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07.
November '17

Das jährliche Rennen zum Jahresende startet in 3, 2, 1… und warum es machmal unsinnig ist


und täglich jährlich grüßt das Murmeltier. So oder so ähnlich könnte dieser Blogbeitrag auch anfangen, geht es doch jedes Jahr auf’s neue um die Frage, wie sich noch schnell das alte Eintrittsalter nutzen lässt. Dieses ist immer dann wichtig, wenn es sich um Produkte und Verträge handelt, welche mit steigendem Alter teurer werden.

Bei den Produkten zur

ist dieses immer so. Hier richtet sich der Beitrag unter anderem danach, wie alt der oder die Versicherte bei Beginn des Vertrages ist. Dabei spielt aber nicht unbedingt das tatsächliche Alter, also das was wir uns vorstellen, eine Rolle. Entscheidender ist das versicherungstechnische Alter.

Es geht also nicht darum, wie alt Sie wirklich sind oder gar wie alt Sie sich fühlen, es geht um ein bestimmtes Eintrittsalter bei der jeweiligen Versicherung. Bis auf wenige Ausnahmen verwenden die meisten Unternehmen dabei die Kalenderjahres-Regel.

Kalenderjahres-Regel – so alt sind Sie für die Versicherung

Dabei ist es recht einfach zu verstehen und auch schnell nachvollziehbar. Entscheidend ist hier, nicht das Geburtsdatum bzw. der wirkliche Geburtstag entscheidet über das Alter, sondern einfach das entsprechende Jahr. Damit es einfacher Verständlich wird, hier eine kleine Erklärung.

Unser Beispielkunde Maximilian ist am 12. Juni 1987 geboren und überlegt nun, wie alt er wirklich und wie alt er für die Versicherung ist. Das „wirkliche“ Alter bekommt er noch schnell hin. Am 12. Juni 2017 hatte er seinen 30. Geburtstag, das weiss er ganz genau, hat er doch mit Freuden und Familie eine große Sause gemacht. Daher dachte er bisher auch, er wäre für die Versicherung nun auch bis zum nächsten Geburtstag 30 Jahre alt. Doch leider hat er hier „falsch gedacht“. Die Versicherung rechnet da etwas anders und überlegt nicht, wann der GeburtsTAG ist, sondern fragt eigentlich nur nach dem GeburtsJAHR.

Geboren ist Max im Jahre 1987, also ist er im Jahr 2017 genau 30 Jahre alt. Dabei spielt es keine Rolle, ob seine Versicherung am 01. 01., 01.07., 01.12. oder (theoretisch) am 31.12. beginnt. Wichtig ist hier nur ein Beginn im Jahre 2017.

Lesetipp: formeller, materieller und technischer Beginn – die Begriffe

Ab dem 01. Januar 2018 ist aber dann auch nicht mehr das Altert 30 relevant, dann ist Maximilian 31, egal ob er schon Geburtstag hatte oder noch haben wird. Auch hier spielt es daher keine Rolle an welchem tag er wirklich feiern kann und Geburtstag hat. Entscheidend ist auch hier wieder das Kalenderjahr, und das ausschließlich

Doch zurück zu unserem Fall und der Frage, ob ein frühes Eintrittsalter sinnvoll ist und ob es lohnenswert ist, schnell zu handeln. Dazu gilt auch hier wieder:

schnell handeln JA, unüberlegt handeln NEIN.

Nachdem wir nun geklärt haben wie alt Max wirklich ist, stellt er sich natürlich die Frage, ob ein schneller Antrag in 2017 noch ausreicht um sich die Konditionen zu sichern, oder ob er sich einfach im kommenden Jahr damit beschäftigt.

Der Versicherungsbeginn entscheidet, nicht das Antragsdatum

Entscheidend ist aber immer der Versicherungsbeginn, nicht das Antragsdatum. Es nützt also rein gar nichts, am 31. 12. noch schnell einen Antrag zu stellen und den Beginn dann mit „1. März“ auszuwählen. Der Vertrag muss wirklich begonnen haben und entscheidet dann auch darüber, welches Alter gilt. Unterschiedliche Regelungen und Möglichkeiten sich ein Alter zu „sichern“.

Daher ist es nicht nur wichtig ggf. eine Entscheidung zu treffen, sondern auch den Antragsbeginn in 2017 zu wählen. Während das in der Absicherung bei der Berufsunfähigkeit eher unkompliziert ist, lassen sich hier doch die Anträge per 1.12. noch problemlos stellen (selbst im Dezember noch), kann es in der privaten Krankenversicherung ein Problem werden.

