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05.
November '18

Bundeskabinett legt durchschnittlichen Zusatzbeitrag der GKV für 2019 fest


Das Bundesgesundheitsministerium hat am 23. Oktober 2018 den neuen, durchschnittlichen Zusatzbeitrag in der gesetzlcihen Krankenkasse für das Beitragsjahr 2019 festgelegt.

Im Bundesanzeiger wurde dieses am 26. 10. 2018 bekanntgegeben.

Wie ändert sich der Zusatzbeitrag?

Ab dem 01. Januar 2019 sinkt somit der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 0,1 Prozentpunkte auf damit 0,9%. Wichtig ist der durchschnittliche Zusatzbeitrah für die Bezieher von Arbeitslosengeld II und für die Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zur PKV ab 2019.

Wie ich hier bereits erklärte, kehren wir ab 2019 wieder zu der paritätischen Versorgung zurück. Während Arbeitnehmer bisher die Beiträge für den Zusatzbeitrag allein tragen mussten, beteiligt sich der Arbeit

Was bedeutet dieses für Versicherte in der PKV?

Der Arbeitgeberzuschuss wird, aufgrund der Änderung der Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) jährlich neu festgelegt. Durch die Rückkehr zur paritätischen Versorgung bekommen Versicherte in der privaten Krankenversicherung mehr Zuschuss. Der neue Höchstzuschuss zur privaten Krankenversicherung berechnet sich dann ab 2019 wie folgt:

neue Beitragsbemessungsgrenze (BBG): 54.450 EUR pro Jahr, 4.537,50 EUR pro Monat

Der Arbeitgeberzuschuss 2019 errechnet sich demnach wie folgt:

Zuschuss zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 4.537,50 € = 331,24 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2019

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der kassenindividuelle ZUSATZbeitrag (dieser liegt zwischen null und 1,7 Prozent, der durchschnittliche ZUSATZbeitrag bei 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt: (legt man den durchschnittlichen Beitrag zu Grunde)

0,45% x 4.537,50 € = 20,42 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung TEIL II 2019

Somit bekommt der privat Versicherte Abrbeitnehmer, neben dem Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung immer 50% des Beitrages der zur PKV gezahlt wird, maximal aber die Höchstbeiträge.

Dabei kann auch ein Zuschuss für Kinder und Familie gezahlt werden.

Arbeitgeberzuschuss: Wie Sie auch für Frau und Kind einen PKV Zuschuss vom Arbeitgeber bekommen

13.
Juni '18

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – mehr Arbeitgeberzuschuss für PKV Versicherte


Bereits im Januar hatte ich dazu geschrieben. Die Bundesregierung plant(e) die Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und damit die gleichmäßige Verteilung der Beiträge. HIER NACHLESEN wie es bisher ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – das neue Gesetz

Das GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG schafft die Grundlage für die Änderungen und wurde am 06. 06. 2018 vom Kabinett verabschiedet. Darin werden unter anderem die Änderungen für die Parität, neue Bemessungsgrundlagen für Selbstständige und auch eine geänderte Versorgung für Soldaten besprochen. In diesem Beitrag geht es zunächst nur um die Änderungen, welche für Versicherte in der Privaten Krankenversicherung relevant sind und sich damit direkt auf die zukünftigen Eigenanteile auswirken,

Bisher setzt sich der Beitrag in der GKV aus drei Komponenten zusammen. So verlangt die gesetzliche Kasse zunächst einen einkommensabhängigen „Grund-„beitrag, welcher derzeit in 2018 bei 14,6% (inkl. Krankentagegeld) liegt.

Abhängig von der gewählten Krankenkassen kommt hierzu ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Im Jahr 2018 liegt dieser bei 0% bei der (nicht bundesweit geöffneten) Metzinger BKK und bis zu 1,7% bei Krankenkassen wie zum Beispiel der Securvita oder der Viactib BKK. Dieser Zusatzbeitrag ist bisher allein vom Versicherten zu zahlen und wird bei dem Arbeitgeberzuschuss nicht berücksichtig.

