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09.
März '21

Rückwirkend versicherungspflichtig in der GKV- was wird nun mit der Privaten Krankenversicherung?


Ein immer wieder auftretendes Problem und eine der oft gestellten Fragen im LiveChat betrifft das Thema „rückwirkend versicherungspflichtig“? Zunächst stellt sich die Frage, wie jemand überhaupt in eine solche Situation kommen kann, denn eigentlich kann man ja nur gesetzlich oder privat kranken(voll)versichert sein und nicht beides gleichzeitig. Da das Thema in jedem Jahr erneut aufkommt und es tausende Euro Nachzahlungen erfordern kann, überarbeite ich hier einen fast sieben Jahre alten Artikel nochmals und ergänze den mit aktuellen Beispielen und Zahlen. Die Situation rückwirkend versicherungspflichtig zu sein oder zu werden ist weiterhin gleich.

Dabei passiert das im Wesentlichen in zwei unterschiedlichen Situationen. Einmal werden Arbeitnehmer rückwirkend versicherungspflichtig, wenn sich bei einer Sozialversicherungsprüfung des Arbeitgebers eine falsche Meldung und Erfassung herausstellt. Andererseits werden Gesellschafter und Geschäftsführer rückwirkend versicherungspflichtig, wenn hier von einer „Selbstständigkeit“ oder zumindest nicht Sozialversicherungspflicht ausgegangen wurde, diese aber nicht zutrifft. Für beide ist die Situation vergleichbar in vielen Punkten, aber dennoch unterscheiden sich die finanziellen und SV-rechtlichen Folgen. Auch die Frage, was mit doppelt gezahlten Beiträgen denn nun wird und wer haftbar ist, beschäftigt viele.

Rückwirkend versicherungspflichtig – als Arbeitnehmer

Auch wenn der Fall schon einige Jahre alt ist, gilt dieser auch heute genauso und führt auch jetzt noch zu identischen Ergebnissen. Unser Arbeitnehmer war bei einem Softwareunternehmen angestellt und bezog Gehalt. Schon vor der Tätigkeit dort, hatte er eine andere Beschäftigung und wart auch dort in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert. Nach dem Wechsel zum neuen Arbeitgeber, wollte er auch dableiben. Also, ab in die Gehaltsverhandlungen mit dem neuen „Chef“. Klar war Hr. S. sich darüber, dass sein Gehalt über der Jahresarbeitentgeltgrenze, der sogenannten JAEG, liegen muss. Diese ändert sich Jahr für Jahr.

Im Jahr 2021 ist diese, wie in den Vorjahren, leicht angestiegen und liegt nun bei 64.350 € Bruttojahreseinkommen. Liegt ein Angestellter UNTER dieser Grenze, dann ist er automatisch und ohne Wahlrecht in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert, liegt er darüber, kann er wählen. Doch um zu beurteilen was individuell zutrifft, ist eine ganz andere Frage entscheidend.

Was gehört zur Jahresentgeltgrenze, welche Einkommensbestandteile zählen denn dazu?

Wenn Sie den Link nutzen, dann kommen Sie dort zu einer Aufzählung und auch Beispielen. Wichtig ist noch zu wissen, der Arbeitgeber ist für die Meldung verantwortlich und haftet zunächst einmal auch dafür. (was bei Nachzahlungen dennoch zu gemeinsamer Pflicht führt, dazu aber später mehr)

Aber zurück zu Hr. S. In den Gehaltsverhandlungen wurde man sich einig. Es gab Bonusvereinbarungen, Sonderzahlungen und sogar einen Firmenwagen. Für diesen zahlte unser Arbeitnehmer den so genannten geldwerten Vorteil. Die private Krankenversicherung unseres Kunden freute auch den Arbeitgeber. Denn da der Beitrag in der privaten Versicherung die 768 € pro Monat (ohne Pflegeversicherung) in 2021 nicht erreichte, sparte auch der Arbeitgeber etwas an Zuschuss zur Krankenversicherung. Die genauen Zahlen und Grenzen finden Sie in dem Beitrag:

Sozialversicherungswerte 2021 – Arbeitgeberzuschuss, JAEG und Beitragsbemessungsgrenzen

Doch es kam, wie es kommen musste, sonst wäre der Fall hier nicht unser Beispiel. Kaum ein Jahr nach Beginn der Beschäftigung bekam der Arbeitgeber Post. Die Rentenversicherung Bund wollte eine Prüfung durchführen. Das ist nichts Ungewöhnliches, den Arbeitgeber oder Arbeitnehmer hat auch niemand „angeschwärzt“, sondern diese regelmäßige Prüfung findet immer mal wieder statt. Dabei gibt es keine Garantie wann, aber irgendwann ist jeder Arbeitgeber einmal an der Reihe. Die Grundalge für eine solche Prüfung Bildes das Sozialgesetzbuch Nummer Vier. In dem schönen Paragrafen 28p heißt es dann also:

§ 28p SGB IV Prüfung bei den Arbeitgebern

(1) Die Träger der Rentenversicherung prüfen bei den Arbeitgebern, ob diese ihre Meldepflichten und ihre sonstigen Pflichten nach diesem Gesetzbuch, die im Zusammenhang mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag stehen, ordnungsgemäß erfüllen; sie prüfen insbesondere die Richtigkeit der Beitragszahlungen und der Meldungen (§ 28a) mindestens alle vier Jahre. Die Prüfung soll in kürzeren Zeitabständen erfolgen, wenn der Arbeitgeber dies verlangt. Die Einzugsstelle unterrichtet den für den Arbeitgeber zuständigen Träger der Rentenversicherung, wenn sie eine alsbaldige Prüfung bei dem Arbeitgeber für erforderlich hält.

Die Prüfung umfasst auch die Entgeltunterlagen der Beschäftigten, für die Beiträge nicht gezahlt wurden. Die Träger der Rentenversicherung erlassen im Rahmen der Prüfung Verwaltungsakte zur Versicherungspflicht und Beitragshöhe in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie nach dem Recht der Arbeitsförderung einschließlich der Widerspruchsbescheide gegenüber den Arbeitgebern; insoweit gelten § 28h Absatz 2 sowie § 93 in Verbindung mit § 89 Absatz 5 des Zehnten Buches nicht. Die landwirtschaftliche Krankenkasse nimmt abweichend von Satz 1 die Prüfung für die bei ihr versicherten mitarbeitenden Familienangehörigen vor.

(1a) Die Prüfung nach Absatz 1 umfasst die ordnungsgemäße Erfüllung der Meldepflichten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz und die rechtzeitige und vollständige Entrichtung der Künstlersozialabgabe durch die Arbeitgeber. Die Prüfung erfolgt 1. mindestens alle vier Jahre bei den Arbeitgebern, die als abgabepflichtige Unternehmer nach § 24 des Künstlersozialversicherungsgesetzes bei der Künstlersozialkasse erfasst wurden, 2. mindestens alle vier Jahre bei den Arbeitgebern mit mehr als 19 Beschäftigten und 3. bei mindestens 40 Prozent der im jeweiligen Kalenderjahr zur Prüfung nach Absatz 1 anstehenden Arbeitgeber mit weniger als 20 Beschäftigten.

Zusammengefasst. Mindestens alle vier Jahre soll geprüft werden. Möchte der Arbeitgeber es vorher (auch um mehr Sicherheit zu haben), kann er dieses verlangen und es soll ermöglicht werden. Auch ein Steuerberater ist hier kein so guter Ratgeber. Von vielen Fällen, die bei mir so landen, hatten die Steuerberater auch wenig Ahnung. Das heißt keineswegs, dass Sie diesen nicht fragen können und dass ein Lohnbüro es nicht wissen kann, ist aber oft eben nicht so.

Lohnbüro, Steuerberater, oder wer auch immer schuld

Unser Arbeitgeber war also davon ausgegangen (weil er falsche Lohnbestandteile dazu gerechnet hatte), dass Hr. S. über der JAEG liegt und damit freiwillig versichert ist. Somit konnte er- nach Auffassung beider- in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert werden, bzw. bleiben. Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse wurden also, anders im Vergleich zu Beiträgen zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung, hier nicht abgeführt.

Das sahen die Prüfer am Ende leider anders. Denn im Ergebnis der Prüfung wurde ein Bescheid erlassen, welcher Hr. S. als Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenkasse sah und dieses auch bestätigte. Auch ein Widerspruch und eine neue Prüfung brachten hier nichts, es blieb bei der rückwirkenden Pflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung. Der Arbeitgeber hatte sich geirrt und Fahrtkosten, Überstunden und nicht garantierte, erfolgsabhängige Leistungen im Entgelt berücksichtigt.

Auch die, bei Beginn des Arbeitsverhältnisses abgeschlossene, Direktversicherung wurde nicht korrekt berücksichtigt. Diese mindert das SV-pflichtige Einkommen (das ist ja unter anderem einer der Vorteile, Zahlung aus dem Brutto) und führt damit zur Versicherungspflicht. Auch wenn der Artikel dazu schon älter ist, lesen Sie gern einmal den:

Lesetipp: Wie der Abschluss oder die Erhöhung einer Direktversicherung Sie rückwirkend versicherungspflichtig macht

Die Folge für unseren Hr. S.? Er muss rückwirkend zurück in die gesetzliche Krankenkasse, welche ihn auch aufnehmen muss. Einen Grund zur Ablehnung hat diese Kasse nicht. Hr. S. muss sich also rückwirkend für eine gesetzliche Krankenkasse entscheiden und diese dem Arbeitgeber mitteilen. Tut er das nicht, muss der Arbeitgeber eine Wahl treffen und die Beiträge nachträglich dort abführen. Im Bescheid sieht das dann so aus:

rückwirkend versicherungspflichtig

Doch nun geht der Aufwand und Ärger erst los. Der Arbeitgeber erhält mit dem Bescheid eine Aufforderung und Berechnung der Nachzahlung. Binnen eines Monats muss dieser nun dafür sorgen, dass Beiträge abgeführt werden, teilweise eben Jahre zurück. Schauen wir uns das einmal in Zahlen (am Beispiel 2020) an. Dabei sind die Beträge beachtlich. So ergeben sich (geschätzt) folgende Werte:

SV pflichtiges Bruttoeinkommen 01. 01. bis 31.12. 4.980 EUR monatlich (p.a. 59.760 EUR)

abzuführende Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse (GKV) 14,6% (gesamt AG+AN) = 727,08 EUR

abzuführen für den GKV Zusatzbeitrag (bei der gewählten Kasse 1%) (gesamt AG+AN) = 49,80 EUR

abzuführende Beiträge Pflege Vers. 3,05% (gesamt AG+AN, AN hat Kinder) = 151,89 EUR

monatlich nicht abgeführt sind somit 928,77 EUR bzw. für das Jahr 11.145,24 EUR

Zusätzlich hat der Arbeitgeber bereits an den AN für die PKV einen Zuschuss von 3.600 € (300 EUR * 12) gezahlt. Dieses hätte er nicht tun dürfen und weiterhin wären von den 11.145,24 € die Hälfte dem Arbeitnehmer vom Lohn abzuziehen gewesen.

Zusammengefasst bedeutet das also: Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer falsch, 3.600 € steuerfreien Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung ausgezahlt. Der Arbeitnehmer hat seine PKV komplett aus eigenen Mitteln + Zuschuss bezahlt und diese auch genutzt bzw. gehabt. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob er krank ist.

Was passiert nun?

Der Arbeitgeber will nun erstmal den Arbeitgeberzuschuss zurückhaben. Weiterhin von den 11.145,24 €, die er an die Krankenkasse überweisen muss, ebenso die Hälfte, denn die schuldet der Arbeitnehmer. Zunächst einmal kommt der AG, wenn der Bescheid rechtskräftig ist, um eine Nachzahlung nicht drum herum. Der Arbeitnehmer hat aber noch ein anderes Problem. Zum einen hat er solche Beträge im Zweifel nicht mal so herumliegen, um diese binnen eines Monats an den AG zu erstatten, zum anderen hat er ja auch monatlich 600 EUR an seine private Krankenversicherung gezahlt, in gutem Glauben, das der Vertrag so richtig besteht.

Wäre er krank gewesen oder hat er sogar Leistungen eingereicht, so hat der Versicherer hier auch entsprechenden Schutz geboten, denn auch der hatte rechtmäßig einen Vertrag mit dem Kunden. Theoretisch kann sogar (wenn sich das jemand leisten kann und will) beides bestehen, also eine Gesetzliche Krankenkasse und eine private Krankenversicherung. (sollten Sie so etwas machen wollen, lassen Sie sich beraten und passen bitte auf, wer wann informiert werden muss!)

Rückwirkend versicherungspflichtig – PKV kann mir das ja erstatten, oder doch nicht?

Daraufhin schickte der Arbeitnehmer diese Informationen gleich an seine PKV und wollte die Beiträge von denen erstattet haben. Schließlich konnte er nicht wissen, dass er nicht in der PKV bleiben konnte und Rechnungen habe er auch keine eingereicht. Zur Verwunderung bestätigte ihm aber die Private Krankenversicherung (PKV) nur, dass diese jetzt, nach Kenntnis der Versicherungspflicht, den Vertrag aufheben wollen und eine Rückerstattung der Beiträge für das Jahr 2020 käme so gar nicht infrage, „leider könne man da nichts machen“, so schrieb ihm die PKV freundlich, aber bestimmt.

Unser Hr. S. staunte nicht schlecht. Es kann doch nicht sein, dass er nun zahlen soll, die „böse PKV“ aber das Geld behalten will und ihm so gar nichts erstatten muss? So geht das nicht und die Aufregung nahm seinen Lauf.

Ach du Schreck- und nun? Wer hat denn nun recht?

Recht hat in dem Fall die private Krankenversicherung, denn der Vertrag mit dieser ist rechtmäßig zu Stande gekommen und bestand ohne Einschränkung. Daher hat der Kunde (außer aus Kulanz) keine Chance die Beiträge für die PKV erstattet zu bekommen, die Beiträge zur GKV muss er aber dennoch nachzahlen.

