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14.
Juli '21

Wo sind Sie versichert? Warum die Krankenversicherung Ihres Beraters (k)eine Rolle spielt


Die Frage nach meiner eigenen Versicherung kommt fast in jeder Beratung. „Wo ist denn mein Berater PKV versichert?“

Das ist auch gut so und legim. In einem anderen Beitrag habe ich bereits zu der Frage geschrieben, warum Freunde und Bekannte keine guten Ratgeber sind. Kleiner Tipp am Rande. Vergleichsrechner sind es auch nicht. Mehr dazu aber später, oder in einem anderen Beitrag.

In der privaten Krankenversicherung, das erzähle ich nun schon seit über 20 Jahren, spielt die Leistung des Vertrages eine entscheidende Rolle. Versicherer garantieren als einzigen Baustein mit den Bedingungen einen Leistungsumfang, welcher die vertraglich garantierten Leistungen abbildet. Diesen kann der Versicherer weder heute noch in Zukunft ändern. Diese Garantie einen festen Leistungsrahmen zu kaufen, welchen sie bis ins hohe Alter in ihrem Versicherungsschutz behalten ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse.

Mehr zu Systemunterschieden finden Sie auch in meinem Leitfaden.

Es gibt für den Versicherer keine Möglichkeit, ihnen einmal zugesagte Leistungen aus dem Vertrag zu streichen. Natürlich kann es in der Zukunft notwendig werden, den eigenen Versicherungsschutz anzupassen oder (zum Beispiel aus finanziellen Gründen) diesen zu reduzieren. Daher ist es in Bezug auf den Leistungsumfangs heute ebenso wichtig, sich bei der Auswahl des Versicherers Alternativen im Tarifwerk anzuschauen.

Leistung entscheidet heute, Flexibilität über das „Morgen“

Es nützt ihnen überhaupt nichts, einen hochleistungsfähigen Tarif zu wählen, welchen sie sich in wenigen Jahren nicht mehr leisten können. Ist der Versicherungsschutz unterhalb dieses Tarifes bei dem Versicherer dann ungeeignet, dann müssen sie vielleicht aus finanziellen Gründen reduzieren. Danach bleibt Ihnen nur einen deutlich schlechteren Versicherungsschutz, im schlimmsten Fall für den Rest ihres Lebens.

Meine eigene Private Krankenversicherung wurde vor über 20 Jahren deshalb so ausgewählt, weil mein Berater seinen eigenen Kopf hatte.

„Das machen wir jetzt so, oder gar nicht. Sonst geh bitte woanders hin.“

Um vielleicht auch meine Beratungsphilosophie ein bisschen besser zu verstehen, erzähle ich Ihnen eine kurze Geschichte zu meiner Tarifauswahl.

Ich war damals Anfang 20 und habe mich mit dem Thema Private Krankenversicherung eher so nebenbei beschäftigt. Kurz nach der Ausbildung und während eines Studiums war da nicht so richtig viel Zeit und auch nicht die nötige Lust vorhanden. Also habe ich mich an einen Berater gewandt, und diesen damals in seinem Büro besucht. Wir haben uns über viele mögliche Szenarien ausgetauscht, die in der Zukunft passieren könnten. Nun konnte ich mir in dem Alter schwer vorstellen chronische Diagnosen zu haben, Unfälle zu erleiden oder eine Familie zu gründen, kam alles anders. All diese Punkte sind aber möglich und bestimmen die Auswahl des Versicherungsschutzes.

Nie krank oder Millionär, dann reicht Basisschutz

Wüsste ich heute, dass ich niemals krank werde, bräuchte ich keinen guten Versicherungsschutz. Würde ich vielleicht die billigste aller Varianten nehmen? Falls ich steinreich werde (Lotto und so) brauchte ich dann überhaupt sowas? Kann ich es einfach selbst zahlen oder hohe Selbstbeteiligungen nutzen? Damals gab es vier Auswahlmöglichkeiten, angefangen von einem Einstiegsversicherungsschutz (das waren in meinem Fall die damaligen Tarife für die neuen Bundesländer der Signal, NO/NOZ), dann zwei Varianten des mittleren Versicherungsschutzes und ein Top-Tarif. Die Beitragsunterschiede in diesen Bereichen lagen zwischen dem billigsten und dem (damals) besten Versicherungsschutz bei fast 75%.

Ich stand also als junger Mensch vor der Entscheidung, will ich den besten Versicherungsschutz oder will ich eine hochwertigen Versicherungsschutz. Schutz, welchen ich vielleicht die nächsten Jahre und Jahrzehnte nicht brauche. Kann ich das Geld nicht lieber für Auto, Computer, Reisen, Party ausgeben? Mir passiert doch nix, oder?

Berater PKV – Konsequenz und Ehrlichkeit des Beraters

Nach ein paar Tagen und einigen Überlegungen fand unser nächste Gespräch statt. Ich hatte mich entschieden mir einen reduzierten Versicherungsschutz zu „gönnen“ und dafür nicht zu viel Geld zu investieren. Mein Berater war damals sehr direkt. Er meinte: „Wenn du nachher nach Hause fährst, da an der Ecke ist das Versicherungsbüro der Signal, schließe es gern dort ab.“

Mein Gesicht muss wohl etwas erschrocken ausgesehen haben, da antwortete er ergänzend: „Bei dem Prämienunterschied und mit Deinem Eintrittsalter, werde ich Dir den billigen Versicherungsschutz nicht verkaufen, aber den Antrag kannst du natürlich wo anders stellen.“

Ich fuhr dann nach Hause und dachte über diesen Punkt kurz nach, hatte es dann aber wieder verworfen. Am nächsten Morgen entschied ich mich dann doch nochmal zu dem Makler zu fahren und fragte nochmal nach. Er erklärte mir dann, dass er in seiner beruflichen Laufbahn genügend Fälle gesehen habe, denen doch „nie etwas passiert wäre“ und wo es dann doch ganz anders kam.

Es kam wie es kommen musste. Ich entschied mich um, ob nun aus Verständnis oder Sympathie zu dem Berater kann ich nicht mehr sagen. Es wurde der bestmögliche Schutz, den ich innerlich immer noch nicht so recht „brauchte“. Ich muss zugeben, so richtig und 100% überzeugt war ich wohl damals nicht. Ich sah nicht so richtig den Grund darin, mehr Geld für einen Versicherungsschutz auszugeben, welchen ich doch gar nicht brauchen würde. Aber, die Entscheidung war getroffen, die Monatsbeiträge wurden abgebucht und dann war es auch schnell vergessen.

1. kommt es anders, 2. als man denkt

Es vergingen keine zwei Jahre, da fuhr ich im Februar hier auf „meiner“ Insel über eine Landstraße. Es war der 3. Februar 2000, da hatte einen recht schweren Verkehrsunfall. Es kommt wie Sie sich denken können. Notarzt, Krankenwagen, Intensivstation gefolgt von stationären Aufenthalten, Operation und Reha und Anschlussheilbehandlung. Heilmittel und Physiotherapie schlossen sich an. Es trat also keine zwei Jahre nach dem Abschluss genau das ein, was mir ja nie passieren würde.

