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14.
Juli '17

Risikovoranfrage als anonyme Anfrage oder via digitalen Helfern und warum die Erde immer noch rund ist


Klar ist die Erde rund, weiß doch jedes Kind, werden Sie jetzt vielleicht denken. Der Titel ist aber bewusst so gewählt, da dieses eine Antwort auf den Blogbeitrag von Katrin Bornberg ist, der Geschäftsführenden Gesellschafterin von VersDiagnose.

Eine Risikovoranfrage ist unverzichtbar – und die Erde ist eine Scheibe

Doch bevor ich auf einige Punkte antworte, vielleicht etwas allgemeiner und auch insbesondere für den Kunden/ Interessenten und Laien verständlicher erklärt, worum es überhaupt geht.

Risikovoranfrage – was ist das überhaupt?

Bereits in einigen anderen Blogbeiträgen habe ich darüber geschrieben, wie wichtig eine sorgfältige Aufarbeitung der Unterlagen ist, wie wichtig das Besorgen der Arztunterlagen ist und ein gewissenhaftes Ausfüllen von Unterlagen und Gesundheitsfragen.

Warum es ohne eine anonyme Anfrage und einen qualifizierten Berater nicht geht

Nach der Einschätzung durch die Gesellschaft ist dann klar, ob und wie diese das Risiko bewerten. Dabei haben wir zwei unterschiedliche Punkte die zu bewerten sind:

  • –  die Versicherbarkeit aufgrund von gesundheitlichen Vorerkrankungen und
  • –  die Versicherbarkeit aufgrund besonderer Risiken wie Sportarten, besonderer Freizeitbeschäftigungen, berufsbedingten Gefahren und vieles mehr

Mit einer Risikovoranfrage lassen sich beide Bereiche abdecken, meist erfordert dieses aber etwas Aufwand. Dazu müssen natürlich die Gesundheitsfragen ausgefüllt werden, der Gesellschaft müssen nötige Informationen mitgeteilt werden, um überhaupt eine vernünftige Einschätzung abgeben zu können.

Risikovoranfrage – die zwei Wege

Beginnen wir zunächst mit dem klassischen Weg, ganz ohne digitale Helfer und auf dem Weg, der sich bei vielen Kollegen in den letzten Jahren etabliert hat.

anonyme Anfrage durch den Berater- direkt bei der Gesellschaft

Dazu werden die entsprechenden Daten aufbereitet und dem Versicherer zur Verfügung gestellt. Nun ist es ja in vielen Fällen nicht so, dass ich gleichzeitig acht, neun, zehn Versicherer brauche um das Risiko anzufragen. Warum? Weil es nach einer ausgewogenen Beratung eben nicht unbedingt zehn Anbieter gibt, welche den Bedarf des Kunden decken können. Gerade bei Kollegen mit homogenen Kundengruppen und oftmals identischen Anforderungen (oft Angestellte, Mitte dreißig, Studienabschluss, Bürotätigkeiten) reduziert sich der Bedarf zum Beispiel in der Berufsunfähigkeit auf eine überschaubare Anzahl an Unternehmen und Tarifen. Nicht weil es nicht mehr Anbieter gibt, sondern weil bei einem Leistungsanspruch „Top Tarife“ eben nicht mehr zwanzig, sondern deutlich weniger übrig bleiben.

Gießkannenprinzip nur bedingt sinnvoll

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass eine allumfängliche Beratung auch die Anfrage bei allen Versicherern enthalten soll, denn nur so ist klar wer den Kunden wie nimmt und versichern kann. Doch was nützt am Ende eine Annahme(-möglichkeit) bei einem Unternehmen, wo der Tarif oder das Produkt nicht passen? Dieses Prinzip, mit der Gießkanne mal die Gesundheitsdaten des Kunden mal auszukippen und zu sehen „wer nimmt mich denn überhaupt“ kann nicht das Ziel sein.

Natürlich ist vielleicht ein etwas leistungsschwächerer Tarif in der Berufsunfähigkeit besser als gar kein Schutz, natürlich kann es sinnvoll sein bei bestimmten Vorerkrankungen einmal zu prüfen ob nicht „irgendwas geht“, das ist aber nicht die Regel. Bei vielen Vorerkrankungen werden Unternehmen eine Klausel anbieten, einen Zuschlag oder eine entsprechende Ergänzung fordern.

Diese Einzelanfrage hat Vor- und Nachteile, wie alles andere im Leben auch.

  • Vorteile der anonymen Anfrage durch den Berater
  • –  direkter Kontakt zum Risikoprüfer der Gesellschaft
  • –  Rückmeldung zu Möglichkeiten der Klausegestaltung, Nachfrage nach weiteren Unterlagen
  • –  „Verhandlungsmöglichkeit“
  • –  spezielle Risikofragen der Gesellschaft, nicht zu viele Angaben, nicht zu wenig
  • Nachteile dieses Weges
  • –  mehr Arbeit
  • –  Risiko des „richtig Ausfüllens“
  • –  Fragen müssen für jede Gesellschaft neu ausgefüllt werden

Nutzung von Risikoprüfungstools und digitalen Helfern

Eine zweite Variante, um die ging es im Artikel von Frau Bornberg, sind die Tools zur Risikoprüfung. VersDiagnose ist eines davon. Hier wird mittels digitalem Helfer und einer Plattform dem Makler, Berater, Vertreter eine Möglichkeit geboten, kostenfrei und unverbindlich bei verschiedenen teilnehmenden Versicherern anzufragen und ein Risiko zur Berufsunfähigkeit (oder zu Alternativprodukten) anzufragen. Welche Versicherer teilnehmen, Stand 07/2017 sind es 15, ist auf der Homepage transparent dargestellt, jeder weiß also auf was er sich einlässt. (OK, Metallrente ist eher ein Konsortium, Klinkende auch, daher sind es eigentlich 13, darum geht es aber auch gar nicht.Im Ablauf funktioniert das dann so: Der Makler/ Berater gibt die Gesundheitsdaten in das System ein, dort werden ggf. mit weiteren DropDown Feldern weitere Erklärungen und Ergänzungen angefordert. Diese sind abhängig von der genauen Diagnose oder dem eigegebenen Hobby. Ich habe das speziell heute Morgen einmal getestet und einen LiveFall genommen, dazu gleich mehr. Doch zunächst auch hier die Vor- und Nachteile:

  • Vorteile der Anfrage über das Vers.diagnose Tool
  • –  Gesundheitsfragen müssen nur einmal ausgefüllt werden, 13 Versicherer lassen sich anfragen
  • –  sofortige Rückmeldung bei „einfachen“ Fällen und verbindliche Annahmeentscheidung
  • –  Anfrage von besonderen Hobbys einfacher
  • –  Zeitersparnis für den Berater
  • Nachteile dieses Weges
  • –  kein individuelles Besprechen der Anfrage, was bei „guten Kontakten“ sonst möglich ist.
  • –  Risiko des „richtig Ausfüllens“ beim Berater
  • –  Fragen nicht individuell zu jeder Gesellschaft, sondern für alle

Zu dem Nachteil 1. Ich meine mit „guten Kontakten“ keineswegs eine Entscheidung die so nicht geht oder ein besonderes Entgegenkommen. Aber es ist in der Praxis schon so, das werden alle Berater und Kollegen bestätigen können die hier in den Bereichen tätig sind, manchmal hilft das persönliche Gespräch oder die direkte Mail. Nicht selten kommen dann Aussagen wie „Besorgen Sie mal dieses/ jenes Attest“ oder „Mit Röntgenbefund schaue ich das nochmal an“ oder auch „wenn der Kunde nochmal zum Arzt will und bestätigen lässt…“.

Diese Möglichkeit fehlt zumindest bei den automatisierten Tools. Dennoch kann für das „Massengeschäft“ dieser Weg der richtigere sein, der schnellere und passendere. Leider sieht die Praxis dennoch anders aus.

Unser Beispiel und das Klauselproblem

Um einen direkten Vergleich zu haben, habe ich heute zwei Fälle kombiniert. Einmal einen Kunden mit Verspannungen und dazu von einem zweiten Kunden das gefährliche Hobby. Dazu waren vom Kunden (in dem vorher abgeschlossenen Schutz zur PKV) Verspannungen angegeben. Der Krankenversicherer hatte hier weitere Nachfragen gestellt, dazu einen Fragebogen „Rücken“ geschickt. Hier in der Vers.Diagnose sieht das dann so aus:

Also gab ich die hier geforderten und mir bereits bekannten Angaben ein. 2-3 Jahre her, einmal aufgetreten, sonst nicht weiter behandlungsbedürftig und es handelte sich um Nackenbeschwerden. (Laut Auskunft des Kunden im PKV Antrag waren diese einmalig nach einer „Computerspielsession“ aufgetreten). Nachdem diese Angaben gemacht waren, habe ich in meinem Beispiel noch das besondere Hobby, welches ich bei einem anderen Kunden heute gerade hatte, integriert um ein weiteres Beispiel zu haben. Fallschirmspringen. Alle Daten wurden dann in den Fragen angeben und (siehe oben) beantwortet.

Nachdem ich damit „durch war“, habe ich mir die Übersicht mit den Ergebnissen einmal genauer angeschaut. Das Hobby Fallschirmspringen macht das Risiko bei vielen Versicherern unmöglich oder kann nicht eingeschätzt werden und ja, es ist ein Spezialfall. Daher habe ich das Ganze dann nochmals gestartet, dieses Mal nur mit den Nackenbeschwerden und ohne ein besonderes Hobby. Folgendes Ergebnis wurde aufgrund der Angaben (siehe oben) präsentiert:Interessant ist hier zum Beispiel die Einschätzung eines Versicherers aufgrund der einmaligen Nackenbeschwerden. Diese Klausel wurde sodann angeboten.