Versetzen wir uns einmal in die Lage des Krankenversicherers und auch des Kunden. Was wäre passiert, wäre der Kunde dann ins Krankenhaus gekommen und hätte die PKV gefragt. Klar hätten diese leisten müssen, diese waren „im Risiko“ und haben dafür gesorgt, dass Gesundheitskosten wie vertraglich vereinbart übernommen werden. Auch die PKV kann im Leistungsfall nicht einfach sagen „ach, erstmal schauen wir ob vielleicht doch eine Pflicht zur GLV vorliegt, solange zahlen wir nichts!“. Dann wäre unser Hr. S. ebenso sauer und verärgert. Er hat also einen Vertrag geschlossen, den hat der Krankenversicherer angenommen und eingehalten. Also stehen ihm hierzu auch die Prämien zu.

Ob jetzt der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, das Steuerbüro oder sonst jemand dafür verantwortlich ist das es so kam, spielt hierbei keine Rolle. Der Krankenversicherer hat rechtmäßig nach Bekanntwerden der Versicherungspflicht und des entsprechenden Nachweises den Vertrag zum 31. 3. beendet. Grundlage hierfür ist der §13.3 der Musterbedingungen der Privaten Krankenversicherung (MB/KK)

Später kann der Versicherungsnehmer die Krankheitskostenversicherung oder eine dafür bestehende Anwartschaftsversicherung zum Ende des Monats kündigen, in dem er den Eintritt der Versicherungspflicht nachweist. Dem Versicherer steht der Beitrag in diesem Fall bis zum Ende des Versicherungsvertrages zu.

Den Nachweis der Versicherungspflicht hat unser Arbeitnehmer nun erbracht, denn eine gesetzliche Kasse hat ihm eine Annahmebestätigung ausgestellt und die Erfüllung der GKV Pflicht und der Versicherungspflicht im Allgemeinen nachgewiesen. Das ändert aber an der Situation erstmal wenig, denn Beiträge in der PKV sind gezahlt, der Arbeitgeber will den Zuschuss weiter zurück und die GKV will Beiträge.

Auch wenn unser Hr. S. nicht verstehen kann, warum er nun in eine gesetzliche Kasse rückwirkend Beiträge zahlen soll, wo er doch gar nicht krank werden kann rückwirkend und auch garantiert keinerlei Leistungen aus der GKV mehr bekommen kann. Selbst Arztbesuche in der Vergangenheit lassen sich nicht mehr von „Privatabrechnung“ in eine „GKV Abrechnung“ ändern. Auch der Arzt kann nämlich darauf vertrauen, dass die Angaben des Kunden richtig sind, wenn er die Praxis aufsucht. Auch lassen sich einige Privatpraxen von Kassenpatienten gar nicht erst aufsuchen. Mehr dazu im Beitrag „Als Kassenpatient in eine Privatpraxis, was zahlt meine Kasse?

Rückwirkend versicherungspflichtig – was kann unser Arbeitgeber und der Arbeitnehmer nun noch machen?

Als Arbeitgeber können Sie zunächst nichts mit / bei dem PKV Vertrag unternehmen, denn Sie sind nicht Vertragspartner des Versicherers. Für den Arbeitgeber gelten die Regelungen im Bescheid der Rentenversicherung und der dort enthaltenen Regelungen. Der Arbeitgeber muss somit erstmal nachzahlen.

Klar kann dieser auch Beiträge mit dem Lohnbüro verrechnen lassen und sich so das Geld schnell beim Arbeitnehmer zurückholen. So wird einfach mit laufendem Lohn verrechnet, was den Arbeitnehmer in Bedrängnis bringen kann. Daher gilt hier ggf. gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ratenzahlungen bei der Rentenversicherung zu vereinbaren, dann ebenfalls Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Problematischer wird es dann noch, wenn der Versicherte vielleicht gar nicht mehr beschäftigt ist, dann endet es leider oft in Gerichtsverfahren und bösem Streit, obwohl die Regelungen eindeutig sind.

Der Versicherungsnehmer, der Arbeitnehmer sollte den Versicherer zunächst schnellstmöglich von der eingetretenen Versicherungspflicht in Kenntnis setzen und hier erstmal darüber sorgen, dass nicht noch weitere Beiträge anfallen. Im zweiten Schritt geht es um die Frage einer gemeinsamen, vielleicht kulanten Lösung. Das bedeutet nicht, dass Kulanz hier bedeutet der Kunde bekommt alle Beiträge zurück, der Versicherer ggf. Beitragsrückerstattung oder erstattete Leistungen. Sondern eine gemeinsame Lösung muss das Ziel sein. Ich habe in den letzten zwanzig Jahren einige solcher Fälle gesehen und erlebt. Von vollständigen Erstattungen aller Beiträge (in sehr großen Ausnahmen), über eine „halbe-halbe“ Lösung und damit einer Teilerstattung, bis hin zur kompletten Ablehnung habe ich alles gesehen. Dazwischen gibt es Modalitäten wie „wir erstatten anteilig die Beiträge, verrechnen aber Rückerstattungen und Leistungen und erwarten die Umstellung in eine Zusatzversicherung“.

Ob der Versicherer das „Spiel mitmacht“ wird von verschiedenen Faktoren abhängen. Nicht nur der bisherige Vertragsverlauf, eventuelle Beitragsrückstände etc., auch die Frage ob Leistungen eingereicht wurden spielen eine Rolle. Ist dieses der Fall, so wird es noch komplizierter und fast unmöglich Geld zurück zu erhalten. Dennoch sollten Sie wissen, wo Sie stehen. Auch ein Anwalt ist hier nicht immer die beste Lösung. Ich habe fast einmal im Monat Anfragen von Anwälten, frei nach dem Motto „was soll ich denn meinem Mandanten raten?“ oder „erstmal schreibe ich denen und wir fordern alle Beiträge zurück“.

Sorry liebe Anwälte, aber nicht immer ist der Holzhammer die beste Methode. Manchmal ist es besser, wenn der Kunde selbst etwas unternimmt, manchmal hat auch der Vertreter der Gesellschaft (wenn dort abgeschlossen) oder der Makler auf dem kurzen Weg eine Lösung. Es geht hier auch nicht um Rechtsberatung und Tätigkeiten, die weder Makler noch Vertreter darf, dennoch ist gegen ein kurzes Telefonat mit Gesellschaften (gerade, wenn man lange mit denen arbeitet) nichts einzuwenden. Klar ist aber, rechtlich muss der Versicherer hier nicht zurückzahlen, daher sollte sich auch weder Kunde noch Anwalt wie die Axt im Walde aufführen.

Rückwirkend versicherungspflichtig – Wie lassen sich solche Situationen verhindern?

Wenn Sie oder der Arbeitgeber nicht sicher sind ob ein Arbeitnehmer rückwirkend versicherungspflichtig ist oder wird, sollten Sie direkt handeln. So klären Sie dieses vor Aufnahme des Arbeitsverhältnisses verbindlich über die Rentenversicherung oder die gesetzliche Krankenkasse den Status. Das ist bürokratisch, nervig und am Ende haftet der Arbeitgeber mit. Damit haben von Beginn an alle Beteiligten ein Interesse daran, hier möglichst saubere, klare und vor allem rechtsverbindliche Lösungen zu finden und Klarheit ab Beginn zu schaffen.

Vielleicht ist das Ergebnis (GKV-Pflicht) dann nicht das gewünschte, aber alles ist besser, statt am Ende zehntausende Euro Nachzahlung zu haben. Tritt eine Pflicht ein und kann sich das vielleicht in Zukunft ändern, dann denken Optionen nach, sichern sich Ansprüche und Leistungen durch Zusatzversicherungen und einiges mehr. Kurzum: Suchen Sie sich Hilfe, lassen Sie sich beraten.

