Artikel mit ‘Tarifwechsel’ getagged

09.
November '18

Unerfreuliche Post von der Axa – Tarifwechsel aus Vital in EL Bonus verhindert – was tun?


Ja, die Axa Krankenversicherung hat durchaus Talent, Talent Ihnen das Wochenende zu versauen. Das sehen selbst einige Mitarbeiter so. Warum muss man Briefe mit Anpassungen so verschicken, dass diese am Freitag oder Samstag bei Ihnen ankommen, am Wochenende, wo kein Berater erreichbar ist, keiner Ihre Fragen beantworten kann und man Sie damit allein lässt?

Es ist leider nicht zu ändern und vielleicht sind Sie selbst auch bei Tante Google hier gelandet und lesen nun diesen Text, gerade weil Sie den Brief der Axa in den Händen halten und nach „Beitragsanpassung Axa Vital“ gegoogelt haben? Ich werde versuchen Ihnen etwas einfacher und verständlich zu erklären was da gerade passiert.

Dazu empfehle ich Ihnen auch die weiteren Artikel.

und einige mehr hier im Blog.

Was Sie jetzt NICHT tun sollten

Bevor wir uns anschauen was zu tun ist, erst einmal der Hinweis was nicht zu tun ist. Denn wie in den letzten Jahren kommen schnell recht windige Berater um die Ecke und nutzen Ihre Chance. Dort wird man Ihnen versprechen schnell zu kündigen, schnell bei der Axa zu verschwinden und doch am besten zu anderen Gesellschaften zu wechseln. Oft werden dann Einstiegstarife wie der Comfort oder Economy von der Continentalen, die StartFit Tarife KVS/ KVE der Hanse Merkur oder auch gern wieder die Bayrische Beamtenkrankenkasse BBKK bzw. die Union genannt. Ob diese Tarife gut sind und auf Sie passen ist leider oft egal, die sind billig und damit automatisch- in den Augen einiger Berater- geeignet Ihr Problem zu lösen.

Wie kurzfristig das gedacht ist und das es am Ende eher ein ganz falscher Schritt ist, das wird in der Beratung nur allzu schnell unterschlagen.

Wichtig also:

Was Sie jetzt aber tun sollten

Zunächst einmal gilt… Schnell ist oft unüberlegt und daher sollten Sie sich in jedem Fall Zeit lassen und in Ruhe überlegen.

Dennoch sollten Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Warum? Weil auch bei Gesellschaften und Beratern das Jahresende naht und es nicht unzählige Termine zu Beratungen mehr gibt. Daher planen Sie weitere Schritte rechtzeitig und überlegen sich Antworten auf folgende Fragen und Herausforderungen.

Passt der derzeitige Schutz noch? Haben sich Wünsche geändert?

Viele Versicherte, welche über Jahre keine oder nur kleine Rechnungen eingereicht haben, sind oft „zufrieden mit Ihrer PKV“, klar. Was soll es auch bei der Erstattung einer simplen Vorsorgerechnung für Probleme geben.

Leider kommen auch daher die „Ratschläge von Freunden und Bekannten„, welche dann schnell noch eine Empfehlung für einen Tarif abgeben wollen. Warum das aber falsch und gefährlich ist, habe ich HIER IM ARTIKEL aufgeschrieben.

Aber:

Überlegen Sie einmal wie und warum Sie damals den Tarif ausgewählt haben. Warum wurde es der Tarif, warum genau der Versicherer? Haben Sie sich damals ausreichend mit dem Thema beschäftigt und viele Fragen gestellt? Unter dem folgenden Link lesen Sie eine Reihe von Fragen, welche Sie sich gestellt und beantwortet haben sollten. Haben Sie nicht? Dann aber flott.

Hat sich privat oder beruflich etwas verändert?

Gibt es vielleicht einen neuen Arbeitgeber, ein neue Regelung hinsichtlich Krankentagegeld? Neue Tätigkeitsfelder und/ oder sogar einen neuen Lebensmittelpunkt?

Wurde ein Kind geboren oder ist nun in Planung? Dann herzlichen Glückwunsch, jetzt gibt es aber viel zu bedenken, schon vor oder in der Schwangerschaft. Dazu bitte hier entlang und lesen, lesen, lesen.