Im Laufe dieser Behandlungen kamen dann noch ein, zwei, drei andere Erkrankungen dazu und schon da wusste ich: Die Wahl war richtig. Das war auch das erste Mal, dass ich überhaupt mit einem Einzelzimmer in einem Krankenhaus in Berührung kam. Ein Einzelzimmer was totlangweilig sein sollte, oder wo doch auch das Zweibettzimmer reicht?

Langeweile im Einzelzimmer? Brauche ich nicht!

Ja, natürlich werden Sie auch in einem Mehrbettzimmer gesund. Ob da nun ein, zwei oder vier Personen drinliegen, das ändert erst mal nichts. Aber, das Einzelzimmer schafft Ruhe. Es schafft aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, dass ich mit meiner verbundenen Schulter einige Wochen im Krankhaus immer dann Besuch haben konnte, wann ich es wollte. Dabei war es nicht davon abhängig, wie es dem Bettnachbarn ging, was der hatte oder wann der Besuch hatte. Und das soll auch gar keine Laudatio auf ein Einbettzimmer werden, die Entscheidung müssen sie ganz für sich alleine treffen. Aber als es mir irgendwann besser ging, war ich sehr froh in meinem Zimmer tun und lassen zu können, was ich wollte.

Die Wahl ist der Punkt. Wer sich trotz Schutz gegen die Nutzung des Einzelzimmers entscheidet, bekommt meist etwas erstattet. Klar, denn die Versicherung spart auch Geld. Brauchen sie es aber wirklich, weil schwerkrank oder nicht mehr so schlimm, dass Sie telefonieren, arbeiten, Besuch empfangen wollen, ist es mehr als angenehm. Das Zimmer selbst lässt sich auch gut über ein Krankenhaustagegeld absichern. Mit der Wahlleistung „Privatarzt“ geht das so nicht, das habe ich im Beitrag „Krankenhaustagegeld ungeeignet für Chefarztbehandlung“ aufgeschrieben.

Dazu kamen in den Folgejahren noch einige andere Erkrankungen, bis hin zu einer heute bestehenden. Die schränkt mich jetzt nicht so weit ein, führt aber einmal im Jahr zu einem kurzen, stationären Aufenthalt und zudem zu ein paar Untersuchungen über das Jahr verteilt. Diese Untersuchungen und vor allem diese freie Auswahl des Arztes sind ein großes Privileg. Denn nur, weil ich den Arzt (und das muss gar nicht der Chefarzt sein, es kann auch gezielt ein Oberarzt in einer Klinik sein) selbst auswählen kann, nur deshalb lässt sich vieles beschleunigen. Ich bin sehr froh gut auf gehoben zu sein, in der Charité in Berlin und bei anderen Behandlern. Einige meiner Kunden kennen mein Erlebnis mit dem MRT Befund am Freitagnachmittag, vielleicht schreibe ich den auch nochmal auf.

Berater PKV – Beeinflusst die eigene Gesundheit, der eigene Tarif, die Beratung?

Ich glaube schon, dass eigene Erfahrungen des Beraters, eigene Erlebnisse im Krankenhaus oder bei Ärzten, seine Beratung beeinflusst. Das heißt keineswegs, dass sie sich für ein Einzelbettzimmer entscheiden müssen, nur weil ich eines habe. Das heißt auch nicht, dass sie nicht hohe Selbstbeteiligungen vereinbaren können, nur weil ich keine habe. Sie müssen auch keine Beitragsentlastungskomponente in ihren Vertrag integrieren, nur weil ich eine habe.

Eines „müssen“ Sie aber bei mir: Sie müssen verstehen wie ein Versicherungsschutz funktioniert und sollten sich dringend Gedanken darüber machen, was Ihnen in welchen Fällen wichtig ist.

Ich halte weder etwas vom „Klappern mit Sargdeckeln“, noch von der Angst vor dem Tanklaster. Klar kann Sie ein solcher überrollen, wenn Sie das Haus verlassen. Dennoch sollten Sie sich möglicher (Lebens-)Risiken bewusst sein und sollte sich klar vor Augen führen, dass sich Ereignisse ändern können. So kann die eigene Lebensplanung plötzlich komplett über den Haufen geworfen werden.

Kosten die Sie selbst übernehmen können, brauchen Sie nicht zu versichern. Eine Brille ist nicht entscheidend. Eine Vorsorge nett, aber nicht ruinös. 20.000 € Eigenanteil bei einer Prothese? Kosten vielleicht die eigene Altersvorsorge, belasten die Familienkasse oder schränken arg ein.

Was den Kunden finanziell ruiniert oder stark belastet, gehört abgesichert

Fragen sie ihren Berater ruhig, für welchen Versicherungsschutz er sich entschieden hat und warum. Nicht, weil sie dann auch diesen Versicherungsschutz bekommen sollen, sondern weil sie dann ein bisschen besser verstehen können wie ihr Berater so tickt. Wer sich selbst billig versichert, ohne zu wissen was er genau da tut und wie er die bestehenden oder noch kommenden Risiken ausgleichen kann, dem wird es schwer fallen glaubwürdig einen entsprechenden Versicherungsschutz zu vermitteln.

Wenn ich als Berater meinen eigenen Tarif nicht gelesen und verstanden habe, „das billigste Produkt“ entscheide, wie sollte es möglich sein einem Kunden den Sinn einer qualitativ hochwertigen Absicherung zu erklären.

Die Bedürfnisse können unterschiedlich sein, es ist durchaus denkbar, dass der Berater anderer Ansprüche hat. Wer Ärzte in der Familie hat und von denen behandelt wird, wer Millionen auf dem Konto hat und das Geld im Fall der Fälle dafür ausgibt, der hat einen anderen Anspruch. Dagegen spricht überhaupt nichts.

Ihre Tarifauswahl ist die eigene, nicht meine, nicht die des Nachbarn oder Kollegen.

Kommen wir nun wieder zurück zu ihrer Tarifauswahl, den die ist der Part, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen. Die Information, wo ich versichert bin ist ein netter Nebeneffekt, löst aber ihr Problem nicht. Daher der dringenden Tipp: machen sie sich Gedanken über ihren Bedarf. Dabei berücksichtigen sie bitte nicht nur den heutigen Bedarf, also vielleicht auch die Vorstellung: „ich bin jung, gesund, mir passiert nichts.“, sondern insbesondere auch die zukünftige Entwicklung.

Manchmal kann es sich sehr schnell ändern.

Ich möchte aber dennoch auflösen. Mein Versicherungsschutz besteht seit nunmehr 1998 bei der HALLESCHE im Tarif NK (damals NK3 mit 300 € SB, heute NK 2 mit 600 € SB).

Berater PKV Krankenversicherung Hallesche NK seit 1998

Im Jahr 2001 kam dann die Beitragsentlastung im Alter hinzu. Ja, auch als (damals) selbstständiger halte ich diese weiter für richtig und sinnvoll, heute mehr denn je.

Nur wenn Sie sich der Risiken und (möglichen) Veränderungen bewusst sind, können sie entsprechend handeln.