Hilfe bietet auch die Statusfeststellung der Rentenversicherung Bund, welche eine solche Situation VORAB klären kann. Alle Unterlagen, Anträge und Informationen dazu finden Sie hier:

–> Statusfeststellung Krankenversicherung

Auch wenn dieses nicht speziell für die Arbeitnehmer, sondern eher für selbstständige ist, helfen Ihnen die Anträge und dort angegebenen Kontakte auch dort weiter, auch wenn Sie angestellt sind.

Bei dem Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge achten Sie zudem peinlich genau darauf, ob hier keine Versicherungspflicht eintritt.

Rückwirkend versicherungspflichtig – als Gesellschafter & Geschäftsführer oder Selbstständiger

Sie haben bis hier gelesen? Glückwunsch und Danke! Sie sehen wie komplex das Thema ist, daher nehme ich den Teil für die zweite Berufsgruppe mit in einen neuen Beitrag. Wann der genau erscheinen wird, je nach Zeit, kann ich noch nicht sagen. Aber wenn, verlinke ich den hier. Einen (ganz, ganz alten Beitrag dazu schon hier, der muss aber dringend aktualisiert werden)

18.
Februar '21

Vollmacht, der Makler und die liebe DKV – Kundenwunsch ist uns egal



Die Vollmacht als Kundenwunsch- interessiert aber nicht.

Als Berater erlebe ich durchaus Sachen, da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Vielleicht erinnern Sie sich, die ContinentaleKV hatte vor einiger Zeit einmal ähnliche „Anwandlungen“ und wollte von Vollmachten nichts wissen. Warum sich Gesellschaften aber so anstellen und mit aller Gewalt versuchen Makler und Kunden völlig unnötig Arbeit zu machen, ist mir leider völlig unklar.

Vor einiger Zeit habe ich einen Kunden bei dem Wechsel aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung beraten. Nachdem das erledigt war, sollte die bestehende Police der Frau noch einmal genauer angeschaut werden. Sie sollten übrigens auch die eigene Private Krankenversicherung immer wieder einmal über die Jahre anschauen. Da geht es neben Fragen zur Angemessenheit des Krankentagegeldes auch um Fragen wie der Ausnutzung des Arbeitgeberzuschusses und anderer Punkte. Wie sich das Leben ändert, so sollte auch der Schutz innerhalb der bestehenden Gesellschaft angepasst werden.

Regelmäßige Überprüfung bestehender Verträge ist Pflicht

Hierfür hat der Gesetzgeber mit dem Paragraphen 204 des VVG eine Grundlage geschaffen. Gleiches Gesetz regelt im Übrigen auch die Überprüfbarkeit der Risikozuschläge über die Vertragslaufzeit. In unserem Fall hier ist es ähnlich. Der Vertrag wurde über Jahre nicht angeschaut. Daher hat die Kundin einen Maklerauftrag erteilt, welcher auch eine Vollmacht enthält. Eine solche Vollmacht kann auch ohne Maklervertrag erteilt werden, dazu aber später mehr.

Also habe ich die DKV einmal angefragt. Am 02. Februar 2021 bat ich also die DKV um die Zusendung einiger Unterlagen zu dem bereits bestehenden Vertrag. Normalerweise sollte es hier kein Problem geben. Ich möchte nichts ändern, nichts anpassen und auch keine Übertragung in unseren Bestand beantragen. Das folgt ggf. später, ist hier aber nicht gewünscht.

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wie heute besprochen finden Sie anbei:

  • auf uns ausgestellte Bevollmächtigung nebst Maklerauftrag und Datenschutzerklärung. Diese sende ich Ihnen gern erneut zu.

Weiterhin senden Sie uns bitte zeitnah:

  • Kopie des letzten Vers. Scheins
  • Kopie des Antrages
  • Kopie der Vereinbarung über den Risiokozuschlag in dem Vertrag

Herzlichen Dank“

Lesen und auch Verstehen, so wichtig – wenn Vollmacht drauf steht, ist es meist auch drin

Nach knapp zwei Wochen schickt die DKV dann auch eine erste Antwort. Nun kann man durchaus glauben, in zwei Wochen wird es möglich gewesen sein, wenige Unterlagen aus dem Archiv zu suchen. Leider weit gefehlt. Denn erstmal lehnen wir einfach alles ab und können anscheinend weder die Mail noch die Anlagen lesen, oder wollen nicht.

Somit schreibt mir die DKV dann folgendes:

Antwort DKV MaklervollmachtZunächst finde ich es persönlich schlimm, wenn sich Mitarbeiter hinter „Ihr DKV Kundenservice“ verstecken. Das ist aber leider eine weit verbreitete Unsitte. Kein Ansprechbarer Mitarbeiter mit Namen, nur eine zentrale service@dkv.com Mailadresse und nichts greifbares. Dann war es am Ende natürlich immer niemand.

Aber schauen wir uns einmal die Antwort an. Da wurde nicht ansatzweise gelesen. Angeblich benötigt man hier für die Zusendung der Kopien des Antrages eine uneingeschränkte Bevollmächtigung zur Vertragsänderung, Kündigung und zum Neuabschluss.“ 

Hätte sich auch nur einer die Mühe gemacht zu Lesen und wäre in der Lage es zu verstehen, dann wüsste er/sie/es recht schnell: Ich will weder etwas Neues abschließen, noch etwas ändern, noch kündigen. (was ich mit dem geschickten Maklerauftrag zumindest teilweise könnte, aber nicht will.)

Auch hinterlegen im Vertrag soll man nichts, denn ich will weder eine generelle Postvollmacht, noch den Vertrag in einen anderen Bestand übernehmen noch sonst etwas was eine solche Vollmacht rechtfertigen würde. Warum auch.

Übrigens: Auch wenn es falsch ist, kundenfreundlich wäre hier gewesen: „wir haben die Unterlagen an unseren Kunden geschickt“. Schnell, einfach, gelöst. Aber nein, wir haben ja derzeit Zeit und angeblich eh nichts zu tun und da schreibt man lieber schnell einen unsinnigen Standardtextbaustein.

Die Vollmacht interessiert die DKV hier aber leider nicht

Da anscheinend die DKV weder der Wunsch der eigenen Kundin interessiert, noch man in der Lage ist einfache Sätze zu lesen und verstehen, habe ich versucht es nochmals zu erklären und schrieb Ende letzter Woche dann ganz freundlich:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit etwas Verwunderung habe ich Ihr anliegendes Schreiben zur Kenntnis genommen.

Nachdem wir Ihnen vor zwei Wochen die Vollmacht und den Maklerauftrag übersandt haben, weisen Sie darauf hin, Sie benötigen eine „uneingeschränkte Vollmacht“ zur Vertragsänderung, Kündigung und Neuabschluss. Hierfür nennen Sie mir bitte die RECHTSGRUNDLAGE und begründen Ihre Ablehnung.

