23.
September '11
Bei absoluten Grenzen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) besteht eine große Gefahr- die Inflation. Was heute 1.000 EUR wert sind, muss in 10, 15 oder 20 Jahren noch lange nicht so sein. Daher ist es mehr als löblich, diese Grenzen auch 2012 wieder anzupassen.
Nicht nur eine, sondern viele absolute Grenzen werden erhöht. Der Deutsche Ring Krankenversicherung hebt sich hier sicher positiv vom Markt ab.
In den Tarifen Classic, Classic+, Esprit, Comfort und Comfort+ musste bisher bei Kosten über 3.000 EUR ein Heil- und Kostenplan für die Zahnersatzleistungen eingereicht werden. Diese Grenze erhöht sich nun auf 3.500 EUR, also um sage und schreibe 16%.
In dem ESPRIT Tarif erhöht sich zudem auch noch das Ersatzkrankenhaustagegeld. Bekam der Kunde, der auf Wahlleistungen verzichtete, bisher 71 EUR am Tag, sind es nun 80 EUR pro Tag.
Auch der Esprit M, der Esprit X und der Esprit MX profitieren von Änderungen. Die Erhöhungen betreffen hier nicht nur die Summe zur Vorlage eines Heil- und Kostenplans (bisher 2.500 EUR, nun 3.50o EUR), sondern auch die Höchstgrenzen in den ersten Jahren, die so genannten Summenbegrenzungen. Diese betragen nun 1.200 EUR im ersten, 2.400 EUR im Zweiten, 3.600 EUR im Dritten, 4.800 EUR im Vierten, 6.000 EUR im Fünften und 12.000 EUR pro Jahr ab dem 6. Versicherungsjahr. Bisher war bei 10.000 EUR pro Jahr Schluss. Also immerhin eine Verbesserung von 20%.
Auch die Leistungen für Sehhilfen (Brillen oder Kontaktlinsen) werden von 200 EUR auf 225 EUR angehoben. Die Krankenhaustagegelder bei Verzicht auf Wahlleistungen erhöhen sich wie folgt (im Esprit X). Verzicht Privatarzt von 26 auf 30 EUR pro Tag, Versichert stationäre Wahlleistungen bei Unfall von 71 auf 80 EUR. Bei der vor- und nachstationären Behandlung gibt es nun zukünftig 60, statt 52 EUR.
All diese Verbesserungen gelten im Bestand und im Neugeschäft und führen nicht zu Mehrkosten. Damit keine Missverständnisse entstehen: Natürlich sind es X Euro die der Versicherer mehr zahlen muss, jedoch sind es keine Mehrleistungen im Sinne von Zusatzleistungen die vorher nicht versichert waren. Diese Anpassungen sind aber nötig, um den inflationsbedingten Verlust zu bereinigen.
Weitere Informationen:
Bedingungsverbesserungen beim Deutschen Ring Krankenversicherung ab 01. Juli 2011
Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Esprit, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG
Beitragsgarantie und Beitragsanpassungen des Dt. Rings Krankenversicherungsverein zum 01. 01. 2012
Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Comfort+, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG
Tags: Bedingungsverbesserung, Comfort, Dt. Ring, Esprit
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16.
Februar '11
Im letzten Jahr hatte ich ja schon angefangen und einige von Ihnen haben mir auch Informationen und reale Beitragsentwicklungen zukommen lassen. Dafür nochmals vielen Dank!
Auch in 2011 soll und wird es weitergehen. Ziel dieser “Aktion” ist die Transparenz. Auch wenn eine Vergangenheitsbetrachtung nicht maßgebend für die Zukunft ist, so ist es doch ein Anhaltspunkt. Im letzten Jahr haben verschiedene Gesellschaften entweder gar nicht geantwortet, oder aber darauf hingewiesen, solche Daten “stelle man nicht zur Verfügung”. Daher freut es mich besonders, das nun ein Unternehmen hier Bestandskundendaten zur Verfügung stellt, die eine langfristige Betrachtung zulassen.
Tarif Comfort+ des Deutschen Rings
Im Jahre 1995 hat ein männlicher Versicherter, welcher zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt war, den Tarif Comfort+ abgeschlossen und dafür einen Betrag von 320,89 EUR aufgewandt. Dieser Tarif hat sich bis zum Jahr 2011 auf einen Betrag von 391,45 EUR für diesen Kunden gesteigert.
Somit gab es in 16 Jahren eine Anpassung von exakt 70,56 EUR oder eine prozentuale Steigerung von 1,25% p.a..
Bezogen auf eine gleichaltrige Frau lagen die Zahlen bei 347,22 EUR und stiegen um 131,31 EUR oder 2,02% p.a.
Zum Vergleich schauen wir uns noch einmal die Entwicklung der NEUKUNDENbeiträge -und zwar zum festen Eintrittsalter von 42 – an. Diese soll auch eher als Veranschaulichung der Bestandskunden”vorteile” dienen. Die Besonderheit ist hier eben, das es bei der Grafik um Neukundenbeiträge mit gleichem Eintrittalter geht.
