Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer Teil III

Sven Hennig

Leser meines Blogs haben bereits im letzten Jahr den ersten und zweiten Teil dieser scheinbar unendlichen Geschichte lesen können. Doch nun wird es nicht nur albern, sondern zudem auch noch dreist.

Zum Anfang und der Entwicklung der Geschickte bitte erst die angesprochen beiden Teile lesen. Dabei muss man sich schon vor Augen halten, wir haben 2011 und sprechen von einer Kündigung aus dem Jahr 2009. Die Central Krankenversicherung hat es nun nach exakt 14 Monaten nicht einmal ansatzweise geschafft, diese Geschichte zu lösen.

Da auf normale Post und E-Mails, wie auch auf Faxe eine Reaktion mehr erfolgte, lies ich dann im letzten Jahr den Entwurf der Klageschrift, die bisherigen Schreiben und weitere Unterlagen per Gerichtsvollzieher bei dem Vorstand der Central in Köln zustellen. Das hat dann zumindest teilweise gefruchtet. Danach wurde dem Kunden zumindest eine Aufhebung bestätigt. Noch immer zum falschen Termin, noch immer ohne entsprechende Bescheinigungen, aber immerhin etwas.

Somit ist zunächst einmal klar, das der Vertrag bei denen beendet ist. Nur weil der neue Krankenversicherer auf die Vorversicherungsbescheinung (die die Central ja nicht in der Lage ist auszustellen) verzichtet hat, wurden dort die Rechnungen bezahlt.

Die Klage ist mittlerweile am zuständigen Gericht in Frankfurt anhängig und ich bin sehr gespannt, wie dieses weiter geht.

Der nächste Schritt der Unfähigkeit

Heute erreichte mich eine Mail mit dem Betreff „Es nervt so“ von dem betroffenen Kunden und ohne zu Lesen, gar ohne den Absender zu lesen wusste ich, es kann sich nur um meinen „Lieblingsversicherer“ handeln. So war es dann auch. Der Kunde hatte mal wieder Post vom „Hessischen Amt für Versorgung und Soziales“ erhalten. Dort sei ein neues Bußgeldverfahren gegen ihn anhängig, schrieb man dem Kunden und nun soll er zu der Sache gehört werden. Man beachte dabei den Zeitraum um den es geht:

Dabei hatte die Central dem Kunden auf mein Drängen im Dezember bereits eine Bestätigung geschickt, demnach sei die Meldung vom 05. 12. an das Amt ungültig. Angeblich sei eine Rücknahme dieser Meldung nicht möglich. Auch hielt man es aber nicht für nötig, das zuständige Amt zu informieren, der Kunde könne „ja dieses Schreiben zu seiner Entlastung einreichen“.

Ach so ist das also. Der Versicherer ist unfähig in seinen eigenen Unterlagen zu recht zu kommen, nicht in der Lage korrekt zu handeln, Kündigungen und Schreiben zu beantworten, zu lesen und auch ordentlich abzuwickeln, aber der Kunde kann sich ja schön selbst kümmern.

Das zum Thema Kundenservice.

Über den weiteren Verlauf der Klage werde ich Sie auf dem Laufenden halten. Ich hoffe sehr, einen kompetenten und versierten Richter zu bekommen und eine zufriedenstellende gerechte Entscheidung zu erhalten. Das was ich jedoch persönlich schlimm finde, es gibt keinerlei Entschuldigung an den Kunden, nicht mal ansatzweise eine Reaktion und dergleichen.

Und wenn nicht der Kunde hier so geduldig wäre und das nun auch „durchzieht“, so hätte die Taktik „wir als Central sind größer, stärker und sitzen das jetzt aus“ mal wieder geklappt.

Allen den es ähnlich geht… NICHT UNTERKRIEGEN LASSEN! Bestehen Sie auf Ihr Recht und klagen dieses im Notfall ein. Fehler passieren überall, es arbeiten Menschen in Unternehmen, die machen auch mal Fehler, keine Frage. Aber es kann nicht sein, dass hier der Kunde (der ja immerhin in der Vergangenheit nicht wenig Geld gezahlt hat) hier so hängen gelassen wird.

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5 Antworten zu “Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer Teil III”

  1. Matthias Helberg Says:

    Hallo Herr Hennig,
    so ist richtig: Immer schön am Ball bleiben. Ein typischer Fall aus der Kategorie: Versicherer-Allüren, die niemand braucht.

    Viele Grüße aus Osnabrück

    Matthias Helberg

  2. Wolfram Kindlein Says:

    Hallo Herr Henning und alle Leser,
    richtig ist es ein solches Verhalten dieses Versicherers zu veröffentlichen. Ich slbst bin ebenfalls seit vielen Jahren dort versichert und kann das wirklich absolut miserable Kundenmanagement der Central nur bestätigen. Sinnlose Mahnungen, Unvermögen keine Kundenbetreuung um ein paar Stichworte zu nennen. Unverschämte Tariferhöhungen von ca. 13% pro Jahr führten zu einer Ver-2,5-fachung des Beitrages in 8 Jahren. Oben drauf kann ich noch setzen, dass eine von mir bei der BaFin eingereichte Beschwerde über die Central bei der BaFin auf taube Ohren stößt weil die BaFin es nicht für nötig hält sich zu informieren!!! Das habe ich schriftlich von der BaFin!

  3. heinz ebbing Says:

    habe seit 2 Monaten Schriftverkehr mit der Central bzgl. zweier Angelegenheiten: Kostenübernahmezusagen 1. notwendiger Klinikaufenthalt und 2. Kauf eines APNOE-Gerätes
    In meinen Augen versucht der KVS mit fadenscheinigen Begründungen an den endgültigen Kostenzusagen vorbei zu kommen

  4. Sven Hennig Says:

    Hallo Hr. Ebbing,

    in welchem Tarif? Das Schlafapnoegerät ist nicht überall genannt.

  5. Auch nur ein Mensch Says:

    Hallo zusammen, als ich krank wirde hat mich die Central gekündigt. Grund : ich hätte sie arglistig getäuscht. Den auf die Frage im Antrag ob ich in den letzten 3 Jahren krank war. Habe ich zwar mit ja angekreuzt , aber nicht angegeben das ich Bulimie hatte…. Warum auch, die war in den 90ern. Das Gericht fand das auch und machte dem Anwalt der Central ( leider ein sehr unhöflicher Mensch) auch klar das die Rechtsbelehrung des Antrages Rechtswidrig ist. Das war schon eine Nummer. Auf dem Wege sei gesagt liebe Central: persönlich mal nachfragen erspart Gerichtskosten und Zeit.

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