Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

10.
März '20

Reiseversicherung und Corona: „Dann lass Dich doch einfach krankschreiben“ ist ein sehr gefährlicher Rat und richtet mehr Schaden an


In Zeiten von Corona und Einreisebeschränkungen sehen viele leider auch Ihren Urlaub oder andere Reisen dahin gehen. Diese finden nicht statt und nicht immer ist eine Stornierung möglich. Klar, findet der Flug nicht statt, so erhaltet Ihr auch Geld zurück. Aber wer nur aus Angst nicht fliegen mag, der hat eher schlechte Karten.

Nun aber kommen recht eigenwillige Tipps und auch einige Ärzte sind da nicht wirklich „zimperlich“, schließlich ist ein zufriedener Patient ein guter Patient. Warum das aber schnell nach hinten losgehen kann und eine große Gefahr für andere Versicherungen sein kann, das schauen wir uns hier einmal genauer an.

Zuerst noch der Hinweis, wann welche Reiseversicherung überhaupt zahlt und was es bei Reiserücktritt-, Reiseabbruch- oder Auslandskrankenversicherung zu beachten gilt.

Wann zahlt welche meiner Reiseversicherungen bei Corona und den Folgen?

Kann ich eine Versicherung gegen Reiseausfall durch Corona abschließen?

Nein. Warum nicht? Was glauben Sie, was sollte so eine Versicherung kosten? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Police (wenn Sie heute denn neu aufgelegt würde) kostet? Wären Sie bereit bei einer Reise von 2.000 € schnell einmal 1.000 € für eine Versicherung auszugeben?

Es ist wie immer eine Frage des Risikos und der Kalkulierbarkeit. So und genau so funktionieren Versicherungen nun einmal. Auch wenn und ein Anbieter mit einem neuen Zahnschutz „auch wenn es zu spät ist“ einreden möchte, diese Regel gelte nicht mehr.

Nun ist die Frage und Sorge des Reisenden hier durchaus berechtigt, wer zahlt es denn?

Ganz simpel: Keiner, es sei denn es sind buchbare und flexible Raten. Bei Flügen sieht das etwas anders aus, hier findet sich in meinem Reiseblog aber der passendere Platz das zu erklären.

Was die American Express Karte nun zahlt, das lässt sich dort in den Versicherungsbedingungen der Goldkarte oder auch der Platinum nachlesen.

Ganz gefährlicher Rat: „Dann lass Dich doch einfach krankschreiben“

Doch gerade wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, dann werden Menschen leider kreativ und manchmal auch ohne die Folgen zu bedenken. So kommt (hier noch nicht ganz so deutlich formuliert, in vielen Foren einfach deutlicher und direkter) schnell einmal der Rat, sich doch einfach krank schreiben zu lassen.

Dem Arzt Beschwerden vortäuschen

So ist man halt krank, dazu gibt es schnell eine Krankschreibung und am Ende kann der Versicherer es ja eh nicht kontrollieren und der Arzt? „Ach, denn kenne ich schon ewig, der macht das schon.“

Der Tipp „Krankheit mit einem Attest nachweisen“ zieht dann meist eine Kette von Reaktionen nach sich. Am Ende gibt es zwei Varianten. Eine, in der der Arzt gar nichts dafür kann. Hier täuscht der Patient Beschwerden vor, schildert Schmerzen oder Einschränkungen und gaukelt dem Arzt damit etwas Ernstes vor. Klar wird der Arzt dann, je nachdem wie gut sich einzelne Beschwerden verifizieren lassen, Medikamente verschreiben und die Behandlung beginnen. Dazu folgt dann ein Attest mit der Diagnose.

Hier ist einzig und allein der Patient der-/diejenige, der etwas Unrechtmäßiges und Falsches tut.

Mit dem Arzt „gemeinsame Sache machen“

Schlimmer ist noch eine andere Variante, welche leider auch oft genug praktiziert wird. Der Arzt wird „eingeweiht“ und soll helfen, schließlich sind doch tausende Euro für die Reise bezahlt und irgendwie muss man das doch wieder bekommen.

Leider gibt es dann (wenige) Ärzte, welche sich hier „bequatschen lassen“ und dem Patienten ein Gefälligkeitsattest ausfüllen. Ein harmloser Magen-Darm-Infekt, der zu Reiseunfähigkeit führt, der mag hier noch die harmlose Variante sein.

Doch schließlich möchte man ja, dass die Versicherung auch zahlt und da muss schon etwas Handfestes her. Gern genommen sind also immer wieder:

  • starke Rückenbeschwerden

  • HWS-/BWS Blockade

oder noch schlimmer:

  • stressbedingte Überlastung

  • psychische (so genannte F-) Diagnosen

  • psychosomatische Beschwerden

Diese Diagnosen führen dann – so meinen die Beteiligten – sicher zu einer Zahlung durch die Reiserücktrittsversicherung und so hat man dann die Kosten der Reise wieder erstattet bekommen. Am nächsten Stammtisch oder bei Kaffee und Kuchen wird sich dann noch damit gerühmt.

1.) Es ist VersicherungsBETRUG

Das heißt aus, es ist nicht nur strafbar, sondern schadet allen. Klar haben Sie in der Vergangenheit viel Geld für die Versicherung selbst oder aber für die Kreditkarte bezahlt, irgendwie „muss das ja wieder rauskommen“.

Egal ob Patient, oder gar Arzt- und Patient, es handelt sich hier um einen klaren Fall von Betrug.

2.) Der große Schaden kommt erst noch

Der Arzt rechnet natürlich ab. Also findet sich in Ihrer Krankenakte oder auch auf der Rechnung (wenn privat versichert) schon einmal eine Diagnose. Diese ist da, bleibt da und bekommt man so auch nicht wieder raus.

Bei jedem neuen Antrag auf Krankenversicherung, Zusatzprodukte, Berufsunfähigkeits (mehr …)

06.
März '20

Zahlt meine Reiserücktritts-/ Abbruch oder Auslandsreisekrankenversicherung bei dem Corona Virus?


Eine Frage, oder besser viele, die ich wohl über einhundert Mal in den letzten Tagen und Wochen gehört habe. Sowohl hier bei der PKV als Makler, aber auch im Reiseblog. Leider scheinen auch einige Mitarbeiter an Hotlines bei Versicherern etwas überfordert oder überfragt und daher fasse ich hier einmal die wichtigen Fragen zusammen.

Kleiner Hinweis: Ich schreibe sonst hier in der „Sie-Form“, im Reiseblog aber in der „Du Form“. Diesmal habe ich mich aufgrund des Themas auch hier für das Du entschieden, ich hoffe das ist für alle in Ordnung.

Generell solltet Ihr auch wenig auf telefonische Aussagen vertrauen, alles was Euch nicht schriftlich und in Bezug auf Euren speziellen Vertrag vorliegt, bringt Euch im Fall der Fälle wenig.

Diese Informationen hier beziehen sich im Wesentlichen auf alle Reise-Kranken- oder Reiseversicherungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese separat abgeschlossen, im Reisebüro gekauft oder in einer Kreditkarte enthalten sind.

Damit es nicht gleich wieder heißt „die bösen Versicherer wollen ja bloß nicht zahlen“. Versicherungen sind dazu da, individuelle Schäden auszugleichen und zudem müssen diese kalkulierbar bleiben. Daher gelten hier die im Vertrag enthaltenen Bedingungen und Vorgaben und diese Regeln auch hier die Leistung.

Schauen wir uns also hier in diesem Beitrag einmal mehrere Szenarien an. Folgende Fälle wollen wir uns ganz speziell anschauen.

1.) Ihr seid in Deutschland an einer Corona Infektion erkrankt und könnt daher Eure Reise nicht antreten.

