Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

02.
Januar '20

Jetzt freiwillig versichert? Post vom Arbeitgeber oder der Kasse?


Guten Tag zusammen und erstmal ein frohes und gesundes neues Jahr.

Einige von Ihnen werden in den kommenden Tagen Post bekommen, Post vom Arbeitgeber oder der gesetzlichen Krankenkasse. Die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse endet, wenn Sie im Jahr 2019 ein Bruttoeinkommen von 62.550 € hatten oder dieses überschritten wurde. Dann sind Sie ab dem 1. Januar diesen Jahres nicht mehr pflichten in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern freiwilliges Mitglied.

Das bringt einige Änderungen mit sich. Weiterhin kursieren bei den Kassen und auch im Netz einige fragwürdige Aussagen zu Bindungsfristen und Kündigungszeiten, daher fasse ich in diesem Beitrag all die Punkte zusammen, welche Sie beachten sollten.

Dabei verlinke ich gern auf alte – bereits in den Vorjahren geschriebene – Beiträge, da die diese Thematik jedes Jahr neu ergibt.

Ende der Versicherungspflicht

Sollte Ihr Einkommen im letzten Jahr die Grenze von 60.750 € brutto und auch voraussichtlich die Grenze von 2020, also 62.550 € überschritten haben, so müssen Sie nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versichert bleiben.

Sie haben nun die Wahl zwischen beiden Systemen. Zu den grundsätzlichen Unterschieden finden Sie mehr Informationen in meinem Leitfaden, welchen Sie im Downloadbereich kostenlos laden können.

Wichtig ist noch zu wissen, es gibt jetzt noch ein rückwirkendes Austrittsrecht. Heißt, solange Sie mit der Krankenkassenkarte in diesem Jahr nicht beim Arzt waren, können Sie auch noch rückwirkend zum 1. Januar austreten. Aber: Lassen Sie sich Zeit und überlegen in Ruhe und nicht übereilt. Das Schreiben der Krankenkasse kommt meist nicht vor Mitte/ Ende Januar, bei einigen sogar später. Das heißt nicht, dass Sie darauf warten müssen. Beginnen Sie mit den Überlegungen jetzt und sehen dann in Ruhe weiter. Im folgenden Beitrag habe ich bereits im Jahr 2019 alles für Sie zusammengefasst.

„Sie sind nun freiwillig versichert.“ – ein Schreiben der Krankenkasse welches alles verändern kann, aber nichts muss

 

Sie müssen nicht aus der GKV raus

Auch wichtig, Sie können raus, müssen aber nicht. Auch als freiwilliges Mitglied können Sie in der bisherigen oder einer anderen GKV versichert bleiben. Dabei sollten Sie aber eines bedenken. Ändert sich der Status, so verlieren Sie auch Leistungen.

So müssen Sie in der Elternzeit nun Beiträge zahlen, was Sie als Pflichtmitglied nicht mussten. Details dazu in dem folgenden Beitrag:

Elternzeit und die (nicht immer) beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

und auch in dem hier verlinkten Beitrag noch einige Änderungen zur Elternzeit und besonders zur Beitragsberechnung.

Elternzeit und die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenkasse

 

Familienversicherung und Kinder beachten

Wer bisher gesetzlich und nun vielleicht zukünftig privat versichert sein möchte, der bedenkt bitte auch die Auswirkungen auf die Familienversicherung. Dabei ergeben sich auch Jahre nach einem Wechsel immer wieder – teils gravierende – Probleme.

Entfall der Familienversicherung – wie kann ich mein Kind rückwirkend versichern?

In der hier folgenden Übersicht sehen Sie, wann das Kind wie versichert werden muss. Die Heirat (oder die geplante) ist ein wichtiges Datum, auch oder gerade für den Versicherungsschutz. Die Übersicht gibt es auch als pdf- ideal für das schwarze Brett in der Firma oder als Schreibtischunterlage.

Der Unsinn zur 18-Monate Bindungsfrist

Leider scheinen einige gesetzliche Kassen es bewusst darauf anzulegen, einen Dummen gefunden zu haben der den Unsinn auch glaubt. Da wird einfach behauptet:

Sie sind noch keine 18 Monate bei uns versichert, dann können Sie gar nicht kündigen.