Diesen Beitrag teilen sich bisher der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht aber für den Zusatzbeitrag. In der Kranken- und Pflegeversicherung zahlt der versicherte Arbeitnehmer also den größeren Anteil. (Pflege nur, wenn kinderlos).

Das wird sich ab dem Jahr 2019 dann ändern.

Mit der Rückkehr zur paritätischen Versorgung ergibt sich dann eine neue Grundlage. Der Arbeitnehmer kann natürlich auch weiterhin seine gesetzliche Krankenkasse frei wählen. Neu ist aber die Aufteilung des Beitrages und damit die Rückkehr zur bekannten „Halbe, Halbe“ Lösung. Neu sieht dann die Beitragsaufteilung wie folgt aus:

Das Neue daran ist hier, der Beitrag für die Krankenversicherung wird auch hälftig gezahlt, INKL. des Zusatzbeitrages. Damit kommen wir wieder in die Situation, dass der Arbeitgeber ein Interesse an der Auswahl der GKV hat. Dieses hatten wir vor einigen Jahren schon einmal, da gab es schwarze Schafe Arbeitgeber welche den MitarbeiterInnen sehr deutlich gesagt haben, geht zur Krankenkasse XYZ. Davon sollten Sie sich aber nicht beeinflussen lassen.

Vergleichen Sie (hier interaktiv) Ihren Kassenbeitrag und die Leistungen und entscheiden sich dann für die passende, gesetzliche Krankenasse. Klar spart Ihr Arbeitgeber auch Geld, falls die Kasse keinen oder einen geringeren Zusatzbeitrag berechnet. Dennoch entscheiden Sie ganz allein welche Krankenkasse richtig und passend für Sie ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung – Arbeitgeberzuschuss steigt

In 2018 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag derzeit bei 1%. Rechnen wir also einmal mit diesem Wert (der sich in 2019 natürlich genauso ändern wird, wie die Jahresarbeitentgeltgrenze, deren Werte Sie hier finden), so ergeben sich folgende Unterschiede.

Für das Jahr 2018 ergibt sich somit folgende bisher Berechnung:

14,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

+ ggf. einkommensabhängiger Zusatzbeitrag in der GKV (Infos hier)

7,3% x 4.425€ = 323,03 €= AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018

bei sonst unveränderten Daten, jedoch einer paritätischen Versorgung ergäbe sich folgender Zuschuss:

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.425€ = 345,15 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+ 22,12 € gegenüber 2018)

Erhöht sich zudem noch die Beitragsbemessungsgrenze (wie in den letztren Jahren um 1.350 EUR/ Jahr, also 112,50 € pro Monat, so sähe es folgendermaßen aus.

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.537,50€ = 353,93 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+30,90 € gegenüber 2018)

30,90 € mehr monatlicher PKV Zuschuss

… sind maximal möglich, wenn die oben genannten Voraussetzungen eintragen. Dazu müsste

  • – die JAEG wie bisher um 1.350 € p.a. steigen und

  • – der durchschnittliche Zusatzbeitrag der GKV gleich bleiben

Im September werden wir genau wissen, wie die Zahlen für das Jahr 2019 aussehen. Klar ist aber, privat krankenversicherte Kunden bekommen in 2019 einen höheren Arbeitgeberzuschuss, wobei natürlich auch hier die maximale Grenze von 50% des eigenen Beitrages nicht überschritten werden darf.

Den kompletten Gesetzestext (des Entwurfes, welcher aber keiner weiteren Zustimmung des Bundesrates bedarf und das Kabinett bereits passiert hat) finden Sie hier:

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG

02.
Mai '18

Hilfe, die gesetzliche Krankenkasse will Geld für mein Kind, viel Geld


Es gibt so Tage, da wünschen sich einige nicht zum Briefkasten gegangen zu sein und dennoch verschiebt es das Problem doch nur und löst es nicht. Ein solcher Tag war vor kürzlich auch bei einer Fragenden, welche sich über den Live Chat hier auf der Seite an mich wandte und einige Fragen loswerden wollte, denn diese Post konnte sie sich nun so gar nicht erklären.

