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05.
Oktober '17

Continentale Economy und Comfort – das Desaster der fallbezogenen Selbstbeteiligung in der PKV


Vor einigen Tagen erreichte mich (mal wieder) ein Hilferuf eines Versicherten, einer den ich nutzen möchte um noch einmal mehr auf das Thema Fallbezogene Selbstbeteiligung einzugehen, ein Thema was in den Tarifen der Continentale Krankenversicherung sowohl im ECONOMY aber auch im COMFORT auftritt. Damit es etwas klarer wird, schauen wir uns das Thema Selbstbeteiligung einmal genauer in der Privaten Krankenversicherung an.

Die Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung (PKV)

Eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren ist für viele Interessenten und Kunden der PKV selbstverständlich. Einen Teil der jährlichen Krankheitskosten somit selbst zu zahlen, das ist eher unkritisch, wenn man denn weiss was einen erwartet.

Der Gesetzgeber hat zudem die maximal zu vereinbarende Selbstbeteiligung auf einen Betrag von 5.000 € pro Jahr gedeckelt, es kann also kein Schutz mit (wie mal möglich) 7.500 € jährlicher Eigenbeteiligung mehr abgeschlossen werden, an alten Bestandsverträgen ändert das natürlich nichts. Um zu verstehen wie die SB funktioniert, schauen wir uns einmal die drei unterschiedlichen Varianten an. In einem alten Beitrag habe ich diese bereits ausführlich erklärt, daher hier etwas knapper.

Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung

absolute, feste Selbstbeteiligung

Es wird ein fester Betrag vereinbart, dieser ist in Euro festgelegt und beschreibt den Teil, den der Versicherte zuerst aus eigener Tasche zahlen muss, bevor der Versicherer leistet. Bei einer vereinbarten SB von 300 € bekommt dieser also eine 200 € Rechnung noch nicht erstattet, von der nächsten Rechnung in gleicher Höhe aber schon mal 100 € wieder, weil der maximale Eigenanteil (200+100 €) somit erreicht ist.

prozentuale Selbstbeteiligung (ggf. mit Deckelung)

Auch kann ein Versicherer vereinbaren, eine prozentuale Selbstbeteiligung zu nutzen. In dieser Form könnte es zum Beispiel im Vertrag eine Regelung geben, nach der immer 20% als Eigenanteil berechnet werden, bis zum Rechnungsbetrag von 2.700 €, danach erfolgt eine Erstattung zu 100% (Regelung im Tarif comfort+ des Deutschen Rings)

Fällt hier also die erste 200 € Rechnung an, werden hiervon 160 € erstattet. Der Rest, die 20% = 40 € werden auf die SB angerechnet. Würde nun eine Rechnung von 3.000 € folgen, so wären hier eigentlich auch 20%, also 600 € abzuziehen. Da der maximale Abzugsbetrag aber bei 540 € (20% von 2.700 €) liegt, bekommt der Versicherte von den 3.000 € also 2.540 € erstattet. Denn: es sind nur noch 460 € von der SB übrig, 160 sind schon gezahlt und bei 540 € liegt der maximale Deckel.

fallbezogene Selbstbeteiligung

Das ist die dritte, kreative Variante. Die Continentale setzt diese bei den Tarifen ECONOMY (10 € pro Fall) und Comfort (20 € pro Fall) ein und zieht damit von jeder Rechnung ebendiesen Betrag ab. Habe ich eine Rechnung von 100 €, so werden 10 € abgezogen.

Doch hier kommt es gerade zum Problem, einem solchen wie der „Hilferuf“ hier zeigt. Eines vorweg, das Krankentagegeld ist hier sicher zu niedrig, vielleicht passte es auch damals zum Einkommen, aber es sind somit maximal 1.500 € pro Monat, davon ist die PKV weiter zu zahlen, daher überprüfen Sie bitte Ihr Kranken(tage)geld. Mehr Infos dazu finden Sie HIER UNTER DEM PUNKT KRANKENTAGEGELD.