Das ist leider falsch und ich möchte hoffen, dass es nur Unwissen und nicht bewusste Täuschung ist. Denn ganz einfach und simpel. Bei einem Wechsel zur privaten Krankenkasse gibt es keine Bindungsfrist von 18 Monaten, auch wenn die Kasse etwas anderes behauptet.

Mit welcher Formulierung Sie dann doch raus kommen und was Sie wem und wann schreiben müssen, das habe ich im Beitrag zusammengefasst.

18 Monate Bindungsfrist und die falschen Aussagen der Krankenkasse

Lassen Sie sich also bitte nicht verunsichern oder glauben den Unsinn auch noch. Bestehen Sie auf einem Bescheid, einem mit Rechtsbehelf, dann geht das auch.

Wahltarife – machen Sie mal schnell – dann lassen wir Sie nicht mehr weg

Ein anderes beliebtes Mittel Kunden zu binden sind so genannte Wahltarife. Auch wenn der Gesetzgeber in der Vergangenheit die Regelungen verändert hat, mit einem solchen selbst ausgesuchten Tarif mit

– Selbstbeteiligung

– Rückerstattung bei Leistungsfreiheit

– besonderen Therapieformen und Vorsorgeleistungen

kann durchaus eine lange Bindung an die Kasse bestehen. Daran ändert auch ein Statuswechsel nichts. Daher ist es immer gut genau zu überlegen, immer dann wenn besondere Tarife abgeschlossen werden sollen.

Wahltarife und Zusatzbausteine in der GKV verhindern Kündigung – Ein Ratgeber

Sie sehen also, es gibt einiges zu bedenken, zu überlegen und zu beachten. Daher machen Sie sich ganz in Ruhe Gedanken, lassen sich nicht hetzen, verunsichern oder drängen und überlegen sehr genau, wie es mit dem zukünftigen Schutz weitergehen soll. Auf der speziellen Beratungsseite zur PKV und auch der zur Berufsunfähigkeit finden Sie weitere Unterlagen, Fragebögen, Videos und Hinweise für Unterstützung auf dem Weg, ihrem Weg!

Haben Sie weitere Fragen, vielleicht auch solche die für andere Leser interessant sein können? Dann schildern Sie Ihren Fall oder stellen Sie Ihre Frage gern direkt unter dem Beitrag als Kommentar. Ich beantworte und ergänze dieses dann.

12.
Dezember '19

Der immer erreichbare Berater? – was erwarten Sie ? Ihre Meinung bitte!


Ich bin nun schon etwas in der Branche unterwegs, mache vieles ein bisschen anders und bin recht gut erreichbar. Schauen Sie sich einmal in den Referenzen um und lesen sich einige davon in Ruhe durch, dann finden Sie einen Punkt immer wieder als positives Merkmal.

„ist superschnell erreichbar“
„antwortet auch spät abends noch“
„auch zu ungewöhnlichen Zeiten noch erreichbar“

Ich habe schon mit Kunden nachts um eins geschrieben, sogar Sprachnachrichten geschickt. Da ich aber neben diesem, meinem Lieblings“job“ durchaus noch anderes tue und daher oft einmal gern in anderen Zeitzonen unterwegs bin, ist das auch gar nicht schlimm.

Aber selbst wenn ich am Abend auf der Couch sitze, antworte ich noch auf eine Mail oder eine WhatsApp. Warum? Weil es mir Spaß macht. Nach über zwanzig Jahren in der PKV und BU Beratung muss ich vieles nicht mehr nachsehen, nachschlagen oder suchen. Ich (das soll nicht überheblich klingen bitte) weiß es einfach.

Ich bekam einmal einT-Shirt geschenkt und das trug folgende Aufschrift:

(c) Shirtracer auf Amazon

und das ist eben nach langen Jahren Erfahrung und Leidenschaft im Job auch so, das geht mir nicht anders wie Ihnen, in Ihrem Tagesgeschäft.

Auf der anderen Seite ist es „reine Faulheit“. Nehmen wir an Sie schreiben mir um 21.45 Uhr eine Nachricht, dann sehe ich diese, muss morgen früh daran denken und antworte Ihnen. Vielleicht vergesse ich es auch, weil zehn andere etwas gefragt haben. Da antworte ich lieber gleich. Sie sind zufrieden und ich auch, weil „aus dem Kopf“ und Platz für andere Gedanken.

Durch einen Blogbeitrag eines guten Branchenkollegen, dem Mattias W. Schlattmaier- einer DEVK Agentur- kam ich kürzlich auf das Thema Erreichbarkeit und freue mich, wenn Sie / Ihr mir hierzu Ihre/ Eure Meinung sagen würdet.