Auch eine anstehende Verbeamtung oder zumindest die Aussicht auf eine solche führt zu einer kompletten Neubewertung.

Vorsorge für mehr Beitragsstabilität

Kennen Sie Möglichkeiten in dem PKV Vertrag oder auch außerhalb und ggf. steuerbegünstigt für einen stabilen/ stabileren Beitrag in Ihrer Krankenversicherung vorzusorgen?

Den Baustein zur Beitragsentlastung kennen viele und den bieten die Gesellschaften auch gern an, nicht ganz uneigennützig natürlich. Ob der aber für Sie die richtige Wahl ist oder ob die Vorsorge für stabilere Beiträge ganz anders aussehen sollte, ich kann es Ihnen nicht sagen. Jetzt und ohne Beratung zumindest nicht.

Machen Sie sich daher Gedanken, intensiv!

Überlegen Sie wie Ihre Planung aussieht, überlegen Sie auch was sich zukünftig ändern könnte und was Sie heute vielleicht schon planen können. Schieben Sie es bitte nicht auf die lange Bank. Das bedeutet nicht, dass Sie nun alle Termine für Montag absagen müssen und zu einer Beratung rennen, es bedeutet aber sich zu überlegen wo die eigene (private und berufliche) Reise hin gehen soll.

Wie sieht es mit einem Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens aus? Ist das sinnvoll? Kann ich das überhaupt noch tun und warum kann es auch dann helfen, wenn Sie heute schon krank sind und gar keine neue Gesundheitsprüfung überstehen würden?

All das gilt es zu besprechen, aber dazu müssen Sie sich aufraffen und Gedanken machen. SIE müssen aktiv werden.

Hilfe finden Sie dabei bei spezialisierten Kollegen und Beratern. Hilfe finden Sie auch unter folgenden Links.

denn falls Sie keinen spezialisierten Berater haben oder eine Zweitmeinung brauchen, dann werden wir versuchen dieses auch noch irgendwie in den Kalender zu kriegen.

Und auch wenn der Artikel aus 2016 ist, es gilt auch in 2018 für 2019 ebenso…

PKV Wechsel und Kündigung wegen Beitragserhöhung? Nur keinen Stress, geht auch in 2017 noch

Und nun? Nun lehnen Sie sich zurück, schauen auf das Meer (das ist übrigens hier bei mir vor der Haustür auf Rügen) und genießen erst einmal Ihren Feierabend oder Ihr Wochenende!

17.
August '17

Deutscher Ring Kranken und Signal Iduna Kranken verschmelzen – die Folgen für Versicherte


Es war abzusehen und angekündigt, denn schon vor einigen Jahren war bei den ersten Schritten klar „das wird irgendwann eins“. Versicherte des Deutscher Ring Krankenversicherung aG bekamen Post, plötzlich mit blauem Logo. Hauptsitz ist Dortmund statt Hamburg und so langsam wurde das rote Logo des Deutschen Rings kleiner, die Signal Iduna Farbe blau überwog.

Artikelhinweis: Aus Deutscher Ring wird Signal Iduna

Schon im letzten Jahr habe ich somit dieses Szenario beschrieben, auch wenn ich es sehr schade finde von der Gesamtentwicklung, schauen wir uns hier einmal die Folgen für die Versicherten an und beleuchten unter anderem einmal die Frage, ob Sie als versicherte Kunden etwas tun müssen, sollten, können oder dürfen. Doch das Ganze einmal der Reihe nach.

Gibt es den Deutschen Ring nicht mehr?

Nein, zumindest nicht als eigenständiges Unternehmen, denn dieser ist zusammen mit der Signal Krankenversicherung zusammengefasst. Im Handelsregister kann man sich das (kostenpflichtig) abrufen und ansehen. Hier stimmt meiner Meinung nach ein Datum nicht, aber dort heisst es:

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G.

Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 29.08.2017 (sollte wohl 29.06.2017 heißen) sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Mitgliedervertreterversammlung vom 28.06.2017 und der Mitgliedervertreterversammlung des übertragenden Rechtsträgers vom 29.06.2017 mit dem Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 4673) durch Aufnahme verschmolzen.