Schauen wir uns einmal das Problem genauer an, dazu brauchen wir einmal die Bedingungen in den entsprechenden Tarifen, zum anderen brauchen wir mehr Informationen zu dem speziellen Fall. Hier handelt es sich nach einer Knieverletzung um eine sehr lange Behandlung. Seit 2,5 Jahren AU, also arbeitsunfähig zu sein wirft zudem die Frage auf, ob hier nicht lange BU, also Berufsunfähigkeit vorliegt. Das ist aber ein ganz anderes Thema, darum soll es hier gar nicht gehen, dennoch- lesen Sie einfach HIER ZUM THEMA KT-BU Übergang. (unten, letzter Absatz)

Continentale fallbezogene SB, Tarifregelungen

Grundlage sind die Bedingungswerke der jeweiligen Tarife CONTI Economy und CONTI Comfort. Diese schauen wir einmal genauer an.

Tarifwerk ECONOMY

In den Bedingungen dazu findet sich folgende Regelung, welche eine Selbstbeteiligung im Detail regelt:

Die Selbstbeteiligung beträgt für

–  ärztliche Leistungen nach Abs. I 1, Abs. I 11 und Abs. I 12 maximal 10,– Euro je Behandlungstag bei einem Arzt. Das gleiche gilt für gesondert berechnete Leistungen von Ärzten, die von dem behandelnden Arzt beauftragt werden (z.B. Laboruntersuchungen).

Also, morgens zum Arzt, Blut abgenommen, Beratung, Behandlung und Blut ins Labor geschickt.

Selbstbeteiligung 20 € für diesen TAG

–  psychotherapeutische Leistungen nach Abs. I 2 maximal 10,– Euro je Sitzung, jedoch nicht mehr als 30 % vom erstattungsfähigen Rechnungsbetrag.

Gehen wir von einem „Preis“ von 100 € pro Therapiesitzung und einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 30 Sitzungen pro Jahr aus, sprechen wir hier wieder über eine neue Selbstbeteiligung:

10 € pro Sitzung = 300 € SB (für das Jahr)

–  Leistungen von Hebammen und Entbindungspflegern nach Abs. I 3 maximal 10,– Euro je Behandlungstag bei einer Hebamme bzw. bei einem Entbindungspfleger.
–  Heilpraktikerleistungen nach Abs. I 4 maximal 10,– Euro je Behandlungstag bei einem Heilpraktiker oder Arzt.

Selbstbeteiligung 10 € für diesen TAG

–  häusliche Behandlungspflege nach Abs. I 5 maximal 10,– Euro je Behandlungstag durch geeignete Pflegefachkräfte.
–  Arznei- und Verbandmittel nach Abs. I 6 sowie Impfstoffe nach Abs. I 10 maximal 10,– Euro je Arzneimittel, je Verbandmittel und je Impfstoff. Sie entfällt für Arzneimittel (einschließlich Impfstoffe), die als Generika bezogen werden. Generika sind Arzneimittel, die in ihrem Wirkstoff, in ihrer Zusammensetzung und in ihrer Darreichungsform einem bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichem Medikament gleichen.

Nach so einer Knie OP braucht man… richtig, Verbände, Medikamente, Impfungen fallen auch mal an.

Kauft der Kunde es nicht als Generika, oder hat er es einfach vergessen, so fallen hier erneut 10 € PRO MEDIKAMENT und weitere 10 € je Verbandmittel an. Dazu bei jeder Impfung 10+10 €, denn einmal für den Stoff, einmal für das Impfen.

–  Heilmittel nach Abs. I 7 maximal 10,– Euro je Heilmittel an einem Behandlungstag.

Heilmittel sind spannend, denn es handelt sich hier um Krankengymnastik, Massagen, Packungen, Bewegungsbäder, schließlich möchte man wieder laufen können. Scheint hier nicht ganz so gut geklappt zu haben bei unserem Beispielfall, denn hier waren zwei weitere Operationen nötig und es geht von vorn los. Also wieder Medikamente, Verbände, Krankengymnastik. Doch weiter, KG und Massage, Bewegungsbäder etc. 20 Behandlungen sind jetzt bei einer Knie OP nicht so selten, eher mehr.

20 * 10 € = 200 € weitere Selbstbeteiligung

ACHTUNG: Die 10 € fallen pro Heilmittel an einem Tag an. Also: Wer morgens Krankengymnastik bekommt und nachmittags oder auch direkt danach ins Bewegungsbad geht, der zahlt 20 €, nicht 10.