Gern einfach als Kommentar zu diesem Beitrag, gern auch via Facebook oder wo auch immer Ihr/ Sie mich sonst so kennt/ kennen und mir folgen.

Vorher aber noch einige Gedanken dazu.

Ich mache das nicht weil ich es muss, ich muss sicher nicht antworten um 22 Uhr, auch nicht um 19, auch nicht wenn es bei Ihnen nachts ist. Aber warum sollte ich nicht, wenn ich es weiß, es nahezu keinen Mehraufwand bedeutet und ich Spaß daran habe?

Habe ich keine Zeit, lese es nicht, habe keine Lust, das iPhone nicht mit, keinen Zugriff auf E-Mails oder was auch immer, dann tue ich es nicht. Es zwingt mich ja niemand.

In seinem Beitrag hat Matthias einen Kollegen zitiert, der eine andere Auffassung hatte und sogar in seinen Mails als Signatur festschrieb, er sei immer erreichbar, auch am Wochenende. Dieser Berater vertrat die Auffassung das seine (umsatzstärksten) Kunden hier nur und ausschließlich von Ihm beraten und betreut werden sollen. Selbst seinen eigenen Mitarbeitern traut er das nicht zu.

Bei mir gibt es eine solche Unterscheidung nicht. Bin ich erreichbar, dann antworte ich Ihnen auch und das egal ob Sie Kundin/ Kunde sind, eine Frage im LiveChat haben oder einfach nur so einen Tipp brauchen.

Ja, Marketingagenturen oder Consultants predigen gern die Klassifizierung von Kunden, also A, B, C Kunden oder noch mehr. Klar wissen Sie das nicht und klar gibt es Umsatzunterschiede bei Kunden. Aber ist der mit nur einer Frage (der aber vielleicht daraufhin zwei, drei anderen begeistert von mir und meinem Wissen erzählt) weniger „wichtig“? Ist der, der zwei, drei oder sieben Verträge hat besser?

Ihre Meinung ist gefragt.

Dazu gern einige Fragen, die Sie natürlich nicht beantworten müssen, auch nicht alle. Ich freue mich über jede Antwort, egal ob zu einer oder allen Fragen und noch mehr über Ihre Meinung.

Denken Sie bitte einmal an Ihren Berater in Versicherungs-/ finanzfragen.

1.) Wie wichtig ist Ihnen eine ständige Erreichbarkeit (abgesehen von den Notfallhotlines der Versicherer)?
2.) In welcher Zeitspanne erwarten Sie Antworten auf a.) einfache und b.) komplexe Fragen/ Probleme in einer E-Mail/ Nachricht?
3.) Ist Ihnen eine schnelle (WhatsApp/ knappe Mail) wichtiger im Vergleich zu einer ausführlichen, ausformulierten E-Mail (die länger dauert?)
4.) Falls Sie spät eine Mail schreiben (z.Bsp. nach 21 Uhr), wie „überrascht“ wären Sie von einer Antwort binnen Minuten?
5.) Was wäre hier eher Ihr Gedanke? a.) „hat der/die denn nie Feierabend und keine Familie“? oder b.) super, er/sie ist ja echt immer erreichbar?

Schreiben Sie einfach in die Kommentare und lassen mich wissen, wie Sie das sehen. Vielleicht auch wie das bei Ihnen und Ihren Kunden (falls Sie solche haben) ist? Erwartet das Ihr Arbeitgeber vielleicht sogar von Ihnen?

UND AN DIE KOLLEGEN die hier mitlesen.

Wie seht Ihr das? Wie macht ihr das bei Euren Kunden und was erwarten (oder glaubt ihr erwarten) diese von Euch?

Ich freue mich auf eine spannende Diskussion, egal über welchen Kanal.

16.
Oktober '19

Finanztest PKV Test 2019 – wieder nichts gelernt oder bewusst getäuscht?


Es ist eine „neverending story“. Unter dem Stichwort „Finanztest“ finden sich hier unzählige Beiträge zu fragwürdigen Tests von Privater Krankenversicherung und/ oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Diese können Sie hier nochmals detailliert nachlesen.