Was war genau passiert?

Die Tochter, mittlerweile schon 21 Jahre alt aber, bekam Post der gesetzlichen Krankenkasse. Diese wollte Geld, viel Geld. Insgesamt sollte die Versicherte 31.000 EUR nachzahlen, denn hier schien etwas mit der Mitgliedschaft nicht gestimmt zu haben.

Die Kasse bot zwar an, die 31.000 EUR in Raten (maximal sechs) zu zahlen, aber auch das bringt hier nicht wirklich weiter.

Die Versicherte war bisher immer bei der Mutter familienversichert. Beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse der Mutter und das auch schon immer. Im Jahre 2016 machte die Tochter irgendwann Abitur, konnte aber aufgrund diverser Erkrankungen bisher keine Ausbildung beginnen und hielt sich mit „Nebenjobs“ über Wasser. Soweit auch unkompliziert, solange hier keine Versicherungspflicht eintritt oder gar die Einkommensgrenzen für das Kindergeld überschritten werden, denn dann will das auch noch zurückgefordert werden.

Bis 06/2016 ging das Kind also zur Schule und beendete diese mit dem Abitur. Danach gab es keinen Tatbestand, welcher eine Versicherungspflicht begründen würde und somit dachten alle Beteiligten, es ist wie es ist und bleibt so.

Doch auch schon hiervor gab es ein Problem. Der Vater ist privat versichert, die Mutter gesetzlich. Zudem verdient der Vater über der Beitragsbemessungsgrenze und damit tritt die Frage ein, wo das Kind zu versichern ist.

Ich habe Ihnen dazu ein ausführliches Schema erstellt und rate Ihnen dringend das Thema nicht zu verschieben, sondern immer direkt anzugehen. Schauen Sie einfach einmal hier:

Demnach bestand schon in 2015 kein Anspruch auf Familienversicherung mehr und die Eltern hätten für die Tochter zwei andere Möglichkeiten gehabt. Entweder die Mitversicherung in der privaten Krankenversicherung bei dem Vater (oder einer anderen), oder aber die freiwillige Versicherung in der GKV der Mutter (oder einer anderen) und dort einen eigenen Beitrag zahlen. Beides war aber nicht passiert.

Komplizierter wird die Sache noch dadurch, dass sich die Eltern bis heute zwar irgendwann getrennt haben und der Vater auszog, aber die Scheidung auch noch nicht weiter fortgeschritten ist. Nun hat die gesetzliche Kasse aber davon „Wind bekommen“ und gehandelt. Statt weiteren Schreiben gab es einen Bescheid.

Hiernach sollen die Beiträge für die Tochter nachgezahlt werden. Doch hat die Kasse nicht die Beiträge für ein freiwillig versichertes Kind angenommen, sondern die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze des entsprechenden Jahres als Einkommen zugrunde gelegt. Damit zahlt die Tochter über die Jahre Höchstbeitrag und das sieht dann in etwa so aus.

Demnach ergeben sich zum Beispiel für das Jahr 2018 monatlich folgende Beiträge:

Bemessungsgrundlage: 4.425 Euro monatlich

GKV Basisbeitrag: 619,50 Euro

Zusatzbeitrag der Kasse: 66,38 Euro

Pflegepflicht Beitrag: 112,84 Euro

Insgesamt also monatliche Beiträge von 798,72 Euro

Das die Kundin gar kein solches Einkommen hatte, interessiert die Kasse hier zunächst nicht. Der erstellte Beitragsbescheid hat eine Widerspruchsfrist von vier Wochen. Selbst wenn diese Zahlen hier nicht stimmen sollten, MUSS die Kundin also reagieren und Widerspruch einlegen, sonst bekommt die Kasse hier einen Bescheid der notfalls vollstreckt werden kann.