Die weiteren Details finden sich in dem, ebenfalls zum Download zur Verfügung stehenden Verschmelzungsvertrag, dort heißt es dann:

Auszug aus dem Verschmelzungsvertrag

Die Verschmelzung funktioniert im Innenverhältnis rückwirkend zum 01. 01. 2017.

Das Unternehmen ist damit vom Markt verschwunden, die Marke „Deutscher Ring“ soll aber erhalten bleiben. Daher werden Kunden auch weiterhin Post vom „Deutschen Ring“ bekommen, wenn auch nicht mehr dem „Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG“, sondern der Signal Kranken.

 

Was ändert sich für Kunden?

Generell bleiben natürlich die Verträge, Tarife, Tarifbedingungen und auch die Beiträge unverändert bestehen. Die vertraglichen Verpflichtungen werden durch so eine Verschmelzung nicht berührt. Alle Leistungen die Sie einmal bei Vertragsabschluss versichert haben und hatten, haben Sie auch heute noch.

Auch die neuen Ansprechpartner hat der Deutsche Ring seinen Kunden bereits vor Monaten mitgeteilt und diese ändern sich nicht. Leistungen erhalten Sie dann zukünftig von der Signal Kranken, welche die Rechte und Pflichten vollumfänglich übernommen hat.

Hat diese Verschmelzung Vorteile?

Nun, für einige Kunden kann es durchaus einen Vorteil geben. Bereits vor einem Jahr hatte ich über den so genannten Tarifwechsel nach §204 des VVG geschrieben, also der gesetzlichen, vertraglichen Garantie des Versicherers einen Tarifwechsel in so genannten „gleichartigen“ Versicherungsschutz zu ermöglichen.

Bisher konnten die Kunden des Deutschen Rings im Rahmen des Tarifwechsels in die Tarife des DR wechseln. Im Wesentlichen standen damit die beiden Tarife ESPRIT und COMFORT+ mit Ihren unterschiedlichen Tarif- und SB Stufen zur Verfügung. Das ändert sich nun etwas, denn mit der Verschmelzung sprechen wir über ein gemeinsames, einzelnes Unternehmen.

Auch die Signal Versicherungen haben und hatten eigene Tarife und die Kunden konnten sich im Rahmen des Tarifwechsels innerhalb diesen Tarifen bewegen. Klar spielen hier Mehrleistungen, Zuschläge für Mehrleistungen oder ein so genannter Mehrleistungsverzicht eine Rolle, aber nun ist es möglich auch Kunden aus einem (ehemaligen) Signal Tarif den Tarifwechsel in die ehemaligen Tarife des Dt. Rings zu ermöglichen, ebenso in die andere Richtung.

Ob ein solcher Tarifwechsel für Sie in Frage kommt, sinnvoll ist und welche Tarife oder Tarifmodelle in Frage kommen, dass ist nur in einer individuellen Beratung zu klären.

26.
April '17

Versichererwechsel mitten im Jahr und die komplette Anrechnung der Selbstbeteiligung?


Sie kennen das ja bereits. Fragen die per E-Mail, über das Kontaktformular oder den LiveChat bei mir landen, schaffen es oft auf den Zettel auf meinem Tisch. Wiederholen sich die Fragen dann auch von anderen Lesern, so wird daraus oft ein Blogbeitrag oder ein kurzer Eintrag bei Facebook. Einen solchen Fall hatte ich in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal, scheint gerade vielen auf der Seele zu brennen. Daher nutze ich den heute nochmal im LiveChat gefragten Fall für diesen Beitrag.

Die Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung

Mit so einem Modell erspart sich der Versicherer kleine Rechnungen und damit viel Verwaltungsaufwand. Auch wenn heute bei vielen Unternehmen RechnungsApps hoch im Kurs stehen und die Abrechnung für den Kunden erleichtern, am Ende kostet das Einreichen und Abrechnen der Belege Geld.

Durch die Vereinbarung einer so genannten Selbstbeteiligung, fast jeder kennt diese von seiner Autoversicherung, wird ein Teil des Schadens nicht bezahlt oder erst ab einer bestimmten Schadenhöhe das Einreichen von Rechnungen überhaupt sinnvoll.

