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12.
März '19

HALLESCHE OPTI.free – neue und umfangreiche Optionen für GKV Versicherte/ Heilfürsorge


Optionen und Anwartschaften sind eine gute Idee, gut deshalb, weil diese einen Weg in die PKV sichern und einen Wechsel auch bei später neu dazugekommenen Erkrankungen ermöglichen. Gerade wer heute noch nicht in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln kann, das aber schon gern würde, der sichert sich damit einen Weg.

Eine Tür mehr bleibt somit auf. Die Hallesche geht nun noch deutlich weiter und stellte heute den neuen Optionstarif HALLESCHE Opti.free vor. Nicht nur der Weg in die Private Vollversicherung wird damit möglich, auch der Abschluss von Zusatzversicherungen, einer Pflegepflichtversicherung und auch der Neuabschluss eines Krankentagegeldes ist damit machbar, ganz ohne neue Gesundheitsfragen.

Warum solche Optionen wichtig sind? In meinem Artikel zu Anwartschaften und Optionen habe ich bereits beschrieben, welche Möglichkeiten sich dann bieten, gerade wenn heute der (berufliche oder private) Weg noch nicht ganz klar ist und ein Wechsel sonst erst später möglich wäre. Diesen Artikel habe ich am Ende nochmals verlinkt.

HALLESCHE OPTI.free – was ist das denn?

Es handelt sich um eine Optionsversicherung. Also einen Tarif, welcher den derzeitigen Gesundheitszustand bei Antragstellung einfriert und somit bei Erreichen bestimmter Termine oder dem Webfallen einer Versicherungspflicht einen Weg in die Private Versicherung ermöglicht. Neu und anders ist hier, dass es auch eine Option auf den Abschluss von Zusatzschutz ist. Damit lassen sich also auch Krankenzusatztarife für die Bereiche ambulant, stationär oder Zahn später abschließen.

Warum bieten Unternehmen sowas an, wenn doch schon heute die Zusatzversicherung abgeschlossen werden kann?

Nun, am Ende ist es ein Instrument der Kundenbindung. Auf der anderen Seite spricht es aber gerade all die Kunden an, welche heute den Schutz in der Zusatzversicherung zwar gern hätten, diesen aber vielleicht aus finanziellen Gründen noch nicht nutzen können. All jenen bietet die Hallesche hiermit ein Modell um sich später zu versichern und dennoch den heutigen Gesundheitszustand zu nutzen.

HALLESCHE OPTI.free – wer kann den Tarif nutzen?

Für den Abschluss des Versicherungsschutzes gelten nur wenige Vorgaben. Daher müssen die Interessenten BEI ABSCHLUSS

  • – in Deutschland leben (es reicht aus, wenn dieses zu Beginn der Fall ist)

  • – in einer deutschen Gesetzlichen Krankenkasse versichert sein

  • – ODER Anspruch auf freie Heilfürsorge haben (Soldaten z. Bsp.)

  • – maximal 44 Jahre alt sein (Als Alter gilt immer „aktuelles Jahr minus Geburtsjahr)

Für zwei Zielgruppen bietet sich damit so ein Schutz auch noch an. Soldaten oder sonstige Bedienstete mit einem Anspruch auf freie Heilfürsorge. Polizisten und Soldaten bekommen bisher die medizinische Versorgung durch den Dienstherren sichergestellt. Hier fließt kein Geld, sondern eine medizinische Leistung. Endet das Dienstverhältnis aber, so müssen sich diese weiter/ neu versichern, was gerade mit einem schlechten Gesundheitszustand ein Problem sein kann. Bisher war die Lösung eine Anwartschaft, nun schafft der OPTI.free eine weitere Möglichkeit. (ob die Anwartschaft oder eine Option besser passt, ist dabei sehr von der persönlichen Situation abhängig)

HALLESCHE OPTI.free – Option auf Zusatzversicherungen

Wer sich also für einen solchen Optionsbaustein entscheidet, der hat unzählige Optionen. Zum einen lassen sich damit Zusatzversicherungen sicherstellen. Dabei gelten unzählige Termine und Möglichkeiten, lediglich mit dem 49. Geburtstag muss eine Entscheidung final getroffen werden.

In welche Zusatzversicherungen kann gewechselt werden?

  • – Versicherungen für die ambulante Ergänzung (Brille, Heilpraktiker, etc.)

  • – Versicherungen für die stationäre Ergänzung (Einbett-, Zweibettzimmer, Privatärztliche Leistungen, Chefarztbehandlung)

  • – Versicherungen für Zahnschutz (Zahnbehandlung, Prophylaxe, Zahnersatz, Kieferorthopädie

  • – Schutz für Krankentagegeld (Selbstständige ab 22. Tag max. 100 EUR, Angestellte ab 43. Tag, max. 150 EUR)

  • – Schutz für Krankenhaustagegeld bis max. 50 EUR

Kein Optionsrecht besteht jedoch, wenn bereits ein Zusatztarif bestand und diese nach Abschluss des Optionstarifes gekündigt wurde. Ein gekündigter Zusatzschutz vor Beginn der Option ist unschädlich.

