Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

27.
Juni '18

Die Herren vom Main laufen immer noch in die falsche Richtung – es ist eine Schande für die Branche, leider!


[Lesezeit ca. 12 Minuten]

Es gibt so Tage, da kann ich gar nicht soviel essen, wie ich k…. könnte. Nein, es hat niemand meinen Account gekapert, auch schreibt niemand unter meinem Namen. Ich habe heute einfach gestrichen die Nase voll und kann mich nur schwer zurückhalten. Daher werde ich diesen Beitrag wohl auch morgen nochmals gegenlesen, dann sicher einige Passagen sprachlich entschärfen und dann online stellen. Warum? Weil mir heute wieder einmal vor Augen geführt wurde, wie verlogen und hinterlistig einige „Kollegen“ sind. Ich traue mich gar nicht diese als Kollegen zu bezeichnen, denn solche sind es nicht. Es gibt eine Reihe von guten Maklern, gute Versicherungsvertreter und Vermögensberater und es geht mir heute keinesfalls um ein Bashing, weder gegen einzelner Berufsstände, geschweige denn einzelner Berater. Aber eine Firma, welche ebenfalls in der Branche tätig ist ihr Unwesen treibt, schafft es immer und immer wieder den Vogel erneut abzuschießen.

Die Vorgeschichte

Erster Akt

Es gab schon vor ca. 18 Monaten einen Beitrag, einen der hinterlistige Berater beschrieb, solche die man niemals auf Kunden loslassen sollte. Hier können Sie die Geschichte vollständig nachlesen und sich selbst ein Bild machen. Nicht nur dieser Fall beschäftigt Juristen.

Zweiter Akt

Dann, knapp ein Jahr nach dem Erscheinen der Geschichte hat wohl der Geschäftsführer des Unternehmens einmal selbst nach seinem Unternehmen gegoogelt oder er wurde darauf angesprochen und schrieb mir daraufhin eine E-Mail. Tenor der Mail:

  • – ich verbreite falsche Tatsachen über sein Unternehmen
  • – es war alles ganz anders und der Kunde hat mich belogen
  • – es verletzt das Persönlichkeitsrecht seines Unternehmens und ich müsse ihm Schadenersatz zahlen

Nachdem ich dann freundlich mit einigen Fakten geantwortet hatte, schrieb er mir, der Fall gehe nun an den Anwalt. Dann teilte er mir aber vorher noch mit: „Wir arbeiten mit vielen Untervermittlern zusammen und haben ca. 1.000 Neukunden pro Jahr. Da kann ich nicht garantieren, dass alle Kunden zufrieden sind, ich kann nur garantieren, dass ich jedem Fall persönlich nachgehe.“

Soweit, so richtig. Klar kann ein Geschäftsführer nicht jeden einzelnen Schritt seiner Mitarbeiter überwachen und keinesfalls sitzt er bei einer Beratung dabei. Dennoch, ein Unternehmen muss eben sicherstellen und solange optimieren, bis sich solche Fälle lösen und nicht zur Normalität verkommen. Daran bestand aber wohl wenig Interesse, denn es ist ja einfacher einem, der etwas negatives schreibt, zu drohen und „Anwälte auf den Hals zu schicken“. Dann braucht man die eigenen Prozesse ja nicht überdenken und bearbeiten.

Was mich hier nur wundert? All diese angeblich falschen Behauptungen sind belegt. Teilweise mit eidesstattlichen Aussagen, teilweise mit Schriftstücken, nachweisbar und nachvollziehbar.

Dritter Akt

Weitere Kunden melden sich. Sie haben im Blog gelesen und ebenfalls Probleme mit dem Unternehmen. Auch hier seien Gesundheitsfragen verharmlost worden „Thrombose? Brauchen Sie nicht angeben, war ja nur im Unterschenkel.“ und führen nun zu großen Problemen. Der Versicherer wittert Betrug, beginnt mit einer Prüfung der Anzeigepflicht und der Kunde ist sich nunmehr sicher: „das war so alles nicht richtig, aber wir haben dem Berater geglaubt.“. Diesmal war es nicht einfach nur „irgendein Untervermittler“, mehr kann ich aber aufgrund eines möglicherweise anstehenden Prozesses des Kunden noch nicht dazu schreiben.

Doch das sollte nicht der einzige „Folgefall“ bleiben, dazu aber nachher mehr.

Vierter Akt

Der Anwalt wurde dann beauftragt und schrieb mir einen Brief. Das war dann wohl irgendwann im März. Ohne dass ich auch nur einmal irgendwo den Namen des Kunden erwähnt hatte, stand im Anwaltsschreiben nun ein Kundenname. Interessant, wo man doch gar nichts gemacht haben will und der Kunde hier natürlich auch schuld sein soll. Wie viele solcher Fälle man wohl dazu hat? Ich zumindest habe weder gesagt noch bestritten, dass es sich um den nun zitierten Fall handelt.

Dennoch hat man eine Geschichte aufgeschrieben und ist weiter der Meinung, alles falsch, alles gelogen, der Berater hat alles richtig gemacht und der Kunde erzählt hier die Unwahrheit. Das kann und darf ich natürlich nicht schreiben. Komisch, denn auch Kollegen kennen solche Fälle und prozessieren teilweise schon

Zum Glück leben wir in einem Land, wo die Pressefreiheit groß geschrieben wird, wo durchaus auch unangenehme Wahrheiten geschrieben werden dürfen. Daher habe ich versucht, in knapp vier DIN A4 Seiten die Sache etwas genauer zu erklären. Vielleicht hat ja der Mandant bei der Beauftragung seines Anwaltes auch nicht an alle Tatsachen gedacht oder der Berater hat ihm einfach auch nicht alle Tatsachen erzählt? Kann ja sein, wer weiß das schon.

Seitdem passierte nichts. Entweder wurden weitere Auskünfte nachgeliefert und das Bild hat sich nun doch verändert, oder aber die Gerichte haben einfach viel zu tun und warten mit der Zustellung der Klageschrift an mich noch ab, wer weiß. Vielleicht werden wir es noch erleben, vielleicht kommt auch zu dem alten Fall nichts mehr. Macht auch nichts, wir haben nun einen neuen, mal wieder.

Ein neuer Fall

Eines möchte ich vorab loswerden. Hier ist das Kind noch nicht ganz in den Brunnen gefallen und daher ist es durchaus noch zu retten. Was nicht bedeutet, dass damit der Fall abgetan oder erledigt ist. Lediglich finanziell oder auch vom Vertragszustand ist es noch nicht unlösbar. Nachdem ich also heute einen „Gespräch“ über den Live Chat hatte und anschließend ein langes Telefonat führte, hier einmal etwas mehr Details zur der Geschickte.

Da arbeitet jemand in einem kleinen Unternehmen. Nicht viele Mitarbeiter. Ein ausländischer Geschäftsführer, ein Prokurist und eben einige Mitarbeiter sind dort beschäftigt, einer von ihnen sollte seit kurzem in der Situation sein, sich selbst für die gesetzliche oder private Krankenversicherung zu entscheiden, kurzum, er verdient seit einigen Monaten genug und ist nun freiwillig versichert. (weitere Details zu der freiwilligen Versicherung hier)

Während er nun eher zufällig ans Telefon in der Firmenzentrale geht, meldet sich ein Anrufer und fragt nach dem Geschäftsführer. Eher geheimnisvoll, denn genau sagen worum es geht wolle er nicht. Nachdem an einem der folgenden Tage der Anruf erneut kommt, rückt man damit raus. Man suche den Geschäftsführer oder Prokuristen, etwas Wichtiges wolle man besprechen. Nach weiteren Nachfragen endlich einige Details. Kurzum, der Angerufene erwähnt nun, wenn sich hier einer privat versichern könne, dann er. Schon „hörte man das Blitzen in den Augen“ und es ging los. Ob er sich das dann nicht einmal anhören wolle. Unverbindlich und natürlich kostenlos.