–  Hilfsmittel nach Abs. I 8 maximal 50,– Euro je Hilfsmittel.

Auch das dürfte hier notwenig gewesen sein. Krücken, Bewegungsschiene, Bandagen etc. Also, 100, 150 € oder mehr weitere Selbstbeteiligung.

–  Krankentransporte nach Abs. I 13 und Abs. III 8 maximal 10,– Euro je Transport. Bei ärztlich verordneten Fahrten zur und von der nächstgelegenen, nach medizinischen Kriterien geeigneten Einrichtung für Dialyse, Strahlen- oder Chemotherapie gelten die Hin- und Rückfahrt zusammen als ein Transport.

Nicht in diesem Fall, aber großartig. Jeder Transport zur Chemotherapie oder zu Dialyse mit 10 €. Einer meiner Kunden muss da seit Jahren dreimal die Woche hin, sind

also 30 € * 53 Wochen = 1.560 € zusätzliche SB im Jahr.

–  zahnärztliche Leistungen nach Abs. II 1 maximal 10,– Euro je Behandlungstag bei einem Zahnarzt.

Auch hier, 10 € pro Tag

–  Krankenhausleistungen nach Abs. III 1, Abs. III 2 und Abs. III 6 maximal 10,– Euro je Kalendertag für höchstens 14 Kalendertage je vollstationärem Aufenthalt. Wenn die erstattungsfähigen Kosten geringer als die jeweilige vorgenannte Selbstbeteiligung sind, reduziert sich diese auf den niedrigeren Betrag.

Solche OP’s machen sich schlecht ambulant, gerade wenn diese kompilierter sind. Also, Krankenhaus. Ist auch nicht schlimm, man ist ja PKV versichert. Blöd nur,

Selbstbeteiligung 10 € pro Tag, max. 140 € JE AUFENTHALT

Wer also zwischendurch entlassen und zur nächsten OP wieder rein muss, der zahlt neu, wieder max. 140 €.

Tarifwerk COMFORT

Wer sich dann statt Eco für Comfort entschieden hat, der sollte mehr Komfort genießen und es besser haben. Oder? Oh, STOPP, wohl doch nicht, denn hier sind es nicht 10, sondern gleich 20 € pro Fall.

Ist auch nicht schlimm, schließlich zahlt der Kunde im Comfort auch mehr, da kann er sich auch die höhere SB leisten, oder? Unlogisch? Ich habe es mir nicht ausgedacht. Die Bedingungen zu beiden Tarifen können Sie hier nachlesen.

Das zeigt uns aber eines ganz deutlich, die Fallbezogene SB ist nix, also nur für ganz, ganz wenige Personen geeignet.

Continentale fallbezogene SB – ungeeignet für alle die Schutz wollen

In den Prospekten der Continentalen klingt das alles ganz entspannt und simpel. Die finden Sie hier:

Auch dort findet sich eine Beispielrechnung. Für den Economy sieht die laut Continentale so aus:

Für wen sind denn nun solche Tarife passend und geeignet?

  • – Menschen, die nie krank sind
  • – Menschen, die außer Vorsorge nix brauchen
  • – Menschen, welche wenn sie krank sind mit wenig Leistung und Generika zufrieden sind
  • – Menschen, die neben der PKV monatlich ausreichend Geld sparen, 200, 300, 400 € und garantieren können in den ersten 10 Jahren keine SB zu nutzen
  • – Menschen, die wenn, dann nur leichte Erkrankungen bekommen
  • – Menschen, die genug Geld „auf der hohen Kante haben“

Leider wird die Zielgruppe zumindest von den Vertretern der Conti und auch von „unabhängigen Beratern“ ganz anders definiert. Gerade weil der Tarif billig(er) ist, wird dieser von Menschen abgeschlossen (oder Ihnen aufgequatscht), die sich den nicht leisten können. Spätestens wenn hie regelmäßig Erkrankungen auftreten, die Erkrankungen chronisch sind oder länger dauern, dann ist das hier ein Fass ohne Boden.

Klar ist der Fall hier ein Extrembeispiel und klar ist es hier ein schlimmer Fall, drei Knie OP’s, zweieinhalb Jahre arbeitsunfähig, kleines Krankengeld, aber dennoch, es ist kein Einzelfall.