Solche Klausel würde ich als Kunde nie unterschreiben, nicht bei der einmaligen Geschichte mit den Nackenbeschwerden. Ich kannte ja bereits die Entscheidung aus meiner anonymen Anfrage bei dem Versicherer, diese hatte damals noch explizit nachgefragt wie oft genau aufgetreten und ob es wirklich nur das eine Mal war und dann als „Normalannahme“, also ohne Klausel dokumentiert.

Hier zeigen sich sehr gut die Grenzen solcher Systeme. Natürlich muss hier streng(er) geprüft werden und ggf. auch mal die eine oder andere Klausel mehr angeboten werden, denn schließlich möchte man sich keine schlechten Risiken in den Bestand holen.

Lesetipp: Risikozuschlag oder Ausschluss? Geht es auch ohne?

Es gibt eine Berechtigung für beide Systeme

Liebe Frau Bornberg, überholt ist leider nicht das System der Risikovoranfrage und auch der Makler und Berater der nach solchen Systemen arbeitet ist sicher nicht antiquiert und verschließt sich digitalen Innovationen.

„Es  ist längst keine Glaubensfrage mehr, sondern Tatsache: Risikovoranfragen per Post, E-Mail oder Fax haben sich überholt. Sie kosten Versicherer, Vermittler und Kunden viel Zeit, sind mit erheblichem Aufwand verbunden und manchmal auch unter Datenschutzaspekten problematisch. Es gibt keinen einzigen Vorteil von RVA gegenüber dem elektronischen Weg von vers.diagnose.“

Völlig fehl am Platze sind aber solche Aussagen und das „Schönreden“ von dem, von Ihrem Unternehmen angebotenen System. Ich nutze es auch, manchmal und bei bestimmten Konstellationen. Ich halte aber auch aus den oben genannten Gründen und Vorteilen das „alte Modell“ durchaus für wichtig und richtig und viele meiner Kollegen machen ähnliche Erfahrungen. Nicht nur „Tobias B.“, sondern auch „Matthias H.“, Hans X,Y,Z oder andere. Würden die Makler und Berater nur Ihr System nutzen, so müssten wir auch dokumentieren uns nur auf 13 Versicherer zu konzentrieren, den Rest des Marktes unbeobachtet zu lassen.

Auch ist es insbesondere Qualität und Spezialisierung des Maklers zu verdanken, dass sich Kunden gut aufgehoben fühlen. Aufgehoben deshalb, weil wir eben nicht unbedingt „0815“ sind und bei komplizierten Fällen aufgeben.

In der Krankenversicherung fehlen uns zudem solche Systeme, weshalb ich schon allein deshalb hier bei dem bisherigen System bleiben muss. Aber noch etwas anderes ist durchaus interessant. Vielleicht will der Berater den Kunden gar nicht im Gespräch direkt zu einer Antragstellung bringen? Vielleicht ist es gerade die Aufgabe des Beraters mehrere Möglichkeiten aufzuzeigen, Optionen anzubieten und dann zu sagen: „Das ist das was wir derzeit können, das ist der Stand der Anfragen und nun denken Sie in Ruhe darüber nach und kommen auf mich zu, sobald Sie Fragen haben oder sich entschieden haben.“

und ja, ich mag die Einzelanfragen auch deshalb, weil der Kunde sich aufgrund der Fragen bei den einzelnen Gesellschaften explizit mit deren Wortlaut, den abgefragten Zeiträumen und dem damit anzugebenden Krankheitsbild befassen muss. In Ruhe, zu Hause oder bei/ mit seinem Arzt, mit einem Blatt Papier.

Es macht mehr Arbeit, es ist zeitaufwändiger und ja, es ist dennoch oftmals der passendere Weg.

Ich kann verstehen, dass Sie als Geschäftsführende Gesellschafterin von Vers.diagnose Werbung für Ihr Tool betreiben, aber bitte werfen Sie doch mir und Kollegen die es nicht (oder nicht ausschließlich nutzen) nicht vor, wir würden uns dem digitalen Fortschritt verschließen, dem ist (zumindest bei mir) sicher nicht so.

Und Eines noch:

„Was wäre, wenn kein Versicherer den Kunden versichern will, der Kunde innerhlab der Wartezeit abspringt oder krank wird …? Und nicht zu vergessen: In demselben Zeitraum, der bei Tobias B. für einen BU-Vertrag anfällt, kann ein Anwender mit vers.diagnose drei, vier oder noch mehr BU-Beratungen mit Erfolg zum Abschluss bringen. Ohne das Risiko, Kunden wegen langer Wartezeiten mit anschließend negativen Ergebnissen zu verlieren.“

Nun, 1.) will es dann auch von Ihren 13 Versicherungspartnern niemand, 2.) wenn der Kunde „abspringt“, sich dagegen entscheidet, dann ist es sein gutes Recht. Und ja, das Risiko der Krankheit von erster Idee „ich will mich versichern“ bis zu dem gestellten Antrag besteht. Das besteht aber auch wenn Kunde oder Makler einen Termin zur Beratung absagen müssen, sich ein Unfall ereignet oder viele Gründe mehr. Dieses „wenn Sie morgen vom Laster überrollt werden“ mag eine Methode des beraten Verkaufen sein, meine ist das nicht. Sargdeckelklappern und Überreden führt nicht dazu, dass sich Kunden bewusst für Risikoschutz entscheiden, bringt aber manchmal schnelleres Geschäft, zumindest kurzfristig.