Bei dem Mann ergäbe sich ein Neukundenbeitrag von 455,18 EUR, was einer Steigerung von 2,25% (oder 132,29 EUR in 16 Jahren) entspricht. Bei der gleichaltrigen Dame lauten die Beiträge 532,66 EUR in 2011 und somit eine Anpassung von 185,44 EUR in 16 Jahren, oder 2,21% p.a.

(c) by Sven Hennig & Dt. Ring KVVaG
Hier nochmals die Eckdaten in komprimierter Form:
Versicherungsbeginn 1995 mit Alter 42 J. / Männliche und weibliche Versicherte
Keine Tarifwechsel oder Änderungen der SB in der Zeit
Dabei ist noch zu beachten, dass der Deutsche Ring im letzten Jahr die Zahnsummenbegrenzungen erhöht hat und gleichzeitig auch die Pauschale Abgeltung von 330 EUR auf 390 EUR Erstattung angehoben hat.
Die Daten für den Tarif Esprit folgen in einem der kommenden Beiträge.
Andere Beispiele von Gesellschaften finden Sie in hier in der Zusammenfassung der Realen Beitragsentwicklungen.
Ich freue mich, wenn Sie sich an meinem Aufruf beteiligen und mir auch Ihre Daten zur Verfügung stellen.
Zu dem Kommentar von Peter:
Natürlich sind die Zahlen vorher verifiziert und auf Richtigkeit geprüft. Zur besseren Verdeutlichung hier nochmals die Grafik mit dem Neukundentarif zum jeweiligen Eintrittsalter.
Hier der Kommentar des zuständigen Aktuars:
Es ist keinesfalls selbstverständich , dass sich der Bestandsbeitrag unterhalb des Neugeschäftsbeitrags zum ursprünglichen Eintrittsalter bewegt. Das ist nämlich hier die Leistung unseres Unternehmens in der Vergangenheit gewesen, den Versicherten auf diesem Niveau zu halten. Die Aussage wäre richtig, wenn wir die Neugeschäftsbeiträge zum jeweils erreichten Alter betrachten würden. Der Mehrbeitrag bei Anpassungen wird immer nach dem jeweils erreichten Alter berechnet, so dass sich der Beitrag eines Versicherten im Laufe der Zeit immer mehr aus Beitragsteilen zusammensetzt, die zu höheren Altern berechnet wurden als zum usprünglichen Eintrittsalter. Setzt das Unternehmen bei Anpassungen Limitierungsmittel ein, um die Erhöhungen zu begrenzen, so wird dieser Effekt abgemildert, so dass die Erhöhungen eher Mehrbeiträgen niedriger Eintrittsalter entsprechen. Wenn jetzt sogar der Neugeschäftsbeitrag zum ursprünglichen Eintrittsalter unterschritten wird – wie in unserem Fall – stellt dies einer herausragende Leistung dar und mündet schließlich auch in den niedrigen durchschnittlichen Steigerungsraten.
Zur Veranschaulichung habe ich das Männerbeispiel nachfolgend ergänzt ,um eine Bestandsbeitragskurve ohne Berücksichtigung von Limitierungen (rot gestrichelt mit Punkt) sowie die Neugeschäftsbeitragskurve zum erreichten Alter (rot gestrichelt mit Dreieck).

(c) by Sven Hennig & Dt. Ring KVVaG
Tags: BAP, Comfort, Dt. Ring, Reale Beitragsentwicklung
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03.
September '10
Die Continentale Krankenversicherung führt einen neuen Tarif in der Krankenvollversicherung ein. Aufbauend (?) auf der bisherigen Strategie folgt nach dem ECONOMY Tarif ein weiterer unter dem Namen COMFORT.
Anders als viele anderen Tarife am Markt, enthält dieser Tarif keine absolute oder prozentuale Selbstbeteiligung. Es werden fallbezogene Eigenanteile in Höhe von 20 EUR für Arztbesuche, Heilmittel oder Medikamente berechnet.
Die COMFORT Tarife verbessern die Regelungen auch §1 Abs. 4 MB/KK 2009 dahingehend, dass diese nun 3 Monate eines vorübergehenden Auslandsaufenthaltes leisten. Kann der Versicherte jedoch nicht transportiert werden, so besteht auch für diesen Zeitraum weiterhin Versicherungsschutz. Der Rücktransport selbst ist erstattungsfähig, jedoch nur mit den „die Kosten einer gesunden Person übersteigenden Kosten“. Damit kann man sicher leben, auch wenn man sich klar sein muss, dass dann ggf. die neuen Flugko… weiterlesen
Mehr zu dem Tarif, den Optionsrechten, Zusatzbausteinen im stationären Bereich und dem Tarif selbst können Sie in meinem Kommentar zur Tarifeinführung des Tarifes COMFORT nachlesen. Dieser steht Ihnen im Downloadbereich kostenfrei als pdf Download zur Verfügung.
Tags: Comfort, Continentale, Tarifeinführung
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