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04.
April '18

Vertragsgestaltung in der Berufsunfähigkeitsversicherung – garantierte Rentensteigerung oder lieber eine höhere Rente?


Garantierte Rentensteigerung ist eine nette Option, gleicht dies doch die inflationsbedingte Entwertung der versicherten BU-Rente aus. Doch nicht immer ist es eine passende Option, auch wenn die Idee gut ist. Aus einer laufenden Beratung kam die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, eine BU Rente gleich höher zu versichern. Daher schauen wir uns das Thema einmal genauer an und betrachten dabei beide Optionen.

Was ist das überhaupt, die „Leistungsdynamik“ oder „garantierte Rentensteigerung“?

Nun, wenn Sie in einem versicherten Vertrag eine Berufsunfähigkeitsrente beziehen, dann ist diese zum Zeitpunkt des eintreten der BU in einer Höhe festgeschrieben. Das mag dann auch durchaus passen und ausreichen, ob es das 5, 6, 10 Jahre danach auch noch tut?

Genau hier greift diese Option, welche bei den meisten neueren Verträgen in der BU versicherbar ist (und extra Beitrag kostet). