Archiv für die Kategorie ‘Private KV’

13.
Mai '18

Schweigepflichtsentbindung im Antrag – warum die Einzelfallentscheidung immer besser ist


Die Entbindung von der Schweigepflicht ist ein wichtiges Instrument für die Versicherer. Nur mit einer solchen Genehmigung ist es dem Versicherer überhaupt möglich nachzuprüfen, ob bei der Antragstellung alle Angeben richtig gemacht wurden und ob somit die Risikoentscheidung richtig war und ist. Nur durch eine solche Prüfung und Kontrolle wird dabei auch verhindert, dass Kunden Zuschläge nicht zahlen, weil diese falsche Angaben machen.

Dennoch ist die generelle Genehmigung nicht optimal und birgt mehr Gefahren als diese Nutzen bringen könnte. Leider wird oft aus Bequemlichkeit immer noch diese Variante gewählt und am Ende geht dann, wenn das Kind „in den Brunnen gefallen ist“ das große Gejammer los. Was Sie aber tun können, damit Ihnen dieses gar nicht erst passiert und wie Sie solche Fehler und die Folgen vermeiden lesen Sie hier.

Die Arten der Schweigepflichtsentbindung

Insgesamt haben Sie meist vier Möglichkeiten in zwei verschiedenen Entscheidungen zu treffen, im Leistungsfall und zur Prüfung der Anzeigepflicht und dann jeweils zwei.

Auskünfte bei Leistung

Die erste ist die Frage der Schweigepflichtsentbindung im Leistunfsfall, also dem Fall den Sie (zumindest bei PKV und BU) auch noch erleben (bei Risiko LV ist das ja eher schwer im Todesfall) und somit stehen Ihnen hier zwei Optionen zu. Als Beispiel schauen wir uns den Antrag der Allianz für die Berufsunfähigkeit an, dort heisst es zunächst einmal:

„Sie können diese Erklärungen bereits an dieser Stelle unter Möglichkeit I oder später im Einzelfall (siehe Möglichkeit II) erteilen. Bitte entscheiden Sie sich für eine der beiden nachfolgenden Möglichkeiten. Sie können Ihre Entscheidung nachträglich jederzeit ändern.

Dabei stehen Ihnen die folgenden beiden Möglichkeiten zur Verfügung.

Möglichkeit I:
Ich willige ein, dass der Versicherer – soweit es für die Risikobeurteilung oder für die
Leistungsprüfung erforderlich ist – meine Gesundheitsdaten bei Ärzten, Pflegepersonen sowie bei Bediensteten von Krankenhäusern, sonstigen Krankenanstalten, Pflegeheimen, Personenversicherern, gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Behörden erhebt und für diese Zwecke verwendet. Ich befreie die genannten Personen und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen von ihrer Schweigepflicht, soweit meine zulässigerweise gespeicherten Gesundheitsdaten aus Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen sowie Versicherungsanträgen und -verträgen aus einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor Antragstellung an den Versicherer übermittelt werden. Ich bin darüber hinaus damit einverstanden, dass in diesem Zusammenhang – soweit erforderlich – meine Gesundheitsdaten sowie gegebenenfalls weitere von der Schweigepflicht geschützte Daten durch den Versicherer an diese Stellen weitergegeben werden und befreie auch insoweit die für den Versicherer tätigen Personen von ihrer Schweigepflicht. Ich werde vor jeder Datenerhebung nach den vorstehenden Absätzen unterrichtet, von wem und zu welchem Zweck die Daten erhoben werden sollen, und ich werde darauf hingewiesen, dass ich widersprechen und die erforderlichen Unterlagen selbst beibringen kann.“

Diese, leider zu oft gewählte Möglichkeit ist eine generelle Entbindung. Der Versicherer kann anfragen, unterrichtet Sie zwar darüber, aber wer weiss ob Sie nicht im Krankenhaus liegen, sich auf Kur befinden oder einfach nicht da sind um den Brief ui kommen. Parallel erfolgt schon die Anfrage an den Arzt und damit ist vielleicht auch die Antwort vom Arzt schon da, bevor Sie auch nur die geringste Chance hatten nachzufragen warum diese Information benötigt wird welche Alternativen es gibt die Informationen zu bekommen

Als Alternative dazu steht Ihnen aber natürlich auch eine adere Möglichkeit zur Verfügung, denn der Gesetzgeber verpflichtet die Anbieter Ihnen beides anzubieten, zumindest müssen sie dieses seit einigen Jahren. Was das für Verträge vor 2010 bedeutet lesen Sie weiter unten. Doch nun zu der Option:

Möglichkeit II:
Ich wünsche, dass mich der Versicherer in jedem Einzelfall informiert, von welchen Personen oder Einrichtungen zu welchem Zweck eine Auskunft benötigt wird. Ich werde dann jeweils entscheiden, ob ich – in die Erhebung und Verwendung meiner Gesundheitsdaten durch den Versicherer einwillige, die genannten Personen oder Einrichtungen sowie deren Mitarbeiter von ihrer Schweigepflicht entbinde und in die Übermittlung meiner Gesundheitsdaten an den Versicherer einwillige – oder die erforderlichen Unterlagen selbst beibringe. Mir ist bekannt, dass dies zu einer Verzögerung der Antragsbearbeitung oder der Prüfung der Leistungspflicht führen kann.
Soweit sich die vorstehenden Erklärungen auf meine Angaben bei der Antragstellung beziehen, gelten sie für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Vertragsschluss. Ergeben sich nach Vertragsschluss für den Versicherer konkrete Anhaltspunkte dafür, dass bei der Antragstellung vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht wurden und damit die Risikobeurteilung beeinflusst wurde, gelten die Erklärungen bis zu zehn Jahre nach Vertragsschluss.

Auskünfte bei der Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht

Auch hier haben Sie die beiden oben genannten Optionen. Dabei geht es aber dann nicht um die Frage ob eine Leistung erbracht wird oder diese medizinisch nötig ist, sondern vielmehr um die Frage der richtigen und vollständigen Angaben bei Antragstellung.

Der Versicherer muss und will hier prüfen, ob alle gemachten Angaben im Antrag vollständig waren, richtig angeben wurden und keine risikoerheblichen Informationen verschwiegen wurden. Das ist auch völlig legitim und richtig, denn nur so kann eine risikogerechte Einschätzung erfolgen und niemand bekommt zu unrecht einen Versicherungsschutz der ihr/ ihm nicht zusteht.

Weitere Artikel zur „vorvertraglichen Anzeigepflicht“

Gefahren der direkten und generellen Einwilligung?

Um zu verstehen, warum ich so vehement von der generellen Genehmigung abrate, schauen wir uns einmal die Formulierung an.

„… dass der Versicherer – soweit es für die Risikobeurteilung oder für die
Leistungsprüfung erforderlich ist – meine Gesundheitsdaten bei Ärzten, Pflegepersonen sowie bei Bediensteten von Krankenhäusern, sonstigen Krankenanstalten, Pflegeheimen, Personenversicherern, gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Behörden erhebt und für diese Zwecke verwendet. Ich befreie die genannten Personen und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen von ihrer Schweigepflicht, soweit
meine zulässigerweise gespeicherten Gesundheitsdaten aus Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen sowie Versicherungsanträgen und -verträgen aus einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor Antragstellung an den Versicherer übermittelt werden.“

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27.
April '18

Warum Sie nie, absolut niemals, Arztanfragen direkt an den Versicherer beantworten lassen sollten


Es könnte alles so einfach sein, wäre es nicht manchmal einfach nur kompliziert, oder? Was jetzt vielleicht nach einem Sprichwort klingt, ist leider Realität und machte mir in den letzten Tagen einiges an Arbeit und brachte dem Kunden einige schlaflose Nächte. Es geht um eine mögliche vorvertragliche Anzeigepflicht und die Frage, warum es falsch ist, den Arzt Atteste und Formulare ungeprüft an den Versicherer senden zu lassen.

Über die so genannte Vorvertragliche Anzeigepflicht können Sie hier im Blog so einiges lesen, auch solche Beispiele, wo der Antragsteller so absolut nichts dafürkonnte. Die Schlagzeilen des Abrechnungsbetruges oder der falschen Abrechnungsdiagnosen von Ärzten sind uns allen noch im Gedächtnis. Ein anderes Mal ist auch einfach niemand schuld und es kommt zu einer Verkettung unglücklicher Umstände.

Nach einer Antragstellung zu einer privaten Krankenvollversicherung, einer Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse oder auch einer Absicherung bei Berufsunfähigkeit kann es erforderlich sein zu überprüfen, ob der Versicherte bei der Antragsstellung auch alle Angaben korrekt und vollständig gemacht hat. Dazu benötigt der Versicherer zum einen Auskünfte des Antragstellers, zum anderen „Beweise“. Was hier so hart klingt ist es gar nicht, denn der Versicherer möchte sich nur vergewissern alle Angaben bekommen zu haben und schreibt dazu den Kunden an und bittet um eine Schweigepflichtentbindung.

Meine PKV will eine Entbindung von der Schweigepflicht und das schon bei der ersten Rechnung?

Wie ist der Ablauf hierbei?

Zunächst reichen Sie eine Rechnung ein und dem Versicherer kommt entweder eine Diagnose „komisch vor“ oder er möchte einfach stichprobenartig überprüfen. Das alles ist absolut kein Grund Panik oder Angst zu bekommen, es ist ein ganz normaler Vorgang soweit. Es gibt zudem einige Diagnosen wo gern einmal geprüft wird, ob wirklich bei Antragstellung keine solche Erkrankung und/ oder Beschwerden vorlagen.

1.) Schreiben des Versicherers, dass dieser weitere Auskünfte zur Rechnungsprüfung benötigt. Dabei liegt meist auch eine „Erklärung über die Entbindung von der Schweigepflicht“ 2.) Bitte diese an den Arzt zu senden und dieser möge dann das beiliegende Attest/ Formular ausfüllen oder bestimmte Fragen beantworten

Diese Unterlagen erhalten Sie nun nach Hause geschickt. Generell ergeben sich nun zwei Möglichkeiten, welche aber ganz unterschiedliche Folgen haben können. Daher schauen wir uns diese einmal an.

Option 1 – Unterlagen an Arzt und von dort an die Versicherung

Das ist der Weg, welcher Ihnen am wenigsten Arbeit macht und leider wird dieser auch immer häufiger genutzt. Einige Versicherer bitten Sie auch darum, diese Erklärung an den Versicherer selbst zurückzusenden, damit dieser direkt bei den Ärzten anfragen kann. Leider denken sich viele Kunden dann: „Wenn es mir Arbeit spart und er sich darum kümmert, dann mache ich das so, schließlich habe ich nichts zu verbergen und alles korrekt angegeben.“

Doch hier liegt die große Gefahr. So geben Sie dem Versicherer einen Freibrief den Arzt anzufragen oder dem Arzt die Ermächtigung das Attest auszufüllen und dann dieses direkt an den Versicherer zu senden. Sie haben keinerlei Kontrolle und Einsicht in diese Dokumente, bis der Versicherer oder Arzt Ihnen eine Kopie zur Verfügung stellt. Diese bekommen Sie natürlich, dann ist das „Kind aber schon in den Brunnen gefallen.“

Nehmen wir einen aktuellen Fall eines Interessenten als Beispiel. Auch hier hatte dieser das genauso gemacht. Attest beim Arzt abgegeben, den Berater wollte man damit auch nicht belästigen und so klang doch alles schön einfach.

Dann schrieb der Arzt ein Attest und schickte dieses zu dem Versicherer. Der wiederrum fand dort so einige Befunde, welche im Antrag nicht standen aber nach seiner Auffassung hätten stehen sollen und tat was? Richtig. Er trat vom Antrag zurück und der Kunde stünde zunächst ohne Versicherungsschutz da.

Hier ist es noch die „harmlose Variante“, denn grundsätzlich können drei verschiedene Szenarien eintreten.

1.) es stellt sich heraus, dass alles in Ordnung und korrekt war. Dann antwortet der Versicherer in etwa so:

2.) es stellt sich heraus, dass nicht alles angeben wurde, aber dennoch Versicherungsschutz angeboten worden wäre. Hier bietet der Versicherer dann nachträglich eine Vertragsanpassung an und verlangt den Zuschlag, welchen er auch sonst genommen hätte. Stimmt der Kunde einer solchen Anpassung nicht zu und zahlt den Zuschlag nicht rückwirkend nach, so gibt es keine Leistung und der Vertrag endet.

3.) Die wohl schlechteste Option ist jedoch eine andere. Der Rücktritt ohne Angebot. Dabei teilt Ihnen der Versicherer mit, dass dieser den Vertrag so nicht geschlossen hätte und er somit von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch macht. Damit besteht auch rückwirkend ggf. kein Versicherungsschutz.

Dieses war auch in unserem heutigen Beispiel so. Der Versicherer hatte eine Anfrage auf Kostenübernahme für eine Behandlung bekommen, dann den Kunden angeschrieben und dieser hatte den Arzt gebeten es auszufüllen. Das Schreiben ging dann direkt an den Versicherer und enthielt nicht nur falsche, sondern auch überflüssige Informationen.

So hat der Arzt weitaus mehr Auskünfte erteilt als dem Versicherer zustanden, denn die Antragsfragen reichen immer nur eine bestimmte Zeit zurück. Weiterhin waren hier gänzlich falsche Angaben enthalten. Das alles hat den Versicherer zum Rücktritt bewogen.

Nachdem der Kunde nun dieses Schreiben hatte, begannen die schlaflosen Nächte. Ihm war gekündigt worden, er hatte nicht nur keinen Versicherungsschutz, sondern zudem standen Behandlungen an. Der schnelle Abschluss einer anderen Versicherung fiel somit auch aus.

Erst jetzt forderte der Kunde eine Kopie des Attestes an und fand die falschen Antworten heraus. Nun galt es diese zu klären.

Das gelingt oft auch, wenn der Arzt bereit ist zu helfen und es auch wirklich so war. Aber stellen Sie sich vor Sie wären Arzt und haben vor Jahren eine falsche Diagnose zur Abrechnung benutzt. Ungeachtet der Tatsache, dass sich kein Arzt an Behandlungen eines Patienten vor Jahren erinnern kann, wird auch niemand freiwillig zugeben betrogen zu haben. Der Kunde muss also hier oft beweisen, dass die Diagnose falsch war oder so gar nicht bestand. Aus einfachen Verspannungen werden somit komplexe Rückenerkrankungen, aus einer „Gefälligkeitskrankschreibung“ am Montagmorgen eine psychische Diagnose. Glauben Sie ernsthaft der Arzt schreibt Ihnen nach Jahren ein Attest nach dem Motto:

„Der Kunde hatte nichts, aber aus Gefälligkeit habe ich ihn dennoch einige Tage krankgeschrieben?“

Sicher nicht.

Ist das Attest aber nun einmal bereits beim Versicherer, dann ist es nicht mehr lösbar.

Vertrauen ist gut, Kontrolle aber besser

Egal ob es sich um eine falsche Abrechnungsdiagnose, eine Gefälligkeit oder einfache Beschwerden mit nun komplizierten Diagnosen handelte, all diese Fälle haben eines gemeinsam. Sie führen zu großen Problemen.

Haben Sie sich aber stattdessen für den anderen Weg entschieden, dann wählen Sie die

Option 2 – Atteste selbst besorgen

Klar, jetzt haben Sie mehr Arbeit und Rennerei. Sie müssen zwar keine Schweigepflichtentbindung unterschreiben, aber der Versicherer möchte dennoch Antworten auf seine Fragen. Hierzu wird er Ihnen die Fragen stellen und Sie müssen diese beim Arzt beantworten lassen, wahrheitsgemäß.

Finden Sie nun aber falsche, unvollständige oder zu umfassende Auskünfte und Diagnosen, so können Sie, BEVOR das Attest irgendwo hin geht, mit dem Arzt das Gespräch suchen. Sie können klären wie und woher diese Fehler kamen und eine Lösung suchen.

Dabei geht es in keinem Fall darum, hier berechtigte Informationen und Diagnosen wegzulassen, schön zu reden oder zu betrügen. Es geht aber darum die Richtigkeit vorher zu überprüfen.

Es ist immer einfacher zu agieren, als zu reagieren. Einen bereits ausgesprochenen Rücktritt zu revidieren ist weitaus schwieriger/ aufwändiger, als vorher die Fakten zu sammeln, Erklärungen zu liefern oder eigene Schilderungen zu Arztbesuchen und Beschwerden zu ergänzen und somit dem Prüfer die passenden Informationen zu liefern.

SPRECHEN SIE MIT IHREM BERATER – immer

Nein, Sie belästigen den Makler oder Vertreter damit nicht. Das ist unser/ mein Job und den mache ich gern. Wenn Sie also als Kunde Post von Ihrer Versicherung bekommen und um eine Entbindung von der Schweigepflicht gebeten werden, tun Sie immer und ausnahmslos Folgendes:

1.) Rufen Sie Ihren Berater an oder schreiben Sie eine Mail 2.) Sammeln Sie bereits alle Informationen zur Diagnose, suchen Sie Rechnungen und Befunde zusammen 3.) Nach dem Gespräch bitten Sie den Versicherer (oder Ihr Berater tut dies) die Fragen konkret zu stellen und bieten Sie an, alle Informationen zu besorgen

Aus dieser Verfahrensweise ergibt sich für Sie keinerlei Nachteil. Vielleicht dauert es einige Tage länger, aber das war es auch schon.

Genau für solche Fälle haben Sie einen Berater, genau in solchen Situationen ist er der richtige Ansprechpartner und vermeidet Ihnen viel Ärger.

Haben Sie Bekannte oder Kollegen, welche ebenfalls eine Krankenvoll-, Krankenzusatz- oder Berufsunfähigkeitsversicherung haben? Geben Sie diese wichtige Information durchaus gern weiter, erzählen es oder teilen diesen Link. Wenn am Ende nur hängen bleibt…

Versicherer schreibt – Schweigepflicht – zuerst Berater anrufen

dann hat sich das Lesen schon gelohnt und es spart allen viel Zeit, Ärger und schlaflose Nächte!