In meiner Anforderung hieß es:

„Weiterhin senden Sie uns bitte zeitnah:

Kopie des letzten Vers. Scheins
Kopie des Antrages
Kopie der Vereinbarung über den Risiokozuschlag in dem Vertrag“

Dort war keineswegs eine Kündigung, ein Neuabschluss oder eine Änderung gewünscht, diese werden wir im Fall des Kundenwunsches mit dessen Unterschrift einreichen. Die Kundin hat uns hier eindeutig und umfänglich bevollmächtigt. Mit welcher Berechtigung Sie die Herausgabe der Unterlagen verweigern, ist hier nicht ersichtlich.

Ungeachtet dessen gehe ich von einem Versehen aus.

Sollten Sie weiter bei der Haltung der Verweigerung der Zusendung angeforderter Vertragsunterlagen (siehe oben) bleiben, so lassen Sie mir das bitte schriftlich zukommen. Dieses werde ich dann im Rahmen einer Vorstandsbeschwerde und im Rahmen einer Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde nachfragen müssen.

Andernfalls erwarte ich die Unterlagen nunmehr binnen 7 Tagen (es sind ja schon 14 verstrichen). Eine Zusendung per EMAIL ist ebenso ausreichend.

Eine Übertragung des Vertrages ist und war aktuell nicht gewünscht!

Eine gesunde Zeit wünscht Ihnen,

Sven Hennig

Jetzt dachte ich, so schwer ist es ja nicht, kommen dann die Unterlagen. Stattdessen rief die Dame heute morgen bei meiner Mitarbeiterin an und lies ausrichten:

Vollmacht DKV Antwort Telefonnotiz

Da frage ich mich ernsthaft wie so wenig Verständnis zum Lesen eines einfachen Textes vorhanden ist. Jetzt will die Dame schon wieder den Vertrag übertragen (was diese übrigens mit dem Maklerauftrag und der enthaltenen Vollmacht tun könnte, was aber NICHT gewünscht und nie beauftragt war).

Vollmacht und DKV – interessiert nicht, was Kunde oder Makler will

Jetzt mag man sagen: „Fehler passieren halt“, das ist auch so und auch gar kein Problem. Aber… !

In einer weiteren Mail habe ich nun jedes wichtige Detail der Mails, des Maklerauftrages und der Vollmacht Satz für Satz auseinandergenommen, farbig die wichtigen Worte markiert und nochmals erklärt (was ich ja erst seit X Mails und Briefen tue), was wir denn wollen. Nämlich, ganz simpel eine Kopie von Vertragsunterlagen.

Ich WILL NIX ÜBERTRAGEN, auch nichts ändern, gar nix!

Leider ist die Bearbeitung in Servicecentern auch bei den Versicherern ein großes Problem. Niemand will sich damit beschäftigen, Hauptsache einen Textbaustein verschickt und weg vom eigenen Schreibtisch.

Das passiert leider hier bei der DKV/Ergo oft und häuft sich immer mehr.

Ich hingegen würde lieber meine Zeit in sinnvolle Beratung, meinen LiveChat oder andere Tätigkeiten investieren und habe es schlechtweg satt 2 Stunden für Sachen aufzuwenden, welche in Minuten erledigt sein können.

Fazit. Der Kunde hat nix bekommen, wir auch nicht. Jetzt warte ich dann mal wie lange die Antwort auf die neue Mail mit den farbigen Markierungen dann so dauert und ob es noch eine Chance gibt der Kundin zu helfen.

25.
Januar '21

Impftermin online vereinbaren für PKV Versicherte Kunden – so klappt die Eingabe der Versichertennummer


Sie wollen einen Impftermin für PKV Versicherte beantragen und die Nummer wird nicht akzeptiert? Hier die Lösung.

Die Impfungen gegen das Covid-19 Virus laufen erst langsam an und nur bestimmte Gruppen sind derzeit „dran“. Diese können oder müssen in den meisten Bundesländern einen Impftermin online vereinbaren und geben dort Ihre Daten an. Das klappt für Privat Krankenversicherte Kunden nur so mittel, da das System meldet:

„Keine gültige Versicherungsnummer“

Somit haben auch viele Beamte und Pensionäre das Problem, sie können für sich oder auch die Angehörigen keine Impftermine vereinbaren und das obwohl diese schon berechtigt wären.

Impftermin für PKV Versicherte online vereinbaren – falsche Versichertennummer

Bevor wir uns nun also eine Lösung anschauen, hier noch der Hinweis auf welchen Portalen Sie Ihren Impftermin oder den für berechtigte Personen wie Eltern, Großeltern etc. reservieren können.

Die Techniker Krankenkasse hat auf Ihrer Internetseite eine Übersicht veröffentlicht und dort alle Seiten der Bundesländer entsprechend verlinkt.

Impftermin für PKV Versicherte

Hier können Sie einfach auf das Bild klicken und kommen oben zu der Seite der TKK. Dort lassen sich Bundesland und weitere Informationen auswählen und Sie können dann zum Portal für die Terminvereinbarung wechseln.

Die folgenden Bundesländer nutzen (derzeit) das Portal 116117.de zur Buchung.

  • Baden-Würtemberg

  • Hamburg

  • Hessen

  • Nordrhein-Westphalen

Doch hier gibt es ein kleines Problem, wenn der Impfwillige privat versichert ist. Das System weist die Versichertennummer zurück weil das Muster nicht stimmt.

Impftermin für PKV Versicherte online vereinbaren – PKV Versichertennummer oder Mitgliedsnummer?

Je nach Versicherer haben die Versichertennummern ganz unterschiedliche Formate. Zum Beispiel sieht es bei der Barmenia Krankenversicherung so aus (002873874A00) oder die der Debeka zum Beispiel so: Service-Nr. 6487287.5. Diese Nummern werden aber, mit oder ohne Punkte oder Striche, von dem Portal nicht akzeptiert.

Ändern Sie diese nach einem bestimmten Muster ab, so geht es aber.

Die Nummer in dem Impfportal muss nach einem festen Muster vorliegen. Dieses lautet:

Buchstabe + 9 Ziffern

Da Ihre Versichertennummer bei der PKV ein anderes Format hat, geben Sie einfach eine fiktive Nummer ein. Dabei verwenden Sie den Anfangsbuchstaben des Nachnamens und dann gefolgt von 9 Stellen Ihrer echten Versicherungsnummer (ggf. mit Nullen auffüllen, vorn nach dem Buchstaben oder hinten am Ende.

Beispiele bei einem Kunden Max Mustermann

BBKK/ VKB   KK000052505658    —> wird zu: M052505658

Barmenia   002873874A00    —> wird zu: M002873874

Debeka   6487287.5    —> wird zu M648728750

Mit diesen Nummern können Sie dann auch einen Impftermin vereinbaren.

Impftermin für PKV Versicherte online vereinbaren – Über das zentrale Impfportal Ihres Bundeslandes

Dazu geben Sie die Daten auf dem Portal ein, welches Sie unten durch den Klick auf das Bild erreichen:

Impftermin für PKV Versicherte

Nachdem Sie dort die Daten und Ihre „neu kreierte Versichertennummer“ eingegeben haben, klappt auch die Buchung eines Termins.

Das ändert nichts an der Priorität und der Frage wann und wie Sie dran sind. Es löst nur ein technisches Problem für privatversicherte Kunden, deren Versicherungsnummer/ Mitgliedsnummer nicht erkannt wird. Die Kosten der Impfung werden weder dem GKV noch dem PKV versicherten Kunden in Rechnung gestellt und vom Bund getragen.