So kommt es zu einem Beratungsgespräch und der Berater stellt dem Interessenten das Thema PKV und den Wechsel dorthin vor. Die Herren kamen gleich zu zweit, einer allein kann auch schlecht so dämlich sein. Die Beratung dauerte, inklusive des Antrages, aller weiteren Unterlagen und allem „Drum und Dran“ knapp 1-1,5 Std., erinnert sich der Interessent heute. [wie lange eine Beratung normalerweise dauert, das habe ich hier einmal erklärt]

Nachdem einige Fragen besprochen sind, muss natürlich erst einmal geklärt werden, ob er sich denn versichern wolle. Auch aber, ob er überhaupt versicherbar ist und die Gesellschaft ihn nehmen würde. Daher muss man einmal eine Anfrage machen, ganz unverbindlich und kostenlos.

Kopien von Vorschlägen, Unterlagen oder gar Bedingungen gibt es keine, wollte man per Mail senden, hat man aber nicht.

Unterschreiben muss der Kunde diese ja auch noch, nebst Vollmacht und vorsorglicher Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse. Letztgenanntes ist übrigens gar nicht verkehrt, wenn der erste Wille besteht zu wechseln, da die „Kündigung der GKV völlig risikolos möglich ist“ [hier weitere Hintergrundinformationen zur GKV Kündigung nachlesen]. Also werden diverse Unterlagen ausgefüllt und unterschrieben. Kopien hat der Kunden sonderbarerweise nicht bekommen. Warum auch. Auch hat dieser dieses nicht weiter hinterfragt, wollte er doch nie einen richtigen Antrag stellen, sondern nur einmal unverbindlich prüfen lassen, ob er möglicherweise überhaupt versicherbar ist. Warum aber hier eine anonyme Anfrage sinnvoller wäre? [hier weitere Details nachlesen]

So ging man dann auch auseinander und verabredete sich für weiteren Kontakt, wenn man neue Erkenntnisse habe. Der Interessent war soweit zufrieden, hat ja nun alle Zeit der Welt. Auch waren Tarife noch nicht entschieden, weder Details zum Vertrag noch zur Gesellschaft. Daher machte sich der möglicherweise bald privat versicherte Kunde auch keine Gedanken, wollte sich auch noch anderweitig informieren und beraten lassen.

Doch die Verwunderung geht dann einige Zeit später los. Der Berater sendet ihm per Mail irgendwann ohne weitere Informationen eine Kopie einer Police. Dabei ist noch nicht klar, warum der Vermittler diese bekommen hat, der Versicherer hat dem Kunden die Police nicht zugeschickt, bis heute nicht. Spätestens dann wäre dem Kunden ja aufgefallen, dass hier etwas nicht zu stimmen scheint. Also informiert der Interessent seinen Berater über den Fehler und lässt ihn wissen: „So war das nicht abgesprochen, ich sollte nur eine Anfrage machen, nichts abschließen.“ Aber der Vermittler beruhigt. „Alles gut, machen Sie sich keine Sorgen, wir mussten ja erst einmal testen ob Sie versicherbar sind.“

Die GKV bestätigt eine Kündigung

Doch dann, dann wird es kurios. Obwohl der Vermittler wusste was die korrekte Willenserklärung des Kunden war, nämlich unverbindlich anzufragen und auch der Kunde ihm nochmals deutlich per Telefon genau das mitteilte, ist die so genannte Folgeversicherungsbescheinigung wohl zur GKV geschickt worden. Das kann unmöglich der grüne Versicherer aus dem Norden der Republik getan haben, denn Versicherer versenden an die gesetzlichen Krankenkassen keinerlei Folgeversicherungsbescheinigungen. Dafür ist der Kunde verantwortlich und muss sich hier darum kümmern.

Dennoch hat die Krankenkasse nun aktuell die Beendigung der Mitgliedschaft final bestätigt. Zum Glück, denn erst durch dieses Schreiben ist der Kunde auf den Schwindel aufmerksam geworden, hat Google bemüht und landete am Ende hier um mir von dem Fall zu erzählen.

Fragen über Fragen

Warum hat aber der Berater hier erneut gegen den Willen des Kunden gehandelt?

Warum werden hier, auch wenn der Kunde keinen Vertrag wollte und keinen Antrag stellen wollte, Unterlagen falsch weitergebenen? Warum wird aus einer „unverbindlichen Anfrage“ ein rechtsverbindlicher Antrag den der Versicherer mit einer Police beantwortet?

Nun, das ist nur mit Zufällen bei einem Vermittler zu erklären. Nur der hatte die Daten des Kunden, nur der kann die Annahmeerklärung/ Bescheinigung der Folgeversicherung bekommen und an die gesetzliche Kasse weitergeleitet haben. Sicher ist das hausintern und ausversehen passiert, anders kann ich mir das nicht erklären.

Auch stellt sich nicht erst seit dem 25. Mai 2018 die Frage, wie hier mit Daten und Informationen des Kunden umgegangen wird.

Mit welcher Berechtigung und aufgrund welcher gesetzlichen Grundlage verschickt der Berater hier Daten und Unterlagen an die gesetzliche Kasse?

Wo ist die Kopie des Antrages geblieben und was hat der Interessent vielleicht noch alles unterschrieben, ohne es genau gelesen oder geschweige denn eine Kopie bekommen zu haben?

Jetzt muss eine Lösung her. Irgendwie muss der Kunde ja zu seinem Recht kommen und es muss doch möglich sein, dass sich Berater an das halten was Ihnen gesagt wird.

Die Lösung

Zunächst einmal steht es mir als Blogger und auch uns als Makler nicht zu, rechtlichen Rat zu geben. Dennoch werde ich versuchen, hier einige Erläuterungen zu liefern und die gesetzlichen Grundlagen darzustellen, auch ohne konkret im Einzelfall zu beraten.

Vertragserklärung und Widerrufsrecht

Der Gesetzgeber hat, zuletzt mit der Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes vor einigen Jahren, klare Grundlagen geschaffen. Demnach muss der Versicherer den Antragsteller auf seine Rechte hinweisen, ihm alle vertragsrelevanten Unterlagen zusenden und dann über sein Widerrufsrecht informieren. Um also bei unserem Beispiel zu bleiben, der Kunde muss von der Hanse den Versicherungsschein bekommen, (mehr …)

11.
Juni '18

Das Soll zur Weiterbildung 2018 erfüllt- warum es dennoch unsinnig ist


Da schreibt der Gesetzgeber etwas auf ein Stück Papier, oder besser zunächst die Europäische Union und hat damit sogar einen guten Ansatz. Vergleichbar zu Anwälten, Steuerberatern, Ärzten und vielen anderen Berufsgruppen wird die Weiterbildung für Mitarbeiter in der Finanzbranche endlich verpflichtend. HURRA! Lange musste die Branche darauf warten und lange hat diese es nicht ansatzweise selbst in den Griff bekommen sich um eine vernünftige Weiterbildung zu kümmern.