Die Krankenversicherung brauche ich nicht, wenn es mir gutgeht, auch nicht wenn es mal zwickt und mein Fuß verstaucht ist, ich brauche die dann, wenn es schlimm wird, lange dauert, Geld kostet und Chronisch wird.

Und dann… Dann VIEL ERFOLG (Spaß möchte ich nicht wünschen) mit solcher Entscheidung und solchen Tarifen.

Bevor Sie sich also dafür entschieden (im Augenblick werden wieder massiv Verträge der Hanse Merkur zur Continantalen umgedeckt, frage mich warum?), dann machen Sie dieses nur dann, wenn Sie alle Risiken kennen, verstanden haben, überblicken können und Geld haben, VIEL GELD! Danke !

04.
Juli '14

Deutscher Ring Krankenversicherung versichert (endlich) Kinder auch allein


Eine Versicherung eines Kindes allein in der Privaten Krankenversicherung (PKV) war und ist nicht unbedingt die einfachste Aufgabe. Viele Versicherer in der privaten Krankenversicherung scheuen sich vor dem Risiko, denn gerade kleine Kinder „kosten Geld“. Allein die regelmäßigen U Untersuchungen führen dazu, das die Beiträge aufgebraucht werden.

Daher versichern viele Unternehmen Kinder nicht ab Geburt oder erst ab einem bestimmten Lebensalter. Wer das wie tut, das können Sie in meiner ausführlichen Übersicht nachlesen, dort sind die Kriterien der „Kinderalleinversicherung festgelegt.

KV Kinder allein

Ab sofort ist eine Option für die ganz Kleinen zusätzlich vorhanden.

1.) 4. Geburtstag 

Abweichend von der bisherigen Regelung (Differenz Beginnjahr – Geburtsjahr) ist nun eine Alleinversicherung des Kindes auch möglich, wenn das Kind AM GEWÜNSCHTEN VERSICHERUNGSBEGINN das 4. Lebensjahr vollendet hat. (4. Geburtstag).

Ein Beispiel: Kind geboren am 1. 1. 2011, somit heute 3 Jahre alt. Dieses Kind wird am Tag des Versicherungsbeginns den 4. Geburtstag haben, daher ist es auch bereits heute versicherbar.

2.) Schutz der Eltern oder Ablaufkündigung

Ist ein Elternteil beim Deutschen Ring Krankenversicherung versichert, so kann auch das Kind dort versichert werden. Wechselt ein Elternteil in die PKV oder von einer anderen PKV zu dem Deutschen Ring (binnen 6 Monate), so kann auch das Kind dort versichert werden.

Beispiel: Wer erst zum 1.1. versicherungsfrei wird und bisher noch in der GKV versichert ist, der kann auch heute sein Kind bereits (gemeinsam mit seinem Antrag) beim Dt. Ring versichern.

3.) bestehende Zusatzverträge oder anderer Schutz bei der Signal Iduna Gruppe

Neu ist auch, wer andere Verträge von Kindern oder Geschwistern bei der Signal Iduna Gruppe hat, diese mindestens einen Jahresbeitrag von 1.200 EUR erreichen, auch der kann sein Kind allein beim Dt. Ring Kranken versichern. In der Information des Versicherers heißt es wörtlich: „zusätzlich zum KV Beitrag des Kindes … mindestens 1.200 EUR Jahresbeitrag von Eltern oder Geschwister (älter als 4 Jahre) seit mindestens einem Jahr an die Signal Iduna Gruppe“ Es kann sich dabei  um Sachversicherungen, Lebensversicherungsprodukte, eine BU oder dergleichen handeln.

Prämien für Kinder

Aktuell (Stand 07/2014) betragen die Prämien für Kinder beim Deutschen Ring:

– Tarif Comfort+ (80% max. 540 EUR SB) 145,39 EUR

– Tarif ESPRIT X+FUTURA (450 EUR SB ambulant, exkl. Vorsorge) 116,20 EUR mtl.