Heute ist nun endlich der neue Test erschienen, welcher sich in der Ausgabe 11/2019 der „berühmten Zeitschrift“ nachlesen lässt. Eines hat sich geändert, denn so viele Testsiegel wird man bei diesem dilettantischen Test wohl nicht verkaufen können. Wobei ich hier Wetten abgebe, das sich „Testsieger“ finden und diese mit wehenden Fahnen durch die Lande ziehen. Schlimm, da es eine falsche Erwartung und eine vermeintliche Sicherheit erzeugt, welche es so nicht gibt. Doch schauen wir zunächst etwas detaillierter auf den Test, denn nicht alles ist schlimm und schlecht, einige Fakten und Hinweise sind durchaus richtig.

Finanztest PKV Test 2019 – allgemeine Hinweise zu den Systemen und der PKV

Richtig und wichtig ist Aufklärung und lange nicht jede(r) der/die in die private Krankenversicherung wechseln könnte oder dürfte sollte das auch tun. Ich habe unzählige Beiträge dazu geschrieben und mit Blick auf Veränderungen und Risiken auf vieles hingewiesen. Ein Beitrag, welcher das ganz gut zusammenfasst, auch wenn dieser schon etwas älter ist:

aber auch:

Auch Finanztest greift dieses in der Einleitung zum neuen PKV Test 2019 auf und schreibt unter dem Titel „Bund fürs Leben“ über genau diese Entscheidungen und auch damit vorhandene Risiken. Das sollten einige mehr tun, denn nur so kommen wir endlich weg von dem „Ich muss in die PKV“. NEIN, es MUSS niemand, wenn er das nicht möchte. Es muss auch niemand ein Haus bauen, niemand einen Baum pflanzen und niemand sonstigen Luxus kaufen und nutzen. Private Krankenversicherung und damit verbundene Absicherungen sind (teilweise) Luxus. Diese ermöglichen im Gegensatz zur gesetzliche Krankenversicherungen eben insbesondere eine freie Gestaltung der Leistungen und des Umgangs.

Wer sich für die private Krankenversicherung bewusst und langfristig entscheidet und dabei auch mögliche Risiken und Veränderungen bedenkt, der wird hier auch zufrieden sein. Wer aber nur deshalb die GKV verlässt, weil er glaubt hier billiger versichert sein zu können, der irrt nicht nur sondern wird es bitter bereuen.

In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie KEIN GELD, NIE! Auch ist es völlig egal wo Freunde und Bekannte versichert sind und wie deren Schutz aussieht. Sie ziehen auch nicht die gleichen Klamotten an, haben nicht die gleiche Wandfarbe und auch keine Identischen Möbel- oder?

So geht es auf Seite 78 der aktuellen Ausgabe dann auch mit den Hürden weiter. Ja, Finanztest kann auch noch nicht wissen, dass die Grenzen für die Jahresarbeitentgeltgrenze 2020 schon bekannt sind und sich damit die Sozialversicherungswerte 2020 ändern. (hier alle Werte 2020). Vielleicht liest man zukünftig einfach hier mit, liebe Redaktion, dann kann man zumindest in einer Ausgabe im November schon einmal die Zahlen haben. Sind ja nun schon einige Wochen bekannt. Somit liegt für Angestellte die Hürde nunmehr bei 62.550 € und eben nicht mehr (wie in diesem Jahr) bei 60.750 €.

Der Testzeitpunkt – unwissend oder mutwillige „falsch gewählt“?

„Warum falsch? Wann ist denn richtig?“ werden nun einige von Ihnen fragen. Dazu muss man etwas hinterfragen wann in der PKV was genau passiert. Bei der Masse der Gesellschaften und Tarife ist das Versicherungsjahr gleich dem Kalenderjahr, wie Sie in dieser Übersicht hier sehen können. Auch finden bei der Masse der Unternehmen Überprüfungen und Beitragsanpassungen zum Jahresende statt. Da ist es wenig hilfreich einen solchen Test mit Datenstand August im Oktober zu veröffentlichen, stimmen doch hier die meisten Daten schon rein gar nicht mehr nach weiteren zwei Monaten.

Möchte man hier bewusst bestimmte Szenarien oder Tarife bevorzugen oder hat in der Auswahl einfach jemand keine Ahnung gehabt? Nein, sicher nicht. Es geht schlichtweg um Auflage. Zum Jahreswechsel beschäftigen sich viele Angestellte mit der Frage der passenden Versicherung. Einerseits nach Anpassungen, andererseits nach Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze. Alle diese Kunden sollen nun schnell noch zum Kauf der aktuellen Ausgabe gelockt werden, denn so steigern sich die Verkaufszahlen. Auch lassen sich im „Jahresendgeschäft“ noch schnell ein paar Testsiegel an die Versicherer verkaufen, welche dann mit dem Zeug werben.

Finanztest PKV Test „Unser Rat“

Einzig der kleine Kasten auf der Seite 79 ist durchaus und teilweise nachvollziehbar. So rät Finanztest allen, welche sich mit dem Thema beschäftigen, genau abzuwägen und weißt insbesondere auch auf die möglichen, besseren Leistungen der Privaten Absicherung hin. Der Hinweis „Achten Sie nicht nur auf den Preis“ ist zwar augenscheinlich gut gemeint, geht aber mit dem Test und dem Aufbau gar nicht konform und ist eher Augenwischerei.

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11.
Oktober '19

Kopie der Krankenakte und der Patientenunterlagen nach Schließung der Praxis


Ärztliche Unterlagen sind wichtig und können auch nach Jahren in der Verlaufskontrolle oder bei der Diagnose und Anamnese sehr wichtig werden. Nicht nur Versicherungen benötigen ggf. zur Prüfung von Leistungsansprüchen eine Auskunft zu Behandlungen vor Antragstellung oder eine Information zu einem Krankheitsverlauf, auch Patienten und neue Behandler benötigen diese.

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, wie Sie überhaupt an eine Krankenakte kommen. Dazu habe ich Ihnen in zwei Beiträgen MUSTERFORMULARE zur Anforderung der Krankenakte und auch detaillierte Informationen zusammengestellt.

So kommen Sie an eine Kopie Ihrer Krankenakte/ der Patientenunterlagen

–> Anforderung der Krankenakte in Kopie für Sie oder den neuen Arzt

Grundlage ist hier §10 Berufsordnung der Ärzte und §630g BGB

–> Anforderung der Krankenakte als kostenlose Kopie

Grundlage ist hier die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

–> Musterformulare und Anschreiben zur Anforderung der Kopie der Patientenunterlagen

–> Was Sie tun können, wenn der Arzt die Herausgabe verweigert oder Sie zum persönlichen Vorbeikommen auffordert

Doch nachdem das alles ganz wunderbar bei Ärzten und Krankenhäusern funktioniert und auch meist nicht zu großen Problemen führt, erwartet uns in Zukunft immer Häufiger ein anderes Problem. Die Ärzte werden immer älter und finden immer weniger Nachfolger. Praxen bleiben leer oder werden durch neue Kollegen übernommen und diese erhalten nicht immer alle Akten. Daher ist es wichtig zu wissen, wo denn nun die Krankenakten gelagert sind und wie Sie an diese kommen.

Praxis geschlossen – Krankenakte verloren?

Zunächst einmal legt der Gesetzgeber dem Arzt zahlreiche Dokumentations- und Informationspflichten auf und viele Ärzte kommen diese gewissenhaft und problemlos nach. Doch auch Ärzte sind nur Menschen und werden einmal schwer krank, haben Unfälle oder schließen Praxen aus Altersgründen. Daher ist es hier wichtig und gut zu wissen, wie Sie dann immer noch an eine Akte kommen und welche gesetzlichen Grundlagen hier gelten.

Auch sind die Zuständigkeiten nicht klar. Wenn eine Arztpraxis plötzlich nicht mehr existiert und nicht gerade im Wohnhaus des Arztes untergebracht war und somit der Arzt noch erreichbar ist, dann wird es schnell zu einem Problem. Neben den Kassenärztlichen Vereinigungen oder den Ärztekammern gilt es hier einen Kontakt zu finden. Daher schauen wir uns zwei Fälle getrennt an. Einmal den der regulären Schließung und einmal den der Übergabe der Praxis.

Ein Bundesland, nämlich Rheinland-Pfalz hat hier eine Regelung in sein Heilberufsgesetz geschrieben, welches hier helfen soll. Dort heulst es in Paragraph 22:

(2) Die Kammermitglieder haben beim Ausscheiden aus einer eigenen Niederlassungg oder bei deren Schließung dafür zu sorgen, dass die in Ausübung ihres Berufs gefertigten medizinischen und pflegerischen Aufzeichnungen und sonstigen dort vorhandenen Patientenunterlagen nach den Vorschriften der Schweigepflicht und des Datenschutzes untergebracht und nur für Berechtigte zugänglich gemacht werden. Kommt ein Kammermitglied dieser Pflicht nicht nach, ist die Kammer verpflichtet, die Unterlagen im Rahmen der Verwaltungsvollstreckung zu verwahren und zu verwalten. Die Kammern können auch gemeinsame Einrichtungen zur Aufbewahrung und Verwaltung errichten oder nutzen; das Nähere regelt die Satzung.

Praxis an neuen Arzt übergeben

Sollte der neue Arzt eine bestehende Praxis übernommen haben, so können hier meist auch die Patientenakten weiter eingesehen werden. Jedoch ist es datenschutzrechtlich nicht einfach möglich, dass hier der alte Arzt es einfach an den neuen übergibt. Es könnte ja sein, dass Sie als Patient oder Patientin gerade diesem Arzt keine Einsicht geben möchten. Daher sind hier Lösungen wie geschützte Datenräume (physisch wie virtuell) denkbar und werden teilweise auch so praktiziert. Dabei werden die Akten unter Verschluss gehalten, bis Sie dem neuen Arzt die Verwendung gestatten.

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03.
Oktober '19

LiveChat – ein kostenloses Angebot für schnelle Hilfe


… und ein Versuch die Frage „Warum machen Sie das mit dem LiveChat und das auch noch kostenlos?“

Eine der am häufigsten gestellten Fragen und meist von Kollegen gestellt. Vieles an Informationen, Fragebögen, Leitfäden oder Übersichten hier auf meiner Seite sind aus einem einfachen Grund entstanden. Eigener Faulheit 🙂

Nachdem ich vieles immer und immer wieder unterschiedlichen Menschen erklärt habe, habe ich Fragebögen entworfen, Leitfäden und/ oder Bücher geschrieben und damit allen das Leben erleichtert. Zum einen wird es leichter für Sie, denn Sie haben die Möglichkeit Informationen nachlesbar zu machen und sich bei Bedarf (erneut) anzuschauen. Auf der anderen Seite ist es auch für mich einfacher/ zeitsparender und ermöglicht mir damit Zeit „freizuschaufeln“ und damit Zeit für andere Dinge zu haben.

Wie alles anfing

Vor einigen Jahren nahmen dann auch die Anrufe zu, meist Anrufe die „ich habe mal eine kurze Frage“ als Hintergrund hatten. Diese habe ich, soweit zeitlich machbar, auch dann schon immer kostenlos beantwortet. Das Problem was sich dann ergab?

Am Telefon lassen sich zwar Fragen beantworten und Sachen einfach schnell erklären, aber es fehlt oft die ergänzende Möglichkeit weiterführende Informationen zu übermitteln.

In der Praxis war es dann oft so, dass ich im Anschluss nach dem „Ich-habe-mal-eine-Frage-Telefonat“ dann E-Mails verschickt habe und hier weitere Links zu Blogbeiträgen oder Unterlagen verschickt. Das bindet dann am Ende aber so viel Zeit, dass es schlichtweg nicht mehr machbar war.

Die Idee des Live Chats entstand auch hier eher aus einer Laune heraus und als ich damit anfing, im Dezember 2014, gab es das schon in anderen Bereichen, aber bei Maklern und in der Versicherungsbranche eher nicht. Doch warum eigentlich nicht?

Gerade wenn Sie sich auf der Seite hier aufhalten und sich Beiträge durchlesen, Fragebögen anschauen und informieren, gerade dann entstehen Fragen und Rückfragen. Warum also diese dann nicht einfach beantworten?

Fragen und Antworten zum LiveChat

Zu dem Angebot des Live Chats gab es in den letzten Monaten immer einmal wieder Fragen. Daher habe ich einige dieser Fragen aufgegriffen und werde diese nun hier im Beitrag beantworten. Fangen wir damit mit einer der am Häufigsten gestellten Frage an.

Ist es ein Chat Bot?

Interessant, denn in Zeiten immer unpersönlicherer Hotlines und ausgelagerten Servicecenter, ist dieses eine der Fragen welche Sie als Besucher beschäftigt. So kommt oft vor der eigentlichen Fragen eben genau diese und die kann ich ganz klar und eindeutig beantworten.

NEIN, wenn der Chat online ist und Ihnen als PopUp Fenster angeboten wird, dann ist es niemals ein Bot, sondern (mehr …)