Wer aus der gesetzlichen Krankenkasse wechseln möchte, der benötigt einen Beginn in 2017. Das ist aber, aufgrund der Kündigungsfrist zum Ende des übernächsten Monats ein Problem. Wer also die GKV im November kündigt, dessen Schutz endet erst zum 31. Januar 2018. Ein Wechsel in eine private Versicherung ist damit erst dann möglich. Eine Lösung kann bei einigen Unternehmen eine Anwartschaft sein. Genauere Abläufe und Hintergründe finden Sie im Beitrag:

Noch schnell ein Jahr jünger in die PKV

Zu beachten ist hier, eine solche Anwartschaft wird nicht von allen Unternehmen für zwei Jahre angeboten, bei einigen ist diese nur für den Monat Dezember abschließbar. Dennoch loht sich (auch bei extra Beitrag) eine solche Lösung in den meisten Fällen, denn hier ist die Ersparnis auf Dauer größer.

In Ruhe überlegen, nichts überstützen

Eines gilt aber immer. Es ist nicht ratsam eine Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen, auch nicht wenn diese vielleicht dann zu dauerhaft günstigen Beiträgen führt. Es geht bei solchen Verträgen, die sich langfristig anpassen (müssen) immer um eine solide und begründete Auswahl des passenden Tarifes oder/ und der passenden Gesellschaft. Nur bei einer sorgfältigen Auswahl ist ein sinnvoller Schutz möglich.

Bevor Sie also schnell oder besser vorschnell eine Entscheidung treffen, beschäftigen Sie sich bitte in Ruhe mit den Auswahlkriterien und lesen einmal etwas mehr in den Leitfäden.

Erst nachdem genug „Grundlagenwissen“ vorhanden ist, lassen sich auch begründete und fundierte Entscheidungen treffen. Sind Sie nicht sicher, so lassen Sie es bitte sein.

04.
November '15

So sparen Sie sich 4.595,40€ in nur einem Monat oder: „Warum der Abschluss der wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung noch im Dezember bares Geld bedeutet“


Siegel BU 31.12.Versicherungsthemen sind oftmals lästig und gerade wenn es schon auf Weihnachten und Jahresende zugeht hat man vieles im Kopf, nur eben nicht Versicherungen. Dennoch ändert das nichts an der Wichtigkeit der Absicherung gegen das Berufsunfähigkeitsrisiko und zum Jahresende ändert sich einiges, wie jedes Jahr. Wie der Kollege Helberg heute schon schrieb, am 1. Januar haben Sie Geburtstag.

Haben Sie nicht? Doch! Versicherungstechnisch haben Sie bei den meisten Gesellschaften am 1. Januar Geburtstag und werden in der Nacht vom 31.12. auf den 1.1. ein Jahr älter, denken Sie beim anstoßen doch daran sich (und allen anderen) zum „Versicherungsgeburtstag“ zu gratulieren. 🙂

Dieses „Herzlichen Glückwunsch“ kann aber schnell einige tausend Euro kosten. Warum und wie das geht, erkläre ich heute in diesem Beitrag. Gleiche Regelungen gelten im Übrigen auch in der privaten Krankenversicherung, welche sich dort aber durch eine Anwartschaft lösen lassen, in der BU Absicherung ist das etwas anders. Die Gesellschaften verwenden meist die „Jahresregel“ um das Eintrittsalter zu ermitteln. Das bedeutet aber, das Sie ab dem 1.1. ein Jahr älter sind, egal wann Sie Geburtstag haben.

EA Ermittlung IEs gibt aber noch eine andere Variante, auch wenn diese von wenigen Unternehmen angewandt wird und in der BU selten bis nicht vorkommt. Bei dieser Regel ist nicht das Jahr entscheidend, sondern die Frage wie lange Sie noch bis zum nächsten Geburtstag Zeit haben, oder vom letzten Geburtstag entfernt sind. Dieses verdeutlicht folgende Übersicht:

EA Ermittlung IIDa die häufigere Variante die Jahresregel ist, entschiedet sich die Eintritts- und damit auch die dauerhafte Prämie in der BU oder Krankenversicherung in der Nacht vom 31.12. auf den 1.1., da werden Sie ein Jahr älter.