Weitere Beiträge rund um das Thema Covid und die PKV finden Sie hier.

18.
Januar '21

Ein besonderes Jahr braucht einen besonderen Rückblick und ein wenig Ausblick


Das Jahr 2020 wird wohl das sein, wovon wir noch lange unseren Kindern und Enkeln erzählen, das Jahr, in welchem alles anders war. Januar 2020, wie immer war ich weniger im Büro und nutze die Zeit einmal mehr etwas zu planen, Blog und Webseite anzupassen und einfach etwas von dem vorangegangenen Jahresende „runter zu kommen“ 

All die Anfragen die im letzten Jahr nicht geschafft wurden oder die einfach „noch Zeit hatten“, die plante ich auch hier schon für den Februar ein und hatte somit einen gut gefüllten Kalender. Krankheitsbedingt verschob sich dieser Plan dann noch etwas in den März, aber dann, dann sollte es langsam wieder losgehen. 

Los ging es, langsam war da aber nix. Der Beginn der Pandemie kam schneller und die Folgen deutlicher, vorgestellt hatte sich das so wohl niemand und auch dachte wohl niemand daran, wie lange uns das noch beschäftigen würde. Ich plante den verpassten Familienurlaub einfach für den Herbst, war ja nicht wild. Eine durchaus naive Planung, wie sich später herausstellen wird. Aber da ich grundsätzlich optimistisch bin, wird es schon wieder gehen, fragt sich nur wann.

Doch zurück zum eigentlichen Thema, meinen Beratungsfeldern der Privaten Krankenversicherung und der Absicherung der Arbeitskraft. Die Themen haben, zumindest bei uns hier, kein wirkliches hoch und tief, die sind einfach ganzjährig da- Danke dafür auch an jede Weiterempfehlung, jede Nachricht und was auch sonst über meine Beratung berichtet wird. 

Daher ging es auch in 2020 also zunächst im Frühjahr an die letzten „übergebliebenen“ Beratungen aus dem Vorjahr. Schnell vermischte sich das mit einem Ansturm, den es so in den Vorjahren nicht in der Form gab. 

Ich habe es in einigen Telefonaten schon immer einmal wieder erklärt, ich weiß nicht genau wo dieses Interesse und die gesteigerte Nachfrage in der hohen Form plötzlich herkam. Klar, seit 20 Jahren bin ich in der ausschließlichen Beratung der privaten Krankenversicherung und der Absicherung bei Berufsunfähigkeit unterwegs. Mit steigenden Kundenzahlen wird natürlich auch die Anzahl von Mundpropaganda größer und damit steigt auch die Anzahl der Anfragen und Beratungswünschen. Das ist auch gut so und ich mache das weiterhin sehr gern, kann aber oft nicht alle Anfragen abbilden. Dazu aber in einem anderen Beitrag einmal etwas mehr, auch zu einer kurzen Umfrage die ich neulich gestartet habe. 

Zuerst einmal aber zurück zu meiner Vermutung, warum der Anstieg exponentiell war. Interessantes Wort übrigens, haben wir in diesem Jahr leider zu oft gehört und kennt nun sicher jeder, trifft es aber in Bezug auf die Anfragen zu Beratungsterminen ganz gut.

„Die Einschläge kommen näher.“

Über das Jahr, speziell nach den Entwicklungen im Frühjahr hat sich bei meinen Anfragen etwas verändert. Die Interessenten, welche sich mit den Themen Berufsunfähigkeit und damit dem Verlust der Arbeitskraft beschäftigen, werden deutlich jünger. So machen sich gerade die jungen Menschen, entgegen allen Unkenrufen, Gedanken, was im Fall der Fälle mit dem eigenen Einkommen passiert. Wie sicherer ich meinen Lebensstandard, wie schütze ich meine Familie und einiges mehr.

Auch die Nachfrage nach der Privaten Krankenversicherung und einem umfassenderen Schutz der eigenen Gesundheit steig stark an. Ob das jetzt an der Pandemie, den Aussichten oder einfach der nun deutlich mehr vorhandenen Zeit lag, das vermag ich nicht zu beurteilen. Klar ist aber, Menschen aller Altersklassen machen sich Gedanken, wo diese eine passende und individuelle Gesundheitsvorsorge aufbauen können. Dabei geht es gar nicht um einen vorher festgelegten Weg wie GKV oder PKV. Es geht vielmehr darum fundiert und in einer Detailtiefe die Themen zu verstehen und dann eine Entscheidung treffen zu können.

„Bilden Sie mich aus, ich will es verstehen!“

Dieser Satz viel in einer Anfrage eines Interessenten und spiegelt das wieder, was ich seit Jahren erlebe. Auch wenn einige Kollegen weiterhin der Meinung sind, niemand will hunderte Seiten mit Auswertungen, Gegenüberstellungen oder Tabellen lesen. „Er will nur schnell ein kurzes Angebot und dann eine Empfehlung.“ Solche Aussagen kann ich bei meinen Kunden nicht nachvollziehen und hielt ich auch für nicht richtig. Eine Lebensentscheidung ist eine Entscheidung für Ihr Leben, nicht meins. Ich kann unterstützen, erklären, helfen, aber eben nicht entscheiden für Sie.

Wie wissbegierig meine Interessenten sind, zeigt sich an einem kleinen Beispiel. 

Wer schon einmal in meiner Beratung war weiß, dass gerade bei der Privaten Krankenversicherung die erste Auswahl einiger Tarife gern einmal dreißig, vierzig oder fünfzig Seiten lang sein kann. Das ist die Kurzversion, die Tarife in einer tabellarischen Übersicht direkt vergleicht. Dazu kommen Vergleiche einzelner Bedingungsaussagen, Erläuterungen und Modellrechnungen. 

Oft gebe ich in nach den ersten Gesprächen und vor dem Versand von Unterlagen einen Tipp. 

„Nehmen Sie sich beim ersten Lesen der Unterlagen direkt zwei unterschiedlich farbige Stifte. Grün und rot, blau und gelb, gern auch rosa, was Ihnen gefällt. Die eine Farbe ist die „gute“, die andere eher „schlecht“. So lassen sich bei dem Lesen von Tarifvergleichen gut die Punkte markieren die Ihnen wichtig(er) sind und gut gefallen, ebenso aber die festhalten, die wir besprechen, klären oder ausräumen müssen.“

Manchmal senden mir meine Kunden die Unterlagen dann bunt zurück, manchmal besprechen wir diese Schritt für Schritt in der nächsten Beratung. Auch diesmal bekam ich die Unterlagen vorher als pdf Datei zurück geschickt und wunderte mich etwas über den Text.

„Entschuldigen Sie bitte, aber es hat etwas länger gedauert, daher musste ich auch den letzten Termin verschieben, aber nach den ersten hundert Seiten brauchte ich mal ein paar Tage Pause.“

Schnell klickte ich auf „öffnen“ um mir die Markierungen anzusehen. Hunderte Seiten? Es waren doch nur knapp 50. Was hatte der Interessent aber gemacht? Nicht nur die Auswertung und Analyse markiert, sondern jede einzelne Seite der Versicherungsbedingungen aller fünf Gesellschaften gelesen und markiert. Kommentare dran geschrieben und damit die nächsten Beratungsstunden perfekt vorbereitet. Auch so kann es gehen und da hat jemand „Lebensentscheidung“ nicht nur wichtig genommen, sondern sich in einer beeindruckenden Detailtiefe damit beschäftigt. 