12.
April '18

Was passiert bei Arbeitslosigkeit mit meiner privaten Krankenversicherung?


Eine Frage die recht häufig im LiveChat (den Sie auch kostenfrei auf der linken Seite auf dieser Website nutzen können) vorkommt, ist die nach dem Verbleib in der privaten Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit. Dabei ist der Ablauf eigentlich ganz einfach und daher werde ich hier in einem kurzen Beitrag die wichtigsten Fragen zusammenfassen.

Ich werde arbeitslos, was passiert mit meinem PKV Vertrag?

Grundsätzlich gibt es, je nach Dauer der Vorversicherung, mehrere Optionen. Zunächst einmal löst eine Arbeitslosigkeit allein noch keine Änderung des Versicherungsstatus aus. Wohl aber der Bezug des Arbeitslosengeldes I.

Die Regelung findet sich in dem Sozialgesetzbuch. genau lautet diese wie folgt:

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 5 Versicherungspflicht
(1) Versicherungspflichtig sind

1. Arbeiter, Angestellte und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind,
2. Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld nach dem Dritten Buch beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil der Anspruch wegen einer Sperrzeit (§ 159 des Dritten Buches) oder wegen einer Urlaubsabgeltung (§ 157 Absatz 2 des Dritten Buches) ruht; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist,

Das bedeutet dann also auch, Sie werden versicherungspflichtig in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Es sei denn…

(3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind.

Kann ich auch in der PKV bleiben?

Die Antwort lautet hier „vielleicht“. Vielleicht deshalb, weil zuvor eine andere Frage zu klären ist. Voraussetzung für einen Verbleib in der privaten Krankenversicherung ist demnach eine Befreiung von der Versicherungspflicht. Diese ist- Sie ahnen es schon- ebenfalls im Sozialgesetzbuch geregelt.

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 8 Befreiung von der Versicherungspflicht
(1) Auf Antrag wird von der Versicherungspflicht befreit, wer versicherungspflichtig wird

(…)
1a. durch den Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld (§ 5 Abs. 1 Nr. 2) und in den letzten fünf Jahren vor dem Leistungsbezug nicht gesetzlich krankenversichert war, wenn er bei einem Krankenversicherungsunternehmen versichert ist und Vertragsleistungen erhält, die der Art und dem Umfang nach den Leistungen dieses Buches entsprechen,

(…)

(2) Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Die Befreiung wirkt vom Beginn der Versicherungspflicht an, wenn seit diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, sonst vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Die Befreiung wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Wenn Sie also versicherungspflichtig werden und das nicht möchten, kann ein Verbleib in der PKV möglich sein. Dazu müssen aber fünf Jahre Versicherungszeit in der Privaten Krankenversicherung erfüllt sein. Weiterhin müssen Sie folgendes tun:

  • 1.) Sie müssen sich bei einer Krankenkasse (egal welche, wenn die letzte vor der PKV bekannt, dann diese) befreien lassen

  • 2.) Sie müssen dort den Nachweis erbringen, anderweitig versichert zu sein. Eine solche Bescheinigung erhalten Sie bei Ihrer bisherigen PKV

Wie finde ich die passende Gesetzliche Krankenkasse?

Entscheiden Sie sich aber gegen die Befreiung oder haben gar keine Option der Befreiung, dann benötigen Sie kurzfristig einen entsprechenden Versicherungsschutz in der GKV. Dazu können Sie sich frei zwischen allen geöffneten Krankenkassen entscheiden. Eine Entscheidungshilfe bietet Ihnen der Vergleichsrechner zu den Gesetzlichen Kassen. Dieser kann sowohl rein nach Beitragssatz und Zusatzbeitrag, aber auch nach gewünschten Leistungen filtern.Dazu klicken Sie einfach auf das folgende Bild und kommen dann zum Krankenkassenvergleich.

Bei dieser gesetzlichen Krankenkasse müssen Sie dann:

Muss mich jede gesetzliche Krankenkasse aufnehmen?

Ja, wenn Sie versicherungspflichtig sind, besteht für jede geöffnete Kasse Aufnahmezwang. Lediglich bestimmte Kassen für einige wenige Personengruppen oder Kassen die in Ihrem Bundesland nicht geöffnet sind können Sie nicht wählen.

Wie kündige ich meine private Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung ist normalerweise mit einer Frist von drei Monaten zum Versicherungs-/Kalenderjahresende kündbar. Nicht jedoch hier, wenn Versicherungspflicht eintritt. Die Regelungen zur Beendigung der PKV finden sich dazu in dem Paragraphen 205 des Versicherungsvertragsgesetzes. (mehr …)

15.
März '18

Arbeitgeberzuschuss, wenn die Kinder bei dem anderen Partner versichert sind


Ich weiss nicht woran es liegt. Fehlendes Wissen der Berater, fehlende Nachfrage durch den Interessenten vor Abschluss eines Vertrages oder einfach „Sorglosigkeit“. Diese Frage kommt mindestens einmal die Woche und zu den Themen Arbeitgeberzuschuss habe ich einige Male geschrieben. Dazu sind auch die Beiträge:

Arbeitgeberzuschuss bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung 

und

Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige 

interessant. Dennoch möchte ich diese Frage aus dem heutigen LiveChat (den Sie auch gern unten links hier auf der Seite nutzen können) nochmals zum Anlass nehmen, dieses etwas genauer zu erklären.

Das Problem – der Versicherungsnehmer der Kinder – PKV ist nicht der Arbeitnehmer selbst

Während ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung der Kinder generell nicht in Frage kommt, wenn diese freiwillig in der gesetzlichen Kasse geblieben sind, so besteht schon die Möglichkeit einen Zuschuss dann zu bekommen, wenn diese auch privat versichert sind. Dazu müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein, eine davon ist die private Versicherung selbst.

Sind also nun beide Ehepartner privat versichert oder waren es vielleicht einmal und die Versicherung der Kinder besteht bei einem anderen Versicherer als dem, in welchem der Arbeitnehmer heute versichert ist, dann wird es teilweise problematisch und oft wissen auch dann die Personalabteilungen nicht mehr Bescheid.

Eigentlich ist es aber gar nicht so schwer. Zu klären ist neben der Frage, ob die Kinder privat versichert sind, auch noch eine andere. Der Arbeitnehmer welcher den Arbeitgeber um einen Zuschlag bitten möchte, muss auch der Versicherungsnehmer sein.

Grundlage dieser Voraussetzung ist, wie auch zum AG Zuschuss allgemein, der Paragraph 257 des Sozialgesetzbuches Nr. 5. Hier werden nicht nur die Voraussetzungen eines solchen Zuschusses geregelt, auch die weiteren Informationen finden sich hier.

Wer kein VN ist, kann keine AG Bescheinigung bekommen

Nehmen wir nun die Sitiation aus dem oben genannten Beispiel. Die Frau und auch der Mann sind privat versichert. Aus welchem Grund auch immer hat die Frau die Kinder bei sich versichert, vielleicht passte damals der Schutz einfach besser. Der Mann, nun ebenfalls privat versichert, möchte seinen Arbeitgeber nun nach einem Zuschuss fragen. Das ist zunächst zu prüfen, wie hoch der eigene Beitrag ist und ob bis zum Höchstzuschuss überhaupt noch Luft ist.

Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung 2018 und neuer Arbeitgeberzuschuss 2018 – Sozialversicherungswerte im Überblick

Ist dem so, so prüfen wir weiter. Dazu reicht es nicht aus, wenn die Kinder bei der Frau versichert sind. Der dortige Versicherer würde natürlich eine AG Bescheinigung auf den NAMEN DER FRAU als Versicherungsnehmerin ausstellen. Diese kann der Mann aber nicht bei seinem Arbeitgeber einreichen, denn dieser zahlt den Zuschuss nur, wenn die Bescheinigung auf ihn ausgestellt ist.

Schauen Sie einmal auf das folgende Schema und gehen die Schritte von oben links einfach durch.

Gibt es eine Lösung?

Klar gibt es die. Einen Versicherungsnehmer kann ich durchaus ändern. Dazu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung an den Versicherer. Hierzu muss erklärt werden, wer der neue Versicherungsnehmer werden soll, ein Grund muss nicht angegeben werden, kann aber hilfreich sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Versicherungsnummer _________ sind derzeit unter anderem meine Kinder _______ geb. am ________ und  _______ geb. am ________ versichert. Versicherungsnehmer(in) bisher ist ___________________.

Zur Erlangung eines Arbeitgeberzuschusses ändern Sie bitte die Versicherungsnehmereigenschaft für den Vertragsteil der Kinder. Neuer Versicherungsnehmer soll damit werden:

Name, Anschrift, Geb. Datum

Die Beiträge werden wie bisher von ________ gezahlt.

ODER

Die Beiträge sollen künftig durch den neuen VN gezahlt werden. Bitte buchen Sie diese ab dem Monat _____ von dem folgenden Konto ab:

_____________

Bitte stellen Sie nach Übertragung/ Abspaltung die Bescheinigungen zur Erlangung des Arbeitgeberzuschusses aus.

mit freundlichen Grüßen

_________ (neuer VN)

Der Übertragung der Vertargsteile meiner oben genannter Kinder stimme ich zu und bitte um Änderung der VN Eigenschaft und Überführung in einen separaten Vertrag mit oben genanntem VN.

_________ (bisheriger VN)

Nachdem Sie dieses Schreiben dem alten Versicherer mitgeteilt haben, bekommen Sie meist noch eimal weitere Unterlagen. So müssen Sie Vertragsbedingungen erhalten und denen zustimmen, Unterlagen zum Datenschutz und die SEPA Erklärung bekommen und akzeptieren.

Am Ende werden Sie dann- mit allen Rechten und Pflichten- Versicherungsnehmer/in für den PKV Teil der Kinder und können damit auch einen AG Zuschuss beantragen. Sie sehen also, eine lösbare Variante, aber es bedarf einiger Änderungen.

13.
März '18

Wenn der Arzt durch’s Smartphone schaut – Barmenia und Teleclinic in der Vorreiterrolle


Wer kennt das nicht. Die Nacht schlecht geschlafen, x-Mal von einer Seite auf die Andere gedreht und nun am Morgen fühlt sich das irgendwie nicht gut an. Auf dem Weg ins Bad am Fieberthermometer vorbei. 38.8 Grad blinken Ihnen auf dem Display freundlich entgegen. Also, ab zum Arzt, oder doch nicht?

Ärztliche Meinung ganz ohne Praxisbesuch

Die Barmenia geht hier gemeinsam mit der Teleclinic einen neuen, innovativen Weg. Wie der Name schon sagt, bietet die Teleclinic eine (fach-)ärztliche (Erst-)Beratung zum Einen, weitere Leistungen exklusiv in Baden Württemberg (Pilotprojekt) zum Anderen. Dazu aber unten noch etwas mehr, zunächst geht es um die Leistungen für alle Nutzer. Die Tür zum Arzt führt hier über das Smartphone, Tablett oder den Computer und bietet diverse Möglichkeiten. Zuerst schauen wir uns einmal die Leistungen und das Angebot der Teleclinic an.

  • – Online-Sprechstunde mit Fachärzten. Ob Video oder telefonisch bleibt Ihnen überlassen

  • – Schnelle Fragen- schnelle Antworten mit der Chatfunktion

  • – Terminservice – so kommen Sie schnell an einen Facharzttermin vor Ort

  • – Terminübersicht – keinen Arzttermin mehr verpassen

  • – Persönliches Gesundheitskonto (mehr dazu unten)

  • – 7 Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar, auch aus dem Ausland

  • – schnell zum Arztgespräch und einem med. Rat

  • – über 150 Ärzte aus 30 Fachrichtungen

  • – alle Ärzte in Praxen oder Krankenhäusern in Deutschland tätig und natürlich zugelassen

  • – mind. 6 Jahre Praxiserfahrung der Ärzte

Mit der Teleclinic öffnet sich für die Barmenia Kunden eine neue, freiwillige Zusatzleistung. Niemand muss den Service nutzen, aber wer dieses Angebot wahrnehmen möchte und zu dem Kundenkreis gehört, der erhält hier eine neue und weitere Möglichkeit der medizinischen Beratung. Derzeit noch als Pilotprojekt in Baden Württemberg werden die dort getesteten Leistungen dann auch ggf. nach Abschluss für andere Bundesländer verfügbar sein.

Dabei sind noch einige Punkte relevant. Die Barmenia und die Teleclinic sind Partner. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass es hier einen Informationsaustausch gibt, denn:

  • – es besteht wie sonst auch ärztliche Schweigepflicht
  • – der Versicherer hat keinerlei Zugriff auf Gesundheitsdaten
  • – die Teleclinik speichert die Daten verschlüsselt in Deutschland
  • – Sie entscheiden wer welche Informationen bekommt
  • – ideal um seine Krankenhistorie aufzubereiten und aktuell zu halten

Ein weiterer Vorteil:

Die Leistungen der Teleclinc sind

  • – unschädlich für die Beitragsrückersattung

  • – werden nicht auf die Selbstbeteiligung angerechnet

  • – sind kostenfrei

Welche Barmenia Kunden können die Leistungen der Teleclinic nutzen?

Der Service steht allen Kunden mit einer Krankenvollversicherung der Barmenia zur Verfügung. Voraussetzung ist hier, diese muss stationäre Wahlleistungen beinhalten, also das Ein-/Zweibettzimmer und die wahlärztliche Leistung.