Auch vergessen Sie bitte nicht, der eigene Schutz bestimmt auch den des (zukünftigen Kindes. Wer heute einen minderwertigen Versicherungsschutz wählt, der kann diesen auch mit Optionen aufwerten. Es spricht erstmal generell nichts dagegen, den heutigen Bedarf anders einzuschätzen, wenn er genug Veränderungsmöglichkeiten bietet. Wählen sie also heute einen reduzierten Versicherungsschutz, welcher mit Anwartschaften und Optionen versehen ist, um diesen später auch zu ändern, dann kann auch dies der richtige Weg sein. Dabei spielt auch die berufliche Situation und das Einkommen eine Rolle. Als junger Angestellter sind hohe Selbstbeteiligungen oder Einsteigertarife selten optimal.

Vermitteln sie bestimmte Tarife nicht?

Ja, vielleicht weil ich damals tief beeindruckt war von der Beraterentscheidung in meinem Fall. Aber auch, weil ich aus tiefster Überzeugung bestimmte Tarife, Versicherer und Tarifmodelle für viele Kunden für nicht passend halte.

Wenn ich also in einer Beratung der Auffassung bin, bestimmte Tarife passen nicht zu ihnen, dann sagen sie ich ihnen das auch. Wenn Sie im Anschluss und Aufklärung über die Risiken immer noch der Meinung sind, einen Tarif oder Versicherer zu wählen, von dem ich klar abrate, Ihre Entscheidung. Aber dann werde ich Ihnen diesen,  gegen meine Überzeugung und nur um der Provision Willen verkaufen, sicher nicht verkaufen.

Es gab in der Vergangenheit sicherlich Kunden, die dann woanders hin gingen und noch heute in diesen Tarifen versichert sind. In den letzten Jahren hatte ich fünf solcher Beratungen, welche nach einem Abschluss eines Tarifes, von dem ich abriet, auf die Nase gefallen sind. Vier von denen kamen wieder zurück, für zwei gab es mit den Erkrankungen keine Chance auf eine Lösung. Ob sich dann eine solche Entscheidung dann revidieren lässt, ist schwer zu sagen und scheitert dann oft am Gesundheitszustand.

Ihr Geldbeutel, Ihr Leben, Ihre Entscheidung

Letztendlich müssen sie die Entscheidung für sich, Ihre Absicherung und Ihr Leben treffen. Das was ich tun kann, ist ihnen eine Hilfestellung geben. Ich werde Sie über Leistungen und Lücken aufklären und auf Gefahren hinweisen. Dennoch kann Ihnen niemand außer Sie selbst sagen, was sie für ein Haus bauen sollen, welches Auto sie kaufen sollen oder welche Krankenversicherung sie wählen. Der Berater kann nur unterstützen, Hilfestellung geben und ihnen zeigen wo versteckte Risiken liegen.

Am Ende ist es aber Ihr Leben, Ihre finanzielle Zukunft bei Krankheit und sie sind auch die/derjenige, die/der dann mit den Konsequenzen dieser Entscheidung leben muss.

Ich möchte aber weiter in den Spiegel schauen können und mir nicht vorwerfen, falsch beraten zu haben. Nicht heute und nicht in 10, 20 oder 30 Jahren.

Seien sie also gewiss, ich werde Ihnen nichts gegen meine eigene Überzeugung empfehlen. Das werden ihnen sicherlich Kunden bestätigen können, welche vor zehn, zwölf oder gar 15 Jahren ihre Krankenversicherung hier gewählt haben. Auf meiner Homepage unter Referenzen ganz bis ans Ende scrollen. Dort finden sie solche Erfahrungen und Beschreibungen von Kunden. Kunden, welche nun schon 10, 12, 15 Jahre bei „ihrer PKV“ sind und weiterhin die Entscheidung für die passende halten.

Für ihre Wahl, für oder gegen ein System der GKV oder PKV und für ihre Tarifentscheidung tragen Sie jedoch die letzte Verantwortung. Daher braucht es BeraterInnen, welche Sie in die Lage versetzen, solche Entscheidungen fundiert treffen zu können.

Die einzige und ehrlichste Hilfe, ist die Hilfe zur Selbsthilfe!

© Alfred Selacher (*1945), Schweizer Lebenskünstler

Bevor Sie nun auf die Suche nach Vergleichsportalen sind, auch die können Ihnen nicht den Tarif empfehlen. Vielleicht ist der an erster Stelle, der geschickte Formulierungen wählt um in der Software nach oben zu? Vielleicht der, der 602 € für eine Brille zahlt und nicht nur 600. Einer der „nach bester Medizin klingt“, den Namen aber nicht verdient?

Für den Anbieter sind die Tarife immer toll. Klar zeigt man gern, was der Tarif kann. Aber ist es nicht wichtiger zu wissen, was er nicht kann?

Daher… Lassen Sie sich ausbilden. Lernen Sie und verstehen. Sie werden am Ende sehen: Es ist nicht so schwer und (Zitat eines Kunden): „Versicherungsbedingungen lesen macht sogar Spaß, auch wenn ich mir das nie vorstellen konnte.

Unter den folgenden links habe ich ihnen weitere Informationen zusammengestellt.

Beratungsseite zur PKV

Artikel zur Tarifauswahl

05.
Oktober '20

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 2


Heute setzen wir die Serie zur Kinderkrankenversicherung mit dem zweiten Teil fort. Wer den ersten Teil verpasst hat, der kann im Blogbeitrag unter diesem Link nochmals nachlesen oder Nachhören.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Dort haben wir uns folgende Fragen und Situationen genauer angeschaut:

  • – Muss mein Kind in die private Krankenversicherung (PKV)?
  • – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?
  • – Vorsicht bei Selbstständigen und schwankendem Einkommen
  • – Kann das Kind rückwirkend in die private Krankenversicherung wechseln?

Auch heute haben Sie wieder die Möglichkeit den Beitrag selbst zu lesen, oder aber sich die Fragen und Antworten hier als Hörbeitrag anzuhören. Heute, im Teil 2, geht es um folgende Fragen.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 2

  • – Bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?

  • – Was ändert sich durch eine Hochzeit?

  • – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?

  • – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Blogbeitrag zum HörenWenn Sie lieber hören statt Lesen, bitte sehr.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Ich freue mich sehr, gerade hierzu, wieder auf Ihr Feedback.

Kinderkrankenversicherung – bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?

Kinder in der Privaten Krankenversicherung bei denen ein angestelltes Elternteil auch privat versichert ist, haben generell erst einmal einen Anspruch auf Zuschuss durch den Arbeitgeber. Dieser Zuschuss ist auf einen Höchstbetrag gedeckelt, welcher sich jedes Jahr durch die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze und die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages ändert. Im Jahr 2021 wird der maximale Arbeitgeberzuschuss bei circa 375 EUR pro Monat liegen.

Arbeitgeberzuschuss für die Familienangehörigen

Wichtig ist dabei auch, der Zuschuss gilt für alle zusammen und beträgt maximal 50% der tatsächlich gezahlten Beiträge.

Entscheiden sich die Eltern das Kind gegen eigenen Beitrag in der freiwilligen gesetzlichen Krankenkasse zu versichern und zahlen dort den Beitrag (ca. 175 EUR), dann besteht für diesen Beitrag KEIN Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss nach §257 SGB V. Obwohl also hier sogar höhere Zahlungen anfallen im Vergleich zu Tarifen in der privaten Krankenversicherung, dennoch beteiligt sich der Arbeitgeber hier nicht.

–> Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige

Kinderkrankenversicherung – Was ändert sich durch eine Hochzeit?

Alles. 🙂 Ja, nicht nur das was Sie denken, auch das System der Kinderkrankenversicherung ist nun anders zu bewerten. Eine generelle Zuordnung der Kinder zur Mutter (oder dem Elternteil wo das Kind lebt) ist nun erledigt. Jetzt geht es, wie Sie in dem Schema bereits sehen konnten, um detailliertere Fragen.

Wo sind die Kinder zu versichern Schema

Wichtig ist hierbei auch, eine Hochzeit und damit eine Veränderung der Lebensumstände ist der Krankenkasse zu melden. Allein und ohne dass diese es ahnen müssen. Auch wenn einige der Anrufer manchmal meinen: „Ich habe denen doch geschrieben, meine Frau heißt jetzt anders.“ Das allein ist keine korrekte Meldung neuer Versicherungsverhältnisse. Schließlich kann damit die Kasse immer noch nicht wissen, ob und wie der nun neue Ehepartner versichert ist.

Der sicherste Weg die Kinderkrankenversicherung nicht zu gefährden, ist die Anzeige der Hochzeit an die gesetzliche Krankenkasse und die Anforderung eines Familienfragebogens. Das kann formlos durch (zum Beispiel) folgenden Text geschehen.

Musterbrief zur Meldung an die gesetzliche Krankenkasse

„Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich am ___________ geheiratet habe. Die Eheurkunde lege ich bei, hier können Sie auch meinen neuen Namen entnehmen. Bitte senden Sie mir für meine Versicherungsnummer _________ eine neue Versichertenkarte zu.

Meine Kinder __________ geb. am __________ und ___________ haben den bisherigen Namen nicht/ auch geändert und heißen nun __________.

Da mein Ehepartner/ meine Ehepartnerin in einer privaten Krankenversicherung versichert ist, senden Sie mir zur Prüfung der Familienversicherung bitte einen Familienfragebogen zu. Teilen Sie mir bitte auch mit, welche Unterlagen Sie zur Prüfung benötigen.

Mit freundlichen Grüßen“

Wenn Sie dieses an die gesetzliche Kasse senden und einen Nachweis der Zustellung (Einschreiben/ Rückschein/ Fax+ Brief) haben, dann dürften Sie hiermit Ihrer Verpflichtung zur Information nachgekommen sein und die GKV ist nun „am Zug“.

Kinderkrankenversicherung – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?

Entscheiden Sie sich die Kinder nun nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versichern zu wollen, dann gibt es generell mehrere Möglichkeiten. Nicht alle Versicherer bieten einen Tarif für alleinversicherte Kinder. Einige Versicherer möchten Kinder erst mit einem bestimmten Alter allein versichern, andere lehnen das generell ab.

Daher gilt es mit einem spezialisierten Berater den passenden Tarif und die passende Gesellschaft auszuwählen. Hierbei geht es zunächst darum herauszufinden, welche Kriterien die Kinderkrankenversicherung erfüllen soll. Dabei sind diese keineswegs für alle Eltern gleich.

Sicher ist aber, diese Auswahlkriterien für die Kinderkrankenversicherung unterscheiden sich teilweise erheblich von denen für Erwachsene. Kriterien die damals bei Abschluss für Ihren Tarif richtig und wichtig waren können sich ändern. So sind bei der Kinderkrankenversicherung andere Dinge wichtig.

Gerade Leistungen wie Kieferorthopädie, besondere Behandlungsmethoden für Osteopathie und auch das Roaming In sind Leistungen, welche bei Tarifen für Erwachsene eher weniger interessant sind.

Damit Sie sich in Ruhe Gedanken machen können welche Krankenversicherung die passende für Ihre Kinder ist, habe ich einen Fragebogen als Onlineversion für Sie vorbereitet. Damit Sie nichts vergessen, frage ich in dem Fragebogen alle wichtigen Punkte und Kriterien ab. Den Link zu Ihrem persönlichen Onlinefragebogen erhalten Sie direkt an Ihre E-Mailadresse oder aber als SMS Link auf Ihr Smartphone.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

Kinderkrankenversicherung – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Auch wenn es oft so gesagt wird, es gibt keinen Zwang das Kind auch im Tarif der Eltern zu versichern. Heiraten Sie und das Kind wird nach der Hochzeit mit Gesundheitsfragen/ nach einer Risikoprüfung versichert, muss es nicht der Tarif sein. Nicht mal die Gesellschaft muss gleich sein. Prüfen Sie hier daher die Alternativen und schauen sich mindestens drei, eher mehr, Tarife an. Gemeinsam mit Ihnen prüfe ich daher, ob es andere Unternehmen und Tarife gibt, welche besser geeignet sind Ihr Kind optimal zu versichern.

Dabei sind einige Einschränkungen zu beachten, denn einige Gesellschaften bieten Kindertarife nur dann an, wenn auch ein Elternteil versichert ist oder wird. Andere wiederum bieten erst ab einem bestimmten Alter einen passenden Schutz für allein versicherte Kinder an.

Wie die Tarifauswahl aussehen sollte und welche Selbstbeteiligung oder Bonustarife in Frage kommen, das besprechen wir gemeinsam. Prüfen Sie dabei bitte auch, welche Rechnungen der Versicherer für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen erstattet. Bei Kindern sind dabei viele Kosten vorab planbar und fallen auch dann an, wenn diese gesund sind. Hier sollten Sie prüfen, ob der Tarif diese außerhalb oder nur mit Anrechnung auf die Selbstbeteiligung erstattet.

Genaueres zu den Kriterien einer passenden Kinderkrankenversicherung erläutere ich Ihnen in unserem Gespräch. Auch in diversen Blogbeiträgen hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Kinderkrankenversicherung – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Bei der Frage muss unterschieden werden zwischen der Nachversicherung eines Neugeborenen während ein Elternteil bereits privat versichert ist und der Versicherung der Kinder in höherem Alter.

Bei der Nachversicherung bei Geburt birgt diese bei anderen Unternehmen durchaus große Kostenrisiken. Hier kann das Krankenhaus in vielen Fällen die Kosten der Geburt dem Neugeborenen berechnen. Hier passiert es bei vielen Unternehmen die Kinder allein versichern, dass diese Geburtskosten dann nicht versichert sind. Grund ist hier die rückwirkende Versicherung, welche ja erst nach der Geburt erfolgen kann.

Berechnet das Krankenhaus dann die ca. 2.500 bis 4.000 EUR Geburtskosten und die neue Krankenversicherung übernimmt diese (noch) nicht, dann liebe Eltern, haben Sie ein Problem.