– Tarif ESPRIT+FUTURA (225 EUR SB) 127,32 EUR

– Tarif ESPRIT M (nur Mehrbettzimmer + Regelleistungen, SB 225 EUR) 120,13 EUR

– Tarif Esprit MX (Mehrbett, 450 EIUR SB ambulant) 108,89 EUR

Auch hier gilt, wie übrigens immer, es ist zwingend erforderlich sich mit den persönlich wichtigen Auswahlkriterien zu beschäftigen. Dazu finden Sie unter dem Punkt PKV –> Auswahlkriterien eine Reihe weiterer Informationen. Ob das Kind überhaupt in der PKV oder GKV versichert werden muss, das lesen Sie im Beitrag zur Kinderversicherung nach.

20.
Mai '14

Beitragsgarantien bis 2016 vom Deutschen Ring Krankenversicherung VvaG (für Unisextarife)


„Und es geht schon wieder los…“ oder so ähnlich hieß doch mal ein bekannter Schlagertitel, richtig?

Hier geht es aber heute nicht um Musik, sondern um garantiert stabile Beiträge bis 2016, genauer bis zum 31. 12. 2015, denn bis zu diesem Zeitpunkt garantiert der Deutsche Ring Krankenversicherung die stabilen Beiträge für Versicherte in den Unisextarifen und im Neugeschäft.

Welche Tarife sind garantiert?

Die Beitragsgarantie betrifft zunächst nur die Unisextarife, diese aber im Neugeschäft und im Bestand. In den Tarifen Comfort+, Esprit, Esprit X und Esprit MX wird es vor dem 01. 01. 2016 keine Beitragsanpassung geben. Das bedeutet in der Praxis (da Anpassungen beim Deutschen Ring immer zum 1.1. vorgenommen werden), das hier bis Ende 2015 keine Steigerung der Beiträge zu erwarten ist.

BAP Garantie DtRing 2015

Was passiert danach? 

Im Jahr 2016 ist eine Anpassung möglich und unter anderem davon abhängig, wie sich die so genannten auslösenden Faktoren entwickeln. Gründe für eine Beitragsanpassung in der Privaten Krankenversicherung habe ich bereits in meinem Beitrag hier beschrieben.

Eine Garantie allein sagt nichts

Wichtig ist nochmals zu erwähnen, allein aufgrund einer Beitragsgarantie sollte niemand seinen Tarif auswählen. Es ist nett zu wissen, das keine Anpassung notwenig ist, also ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, aber wichtiger als alles andere sind die Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung und viele Informationen welche Sie im Leitfaden nachlesen können, denn „den besten Tarif“ gibt es generell nicht.

13.
November '12

Deutscher Ring Krankenversicherung mit neuen Bedingungen zur Unisex-Welt in der Privaten Krankenversicherung


Als erstes Unternehmen der Branche hat der Deutscher Ring Krankenversicherungs-Verein a.G. seine in der Unisex-Welt geltenden Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen (AVB) für die Krankheitskosten-Vollversicherung herausgegeben. Gegenüber den heute Bedingungen ergeben sich ab dem nächsten Jahr einige Verbesserungen.

Im Teil I der Allgemeinen Bedingungen und damit für das gesamte Unisex-Tarifwerk gilt ab 2013:

  • Impfungen werden zukünftig auch dann bedingungsgemäß geleistet, wenn eine Auslandsreise Anlass der Impfung ist.
  • Die Behandlung in Medizinische Versorgungszentren wird nun bedingungsgemäß geleistet, bisher waren diese in den Bedingungswerken nicht genannt und wurden nur auf dem Wege der Kulanz geleistet.
  • Palliative Versorgung in Hospizen wird tarifübergreifend Bestandteil der Bedingungen: Dadurch wird die bisherige Schlechterstellung gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse aufgehoben und eine bisher nicht versicherte Lücke geschlossen.
  • Die erste Entziehungsmaßnahme wegen Sucht ist nun versichert, auch wenn auch der Versicherer die Leistung vor Behandlungsbeginn zusagen muss. Auf eine Anrechnung anderer Leistungsträger wird verzichtet.

Neben den Änderungen im Teil I und somit der Geltung für alle Tarife des Deutschen Rings, folgen auch in den Tarifbedingungen weitere Klarstellungen und Leistungsverbesserungen.

