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02.
Mai '17

Ist es von Vorteil, bei mehreren Maklern gleichzeitig eine Beratung anzufragen und zu beginnen?


Für Kunden und Interessenten ist das Thema Versicherungen oftmals eines, welches sich nur oder zumindest besser mit professioneller Unterstützung lösen lässt. Dazu gibt es die unterschiedlichen Vermittler- und Beratertypen, welche mal mehr und mal weniger unabhängig beraten können. Eine ausführliche Erklärung zu den Beratertypen habe ich bereits in meinem Beitrag:

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen?

genau beschrieben und auch erklärt, wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Vermittler liegen. Doch heute soll es um eine ganz andere Frage gehen.

Ein Versicherungsmakler soll es werden, oder doch zwei oder drei?

Wer sich dann entschieden hat einen Makler zu beauftragen, der steht vor der Qual der Wahl. Soll es ein Büro in der Nähe sein, ein großer Makler mit x Mitarbeitern und Beratern oder doch ein Ein-Mann/Frau Unternehmen? Einer der gerade neu am Markt ist und „frisch aus der Ausbildung alles gelernt hat“, oder lieber jemand der seit Jahren dabei ist? Schwere Fragen, viele Fragen die zu klären sind.

Oftmals möchten dann die Interessenten schon zu viel des Guten, fragen unzählige Kollegen an und machen es dabei nicht gerade einfacher. Manchmal wird sogar vergessen die Anrede zu ändern, da kenne ich als „potentieller Berater“ dann auch gleich die Kollegen. Ebenso ist es, wenn viele Kollegen im offenen „cc“ der E-Mail zu finden sind.

Generell ist eine Beratung, gerade solche in sehr beratungsintensiven Sparten wie der Kranken- oder der Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Vertrauenssache. Es gibt viele Punkte die passen müssen um hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Die gesetzlichen Voraussetzungen um eine Zulassung zu bekommen sind identisch. Jeder muss eine entsprechende Grundqualifikation, jeder eine Vermögenschadenversicherung für Beratungsfehler nachweisen und viele weitere Voraussetzungen erfüllen. Doch dann, dann kommen die individuellen Kriterien:

  • – die persönliche Qualifikation und Berufserfahrung
  • – der eigene Auftritt, Website, Büro etc.
  • – das Beratungsangebot (persönlich, via Skype, LiveChat, E-Mail Beratung, Telefonberatung etc.)
  • – Empfehlungen, Kundenerfahrungen, Bewertungen

Nun kann ich durchaus nachvollziehen, wenn eine Entscheidung zwischen vielen Unbekannten nicht einfach ist. Interessenten informieren sich im Internet, bemühen „Tante Google“ um Fragen zum Produkt oder zur Beratung zu beantworten und landen dann bei dem Makler, oder besser bei vielen Maklern auf der Homepage.

Wie sind Sie eigentlich hier zu diesem Beitrag gekommen?

Nun ist das schon einmal ein erster Schritt, denn auf den Seiten, also dem Aushängeschild des Beraters können Sie schon einige, vielleicht wichtige Informationen und Entscheidungsgrundlagen finden.

  • – Überzeugt Sie der Internetauftritt?
  • – Finden Sie eher Verkaufsprospekte oder echte Informationen?
  • – Sind Formulare, ebooks, Bücher oder Leitfäden vorhanden?
  • – Ist der Kollege spezialisiert?
  • – Bemühen Sie ruhig nochmals „Tante Google“, diesmal nach dem Berater oder dessen Unternehmen

Als nächsten Schritt sollten Sie einmal den persönlichen oder telefonischen Kontakt suchen. Nur hier lassen sich die Eigenarten des Kunden, aber auch des Beraters klären. Führen Sie ein erstes und unverbindliches Gespräch. Schildern Sie dabei bitte ihrem potentiellen Berater insbesondere folgendes:

  • – Was genau interessiert Sie?
  • – Welchen Informationsbedarf haben Sie genau?
  • – Was genau erwarten Sie von dem Berater?
  • – Welcher Bedarf soll abgesichert werden?

Passen wir zusammen?

Schon im ersten Gespräch werden Sie merken, ob Sie „auf der gleichen Wellenlänge“ sind. Wie in jedem anderen Gespräch auch, werden Sie schnell merken ob es „passt“, oder eher nicht.

Stellt sich nun heraus, es passt nicht, dann suchen Sie einfach weiter.

Es spricht auch absolut nichts dagegen mehrere Berater gleichzeitig anzufragen und diesen durchaus identische Fragen zu stellen, Fragen welche sich in einem ersten Telefonat oder persönlichen Gespräch klären lassen. Dieses „Kennenlerngespräch“ ist nicht nur für die Auswahl wichtig, auch für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist es gut zu wissen, ob der Berater zu dem Kunden passt.

Manchmal passt es auch nicht

Auch das kann passieren und ist auch absolut nicht böse gemeint. In meiner Beratung lehne ich durchaus eine Reihe von Anfragen ab oder gebe diese an Kollegen weiter. Gründe hierfür sind

  • – den Beratungswunsch kann ich nicht abdecken (fachlich oder zeitlich)
  • – es wurden bereits unzählige andere Kollegen angefragt und beschäftigt
  • – „man will nur mal gucken“
  • – es passt menschlich nicht
  • – die Vorstellungen einer Beratung gehen weit auseinander

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass eine Beratung aus verschiedenen Gründen nicht zum Erfolg führen kann. Dabei spielen gesundheitliche Gründe eine Rolle, natürlich auch die Notwenigkeit ein passendes Produkt zu finden und mehr.

Es sollte sowohl dem Kunden, aber eben auch dem Berater frei stehen, eine zukünftige Vertragsbeziehung abzulehnen. Hierzu dient das erste Gespräch.

Aber es ist doch wichtig, mehrere Berater zu testen

Ist es doch, oder nicht?

Nun, auch nach einer Beratung kann ein „ungutes Gefühl“ bleiben, eines wo Sie sich überredet und nicht beraten fühlen. Das ist eher schlecht und steht einer vernünftigen Beratung und einer fundierten Entscheidung steht dieses gravierend entgegen, Natürlich sollte dann eine weitere Beratung erfolgen, eine bei der Sie sich als Kunde wohlfühlen.

Nur vor vornherein drei oder gar mehr Kollegen gleichzeitig zu beschäftigen und die komplexe Beratung durchlaufen zu lassen, um dann nach fünf, sechs oder zehn Beratungsstunden zweien zu sagen „So, ich entscheide mich jetzt für den Kollegen 1/2/3 und Sie haben umsonst gearbeitet“ ist nicht wirklich fair. Fair weil zwei der Kollegen eine sehr gute Beratung machen können und dennoch keinerlei Chance haben diese auch vergütet zu bekommen.

Leider lässt der Gesetzgeber im Bereich der Versicherungsmakler oder Vertreter keine andere Variante der Vergütung zu, eine direkte Bezahlung der Beratung ist so leider nicht möglich. Daher… überlegen Sie sich gut wie Sie Ihren Berater auswählen, versuchen Sie eine fundierte Entscheidung zu treffen und sagen Sie durchaus rechtzeitig ab, falls Sie merken ein anderer Berater gefällt Ihnen besser und Sie sehen in dieser einen Beratung keine Zukunft.

Wenn Sie sich dann begründet und nach sorgfältiger Beratung entscheiden haben, so werden Sie einen Berater haben, mit dem Sie langfristig und vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Klar, alle Eventualitäten kann man nie ausschließen, auch später kann immer noch etwas schief gehen, es können Probleme oder Fehler auftreten. Speziell bei Maklern können Sie auch später noch die Betreuung wechseln, den Vertrag auf einen anderen Kollegen übertragen, jedoch erhält dieser dann natürlich keine Vergütung für die Beratung (die er in den meisten Fällen auch nicht gemacht hat), sondern nur die kleine Bestandsbetreuung, welche die Kosten meist nicht abdeckt, aber dennoch ist es sinnvoll es gegebenenfalls zu überlegen.

Weitere Fragen zur Auswahl der passenden Produkte und meine Leitfäden finden Sie im Downloadbereich oder hier:

22.
Oktober '12

Umdeckungen in der Privaten Krankenversicherung durch die Impuls Finanzmanagement AG an den (Großaktionär) Hanse Merkur – ein Schelm wer Böses dabei denkt


UPDATE siehe unten.

Umdeckungen, also die Kündigung einer bestehenden Privaten Krankenversicherung und der gleichzeitige Neuabschluss sind vorteilhaft… für den Vermittler. Für den Versicherten hingegen sind diese oftmals nachteilig, besonderes dann wenn der Versicherungsschutz sich verschlechtert. Dennoch gab es in der Vergangenheit Vertriebe und Berater, die mit dieser „Umdeckung“ regelmäßig „viel Geld“ verdient haben.

Im April diesen Jahres ist die gesetzliche Deckelung der Provisionen in der Krankenversicherung in Kraft getreten, mit dieser wurde auch eine 5-jährige Stornohaftung eingeführt. Wer nun einen Krankenversicherungsvertrag vermittelt, der bekommt seine Courtage/ Provision zwar gleich, muss diese aber (anteilig) zurückzahlen, falls dieser wieder gekündigt / umgedeckt wird. Was früher nur für das 1. Jahr galt und dann zu „fröhlichem Umdecken“ führte, soll durch die 5-Jahresfrist verhindert werden. Für alle Anträge die vor dem 1. 4. 2012 angenommen und policiert wurden, für diese gilt noch die alte Regelung.

Nun liegen mir von Kunden und einem Kollegen übermittelt, mehrere Fälle vor, die alle eine gleiche Tendenz zeigen. Ich will und werde hier aufgrund einiger Fälle sicher keine Masche unterstellen, aber einen Beigeschmack hat es schon. Was ist genau passiert?

Die Fälle:

Vor einigen Jahren (einmal 2009, 2010 und 2011) wurden durch die Impuls Finanzmanagement AG eine private Krankenversicherung nach dem Tarif ESPRIT M beim Deutschen Ring Krankenversicherung vermittelt. Nachdem der Kunde (hoffentlich) aufgeklärt wurde welche Leistungen der Tarif enthält und welche eben nicht, hat dieser sich mit seinem Berater für einen solchen Tarif und die darin enthaltenen Leistungen entschieden. Dagegen ist absolut nicht einzuwenden, doch was passierte jetzt?

Die damaligen Vertreter (die den ehemaligen Abschluss gemacht hatten) rief jeweils die Kunden an und teilte diesem mit „wie haben jetzt was besseres und billigeres für Sie, wir wechseln mit Ihnen die PKV vom Deutschen Ring Esprit zur Hanse Merkur in den Tarif KVE. Auf die Frage des Kunden warum dieses nötig sei, folgte die Antwort „da ist das alles besser“. Ist denn der Tarif nach dem Wechsel wirklich besser?

Während der Esprit Tarif keinerlei Arztbindung hat, wird der Kunde nun bei der Hanse Merkur in einen Primärarzttarif, mit den damit verbundenen Einschränkungen gesteckt. Auch in den Bereichen der Auslandsgeltung (die sicher nicht jeder braucht), bei der Arztwahl, bei Fragen der ärztlichen Honorare, der Psychotherapie oder auch den Versorgungen und Kostenerstattungen in gemischten Anstalten kommt es zu teils drastischen Verschlechterungen. (mehr …)