Vorsicht bei Geburtskosten und nachträglicher Berechnung durch das Krankenhaus

Dieses ist vermeidbar bei einer Nachversicherung im Tarif der Eltern. Dabei darf der Versicherungsschutz erst einmal nicht höher oder umfassender sein. Das gilt auch für die Selbstbeteiligung. Haben die Eltern damals aus Beitragsgründen einen Tarif mit 1.200 EUR oder gar 3.000 EUR Selbstbeteiligung gewählt, so ist das für Kinder eher ungeeignet. Gerade in den ersten Jahren nach der Geburt entstehen für Vorsorge, U-Untersuchungen und Impfungen planbare Kosten. Rechnungen die vor Versicherungsbeginn oder vor Erstellung der Police entstehen müssen selbst getragen werden. Aus diesem Grund und auch für all die kleinen Wehwehchen ist die Krankenversicherung ohne, oder mit einer kleinen Selbstbeteiligung besser geeignet. Junge Eltern, die Ihr Kind erst kennen und einschätzen lernen müssen sollten auf eine kleine Eigenbeteiligung achten.

Geringere Selbstbeteiligung für das Kind

Einige Gesellschaften lassen dieses auch zu. So kann ein Versicherter bei der Halleschen Krankenversicherung im Tarif NK wählen, ob das Kind eine kleinere Selbstbeteiligung haben soll. Sie oder er bleibt weiter bei 1.200 EUR Eigenanteil im Jahr, das Kind dagegen hat nur 300 EUR oder gar keine SB. Dabei können mit unterschiedlichem Alter der Kinder andere Tarifstufen sinnvoll sein. Sie können den Schutz mit Beginn der Schule oder der Studium auch erneut anpassen.

Lässt Ihr Versicherer eine solche Wahl nicht zu, dann sollten Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft handeln und die Weichen so stellen, dass dieses ohne einen Wechsel Ihrer eigenen Krankenversicherung dennoch möglich wird.

Nun sind wir auch mit der Beantwortung der Fragen aus Teil 2 am Ende. Teil 3 erscheint dann später mit den Antworten auf folgende Fragen:

Kinderkrankenversicherung Teil 3:

  • – Kann ich mein Kind auch privat versichern, wenn beide Eltern in der GKV sind?
  • – Welche Fristen gelten?
  • – Wenn das Kind in der GKV bleibt, was sollte ich bedenken?
  • – Kann das Kind in beiden Systemen gleichzeitig versichert sein?

Gern können Sie mir auch eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten senden, dann erhalten Sie kostenfrei und unverbindlich den Fragebogen per Mail oder SMS-Link.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

27.
September '20

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1




Die Kinderkrankenversicherung ist – nach allen medizinischen Fragen und riesiger Vorfreude – ein Thema, welches werdende Eltern schnell auf der Agenda haben. Oft wird dieses aber leider doch recht schnell auf die leichte Schulter genommen und einfach das Kind da angemeldet wo man selbst ist. Klingt einfach und ist ja simpel, was soll da schon schief gehen.

Blogbeitrag zum HörenWenn Sie lieber hören statt Lesen, bitte sehr.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Ich freue mich sehr, gerade hierzu, auf Ihr Feedback.

Das Thema ist aber weitaus komplexer und umfangreich und so machen sich sorgsame Eltern immer wieder Gedanken und es kommen viele Fragen auf. Zuerst dachte ich: „Schreib ich mal schnell einen Blogbeitrag und erkläre das.“.

Nachdem ich schnell gemerkt habe, es ist viel zu umfangreich, habe ich mich entschlossen eine Serie aus Beiträgen daraus zu machen und diese in den kommenden Tagen nach und nach online zu stellen.

In meiner Blogserie zur Kinderkrankenversicherung beschäftigen wir uns mit den folgenden Fragen und Themen.

Kinderkrankenversicherung Teil 1:

  • – Muss mein Kind in die private Krankenversicherung (PKV)?

  • – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?

  • – Vorsicht bei Selbstständigen und schwankendem Einkommen

  • – Kann das Kind rückwirkend in die private Krankenversicherung wechseln?

Kinderkrankenversicherung Teil II:

  • – Bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?
  • – Was ändert sich durch eine Hochzeit?
  • – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?
  • – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Kinderkrankenversicherung Teil III:

  • – Kann ich mein Kind auch privat versichern, wenn beide Eltern in der GKV sind?
  • – Welche Fristen gelten?
  • – Wenn das Kind in der GKV bleibt, was sollte ich bedenken?
  • – Kann das Kind in beiden Systemen gleichzeitig versichert sein?

Kinderkrankenversicherung Teil IV:

  • – mit Ihren Fragen und einigen weiteren (angrenzenden) Themen

Die Schwangerschaft hat gerade erst begonnen und bereits jetzt machen sich viele Eltern Gedanken über die Kinderkrankenversicherung. Sich so früh damit zu beschäftigen ist auch gut und wichtig. Jedoch sind falsche Entscheidungen oft mit hohen Kostenrisiken verbunden. Bei der Beantragung der Kinderkrankenversicherung sollten Sie sich rechtzeitig von einem Spezialisten unterstützen lassen.

Kinderkrankenversicherung – so finden Sie das richtige Versicherungssystem

Gerade wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen versichert sind, ist die Kinderkrankenversicherung manchmal nicht ganz einfach. Die gesetzliche Krankenkasse bei dem einen Elternteil oder die private Krankenversicherung bei dem anderen und schon stellen sich viele Fragen, die ersten beantworten wir heute.

Weiterhin biete ich Ihnen eine kostenlose Telefonberatung zur Kinderkrankenversicherung an. Auch eine Unterstützung im LiveChat für erste Fragen ist kostenfrei möglich.

Kinderkrankenversicherung – Muss mein Kind in die Private Krankenversicherung?

Diese Frage ist ganz einfach und eindeutig zu beantworten. NEIN, das Kind muss erst einmal gar nichts. Ob eine private Krankenversicherung eine Möglichkeit ist, das ergibt sich aus diversen Umständen beider Eltern. Auch wenn es immer noch als Mythos durch das Internet geistert, auch wenn das Höherverdienende Elternteil in der Privaten Krankenversicherung ist, gibt es keinen Zwang das Kind privat zu versichern.

In einem bereits erschienenen Artikel geht es genau um diese Frage.

–> Mein Kind muss dann ja auch in die PKV

Damit Sie schneller herausfinden können, wo das Kind versichert ist und welche Ansprüche es hat, habe ich ein Schema vorbereitet. Hier können Sie in der kostenlosen pdf Datei „Wo sind die Kinder zu versichern“ schnell einfach nachprüfen, ob das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei versichert sein kann. Diese Familienversicherung regelt der §10 des Sozialgesetzbuches V.Kinderkrankenversicherung Wo ist das Kind zu versichern

Kinderkrankenversicherung – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?

Zunächst einmal hat das Kind immer dann einen Anspruch auf eine kostenlose Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, falls die Eltern nicht verheiratet sind und die Mutter in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist.

Ebenfalls besteht der Anspruch natürlich dann, wenn beide Eltern gesetzlich versichert sind. In diesem Fall spielen auch Einkommen oder Eheschließung keine Rolle und verändern den Anspruch nicht.

Wie Sie aber in dem Schaubild erkennen können, spielende unterschiedlicher Versicherung nach einer Hochzeit die Einkommensdaten eine große Rolle. Hier geht es um die Frage, wer mehr verdient und wo dieses Elternteil versichert ist. Dabei ist dann zu prüfen, ob hier ein Einkommen über der Jahresarbeitentgeltgrenze (ab 2021 in Höhe von 64.350 EUR pro Jahr brutto) vorliegt. Dann entfällt, wenn das höher verdienende Elternteil darüber liegt, die kostenlose Familienversicherung für das Kind.