HALLESCHE OPTI.free – Option auf Vollversicherungen

Auch in der Vollversicherung enthält der Tarif OPTI.free natürlich Optionen. Dabei gelten auch hier unterschiedliche Termine und Fristen. Gut zu sehen, auch wer sich bei der Möglichkeit einer PKV zunächst für die Gesetzliche Krankenkasse und die dortige freiwillige Versicherung entscheidet, der kann später noch den Wechsel nachholen.

Genau hier liegt zum Beispiel das Problem vieler Anwartschaften und Optionen, denn hier ist oft ein Wechseln nur „gleich oder nie mehr“ nach Eintritt der Versicherungsfreiheit möglich. Das führt durchaus zu Problemen, wie hier im Artikel mit einer Aktivierung der Anwartschaft nachzulesen.

In welche Vollversicherungen kann gewechselt werden?

  • – Versicherungen welche für den Neuzugang geöffnet sind

  • – Schutz bei ambulanten, stationären und / oder Zahnleistungen bieten

  • – je nach Bedarf Vollschutz oder Beamte Restkostenabsicherung

  • – Schutz für Krankentagegeld (Selbstständige ab 22. Tag max. 100 EUR, Angestellte ab 43. Tag, max. 150 EUR)

  • – Schutz für Krankenhaustagegeld bis max. 50 EUR

  • – Pflegepflichtversicherung

Gerade die Option auf den Abschluss einer Pflegepflichtversicherung ist wichtig, denn was nützt eine Anwartschaft auf eine PKV, wenn dann für die Pflegepflichtversicherung 500% Zuschlag verlangt werden kann. Aus dem Grunde sicher dieses hier die vollständige Rückkehr.

HALLESCHE OPTI.free – Laufzeit, Eintrittsalter bei Nutzung

Der Tarif OPTI.free kann jederzeit abgeschlossen werden.

  • – FÜNF Jahre mit automatischer Verlängerung

  • – monatlich kündbar

  • – Mindestvertragslaufzeit 2 Jahre

Das erstmalige Versicherungsdauer läuft ab Abschluss bis zum 01. Juli des fünften Kalenderjahres. Danach wird wieder um weitere 5 Jahre verlängert, solange bis zum Ablauf des Monats, in welchem der Versicherte 49 Jahre alt wird.

Eine KÜNDIGUNG ist jederzeit zum Monatsendee kündbar, wenn diese Kündigung mindestens 15 Tage vorher vorliegt UND der Vertrag bereits mindestens 2 Jahre bestand.

Wichtig zu wissen!

Das Eintrittsalter wird erst bei Auslösen der Option berechnet. Also richten sich die Prämien der Voll- und/oder Zusatzversicherung auch nach dem dann erreichten Alter. Das kann und muss auch so sein, denn Altersrückstellungen werden (im Vergleich zu einer großen Anwartschaft) nicht gebildet.

Der alte und bisher bekannte OPTIONSTARIF JOKER FLEX bleibt auch weiterhin abschließbar. Alle Detaisl im Beitrag „Hallesche JOKER FLEX

HALLESCHE OPTI.free – Kann die Option mehrfach genutzt werden?

Ja. So kann ein Versicherter erst die Option für die stationäre Zusatzversicherung nutzen, später das Krankengeld (zum Beispiel als Selbstständiger der in der GKV bleibt) dazu versichern und wiederum später dann die Umwandlung in die Vollversicherung starten. Voraussetzung ist natürlich immer, die Optionstarife bestehen weiter und werden bezahlt.

HALLESCHE OPTI.free – Prämien, Bedingungen, Antrag

Doch was kostst der Tarif? Nun, es gibt altersabhänige Beiträge, der Kunde wird immer für 5 Jahre in die jeweilige Stufe eingruppiert. Wer zum Besipiel mit 34 den Abschluss tätigt, der bleibt auch die kommenden Jahre zu dem Beitrag (8,40 EUR) versichert. Es erfolgt dann eine Neueinstufung nach 5 Jahren in das DANN erreichte Alter. Beispiel: Eintritt mit 29: Beitrag in den ersten fünf Jahren 7,20 EUR, dann fünf Jahre 8,40 EUR, dann fünf Jahre 14,30 EUR und so weiter.

  • Alter 0 bis 30 Jahre = 7,20 EUR monatlich

  • Alter 31- 35 Jahre = 8,40 EUR monatlich

  • Alter 36- 40 Jahre = 14,30 EUR monatlich

  • Alter 41 bis 49 Jahre = 24,70 EUR monatlich

Die genauen Bedingungen für den neuen Tarif OPTI.free habe ich Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung gestellt. Mit diesem Link lässt sich das pdf abrufen:

Hallesche, Tarifbedingungen OPTI.free, Stand 01/2019

Antragstellung

Um den OPTI.free Tarif zu beantragen, ist der normale Antrag erfordertlich, also die identischen Gesundheitsfragen zur Vollversicherung. Diesen können Sie HIER abrufen oder direkt im Downloadbereich.

DOWNLOAD: Antragsformular Hallesche OPTI free

HALLESCHE OPTI.free – Fazit

Der neue Optionstarif OPTI.free schafft, wie der Name schon suggeriert, viel Freiraum und viele neue Möglichkeiten. Gerade wer noch nicht weiß, wie das berufliche und private Leben so läuft und das Geld für eine umfassende Zusatzversicherung noch nicht hat, sichert sich hiermit viele Optionen und hält sich Türen offen.