Änderungen im Tarif „Comfort+“

So werden im Tarif Comfort+ die Auslandskosten erstattungsfähig, welche in dem jeweiligen Land ortsüblich sind. In der bisherigen Version der Versicherungs-Bedingungen fanden sich keine klarstellenden Regelungen. Die psychotherapeutische Leistung wird dahingehend verbessert, das zukünftig nicht mehr 30, sondern bis zu 50 Sitzungen versichert sind. Dabei ist ab der 31. Sitzung eine Prüfung und Leistungszusage des Versicherers erforderlich. Die kleineren Änderungen im Bereich der Heilmittelversorgung umfassen die Hinzunahme der Leistungen von Podologen, Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik, Kältetherapie und manueller Therapie.

Hilfsmittelkatalog wird geöffnet

Die Produktlinien „Comfort+“ und „Esprit“ sowie die Beihilfetarife hat der Deutsche Ring nun mit einem offenen Hilfsmittelkatalog ausgestattet, nachdem bisher in einem geschlossenen Katalog nur ausdrücklich genannte Hilfmittel versichert waren. Den Empfehlungen für die Mindestkriterien des PKV-Verbandes folgend, versieht der Versicherer seine Bedingungen nunmehr mit der folgenden Aussage: (mehr …)

23.
September '11

Deutscher Ring Krankenversicherung aG verbessert Festbeträge und Tarifleistungen


Bei absoluten Grenzen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) besteht eine große Gefahr- die Inflation. Was heute 1.000 EUR wert sind, muss in 10, 15 oder 20 Jahren noch lange nicht so sein. Daher ist es mehr als löblich, diese Grenzen auch 2012 wieder anzupassen.

Nicht nur eine, sondern viele absolute Grenzen werden erhöht. Der Deutsche Ring Krankenversicherung hebt sich hier sicher positiv vom Markt ab.

In den Tarifen Classic, Classic+, Esprit, Comfort und Comfort+ musste bisher bei Kosten über 3.000 EUR ein Heil- und Kostenplan für die Zahnersatzleistungen eingereicht werden. Diese Grenze erhöht sich nun auf 3.500 EUR, also um sage und schreibe 16%.

In dem ESPRIT Tarif erhöht sich zudem auch noch das Ersatzkrankenhaustagegeld. Bekam der Kunde, der auf Wahlleistungen verzichtete, bisher 71 EUR am Tag, sind es nun 80 EUR pro Tag.

Auch der Esprit M, der Esprit X und der Esprit MX profitieren von Änderungen. Die Erhöhungen betreffen hier nicht nur die Summe zur Vorlage eines Heil- und Kostenplans (bisher 2.500 EUR, nun 3.500 EUR), sondern auch die Höchstgrenzen in den ersten Jahren, die so genannten Summenbegrenzungen. Diese betragen nun 1.200 EUR im ersten, 2.400 EUR im Zweiten, 3.600 EUR im Dritten, 4.800 EUR im Vierten, 6.000 EUR im Fünften und 12.000 EUR pro Jahr ab dem 6. Versicherungsjahr. Bisher war bei 10.000 EUR pro Jahr Schluss. Also immerhin eine Verbesserung von 20%.

Auch die Leistungen für Sehhilfen (Brillen oder Kontaktlinsen) werden von 200 EUR auf 225 EUR angehoben. Die Krankenhaustagegelder bei Verzicht auf Wahlleistungen erhöhen sich wie folgt (im Esprit X). Verzicht Privatarzt von 26 auf 30 EUR pro Tag, Versichert stationäre Wahlleistungen bei Unfall von 71 auf 80 EUR. Bei der vor- und nachstationären Behandlung gibt es nun zukünftig 60, statt 52 EUR.

All diese Verbesserungen gelten im Bestand und im Neugeschäft und führen nicht zu Mehrkosten. Damit keine Missverständnisse entstehen: Natürlich sind es X Euro die der Versicherer mehr zahlen muss, jedoch sind es keine Mehrleistungen im Sinne von Zusatzleistungen die vorher nicht versichert waren. Diese Anpassungen sind aber nötig, um den inflationsbedingten Verlust zu bereinigen.

Weitere Informationen:

Bedingungsverbesserungen beim Deutschen Ring Krankenversicherung ab 01. Juli 2011

Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Esprit, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG

Beitragsgarantie und Beitragsanpassungen des Dt. Rings Krankenversicherungsverein zum 01. 01. 2012

Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Comfort+, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG