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26.
November '19

Signal Iduna – Beitragsanpassung zum Januar – wir kaufen uns unsere Kunden mit Geschenken zurück – Was Sie zum Treuebonus wissen müssen


Einige meiner Leser hier werden sich an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert fühlen. Jahr für Jahr dasselbe Spiel, nur die Methoden werden anders und immer schwerer wird ein seriöser Vergleich. Was ich meine sind Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung. Diese sind wichtig, richtig und notwendig. Weder einer noch ein anderer Versicherer kann sich Gründen wie

  • – einer höheren Lebenserwartung der Versicherten

  • – weniger Zinsen auf Kapitalanlagen

  • – steigende Kosten für bestimmte Therapien

entziehen und muss darauf reagieren. Schließlich erwarten Sie – ganz berechtigt – Leistungen Ihres Vertrages auch dann und gerade dann, wenn Sie schwerer krank sind.

Wer muss die Beitragsanpassung zahlen?

Nun, der Versicherungsnehmer und/ oder die versicherten Personen in einem Vertrag sind auch die, welche die Anpassung zu zahlen haben. Der Versicherer berechnet die Mehrkosten, die Kosten aufgrund höherer Zuführung zur Altersrückstellung und den Mehrkosten durch steigende Ausgaben. Ganz vereinfacht wird diese Batzen Kosten dann auf die Versicherten in den einzelnen Kollektiven umgelegt und führt dann zu einer Anpassung. Diese findet – natürlich – in Euro statt und kann je nach Alter und Zugehörigkeit ganz unterschiedlich hoch ausfallen.

Informationen zu Anpassungen in einigen Signal Tarifen 2020 finden Sie hier.

Kann ich eine solche Anpassung ablehnen?

Sie haben natürlich das Recht eine solche Anpassung und deren Richtigkeit überprüfen zu lassen. Das kann und muss ein entsprechender Sachverständiger tun und hier benötigt wer umfangreiche Unterlagen zur Kalkulation, zu den Hintergründen der Tarife und die Berechnung. Sind Sie also mit der Höhe nicht einverstanden oder glauben diese sei falsch, so sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen. Wichtig hierbei, es kann nur angepasst werden, wenn ein unabhängiger Treuhändler dieser Anpassung zugestimmt hat. Ob dieser „unabhängig genug“ war und wie diese Zustimmung aussah, ist erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Das war und ist noch Gegenstand von Gerichtsverfahren gegen die Axa Krankenversicherung. Das aber nur als allgemeine Information am Rande, denn um dieses Verfahren soll es hier gar nicht gehen. Vielmehr aber um ein Verfahren und eine Möglichkeit, welche letzten Jahr auch die Axa für sich entdeckt hat. Vorher aber noch die Antwort auf eine andere Frage.

Beteiligt sich der Arbeitgeber daran?

Ja, zumindest wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis sind und der Arbeitgeberzuschuss noch nicht ausgeschöpft wurde. Dieser wird im Jahre 2020 auch erneut steigen und damit bekommen Sie auch im Jahr 2020 vielleicht sogar noch etwas mehr Zuschuss. Pauschal ist das nicht zu sagen, aber in Zahlen können Sie das sehr einfach prüfen. Zunächst brauchen wir folgende Informationen:

  • – Wie hoch war Ihr Beitrag zur Krankenversicherung in 2019?

  • – Wie hoch war der Beitrag (oder der Anteil im Gesamtbeitrag) zur Pflegepflichtversicherung 2019?

  • – Wie hoch soll Ihr Beitrag zur Krankenversicherung in 2020 sein? (ohne Treue-/ Super-bleiben-Sie-Bonus oder sonstigen Unsinn)

  • – Wie hoch soll der Anteil oder der Beitrag zur Pflegeversicherung 2020 sein?

Mit diesen Zahlen im Gepäck, lässt sich ein verbleibender Zuschuss recht einfach ausrechnen.

davon 50% max. AG Zuschuss

 

Beitrag KV 2019 351,66 €
Beitrag Pflege 2019 69,20 €
Beitrag KV 2020 367,97 €
Beitrag Pflege 2020  

71,48 €

In der Tabelle berechnen Sie dann 50% Ihres persönlichen PKV und Pflegebeitrages in 2019 und 2019 und davon genau die Hälfte. Diese Zahlen vergleichen Sie dann mit dem Höchstzuschuss des Arbeitgebers in 2019 und 2020 und wissen so schnell, ob noch „Luft“ ist oder ob Sie den AG Zuschuss bereits ausgeschöpft haben. Die genauen Zahlen und alle Daten zu den Werten und auch weitere Übersichten zum Download finden Sie im Beitrag „Sozialversicherungswerte 2020“.

Der Trick mit dem Treuebonus

Wer also seinen Zuschuss in der Privaten Krankenversicherung in seinem Vertrag noch nicht ganz ausgeschöpft hat, der zahlt eine anstehende Erhöhung nicht zu 100%, sondern teilt sich auch diese mit dem Arbeitgeber. Der übernimmt, im Rahmen seines Zuschusses, die halbe Beitragsanpassung. (mehr …)