ABER: Auch hier gilt in der Beratung- Zuerst ist zu prüfen, ob die Tarife, die dann nach heutigem Stand abschließbar sind, auch passen. Eine Option für einen Tarif, welchen man eh nie nutzen möchte, macht keinen Sinn. Wer aber noch nicht sicher ist, welche Voll- oder Zusatzversicherung passt und daher die Entscheidung vertagen will, der kann das hiermit gut tun.

Optionstarife, Anwartschaften und wie man sich sonst die Möglichkeit der PKV sichern kann

26.
Februar '19

Hallesche Krankenversicherung mit Verbesserungen und neuen Heilmittelleistungen


Einer der durchaus kostenintensiven Punkte in der privaten Krankenversicherung sind die Heilmittel. Damit sind- im Gegensatz zu den Hilfsmitteln- Behandlungen durch Physiotherapeuten, Logopäden und andere anerkannte Heilberufe gemeint. Diese Behandlungen sind zwar oft als einzelne Leistungen gar nicht so teuer, summieren sich aber durch oftmals lange Behandlungsdauern.

Aber auch die allgemeine Preisentwicklung macht vor den Heilmitteln nicht Halt und Behandler sollten hier auch angemessen bezahlt werden. Daher hat die HALLESCHE Krankenversicherung zum 01. 01. 2019 Anpassungen, genauer Verbesserungen, an deren Heilmittelverzeichnis vorgenommen und die erstattungsfähigen Kosten teilweise deutlich gesteigert. Patienten bekommen somit höhere Erstattungssätze und die Behandler mehr Geld. Für wen das gilt und wer wie und wann davon profitiert, das lesen Sie hier im Beitrag. Am Ende dieses Artikels habe ich Ihnen zudem einige Unterlagen verlinkt, auch eine Gegenüberstellung der alten und neuen Preise.

Hallesche Heilmitteländerungen – für wen gelten diese?

Die Verbesserungen und damit die höhere Erstattungsleistungen für die Krankenversicherungstarife der HALLESCHE gelten

– für Neukunden in 2019 (neue Druckstücke ab März)

– für bereits versicherte Bestandskunden (Infos an die Kunden am 26.2.2019)

Damit profitieren nicht nur neue Versicherte von den Änderungen, auch all diejenigen welche bereits in den Vollkostentarifen versichert sind haben etwas davon.

Hallesche Heilmitteländerungen – was ändert sich

Zwei grundlegende Änderungen werden im Zuge dieser Anpassung vollzogen. Dabei muss zwischen neuen Leistungen und höheren Sätzen unterschieden werden. Zunächst einmal ändern sich in nahezu allen versicherten Leistungen die Höchstsätze der Erstattungen. Einige Beispiele zur Erklärung:

Krankengymnastische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage (Bobath, Vojta) bei angeborenen oder frühkindlich erworbenen zentralen Bewegungsstörungen als Einzelbehandlung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Richtwert: 45 Minuten

bisher wurden hierfür maximal 39,50 EUR erstattet, neu sind es nun 52,10 EUR (ein Plus von über 30%)

oder

Unterwasserdruckstrahlmassage, einschließlich der erforderlichen Nachruhe, Richtwert: 20 Minuten

bisher wurden hierfür maximal 26,60 EUR erstattet, neu sind es nun 35,10 EUR (ein Plus von über 30%)

oder auch

Logopädie, Einzelbehandlung bei Sprech-, Sprach- und Stimmstörungen Richtwert: 30 Minuten

bisher wurden hierfür maximal 36,50 EUR erstattet, neu sind es nun 48,10 EUR (ein Plus von über 30%)

Im Downloadbereich finden Sie die neue Heilmittelliste und eine handschriftliche Ergänzung der alten Beträge. So lassen sich die Änderungen auf einen Blick schnell ablesen. (gilt nicht für den PRIMO oder den Standardtarif, deren Verzeichnisse weiter unten)

HALLESCHE Hilmittelverzeichnis 2019 mit Gegenüberstellung alter Preise

Neben den deutlich erhöhten Sätzen sind auch Behandlungen oder andere Zeitstufen hinzu gekommen und sind nun im neuen Heilmittelverzeichnis enthalten.

Hallesche Heilmitteländerungen – neue Leistungen

Neu sind zum Beispiel psychotherapeutische Erstbefundungen und die Erstellung eines Behandlungsplans für maximal 19 EUR, aber auch Logopädie mit nun bis zu 90 Min (119,00 EUR), Hydroelektrische Teilbäder (bis 17,20 EUR), aber auch neue podologische Leistungen wie zum Beispiel:

Erstversorgung mit einer Federstahldraht-Orthonyxiespange nach Ross-Fraser, einteilig, einschließlich Abdruck und Anfertigung der Passiv-Nagelkorrektur-Spange nach Modell, Applikation sowie Spangenkontrolle nach 1 bis 2 Wochen

erstattungsfähig bis 223,80 EUR

Ernährungstherapie und physiotherapeutische Palliativversorgung

Die Hallesche erweitert ohne Mehrpämie für alle Versicherten die Leistungen in den beiden Bereichen. Wird eine solche Ernährungstherapie von Diätassistenten, Oecotrophologen sowie Ernährungswissenschaftlern erbracht, so ist diese ab sofort ebenfalls versichert und erstattungsfähig. Dabei gelten Preise (je nach Art und Umfang) von 12,70 EUR bis 75,90 EUR pro Behandlung als erstattungsfähige Höchstsätze. Mehr dazu auf der letzten Seite des Hilfsmittelverzeichnisses.