03.
Mai '11

Gesetzliche Krankenkassen plus Zusatzversicherung oder Private Krankenversicherung? Eine nicht ganz einfache Frage


Nicht nur einmal, fast immer in den Beratungen ergibt sich die Frage nach der „anderen“ Option. Grund dafür ist der Wunsch nach mehr Leistungen in der eigenen Gesundheitsvorsorge und auf der anderen Seite die Frage nach den Beiträgen die dafür aufgewandt werden müssen,

Dazu wäre zunächst einmal Grundsätzliches zu klären. Unter anderem gehören die folgenden Fragen zwingend dazu:

1.) Welche Leistungsbereiche (ambulant, stationär, zahnärztlich) sollen verbessert werden?

2.) Gibt es konkrete Vorstellungen welche Teilleistungen gewünscht sind?

3.) Besteht bereits eine Familienplanung und ggf. sind Kinder geplant?

1.) Nicht alle Leistungen lassen sich durch eine Zusatzversicherung verbessern. Gerade einige Grundprobleme vieler Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse sind nicht veränderbar. Dazu gehören die Budgetierung der Medikamente, die pauschale Vergütung der ambulant behandelnden Ärzte und auch die Terminvergabe und dergleichen.

Andere Bereiche hingegen lassen sich gut durch private Zusatzversicherungen ausdehnen. So sind Leistungen im Krankenhaus durch eine stationäre Zusatzversicherung (PKZV) so gut absicherbar, dass ein Unterschied zu einem privat Krankenversicherten (fast)nicht zu spüren ist. Mehrkosten durch die Wahl eines gewünschten Krankenhauses, die privatärztliche Wahlleistung (Chefarztbehandlung) oder auch die anschließende Versorgung lassen sich ausgleichen. Auch im zahnärztlichen Bereich sind die Möglichkeiten weit gefächert. Die gesetzliche Versorgung lässt sich durch einige Zusatzoptionen sowohl bei der Zahnbehandlung als auch beim Zahnersatz gut ausweiten.

2.) Um so konkreter die Vorstellungen, um so besser lassen sich die gewünschten Produkte filtern und näher beleuchten. Dennoch sind Teilbereiche wie eine Versorgung mit (besseren, verträglicheren) Medikamenten schlichtweg nicht änderbar. Auch das Modell der Kostenerstattung für einen Kassenpatienten birgt mehr Gefahren als es Vorteile bringt. Im Bereich der Alternativen Medizin und der Versorgung durch Heilpraktiker bieten sich zahllose Möglichkeiten.

3.) Entscheidend ist aber auch die Frage der zukünftigen Familienplanung. Dabei ist auch die Frage zu berücksichtigen, wo die Kinder zukünftig zu versichern sind bzw. ob es einen Anspruch auf einer (beitragsfreie) Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) gibt.

Ist ein Leistungsrahmen festgelegt, so stellt sich die Frage mit welcher Variante dieser besser zu erfüllen ist. Ich möchte Ihnen dieses am Beispiel von zwei Kunden erläutern. Beide als Angestellte über der JAEG und somit freiwillig in einer GKV versichert. Beide sind 33 Jahre alt und können sich entweder in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichern oder auch in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) bleiben und den Schutz durch eine Zusatzversicherung aufwerten.

Variante 1, gesetzliche Krankenkasse und Zusatzversicherung für den stationären, zahnärztlichen Bereich

Einige Punkte wie die Heilpraktikerleistung sollen auch mit abgedeckt sein. Dazu werden Zusatzversicherungen benötigt, welche bei einem Versicherer mit sauberem Bedingungswerk mit einer Prämie von 62 EUR (Mann) und ca. 84 EUR bei der Frau zu Buche schlagen.

Welcher Beitrag in der GKV anfällt sehen wir hier. (Werte alle Stand 2011).