Ich gehe- auch wenn ich mir damit sicher keine Freunde mache- sogar noch einen Schritt weiter. Manchmal ist die Weiterbildung in Vertrieben sogar noch umfangreicher, verglichen mit freien Beratern, Maklern und Agenturen. Aber auch etwas anderes muss sicher dabei berücksichtigt werden. Verkaufen und „Psychologie“ sind keine Weiterbildung im Sinne der Anforderungen, oder anders- sollten es nicht sein.

Im Gegensatz zu früher, da wurde für je 45 Minuten „Weiterbildung“ ein „gut beraten“ Punkt gutgeschrieben, geht es heute um die wirkliche Weiterbildungszeit. Der Anbieter der Maßnahme meldet die Teilnehmer und deren „Weiterbildungszeit“ an die Datenbank und bescheinigt damit die erfolgreiche Weiterbildung.

Wo steht, wer sich weiterbilden muss?

Grundlage ist zunächst die Europäische Richtlinie, welche dann Grundlage für die nationalen Gesetze ist. Dabei findet sich die Regelung in der Richtlinie 2016/97 und regelt dort in Kapitel IV, Artikel 10 die Anforderungen. Im Detail heißt es:

KAPITEL IV, ORGANISATORISCHE ANFORDERUNGEN

Artikel 10

Berufliche und organisatorische Anforderungen

(1) Die Herkunftsmitgliedstaaten stellen sicher, dass Versicherungs- und Rückversicherungsvertreiber sowie Angestellte von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen, die die Tätigkeit des Versicherungs- oder Rückversicherungsvertriebs ausüben, über die angemessenen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die sie zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

(2) Die Herkunftsmitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass Versicherungs- und Rückversicherungsvermittler sowie Angestellte von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und Angestellte von Versicherungsvermittlern den Anforderungen ständiger beruflicher Schulung und Weiterbildung genügen, um ein angemessenes Leistungsniveau aufrechtzuerhalten, das den von ihnen wahrgenommenen Aufgaben und dem entsprechenden Markt entspricht.

Hierfür richten die Mitgliedstaaten Mechanismen zur wirksamen Kontrolle und Bewertung der Kenntnisse und Fähigkeiten von Versicherungs- und Rückversicherungsvermittlern sowie Angestellten von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und Angestellten von Versicherungs- und Rückversicherungsvermittlern auf der Grundlage von mindestens 15 Stunden beruflicher Schulung oder Weiterbildung pro Jahr ein und veröffentlichen sie. Dabei berücksichtigen sie die Art der verkauften Produkte, die Kategorie der Vertreiber, die Aufgaben, die sie wahrnehmen, und die Tätigkeit, die innerhalb des Versicherungs- oder Rückversicherungsvertreibers wahrgenommen wird.

Die Herkunftsmitgliedstaaten können vorschreiben, dass durch die Ausstellung einer Bescheinigung nachgewiesen wird, dass die Anforderungen des erfolgreichen Abschlusses einer Schulung oder Weiterbildung erfüllt sind.

(…)

Versicherungs- und Rückversicherungsvermittler müssen nachweisen, dass sie die einschlägigen Anforderungen an die beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anhang I erfüllen.

Damit müssen sich nicht nur die Berater selbst weiterbilden, sondern auch die Mitarbeiter. Auch dann, wenn diese nicht ansatzweise mit Beratung zu tun haben. So habe ich eine Mitarbeiterin im Büro. Diese ist vorrangig mit Tätigkeiten einer Sekretärin beschäftigt (Post bearbeiten, Termine vereinbaren) und ist gelernte Buchhalterin. So ist diese auch für die Buchhaltung verantwortlich und damit mehr als ausgelastet. Eine Beratung von Kunden ist ausgeschlossen, warum sollte sie auch und macht/ kann sie auch gar nicht.

Dennoch muss diese eine Weiterbildung von 15 Stunden pro Jahr (12,5 Std. in 2018) nachweisen.

Wie sieht die Weiterbildung aus?

Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Angefangen von

  • Produktschulungen der Versicherer
  • Schulungen zu juristischen Themen
  • Schulungen zu (zumindest teilweise) verdrießlichen Themen
  • Schulungen von unabhängigen Dritten
  • Schulungen von Anwälten
  • Schulungen zu Schadenbearbeitung, rechtlichen Themen, Leistungsfällen

All diese Schulungen muss sich der Vermittler selbst suchen und buchen. Teilweise sind diese kostenfrei, teilweise fallen hierfür Kosten von bis zu 600 € am Tag an. Das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn die Qualität dieser Weiterbildungen denn stimmt. Auch in den letzten Jahren habe ich nie Schulungen bei Versicherer gebucht, warum auch. Ich kann auch durchaus allein Bedingungen lesen, ohne mir erklären zu lassen wie „toll“ man selbst ist.

Eine Erfolgskontrolle gibt es übrigens nicht, zumindest gibt es auch dann die „Weiterbildungszeit“, wenn man nicht unter Beweis gestellt hat, auch nur ein Wort von dem erklärten verstanden zu haben.

Meine Weiterbildungen

Auch wenn es in den letzten Jahren keine derartige Verpflichtung gab, habe ich für mich schon immer Veranstaltungen gebucht, welche mich auch weiter gebracht haben. Darunter waren zum Beispiel Seminare wie dieses:

Wer sich die Zielgruppe anschaut, der wird schnell sehen, Makler sind es nicht. Warum ich dennoch dorthin fahre? Weil es aus meiner Sicht die weitaus hochwertigeren Seminare sind, solche die auch die Anwälte und Mitarbeiter von Versicherungen als Fortbildung nutzen. Auch die Anwälte bekommen hierfür 6 FAO Fortbildungsstunden angerechnet. In den Seminaren geht es eben so gar nicht um Verkauf, sondern eher um Auslegung von Bedingungen, Schadenbearbeitung, Grundsatzfragen und dergleichen mehr.

Diese Veranstaltungen schaffen durchaus einen ganz anderen Blick auf die Dinge und bieten die Möglichkeit sich am Rande mit anderen Teilnehmern „der anderen Seite“ einmal auszutauschen. Für mich persönlich ein echter Mehrwert. In den letzten Jahren hatte ich hier einige der Veranstaltungen zum Thema Krankenversicherung, Grundsatzfragen, Recht, Leistungsregulierung, Berufsunfähigkeit und mehr und habe damit gern 4.000 € und mehr investiert, weil es diese wirklich wert waren.

In diesem Jahr kommt noch eine andere Veranstaltung dazu, hier geht es um die biometrischen Risiken. Der Biometrie Expertenkongress in Frankfurt wird von BU Experten, BU Leistungsregulierern und Juristen durchgeführt.

Auch diese Veranstaltung kostet Geld, klar. Denn

was nichts kostet, ist auch nichts.

Oder?

Das stimmt so pauschal sicher nicht ganz. Auch einige Versicherer bemühen sich hier um sehr neutrale und faire Seminare, ganz weit weg von Produktschulungen oder dergleichen.