Auch die physiotherapeutische Palliativversorgung bekommt einen höheren Stellenwert. Um schwerstkranken die letzte Zeit des Lebens zu erleichtern, werden physiotherapeutische Leistungen dort erstattet, wenn diese nicht bereits durch die spezialisierte Palliativversorgung erfasst sind.

Erweiterungen bei der Podologie, Geburtsvorbereitung und Rehasport

Bei Podologie (medizinische Fußpflege) entfällt die Begrenzung auf das diabetische Fußsyndrom. Podologie hat sich inzwischen auch in anderen Bereichen als medizinisch not- wendige Heilbehandlung etabliert.
Bei Geburtsvorbereitung / Schwangerschaftsgymnastik / Rückbildungsgymnastik durch Heilmittelerbringer aktualisieren wir das Verzeichnis entsprechend der Entwicklung der Vergütung von Hebammen.
Im Bereich Rehabilitationssport haben wir unsere Positionen an Vergütungsvereinbarungen der GKV ausgerichtet. Diese haben sich deutlich verändert und werden nun angepasst.

All diese Änderungen gelten, wie bereits geschrieben, nicht nur für Neukunden sondern auch im Bestand. Die neuen Heilmittelverzeichnisse finden Sie hier auf der Seite unter „Downloads“ und Versicherungsbedingungen oder hier:

HALLESCHE, Heilmittelliste 2019 (Tarife außer Primo)

HALLESCHE, Heilmittelliste 2019 Tarif Primo

HALLESCHE, Heilmittelliste 2019 Standardtarif

20.
Juni '18

Wenn der Arzt durchs Display schaut – Videosprechstunde nun auch für Kunden der HALLESCHE Krankenversicherung


Es ist keine wahnsinnig neue Idee, denn andere Unternehmen arbeiten mit Partnern wie der Teleclinic bereits zusammen, wie Sie in einem älteren Beitrag hier auf dem Blog nachlesen konnten. (Barmenia Medien App- der Arzt per Videoberatung)

Doch vor uns liegt ein weiter Weg. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa oder der Welt ist das erst der Anfang. Die Hallesche hat sich für deren Kunden für einen anderen Partner entschieden, MD Medicus. Das Unternehmen bietet seit langem Beratungen, Assistenz- und Gesundheitsdienstleistungen an und steht nur auch Kunden der HALLESCHE als Partner zur Seite.

Wer kann die Videosprechstunde nutzen?

Aktuell steht allen Kunden der Hallesche Krankenversicherung dieser Service zur Verfügung. Im Vergleich zur Teleclinic der Mitbewerber jedoch noch etwas eingeschränkter. Voraussetzung ist daher eine bestehende Krankenvollversicherung bei der Hallesche und eine Anmeldung über eine spezielle Website.

Was geht, was nicht?

Derzeit wird den Kunden noch keine echte Sprechstunde geboten, sondern eher eine „Gesundheitsberatung“. Dazu stehen Ärzte verschiedener Fachrichtungen und spezialisiertes Personal zur Verfügung. Dennoch, es ersetzt keinen Arztbesuch. Auch das Ausstellen von Rezepten und/ oder Krankschreibungen ist derzeit noch nicht möglich. Die Videosprechstunde über MD Medicus ist ein erster Schritt, derzeit aber noch nicht viel mehr.

Zugegeben, das können andere Mitbewerber derzeit schon besser. Auch der Weg ist noch etwas umständlicher. Da es keine Smartphone App gibt, ist der einzige Weg die Anmeldung einer gewünschten Beratung über eine spezielle Webseite.

Größte Einschränkung, der Dienst steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Termine und Beratungen können nur Montag bis Freitag von 8-20 Uhr stattfinden. Ein echtes No-Go, wenn man bedenkt diese Dienste gerade im Ausland oder zu den Zeiten geschlossener Arztpraxen nutzen zu wollen.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Neben den vertraglichen Voraussetzungen (bestehender Vertrag zur PKV bei der Hallesche) sind einige technische Voraussetzungen zu erfüllen. So benötigen Sie

  • – einen PC, Laptop oder ein Smartphone bzw. Tablett
  • – das Gerät muss mit einer Kamera ausgestattet sein
  • – eine bestehende Internetverbindung ist natürlich Voraussetzung

Der Ablauf der Videosprechstunde

Zunächst einmal suchen Sie sich Ihre Versicherungsnummer, diese finden Sie auf der Versichertenkarte, Ihrer Police oder weiteren Dokumenten zu Ihrer Krankenversicherung. Danach besuchen Sie die Seite

http://www.hallesche.de/videosprechstunde

Dort ist es erforderlich, einige Daten zu erfassen. Name, Geb. Datum und dergleichen sind für den Arzt nicht ganz unwichtig und identifizieren Sie als berechtigten Kunden.

Danach können Sie die Fragestellung eingeben, Ihr Problem und weitere Informationen eintragen um dem Arzt einen ersten Hinweis zu geben oder die Fachrichtung festzulegen. Nun noch Telefonnummer und E-Mailadresse und ein Zeitfenster.