Jeder Barmenia-Kunde mit Krankheitskosten-Vollversicherungstarif (uni- und bisex), in dem stationär ein Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlungen sowie ambulant das Facharztmodell versichert ist, inkl. Beamte, Ärzte und die zugehörigen Ausbildungstarife. Es handelt sich um eine zusätzliche, freiwillige Serviceleistung der Barmenia Krankenversicherung.

Wie und wo erfolgt die Registrierung?

Es ist wie immer. Gerade wer hier Gesundheitsdaten speichern möchte und damit hochsensible Daten, der muss sicher gehen, dass dieses auch nur ihm selbst zugänglich ist. Dazu ist eine Registrierung nötig. Zunächst einmal muss ein Zugang zum Kundenportal „meine Barmenia“ bestehen. Einen solchen Zugang sollten Sie bereits haben, wenn Sie schon Kunde sind, falls nicht richten Sie diesen einfach und unkompliziert ein.

  • Rufen Sie den LINK hier auf und registrieren Sie sich bitte für das Portal. Dabei ist es nicht nur für die Teleclinic relevant. Auch erhalten Sie hierüber alle Vertragsinformationen, Versicherungsscheine, Bescheinigungen für den Arbeitgeber und alles digital als pdf und mit immer verfügbar wann und wo Sie es brauchen. 

Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, ist eine Aktivierung nötig. Dieses erfolgt- ja ich weiss es mag altmodisch sein- mit einem Brief per Post, nachdem Sie die erhaltene E-Mail und damit den Anmeldewusch bestätigt haben. Warum? Weil persönliche Daten auch persönlich bleiben sollen.

Im weiteren Verlauf laden Sie sich- wenn gewünscht- die entsprechende APP herunter. Diese steht Ihnen auf dem Downloadportal zur Verfügung und leitet Sie dann direkt in den Appstore für Ihr Gerät.

So läuft die Beratung ab

Nachdem Sie sich also registriert haben und das nächste/ erste Mal eine ärztliche Beratung benötigen, starten Sie die App oder nutzen das Portal über Ihren PC. Sie werden dann mit einer der medizinischen Assistenten/innen verbunden, welche zunächst einmal einige persönliche Daten und Ihre Beschwerden abfragt. Dieses ist nötig, um den Arzt der passenden Fachrichtung zu ermitteln.

Hier erhalten Sie dann im weiteren Verlauf einen Termin. Zu diesem Termin werden Sie direkt mit dem Arzt verbunden, so Sie dieses nicht sofort wünschen. Verspüren Sie also im Büro Beschwerden, so können Sie den Termin vorbereiten und sich direkt am Abend zu Hause beraten lassen.

Dazu kann der Arzt im Video-Telefonat nicht nur Fragen stellen, sondern Sie auch sehen. So lassen sich Hauterkrankungen besser diagnostizieren oder aber auch Beschwerden besser beschreiben und zeigen. Wenn Sie dieses nicht möchten, so nutzen Sie einfach den normalen Anruf.

Das persönliche Gesundheitskonto – alles schnell verfügbar

Ein weiterer Vorteil liegt in der Speicherung von Terminen, medizinischen Unterlagen, Allergiepass und vielem mehr. So haben Sie diese Unterlagen nicht nur zu Hause, auch im Urlaub oder auf Reisen schnell parat und können diese ggf. auch dem Arzt der Teleclinic gezielt und individuell freigeben. Auch Aufnahmen von Bildgebender Diagnostic wie Röntgenbilder oder MRT/ CT Untersuchungen haben Sie somit griffbereit und können diese auch für eine Zweitmeinung nutzen. Gerade im Ausland und / oder wenn Sprachbarrieren dazukommen, ist so eine zweite Meinung oftmals goldwert.

So geht Zukunft schon heute – Baden Württemberg als Pilotphase

Wer heute zu dem oben genannten Kundenkreis gehört und zudem noch in Baden Württemberg wohnt, der bekommt gleich noch zwei zusätzliche Leistungen. Im Rahmen der Pilotphase, die der Gesetzgeber nur hier erlaubt hat, kann der Arzt der Teleclinic auch:

  • – Rezepte Ausstellen

  • – Überweisungen ausstellen

  • – AU Bescheinigungen erteilen

Durch die Teleclinc kann so das Rezept direkt an die Apotheke übermittelt werden, Sie brauchen das Medikament dann nur noch abholen. Mehr Infos und Details zu dem Pilotprojekt finden Sie auch hier. Zukünftig wird es auch hier dann noch etwas einfacher, denn wer nur einen Tag zu Hause bleiben muss und ggf. nur ein (Folge-)Rezept braucht, dem bleiben der Weg zum Arzt und volle Wartezimmer dann erspart.