Fazit

Anders als Frau Bornberg bin ich nicht der Meinung, dass sich das alte System überholt hat, auch nicht dass sich Makler die es nicht nutzen dem Fortschritt verschließen. Beide Wege haben eine Berechtigung, beide mögen für den einen oder anderen richtig sein, aber niemals ist/hat nur ein System das passende Modell!

LINKTIP:

Auch der Kollege T. Bierl hat einmal ausführlich Stellung genommen.

08.
Juli '17

Ups, da fühlt sich jemand auf den Schlips getreten. Einfach weitergehen. Bitte, danke, gerne.


Manchmal frage ich mich, aber das kennen andere Blogger auch, ich habe das zum Glück nicht so oft und lösche diese meist ungesehen. Heute morgen, wohlgemerkt am Samstagvormittag gegen  11:47 Uhr erreichte mich eine Mail, eine so genannte Offlinenachricht.

Das passiert immer dann, wenn einer der Besucher meiner Website diese besucht, auf „LiveChat“ klickt und auf der anderen Seite (also bei mir) niemand online ist. Eine zusätzliche Dienstleistung, eine die kostenfrei zur Verfügung steht, eine für Kunden und Nichtkunden und eine welche ich in meiner freien Zeit wirklich gern erbringe (sonst würde ich es ja nicht machen).

Manchmal sind es nur „ein paar schnelle Fragen“, Fragen die sich oft binnen Minuten in einem Chat erledigen lassen. Problem gelöst, ganz schnell und kostenfrei. Seit langem scheint es heute aber mal wieder einen/ eine getroffen zu haben, dem eine kostenfrei zur Verfügung gestellte Hilfe nicht passt. Denn er schrieb dann eine „Offline-Nachricht“.

Für den eigenen Namen hat es leider nicht gerreicht, so muss man sich zudem eine FakeE-Mail ausdenken, aber ich will es gern erklären. Direkt geht es ja nicht, Namen und E-Mail habe ich leider nicht, nur eine IP Adresse.„Wieso eine E-Mailadresse in einem Chat?“

Fangen wir mit der einfachen Frage an. Erstens ist es eine optionale Angabe, geht in jedem Fall auch ohne. Oftmals gibt es aber im Chat hilfreiche Informationen, Links und Erklärungen und die wären direkt danach weg. Daher lassen sich mit einer E-Mailadresse weitere Infos und insbesondere der Verlauf des Chats versenden. So können Sie, WENN SIE ES DENN WOLLEN, die Mailadresse genau dazu angeben. Falls nicht, auch gut, dann lassen Sie es einfach.

Wieso bieten sie eigentlich einen Live Chat an, wenn nie jemand online ist wenn ich drauf schaue?

Nun, das kann ich Ihnen auch nicht sagen, da ich nicht weis wann Sie „drauf schauen“. In der Regel bin ich die Woche über online, immer dann wenn ich im Büro bin, nicht gerade eine andere Beratung habe und die Zeit es erlaubt. Das sind im Durchschnitt (zumindest wenn ich mir die Statistik anschaue) in den letzten Wochen und Monaten ca. 35 Stunden die Woche.

Noch etwas Zahlen? Der frühste Login war 6:12 Uhr morgens, die letzte „Sitzung“ endete um 23:43 Uhr abends. Also waren sie wahrscheinlich immer dann online, wenn ich gerade nicht da oder mit anderen Beratungen beschäftigt war, aber hey…. dafür gibt es ja E-Mails und den Offline-Modus.

Was hat das hier mit live Unterhaltung zu tun?

Nichts, deswegen heisst es ja auch „Offline Nachricht“ und nicht Online Nachricht.

und jetzt wird es freundlich…

Nutzen Sie doch lieber die Zeit, die sie damit verbringen andere Mitbewerber unsachlich fertig zu machen,

Habe ich etwas verpasst? Wo war das denn? Also wenn es jemand findet, bitte einfach als „offline Nachricht“ oder auch gern per E-Mail oder als Kommentar unter diesen Beitrag schreiben, ich schaue mir das gern an und ändere es gern ab, also falls es so ist.

ihre Internetseite User freundlich zu gestalten und nicht mit pseudo features ausstatten….

Nun, mobil besser lesbar wird die Seite mit dem Relaunch Ende des Sommers/ Anfang Herbst, da gebe ich zu, das Felt. Wo Sie aber hier „pseudo-features“ sehen weiss ich nicht. Gleiches Angebot- entweder Sie schreiben mir als Kommentar, oder auch gern direkt mit einer Mailadresse, dann bekommen Sie auch gern eine Antwort.