Nach dem absenden der Informationen werden Sie dann in dem gewünschten Zeitrahmen von einem Facharzt per VideoChat/ Anruf kontaktiert und können Ihre Fragen und Probleme besprechen.

Fazit zur Hallesche Videosprechstunde

Es ist ein Anfang, eine Idee und sicher nur der erste Schritt. „Toll“ ist es noch nicht, aber der Dienst ist in einer Testphase und steht allen Versicherten kostenfrei und ohne Anrechnung auf Selbstbeteiligungen oder Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Von einer echten Arztsprechstunde sind wir sicher noch weit entfernt. Größtes Manko ist meiner Meinung nach die zeitliche Beschränkung. Wer Fragen per Videosprechstunde mit einem Arzt besprechen will, der macht das oft abends, im Ausland oder wenn er gerade Hilfe braucht. Das passt schlecht in 2-Stunden Zeitfenster von Montag bis Freitag.

Hoffen wir, dass die Entwicklung hier schnell weitergeht. Im Vergleich der Mitbewerber (Barmenia, Arag, Ottonowa) ist das hier sicher NOCH kein so großer Wurf, aber… es wird.

02.
Oktober '17

Hallesche Krankenversicherung – Beitragsanpassung und Tendenzen zum 01. 01. 2018


Das Jahresende naht und so folgen immer mehr Unternehmen und veröffentlichen die Beitragsanpassungen für das kommende Jahr. Hier auch die Hallesche, wobei wir auch hier zunächst Zahlen für das Neugeschäft sehen, es handelt sich daher nicht unbedingt auch um die Anpassungen im Bestand. Zudem: Es sind Tendenzen und Beitragsanpassungen finden wie immer in Euro und nicht in Prozent statt.

Dennoch ist es ein Anhaltspunkt und ein Blick in Richtung 2018, daher habe ich mich auch hier entschlossen die Infos so zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie daher aber immer, es ist eine allgemeine Aussage, Aussagen zu speziellen Konstellationen kann ich Ihnen bei den Neugeschäftsbeiträgen ab sofort verbindlich nennen, da die Prämien 2018 veröffentlicht sind. Bei den Bestandstarifen hingegen, gibt es noch keine Aussage. Die Hallesche passt aber auch hier durchaus im Frühjahr und nicht zwingend zum 01.Januar an.

Hallesche Krankenversicherung – Beitragsanpassungen 2018

Nicht angepasst werden dieses Jahr die Vollkostentarife (UNISEXTARIFE)

  • – NK. 3 (Tarifstufe mit 300 € SB)
  • – KS. 3
  • – Primo. Tarife (Erwachsene und Kinder)

Die Tarife der Beitragsentlastung im Alter (Unisex, MBZ.flex) bekommen erstmals seit der Einführung eine geringe Anpassung. In der Größenordnung 1 Cent mehr Beitrag auf 5 € Beitragsentlastung). Auch bei den Krankentagegeldern erfolgt eine Anpassung, da hier die neuen Leistungsausgaben bei Mutterschutz berücksichtigt werden müssen.

Angepasst werden zum 01. 01. 2018 im Neugeschäft die Beiträge in folgenden Prozentangaben (ca.) (UNISEXTARIFE)

  • NK. Tarife zwischen 5 und 9%
  • KS. Tarife ca. 8%
  • MAS. Tarife 6-9 %

Interessant sind dabei durchaus die Anpassungen seit 2013, also seit dem die neuen Unisextarife am Markt sind und angepasst wurden. Die genauen Zahlen und eine Beitragsentwicklung ist auf der folgenden Grafik gut zu erkennen:  (zum Vergrößern klicken)

14.
November '16

Beitragsanpassung der privaten Krankenversicherung und was sie jetzt tun können


Am letzten Wochenende haben viele Versicherte Post von ihrer privaten Krankenversicherung bekommen und wurden darüber informiert, dass die Beiträge für den eigenen Versicherungsschutz zum 1. Januar 2017 steigen. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, ich möchte daher diesen Beitrag nutzen um etwas mehr Klarheit in dieses Thema zu bringen.

Die Ursachen der Beitragsanpassung

Für eine Anpassung der Beiträge gibt es ganz unterschiedliche Ursachen, daher sind diese Anpassungen auch keineswegs bei allen Versicherern und auch nicht bei allen Versicherten in einem Tarif identisch. Anpassungen werden daher abhängig von den Altersstufen, dem gewählten Tarif, der Frage ob sie in Bisex oder Unisex sicher sind und weiteren Faktoren beeinflusst. Zum Jahr 2017 kommt noch ein anderer Punkt dazu. Auch in der privaten Krankenversicherung in der es im eigentlichen Tarif keine Anpassung gibt, führt eine Erhöhung der Beiträge in der Pflegepflichtversicherung zu einem höheren Gesamtbeitrag im Jahr 2017.

Beitragsanpassung in der Pflegepflichtversicherung

Diese Beitragserhöhung kann durchaus 20% und mehr (auf den Beitrag der Pflegeversicherung) betragen. Dabei sollten wir jedoch so realistisch sein, dass wir hier über Anpassungen von 5 bis 8 Euro reden und zumindest bei Angestellten diese zur Hälfte dem Arbeitgeber landet. Während der Beitrag in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung im Jahr 2017 auf 121,80 € als Höchstbeitrag ansteigt, zahlen Versicherte in der privaten Pflegepflichtversicherung (mit identischen Leistungen) oftmals Beiträge von deutlich unter 50 €, selbst nach der Erhöhung.

Steigende Kosten bei Ärzten und Behandlern

Auf der Ausgabenseite stehen viele private Krankenversicherer vor dem Problem der steigenden Kosten, welches diese nur sehr bedingt beeinflussen können. Natürlich lassen sich in die Versicherungsbedingungen Regelungen schreiben, welche dem Versicherer ermöglichen den Bezug von zum Beispiel Hilfsmittel über einen eigenen Großhändler zu organisieren, Medikamente oder sonstige Leistungen mit Rabattverträgen einzukaufen, im wesentlichen jedoch ist man Kostenerstatter. Dabei möchte ich gar nicht die Schuld auf die Ärzte oder andere Berufsgruppen abwälzen, wir haben jedoch allgemein das Problem, dass die Kosten für eine hochwertige medizinische Versorgung ansteigen.

Nun könnte man durchaus meinen das „hätte man wissen können“ oder zumindest „ahnen können“ und manche Versicherer haben dieses durchaus besser im Griff als andere. Auf der anderen Seite haben wir leider die Situation dass vielfach die private Krankenversicherung immer noch nach dem Motto: „Wer versichert mich denn billiger“ oder „Wer nimmt mich dann ohne Zuschlag“ beraten wird. So werden Entscheidungen für die private Krankenversicherung oftmals nach dem Preis, nicht aber nach der Leistung, dem Versicherer oder anderer Fakten getroffen. Einige Beispiele und weitere Erklärungen dazu finden Sie unter anderen in den folgenden Beiträgen:

Niedrigzinsphase und deren Folgen

Wer noch vor einigen Jahren Geld anlegen wollte, der bekam selbst auf ein Tagesgeldkonto zu guten Zeiten 4 %. Vier Prozent für eine Geldanlage, welche täglich verfügbar war, nahezu vollständig sicher und ohne Risiken. Auch in der privaten Krankenversicherung wird Geld angelegt. Denn das Prinzip einer kapitalgedeckten Versorgung ist nun einmal, dass in jungen Jahren weniger Kosten verursacht werden als Beiträge gezahlt. Diese Differenz geht- ganz vereinfacht- in den großen Topf der Altersrückstellungen und vermindert den Beitrag im Alter. Natürlich ist das eine sehr vereinfachte Darstellung und die Zuführung zu den Altersrückstellungen sind deutlich komplizierter. So ist es auch davon abhängig wie leistungsfähig ein Tarif ist, welche Leistungen also heute (und in Zukunft) versprochen werden und wie sich diese entwickeln.

zins-und-endkapital-bei-unterschiedlichem-zins

Wer monatlich 100 € spart, hierfür 4 % Zins bekommt und das ganze 30 Jahre durchhält, der profitiert am Ende von 32.760 € Zinsertrag und hat ein Gesamtkapital von über 68.000 €. Sinkt der Zins nur um ein (niedriges) halbes Prozent, so vermindern sich die Zinsen um 5.639 € und betragen damit nur noch 20.121 €.

Was Sie nach der Beitragsanpassung tun sollten

Bereits vor einiger Zeit habe ich in einem Beitrag ausführlich beschrieben, was Sie nach Erhalt der Information zur Beitragsanpassung tun sollten. Dabei geht es insbesondere darum, keine übereilten Entscheidungen zu treffen und sich genau vor Augen zu führen welche Folgen eine solche Entscheidung hat.beitrag-bap

So lassen sich übereilt getroffene Entscheidungen oft nicht mehr rückgängig machen oder nur mit gravierenden Folgen wieder korrigieren. Wer dabei zu schnell oder übereilt zum Beispiel seine Selbstbeteiligung erhöht, der wird später Probleme haben diese wieder zu reduzieren. Eine Reduzierung der Selbstbeteiligung ist eine Leistungsverbesserung, welches in den meisten Fällen eine neue Gesundheitsprüfung nach sich zieht.

Nicht in eine Tarifstufe wechseln, welche heute nicht angepasst wird

Eine beliebte Empfehlung von überforderten Beratern ist oftmals ein schneller Wechsel in eine höhere Selbstbeteiligungsstufe. Dabei verringert sich der Beitrag sofort, oftmals wird jedoch nicht bedacht dass dieses weit reichende Folgen haben kann. Nicht nur, dass genau zu berücksichtigen ist wie viele Kosten denn nun (mehr) selbst getragen werden müssen, nein auch die folgenden Anpassungen spielen eine Rolle. so ist es in den allerwenigsten Fällen sinnvoll, heute in eine Tarifstufe zu wechseln die nicht angepasst war. Auch dieser Tarifstufe steht (dann vielleicht im nächsten Jahr) eine entsprechende Anpassung ins Haus.

Soll ich zu einer anderen Gesellschaft wechseln?