Vorsicht bei Selbstständigen oder schwankendem Einkommen bei Beamten

Gerade bei Selbstständigen ist nicht jedes Jahr gleich. Es gibt Jahre mit einem hohen Einkommen und damit einem Überschreiten der Grenze und Jahre mit weniger Geld in der Kasse. Hier kann somit auch rückwirkend der Anspruch auf Familienversicherung entfallen. Das wird regelmäßig aber erst mit dem Steuerbescheid festgestellt. Ein Beispiel:

Ein freiberuflicher Rechtsanwalt (PKV versichert) hat im Jahr 2018 ein Jahreseinkommen von 70.000 EUR, im Vorjahr waren es noch 50.000 EUR. Für das Jahr 2019 ist noch keine Steuererklärung fertiggestellt, aber 2020 wird er wohl auch wieder über der JAEG liegen.

Die gesetzlichen Kassen fragen manchmal von allein und senden Ihnen einen „Fragebogen zur Familienversicherung“ zu. ACHTUNG: Hier besteht eine Auskunftspflicht. Wer hier trödelt oder bewusst hinauszögert, der macht sich mehr Probleme und verhindert eine saftige Nachzahlung nicht. Füllen Sie den Fragebogen nicht aus oder sendet Ihnen die Krankenkasse einen solchen nicht automatisch zu, befreit Sie dieses nicht von einer Nachzahlung. Dieses habe ich bereits in diversen Artikel ausführlich beschrieben.

Alle Artikel zur Nachzahlung und Nachforderung der GKV Familienversicherung

Bei unserem Beispiel (und der Annahme das die mit dem Anwalt verheiratete Mutter in der GKV Pflichtmitglied ist) wurden die Kinder in der gesetzlichen und kostenlosen Familienversicherung gelassen.

Eine Information an die Kasse erfolgte durch den Versicherten aus eigenem Antrieb nicht. „Die können ja fragen, dann antworte ich.“ herrscht hier oft als Meinung vor. Ganz nüchtern betrachtet hatten die Kinder einen Anspruch auf Familienversicherung in dem Jahr 2017, da das Einkommen unter der Jahresarbeitentgeltgrenze lag. Für das Jahr 2018 entfiel dieser Anspruch durch das höhere Einkommen. Für das Jahr 2019 liegen noch keine Unterlagen vor, da hier Abschreibungen und Investitionen die Fertigstellung der Steuererklärung verzögern.

Ohne weitere Informationen an die Krankenkasse der Mutter und Kinder sind die Kinder also aktuell mit einer Versichertenkarte ausgestattet und nutzen diese auch für Arztbesuche.

Klar ist, für die Jahre 2018, vielleicht 2019 und garantiert 2020 sind die Kinder in der kostenfreien Familienversicherung unberechtigt versichert. Wüsste die Kasse von den korrekten Zahlen, so wären Beiträge für die Kinder seit dem 01.01.2018 zu zahlen.

Eine Kinderkrankenversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse kostet je nach Kasse zwischen 175 und 190 EUR, inkl. der Pflegepflichtversicherung des Kindes. In unserem Beispiel sind für die zwei Kinder nun schon einmal Nachzahlungen in Höhe von mindestens 4.200 EUR zu leisten. Sobald die Kasse davon Kenntnis erlangt, beendet diese rückwirkend die Familienversicherung und erstellt einen Beitragsbescheid. Auch wenn die Zahlen für das Jahr 2019 von dem Steuerberater noch gar nicht fertiggestellt sind, dennoch sind auch hier zunächst Beiträge an die gesetzliche Kasse zu zahlen. Grund hierfür ist die Einstufung aus dem Vorjahr. Somit erhöht sich die Nachzahlung um weitere 4.200 EUR, womit wir schon bei einem Beitragsbescheid von 8.400 EUR sind.

Nun ist aber auch das Jahr 2020 schon weit fortgeschritten und auch hier wurden bisher keinerlei Beiträge gezahlt. Für den Zeitraum Januar bis September sind somit auch für zwei Kinder a‘ 175 EUR monatlich und damit in Summe 3.150 EUR zu berappen.

Der gesetzlichen Krankenkasse stehen somit auf einen Schlag 11.500 EUR zu, welche diese binnen Monatsfrist haben möchten und welche denen auch zusteht. Stellt sich später mit der Steuererklärung 2019 heraus, dass das Einkommen unter der JAEG 2019 gelegen hat, dann werden hier die Kosten auch wieder rückgerechnet.

Kinderkrankenversicherung – Kann mein Kind rückwirkend in die Private Krankenversicherung wechseln?

Diese Frage wird mir mindestens einmal die Woche im LiveChat oder in der Telefonberatung gestellt. Daher habe ich bereits in einem anderen Beitrag die Möglichkeiten und Varianten einer rückwirkenden privaten Krankenversicherung für Kinder beschrieben. Dort finden Sie Hinweise und Erläuterungen wie und ob Sie Ihr Kind rückwirkend privat versichern können.

–> Kann mein Kind rückwirkend in der PKV versichert werden

Ergänzend hierzu sind aber noch weitere Überlegungen anzustellen. Auf dem Markt gibt es schon heute entsprechende Optionsbausteine wie den OptiFree der Hallesche oder auch Bausteine der Allianz und zukünftig weiterer Unternehmen. Mit diesen Bausteinen sichern Sie sich als Eltern eine nahtlose Versicherung der Kinder nach dem Ende der Familienversicherung. Gelingt dieses sauber zu lösen und haben Sie sich rechtzeitig Gedanken gemacht und gehandelt, so können Sie hier tausende Euro an Nachzahlungen sparen.

Vorsicht ist aber auch hier geboten, denn während der Familienversicherung entstandene Kosten für Arztbesuche oder sonstige medizinische Versorgung sind der GKV in den meisten Fällen zu erstatten. Ob diese dann durch die Private Krankenversicherung rückwirkend getragen werden können, hängt von vielen Umständen ab.

Wichtigste Regel: Wenn schon beide Systeme optimal (aus-)genutzt werden sollen, dann bedarf dieses einer rechtzeitigen und sorgfältigen Planung.

Bei Fragen, gern Fragen!

Bevor wir nun mit den ganzen weiteren Fragen und Antworten in den kommenden Teilen weitermachen, bis hierhin erstmal vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Bei Fragen zur Kindernachversicherung eines Neugeborenen oder Vorschlägen zur Versicherung von Kindern melden Sie sich gern über die Kontaktseite oder aber den LiveChat.

Gern können Sie mir auch eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten senden, dann erhalten Sie kostenfrei und unverbindlich den Fragebogen per Mail oder SMS-Link.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

06.
August '18

PKV: Ich möchte eine hohe Beitragsrückerstattung wenn ich keine Rechnungen einreiche


Wer sich für die private Krankenversicherung (PKV) interessiert, der hat sich meist schon etwas belesen. Er hat Google gefragt, sich Tarife von Freunden und Bekannten empfehlen lassen (Warum das keine gute Idee ist? Hier klicken!) und irgendwann etwas über Rückzahlungen gelesen.