„sie wollen doch nicht mit den Playern verglichen werden, die sie hier so offensichtlich diffamieren…..“

Hm, anscheinend haben wir eine unterschiedliche Auffassung. Aber was ist denn diffamieren aus Ihrer Sicht? Fragen wir doch einmal Wikipedia…

„Als Diffamierung (von lateinisch: diffamare = Gerüchte verbreiten) bezeichnet man heute allgemein die gezielte Verleumdung Dritter. Dies kann durch die Anwendung von Schimpfwörtern oder durch diverse Unterstellungen geschehen.

Vor allem im Bereich der Politik bezieht sich die Diffamierung auf die Ehrverletzung, Hetze sowie die Gerüchteverbreitung gegen partei- oder staatspolitische Gegner. Die dabei angewendeten Methoden können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein und haben stets den Zweck, den Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten, mundtot zu machen oder gar zu ruinieren.

Eine moderne Form des Vertreibens einer Person aus der Zugehörigkeit und Anerkennung ist das sogenannte Mobbing, das sich u. a. durch öffentliche Diffamierung auszeichnet.“

Das wiederum setzt aber voraus, es müssten Gerüchte verbreitet worden sein. Von mir? OK, wo denn? Ich habe auch keine wirkliche Idee auf wen sich das bezieht, auch nicht mal eine auf was es sich beziehen könnte. Eines habe ich in 16 Jahren bloggen nie gemacht, Gerüchte zu verbreiten. Alle Aussagen zu Tarifen, Gesellschaften und Themen können Sie nachlesen, dazu sind meist sogar die entsprechenden Bedingungen hinterlegt und ein einfacher Klick bringt Sie genau dahin.

 

Den Rest erspare ich Ihnen

Weitere Aussagen aus der und einer weiteren Nachricht erspare ich Ihnen lieber, nicht jede Beleidigung und jeden Unsinn muss man aufgreifen. Aber eins möchte ich dennoch sagen:

Ich mache das gerne und kostenfrei. Dieser LiveChat ist eine Ergänzung zu dem normalen Beratungsangebot und kostet den Anfragenden nichts. Manches kann man dort beantworten, anderes wiederum nicht und am Ende jedes Chats steht Ihnen ein Sternesystem zur Bewertung und eine Kommentarfunktion zur Verfügung, einfach nutzen. Danke !

Und nun wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Dem der es nutzen möchte viel Spaß um Chat. Wer es nicht nutzen mag, dem stehen genug andere Wege zur Verfügung, auch passende Berater und Portale im Internet bieten Ihren Service an.

Nur eine Bitte an den Schreiber dieser Nachricht heute: Sparen Sie sich doch Beleidigungen und Behauptungen und nutzen Sie gern eine andere Seite. Und wenn Sie schon stänkern möchten, dann doch gern mit „offenem Visier“, also mit Namen und richtiger Mailadresse, dann kann (und werde) ich Ihnen auch antworten.

20.
Juni '17

Anonyme Voranfragen bei Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung – warum es einen qualifizierten Berater braucht


In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest wurde einmal mehr die Berufsunfähigkeit getestet. Nach dem desaströsen letzten Test zur Berufsunfähigkeit hat sich zum Glück bei Finanztest einiges verändert, mehr dazu und zu den Fehlern im aktuellen Test folgt in einem anderen Beitrag. Auch in diesem Test hat die Zeitschrift einen „Wegweiser“ veröffentlicht und mit der Überschrift „So kommen Sie zu einem Vertrag“ versehen. Neben der Tatsache, dass sie mehrerer Angebote parallel einholen sollen (wogegen grundsätzlich noch nichts einzuwenden ist) erfolgt diesmal ein Hinweis auf Versicherungsberater oder Versicherungsmakler.

Genau heißt es dazu:

„Vorerkrankungen. Waren sie in den vergangenen fünf Jahren ernsthaft krank oder sind sie chronisch krank, stellen Sie eine anonyme Risikovoranfrage über einen unabhängigen Versicherungsberater oder einen Versicherungsmakler.“

Diese zeitliche Eingrenzung und auch der Bezug auf „ernsthafte Krankheiten“ greift jedoch deutlich zu kurz. Die anonyme Voranfrage ist nicht nur wichtig und notwendig für den Fall von „ernsten Erkrankungen“, sondern ganz generell. Zudem stellt sich die Frage was eine ernste Erkrankung ist. Sind Rückenschmerzen, welche jedes Jahr mal wieder auftreten oder unregelmäßige Magenschmerzen denen der Interessent wenig Bedeutung beimisst, ernste Erkrankungen oder doch eher Lappalien?

Eine anonyme Voranfrage ist existenziell, immer!