Was tun?

Lassen Sie sich beraten. Suchen Sie sich dazu einen Anwalt oder einen entsprechenden Versicherungsberater, welcher Ihnen gegen Honorar hier weiterhelfen kann. Achten Sie unbedingt auf die Fristen und halten Sie diese ein. Ein einfacher Anruf bei der Kasse reicht nicht aus und hemmt auch die Frist nicht.

In unserem Fall gilt es zunächst zu klären, wie die Kasse darauf kommt und welche Möglichleiten bestehen. So muss geprüft werden, ob ggf. doch noch ein Anspruch auf Familienversicherung besteht, zumindest seitdem der Vater Auszog und die Tochter bei der Mutter lebt und kein eigenes Einkommen hat.

Weiterhin ist für die Zeit bis zum Auszug ebenfalls der Betrag falsch, denn nicht der Höchstbetrag sollte hier zu Grunde liegen, sondern der Beitrag für das freiwillig versicherte Kind, was die GKV aber so nicht wissen kann.

Somit steht der GKV hier wohl recht sicher ein Beitrag zu, jedoch eben nicht der berechnete. Selbst wenn der Beitrag für die freiwillige Versicherung seit 2015 rückwirkend gezahlt werden müsste, dann sprechen wir hier über etwa 180 Euro pro Monat. Nehmen wir nun einmal 36 Monate als Grundlage und gehen von einem Beginn der freiwilligen Mitgliedschaft in 04/2015 aus, dann sprechen wir über:

36 Monate * 180 Euro (Kranken- und PflegeV) = 6.480 Euro

Klar, auch das ist noch viel Geld und auch das wird sicher nicht in einer und auch wohl nicht in sechs Raten zahlbar sein. Dennoch ist es knapp ein Fünftel von dem, was die Kasse laut Bescheid von der Tochter an Beiträgen wollte.

So hat ein Nachmittag „sich damit Beschäftigen und sich einen Berater suchen“ der Kundin auf die Schnelle eine „Ersparnis“ von 24.000 Euro gebracht. So teuer kann der Berater unmöglich gewesen sein.

Wie kann ich solche Forderungen vermeiden?

Achten Sie immer darauf, der Kasse rechtzeitig Änderungen mitzuteilen. Dazu gehören Informationen wie zum Beispiel:

– Wechsel eines Elternteils in die PKV

– Entstehen von Beihilfeansprüchen

– Aufnahme von Selbstständigen Tätigkeiten bei Eltern oder Kindern

– Auszug/ Trennung/ Scheidung

– Ende der Schule

– Beginn der Ausbildung

– Eigene Einkünfte des Kindes

Und vieles mehr. Im Zweifel schreiben Sie der GKV lieber einmal mehr und geben eine Information rechtzeitig, als das Sie später mit solchen Nachzahlungen zu kämpfen haben.

18.
April '18

Continentale Krankenversicherung: Zusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung (StartKompakt, Start Ambulant, StartZahn und StartStationär)


Die Continentale Krankenversicherung hat das Angebot um eine neue Zusatzversicherung nach dem Bausteinmodell erweitert und bietet ab sofort Zusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung an. Was diese genau können, wo die Stärken und Schwächen liegen und für wen die Produkte passen (können), das schauen wir uns hier heute einmal im Detail an.

Zielgruppe der neuen Tarife

Voraussetzung für den Abschluss eines solchen Versicherungsschutzes ist die Mitgliedschaft in einer deutschen, gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Nur wer ein solche Mitgliedschaft besitzt, kann sich nach den neuen Tarifen versichern. Ende der Schutz in der GKV, so muss auch die Zusatzversicherung beendet werden.