Durch den Beitragssatz von 15,5% ergibt sich ein Anteil von 7,3% für den Arbeitgeber und 8,2% für den Arbeitnehmer (7,3+0,9%). Der Beitragssatz der Pflegeversicherung beträgt 1,95%, Kinderlose zahlen weitere 0,25%. Bei der derzeitigen Berechnungsgrundlage (Beitragsbemessungsgrenze) von 3.712,50 EUR ergeben sich folgende, monatliche Zahlungen:

Arbeitgeber 271,01 EUR zzgl. 36,18 EUR für die Pflegepflichtversicherung = 307,20 EUR

Arbeitnehmer: 304,40 EUR zzgl. 45,48 EUR = 349,88 EUR

Dazu kommen auf der Seite des Arbeitnehmers die oben erwähnten Zusatzversicherungen. Weiterhin sind ca. 5-10 EUR nötig, um das geringere Krankengeld in der gesetzlichen Krankenkasse auszugleichen.

Der männliche Arbeitnehmer zahlt somit: 349 + 62 + 5 = 416 EUR monatlich

Bei der Frau sind es 349 + 84 + 5 = 438 EUR monatlich

Variante 2: Private Vollkostenversicherung

Bei einem vergleichbaren Tarif (soweit die Leistungen über eine Zusatzversicherung darstellbar sind) und ohne die Mehrleistungen der Vollversicherung hier herausrechnen zu wollen, ergeben sich bei dieser Variante folgende Beiträge:

480 EUR (inkl. Pflegepflichtversicherung) bei dem männlichen Versicherten (Zusatzversicherungen sind keine enthalten)

davon übernimmt der Arbeitgeber 50%, maximal 271 EUR + 50% der Pflegeversicherung

= Arbeitnehmeranteil (Mann) = 240 EUR

dazu kommen noch die anteilige Selbstbeteiligung von knapp 600 EUR pro Jahr, also max. 50 EUR bei vollem ausnutzen

= 480 EUR + 50 EUR = 530 ERU abzgl. AG Anteil -240 EUR = 290 EUR monatlicher Arbeitnehmeranteil

bei der versicherten Frau liegt die Rechnung bei:

= 530 EUR + 50 EUR – 265 EUR = 315 EUR Eigenanteil

Was nicht berücksichtigt wurde:

Auch in der gesetzlichen Krankenkasse fällt eine Art Selbstbeteiligung an. Diese ist aber nicht pauschal zu beziffern, da sich die Eigenanteile aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen. Diese sind neben nicht verordenbaren Medikamenten auch die Rezeptgebühren, Praxisgebühren, Eigenanteile für Heil- oder Hilfsmittel, Krankentransporte etc. Nicht berücksichtigt werden Leistungen für Sehilfen etc. da diese über die Zusatzversicherung gedeckt werden können. Die maximale Grenze für diese Eigenanteile liegt bei 2% des Einkommens pro Jahr (Chronisch kranke bei 1%)

Somit ergeben sich in unserem Fall (Arbeitnehmer über BBG) 891 EUR oder bei 1% 445 EUR Eigenanteil.

Ob nun das eine oder das andere System für die das „bessere“ ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Machen Sie sich daher ganz in Ruhe Gedanken, lesen den Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung und überlegen sich, was Ihnen an Leistungen wichtig ist.

Mit einem passenden Berater wird es Ihnen zweifelsfrei gelingen, eine fundierte und passende Entscheidung zu treffen.

Weitere Informationen zum Thema:

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung

Kinderversicherung

17.
März '10

Barmenia mit Mitgliederschwund (FTD)


Gerade in der Bahn fiel mir der folgende Artikel in der heutigen FinancialTimes Deutschland auf.

Erstaunlich ist der Wunsch von dem Vorstand Hr. Beutelmann „die Umdeckungen können nur die Aufsicht bekämpfen„. Warum wird hier wieder einmal mehr Regulierung verlangt? Klar, weil dem eigenen Unternehmen Kunden verloren gehen. Zum einen werden die Bestände in der PKV älter, so dass auch hier mit „natürlichen Abgängen“ zu rechnen ist, zum Anderen aber werden die Interessenten und Kunden sensibler.

Das Wechseln der Privaten Krankenversicherung hat immer den Verlust der (oft nicht definierbaren) Rückstellungen, eine neue Gesundheitsprüfung und ein neues Eintrittsalter zur Folge.

Dennoch:

Was nützt es dem Kunden (im übertragenen Sinne) wenn er einen Smart fährt und eigentlich einen Familienwagen braucht?

Daher ist weit wichtiger der Bedarf. Ist der bei dem „eigenen“ Unternehmen durch einen Tarifwechsel zu realisieren? Dann sollte immer erst dieser Weg ins Auge gefasst werden. Aber auch vor Alternativen sollte man sich nicht pauschal verschießen.

Achten Sie dabei auch auf die Erfüllung der Kriterien zur Privaten Krankenversicherung. Dabei meine ich die persönlichen und individuellen, nicht irgendwelche Testergebnisse.

08.
Januar '10

Welche Höhe soll die Berufsunfähigkeitsrente haben?


Um diese Frage ranken sich viele Mythen und eine Patentlösung gibt es leider auch nicht.

In der Praxis ist es aber durchaus so, das mehr als die Hälfte der Renten für den Fall der Berufsunfähigkeit nicht ausreichen um auch nur annähernd die (laufenden) Kosten zu decken. Da wurde „irgendwann“ mal eine BU Versicherung abgeschlossen und nun „hat man eben auch eine“. Schließlich erzählt einem „alle Welt“ man braucht diese.

Das ist soweit auch durchaus korrekt, nur man braucht diese wenn, dann mit einem sauberen und klaren Bedingungswerk und in ausreichender Höhe.

Die Frage nach dem Bedingungswerk und den guten oder schlechten Formulierungen habe ich in meinem Leitfaden für die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits an Beispielen erläutert. Schauen Sie sich hier einmal die unterschiedlichen Regelungen an. Sie werden erstaunt sein, was 1,2 Worte für Auswirkungen in der Leistung haben können.

Doch nun zur Höhe:

Bei privat krankenversicherten Kunden ist zunächst einmal das Krankentagegeld zu prüfen. In welcher Höhe besteht dieses und ist ggf. eine Übergangslösung für den Fall der BU vorhanden. Weitere Erläuterungen hier im Abschnitt Krankentagegeld.

Dann sollte die Höhe der BU individuell berechnet werden. Dabei ist es nicht ratsam sich pauschal an x Prozent des Einkommens zu orientieren. Gerade im Fall der Berufsunfähigkeit ist der genaue Bedarf zu ermitteln.

Welche Kosten laufen als monatliche/ jährliche Fixkosten weiter?

Handelt es sich bei dem Versicherten um den Hauptverdiener oder kann der Partner/ die Partnerin noch einen Teil der Kosten tragen?

Was passiert mit den Kosten zur Krankenversicherung? Wer zahlt was?

Wie hoch sind die derzeitigen Einzahlungen in die Rentenkasse und was ist an privater Vorsorge vorhanden? (Es nützt nichts im BU Fall diese Zahlungen nicht mehr leisten zu können, dann fallen Sie mit 65/67/60 in ein finanzielles Loch. Die BU Rente endet dann und eine staatliche oder private Altersvorsorge ist nicht/ nicht in ausreichender Höhe vorhanden.

Machen Sie sich also intensiv Gedanken und vorallem überprüfen Sie ihren bisherigen Schutz im Falle der Berufsunfähigkeit.

Welche Kriterien sind dort vereinbart? Wann ist der Schutz ausgeschlossen oder eingeschränkt? Was muss ich wann und wie tun um meine Leistung nicht zu gefährden?

Informationen hierzu habe ich in einem Fragebogen zur Berufsunfähigkeit für Sie zusammengestellt.