Artikel mit ‘Pflegeergänzung’ getagged

24.
Juli '14

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung


Es gibt so Fälle, Anfragen und Geschichten, da muss ich als Makler der sich schon mehr als 14 Jahre im PKV und BU Absicherungsgeschäft tummelt, auch schlucken. Gerade wenn es um schwere Krankheiten und Behinderungen bei Kindern geht und diese zudem noch nicht ausreichend abgesichert sind oder einfach falsch/ nicht vollständig beraten wurden.

In der letzten Woche fragte ein Kollege nach einer Absicherung eines Kindes. Das Kind war zu früh geboren und zudem mit einer bzw. wohl mehreren körperlichen und geistigen Behinderungen auf die Welt gekommen. Neben dem Down Syndrom gab es weitere Erkrankungen und auch wenn das heute nicht vorherzusagen ist und niemand weiss wie sich die Medizin entwickelt, eines scheint klar zu sein, das Kind wird lebenslange Pflege benötigen und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Wie viel Menschen sind Pflegebedürftig?

Aufschluss über die „Größe des Problems“ gibt die Pflegestatistik des Bundes. Leider liegen derzeit öffentlich nur die Zahlen 2011 vor, was aber unerheblich ist für das Problem, denn die Anzahl steigt eher, als sie fällt:

Pflege nach Alter 2011

Bei Kindern und Jugendlichen handelt es in vielen Fällen um eine sehr lange Pflege, da diese oft auf Krankheiten oder angeborene Schäden zurück zu führen ist. Die finanziellen Folgen einer solchen (lebenslangen) Betreuung sind noch nicht absehbar, klar ist aber: Es wird Geld kosten, viel Geld.

Selbst wenn in jungen Jahren des Kindes die Pflege noch durch die Eltern übernommen werden kann (diese dann aber oftmals nicht mehr arbeiten können und dadurch das Einkommen fehlt), irgendwann ist dieses nicht mehr möglich.

Absicherung der Pflege für Kinder?

Wie in dem oben genannten Bild gut zu erkennen, es gibt derzeit mehr als 67.700 Kinder die Pflegebedürftig sind. Dabei handelt es sich „nur“ um 3% der Pflegebedürftigen insgesamt, das ist jedoch vollkommen irrelevant. Wichtig ist zu wissen, das Kosten im vierstelligen Bereich jeden Monat aufs neue anfallen. Das ist nicht nur die Betreuung, häusliche Krankenpflege, spezielle Kindergärten und Schulen und vieles mehr.

Wird das Kind gesund geboren, ist eine solche Absicherung völlig problemlos zu bekommen. Antrag stellen und fertig! (Man muss es auch machen, nicht nur denken „ich könnte es mal“.

Bestehen aber schon bei Geburt Erkrankungen oder Behinderungen oder werden diese kurz nach Geburt festgestellt, so ist ein Abschluss verbaut. Die Gesundheitsfragen in der Pflege sind zwar bei vielen Gesellschaften reduziert und nicht so umfangreich wie in der Krankenversicherung, dennoch ist es nicht ganz so einfach einen Schutz zu bekommen. Ein Beispiel für die Fragen sähe so aus:

Fragen Hallesche Olga

Es geht doch! Nachversicherung über die Eltern

Etwas anders sieht es aber aus, wenn die Eltern bereits eine eigene Absicherung haben und das Kind danach geboren wird. Auch hier gelten, wie in der Privaten Krankenversicherung, die Optionen zur Kindernachversicherung. So muss das Kind (bis zur Höhe des Schutzes der Eltern) keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und kann einfach angemeldet werden. Selbst wenn dann sofort Pflegebedarf besteht, so ist der Versicherer von Beginn an in der Leistungspflicht, im „schlimmsten Fall“ schon dann, wenn noch nicht einmal die erste Prämie abgebucht wurde.

Ungeachtet dessen, das eine Pflegeversicherung sinnvoll und notwenig ist und jeder einen ergänzenden Schutz haben sollte, ungeachtet dessen ist gerade bei Kinderwunsch eine solche Absicherung unerlässlich.

Und nein, kurz vor der Geburt abschließen geht nicht, denn für die Nutzung der Kindernachversicherung muss der Schutz mindestens 3 Monate bestehen.

Was kostet der Schutz? 

50 EUR Tagegeld in der Pflegeversicherung (hier Tarif Olga Flex) und somit monatlich 1.500 EUR zusätzlich verfügbar für Pflege, Förderung und/ oder technische Hilfsmittel erfordern einen Beitragsaufwand von 8 EUR monatlich.

Noch Fragen? Mehr Infos zur Pflegeergänzung auch hier.

26.
Februar '14

Pflegezusatzversicherung für die Eltern abschließen, Sicherung des Erbes und des eigenen Vermögens – das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes zur Unterhaltspflicht für Kinder


Das Urteil des Bundesgerichtshofes zur Unterhaltspflicht der Kinder für ihre Eltern hat in der vorletzten Woche nicht nur in den Medien für Aufregung und Verwunderung gesorgt. Der Bundesgerichtshof hat damit ein deutliches Signal gesetzt, dass die Unterhaltspflicht für die Eltern nur in sehr strengen Grenzen überhaupt aufgehoben werden kann.