Diese Frage wird mir oftmals gleich nach der Beitragsanpassung gestellt. Auch hier ist eine seriöse Empfehlung und Beratung nicht möglich, ohne zumindest weitere Umstände zu kennen. Dazu spielt es eine entscheidende Rolle ob sie in der alten Tarifwelt oder schon in neuen Tarifen sind. Auch stellt sich die Frage wie alt sie sind, seit wann sie bei der bisherigen Gesellschaft und in den bisherigen Tarifen versichert sind und ob die Anforderungen an die Tarife noch denen entsprechen die es bei der Einführung der Tarife bzw. beim Abschluss waren. Leider erlebe ich nur zu oft, dass damals bei der Entscheidung für die private Krankenversicherung damit bei der Entscheidung für den Tarif die Gesellschaft keine wirkliche Beratung stattfand. Der Berater entschied welche Gesellschaft und Tarif die richtige ist, der Berater musste es ja wissen und die oder der Versicherte haben einfach geglaubt. Geglaubt ohne zu hinterfragen ob es Alternativen gibt, geglaubt ohne zu überlegen warum denn gerade diese Gesellschaft oder dieser Tarif empfohlen wurde.

Versteckte Probleme in den Gesundheitsangaben

Dazu kommt in verschiedenen Altverträgen das Problem, Gesundheitsangaben sind nicht korrekt und vollständig gemacht worden. Da schlummern also Pulverfässer in den Bestand, und in vielen Fällen kann der Versicherer zumindest in den nächsten Jahren problemlos die rote Karte in Form einer Anzeige Pflichtverletzung ziehen. Wenn dieses so ist und Gesundheitsangaben bei“ nicht, nicht vollständig gemacht worden sind, so ist auch dieses ein Problem welches gelöst werden muss.

Eine solche Lösung kann ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft sein, wenn diese aus anderen Gründen sowieso ansteht. Ein Wechsel der Gesellschaft ist kein Allheilmittel. In den meisten Fällen wird dieser mit einem erhöhten Beitrag einhergehen, Denn das Eintrittsalter hat sich gegenüber der ursprünglichen Tarifauswahl verändert. Weiterhin sind Tarife angepasst worden, haben sich Rahmenbedingungen geändert und auch hier führen diese Veränderungen meist zu einer höheren Prämie.

Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft

Der Wechsel des Tarifes innerhalb der eigenen Gesellschaft ist für viele Versicherte der letzte Strohhalm. So gibt es in der privaten Krankenversicherung natürlich genügend Versicherte, welche die Leistungen auch genutzt haben. Wer also in den letzten Jahren krank war und vielleicht zudem schon etwas älter ist, für den macht ein Wechsel der Gesellschaft in den meisten Fällen keinen Sinn. Für all diese hat der Gesetzgeber jedoch eine Möglichkeit geschaffen die Versicherungsbeiträge ohne Gesellschaftswechsel zu reduzieren. Der sogenannte Tarifwechsel, geregelt im Paragrafen 204 des Versicherungsvertragsgesetzes nicht einen Wechsel in einen gleichartigen Versicherungsschutz. Für diesen Wechsel darf der Versicherer keine Zuschläge erheben, und muss diesen auch nicht mehr gesunden Bestandskunden erlauben.

Leider ist es bei vielen Gesellschaften nach wie vor ein Problem, die entsprechenden Angebote zu bekommen. Auch wenn inzwischen Angebote zu dem Tarifwechsel verschickt werden, wer sagt dem Versicherten das hier der optimale Tarifwechsel angeboten wurde. Auch die Gegenüberstellung der Leistungen zwischen dem alten Versicherungsschutz und den neu angebotenen Tarif stellt für viele Versicherte ein großes Problem dar. Hier kann professionelle Hilfe unterstützend tätig sein und einen solchen Tarifwechsel erleichtern. Dazu gibt es eine Unmenge an seriösen, aber noch eine viel größere Anzahl unseriöser Anbieter. Hier werden horrende Honorare verlangt, hier werden Vollmachten gefordert welche jedwede Kontaktaufnahme durch den Versicherer bieten, hier werden Gespräche geführt die er aggressiven Verkauf in einer Beratung ähneln.

Einen solchen Tarifwechsel sollten Sie Profis überlassen. Bei unseren eigenen (Makler-) Kunden gehört auch eine solche Tarifwechselberatung zu dem eigenen Beratungsanspruch. Ich halte es für fatal vor Jahren eine private Krankenversicherung vermittelt zu haben und dann heute nicht mehr bei Fragen für einen Wechsel zur Verfügung zu stehen. Für Fremdkunden, also Kunden wo der Vertrag nicht durch uns vermittelt wurde, ist so eine Beratung sehr schwierig. Nicht nur dass wir weder die damaligen Grundlagen, noch die Gegebenheiten heute kennen, wenden Sie sich bei Fragen gerne an mich, ich kann Ihnen gegebenenfalls direkt oder mit einem Kontakt helfen.

Einige trifft es besonders hart, mal wieder

Fast genau vor einem Jahr habe ich über die gravierenden Beitragsanpassungen bei der AXA Krankenversicherung geschrieben.

Es gab Versicherte die im Jahr 2015 mit einer Anpassung von über 34 % zu kämpfen hatten. Einige haben sich dann entschieden dieses Risiko nicht weitertragen zu wollen und das Unternehmen verlassen. Andere wiederum waren der Meinung dass dieses wohl ein Ausreißer war und zukünftig dann Stabilität einkehren würde. Leider trat dieses für Versicherte im  Tarif Vital oder auch dem EcoRA nicht ein. Auch in diesem Jahr sind Versicherte von größeren Anpassungen betroffen. So sind auch zum 1.1.2017 Anpassungen von 20-30 % für bestimmte Altersgruppen möglich, und zwar auch in Tarifen die im letzten Jahr bereits angepasst worden.