Ob die Gesellschaft das nun

oder wie auch sonst heißt, es suggeriert eine Beitragsrückzahlung an den Kunden und weckt Erwartungen. Diese werden dann teilweise nicht erfüllt oder führen zu dem bösen Erwachen später, aber dazu später mehr.

Der Wunsch taucht auch immer wieder im Livechat hier auf der Seite auf, in dem können Sie Fragen stellen und bekommen schnell und kostenfrei eine Antwort. Dazu einfach links unten klicken. Eine solche Aussage kam daher auch kürzlich wieder.

Der Wunsch der Rückzahlung

Es war einmal… nein, doch kein Märchen. Aber der Wunsch der zukünftig privat versicherten ist oft auch dadurch geprägt, dass Gesellschaften weiter mit Rückerstattungen, Bonusleistungen und dergleichen werben und so den Eindruck erwecken, man müsse also unbedingt irgendwie Geld aus dem PKV Vertrag wieder rausbekommen.

Für einige Berater ist es ebenso ein „gefundenes Fressen“. Da wird eine Rückerstattung gleich mal von dem Beitrag abgezogen, das sieht so alles viel besser aus. Da werden dann aus 600 EUR Monatsbeitrag gleich nur noch 165 EUR. Klingt gut, oder?

Ist nur dummerweise Unsinn und eher Marketing und Verkauf, denn Beratung. Denn genau so geht es eben nicht. Eine PKV muss man sich leisten können und wollen, habe ich einmal in einem anderen Beitrag geschrieben und auch wenn dieser Blogpost schon älter ist, ist er nicht weniger richtig.

Wer eine solche Entscheidung nicht bewusst trifft und sich überreden lässt, der fällt schnell auf die Nase. Und ja, Makler verdienen Geld damit, dass diese Sie beraten und dann eine Vergütung bekommen. Das eine schließt aber das andere nicht aus und so gehört zu einer guten Beratung eben auch ein „nein, Sie passen (derzeit/ generell) nicht in das System PKB.

PKV – gewollt und bewusst entschieden, aber niemand muss in die private Krankenversicherung

Die Beitragsrückerstattung in der PKV

Generell sind zwei Modell zu unterscheiden. Die garantierte Rückerstattung und die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung in der privaten Krankenversicherung. Zum besseren Verständnis hier einmal etwas auseinander „gepflückt“.

garantierte Rückerstattungen

Das kann eine monatlich garantiere Zahlung in Form eines Bonus sein (Hallesche NK) oder schon ein vorweg genommener Abzug, weil man meint der Kunde ist eh ohne Leistung. Letzteres ist das Modell der Hanse Merkur im Nachfolger des ASZG Tarifs, wo das schon immer so war. Aber auch im neuen AZP Tarif ist die Regelung wieder so drin. Da ist dann wieder von garantierter Pauschalerstattung die Rede. Blöd nur, dass es nicht wirklich garantiert ist, denn der Tarif wird deutlich teurer, wenn Leistungen benötigt werden.

Das Modell dahinter? Die Hanse geht davon aus, Sie brauchen eh keine Leistungen und stundet Ihnen daher einen Teil, genauer gesagt die Hälfte, des reinen Tarifbeitrages. Daher zahlen Sie auf dem Papier einen immens niedrigen Beitrag. Was daraus wird lesen Sie, wenn Sie im 1. Absatz auf die roten Wörter klicken.

Doch mal im Ernst. Sie schließen eine Krankenversicherung ab, damit Sie davon ausgehen nie krank zu werden und das macht auch der Versicherer und zahlt Ihnen etwas zurück? Ich bitte Sie…

Eine Krankenversicherung ist dann wichtig, wenn Sie eben nicht krank sind. Wenn Sie sparen wollen, kaufen Sie sich einen Strumpf.

  • – garantierte Rückerstattungen sind an Bedingungen geknüpft

  • – garantiere Rückerstattungen sind der Höhe nach fix (auch in der Zukunft werden diese nicht erhöht)

  • – wer heute 50 EUR monatlich bekommt, bekommt auch in 30 Jahren 50 EUR monatlich

  • – kann durch die Gesellschaft nicht reduziert werden (auch nicht erhöht)

erfolgsabhängige Rückerstattungen (BRE)

Im Gegensatz zu den eben genannten sind diese Rückerstattungen erfolgsabhängig. Aber nicht von Ihrem Erfolg, sondern vom Erfolg des Versicherers. Wirtschaftet dieser gut und erzielt Gewinne, bekommen die Kunden welche leistungsfrei sind auch etwas zurück. Wenn nicht, dann eben nicht. Sie rechnen also mit einer WENN, DANN, VIELLEICHT Zahlung.

Diese wird für das laufende Jahr festgelegt und nur für dieses. Überlegt sich das Unternehmen es zukünftig nicht mehr zu zahlen, dann ist das für die folgenden Jahre ebenso. Auch wenn Sie krank sind werden solche Leistungen nicht mehr erbracht.

Wofür machen Sie sich noch gleich die Arbeit bei der Suche nach der passenden Versicherung? Ach richtig, für den Fall das Sie KRANK sind und bestmögliche Leistung brauchen.

  • – erfolgsabhängige Rückerstattungen sind nicht garantiert

  • – können zukünftig angepasst, reduziert werden

  • – können ab dem Folgejahr ganz entfallen

  • – sind weg, wenn Sie krank werden und Leistungen brauchen

Was aber beide Rückerstattungen gemeinsam haben… Sie sind beide steuerschädlich. Warum? Weil es eine Rückzahlung und damit eine Minderung der gezahlten Krankenversicherungsbeiträge ist.

Das kann- auch im Hinblick auf das Pauschalleistungsmodell- noch nach einigen Jahren ganz spannend finden, wenn dort Steuerbescheide geändert werden müssen und sollen. Dann ist eine Nachzahlung nicht ausgeschlossen.

Die steuerlichen Folgen

Jeder Euro Rückzahlung ist ein Euro weniger gezahlte Krankenversicherung. Das heißt auch und gerade bei höheren Einkommen, höheren Steuerklassen, es kann sinnvoller sein Rechnungen einzureichen und lieber auf die BRE zu verzichten, dafür aber die PKV Beiträge angerechnet zu bekommen.

Nehmen wir das Beispiel von dem „Zettel“ oben im Beitrag. Zunächst hat unser Musterkunde 600 EUR gezahlt, davon 300 vom Arbeitgeber zurückbekommen. Der Aufwand für die KV beträgt somit pro Jahr 300 * 12 = 3.600 EUR.

Dieser Betrag führt zu einer steuerlichen Entlastung, da der Beitrag angerechnet wird. Er mindert somit die Lohn-/ Einkommensteuer und so reicht unser Kunde das auch ein. Im Herbst des Folgejahres bekommt er nun 3 Monatsbeiträge, also 1.800 EUR wieder, denn die 1.500 EUR Arztkosten hat er selbst bezahlt, sonst wäre ja die Rückerstattung futsch.

Dumm nur, aus dem KV Aufwand in der Steuer werden schnell 1.800 EUR, denn die Hälfte bekam er ja wieder als Rückerstattung. Wem das Wort Progression etwas sagt… der kann sich die Folgen gern selbst ansehen und berechnen. Klar ist, durch einen höheren Steuersatz sind auch andere Einkünfte höher besteuert und das kann schnell nach hinten losgehen.