Ich habe bereist viele Male geschrieben, das eine Entscheidung für den Wechsel in die Private Krankenversicherung oder der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung genau überlegt und sorgsam geplant sein will. Der –> richtige Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher mit Arbeit verbunden und damit meine ich nicht nur Arbeit für mich, sondern auch für Sie.

Schauen wir und nun aber einmal die Unterschiede an, welche durch den verspäteten Abschluss in 2016 entstehen. Es handelt sich dabei nur um einen Monat, da der Beginn der BU immer der 1. eines Monats ist, kann der Antrag zum 1.12. oder aber zum 1.1.16 gestellt werden. Der Vorteil für den 1. Januar ist der, Sie müssen einen Monatsbeitrag weniger zahlen. Wenn eine bestehende Police besteht und diese –> beendet werden soll, weil Leistungen oder Bedingungen nicht (mehr) passen, so habe ich hier beschrieben wie das geht. Die Auswirkungen können da gravierend sein. Am Beispiel eines Ingenieurs und seiner Absicherung gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit schauen wir uns einmal die Unterschiede an.

Als Eckdaten verwenden wir einen Ingenieur (Berufsgruppe A1), welcher eine Monatsrente von 2.000 € versichern möchte. Diese soll einen Schutz bis zum Rentenalter, also dem Endalter 67 bieten und enthält einen garantierte Rentensteigerung und eine Klausel zur Leistung bei längerer Arbeitsunfähigkeit. Das Risiko liegt also für den Versicherer (Abschluss in 2015, Eintrittsalter 30 Jahre) bei:

2.000 € Monatsrente, BU Eintritt sofort

also: 2.000 € * 12 Monate * 37 Jahre Restlaufzeit = 888.000 € (+ Rentensteigerungen)

Entscheidet sich unser Interessent zum 01.12. den Antrag zu stellen, so fallen in unserem Beispiel folgende Prämien an.

VWB Ing 2000 30J Beg 12-2015

Kann sich der Interessent noch nicht entscheiden, so besteht natürlich das Risiko weiterer Erkrankungen oder einfach „Wehwehchen“, das soll aber hier gar nicht das Thema sein. Erfolgt der Abschluss zum 1.1.2016, so ist dieser nicht mehr 30, sondern versicherungstechnisch 31 Jahre alt. Daher ändert sich die Prämie in unserem Beispiel auf die folgenden Werte. (alle anderen Zahlen bleiben unverändert, für den Versicherer verringert sich das Risiko von 888.000 auf 886.000 €, eine Monatsrente müsste er, selbst bei sofortiger BU, weniger zahlen.

VWB Ing 2000 30J Beg 1-2016

Hieraus ergibt sich somit ein Unterschied in der Prämie von 10,35 € monatlich. (bezogen auf die Zählprämie). Betrachtet man die maximal mögliche (Brutto-) Prämie, so ist der Unterschied mit monatlich 16,16 € noch weitaus höher. Doch bleiben wir erst einmal bei dem Betrag, der auch abgebucht wird. Die Differenz klingt auf den ersten Blick schon nicht gerade wenig und ist bei anderen Versicherern auch durchaus teilweise geringer und natürlich von der Altersgruppe, dem Tarif und vielen weiteren Faktoren abhängig. In unserem Beispiel zahlt der Ingenieur über die Laufzeit folgende Mehrprämien:

(163,65 € – 147,49 €) = 10,35 € * 12 * 37 Jahre = 4.595,40 € 

HALT!, werden jetzt die ersten rufen, er zahlt ja dann erst ab Januar einen Beitrag. Korrekt, daher müssen wir von dem Mehrbeitrag noch den Monatsbeitrag für den Monat Dezember abziehen. Also beträgt der Mehrbeitrag „nur noch“ 4.595,40 € – 94,39 € und damit 4.501,01 €.

Noch einmal und nur das es klar ist. Durch einen Monat späteren Versicherungsbeginn (also 1.1.) erhöht sich die Beitragsbelastung um mehr als 4.500 € in den Zählbeiträgen und über 7.000 € in den Bruttobeiträgen. Dennoch sollte NIEMAND eine solche Entscheidung überstürzen.

Der Weg zur richtigen und (noch wichtiger) passenden BU Absicherung lautet:

1.) Bilden Sie sich weiter! Lesen Sie bitte die Informationen zu den –> Auswahlkriterien und insbesondere den –> LEITFADEN zur BU genau durch

2.) Laden Sie sich bitte den –> Kriterienfragebogen zur BU herunter und füllen den (soweit möglich) aus

3.) Stellen Sie gern Ihre –> Anfrage zur BU und/ oder zur –> Überprüfung Ihrer bestehenden Police

Senden Sie mir diese zusammen mit dem Fragebogen gern zu und lassen mich wissen, wann wir dazu telefonieren wollen. Dann klären wir gemeinsam was zu tun ist.