2.) Darf ich wegen Angst vor dem Virus oder der theoretischen Gefahr einer Ansteckung die Reise stornieren?

3.) Es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, muss die Versicherung nun zahlen?

4.) Ich muss in Quarantäne, bin aber selbst NICHT erkrankt. Zahlt meine Reiseversicherung die (Mehr-)kosten?

5.) Ich erkranke im Ausland, besteht – auch bei Pandemie – Versicherungsschutz?

6.) Meine Auslandskrankenversicherung gilt nur für 42 Tage, was passiert, wenn ich länger dort bleiben muss?

7.) Besteht Versicherungsschutz wenn ich in Risikogebiete (z.Bsp. Wuhan) reise?

8.) Welche Ereignisse sind denn überhaupt versichert?

1.) Ihr seid in Deutschland an einer Corona Infektion erkrankt und könnt daher Eure Reise nicht antreten.

Auslandsreisekrankenversicherung: muss NICHT leisten, da Ihr Euch noch in Deutschland befindet. Die Leistung beginnt hier erst mit Grenzübertritt. Für Krankheitskosten hier kommt Eure gesetzliche Krankenkasse oder private Krankenversicherung auf.

Auch für den TEST auf CORONA, dazu habe ich HIER GESTERN ETWAS GESCHRIEBEN

Reiserücktrittsversicherung: JA, LEISTET, wenn der Versicherungsnehmer oder eine mitversicherte Person die Reise nicht antreten kann (weil krank, nicht wenn „nur“ in Quarantäne- siehe weiter unten). Hierbei sind die versicherten Personen und die Voraussetzungen (z.Bsp. Reise muss mit der Kreditkarte bezahlt sein, die auch die Versicherung bietet, bezahlt sein) zu erfüllen. Nur dann besteht Versicherungsschutz.

Reiseabbruchversicherung: Bei Auslandsreisen NEIN, da hier die Reise erst begonnen haben muss, um diese abzubrechen. Ist es eine in Deutschland stattfindende Reise und erkrankt Ihr zum Beispiel beim Skiurlaub, dann besteht hier auch Versicherungsschutz nach den zum Vertrag enthaltenen Vorgaben. So kann eine verspätete Rückreise, eine frühere Rückreise etc. versichert sein.

2.) Darf ich wegen Angst vor dem Virus oder der theoretischen Gefahr einer Ansteckung die Reise stornieren?

Klar darf man. Aber der Veranstalter, die Fluggesellschaft oder das Hotel und andere Leistungsträger dürfen dann Stornokosten berechnen, wie diese im Vertrag geregelt sind. Viele Fluggesellschaften und einige Hotels und Veranstalter haben aber Sonderregelungen geschaffen.

Mit der Versicherung hat das dann aber nichts zu tun.

3.) Es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, muss die Versicherung nun zahlen?

Nein. Eine Reisewarnung ist in der Reisekrankenversicherung, aber auch bei Reiseabbruch oder Rücktritt kein versichertes Ereignis. Reiseveranstalter hingegen haben in Ihren Geschäftsbedingungen für Pauschalreisen Rücktritts- / Stornierungsklauseln, wenn es sich um eine vollständige Reisewarnung (keine Teilreisewarnung) des Auswärtigen Amtes handelt. Diese gibt es aber aktuell aufgrund von Corona nicht.

Zudem sind noch besondere Bedingungen zu beachten, wenn Sie bereits im Ausland sind und dann eine Reisewarnung ausgesprochen wird.

Viele Tarife enthalten eine Regelung wie diese:

„Befindet sich eine versicherte Person zum Zeitpunkt der Bekanntgabe einer Reisewarnung vor Ort, endet der Versicherungsschutz 14 Tage nach Bekanntgabe der Reisewarnung. Der Versicherungsschutz besteht trotz der Reisewarnung fort, wenn sich die Beendigung der Reise aus Gründen verzögert, welche die versicherte Person nicht zu vertreten hat.“

Zudem kann der Versicherungsschutz auch für die Reiseabbruchversicherung von Beginn an entfallen, wenn es bereits bei EINREISE eine Reisewarnung gab. (mehr …)

02.
März '20

Corona Virus: Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV) den Corona Test? Was ist sonst zu beachten?