Nach einigen Wochen schrieb mir ein anderer Kunde dann nach mehreren Beratungen. 

„Nachdem wir so viel Zeit in Telefonberatungen verbracht haben und ich fast jeden Tag der letzten Wochen irgendetwas in den Bedingungen gelesen oder markiert habe, fehlen mir das Kleingedruckte schon ein wenig. Eigentlich schade, dass nun alles in trockenen Tüchern ist.“

Versicherungen machen Spaß. Das es kein Einzelfall ist, können Sie hier bei den Referenzen bei vielen nachlesen.

OK, vielleicht nicht jedem so viel wie mir, aber wenn Sie sich damit beschäftigen wollen, sind Zusammenhänge und Formulierungen schon spannend.

Neuerungen in der Beratung im letzten Jahr

Wer sich bisher zu den Themen PKV und BU beraten lassen wollte, der hatte schon immer erst einige Hausaufgaben auf der Liste. Ist es doch am Ende wie beim Arzt. Ohne sorgfältige Diagnose auch keine Medizin. Wenn ich nicht weiß was Sie suchen, kann ich ihnen nicht sagen was es passendes gibt. 

Stellen Sie sich die folgende Situation vor:

Sie wachen am Morgen mit starken Kopfschmerzen auf. Können sich kaum konzentrieren und lassen alles stehen und liegen und fahren noch vor dem ersten Kaffee zum Arzt. Die Koryphäe fragt was Sie haben… Sie antworten mit „Kopfschmerzen“. Ohne weitere Nachfragen und nach nicht mal 30 Sekunden kommt: „Nehmen Sie das, drei Wochen lang.“

Wie hätten Sie hier reagiert? 

Es macht eben schon einen Unterschied ob die Kopfschmerzen von einem etwas verspannten Nacken oder einer Erkältung kommen, oder Folge eines Hirntumors sind. Oder?

Genau so ist es auch bei beratungsintensiven Produkten. Ohne sich vorher genau anzuschauen welche Ursache, Wünsche und Hintergründe der Wunsch nach Beratung hat, ist keine sinnvolle und begründete Beratung oder gar Empfehlung möglich. Alles andere ist unseriös und hat so gar nichts mit ehrlicher Beratung zu tun.

Doch zurück zu den Hausaufgaben. Diese bestanden (und tun sie noch) aus einem recht umfangreichen Kriterienfragebogen für die Private Krankenversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung. 

Im Jahr 2020 ist dieser nun einen Schritt weiter digitaler und interaktiver geworden. War es bisher ein ausführbares pdf, gibt es nun auch einen interaktiven Fragebogen. Einen, der Fragen ein- und ausblenden kann, je nachdem wie die vorherigen Antworten aussahen. So lassen sich Nachfragen vermeiden und einige Punkte noch gezielter erfragen.

Interesse an einem solchen Fragebogen? HIER Beratungsanfrage stellen!

Auch in diesem Jahr wird es noch einige technische Verbesserungen geben, vielleicht wird sogar die Seite endlich neu gestaltet. Seit Jahren, das ist schon etwas peinlich, ist das auf der Liste und ich komme neben dem Tagesgeschäft nicht dazu.

Zuerst dachte ich im Frühjahr, es wird ruhiger und nun gehen wir es an. Leider passierte ganz das Gegenteil. Und bei meinen Prioritäten ist dann eine Beratung oder einfach einmal eine halbe Stunde Livechat und ein Tipp deutlich über der neuen Seite angesiedelt. Dennoch bin ich mir bewusst, dass dieses kommen muss.

Noch ein wenig Rückblick

Im Jahr 2020 änderten sich die Anforderungen auf Kundenseite nochmals. Niemand wollte „billig“, sicher auch weil ich es gebetsmühlenartig immer wieder predige. Geld sparen tut mit der Privaten Krankenversicherung niemand und auch eine Absicherung bei der Berufsunfähigkeit kostet Geld, sichert aber die Zukunft.

Die Anfragen sind nochmals leistungsorientierter geworden. Das Bewusstsein vieler Interessenten liegt noch mehr auf Leistung im Fall der Fälle. Fast ganz weg von „ich fange erstmal leistungsschwächer an, ich bin ja jung“, hin zu: „wenn ich es mache, mache ich es richtig“.

Auch auf Versichererseite hat sich hier etwas verändert. Tarife werden besser, klarer und die Kommunikation ehrlicher. Formulierungen lesen sich nun nicht mehr wie Fachchinesisch, sondern auch die Versicherer versuchen sich zu ändern. Klar geht das langsam, klar ist nicht sofort alles gut. Aber sowohl in der Zusammenarbeit mit vielen Unternehmen allgemein, auch bei direkten Fragen oder Absprachen bleibt es bei einer sehr angenehmen Zusammenarbeit. Auch wenn nicht immer alle einer Meinung sind, steigt Jahr für Jahr das Verständnis.

Doch das Wichtigste zum Schluß

DANKE! Danke an Sie alle. 

Jede Einzelne, jeden Einzelnen der das Blog oder die Seite liest. Bei Fragen, einfach Fragen. Wie immer.

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Und nun, nun schauen wir gemeinsam in ein- hoffentlich nicht ganz so turbulentes- 2021. Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben alles Gute und zusammen bekommen wir das sicher hin. Zu glauben es wäre nicht so, dazu bin ich von Natur aus zu optimistisch.

02.
Oktober '20

24 Jahre Spaß – DANKE!


Jahrestage und Jubiläen kann man feiern oder sich auch einfach jeden Tag auf seinen Job und seine Kunden freuen. Ich habe mich für letztes entschieden.

Dennoch möchte ich ein paar kurze Worte loswerden, hier und jetzt. 24 Jahre Spaß – DANKE! Was es gut beschreibt und gar nicht von mir ist, ist ein Zitat aus einer Kundenbewertung nach einer Beratung:

„Sie leben Ihren Beruf und schaffen es mit so einer Begeisterung über Tarife, Bedingungen und Formulierungen zu sprechen, da habe selbst ich Spaß am Lesen von Versicherungsbedingungen.“

24 Jahre in der Versicherungsbranche

Heute vor 24 Jahren, am 01. Oktober 1996 habe ich mich entschieden in eine Branche einzutauchen, die den schlechtesten Ruf überhaupt hat. Die Versicherungswirtschaft und gerade die Berater dort kommen im Ranking erst nach vielen anderen Berufen. Ein absolut gruseliges Image.

Interessant in dem Zusammenhang ist aber seit Jahren dennoch ein anderer Fakt. Das Ansehen der Branche ist schlecht und wird nicht besser. Das Ansehen des eigenen Beraters hingegen gut. Fragen Sie einmal Ihren Nachbarn, Freund oder Kollegen wie er das Image der „Versicherungsfuzzies“ so sieht und fragen direkt danach wie „sein“ Berater so ist. Da tun sich durchaus große Diskrepanzen auf.

Doch zurück zu mir. Wie Sie seit Jahren bei dem „Über mich“ hier auf der Seite lesen können, hat es mich über die DEVK Versicherungen zu den Sparda Banken und dort auch in die Bereiche Baufinanzierung und Anlage verschlagen.