Großer Unterscheid zum Auto – Selbstbeteiligung in der PKV gilt pro Jahr, nicht pro Fall

Während in der Autoversicherung die Selbstbeteiligung pro Schadenfall gilt, ist das in der Krankenversicherung zum Glück nicht so. Hier wird ein fester (oder prozentualer und dann auf einen Betrag gedeckelter) Betrag pro Kalender- oder Versicherungsjahr

(ob bei Ihnen das Versicherungs- oder Kalenderjahr gilt, lesen Sie in dieser Übersicht)

von der Erstattung abgezogen. Reichen Sie vorher Rechnungen ein, so wird dieser Betrag nicht erstattet, ist die Rechnung bereits höher so erfolgt eine anteilige Erstattung.

Rechnungen die unter die SB fallen sollten Sie daher noch nicht einreichen und zu Hause sammeln, denn schon das „zum Versicherer schicken“ verhindert unter Umständen die Beitragsrückerstattung. Wer aber weiss, im Jahr erreiche ich diese durch noch geplante Behandlungen oder chronische Erkrankungen, der kann diese auch einfach Einreichen, so muss man alle Belege nicht selbst sammeln. Dann erfolgt vom Versicherer eine Mitteilung über die Tarifliche Leistung und der Hinweis, eine Erstattung erfolgt nicht, da noch (wie hier 300,61 €) and restlicher Selbstbeteiligung offen sind.

Das passiert dann einfach solange, bis eine Erstattung über der Selbstbeteiligung erfolgen kann, die wird dann wie versichert ausgezahlt.

Unterjährige Selbstbeteiligung

Nun gibt es diverse Gründe, warum ein Vertrag kein volles Kalenderjahr besteht. Eine private Krankenversicherung kann zum Beispiel erst am 1.4. eines Jahres beginnen, wenn der Kunde vorher noch in der gesetzlichen Krankenkasse versichert war. Auch ein Berufs-/ Jobwechsel führt zu so einem unterjährigen Beginn.

Erstes Versicherungsjahr anteilig

Beginnt der Schutz also erst am 1.4. und die jährliche Selbstbeteiligung beträgt 600 €, so reduziert sich diese FÜR DAS ERSTE JAHR um 150 € für die Monate Januar, Februar und März. Damit kann der Versicherte im Rest des Jahres die reduzierte SB von 450 € geltend machen.

Keine Reduzierung bei vorzeitigem Ende

Etwas anders sieht es nun bei der Frage des vorzeitigen Endes einer Versicherung aus. Die folgende Frage aus dem LiveChat verdeutlicht das genauer:

Hallo, ich habe zum 1. April meine private KV gewechselt und bei der alten KV nun alle Belege von Januar bis März eingereicht. Der alte Versicherer hat mir nun die volle Selbstbeteiligung für das ganze Jahr abgezogen, obwohl ich auf den Wechsel hingewiesen habe. Ich habe angenommen, dass die Selbstbeteiligung anteilmäßig auf die drei Monate umgerechnet wird? Liege ich da falsch?

(mehr …)

10.
April '14

Der Unsinn stirbt nicht aus- wie aus „PKV für 59 EUR!“ jetzt „sparen Sie 40% ohne Wechsel der Gesellschaft“ wurde


Es ist nicht verwunderlich, dennoch macht es das Leben für die seriös arbeitenden Vermittler nicht wirklich einfacher und fördert keineswegs den (teilweise berechtigt) schlechten Ruf der gesamten Branche. Gemeint sind Werbeanzeigen, Pop-up Fenster und sinnlose Werbemails von zweifelhaften Anbietern.

Waren es in den letzten Jahren noch Versprechungen wie „59 EUR für die Private Krankenversicherung“ und wurde mit solchem Unsinn nicht nur der falsche Ansatz gesetzt, sondern auch völlig „verkehrte“ Zielgruppen in die Private Krankenversicherung geschickt, so sind es heute genau diese Menschen, denen skrupellose Vermittler ein zweites Mal Geld abnehmen wollen.

Eine private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen, schrieb ich schon vor Jahren und meine das nach wie vor so. Es gibt eine große Gruppe von Menschen die in die Private Krankenversicherung könnten, es aber definitiv nicht sollten.