Das Virus „Corona“ beschäftigt in seiner aktuellen Form alle und beeinflusst viele Unternehmen. Sei es nur, weil Reisen nicht durchgeführt werden können oder sollen, oder weil Geschäftspartner nicht erreichbar sind. Gerade die Arbeitgeber in der Tourismus- und Luftfahrtindustrie haben hier mit massiven Problemen zu kämpfen.

Eine Frage, welche sich in den letzten Tagen jedoch immer wieder im LiveChat oder per Mail hier abzeichnet, die ist eine ganz andere.

Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV) den Corona Test?

Zunächst einmal ein kurzer Exkurs zu dem Test selbst. Wie Sie wahrscheinlich wissen und in diversen Medien lesen können, gibt es eine Möglichkeit des Test. Dabei geht man unter Medizinern derzeit davon aus, das mehrfach getestet wird. Weitere Informationen zum Testverfahren finden sich auf den –> Seiten des Robert-Koch Instituts.

Testverfahren für Coronaviren

Erregernachweis durch RT-PCR
Für eine labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 wurden erste PCR-Nachweissysteme u.a. auch vom Konsiliarlabor für Coronaviren (Charité Berlin) entwickelt und vorläufig validiert, die über die Webseite der WHO zu Coronaviren verfügbar sind. Proben zur Untersuchung können an das Konsiliarlabor für Coronaviren verschickt werden.

Eine Testung ist grundsätzlich bei symptomatischen Personen entsprechend der epidemiologischen Falldefinition sowie im Rahmen der differentialdiagnostischen Abklärung empfohlen, wenn ein klinischer Verdacht besteht aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden, die mit einer COVID-19-Erkrankung vereinbar sind und eine Diagnose für eine andere Erkrankung fehlt, die das Krankheitsbild ausreichend erklärt.

Demnach soll nur der getestet werden, der Symptome aufweist und zudem aufgrund der Umstände betroffen sein könnte. Das kann ein Kontakt zu Infizierten, aber eben auch die Rückkehr aus Risikogebieten sein. (wobei sich diese immer mehr ausbreiten und viele Länder weitere –> Restriktionen zur Einreise aus diversen Ländern festgelegt haben, daher sind es unzählige Risikogebiete) Hier der –> Link zur Übersicht und Fallzahlen weltweit.

Was kostet der Test auf Coronaviren?

Die Kosten für den Test setzen sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Diese sind im Wesentlichen:

  • – Honorar des Arztes

  • – Kosten für die Probe-/ Verpackung und Testmittel

    (Laut Auskunft des RKI:Die Verpackung besteht aus 3 Komponenten und ist kommerziell erwerblich:

    Primärverpackung = Probengefäß (z.B. Tupferröhrchen oder Monovette)
    Sekundärverpackung = Schutzgefäß (flüssigkeitsdicht verschraubtes Plastikröhrchen, darin saugfähiges Material)
    Umverpackung = Kistenförmige Verpackung
    Die verschlossenen Versandstücke sind als „Biologischer Stoff, Kategorie B“ und „UN 3373“ in Raute (Seitenlänge mind. 50 x 50 mm) sowie mit der Telefonnummer einer verantwortlichen Person zu kennzeichnen.

    Der Versand sollte über einen Paketdienst und nur nach Absprache mit dem untersuchenden Labor erfolgen.

  • – Kosten des Labors

Einen festen/ fixen Satz gibt es also so nicht. Die Kosten schwanken, nach derzeitigen Erfahrungswerten für das reine Testverfahren (Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland, eigene Recherche)

Bei der Laborgemeinschaft Hamburg kostet eine Corona-Testanalyse für Selbstzahler 128,23 Euro für Kassenpatienten und 147,46 Euro für Privatversicherte. Hinzu kommen dann noch Gebühren für Versand und Porto. Bei den Medizinischen Laboratorien Düsseldorf ist der Test teurer: 204 Euro für gesetzlich Versicherte, 234,60 Euro für Privatversicherte. Hinzu können dann noch Kosten der Hausärzte etwa für Material kommen.

Zusammen mit allen begleitenden Kosten sollten Sie am Ende also mit ca. 300 € rechnen. Dabei geht es nicht ohne den Arzt und schon gar nicht ohne ein spezialisiertes Labor. Man kann übrigens nicht einfach die Probe selbst an das Labor schicken!

Zahlt die Private Krankenversicherung den Test auf Coronaviren?

Zunächst gelten auch hier die sonstigen Regelungen für die Grundlage von Erstattungen. Demnach ist die medizinisch notwenige Behandlung versichert. In den MB KK heißt es dazu:

(1) Der Versicherer bietet Versicherungsschutz für Krankheiten, Unfälle und andere im Vertrag genannte Ereignisse. Er erbringt, sofern vereinbart, damit unmittelbar zusammenhängende zusätzliche Dienstleistungen. Im Versicherungsfall erbringt der Versicherer

a)  in der Krankheitskostenversicherung Ersatz von Aufwendungen für Heilbehandlung und sonst vereinbarte Leistungen, (…)

(2) Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen. Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet, wenn nach medizinischem Befund Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr besteht. Muss die Heilbehandlung auf eine Krankheit oder Unfallfolge ausgedehnt werden, die mit der bisher behandelten nicht ursächlich zusammenhängt, so entsteht insoweit ein neuer Versicherungsfall. Als Versicherungsfall gelten auch

a)  (…)
b)  ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen),

Sind die – nach den Leitlinien festgelegten – Kriterien für einen Test erfüllt, also Risikogebiet oder Kontakt, Symptome die auf eine Infektion passen, dann

zahlt die private Krankenversicherung auch den Corona Test

Gleiches gilt natürlich dann auch für weitere Behandlungen, die mit der Erkrankung erforderlich sind oder werden.

Fällt meine Selbstbeteiligung an?

ACHTUNG: Auch wenn man meinen könnte, da wird ja etwas „vorsorglich“ getestet, es ist dennoch keine Vorsorgeuntersuchung, sondern eine „medizinische Leistung“.

Daher ist eine vereinbarte Selbstbeteiligung ebenso zu zahlen/ verrechnen, wie auch die Kosten schädlich für die Beitragsrückerstattung sind.

Zahlt die gesetzliche Krankenkasse den Test auf Coronaviren?

Ja, auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat auch bereits in einer Erklärung die Übernahme der Kosten bestätigt, WENN, ja wenn auch hier ein begründeter Verdacht da ist.

Hier noch das Schema des RKI um einen Verdachtsfall abzuklären. [externer Link, pdf]

Weitere Informationen, Zusammenfassungen und Verhaltensregeln hat die Bundesregierung unter folgendem Link veröffentlicht.

Bundeszentrale für gesundheitliche Auflärung

02.
Januar '20

Jetzt freiwillig versichert? Post vom Arbeitgeber oder der Kasse?


Guten Tag zusammen und erstmal ein frohes und gesundes neues Jahr.

Einige von Ihnen werden in den kommenden Tagen Post bekommen, Post vom Arbeitgeber oder der gesetzlichen Krankenkasse. Die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse endet, wenn Sie im Jahr 2019 ein Bruttoeinkommen von 62.550 € hatten oder dieses überschritten wurde. Dann sind Sie ab dem 1. Januar diesen Jahres nicht mehr pflichten in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern freiwilliges Mitglied.

Das bringt einige Änderungen mit sich. Weiterhin kursieren bei den Kassen und auch im Netz einige fragwürdige Aussagen zu Bindungsfristen und Kündigungszeiten, daher fasse ich in diesem Beitrag all die Punkte zusammen, welche Sie beachten sollten.