Dabei kann eine solche Mitgliedschaft wie folgt gestaltet sein:

  • – S = GKV Mitglied durch eigene Mitgliedschaft
  • – P = GKV Mitglied und familienversicherter Partner
  • – SK = GKV Mitglied und familienversicherte/s Kind/er
  • – PK = GKV Mitglied und familienversicherter Partner und Kind/er

Verändert sich die Lebenssituation und es kommen zum Beispiel Kinder dazu, dann ändert sich auch der Tarif bzw. der Beitrag, dazu aber später mehr.

Tarifbausteine und -leistungen in der Übersicht

Unterschieden wird in den Tarifen nach Leistungen der unterschiedlichen Bereiche. So lässt sich am Namen des Tarifes schon erkennen, welche Leistungen abgedeckt werden können/ sollen.

Start Ambulant

  • – 100% aber maximal 150 € IN ZWEI JAHREN, je Erwachsenem für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100% aber maximal 75 € IN ZWEI JAHREN, je KIND bis 18 Jahren für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100%, bis maximal 150 € pro Kalenderjahr für Vorsorge ambulant und Impfungen (siehe Vorsorgeliste)
  • – bis 150 € für Heilpraktiker nach Gebührenordnung für Heilpraktiker (siehe Verzeichnis) (hierbei ist zu beachten, dass die kosten nur zu 50% erstattet werden, dabei Mindestsätze der GebüH zu beachten sind
  • – Kosten im Ausland für maximal 42 Tage inkl. med. NOTWENDIGEM Rücktransport

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 30 Jahren muss für den Schutz nach dem START AMBULANT einen monatlichen Beitrag von 6,50 € aufwenden, kommt ein Partner hinzu, so sind hier insgesamt 13,00 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartA beginnt auf der Seite 10 der pdf.

Start Zahn

  • – 100% aber maximal 50 € pro Jahr, je Erwachsenem für Zahnprophylaxe/ Professionelle Zahnreinigung PRZ
  • – Fissurenversiegelung bis zum Monatsende, in dem das Kind 19 Jahre alt wird, ebenfalls in den 50 € enthalten und nur dann, wenn dafür im Grunde nach kein Anspruch gegenüber der GKV besteht
  • – Verdopplung des Festzuschusses der GKV (inkl. eventuellem Bonus) bis max. 100% des Rechnungsbetrages
  • – Es gelten Höchstsätze. In den ersten beiden Jahren maximal 750 €, in den ersten 3 Jahren max. 1.000 € und in den ersten 4 Jahren maximal 1.250 €, Entfall der Höchstgrenzen bei Unfall (ACHTUNG Definition beachten!)
  • – bei Antragstellung angeratene Behandlungen oder beabsichtigte Maßnahmen sind ausgeschlossen
  • – Lehnt die GKV eine Leistung ab, erfolgt auch hier aus dem Tarif KEINE Leistung
  • – Mit erreichen des 51. und 66. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 40 Jahren muss für den Schutz nach dem START ZAHN einen monatlichen Beitrag von 6,75 € aufwenden, kommt eine Familie hinzu, so sind hier insgesamt 14,50 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartA beginnt auf der Seite 14 der pdf.

Start Stationär (bei Unfällen)

  • – 100% für die Unterkunft im Ein- oder Zweibettzimmer – BEI UNFALL
  • – 100% für privatärztliche Behandlung durch Privat-/ Chefarzt nach GOÄ – BEI UNFALL
  • – Leistungen auch über die Höchstsätze bei gültiger Honorarvereinbarung mit dem Arzt – BEI UNFALL
  • – verzichtet der Versicherte auf beide Leistungen (Wahlarzt und Zimmer), so wird ein Krankenhaustagegeld von 50 € gezahlt – BEI UNFALL
  • – ambulante Operationen von IM KRANKENHAUS angestellten Ärzten oder Belegärzten, 100% nach Vorleistung der GKV – BEI UNFALL
  • – Erstattung von gesetzlichen Zuzahlungen für Krankenhaus (§39 und Fahrtkosten $60 SGB V) – BEI UNFALL
  • – 150 € Pauschalleistung bei mind. 5 Tagen Krankenhaus (inkl. Aufnahme- und Entlassungtag) – BEI UNFALL
  • – Mehrkosten eines anderen Krankenhauses in Deutschland sind erstattungsfähig
  • – wenn IM AUSLAND aufgrund eines UNFALLS ein Krankenhausaufenthalt erforderlich wird, werden 50 € pro Tag gezahlt
  • – Mit erreichen des 51. 66. und 76. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Vorsicht aber bei den Ausschlüssen in den Bedingungen. Demnach heisst es in den Versicherungsbedingungen unter anderem (nachzulesen ab Seite 16)