Erst dann folgen die Schritte 4.) die Versicherer- und Tarifauswahl und der wichtige Schritt Nr. 5.) die anonyme Voranfrage und Ausschreibung bei den infrage kommenden Unternehmen. Hier ist besonders die genaue Beschreibung des Berufs, der erreichte Abschluss und die Frage nach Mitarbeiterverantwortung und weiteren Risiken entscheidend. Nur dann wird die Prämie auch passend und Sie erhalten die korrekte Einstufung des Berufes, hier liegen schnell weitere Tausende Euro versteckt. 

BU Überprüfung SiegelWeiter geht es im Schritt 6.) mit der Aufbereitung der Anfrageergebnisse, Auswertung der Gesundheitsfragen und der Vorbereitung und Betreuung der Antragstellung. Nur so finden wir gemeinsam und mit entsprechender Vorbereitung den passenden Schutz oder kommen auch zu dem Ergebnis das es (derzeit) nicht machbar ist oder es Alternativen zur BU bedarf.

So lässt sich- auch noch mit einem Beginn im Dezember- der passende Schutz finden. Selbst wenn der Antrag nicht bis zum 1.12. gestellt werden kann oder bereits ein Versicherungsschutz besteht und dieser noch angepasst oder beendet werden muss, ist dieses mit einer entsprechenden Vorbereitung noch in 2015 zu realisieren, oftmals reichen auch kleinere Anpassungen im bestehenden Vertrag um diesen auf den aktuellen Stand zu bringen.

12.
Dezember '11

Fristen und Termine zum Jahreswechsel – Das müssen Sie für die PKV und BU wissen


Auch in diesem Jahr gelten wieder bestimmte Fristen und wichtige Termine für die anstehenden Entscheidungen zur privaten Krankenversicherung (PKV) und auch bei der Absicherung zur Berufsunfähigkeit. Wie in jedem Jahr bringt der Jahreswechsel in Bezug auf die Beiträge zur Krankenversicherung und auch zur Berufsunfähigkeitsversicherung ein neues Eintrittsalter. Das hat zur Folge, dass die Beiträge für den Neuabschluss der oben genannten Verträge ab dem 1. Januar höher sind als in diesem Jahr. Dennoch lässt sich das alte Eintrittsalter durch bestimmte Modelle „retten“.

Wichtige Termine:

15. Dezember: Wie im letzten Jahr auch, haben die Gesellschaften unterschiedliche Termine zur Antragsbearbeitung 2011. Bei den meisten Gesellschaften werden ab dem 15. Dezember keine Risikovoranfragen (RiVo)  mehr bearbeitet. Die Gesellschaften reagieren damit und bearbeiten ab diesem Zeitpunkt ausschließlich Anträge. Haben Sie also eine gesundheitliche Vorgeschichte, welche zu einem Risikozuschlag oder eine Ablehnung führen könnte, so bleibt ihm nur noch die Möglichkeit einen Antrag nach dem Invitatiomodell zu stellen. Das bedeutet im Detail, dass sie keinen verbindlichen Antrag stellen, sondern ein für den Versicherer verbindliches Angebot abfordern. Dieses könnte durchaus bei mehreren Gesellschaften geschehen. Ob es Sinn macht und in welchen Tarifen dieses geschehen soll, besprechen Sie bitte mit Ihrem Berater.

23. Dezember:  Alle Anträge die bis zu diesem Zeitpunkt nicht bei der Gesellschaft eingegangen sind, haben kaum noch eine Chance rechtzeitig bearbeitet und policiert zu werden auch wenn in diesem Jahr bei den meisten Gesellschaften vom 27. Dezember bis zum 30. (bei manchen auch noch am Silvester Vormittag) gearbeitet wird, stehen die Chancen hier eher schlecht. Sollte es gar nicht anders gehen, wird der Berater unter Umständen eine Möglichkeit finden.

Gibt es eine andere Möglichkeit trotzdem noch zu wechseln?