Dabei verlinke ich gern auf alte – bereits in den Vorjahren geschriebene – Beiträge, da die diese Thematik jedes Jahr neu ergibt.

Ende der Versicherungspflicht

Sollte Ihr Einkommen im letzten Jahr die Grenze von 60.750 € brutto und auch voraussichtlich die Grenze von 2020, also 62.550 € überschritten haben, so müssen Sie nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versichert bleiben.

Sie haben nun die Wahl zwischen beiden Systemen. Zu den grundsätzlichen Unterschieden finden Sie mehr Informationen in meinem Leitfaden, welchen Sie im Downloadbereich kostenlos laden können.

Wichtig ist noch zu wissen, es gibt jetzt noch ein rückwirkendes Austrittsrecht. Heißt, solange Sie mit der Krankenkassenkarte in diesem Jahr nicht beim Arzt waren, können Sie auch noch rückwirkend zum 1. Januar austreten. Aber: Lassen Sie sich Zeit und überlegen in Ruhe und nicht übereilt. Das Schreiben der Krankenkasse kommt meist nicht vor Mitte/ Ende Januar, bei einigen sogar später. Das heißt nicht, dass Sie darauf warten müssen. Beginnen Sie mit den Überlegungen jetzt und sehen dann in Ruhe weiter. Im folgenden Beitrag habe ich bereits im Jahr 2019 alles für Sie zusammengefasst.

„Sie sind nun freiwillig versichert.“ – ein Schreiben der Krankenkasse welches alles verändern kann, aber nichts muss

 

Sie müssen nicht aus der GKV raus

Auch wichtig, Sie können raus, müssen aber nicht. Auch als freiwilliges Mitglied können Sie in der bisherigen oder einer anderen GKV versichert bleiben. Dabei sollten Sie aber eines bedenken. Ändert sich der Status, so verlieren Sie auch Leistungen.

So müssen Sie in der Elternzeit nun Beiträge zahlen, was Sie als Pflichtmitglied nicht mussten. Details dazu in dem folgenden Beitrag:

Elternzeit und die (nicht immer) beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

und auch in dem hier verlinkten Beitrag noch einige Änderungen zur Elternzeit und besonders zur Beitragsberechnung.

Elternzeit und die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenkasse

 

Familienversicherung und Kinder beachten

Wer bisher gesetzlich und nun vielleicht zukünftig privat versichert sein möchte, der bedenkt bitte auch die Auswirkungen auf die Familienversicherung. Dabei ergeben sich auch Jahre nach einem Wechsel immer wieder – teils gravierende – Probleme.

Entfall der Familienversicherung – wie kann ich mein Kind rückwirkend versichern?

In der hier folgenden Übersicht sehen Sie, wann das Kind wie versichert werden muss. Die Heirat (oder die geplante) ist ein wichtiges Datum, auch oder gerade für den Versicherungsschutz. Die Übersicht gibt es auch als pdf- ideal für das schwarze Brett in der Firma oder als Schreibtischunterlage.

Der Unsinn zur 18-Monate Bindungsfrist

Leider scheinen einige gesetzliche Kassen es bewusst darauf anzulegen, einen Dummen gefunden zu haben der den Unsinn auch glaubt. Da wird einfach behauptet:

Sie sind noch keine 18 Monate bei uns versichert, dann können Sie gar nicht kündigen.

Das ist leider falsch und ich möchte hoffen, dass es nur Unwissen und nicht bewusste Täuschung ist. Denn ganz einfach und simpel. Bei einem Wechsel zur privaten Krankenkasse gibt es keine Bindungsfrist von 18 Monaten, auch wenn die Kasse etwas anderes behauptet.

Mit welcher Formulierung Sie dann doch raus kommen und was Sie wem und wann schreiben müssen, das habe ich im Beitrag zusammengefasst.

