Häufige Fragen zur Privaten Krankenversicherung

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie tiefergehende Erläuterungen benötigen, kontaktieren Sie mich gerne.

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Kündigen bei einer Beitragsanpassung?

Die Beiträge werden (wieder einmal) erhöht und das noch in Summen die Ihnen nicht mehr geheuer vorkommen?

Vorab: Erhöhungen sind normal, notwendig und unvermeidbar, jedoch gibt es eben solche und solche Tarife und Gesellschaften. Lesen Sie im Blogbeitrag warum Sie "nicht voreilig bei Beitragsanpassung kündigen" sollten.

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Muss ich mich schnell entscheiden, weil es im kommenden Jahr teurer wird?

Oftmals wird die Frage gestellt, ob es denn bald teurer wird und der Interessent für eine PKV sich nun ganz schnell entscheiden muss. Dieses wird von Beratern Verkäufern auch gern als Mittel genutzt um die begehrte Unterschrift zu bekommen.

Antwort: NEIN. Warum lesen Sie hier im Blogbeitrag "Sie müssen sich aber schnell entscheiden – Der Unsinn von Verkäufern in der PKV"

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Ist es möglich eine Rechnung vom Arzt zu erhalten und diese zahlen zu müssen obwohl die Private Krankenversicherung diese nicht zahlt?

Ja, das kann aus mehreren Gründen passieren, da der Patiet zunächst Selbstzahler ist und einen (bedingungsgemäßen) Erstattungsanspruch an seinen Versicherer hat.

Umfangreiche Erklärungen warum das so ist finden Sie in dem Blogbeitrag zu den Vertragsverhältnissen in der Privaten Krankenversicherung. Direktlink zum Beitrag.

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Muss ich meinen Vertrag bei Schwangerschaft/ Elternzeit verändern?

Generell bleibt der Vertrag zur Privaten Krankenversicherung auch mit Beginn der Schwangerschaft, während des Mutterschutzes und in der Elternzeit bestehen.

Weitere Informationen zu den möglichen Änderungen habe ich in einem Blog Beitrag zusammengefasst, dieser ist unter diesem Linkabrufbar.

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Wie lange wird mein Krankengeld gezahlt? Was ist bei Berufsunfähigkeit?

Für weitere Informationen zur Beendigung des Krankengeldes, dem Übergang bei Berufsunfähigkeit und der Leistungsdauer finden Sie hier.

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Wie und wann werden die Beiträge bezahlt?

Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse werden die Beiträge nicht durch den Arbeitgeber an die Krankenversicherung überwiesen, sondern vom Konto des Kunden abgebucht.

Bei Angestellten zahlt der Arbeitgeber dann einen Zuschuss zur Privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung. Dieser wird mit der Gehaltsabrechnung berechnet und steuerfrei ausgezahlt. Mehr Infos zum Arbeitgeberzuschuss finden Sie hier.

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Was muss ich bei der Kündigung der Vorversicherung beachten?

Generell gibt es Unterschiede ob Sie gesetzlich oder privat versichert waren. Die gesetzliche Krankenversicherung können Sie mit einer Frist zum Ende des übernächten Monats kündigen. (§ 175, Abs. 4 SGB V). Bitte beachten Sie das bei Wahltarifen eine Mindestvertragslaufzeit von 3 Jahren gilt.

Sind Sie bisher schon privat Krankenversichert gilt eine Frist von 3 Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Dieses ist bei vielen Unternehmen das Kalenderjahr, aber eben nicht bei allen. Auch hier sind entsprechende Mindestvertragslaufzeiten zu beachten.

Bei beiden Systemen ist zum Wirksamwerden der Kündigung eine Bescheinigung über die Folgeversicherung einzureichen. Erst hiermit wird die Kündigung wirksam. Diese Bescheinigung erhalten Sie von dem neuen Versicherer und diese muss innerhalb der Kündigungsfrist eingereicht werden. Gern übernehe ich das für Sie.

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Kann ich meine Altersrückstellungen mitnehmen?

Dabei muss zwischen der Tarifgeneration vor 2009 und der danach unterschieden werden. Besteht ihr Tarif nach der alten Tarifgeneration, so können die Alterungsrückstellungen nur anteilig (bis zur Höhe des Basistarifes) mitgenommen werden. Dieses kann nur in den ersten 6 Monaten des Jahres 2009, dem so genannten Wechselfenster bestehen. Eine weitere Voraussetzung ist zudem der Verbleib im Basistarif der neuen Gesellschaft über 18 Monate.

Bei den Tarifen ab 2009 ist ein Wechsel unter Mitnahme der Alterungsrückstellungen (Portabilität) möglich. Dieses verursacht jedoch höhere Prämien, da den Unternehmen die Stornogewinne fehlen. Experten sprechen von 15- 20%, ob dem so ist kann noch nicht gesagt werden und ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

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Erhalte ich beim Arzt Auskunft?