Dabei ist grundsätzlich erst einmal zu klären, wie eine Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung generell funktioniert, um hier zu verstehen wo die Risiken liegen und wie sich diese vermeiden lassen. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, dann haben die folgenden Faktoren einen direkten Einfluss auf die Prämie und die Vertragsgestaltung:

  • – das Eintrittsalter
  • – der Gesundheitszustand in der Vergangenheit und der aktuelle Zustand
  • – die berufliche Tätigkeit
  • – private Hobbys wie Skifahren, Motorradfahren, fliegen, Fallschirmsprünge und vieles mehr

Eine anonyme Voranfrage nicht nur wegen der Gesundheit

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich daher nicht nur die passenden Verträge auswählen, sondern es lassen sich auch die Rahmenbedingungen für private Freizeitaktivitäten, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund besonderer Risiken und weiterer vertragsbeeinflussende Faktoren ermitteln und vorab klären. Nicht selten kommt es vor, dass insbesondere die berufliche Tätigkeit bei verschiedenen Versicherern zu gänzlich unterschiedlichen Einstufungen und Prämien führt, was am Ende zu Preisunterschieden von 50 % und mehr führen kann.

Berufsgruppenauswahl in der Software (links der eigenebene, rechts unten der ausgewählte Beruf). DARUM braucht es Menschen!

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt und einfach recht lapidar seinen Beruf „Büroangestellte“ dort einschreibt, der wird wahrscheinlich einen entsprechenden Versicherungsschutz bekommen, ob es der richtige und passende ist, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich damit die Berufsgruppeneinstufungen, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund von Freizeitaktivitäten und weitere Faktoren vorab klären. Das macht es insbesondere bei der finalen Antragstellung nicht nur deutlich einfacher, es erleichtert auch den (mehr …)

19.
Juni '17

„Architekt für Absicherungen“ – warum sich als Berater für den eigenen Beruf schämen?


Stellen Sie sich vor Sie gehen zu einem Arzt. Nachdem Sie an dem Haus angekommen sind, suchen Sie auf dem Schild unten an der Haustür nach dem gewünschten Ziel. Doch da steht gar nichts von „Arzt“, da steht etwas von „Gestalter ihrer Gesundheit“ oder so etwas wie „Unterstützer ihres Wohlbefindens“. Was denken Sie?

Vielleicht denken Sie: „Oh wie kreativ“, wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Sie denken: „Was bitte soll das sein? Ist er wirklich Arzt? Kann er mir wirklich helfen bei meinem Problem?“. So oder so ähnlich passiert es in der Branche, in der ich beruflich unterwegs bin, der Finanz-und Versicherungsbranche. Wir, damit meine ich durchaus die komplette Branche, schaffen es immer wieder sich besonders kreative Namen auszudenken. Natürlich, Hausmeister will heute auch niemand mehr sein, die heißen dann neumodisch Facility Manager. Auch die Begriffe Putzfrau oder Reinigungskraft sind doch mittlerweile von „Raumpflegern“ oder ganz anderen deutsch-englischen Bezeichnungen abgelöst worden. Das mag auch bis zu einem gewissen Grad ihre Berechtigung haben, aber gerade in der Finanz- und Versicherungsbranche in der ich tätig bin (be-)schwören wir immer und immer wieder Transparenz. Transparenz und Ehrlichkeit, die Vertrauen schaffen und die eigene Kompetenz herausstellen.

Doch umso erstaunter bin ich manchmal, wenn ich solche Fantasiebezeichnungen lese. Vor einigen Tagen hat ein Kollege von mir auf Instagram ein kurzes Video gepostet, ein Video in dem er ganz kurz von einer Vorstellung eines Kollegen auf einem Seminar erzählte. Dieser Kollege war, wie Florian Rex und auch ich, Versicherungsmakler. In der Vorstellung und auf die Frage als was man dann tätig sei, nannte der Kollege aber nicht die Bezeichnung Versicherungsmakler, er sagte er sei:

„Architekt für Absicherungen“

Nachdem wir uns ein wenig in den Kommentaren unterhalten haben, schrieb der Kollege Rex „Es ist wirklich nicht zu glauben, wie viele Versicherungsmakler ein Problem mit ihrer Berufsbezeichnung haben…“ und auf meine Frage warum der Herr denn so eine Fantasiebezeichnung verwendet:

„Sonst würde man die potenziellen Kunden ja vergraulen.“

Spätestens jetzt verstand ich die Welt nicht mehr. Ich habe in den über 20 Jahren in dieser Branche schon einiges erlebt, viele wunderbare und tolle Kollegen kennengelernt, aber auch viel chaotisches und insbesondere viel Unsinn gesehen. Einiges davon habe ich auch hier im Blog unter dem Tag „Unsinn“ aufgeschrieben, speziell für sie zum Nachlesen.

Vergraule ich Sie, wenn ich ehrlich bin?