Auch werden einige der Seminare online als Webinare angeboten. Wenn es Sie als Kunden interessiert mal so eine Veranstaltung zu erleben oder zumindest einmal ein Gefühl dazu zu bekommen, schauen Sie doch einfach einmal herein. Man wird Sie sicher nicht rauswerfen, nur weil Sie nicht aus der Branche sind. (zum Beispiel: Barmenia Seminare, JDC Seminare)

Natürlich muss man immer sehen, wer das Seminar veranstaltet und welchen Hintergrund es hat. Auch Versicherer möchten gern „ihre Produkte“ bewerben, was auch soweit in Ordnung ist. Im Vergleich zu neutralen Seminaren ist die Intention einfach eine andere. Das bedeutet aber nicht, dass ein solches Seminar schlecht sein muss. Eines meiner Favoriten in den letzten Jahren ist dieses regelmäßige Seminar.

Warum? Weil ich als Makler hier durchaus die andere Seite sehen kann. Also einmal hören, was machen denn „böse Versicherer“ um nicht zahlen zu müssen oder sich auf „kleine Spitzfindigkeiten“ heraus zu reden. Eines der Themen die ich vor Jahren dort schon einmal gehört habe, was das Thema LASIK und die Rechnungsstellung „nicht vom Arzt“. Hier nachzulesen.

Allein für solche Anregungen und Ideen lohnt sich Weiterbildung.

Für Spezialisten noch schwerer

Im Vergleich zu dem Makler oder Versicherungsvertreter, welcher als Generalist und damit als „Hausarzt für den Kunden“ tätig ist, wird es für spezialisierte Kollegen und auch mich noch schwerer. Denn: Je spezialisierter der Berater ist, desto schwerer ist es eine ansprechende Weiterbildung zu finden, welche auch fachlich etwas bringt.

So soll das keineswegs überheblich klingen, aber meine eigenen Seminare (als Referent) bekomme ich nicht gutgeschrieben, die Teilnehmer natürlich schon. Wer dann zudem, wie einige Kollegen und ich, sehr stark auf eine Sparte oder mehrere Spezialrisiken in der Beratung beschränkt ist, für den wird es eine echte Herausforderung die entsprechenden Seminare zu finden.

Ich sehe wenig Sinn darin, mir Seminare zu Hausrat, Haftpflicht oder Gewerbe anzusehen, wenn ich seit 20 Jahren nur mit Privater Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit und Pflege/Vorsorge beschäftigt bin. Natürlich gibt es auch in den Bereichen genug neue Produkte und ich kann mir somit genug Versicherer-online-seminare ansehen, ob das aber nun gerade die Erfüllung der Richtlinie ist? Ich weiß es nicht.

Auch die Notwenigkeit der Weiterbildung bei Mitarbeitern ohne jeden Beratungsauftrag halte ich für eher fragwürdig. Das führt am Ende dazu, dass sich Mitarbeiter auf Seminare begeben müssen oder deren Zeit am Rechner mit Onlineschulungen verplempern und so der eigentlichen Tätigkeit nicht nachkommen können.

Aber, wir alle machen das Gesetz nicht und so erfüllen wir natürlich auch die Voraussetzungen. Ich wähle die Seminare für meine Mitarbeiterin dann so aus, dass diese zumindest etwas für sich persönlich mitnehmen kann und fachliche Grundlagen in dem bekommt, was wir hier als Unternehmen tun. Das auch dann, wenn sie nie selbst beraten wird, sondern eher administrativ tätig ist.

Weiterbildungszeit 2018 bereits erfüllt

Da die Seminare, welche ich für mich für fachlich sinnvoll erachte, Präsenzseminare sind, erfülle ich damit natürlich schnell. Ein Tagesseminar sind dann schnell sechs bis acht Stunden und somit sind auch 10, 12 oder 14 Stunden schnell erfüllt.

Auch wenn dieses Jahr noch einige spannende Veranstaltungen anstehen, diese besuche ich um für mich etwas mitzunehmen und nicht um meiner Pflicht nach Weiterbildung nachzukommen.

Gerade auf den oben genannten Veranstaltungen ist es durchaus hochwertiges Wissen und sehr interessante Kontakte und diese bieten im Tagesgeschäft eben den Blick über den Tellerrand.

Natürlch bildet sich meine Mitarbeiterin ebenfalls weiter. Auch hier, fast geschafft.

Das System schafft falsche Anreize

Leider führt das System ohne jegliche Erfolgskontrolle dennoch dazu, dass hier viele Kollegen und deren Mitarbeiter sich zu diversen Onlineseminaren anmelden, diese absolvieren ohne auch nur eine Minute sinnvoll etwas davon mitbekommen zu haben.

Das ist sicher keineswegs das Ziel von Weiterbildung. Alles ist besser im Vergleich zum Nichtstun, dennoch hat hier meiner Meinung nach der Gesetzgeber noch einiges zu tun. Branchenverbände wie der IGVM, bei dem ich auch Mitglied bin, setzten sich seit Jahren für eine vernünftige Weiterbildung ein und viele meiner Kollegen nutzen solche Veranstaltungen für einen hochwertigen fachlichen Input. Die Pflicht zur Weiterbildung ist gut, die fehlende Kontrolle von Erfolgen und der Zwang für Mitarbeiter ohne jeden Kundenkontakt zumindest fragwürdig.

Am Ende zählt…

Wissen ist Macht, nichts wissen MACHT EBEN DOCH ETWAS

… und wie bildet sich Ihr Berater weiter?

31.
Mai '18

Focus: Test und Ratings um Siegel zu verkaufen – 5.000 € sonst darf ich Ihnen nicht zeigen, dass ich zu den Top Versicherungsmaklern gehöre


Ein Siegel ist etwas schönes, oder? Auch wenn es einige nicht wahr haben wollen, Siegel, Sternchen, Ratings und Rankings wirken. Nicht immer bewusst, aber manchmal einfach unterbewusst. Auf den Seiten unzähliger Webseiten finden sich diese und lassen sich psychologisch sogar belegen, las ich zumindest.

So erzeugt ein Rating oder ein schickes Siegel Vertrauen, untermauert Kompetenz und gerade bei Interessenten soll es dazu bewegen genau hier zu kaufen. Das wissen wir mittlerweile alle und nehmen es vielleicht bei unseren Einkäufen gar nicht mehr wahr. 

Vor einigen Monaten schon erhielt ich ein Schreiben vom Focus. Man werde demnächst einmal ein Sonderheft veröffentlichen und dort auch Makler „auswählen“. Ob ich Interesse an einer Anzeigenschaltung hätte, wurde ich gefragt.

Angeboten wurden verschiedene Anzeigen oder Advertorials (furchtbares Wort und für meinen Geschmack ein furchtbares Format)

Was ist ein Advertorial?

Nun, eigentlich ist es eine Anzeige, sieht aber nicht so aus. Wikipedia sagt dazu:

„Ein Advertorial, auch Adverticle oder Publireportage[1] genannt, ist die redaktionelle Aufmachung einer Werbeanzeige, die den Anschein eines redaktionellen Beitrages erwecken soll. Das Advertorial zählt zu den Werbeformen, die vom Adressaten nicht eindeutig der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit zugeordnet werden können.