Nach einem schweren Autounfall 2000 wollte ich dann eine Veränderung und es wurde mein persönliches Steckenpferd, die biometrischen Risiken. Vielleicht- rückblickend- war es auch das selbst erlebte. Also meine große Freude über eine gute und umfassende Krankenversicherung, die mir damals ein Kollege erklärt und beraten hat. Schon seine Aussage damals

„Mach etwas Ordentliches oder such Dir einen anderen Berater, ich mache solchen Billigmist nicht.“

hat mich im Nachhinein tief beeindruckt.

Aus Überzeugung das Richtige tun. Auch gegen einen Abschluss, auch gegen das eigene Geschäft.

Nach meinem Unfall im Jahr 2000 musste eine Entscheidung her. Noch im Krankenhaus habe ich für mich eine solche getroffen und überlegt „Was machst du jetzt anders?“. Die Entscheidung Kunden auf die Distanz via Telefon und E-Mail zu beraten war eher eine zufällige. Meine Wahl auf die Spezialisierung und die reine Beratung in biometrischen Risiken (Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Vorsorge) war eine bewusste und gewollte Auswahl.

Internetadressen wie „online-pkv.de und online-bu.de“ eine Schnapsidee vor dem Einschlafen. Also wieder aufstehen, Computer anschalten, Domains reservieren. Rückblickend eine der besten Entscheidungen meines beruflichen Lebens. Und nach dem „24 Jahre Spaß“ kam das Einhorn. Dazu aber in den kommenden Wochen mehr.

„Das geht so nicht, das wirst du schon noch merken.“

Als ich dann anfing beratungsintensive Produkte wie die private Krankenversicherung am Telefon erklären zu wollen, haben viele der Kollegen mit dem Kopf geschüttelt und mir lang und breit erklärt warum das alles so nicht gehen kann. Einige haben mich belächelt, andere wohl gedacht „lass den Spinner mal machen, er wird es schon merken.“

Habe ich, also es gemerkt. Anders sein, ein Einhorn sein.

Schnell habe ich- ganz ohne Coaches und Marketinggurus Sachen einfach so gemacht, wie ich diese gerngehabt hätte. Umfangreiche Analysen zu Tarifen erstellt, damals noch mit „Rendite 2000“, der Vergleichssoftware schlechthin. Teuer aber mit wenigen Alternativen. Da musste ich noch Cover für Analysen selbst basteln, die vorgegebenen waren mir zu hässlich. Als ich dann anfing mir ein Bindegerät zu kaufen und 50, 60 oder mehr Seiten Tarifauswertung und Bedingungen ausgedruckt habe und meinen Kunden als Buch geschickt, erklärten mich die Kollegen endgültig für Irre.

60 Seiten Texte, für eine simple Krankenversicherung. Das liest kein Mensch.

„Versicherungen werden verkauft, am Tisch im Wohnzimmer beim Kunden“ und „Du hast keine Ahnung.“ waren die Aussagen. Wenn Du da nicht sitzt, dann macht es der Vertreter um die Ecke. Wieder glaubte ich das nicht und habe weiterhin es so gemacht, wie ich es für richtig hielt. Ohne jemals ein Marketingbuch oder etwas Derartiges gelesen zu haben.

Ich habe (und tue es noch) geliebt was ich tue. Jeden Morgen neu und jeden Kunden aufs Neue. Über die Jahre wurden die Anfragen mehr, immer mehr Menschen bekamen von Ihren Kollegen, Freunden und Bekannten erzählt „da ist einer, der lebt das Thema, der ist das wandelnde Lexikon der PKV“ (O-Ton Hr. S. aus H.)

Bei einigen Aussagen in Bedingungen oder Test konnte ich nicht nur mit dem Kopf schütteln, es hat mich auch geärgert, wenn mich Versicherer für dumm verkaufen wollen. Die Gothaer Hilfsmittelgarantie war wohl ein solcher Fall. Eine Geschichte, die mich über Monate und Jahre begleitet hat und durch den Markt getragen wurde wie ein grüngestreiftes Kamel.

Veränderungen hin zu besseren Bedingungen oder besser klareren Formulierungen und mehr Sicherheit hat es in den letzten Jahren gegeben. Unzählige.

In mittlerweile knapp 1.300 Blogbeiträgen lesen jedes Jahr über 2.500.000 Menschen Aussagen zu Tarifen und Bedingungen, Fallen in der Beratung oder Risiken in Tarifen. Dazu kommen Berichte und Warnungen vor Fallstricken in Beratungen oder vor dubiosen Kollegen.

2,5 Mio. Leser – Kunden, Berater, Vorstände

Auch wenn es nicht jeden Tag einen neuen Beitrag gibt, das ist zeitlich gar nicht drin, versuche ich aktuell zu bleiben. Dabei greife ich neben aktuellen Themen gerade Fälle auf die Gefahren aufzeigen und somit bei rechtzeitigem Lesen Fehler vermeiden.

Viele Vorstände von Versicherern und Vertrieben lesen mit und viele meiner Beiträge kursieren in internen Newslettern, Empfehlungen an die eigenen Berater oder auch als Warnung „Pass auf, dass Du nicht bei dem Hennig im Blog landest.“

Das ist absolut nicht böse gemeint. Ich habe aber durchaus eine Abneigung gegen schlechte Beratung und „den Kunden über den Tisch ziehen“. Klar leben Berater von Provisionen und Courtagen, wie jeder Händler und jeder Unternehmer vom Geld seiner Kunden lebt.

Dennoch möchte ich morgens, beim Vorbeigehen an meinem Spiegel im Flur oder Badezimmer nicht erschrecken und zusammenzucken müssen.

„Großartige Beratung mit Rundumblick und absolutem Detailwissen.“

Diesen Satz schrieben mir schon einige Kunden in die Referenzen. Das ist genau das, was ich glaube was richtig ist. Ausbilden und selbst entscheiden lassen. Nur wer weiß was es gibt, kann sagen was er möchte.

Ausbildung und Information, statt einfacher Tarifempfehlungen. Das habe ich bereits vor 20 Jahren mit einem Fragebogen begonnen. Damals noch drei Seiten zum von Hand ausfüllen, heute als pdf oder Onlinefragebogen. Aber nur wenn ich weiß was Sie gern möchten, wenn SIE WISSEN WAS SIE MÖCHTEN!

DANKE, DANKE, DANKE!

An jede einzelne Kundin und jeden Kunden. Jede Interessentin und jeden Interessenten.

Auch und gerade wegen Ihnen macht mir das solchen Spaß. Egal ob LiveChat, Telefonate oder Mails. Ich freue mich auf die kommenden Jahre und Jahrzehnte und versuche auch weiterhin mein Bestes.

Fragen? Einfach fragen!

Spende Kinderhospiz Sternenbrücke

 

Zur Feier des Tages habe ich mich – außer der Reihe neben meinen regulären Spenden – für weitere (je 100 €) Spende an das Kinderhospiz Sternenbrücke und den Verein Kinderlachen 009 eV meiner Hausärztin entschieden.

Wer sich beteiligen möchte:

Onlinespende Verein Kinderlachen 009 oder Onlinespende Kinderhospiz Sternenbrücke

Spende Verein Kinderlachen