Worum ging es in dem Urteil genau?

Der Streit in dem Urteil resultierte aus einem Rechtsstreit zwischen der Stadt Bremen und einem Beamten. Dieser hatte seit mehr als 40 Jahren keinen Kontakt zu seinem Vater und sollte nun Kosten für ein Pflegeheim in Höhe von ca. 9000 € begleichen. Der Vater war vor zwei Jahren verstorbenen und Sozialbehörde forderte aufgrund der Unterhaltspflicht des Sohnes Kosten für die Heimunterbringung zurück.

Kinder haften für ihre Eltern?

Ja, genau wie auf der einen Seite eine Unterhaltspflicht von Eltern für ihre Kinder besteht, welche sie zur Unterstützung zum Beispiel während des Studiums, der Schulausbildung oder dergleichen verpflichtet, besteht natürlich auch ein Unterhaltsanspruch der Eltern gegen die Kinder. In der Praxis führt dieses gerade bei eintretender Pflegebedürftigkeit der Eltern durchaus zu größeren finanziellen Problemen. Wird ein Elternteil pflegebedürftig und reicht das eigene Vermögen zur Begleichung der Pflegekosten nicht aus, so werden die Kinder zur Begleichung der Kosten herangezogen.

Kinder haften

Natürlich ist zuerst das eigene Vermögen der Pflegebedürftigen selbst zu verwenden, auch hier sieht der Gesetzgeber konkrete Regelungen vor, dann jedoch- wenn dieses nicht ausreicht- sind die Sozialbehörden in der Pflicht und übernehmen die verbleibenden Kosten für den Pflegeheimplatz oder sonstiger Leistungen aufgrund der Pflegebedürftigkeit.

Diese Kosten können (auch im Nachhinein) von den unterhaltspflichtigen Kindern zurückgefordert werden, was die Sozialbehörden aufgrund klammer Kassen natürlich auch tun. Das führt in der (mehr …)

19.
Februar '14

ARAG Krankenversicherung mit zwei neuen Pflegeprodukten- Tarif PI als Pflegetagegeld und ein PflegeBahr Produkt


Die Produkte zur Pflegeergänzung sind heute vielleicht das, was die Berufsunfähigkeitsversicherung vor einigen Jahren war. Jeder weiß, das die gesetzliche Versorgung nicht ausreicht, aber so richtig Gedanken über eine ergänzende Vorsorge machen sich leider die Wenigsten. In der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit hat sich dieses zum Glück in den letzten Jahren gewandelt und so sehen die Kranken- und Lebensversicherer durchaus einen steigenden Bedarf im Bereich der Pflegeergänzungsversicherungen.

Auch die ARAG Krankenversicherung hat diesen steigenden Trend erkannt und wird ab dem 17. Februar 2014 mit zwei neuen Produkten für die ergänzende Absicherung der Pflegerisiken an den Markt gehen. Dabei handelt es sich zum einen um ein steuerlich gefördertes Produkt (Tarifbezeichnung wird PF sein) und um ein ungefördertes Produkt mit der Tarifbezeichnung „PI“.

Um das Produkt besser einschätzen zu können und es mit Mitbewerbern vergleichbar zu machen, schauen wir uns hier also einmal die Regelungen in den Versicherungsbedingungen an. Hierbei geht es in diesem Beitrag ausschließlich um das steuerlich ungeförderte Produkt.

• Aus den Absicherungsniveaus Basis-, Komfort-, Premium wählen oder Versicherungsschutz individuell zusammenstellen

Der Versicherer hat drei unterschiedliche Stufen der Absicherung geschaffen, diese unterscheiden sich in der Höhe der Versicherten Tages-/Monatssätze. In der Basisabsicherung geht es mit einer Pflegetagegeld Zahlung von 150 € in der Pflegestufe null bis zu 1.050 € in der Pflegestufe drei los, in der Premiumvariante sind es 600 € in der Pflegestufe null und 1.950 € in der Pflegestufe drei. Ungeachtet dieser drei Stufen ist eine individuelle Kombination unterschiedlicher Tagegelder in den verschiedenen Pflegestufen möglich.

ARAG_PI_Uebersicht

• Beitragsbefreiung im Leistungsfall ab Pflegestufe 0

Weiterhin findet sich in den Versicherungsbedingungen einer positive Formulierung zur Beitragsbefreiung. Sobald eine Leistungspflicht besteht und der Versicherer ein Pflegetagegeld gewährt, wird der Versicherungsnehmer von der Beitragszahlung für den Tarif PI befreit. Natürlich bezieht sich die Beitragsbefreiung nur auf die danach anfallenden Beiträge und nicht auf eventuelle Rückstände. Dieser Leistungsbaustein ist sicher angenehm, kann aber bei Anbietern die das nicht anbieten ggf. durch ein höheres Pflegetagegeld ausgeglichen werden.