18 Monate Bindungsfrist und die falschen Aussagen der Krankenkasse

Lassen Sie sich also bitte nicht verunsichern oder glauben den Unsinn auch noch. Bestehen Sie auf einem Bescheid, einem mit Rechtsbehelf, dann geht das auch.

Wahltarife – machen Sie mal schnell – dann lassen wir Sie nicht mehr weg

Ein anderes beliebtes Mittel Kunden zu binden sind so genannte Wahltarife. Auch wenn der Gesetzgeber in der Vergangenheit die Regelungen verändert hat, mit einem solchen selbst ausgesuchten Tarif mit

– Selbstbeteiligung

– Rückerstattung bei Leistungsfreiheit

– besonderen Therapieformen und Vorsorgeleistungen

kann durchaus eine lange Bindung an die Kasse bestehen. Daran ändert auch ein Statuswechsel nichts. Daher ist es immer gut genau zu überlegen, immer dann wenn besondere Tarife abgeschlossen werden sollen.

Wahltarife und Zusatzbausteine in der GKV verhindern Kündigung – Ein Ratgeber

Sie sehen also, es gibt einiges zu bedenken, zu überlegen und zu beachten. Daher machen Sie sich ganz in Ruhe Gedanken, lassen sich nicht hetzen, verunsichern oder drängen und überlegen sehr genau, wie es mit dem zukünftigen Schutz weitergehen soll. Auf der speziellen Beratungsseite zur PKV und auch der zur Berufsunfähigkeit finden Sie weitere Unterlagen, Fragebögen, Videos und Hinweise für Unterstützung auf dem Weg, ihrem Weg!

Haben Sie weitere Fragen, vielleicht auch solche die für andere Leser interessant sein können? Dann schildern Sie Ihren Fall oder stellen Sie Ihre Frage gern direkt unter dem Beitrag als Kommentar. Ich beantworte und ergänze dieses dann.

12.
Dezember '19

Der immer erreichbare Berater? – was erwarten Sie ? Ihre Meinung bitte!


Ich bin nun schon etwas in der Branche unterwegs, mache vieles ein bisschen anders und bin recht gut erreichbar. Schauen Sie sich einmal in den Referenzen um und lesen sich einige davon in Ruhe durch, dann finden Sie einen Punkt immer wieder als positives Merkmal.

„ist superschnell erreichbar“
„antwortet auch spät abends noch“
„auch zu ungewöhnlichen Zeiten noch erreichbar“

Ich habe schon mit Kunden nachts um eins geschrieben, sogar Sprachnachrichten geschickt. Da ich aber neben diesem, meinem Lieblings“job“ durchaus noch anderes tue und daher oft einmal gern in anderen Zeitzonen unterwegs bin, ist das auch gar nicht schlimm.

Aber selbst wenn ich am Abend auf der Couch sitze, antworte ich noch auf eine Mail oder eine WhatsApp. Warum? Weil es mir Spaß macht. Nach über zwanzig Jahren in der PKV und BU Beratung muss ich vieles nicht mehr nachsehen, nachschlagen oder suchen. Ich (das soll nicht überheblich klingen bitte) weiß es einfach.

Ich bekam einmal einT-Shirt geschenkt und das trug folgende Aufschrift:

(c) Shirtracer auf Amazon

und das ist eben nach langen Jahren Erfahrung und Leidenschaft im Job auch so, das geht mir nicht anders wie Ihnen, in Ihrem Tagesgeschäft.

Auf der anderen Seite ist es „reine Faulheit“. Nehmen wir an Sie schreiben mir um 21.45 Uhr eine Nachricht, dann sehe ich diese, muss morgen früh daran denken und antworte Ihnen. Vielleicht vergesse ich es auch, weil zehn andere etwas gefragt haben. Da antworte ich lieber gleich. Sie sind zufrieden und ich auch, weil „aus dem Kopf“ und Platz für andere Gedanken.