PKV- Zielgruppen

Nun ist es natürlich nicht so, das für jede Person aus jeder Gruppe identische Voraussetzungen gelten und nicht auch ein Existenzgründer der „richtige Kandidat“ für die PKV sein kann, aber für viele ist es daher keine Option. Gerade wenn sich der Gründer die „Beiträge in der GKV nicht leisten kann“, dann ist es die falsche Option in die Private Krankenversicherung (PKV) zu gehen. Hier sind die Kostenrisiken, Eigenbeteiligungen und die Entwicklung dann nicht nur unüberschaubar, sondern bergen auch große Risiken.

Deckelung der Courtagen, Weniger Neugeschäft?!

Der Gesetzgeber hat diesen „Alle müssen in die PKV“-Vertrieben das Leben schwerer gemacht und durch Begrenzung der Vergütung in der PKV, über längere Stornohaftungszeiten (mehr …)

28.
August '13

Gibt es eine Steigerung von unseriös? Hier ein Beispiel zur PKV-Beratung einige Verkäufer


Es ist wie in jeder Branche, es gibt gute Berater, es gibt schlechte Berater und es gibt solche wo man hofft diesen nie zu begegnen und nur hoffen kann dass es keinen gibt der darauf reinfällt. Dass die Versicherungsbranche nicht den besten Ruf hat, das hat sie sich in vielen Fällen sicherlich selbst zuzuschreiben, dass aber manche Berater anscheinend sogar keine Skrupel zu haben scheinen, das wird an diesem Beispiel wieder recht deutlich.

Um die Geschichte zu verstehen, vielleicht etwas Information vorweg. Heute im Laufe des Vormittags erhielt ich eine Anfrage über die Homepage von einem bereits in der PKV versicherten Kunden. Nennen wir ihn für den weiteren Beitrag Herr M. Dieser besagte Herr M. ist im Jahre 1957 geboren, mittlerweile also 56 Jahre alt und seit ca. 23 Jahren in der privaten Versicherung versichert. Da er in den neuen Bundesländern lebt(e) hat er sich damals (vielleicht auch aus Gründen einer falschen Beratung oder aus reinen Kostengründen) für einen so genannten „Osttarif“ entschieden. Diese Tarife wurden in der privaten Krankenversicherung ausschließlich in den neuen Bundesländern eingebunden und hatten eine geringere Prämie als die bundesweit geöffneten Tarife. Der Grund ist relativ einfach, waren doch die Kosten für ärztliche Honorar, Heilmittel oder sonstige medizinische Behandler damals deutlich geringer.

Entschieden hatte sich der Kunde seinerzeit für einen Tarif BSK der Deutschen Krankenversicherung (GKV). In der heutigen Anfrage der oben angesprochenen E-Mail fand sich dann unter anderem folgender Hinweis:

„Wo sind Sie versichert und zu welchem Tarif? DKV BSK, PVN (geschlossen)

Derzeitiger Monatsbeitrag 434,-

Sonstige Anmerkungen mit weiteren Erhöhungen ist zu rechnen. Ich möchte

ab Renteneintritt mögl. konstant bleiben.“

Wir sprechen also von einem privat Krankenversicherten Kunden, welche mit 56 Jahren einen Beitrag von monatlich 434 € zahlt und als Ingenieur selbstständig (in einem der neuen Bundesländer) wohnt und tätig ist. Dieser Kunde wurde nun von einem Berater Verkäufer kontaktiert und ihm wurde angeboten doch eine bessere Lösung für seinen Versicherungsschutz zu finden. Soweit ist hieran nichts falsches festzustellen, spontan würde man sicherlich an einen Tarifwechsel nach Paragraph 204 VVG denken. Hintergrund dazu ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Beiträge in den „Osttarifen“ aufgrund der gestiegenen Gesundheitskosten teilweise recht deutlich gestiegen sind.

Doch was dann als „Angebot“ von dem Berater kommt, das hat mit Beratung, seriös und fair nichts zu tun. Schön aber, dass „Ihre Zufriedenheit“ das Ziel des Beraters ist, was man sich dann auch als Firmenslogan überlegt hat. Doch weiter mit den Fakten.

Dagegen der Berater hin und sendet dem Kunden keinen Vorschlag oder eine Hilfestellung zum Tarifwechsel bei der DKV, sondern geht ernsthaft hin und will ihn dazu überreden in einen neuen Tarif der Hanse Merkur zu wechseln. Dabei handelt es sich (mehr …)