Das Advertorial ist bei Werbetreibenden beliebt, weil der Leser in wesentlich höherem Maße aufnahmebereit ist, wenn er den Werbeinhalt innerhalb seines gewohnten redaktionellen Umfeldes erhält. Advertorials nehmen häufig Züge von Schleichwerbung an.“

Ich habe mich im Februar aus mehreren Gründen dagegen entschieden. Auf der einen Seite finde ich diese Publikationen, welche den Anschein erwecken ein redaktioneller Text zu sein und dann irgendwo links/ rechts oben in der Ecke „Advertorial“ oder „Anzeige“ stehen haben als falschen Weg, auf der anderen Seite ist es mir keine 5.732 € netto (kleinster Betrag bei nur 1/3 Seite, brutto, da wir als Makler nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind) oder gar 13.253 € (ganze Seite) wert.

Zum anderen investiere ich diese Beträge lieber in mehr Zeit in meine Beratung, mehr Artikel im Blog oder Zeit in der ich mit den Kindern am Strand spielen kann. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Dann schrieb vorgestern Abend schon der Kollege Matthias Helberg in seinem Artikel dazu, der Test/ die Top Makler wären gar keine Makler. Da ich noch krank bin und nicht sprechen konnte, war telefonieren nicht drin, schreiben geht aber schon.

In meinem ersten Artikel gestern, habe ich Ihnen dann auch von der Auszeichnung als Top Versicherungsmakler in Mecklenburg Vorpommern erzählt.

Auszeichnung vom Focus Spezial als „Top-Versicherungsmakler“ – leider wenig Ahnung bei den Testern

Da wusste ich noch nichts von der Post, welche mir der Focus dann heute noch senden wird. Am späten Nachmittag des gestrigen Tages kam er dann auch, der Brief vom Focus. Darein zunächst ein Belegexemplar (kostet sonst ja auch 6,90 €, also vielen Dank dafür) und einige Blätter beschriebenes Papier.

Zunächst einmal wird mir im Anschrieben gratuliert. „Ihr Maklerbüro zählt zu Deutschlands Top-Versicheurngsmaklern„, prangte es in großen Buchstaben in der Mitte des Anschreibens. (Ich habe das Logo weggelassen, ist ja nur gegen Lizenz zu nutzen)

OK, das stimmt sogar. Nach einem kurzen Mailwechsel mit drei netten Damen der IHK Kammerbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg haben wir auch Zahlen für Mecklenburg Vorpommern. Insgesamt gibt es in unserem schönen Bundesland im Nordosten des Landes die folgende Anzahl an Vermittlern. (Diese Zahlen sind Stand gestern, also 30. 05. 2018 und ohne Gewähr.) Zur Einordnung:

Gebundene Vermittler sind all die Versicherungsvertreter und Mehrfachagenten, welche an eine Gesellschaft / an einen Auftraggeber gebunden sind. Der Rest sind die so genannten ungebundenen Vermittler, zu denen auch die Versicherungsmakler zählen.

Die „TOP-Versicherungsmakler“ waren exakt sechs, denn zwei aus der Liste waren noch Vertreter und gehören da gar nicht hin. Das lesen Sie aber detailliert im gestrigen Artikel hier im Blog.

Nummer 4 in der Tabelle ist auch eine Art Vertrieb, aber zumindest als Makler registriert. Da blieben also noch fünf wirkliche, aber das ist eine andere Geschichte. Doch nun weiter zu dem Inhalt des Umschlages, waren ja noch einige Blätter mehr drin.

Auf dem ersten Blatt kann ich Sonderhefte bestellen, die ich dann Ihnen als Leser, meinen Kunden oder Interessenten schicken kann. Bei einer Lieferdauer von 3-4 Wochen kann ich diese zu 5,50 € bei mind. 25 oder 3,50 € bei mind. 250 Heften direkt kaufen. Möchte ich das? Möchten Sie das? Nein, ich denke nicht. Das Geld wäre und ist bei meinen Spendenaktionen besser aufgehoben.

Einige weitere Seiten des Inhalts erklären nochmals die Methodik und dann, auf dem nächsten Blatt kommt es endlich, das unschlagbare „Super-Duper-Angebot“.

Der Preis gilt übrigens immer nur für 12 Monate, danach ist die Lizenz abgelaufen, aber es kommt ja bestimmt ein neuer Test. Lässt sich dann- so man wieder „auserwählt wurde“ neu kaufen.

Ebenfalls gab es eine wirklich schön gestaltete Urkunde, schick, mit dem Siegel (welches ich nicht verwenden darf ohne Lizenz) oben drauf und daher habe ich den Namen des prämierten Unternehmens gelöscht und einen Teil des Siegels auch hier unkenntlich gemacht.

Würde ich so eine Urkunde an Kunden aushändigen wollen oder sonstige verwerten, ab 10 gibt es die für 25 €, ab 20 für 20 €, wobei eine Nutzung der Urkunde auf der Webseite ausdrücklich verboten ist. In mein Büro kann ich mir die sicher hängen, blöd nur, wenn hier keiner herkommt und ich weiß ja, dass ich „top bin“ – Spaß beiseite.

Fairerweise muss man sagen, ich darf das Siegel nach dem Kauf mit 5.000 € netto p. Jahr dann auch auf der Website, auf meiner Visitenkarte (wenn ich denn welche hätte), auf einer Außenwerbung oder dergleichen nutzen.

Jedes Unternehmen macht Werbung und jedes Unternehmen zahlt dafür. ich würde des vielleicht ebenfalls, wenn es denn ein richtiger Test wäre, bei dem das Ergebnis einen entsprechenden Wert hat. Aber wie Sie bereits gestern nachgelesen haben, wurden hier einfach die Deutsche Vermögensberatung als Vertrieb, oder Afa mit in die Tabelle geschrieben, alles sicher nette Kollegen am Markt, aber eben keine Makler und damit auch keine Top-Versicherungsmakler.

Spende statt Siegel

Auch aus diesem Grund werde ich Ihnen das Siegel des Focus nicht auf der Website zeigen dürfen, habe mich aber entschlossen, stattdessen einen

Betrag von 500 € zusätzlich zu meinen sonstigen Spenden

(also einem Zehntel der Lizenzkosten)

an beide von mir bereits unterstützten Institutionen zu spenden.

Zusammen mit weiteren Geldern werden also der Verein Kinderlachen 009 eV und das Kinderhospiz Sternenbrücke etwas Geld erhalten.

Kein Siegel – dafür Referenzen

Klar, Sie sehen damit immer noch kein Siegel als TOP Makler, aber vielleicht schauen Sie sich einfach einmal unter dem Menüpunkt

Referenzen / Kundenstimmen

hier auf der Seite um. Bereits über einhundert Kunden oder Interessenten (wenn es zu keinem Vertrag kam) erzählen Ihnen dort ihre Geschickte von meiner Beratung. Schauen Sie sich gern einmal um, lesen Sie nach und fragen Sie wenn es Fragen gibt.

In diesem Sinne,

siegelfreie aber zufriedene Grüße

Ihr Sven Hennig

30.
Mai '18

Auszeichnung vom Focus Spezial als „Top-Versicherungsmakler“ – leider wenig Ahnung bei den Testern



Oh, eine Auszeichnung einmal wieder.

DANKE liebe Tester und Danke lieber Focus. In der aktuellen Ausgabe des Focus Spezial (Ausgabe vom 29.05.2018) hat die Redaktion zusammen mit dem Portal Statista Deutschlands Top Versicherungsmakler ermittelt. Wie die Ergebnisse zustande kamen und warum hier leider große Fehler gemacht wurden, das habe ich mir einmal näher angeschaut und schreibe Ihnen heute hier auf. (Warum Sie das Siegel nicht vollständig sehen und ich aber 500  ärmer bin, lesen Sie morgen hier)

Wie wurde getestet?

Irgendeine Grundlage muss ja für einen Test gefunden werden und natürlich hätte man auch alle Beratertypen testen können. Hier sind aber verschiedene Punkte in einen Topf geworfen werden

Auf der Seite 103 der Ausgabe erklärt uns Focus genau, wie getestet wurde. Vereinfacht sieht das so aus:

Nun muss jeder Tester selbst wissen, was konkret er als Grundlage nimmt. Hier wurden zunächst Makler befragt, dann knapp 11.000 Kunden und zuletzt Bewertungspostale. Dabei wurden jedoch nur Google, Facebook und KennstDuEinen berücksichtigt und einige große vergessen.

Aus dieser Liste sollten dann der so genannte Empfehlungswert berechnet werden und damit ein Ranking gebildet.

Wer sind dann die TOP-Versicherungsmakler?

Dazu schreibt der Focus:

Die Top-Listen bilden Versicherungsmaklerunternehmen ab, die in der FOCUS-SPEZIAL-Studie „Versicherungen 2018“ jeweils in ihrer Region überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben. Die Listen für die zwölf Regionen sind alphabetisch sortiert und unterscheiden drei verschiedene Empfehlungsstufen. FOCUS-Spezial zeichnet 2018 Versicherungsmaklerunternehmen erstmals aus.

Das Manko der Auszeichnung

Natürlich freue ich mich über eine Auszeichnung und die Nennung unter den TOP Versicherungsmaklern in meinem Bundesland bzw. als einzig genanntem auf der Insel Rügen.

Schon vor einigen Monaten wurde ich ausgezeichnet, als bester Versicherungsblog Deutschlands. Doch dieser Test des Focus enthält einige Fehler, welche ich trotz der Freude über die Nennung nicht ganz unkommentiert lassen kann. Zunächst einmal scheint den Testern nicht ganz klar zu sein, was Versicherungsmakler eigentlich sind und was diese von so genannten Versicherungsvertretern oder dem Mehrfachagenten unterscheidet.

Am Ende dieses Artikels verlinke ich Ihnen einen weiteren Beitrag, hier finden Sie ausführliche Erklärungen zu den unterschiedlichen Vermittlertypen.

Schauen wir uns aber einmal die Auswertung für mein Bundesland, Mecklenburg Vorpommern an. Dazu muss man sicher noch einiges wissen, meine Kunden und viele Interessenten wissen das natürlich.

Ich bin seit 2000 ohne jedweden persönlichen Kundenkontakt (wenn wir persönlich als „sich gegenübersitzen“ definieren“) tätig und berate meine Kunden ausschließlich per Telefon, Chat, Internet, Skype oder welche Plattform auch immer. Das macht es für Berater und Kunden einfach und sichert eine hochqualifizierte Beratung bundes- bzw. weltweit.

Daher ist meine Zuordnung zu dem Bundesland natürlich dennoch geographisch richtig, trifft aber den Kundenstamm und das Klientel nicht so wirklich. Dazu kommt sicher auch die Spezialisierung und die ausschließliche Tätigkeit in den Bereichen Private Kranken(Zusatz)Versicherung, Berufsunfähigkeit und Vorsorge.

Mittlerweile betreue ich über 1.000 Kunden (in der Regel mit PKV, BU, Vorsorge) direkt und persönlich und es werden täglich mehr. Das lässt sich auch gerade deshalb auf dem Niveau realisieren, weil vieles eben auf die Distanz einfach und schnell erledigt werden kann und zudem eine Kranken- oder BU Absicherung eine andere Art von Betreuung erfordert im Vergleich zu Sachversicherungen zum Beispiel.

Mein Kollege, der ebenfalls prämierte Hr. Helberg hat gestern auch schon etwas dazu geschrieben, lesen Sie gern hier bei ihm auf der Seite nach.

So sieht die Tabelle für Mecklenburg Vorkommens aus (ist wie alle Tabellen alphabetisch sortiert)

Gleich der erste Eintrag ist falsch. Es handelt sich nicht um einen Makler, sondern einen Vertreter, wie ein Blick in das Vermittlerregister verrät.

Der zweite Eintrag hatte eine falsche Registernummer im Impressum und seiner Erstinformation angeben, ist aber Makler. Der Dritte… nun, auch das wieder kein Makler. Die Deutsche Vermögensberatung ist eben nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, ein unabhängiger Makler, sondern ein gebundener Versicherungsvertreter. Es besteht damit eine Bindung an bestimmte Gesellschaften, wie Central, Aachen Münchener und so weiter. Nur diese Gesellschaften können in den angebotenen Produktbereichen vermittelt werden. Das muss gar nicht schlimm sein, wenn SIE ALS KUNDE wissen an wen Sie sich wenden und nicht an eine vermeintliche Unabhängigkeit glauben.

Nur falls Sie selbst einmal nachschauen wollen, meine Registrierungsnummer finden Sie im Impressum oder einfach hier: D-HQ1C-JI12T-06

Auch in der Erstinformation sind diese Informationen enthalten und Sie können diese jederzeit und bei jedem Berater selbst überprüfen. Die Auswahlmaske zur Recherche im Verzeichnis finden Sie hier bei dem DIHK als zuständige Registerstelle.

Daher lieber FOCUS, VIELEN DANK für die Auszeichnung als TOP Versicherungsmakler.

Noch schöner wäre es beim nächsten Test, auch wirklich nur Versicherungsmakler zu testen. Aber es war ja auch der erste Test. Daher…

Weitere Artikel zu dem Thema und den Vermittlertypen:

 

22.
Mai '18

Erstmal Kaffee – warum Sie sich nicht verrückt machen lassen sollten und wir dennoch in Kontakt bleiben


Es ist alles etwas sonderbar und eigenartig. Es kommt am 25. Mai etwas, wo keiner so richtig weiß was und wie. Alle sind gleichermaßen ratlos und für einige Branchen und „Geschäftemacher“ wird es ein goldener Tag. So lässt sich mit Tipps, Ratgebern, Tools und Hilfen Geld verdienen, Geld was einfach nur eingesammelt werden muss.

Dazu kommt noch etwas. Es wird immer mehr windige „Kollegen“ geben, die die Chance ergreifen abzumahnen, Anwälte zu beauftragen und andere Mitbewerber damit zu „belästigen“. Doch dazu gleich später mehr. Zunächst einmal die Frage, was kommt denn da eigentlich?

Alles neu macht der Mai – die Änderungen zum Datenschutz bei online-pkv.de

Was ist die Datenschutz – Grundverordnung (DSGVO)?

Mit der Datenschutz Grundverordnung, also der „Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/ EG.“ sollen die persönlichen Daten weiter geschützt werden. In den veränderten Zeiten des Internets und immer mehr Möglichkeiten der Datenverarbeitung- und Speicherung, sollen Sie als Kunde und Betroffener geschützt werden. Die Anbieter werden verpflichtet sorgfältiger und gewissenhafter mit den Daten der „Betroffenen“ umzugehen, was grundsätzlich wünschenswert ist.

In 99 Artikeln regelt die neue Datenschutzgrundverordnung den Umgang der Daten. Dabei ist keineswegs all das neu, sondern vielmehr baut die DSGVO auf die bisherigen Richtlinien und nationalen Gesetze auf.

Auf der anderen Seite ist es jedoch viel „Stochern im Nebel“, da weder verwertbare Urteile oder Kommentare zur Auslegung existieren, noch jemand einen konkreten Rat dazu geben kann, wie Gerichte die einzelnen Regelungen zukünftig sehen.

Was ist ab dem 25. Mai 2018 neu?

Die Woche nach Pfingsten wird für viele Unternehmen, Vereine und Dienstleister wichtig. Bis zum 25. Mai müssen nicht nur die Voraussetzungen der DSGVO umgesetzt sein, auch interne Abläufe und Prozesse müssen darüber hinaus angepasst werden. So sind die Abläufe zur Datenspeicherung und Nutzung in einem Unternehmen, aber eben auch bei einem Verein oder Ihrem Arzt zu überprüfen und die Betroffenen- also wir alle- über die Maßnahmen zum Datenschutz zu informieren.

Es ist also keineswegs alles neu, es wird nur in eine andere Art von Verordnung gegossen und viele Dinge sind leider nicht klar und vieles wird sich erst mit der Zeit einspielen.

Was bedeutet das für Sie als Besucher der Seite, Leser des Blogs oder Interessent?

Wie bisher auch ist der sorgfältige Umgang mit den Daten wichtig und richtig. Auch in der Vergangenheit war dem genauso. Ohne Ihr Einverständnis habe ich nie Daten an Versicherer oder andere Beteiligte weitergegeben, immer haben wir gemeinsam besprochen wann und wer welche Daten erhalten soll, muss und darf. Fangen wir aber zunächst mit einem einfachen Beispiel an.

Datennutzung auf Internetseite und im Blog

Die Internetseite online-pkv.de (auf der Sie sich gerade befinden) und zu der auch mein beliebter Blog gehört, wurden in den letzten 12 Monaten über drei Millionen Mal aufgerufen. Kollegen, Interessenten und Kunden, aber auch Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen, Anwälte und Krankenkassen lesen hier regelmäßig oder gelegentlich nach. Viele bestehende Kunden lesen, auch wenn die Private Krankenversicherung längt abgeschlossen, der benötigte BU Schutz lange in trockenen Tüchern und die Pflegezusatz längt unterschrieben ist, dennoch gern weiter. Als Feedback bekomme ich immer wieder den Hinweis „so bleibe ich informiert und sehe was sich am Markt so ändert.“ Gerade das freut mich sehr, denn oftmals werden Versicherungen abgeschlossen und dann die kommenden Jahre nicht mehr wieder angeschaut.

Durch die Nutzung werden Daten gespeichert. Nur mit einer solchen Speicherung und der Nutzung von Keksen, also Cookies, wird es mir möglich mich auf meine Nutzer einzustellen und Ihnen so besser helfen zu können. Durch Tools wie Google Analytics sehe ich unter anderem, von wo die Leser kommen. Auch ist es mir möglich zum Beispiel Suchbegriffe zu sehen.

Das mache ich nun nicht jeden Tag, aber gelegentlich schaue ich mir durchaus an, was noch gesucht wurde, welche Begriffe und Themen womöglich interessant sind und versuche dieses bei der Planung von weiteren Artikeln zu berücksichtigen.

All diese Informationen waren, sind und bleiben anonym. Es ist niemals möglich, damit auf einen Nutzer speziell zu schließen, dennoch gibt es hieraus wichtige Informationen für den Betreiber der Seite. Auch zukünftig ist dem so, Sie können eine Nutzung bzw. einer Speicherung der Daten widersprechen und sich somit auch für eine gänzlich anonyme Nutzung entscheiden. Damit werden Informationen über den Besuch nicht gespeichert. Dazu nutzen Sie in Ihrem Internetbrowser einfach das „anonyme surfen“. (Mehr Tipps und Infos in dem Artikel der PCWelt hier.)

Jetzt können wir natürlich das x-te Feld einblenden und Sie müssen das nächste Popup wegblicken, welches in 99,9% der Fälle sowieso nicht gelesen wird. Natürlich sollen Sie die Hoheit über Ihre Daten bekommen, behalten und selbst entscheiden was Sie preisgeben möchten. Auf der anderen Seite sind für die Betreiber von Internetseiten und Blogs diese Daten wichtig. Wichtig für mich, um mich besser auf meine Leser einzustellen.

Alle Informationen zur Speicherung und Verarbeitung der Daten finden Sie in der Datenschutzerklärung, welche Sie schon immer hier auf der Seite oben rechts abrufen konnten. Dabei ist diese zum 25. Mai deutlich umfassender geworden. Um es Ihnen zu erleichtern, steht diese auch Download in pdf Form zur Verfügung. Laden Sie diese gern herunter, ideal zum es an einem sonnigen Sonntag bei einer Tasse Kaffee auf dem Balkon zu lesen, oder?

Kann ich nun nichts mehr im LiveChat fragen?

Die LiveChat Funktion erweitert meine Beratung bereits seit einigen Jahren. Über diesen Weg lassen sich Fragen schnell und unkompliziert beantworten und ich gebe Ihnen hier gern kostenfrei und ohne jegliche Verpflichtung Tipps und Hilfen. Das geht in den meisten Fällen anonym und ohne die Angabe persönlicher Daten. Dazu klicken Sie einfach links auf Ihrem Bildschirm oder bei dem sich öffnenden Fenster in den Chat und stellen Ihre Frage. Kostenlos und unverbindlich erhalten Sie somit von realen Personen, nämlich mir, eine Antwort auf Ihre Frage.

Die Gegenleistung? Informationen! Gerade aus den Fragen im LiveChat entstehen neue Beiträge. Wird ein Thema oft nachgefragt oder ist es zu kompliziert um es „schnell im Chat“ zu erklären, so mache ich daraus oft einen Beitrag und greife dieses auf. So ist die Gegenleistung für meine kostenfreie Antwort eine Idee für einen neuen Blogbeitrag.

Manchmal geht es aber nicht weiter. Werden die Fragen, Probleme und Rückfragen umfangreicher, so bleibt uns nur die Nachfrage nach weiteren Daten. Es ist am Ende wie beim Arzt. Natürlich können Sie hingehen und sagen: „Herr Dr., ich habe Kopfschmerzen!“ und er kann dann einfach eine Aspirin herausholen. Ob diese aber passend ist und es nicht vielleicht andere Ursachen hat, das wird nur mit einer ausführlichen Anamnese zu klären sein. Daher wird er- wie ich auch- weitere Fragen stellen und Ihnen dann einen fundierten und begründeten Rat geben.

Chatverlauf

Auch wenn Sie alles am Ende noch einmal nachlesen wollen oder Informationen für später aufheben möchten, braucht es weitere Daten. Zumindest eine E-Mailadresse. Geben Sie diese bekannt (egal ob zu Beginn oder am Ende des Chats), so bekommen Sie den Verlauf des Gespräches zugeschickt und haben alle Links und weiteren Informationen direkt in Ihrem Postfach.

Würden Sie aber keine Mailadresse angeben, wohin sollte ich Ihnen die Daten dann senden?

Anfragen über Anfrage- und Kontaktformulare

Auch hier herrscht große Unsicherheit und Panik bei einigen Kollegen. Keiner weiß was kommt, jeder macht den anderen noch weiter verrückt. Das geht soweit, dass Kollegen meinen alle Kontaktmöglichkeiten auf der Website zu entfernen und nur noch die Telefonnummer drauf zu lassen. Warum? Sorry Leute, wir leben im 21. Jahrhundert und E-Mail und Messenger Dienste gehören nun einmal dazu.

Natürlich geht es auch hier um den Datenschutz. Sie sollen aber selbst entscheiden können, welche Daten Sie wem zur Verfügung stellen und auf welchem Weg Sie mich kontaktieren möchten. Daher stehen Ihnen unteranderem folgende Wege für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung.

  • klassisch per Post. Sie erreichen mich über Sven Hennig, S.H.C. GmbH, Bahnhofstr. 48, 18528 Bergen auf Rügen
  • rufen Sie an (gern auch mit unterdrückter Nummer, wenn Ihnen das wichtig ist). Telefon: 03838 30 75 33
  • schicken Sie ein Fax, auch etwas „altmodisch“ vielleicht, geht aber. Faxnummer: 03838 21 48 51 11
  • senden Sie gern eine E-Mail an [email protected] (wir nutzen verschlüsselte und signierte Mails)
  • nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite. HIER GEHTS zum Formular
  • nutzen Sie die Anfrage PKV, Anfrage für Beamte, oder die Anfrage BU-Versicherung und beachten Sie die dort verlinkten Datenschutzinformationen und die benötigten Fragebögen
  • sicherer Messenger THREMA. Meine Threema ID lautet: CAZBF6N9
  • LiveChat hier auf der Website
  • SMS, MMS, iMessage nutzen Sie gern weiter wie bisher

Sie sehen, es gibt auch weiterhin unzählige Möglichkeiten mich zu kontaktieren und Fragen zu stellen. Sie bestimmen auch weiterhin auf welchem Wege Ihnen Informationen übermittelt werden. Geben Sie mir einfach Bescheid was für Sie passt.

Manchmal ist es etwas komplizierter, wenn sich Gespräche über mehrere Ebenen erstrecken. Also die Frage beginnt mit einer kurzen SMS, danach folgen Anlagen per Mail und am Ende noch eine Anfrage über die Website. Aber auch das bekamen wir bisher und bekommen wir auch zukünftig hin.

Kann ich neu oder weiterhin WhatsApp nutzen?

Bisher haben einige von Ihnen WhatsApp genutzt und mir hier „mal schnell eine Frage“ gestellt, welche ich Ihnen auch beantwortet habe. Was ich aber auch bisher nicht gemacht habe, ich habe meine Kontakte nicht freigeben und auch privat nie auf die Server von WhatsApp überspielt. Dennoch ist laut der Einschätzung der Datenschutzbeauftragten WhatsApp auf geschäftlichen Handys nicht datenschutzkonform.

Daher werde ich Ihnen diese Möglichkeit nicht anbieten können/ dürfen. Wenn Sie dennoch für sich entscheiden, mir „privat“ eine WhatsApp zu schicken, so werde ich Ihnen ggf. auch antworten, über einen anderen der oben genannten Wege ggf. Ja, auch ich finde es leicht besch…, aber wir beide machen das Datenschutzrecht nicht. Und leider gibt es auch in meiner Branche „Kollegen“, die solche Testanfragen nutzen um dann andere abmahnen zu können.

Newsletter

Ich habe in der Vergangenheit unregelmäßig Newsletter verschickt. Diese waren meist in zwei Gruppen unterteilt. Exklusive Informationen an Kunden, mit welchen ein bestehendes Mandat besteht und allgemeinere Newsletter.

Schon immer hatten Sie die Möglichkeit sich mit einem Klick jederzeit aus dem Verteiler abzumelden, wenn Sie diese Infos nicht mehr bekommen wollten. Schon immer wurden Sie niemals automatisch eingetragen, sondern mussten das selbst vornehmen. Das bleibt auch zukünftig so. Sollten Sie also keinen Newsletter nach dem 25. Mai mehr bekommen wollen, so tragen Sie einfach Ihre Mailadresse aus. Sie können mir auch jederzeit eine kurze Info (auf einem der oben genannten Wege) schicken, dann tragen wir Sie hier gern direkt aus.

Vertragsrelevante Informationen und Betreuungspflichten des Maklers

Anders sieht es mit Nachfragen, Rückfragen zu Verträgen und der laufenden Betreuung aus. Hier hat der Gesetzgeber (wahrscheinlich sprechen die Ministerien nicht so recht viel untereinander) auf der anderen Seite eben umfangreiche Pflichten zur Betreuung aufgestellt. Natürlich muss ich Sie als Makler (und damit als Sachwalter des Kunden) in der laufenden Abwicklung betreuen und Ihnen auch Informationen zukommen lassen.

Dazu nutze ich den Weg der E-Mail, welche schnell und unkompliziert ist. Sollten Sie Gesundheitsdaten, Arztbriefe oder andere Informationen senden wollen und nicht die Mail nutzen, so stehen Ihnen auch alle anderen Wege offen.

Datenspeicherung bei laufendem Mandat

Natürlich muss und werde ich, um Sie betreuen zu können, auch Informationen zu den vermittelten Verträgen und sonstiger Kommunikation speichern. Der Gesetzgeber verpflichtet mich und andere Unternehmen nicht nur dazu, sondern verlangt dieses in bestimmten Fällen ausdrücklich. Auch Finanzämter, Behörden und Versicherer wären sehr erstaunt, wenn diese zukünftig keine Informationen mehr erhielten. Daher ist eine Datenspeicherung bis zu einem gewissen Maß unumgänglich und wird im Rahmen bestehender Datenschutzgesetze und Richtlinien auch durchgeführt.

Sollten Sie das Mandat beenden, so gibt es weitere sogenannte Aufbewahrungsfristen. Das kennen Sie von der eigenen Steuererklärung. Hier ist es einfach notwendig Informationen aufzubewahren und zu speichern. Dennoch sieht der Gesetzgeber hier Möglichkeiten der Sperrung vor. Ihre Daten werden nicht weitere genutzt und sodann archiviert.

Weiterhin gilt: Datenspeicherung so wenig wie möglich, so viel wie nötig

Wie bisher auch speichern wir hier die Daten, welche ich für eine sinnvolle und vernünftige Beratung benötige und informiere Sie auch darüber. Dazu finden Sie die Datenschutzerklärung hier auf der Website und im Blog. Durch einen Klick ist diese von jeder Unterseite erreichbar und kann durch Sie abgerufen und gespeichert werden.

Fazit

Sie sehen also, auch wenn derzeit viel Panik gemacht wird, es ist durchaus wichtig und relevant sich über die Nutzung der Daten Gedanken zu machen. Aber auch schon in der Vergangenheit habe ich niemals Ihre Daten ohne Zustimmung weitergegeben, Sie nie kontaktiert, wenn Sie dieses nicht wollten und Ihnen auch ungefragt keine Werbung geschickt.

Dennoch ist eine Kontaktaufnahme auch nach einigen Jahren manchmal unumgänglich, genau das regelt auch das (neue) Datenschutzrecht und schafft erstmal Verwirrung, später aber hoffentlich die nötige Sensibilität für den Umgang mit den Daten.