Debeka mit 19 % Anpassung

Aber auch bei anderen Gesellschaften sind Anpassungen nötig. So erreichte mich vor einigen Tagen diese E-Mail von einem Leser:

debeka-mail-bap

Es handelt sich hierbei um den Tarif für Angestellte, nicht Beamte, bei der Debeka. Hier kann ich die Entrüstung über 19 % Beitragsanpassung auf der einen Seite verstehen, bei genauerem Lesen relativiert sich dieses etwas. Es handelt sich hier um eine Anpassung von 70 €, diese sind für eine monatliche Erhöhung durchaus happig. Aber, und jetzt kommen die Einschränkungen:

Wir sprechen über eine Beitrag von 440 € (zuzüglich Pflege, Krankengeld usw.) aber wir sprechen auf der anderen Seite immer noch über einen Beitrag der etwas mehr als die Hälfte des Beitrages für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt. Dazu besteht eine Absicherung in einem deutlich höheren Leistungsniveau. In meinem Beitrag zu der AXA Beitragserhöhung im letzten Jahr habe ich bereits eine Tabelle mit dem Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse veröffentlicht. (hier direkt die Tabelle aufrufen)

Nehmen wir diese als Grundlage, so sparte der Versicherte bisher (bei einem Beitrag von 370 €+ Krankengel+ Pflege gegenüber dem Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse (den er als Angestellter über der Grenze zahlen müsste) immerhin 250 € monatlich. O. k., die Ersparnis reduziert sich nun auf knapp 190 €. Dennoch gilt genau die Aussage, welche ich im letzten Jahr getroffen haben. Die Ersparnis gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse ist im Moment noch so groß, dass genügend Mittel zur Verfügung stehen zusätzlich Vorsorge für das Alter zu treffen. Auch in den letzten Jahren (dieser Kunde ist ja schon seit acht Jahren in dem Tarif) gab es genügend Möglichkeiten Rücklagen zu bilden.

Dabei haben wir noch nicht berücksichtigt das für die Mehrleistungen seines Tarifes in der privaten Krankenversicherung Zusatzversicherungen notwendig wären. Auch hierfür wäre irgendetwas zwischen 50 und 100 € monatlicher Beitragsaufwand erforderlich.

RuV, Hanse Merkur, Continentale

und dabei könnte ich diese Liste unendlich weiterführen, haben natürlich ebenfalls mit Anpassungen ihrer Tarife zu kämpfen. Und natürlich fällt eine Anpassung in einen Tag mit sehr hohen Leistungen und vielleicht noch ohne Selbstbeteiligung in absoluten Beträgen höher aus, als eine prozentual gleichwertige Anpassung in einem Basisschutz. 10 % von 400 € sind eben nun mal weniger als 10 % von 700 €.

Jetzt muss man hinterfragen, wie weit eine solche Anpassung einmalig oder öfter vorkommt, ob der angepasste Beitrag noch im finanziellen Rahmen liegt und worauf gegebenenfalls verzichtet werden kann. Das kann eine Leistungseinschränkung sein (setzt aber dann natürlich voraus das zu viel Leistungen derzeit versichert sind), ein Tarifwechsel oder der Wechsel zu einer anderen (voraussichtlich beitragsstabileren) Gesellschaft.

Welche Schritte soll ich unternehmen?

Diese Frage kommt immer unmittelbar nach der Beitragsanpassung. Hier ist es wichtig zu wissen dass es keine pauschale Empfehlung gibt. Wichtig ist dass sie sich intensiv mit ihrem Versicherungsschutz auseinandersetzen. Überlegen Sie gut, ob die Leistungen die dort versichert sind so benötigt werden. Weiterhin schauen Sie sich die Beitragsentwicklung in der Vergangenheit an. Trauen Sie dem Versicherer zu, langfristig eine gewisse Art von moderater Beitragsentwicklung zu gewährleisten?

Diese Frage hat zwar auf der einen Seite was mit hellsehen zu tun, auf der anderen Seite ist diese durchaus berechtigt. Denn wenn sie kein Vertrauen in ihren Vertragspartner (den sie noch die nächsten Jahrzehnte haben werden) mehr haben, dann muss hier eine Entscheidung getroffen werden. Diese Entscheidung kann zu einem Tarifwechsel, einem Wechsel der Gesellschaft oder eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung führen. Alle diese Entscheidungen sind mit gravierenden Folgen verbunden.

Daher kann ich Ihnen nur raten, sich hier vertrauensvoll an einen Berater ihrer Wahl zu wenden und sich mit einer Entscheidung Zeit zu lassen. Ein Wechsel und ein schneller Antrag bei einer neuen Gesellschaft und dort am besten noch mit allen Gesundheitsfragen mit Nein beantwortet, wird sie zu viel größeren Problemen führen die Beitragsanpassung jemals gehabt hätte.

Bei weiteren Fragen nutzen Sie gern das Kontaktformular oben rechts, den Live Chat unten links oder das Anfrageformular unter dem Menüpunkt private Krankenversicherung. Für alle Entscheidungen gilt:

Überlegen Sie gut was sie tun, schnelle Entscheidungen sind fast nie hilfreich!