Durch einen Blogbeitrag eines guten Branchenkollegen, dem Mattias W. Schlattmaier- einer DEVK Agentur- kam ich kürzlich auf das Thema Erreichbarkeit und freue mich, wenn Sie / Ihr mir hierzu Ihre/ Eure Meinung sagen würdet.

Gern einfach als Kommentar zu diesem Beitrag, gern auch via Facebook oder wo auch immer Ihr/ Sie mich sonst so kennt/ kennen und mir folgen.

Vorher aber noch einige Gedanken dazu.

Ich mache das nicht weil ich es muss, ich muss sicher nicht antworten um 22 Uhr, auch nicht um 19, auch nicht wenn es bei Ihnen nachts ist. Aber warum sollte ich nicht, wenn ich es weiß, es nahezu keinen Mehraufwand bedeutet und ich Spaß daran habe?

Habe ich keine Zeit, lese es nicht, habe keine Lust, das iPhone nicht mit, keinen Zugriff auf E-Mails oder was auch immer, dann tue ich es nicht. Es zwingt mich ja niemand.

In seinem Beitrag hat Matthias einen Kollegen zitiert, der eine andere Auffassung hatte und sogar in seinen Mails als Signatur festschrieb, er sei immer erreichbar, auch am Wochenende. Dieser Berater vertrat die Auffassung das seine (umsatzstärksten) Kunden hier nur und ausschließlich von Ihm beraten und betreut werden sollen. Selbst seinen eigenen Mitarbeitern traut er das nicht zu.

Bei mir gibt es eine solche Unterscheidung nicht. Bin ich erreichbar, dann antworte ich Ihnen auch und das egal ob Sie Kundin/ Kunde sind, eine Frage im LiveChat haben oder einfach nur so einen Tipp brauchen.

Ja, Marketingagenturen oder Consultants predigen gern die Klassifizierung von Kunden, also A, B, C Kunden oder noch mehr. Klar wissen Sie das nicht und klar gibt es Umsatzunterschiede bei Kunden. Aber ist der mit nur einer Frage (der aber vielleicht daraufhin zwei, drei anderen begeistert von mir und meinem Wissen erzählt) weniger „wichtig“? Ist der, der zwei, drei oder sieben Verträge hat besser?

Ihre Meinung ist gefragt.

Dazu gern einige Fragen, die Sie natürlich nicht beantworten müssen, auch nicht alle. Ich freue mich über jede Antwort, egal ob zu einer oder allen Fragen und noch mehr über Ihre Meinung.

Denken Sie bitte einmal an Ihren Berater in Versicherungs-/ finanzfragen.

1.) Wie wichtig ist Ihnen eine ständige Erreichbarkeit (abgesehen von den Notfallhotlines der Versicherer)?
2.) In welcher Zeitspanne erwarten Sie Antworten auf a.) einfache und b.) komplexe Fragen/ Probleme in einer E-Mail/ Nachricht?
3.) Ist Ihnen eine schnelle (WhatsApp/ knappe Mail) wichtiger im Vergleich zu einer ausführlichen, ausformulierten E-Mail (die länger dauert?)
4.) Falls Sie spät eine Mail schreiben (z.Bsp. nach 21 Uhr), wie „überrascht“ wären Sie von einer Antwort binnen Minuten?
5.) Was wäre hier eher Ihr Gedanke? a.) „hat der/die denn nie Feierabend und keine Familie“? oder b.) super, er/sie ist ja echt immer erreichbar?

Schreiben Sie einfach in die Kommentare und lassen mich wissen, wie Sie das sehen. Vielleicht auch wie das bei Ihnen und Ihren Kunden (falls Sie solche haben) ist? Erwartet das Ihr Arbeitgeber vielleicht sogar von Ihnen?

UND AN DIE KOLLEGEN die hier mitlesen.

Wie seht Ihr das? Wie macht ihr das bei Euren Kunden und was erwarten (oder glaubt ihr erwarten) diese von Euch?

Ich freue mich auf eine spannende Diskussion, egal über welchen Kanal.