Es stellt sich bei der Vorbereitung einer Anfrage immer wieder die Frage ob der Arzt zur Aushändigung einer Krankenakte oder sonstiger Befunde verpflichtet ist oder dieses verweigern kann.

Dieses Auskunftsrecht regelt der §10 der Berufsordnung der Ärzte wie folgt:

(2) Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich in die sie betreffenden Krankenunterlagen Einsicht zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen der Ärztin oder des Arztes enthalten. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.

Demnach steht Ihnen gegen Erstattung der Kopierkosten das Auskunftsrecht zu.

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Wer trägt die Kosten für Anfragen/Untersuchungen?

Ist für den Abschluss eine Untersuchung nötig und wird diese vom Versicherer beauftragt, so zahlt dieser auch i.d.R. die Kosten dafür. Brauchen Sie aber eine Untersuchung, um überhaupt einen Antrag stellen zu können (z.B. wegen fehlender Krankenversicherung), so müssen Sie diese Kosten selbst zahlen.

Anders ist es bei einem sonstigen Wechsel (mit Vorversicherung).
Dort werden die Kosten für Arztanfragen i.d.R. von den Gesellschaften getragen (wenn diese auch von der Gesellschaft veranlasst sind). Diese schreiben den Arzt an und honorieren diese Auskünfte nach Abrechnung durch den Arzt auch direkt.

Besorgen Sie sich - gemäß Ihrem Auskunftsrecht - bei dem Arzt vorher Kopien der Krankenakten etc., sind diese Kosten widerum von Ihnen zu zahlen.

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Welche Wartezeiten muss ich einhalten?

In den Bedingungen zu der Privaten Krankenversicherung ist von Wartezeiten die Rede. Dabei gibt es die so genannte allgemeine und die besondere Wartezeit. Erstgenannte beträgt 3 und die besondere 8 Monate. In dieser Zeit werden Beiträge fällig, aber keine Leistungen erbracht. Damit will man vermeiden das sich Neuversicherte sofort auf Kosten der Gemeinschaft behandeln lassen und hohe Kosten verursachen (z. Bsp. Zahnersatz)

Die Wartezeiten entfallen in der Regel bei entsprechender Privater oder gesetzlicher Vorversicherung. Dann besteht Versicherungsschutz ab dem 1. Tag.

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Was passiert mit der PKV bei Arbeitslosigkeit?

Falls Sie während Ihrer Versicherungszeit in der Privaten Krankenversicherung arbeitslos werden, werden Sie zunächst gem. §5 (1) Abs. 2 des Sozialgesetzbuches V versicherungspflichtig und müssen sich in der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Die Anmeldung erfolgt in der Regel bei der Beantragung des Arbeitslosengeldes.

Es gibt jedoch eine Ausnahme, diese ist in §8 (1) Abs. 1a geregelt. Demnach können Sie sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie in den letzten 5 Jahren nicht gesetzlich krankenversichert waren und anderweitig (in der privaten Krankenversicherung) versichert sind.

Sollten Sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen, so bedenken Sie bitte das Sie ihren Schutz in der privaten Krankenversicherung auf eine Anwartschaft umstellen sollten um Ihre bereits erworbenen Rechte zu erhalten.

Weiterführende Informationen finden Sie hier im Blogbeitrag.

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Was passiert mit meiner PKV bei Kurzarbeit?

Während der Zeit der Kurzarbeit wird weiterhin ein fiktives Einkommen über der Jahresarbeitentgeldgrenze angenommen. Somit besteht der Versicherungsschutz uneingeschränkt weiter und es erfolgt keine Versicherungspflicht in der PKV. Mehr dazu lesen Sie hier im ausführlichen Blog Beitrag.

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Welche Gebührensätze kann der Arzt berechnen?

Grundsätzlich gibt es in Deutschland eine gesetzliche Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte. Sollten Sie diese nicht verfügbar haben, so können sie diese unter Downloads auf meiner Seite gern als pdf Datei herunterladen.

Die Gebührenordnung kennt mehrere Sätze. Zum einen den so genannten Regelhöchstsatz, welcher bei 2,3 liegt. Weiterhin gibt es einen Höchstsatz von 3,5. Die Anwendung dieses Höchstsatzes muss von dem Arzt begründet werden, jedoch besteht keine Zustimmungspflicht des Patienten. Es kann also durchaus passieren, das Sie eine Rechnung bis zu dem 3,5fachen Satz bekommen. Achten Sie bitte darauf, das der gewählte Krankenversicherungsschutz dieses berücksichtigt.

Weitere Informationen und Beispielrechnungen finden Sie in meinem Blogbeitrag "Was darf der Arzt berechnen?"

Möchte der Arzt mehr als den Höchstsatz von 3,5 berechnen, so muss dieser eine Honorarvereinbarung mit Ihnen schließen, welche an strenge Regularien gebunden ist.

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Rechnungseinreichung - was ist zu beachten?

Nicht alles was ein Arzt berechnet muss erstattungsfähig für die Krankenversicherung sein. Für den Arzt sind Sie derjenige, welcher zur Zahlung verpflichtet ist. Weitere Infos dazu finden Sie im Leitfaden für die PKV, den ich Ihnen zusammengestellt habe.