Die Versicherungsbranche hat sicherlich nicht den besten Ruf, und zum großen Teil hat sie sich diese selber zuzuschreiben. Da finden sich Berater, welchen die Kundeninteressen egal sind, welche Jahr für Jahr Verträge von einem Versicherer zu dem anderen schieben und damit für den Kunden den Verlust und Schaden immer größer machen. Gerade in den Absicherungen der biometrischen Risiken, also Berufsunfähigkeit, Todesfall und die (private) Krankenversicherung ist ein solcher Wechsel oftmals nicht sinnvoll möglich. Natürlich gibt es genug Beispiele wo es durchaus positiv sein kann, positiv eine vor Jahren getroffene Entscheidung noch einmal zu überdenken. Hier, in meiner Branche gibt es allerdings viele schwarze Schafe. O. k., vielleicht nicht mehr als in anderen Branchen auch, aber hier sind die Auswirkungen um ein Vielfaches dramatischer. Wer sich das falsche Auto, die falsche Küche oder den falschen Fernseher kauft, kann diese Entscheidung relativ schnell und unkompliziert wieder revidieren. Wer aber die falsche Altersvorsorge, die falsche Risikoabsicherung oder gar die unpassende private Krankenversicherung wählt, für den ist es meist nur mit großem bis sehr großem finanziellen Aufwand wieder zu lösen, manchmal auch gar nicht.

Daher ist bei einer Beratung Vertrauen in den Berater, Vertrauen in die Ausbildung und Qualifizierung des Beraters und in die Ehrlichkeit ein entscheidendes Kriterium. Nur wer Vertrauen gegenüber seinem Berater hat, nur der wird offen und ehrlich mit seinen Bedenken, Absicherungswünschen und Problemen umgehen können. Wer aber glaubt von dem Berater „über den Tisch gezogen zu werden“, der wird immer ein schlechtes Gefühl haben und nicht zu einer sinnvollen Absicherung kommen.

Dabei ist nicht der Beratertyp entscheidend

Die Branche versteht es hervorragend sich in Grabenkämpfen zwischen Versicherungsvertretern und Versicherungsmaklern zu verzetteln. Die einen behaupten viel besser informiert zu sein, die Tarife ihrer eigenen Gesellschaft viel besser zu kennen und nicht das Problem der Unübersichtlichkeit zu haben. Die anderen wiederum stellen die Unabhängigkeit in den Mittelpunkt, nur der Versicherungsmakler kann neutral aus allen Tarifen am Markt wählen.

Lesetipp: Wo bekommen Sie eine unabhängige Beratung in Finanz-und Versicherungsfragen

Wer sich aber für einen Versicherungsvertreter, also einen Berater der für eine Gesellschaft tätig ist, entscheidet und dieses bewusst tut, der weiß auch ihn erwartet. Er erwartet eben nicht die Auswahl von verschiedenen Gesellschaften zu bekommen, sondern vielmehr eine optimale Betreuung für die Tarife dieser einen Gesellschaft.

Somit hat er keinesfalls per se einen schlechteren Berater, er hat sogar einen zu dem eher viel Vertrauen hat und um die Einschränkungen der Auswahl weiß. Zumindest im Idealfall sollte das so sein, denn immer dann, wenn Versicherungsvertreter den Eindruck erwecken sie wären unabhängig, (mehr …)

12.
Juni '17

Schweigepflichtsentbindung im Antrag – warum die Einzelfallentscheidung immer besser ist


Die Entbindung von der Schweigepflicht ist ein wichtiges Instrument für die Versicherer. Nur mit einer solchen Genehmigung ist es dem Versicherer überhaupt möglich nachzuprüfen, ob bei der Antragstellung alle Angeben richtig gemacht wurden und ob somit die Risikoentscheidung richtig war und ist. Nur durch eine solche Prüfung und Kontrolle wird dabei auch verhindert, dass Kunden Zuschläge nicht zahlen, weil diese falsche Angaben machen.

Dennoch ist die generelle Genehmigung nicht optimal und birgt mehr Gefahren als diese Nutzen bringen könnte. Leider wird oft aus Bequemlichkeit immer noch diese Variante gewählt und am Ende geht dann, wenn das Kind „in den Brunnen gefallen ist“ das große Gejammer los. Was Sie aber tun können, damit Ihnen dieses gar nicht erst passiert und wie Sie solche Fehler und die Folgen vermeiden lesen Sie hier.

Die Arten der Schweigepflichtsentbindung

Insgesamt haben Sie meist vier Möglichkeiten in zwei verschiedenen Entscheidungen zu treffen, im Leistungsfall und zur Prüfung der Anzeigepflicht und dann jeweils zwei.

Auskünfte bei Leistung

Die erste ist die Frage der Schweigepflichtsentbindung im Leistunfsfall, also dem Fall den Sie (zumindest bei PKV und BU) auch noch erleben (bei Risiko LV ist das ja eher schwer im Todesfall) und somit stehen Ihnen hier zwei Optionen zu. Als Beispiel schauen wir uns den Antrag der Allianz für die Berufsunfähigkeit an, dort heisst es zunächst einmal:

„Sie können diese Erklärungen bereits an dieser Stelle unter Möglichkeit I oder später im Einzelfall (siehe Möglichkeit II) erteilen. Bitte entscheiden Sie sich für eine der beiden nachfolgenden Möglichkeiten. Sie können Ihre Entscheidung nachträglich jederzeit ändern.

Dabei stehen Ihnen die folgenden beiden Möglichkeiten zur Verfügung.