Wer bereits privat krankenversichert ist, und sich für einen anderen Anbieter entschieden hat, für den ist der 31. Dezember ein wichtiges Datum. Bis zum Ablauf des Silvestertages muss nicht nur die Kündigung bei dem bisherigen Versicherer eingegangen seien, viel wichtiger ist die so genannte Folgeversicherungsbestätigung. Erst wenn sie nachweisen, dass ein anderweitiger Versicherungsschutz besteht welche der Versicherungspflicht genügt, wird ihre Kündigung wirksam.

Was kann man tun, um den alten Beitrag zu sichern?
(mehr …)

02.
Dezember '10

Noch schnell „ein Jahr jünger“ in die Private Krankenversicherung (PKV)


Da ist es wieder, das Jahresende und damit auch der so genannte Alterssprung bei dem Einritt in die Private Krankenversicherung (PKV) oder Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Gerade mit diesem Argument wird oft von Verkäufern der dringende Weg in den neuen Vertrag und die schnelle Unterschrift gefordert. Bereits in meinem Blogbeitrag „Sie müssen sich aber schnell entscheiden- der Unsinn von Verkäufern in der PKV“ habe ich Ihnen erklärt, warum ein übereiltes Wechseln nachteilig ist.

Nun wird immer wieder das Argument „sie sind ja ein Jahr älter“ angeführt.

Tatsächlich ist es bei vielen Gesellschaften so, dass das Eintrittsalter nicht dem tatsächlichen Alter entspricht. Berechnet wird es nach der Formel „aktuelles Jahr des Versicherungsbeginns (minus) Geburtsjahr“

Ist jemand also am 01. 12. 1980 geboren und der Versicherungsbeginn ist der 01. 01. 2011, so beträgt das Eintrittsalter 31, nicht 30. Bei Beginn in 2010 ist er „versicherungstechnisch“ noch 30.

Auch der, der am 01. 02. 1980 geboren ist, ist „schon“ 31, falls der Vertrag in 2011 beginnt.

Nun ist es bekanntlich so, dass viele Interessenten für die PKV aus der gesetzlichen Krankenkasse kommen und aufgrund der Neuregelung der 3-Jahresregel erst ab 01. 01. 2011 freiwillig versichert sind. Auch Wechsler aus einer anderen Privaten Krankenversicherung aufgrund von Beitragserhöhung oder aus sonstigen Gründen, können oftmals erst zu, 01. 01. eines Jahres wechseln.

Was also kann man tun, um „noch ein Jahr jünger zu sein“ ?

Die Lösung lautet Anwartschaft. Durch eine solche Anwartschaftsversicherung beginnt der Vertrag selbst im Monat Dezember 2010. Dadurch ist das Eintrittsalter das Gleiche wie in 2010 und kann somit eine beachtliche Beitragsdifferenz bedeutet. Schauen wir uns dieses an folgendem Beispiel einmal an:

Beitrag PKV bei Eintrittsalter 31 in 2011: 365 EUR

Beitrag PKV bei Eintrittsalter 30 in 2011: 349 EUR

Selbst wenn man nun unterstellt, es gäbe keinerlei Beitragsanpassungen im Leben eines Versicherten, so ergibt sich im Laufe der Jahre folgende, fiktive Ersparnis:

Laufzeit 40 Jahre, monatliche Ersparnis 16 EUR

16 * 12 Monate * 40 Jahre = 7.680 EUR

Bei Angestellten ist eine solche Ersparnis natürlich mit dem Arbeitgeber zu teilen, denn dieser zahlt bekanntlich einen so genannten Arbeitgeberzuschuss.

Doch was kostet eine solche Anwartschaft und wie bekomme ich diese?

Generell sind die Prämien in der PKV für die Anwartschaft unterschiedlich hoch. So ist von 20 bis 50% eines Monatsbeitrages alles möglich. Nicht alle Unternehmen bieten überhaupt eine solche Lösung an, prüfen sollten Sie oder ihr Berater dieses aber in jedem Fall.

So liegt in dem oben genannten Beispiel die Prämie für die Anwartschaft im Monat Dezember (und ggf. im Januar, falls die GKV erst zum 01. 02. gekündigt ist) bei monatlich ca. 160 EUR und löst keine Leistungspflicht aus.

Es besteht also im Dezember trotz Beitragszahlung kein Versicherungsschutz, diese Lösung sichert lediglich das Eintrittsalter und den Gesundheitszustand und „konserviert dieses“.

Auch diese Lösung ist wieder ein Argument mehr, eine Entscheidung in die Private Krankenversicherung keinesfalls zu überstürzen und sich mit den Fragen und Bedingungen zu beschäftigen.

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