1.) Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse ist die Karte bei den Privaten Versicherern (so Sie dann eine haben - siehe hier) im ambulanten und zahnärztlichen Bereich keine Kostenübernahme. Das bedeutet das Rechnungen, Medikamente und Hilfsmittel erst einmal selbst zu zahlen sind. Bei Arztrechnungen besteht in der Regel ein Zahlungsziel von 30 Tagen. Reichen Sie also die Rechnungen gleich ein, so haben Sie den Erstattungsbetrag meist auf Ihrem Konto, bevor die Arztrechnung zu bezahlen ist.

2.) Reichen Sie Rezepte bitte nur mit der zugehörigen Arztrechnung ein, um eine schnelle Erstattung zu erreichen, oder bitten Sie den Arzt auf dem Rezept die Diagnose zu vermerken.

3.) Reichen Sie immer nur Originale ein. Ausnahme sind Beihilferechnungen, so Sie eine Kopie mit dem Erstattungsvermerk der Beihilfestelle einreichen können.

4.) Bei größeren Beträgen (Zahnbehandlungen und Zahnersatz, Hilfsmittel, langfristige Verordnungen) kann es sinnvoll sein, den Bezug mit dem Versicherer abzustimmen oder deren Serviceangebote zu nutzen. Bei manchen Tarifen kann es auch zwingend vorgeschrieben sein.

Formulare zum Einreichen der Rechnungen finden Sie im Downloadbereich

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Gibt es eine Versichertenkarte wie in der GKV?

In der Privaten Krankenversicherung - wenn auch stationäre Leistungen versichert sind - erhalten Sie nach Vertragsabschluss und ggf. nach Ablauf von Wartezeiten eine so genannte "Card für Privatversicherte".

Durch diese Karte weisen Sie sich bei Ihrem Arzt, Zahnarzt etc., wie auch im Krankenhaus als Privatversicherter aus. Die Kostenübernahme im stationären Bereich wird durch die Karte garantiert.

Im ambulanten Bereich hat die Karte jedoch keine Kostengarantie oder "Bezahlfunktion". Medikamente müssen somit in der Apotheke bezahlt werden. Diese vereinfacht durch das Einlesen der Daten jedoch die Verwaltungsarbeit in der Praxis oder der Apotheke.

Es sind jedoch nicht alle Unternehmen diesem Verfahren angeschlossen. Zum Beispiel erhalten Versicherte der HUK Coburg Krankenversicherung, der Debeka Krankenversicherung oder der LKH keine Card für Privatversicherte.

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Beitragsrückerstattung und Arbeitgeberzuschuss

Über einen längeren Zeitraum habe ich meine private Krankenversicherung nicht in Anspruch genommen. Daraufhin hat mir meine Versicherung zwei volle Monatsbeiträge erstattet inklusive Arbeitgeberzuschuss. Muss ich meinem Arbeitgeber seinen Anteil zurückzahlen?

Nein, Ihnen steht die volle Rückerstattung inklusive Arbeitgeberanteil zu. Der Arbeitgeber kann jedoch mit individuellen Betriebsvereinbarungen eine andere Regelung treffen. Gleiches gilt auch bei Tarifen mit erfolgsunabhängigen, garantierten Rückerstattungen.

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Kann ich später wieder zurück in die GKV?

Wenn Ihr Einkommen regelmäßig über der so genannten Pflichtversicherungsgrenze (die jedes Jahr angepasst wird, 2011 EUR 49.950,-) bleibt, nicht. Wenn Sie mit dem Jahresbruttogehalt einmal unter diese Grenze kommen, sind Sie automatisch wieder pflichtversichert und die private Krankenversicherung muss aufgehoben werden. (Für diesen Fall besteht ein Sonderkündigungsrecht)

Es sei denn, Sie widersprechen und lassen sich von der Versicherungspflicht endgültig befreien. Dann können Sie aber unter keinen Umständen mehr in die GKV zurück, wobei die Befreiung nur für diesen speziellen Grund gilt.

Sollten Sie arbeitslos werden, werden Sie automatisch versicherungspflichtig. Sie können jedoch die Rechte in der privaten Krankenversicherung durch Zahlung eines so genannten Anwartschaftsbeitrages erhalten, sofern Sie mindestens 5 Jahre privat versichert waren.

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Welche Medikamente werden erstattet?

Erstattet werden die vom Arzt verordneten und medizinisch notwendigen Medikamente. Eine Budgetierung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in dieser Form nicht. Meist regeln die Tarif- und Versicherungsbedingungen jedoch, dass z.B. Nähr- und Stärkungsmittel nicht erstattet werden, was zu einem hohen Kostenrisiko führen kann, denn diese sind bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen dringend nötig.

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Welche Kosten entstehen bei einer Beratung?

Hinweise zu den Kosten einer Beratung durch mich können Sie hier nachlesen.