Möglichkeit I:
Ich willige ein, dass der Versicherer – soweit es für die Risikobeurteilung oder für die
Leistungsprüfung erforderlich ist – meine Gesundheitsdaten bei Ärzten, Pflegepersonen sowie bei Bediensteten von Krankenhäusern, sonstigen Krankenanstalten, Pflegeheimen, Personenversicherern, gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Behörden erhebt und für diese Zwecke verwendet. Ich befreie die genannten Personen und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen von ihrer Schweigepflicht, soweit meine zulässigerweise gespeicherten Gesundheitsdaten aus Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen sowie Versicherungsanträgen und -verträgen aus einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor Antragstellung an den Versicherer übermittelt werden. Ich bin darüber hinaus damit einverstanden, dass in diesem Zusammenhang – soweit erforderlich – meine Gesundheitsdaten sowie gegebenenfalls weitere von der Schweigepflicht geschützte Daten durch den Versicherer an diese Stellen weitergegeben werden und befreie auch insoweit die für den Versicherer tätigen Personen von ihrer Schweigepflicht. Ich werde vor jeder Datenerhebung nach den vorstehenden Absätzen unterrichtet, von wem und zu welchem Zweck die Daten erhoben werden sollen, und ich werde darauf hingewiesen, dass ich widersprechen und die erforderlichen Unterlagen selbst beibringen kann.“

Diese, leider zu oft gewählte Möglichkeit ist eine generelle Entbindung. Der Versicherer kann anfragen, unterrichtet Sie zwar darüber, aber wer weiss ob Sie nicht im Krankenhaus liegen, sich auf Kur befinden oder einfach nicht da sind um den Brief ui kommen. Parallel erfolgt schon die Anfrage an den Arzt und damit ist vielleicht auch die Antwort vom Arzt schon da, bevor Sie auch nur die geringste Chance hatten nachzufragen warum diese Information benötigt wird welche Alternativen es gibt die Informationen zu bekommen

Als Alternative dazu steht Ihnen aber natürlich auch eine adere Möglichkeit zur Verfügung, denn der Gesetzgeber verpflichtet die Anbieter Ihnen beides anzubieten, zumindest müssen sie dieses seit einigen Jahren. Was das für Verträge vor 2010 bedeutet lesen Sie weiter unten. Doch nun zu der Option:

Möglichkeit II:
Ich wünsche, dass mich der Versicherer in jedem Einzelfall informiert, von welchen Personen oder Einrichtungen zu welchem Zweck eine Auskunft benötigt wird. Ich werde dann jeweils entscheiden, ob ich – in die Erhebung und Verwendung meiner Gesundheitsdaten durch den Versicherer einwillige, die genannten Personen oder Einrichtungen sowie deren Mitarbeiter von ihrer Schweigepflicht entbinde und in die Übermittlung meiner Gesundheitsdaten an den Versicherer einwillige – oder die erforderlichen Unterlagen selbst beibringe. Mir ist bekannt, dass dies zu einer Verzögerung der Antragsbearbeitung oder der Prüfung der Leistungspflicht führen kann.
Soweit sich die vorstehenden Erklärungen auf meine Angaben bei der Antragstellung beziehen, gelten sie für einen Zeitraum von fünf Jahren nach Vertragsschluss. Ergeben sich nach Vertragsschluss für den Versicherer konkrete Anhaltspunkte dafür, dass bei der Antragstellung vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht wurden und damit die Risikobeurteilung beeinflusst wurde, gelten die Erklärungen bis zu zehn Jahre nach Vertragsschluss.

Auskünfte bei der Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht

Auch hier haben Sie die beiden oben genannten Optionen. Dabei geht es aber dann nicht um die Frage ob eine Leistung erbracht wird oder diese medizinisch nötig ist, sondern vielmehr um die Frage der richtigen und vollständigen Angaben bei Antragstellung.

Der Versicherer muss und will hier prüfen, ob alle gemachten Angaben im Antrag vollständig waren, richtig angeben wurden und keine risikoerheblichen Informationen verschwiegen wurden. Das ist auch völlig legitim und richtig, denn nur so kann eine risikogerechte Einschätzung erfolgen und niemand bekommt zu unrecht einen Versicherungsschutz der ihr/ ihm nicht zusteht.

Weitere Artikel zur „vorvertraglichen Anzeigepflicht“

Gefahren der direkten und generellen Einwilligung?

Um zu verstehen, warum ich so vehement von der generellen Genehmigung abrate, schauen wir uns einmal die Formulierung an.

„… dass der Versicherer – soweit es für die Risikobeurteilung oder für die
Leistungsprüfung erforderlich ist – meine Gesundheitsdaten bei Ärzten, Pflegepersonen sowie bei Bediensteten von Krankenhäusern, sonstigen Krankenanstalten, Pflegeheimen, Personenversicherern, gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Behörden erhebt und für diese Zwecke verwendet. Ich befreie die genannten Personen und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen von ihrer Schweigepflicht, soweit
meine zulässigerweise gespeicherten Gesundheitsdaten aus Untersuchungen, Beratungen, Behandlungen sowie Versicherungsanträgen und -verträgen aus einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor Antragstellung an den Versicherer übermittelt werden.“

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