Es besteht kein Versicherungsschutz für folgende Unfälle:

bei denen zum Unfallzeitpunkt der Blutalkoholgehalt

– beim Lenken von Kraftfahrzeugen unter 1,1 Promille (Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit) liegt. Der Versicherer hat das Recht, den Promillewert anzupassen, wenn durch ein höchstrichterliches Urteil eine Neufestlegung erfolgt,

– bei allen sonstigen Fällen unter 1,5 Promille liegt.

weiterhin bei Unfällen als Luftfahrzeugführer, soweit eine Erlaubnis erforderlich ist

ebenso kein Schutz bei Unfällen

der versicherten Person in Ausübung von risikoreichen Sportarten (z. B. Bungee-Jumping, Skysurfing, Paragliding, Drachenfliegen, Canyoning, Freeclimbing, Boxen und andere Kampfsportarten).

Noch interessanter ist aber der weitreichende folgende Ausschluss, zu finden in den Bedingungen ab Seite 17:

In Erweiterung von § 5 RB/EF 2011 sind folgende Beeinträchtigungen ausgeschlossen:

1. Schäden an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis nach Abschnitt B Buchstabe a Satz 1 die überwiegende Ursache ist.

2. Bauch- und Unterleibsbrüche. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame von außen kommende Einwirkung entstanden sind.

3. Gesundheitsschäden durch Strahlen.

4. Gesundheitsschäden durch

medizinische oder sonstige Eingriffe am Körper der versicherten Person;

– Heilmaßnahmen.

Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die medizinischen Eingriffe oder Heilmaßnahmen, auch strahlendiagnostische und -therapeutische, durch einen unter diesen Vertrag fallenden Unfall veranlasst wurden.

5. Infektionen. Infektionen, die während der unfallbedingten Krankenhausbehandlung entstehen und diesen Krankenhausaufenthalt verlängern, sind jedoch versichert. Ein erneuter Krankenhausaufenthalt zur Behandlung dieser Infektion ist nicht versichert.

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 38 Jahren muss für den Schutz nach dem START Stationär einen monatlichen Beitrag von 4,00 € aufwenden, kommt eine Familie hinzu, so sind hier insgesamt 8,00 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartS beginnt auf der Seite 15 der pdf.

Neben diesen Tarifen gibt es noch einen, den so genannten

Start Kompakt

  • – Leistungen nur von Ärzten mit Kassenzulassung (Seite 8, Punkte B.)
  • – 100% aber maximal 100 € IN ZWEI JAHREN, je Erwachsenem für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100%, bis maximal 150 € pro Kalenderjahr für Vorsorge ambulant und Impfungen (siehe Vorsorgeliste)
  • – 150 € Pauschalleistung bei mind. 5 Tagen Krankenhaus (inkl. Aufnahme- und Entlassungtag), nur für Personen bis max. 75 Jahre
  • – Mehrkosten eines anderen Krankenhauses in Deutschland sind erstattungsfähig
  • – 100% aber maximal 50 € pro Jahr, je Erwachsenem für Zahnprophylaxe/ Professionelle Zahnreinigung PRZ
  • – Zahnersatz: 35 % des nach § 55 Abs. 1 Satz 2 SGB V (siehe Anhang) festgesetzten Betrages für die jeweilige Regelversorgung mit Zahnersatz (zahnärztliche Behandlung und zahntechnische Leistungen)
  • – Es gelten Höchstsätze. In den ersten beiden Jahren maximal 200 €, in den ersten 3 Jahren max. 300 €, in den ersten 4 Jahren max. 400 € und in den ersten 5 Jahren maximal 500 €, Entfall der Höchstgrenzen bei Unfall (ACHTUNG Definition beachten!)
  • – Heil- und Kostenplan ist erforderlich
  • – bei Antragstellung angeratene Behandlungen oder beabsichtigte Maßnahmen sind ausgeschlossen
    – Lehnt die GKV eine Leistung ab, erfolgt auch hier aus dem Tarif KEINE Leistung
  • – Kosten im Ausland für maximal 42 Tage inkl. med. NOTWENDIGEM Rücktransport
  • – Mit Erreichen des 66. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartS beginnt auf der Seite 7 der pdf.

Die Beiträge

Zunächst einmal ist der Status festzustellen und damit die Grundeinstufung des Beitrages zu bestimmen. Dabei gelten die folgenden Grundsätze:

– S = GKV Mitglied durch eigene Mitgliedschaft
– P = GKV Mitglied und familienversicherter Partner
– SK = GKV Mitglied und familienversicherte/s Kind/er
– PK = GKV Mitglied und familienversicherter Partner und Kind/er

– S+S = Versicherungsnehmer/in und Partner/in jeweils selbst Mitglied und Beitragszahler in der GKV
– S+SK = Versicherungsnehmer/in und Partner/in jeweils selbst Mitglied und Beitragszahler in der GKV + Kinder sind jeweils beitragsfrei in der GKV mitversichert

OK, der Unterschied zwischen S+S und SK+SK ist nicht ganz so deutlich, aber gut. Die letzte Stufe sind jeweils zwei „Single+Kind“ Bausteine, warum auch immer.

Für die oben genannten Konstellationen benötigen Sie also folgende Beiträge

Weitere Unterlagen

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Unterlagen, das Antragsformular und die Bedingungen.

Fazit

Die Continentale Krankenversicherung geht mit den neuen Tarifen den flexiblen Weg und bietet eine große Auswahl an kombinierbaren Tarifen. Damit lassen sich- mit einem Beitrag für die Familie, welcher sich nur am Alter des Versicherungsnehmers orientiert- ganze Familien versichern.

Nachteilig ist hier, es gibt immer für alle die identischen Tarifen. Auch sollten Sie besonders auf die Wartezeiten von drei und acht Monaten achten, ebenso schauen Sie sich bitte die Ausschlüsse an. Verglichen mit den Leistungen kann sich so ein Tarif durchaus als sinnvoll erweisen, gerade weil keine weiteren Gesundheitsfragen gestellt werden. Dennoch wird im Antrag nach bereits abgelehnten Anträgen anderer Unternehmen gefragt.

Auch zu beachten sind die teils umfangreichen Ausschlüsse bei Sportarten und die Beitragsstufen, wonach der Beitrag bei Vollendung bestimmter Lebensjahre steigt. Es gilt eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren, auch das sollte bei der Auswahl und Planung beachtet werden.

12.
April '18

Was passiert bei Arbeitslosigkeit mit meiner privaten Krankenversicherung?


Eine Frage die recht häufig im LiveChat (den Sie auch kostenfrei auf der linken Seite auf dieser Website nutzen können) vorkommt, ist die nach dem Verbleib in der privaten Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit. Dabei ist der Ablauf eigentlich ganz einfach und daher werde ich hier in einem kurzen Beitrag die wichtigsten Fragen zusammenfassen.

Ich werde arbeitslos, was passiert mit meinem PKV Vertrag?

Grundsätzlich gibt es, je nach Dauer der Vorversicherung, mehrere Optionen. Zunächst einmal löst eine Arbeitslosigkeit allein noch keine Änderung des Versicherungsstatus aus. Wohl aber der Bezug des Arbeitslosengeldes I.

Die Regelung findet sich in dem Sozialgesetzbuch. genau lautet diese wie folgt:

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 5 Versicherungspflicht
(1) Versicherungspflichtig sind

1. Arbeiter, Angestellte und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind,
2. Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld nach dem Dritten Buch beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil der Anspruch wegen einer Sperrzeit (§ 159 des Dritten Buches) oder wegen einer Urlaubsabgeltung (§ 157 Absatz 2 des Dritten Buches) ruht; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist,

Das bedeutet dann also auch, Sie werden versicherungspflichtig in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Es sei denn…

(3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind.

Kann ich auch in der PKV bleiben?

Die Antwort lautet hier „vielleicht“. Vielleicht deshalb, weil zuvor eine andere Frage zu klären ist. Voraussetzung für einen Verbleib in der privaten Krankenversicherung ist demnach eine Befreiung von der Versicherungspflicht. Diese ist- Sie ahnen es schon- ebenfalls im Sozialgesetzbuch geregelt.

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 8 Befreiung von der Versicherungspflicht
(1) Auf Antrag wird von der Versicherungspflicht befreit, wer versicherungspflichtig wird

(…)
1a. durch den Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld (§ 5 Abs. 1 Nr. 2) und in den letzten fünf Jahren vor dem Leistungsbezug nicht gesetzlich krankenversichert war, wenn er bei einem Krankenversicherungsunternehmen versichert ist und Vertragsleistungen erhält, die der Art und dem Umfang nach den Leistungen dieses Buches entsprechen,

(…)

(2) Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Die Befreiung wirkt vom Beginn der Versicherungspflicht an, wenn seit diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, sonst vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Die Befreiung wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Wenn Sie also versicherungspflichtig werden und das nicht möchten, kann ein Verbleib in der PKV möglich sein. Dazu müssen aber fünf Jahre Versicherungszeit in der Privaten Krankenversicherung erfüllt sein. Weiterhin müssen Sie folgendes tun:

  • 1.) Sie müssen sich bei einer Krankenkasse (egal welche, wenn die letzte vor der PKV bekannt, dann diese) befreien lassen

  • 2.) Sie müssen dort den Nachweis erbringen, anderweitig versichert zu sein. Eine solche Bescheinigung erhalten Sie bei Ihrer bisherigen PKV

Wie finde ich die passende Gesetzliche Krankenkasse?

Entscheiden Sie sich aber gegen die Befreiung oder haben gar keine Option der Befreiung, dann benötigen Sie kurzfristig einen entsprechenden Versicherungsschutz in der GKV. Dazu können Sie sich frei zwischen allen geöffneten Krankenkassen entscheiden. Eine Entscheidungshilfe bietet Ihnen der Vergleichsrechner zu den Gesetzlichen Kassen. Dieser kann sowohl rein nach Beitragssatz und Zusatzbeitrag, aber auch nach gewünschten Leistungen filtern.Dazu klicken Sie einfach auf das folgende Bild und kommen dann zum Krankenkassenvergleich.

Bei dieser gesetzlichen Krankenkasse müssen Sie dann:

Muss mich jede gesetzliche Krankenkasse aufnehmen?

Ja, wenn Sie versicherungspflichtig sind, besteht für jede geöffnete Kasse Aufnahmezwang. Lediglich bestimmte Kassen für einige wenige Personengruppen oder Kassen die in Ihrem Bundesland nicht geöffnet sind können Sie nicht wählen.

Wie kündige ich meine private Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung ist normalerweise mit einer Frist von drei Monaten zum Versicherungs-/Kalenderjahresende kündbar. Nicht jedoch hier, wenn Versicherungspflicht eintritt. Die Regelungen zur Beendigung der PKV finden sich dazu in dem Paragraphen 205 des Versicherungsvertragsgesetzes. (mehr …)