Da ich Makler und nicht Steuerberater bin, besprechen Sie Details bitte mit den Fachleuten aus dem Steuerrecht. Vertrauen Sie aber nicht einfach auf die Rückerstattung und dass diese gut ist.

Hinweise zur Tarifauswahl

Daher vergessen Sie bei der Auswahl der PKV die Beitragsrückerstattung und beachten einige Hinweise.

  • – kalkulieren Sie „NIEMALS NIE“ mit einer Rückerstattung

  • – wählen Sie Ihr Produkt so aus, dass es ohne Erstattungen passt

  • – überlegen Sie am Jahresende dann zunächst, ob das Einreichen sinnvoll ist

  • – beachten Sie auch die steuerschädlichen Folgen

Kein Versicherungsschutz in der Krankenversicherung wird abgeschlossen, damit Sie diesen lebenslang nicht nutzen. Irgendwann (hoffentlich dauert es noch sehr lange) werden Sie den Schutz brauchen, dafür ist er auch da.

Eine Krankenversicherung ist eine Krankenversicherung, kein Sparvertrag.

Und nun, nun finden Sie hier viele weitere Punkte, die Sie bedenken müssen und lassen Sie sich Zeit, lesen Sie, verstehen Sie, nur dann wird es ein passendes Produkt.

03.
März '17

Beraten Sie unabhängig oder sind Sie an Gesellschaften gebunden?


und: Haben Sie Favoriten, welche Sie immer oder bevorzugt vermitteln?

Lesezeit: ca. 10 Min.

Da diese Frage immer wieder gestellt wird und allein heutigen LiveChat dreimal aufkam, brauche ich eigentlich einen Blogbeitrag dafür, den ich in solchen Fällen verlinken kann. Also erscheint dieser Beitrag zum einen als Information für Sie, zum anderen als kleine „Arbeitserleichterung“ bei zukünftigen Fragen, für mich.

Natürlich ist es durchaus verständlich und vollkommen berechtigt, dass Sie vor einer Beratung eine solche Frage stellen und vor allem, dass sie hinterfragen, wer Ihnen gegenübersitzt. Daher nutze ich diese Gelegenheit, einmal etwas mehr zu erklären, was mein beruflicher Status ist und wie eine Beratung in der privaten Krankenversicherung, aber auch der Berufsunfähigkeit oder Teilbereichen der Altersvorsorge aussehen kann.

Versicherungsmakler – eine Einstellung

Bereits in der Vergangenheit habe ich des Öfteren darüber geschrieben, wo Sie eine unabhängige Beratung in Finanz-und Versicherungsfragen bekommen können. Das hier wird ganz sicher keine Lobesrede an die Makler und ein Schlechtreden aller anderen Berater, denn in allen Beratungszweigen werden Sie sowohl gute und engagierte Berater finden, als auch welche, die vorwiegend auf das eigene Portemonnaie achten.

Natürlich leben wir als Makler, wie jeder andere Berater in der Branche auch, von unseren Kunden. Der Gesetzgeber legt den Maklern besondere Aufgaben auf und hat dieses vor vielen Jahren bereits durch das Sachwalterurteil klargestellt. Der Versicherungsmakler steht in seiner Beratung auf der Seite des Kunden. Wenn Sie also zu mir oder einem Kollegen kommen, der den Status des Versicherungsmaklers innehat, dann werden Sie (hier kann ich jedoch nur für mich sprechen, bei vielen anderen Kollegen ist das auch so) eine neutrale und unabhängige Bewertung ihres Versicherungsbedarfes und ein entsprechendes Angebot bekommen.

Der Versicherungsmakler kann, soll und muss über eine hinreichende Marktkenntnis verfügen und aus den am Markt verfügbaren Produkten, das für den beratenden Kunden geeignete und passende rausfiltern können. Dazu gehört jedoch auch, von bestimmten Produkten abzuraten oder eine andere Absicherungsmöglichkeit zu empfehlen.

Kennen Sie denn alle Tarife?

Ein kleines Vorurteil, welches manchmal von gebundenen Vermittlern entgegengebracht wird, der Makler könne gar nicht alle Produkte am Markt kennen und daher wählt er auch eher unter einem kleinen Produktkreis aus. Natürlich nehme ich nicht für mich in Anspruch, jeden Tarif am Markt und jedes Detail sofort zu kennen. Ich kann aber zumindest von meiner Seite behaupten, dass es durch eine hohe Spezialisierung auf wenige Produktbereiche (bei mir sind das die private Krankenversicherung, Zusatzversicherungen, die Berufsunfähigkeit und eine kleine Auswahl der Altersvorsorge ohne die BAV) einen sehr hohen Marktüberblick gibt. Zudem nehme ich für mich durchaus in Anspruch, die Bedingungen aller von mir empfohlenen Produkte vorher vollständig und detailliert gelesen und verglichen zu haben.

Eine solche Marktauswahl ist damit gesichert und führt dazu, dass sich mithilfe geeigneter Software und den originalen Druckstücken der jeweiligen Versicherungsbedingungen sehr detailliert darstellen lässt, was ein Tarif kann und was eben nicht kann.

Kommen neue Tarife auf den Markt, welche sich in den von mir beratenen Versicherungssparten wiederfinden, dann beschäftige ich mich zwingend mit solchen Tarifen. Auch wenn sich das andere nicht vorstellen können, mir macht das Lesen von Versicherungsbedingungen mit einem Textmarker tatsächlich viel Spaß. So lassen sich schnell und präzise Unterschiede zwischen den jeweiligen Versicherungsbedingungen herausfinden und kenntlich machen.

Meist habe ich zu neuen Produkten schon einen Beitrag veröffentlicht und meine Einschätzung abgegeben, bevor diese letztendlich in den verschiedenen Programmen der Vergleichssoftwareanbieter auftauchen. Das hat weniger etwas damit zu tun, dass ich diesen nicht vertraue, sondern mit meiner Grundeinstellung. Ich möchte nicht nur, dass Sie als Kunde vollständig verstehen, was Sie kaufen, das kann ich aber nur erreichen, wenn Sie auf der anderen Seite die Bedingungen lesen und wir Ihre entsprechende Fragen gemeinsam besprechen.

  • Daher ist die Devise: wissen oder wissen wo steht!

Natürlich werden sich immer mal wieder, gerade bei vor Jahrzehnten abgeschlossenen Verträgen, Versicherungsbedingungen finden, die man nicht sofort kennt. Zu einer guten Beratung gehört es dann aber, so zumindest mein Verständnis, sich gerade mit diesem alten Versicherungsbedingungen zu beschäftigen und zu überprüfen, ob diese heute noch marktfähig sind.

Bei Neuabschluss von Verträgen ist die Vergleichssoftware zwar hilfreich, jedoch ersetzt diese keine Beratung und kein langjähriges Wissen. Wer sich jedoch täglich mit Versicherungsbedingungen beschäftigt, der wird sehr schnell eine Systematik erkennen. Schauen wir uns Versicherungsbedingungen in der privaten Krankenversicherung an, so lässt sich schnell ablesen, wie diese strukturiert (mehr …)