreiten Sie voraussichtlich auch die Grenze für das folgende Jahr (die ist noch nicht bekannt, wird aber wohl ca. 1.500€ pro Jahr darüber liegen), so können Sie sich entweder freiwillig gesetzlich oder aber eben privat versichern.

Lesetip: Versicherungsfrei zum Januar, was Sie jetzt schon tun sollten.

Lesetip: Anwartschaft- so sichern Sie Eintrittsalter und Gesundheitszustand

Mit diesen Tips sichern Sie sich schon heute den Gesundheitszustand und das Eintrittsalter. Gerade letzteres kann über die Vertragslaufzeit mehrere tausend Euro ausmachen und erfordert so ein rechtzeitiges Handeln.

Pflegereform und neue Tarife

Auch hier ändert sich einiges. Ab dem 1.1.2017 ändert sich die Leistung in der gesetzlichen und auch der privaten Pflegepflichtversicherung. Eines bleibt gleich, der gesetzliche Schutz (zukünftig nach Pflegegraden nicht -punkten) reicht auch zukünftig nur für eine Grundabsicherung. Daher ist auch hier zu überlegen welche Art ergänzender Schutz in Frage kommt.

Lesetip: Pflegezusatzversicherungen

Denken Sie hierbei auch an den Schutz der eigenen Eltern und des (vielleicht noch ungeborenen) Kindes.

Lesetip: Pflegezusatz für die Eltern- warum es so wichtig ist

Lesetip: Pflegezusatz für das noch ungeborene Kind

Zu den weiteren Veränderungen der Pflege, den neuen Leistungen und Pflegegraden folgt demnächst noch ein ausführlicher Beitrag. Dennoch kann es in vielen Fällen sinnvoll sein, sich jetzt und in diesem Jahr um einen Schutz zu kümmern, diesen dann anzupassen. Warum? Weil Eintrittsalter und Gesundheitszustand eine entscheidende Rolle spielen.

Unfallschutz überprüfen

Eine Unfallversicherung haben die meisten von Ihnen. Meist von den Eltern mitbekommen und irgendwie liegt die Police doch irgendwo rum, richtig? Manche sind mit so „tollen“ Produkten wie der Unfall mit Prämienrückgewähr bedacht worden. Toll, bekommen Sie doch was zurück wenn nix passiert. Warum gerade hier schnell zu handeln ist, auch dazu mehr in einem der kommenden Beiträge.

Jetzt gilt erstmal sich einen Überblick zu verschaffen, das Krankengeld, die BU Rente und den KV Schutz zu überprüfen und sich erneut und ausführlich mit den Auswahlkriterien zu beschäftigen. Wann und wie ist denn der eine Vertrag auf den anderen abgestimmt worden? oder sind diese das gar nicht?

Was nützen Verträge die nicht zueinander passen?

Bei weiteren Fragen sprechen Sie mich gern an. Per Telefon, per Mail oder einfach im Chat hier auf der Seite links unten.