• Keine Wartezeiten

Auf die Einhaltung von Wartezeiten verzichtet der Versicherer vollständig, so dass nach Versicherungsbeginn vollständiger Versicherungsschutz nach diesen Tarif besteht.

• Dynamik in Inflationshöhe ohne Endalter auch im Leistungsfall

Versicherungsschutz ist immer nur so gut, wie er zum aktuellen Bedarf passt. Darum (mehr …)

18.
Februar '14

Hallesche Krankenversicherung mit neuem Pflegetagegeld OLGAflex


Auch die Hallesche Krankenversicherung erweitert ihr Angebot des bisher schon bestehenden Pflegetagegeld „Olga“ und startet ab sofort mit dem neuen Produkt OLGAflex. Vergleichbar mit anderen Unternehmen gibt es auch hier zwei Produkte, eine Variante die steuerlich gefördert wird nach dem Modell des PflegeBAHR und eine weitere ohne diese Förderung. Auch hier geht es im Beitrag vorwiegend um die ungeförderte Variante, da diese leistungsmäßig besser ist und mit weniger Einschränkungen behaftet.

Wer kann sich versichern?

Versicherungsfähig sind alle Interessenten, welche bei Abschluss in der deutschen sozialen Pflegeversicherung oder der privaten Pflegepflichtversicherung versichert sind. Die Aufnahme in der Tarifvariante OLGAflexRI (ohne Bildung von Alterungsrückstellungen) ist auf Versicherte zwischen dem 21. und 60. Lebensjahr begrenzt.

Geltungsbereich und Leistungsumfang

Der Versicherungsschutz besteht für die Pflegetagegeld Versicherung weltweit. Verlegt die versicherte Person ihren Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz, so endet das Versicherungsverhältnis nicht. Der Versicherer verpflichtet sich das Vertragsverhältnis fortzusetzen, wenn die Verlegung innerhalb von sechs Monaten beantragt wird, dafür kann er jedoch einen Beitragszuschlag verlangen.

Die maximale Leistung aus dem Tarif OLGAflex beträgt 4.500 € pro Monat, in der Pflegestufe III oder bei stationärer Unterbringung auch in den Pflegestufen eins und zwei.

Hallesche_OlgaFlex

Versichert ist zunächst das Tagegeld in der Pflegestufe drei, für die anderen Pflegestufen wird dieses prozentual berechnet. So beträgt es in der Stufe zwei 70 %, in Stufe eins und null dann 30 %.

Auf die Wartezeiten wird vollständig verzichtet, daher besteht Versicherungsschutz unmittelbar nach Versicherungsbeginn. Werden Neugeborene in diesem Tarif nach versichert, so besteht Versicherungsschutz auch für Geburtsschäden, angeborene Erkrankungen und Anomalien. Die Prämie ist für Neugeborene erst ab dem ersten vollen Monat nach gebohrt zu zahlen.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Die Pflegebedürftigkeit und Leistung aus diesem Tarif kann mit dem entsprechenden Gutachten der Pflegepflichtversicherung geltend gemacht werden. Alternativ dazu kann sich die versicherte Person „auf Basis des Gutachtens zur Einstufung in die Pflegepflichtversicherung“ einer Alternativ-Begutachtung unterziehen. Die Regelungen dazu finden sich unter Punkt drei der Tarifbedingungen. Diese Methode der Begutachtung ersetzt (mehr …)

17.
Februar '14

Gothaer Krankenversicherung mit neuem Pflegeprodukt MediP (Pflegetagegeld)


Auch die Gothaer Krankenversicherung möchte von dem steigenden Markt der Pflegeergänzungsprodukte profitieren und startet mit einem neuen Produkt, der Pflegetagegeldversicherung MediP.

Dabei handelt es sich um einen modular aufgebauten Tarif, welcher Leistungen in der Pflegestufe 0 bis III absichert, zudem ist einer Einmalzahlung mit dem Baustein MediP EZ versicherbar.

Gothaer_MediP

Abhängig vom persönlichen Absicherungsbedarf lassen sich so die Leistungen in den unterschiedlichen Pflegestufen I-III absichern, weiterhin sind die Bausteine für die Pflegestufe null und die Einmalzahlung separat versicherbar. Dieses bietet sich auch für bereits versicherte Kunden in anderen Pflegeprodukten der Gothaer an und kann dort nach versichert werden.Dabei ist jedoch zu beachten, dass nur der Tarif für die Pflegestufe drei separat abgeschlossen werden kann, die Leistungen in den anderen beiden Pflegestufen setzen immer einen Tarif auch für die Pflegestufe drei voraus.

Die Leistungen aus dem Tarif werden ab dem Zeitpunkt erbracht, indem die Anspruchsvoraussetzungen der deutschen Pflegeversicherung (sozial oder privat) vorliegen. Ist die versicherte Person jedoch zum Zeitpunkt des Leistungsantrages nicht in der deutschen Pflegepflichtversicherung versichert, so beauftragt der Versicherer einen Gutachter, welche die Pflegebedürftigkeit oder die erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz feststellt. Entstehen dadurch Mehrkosten, (mehr …)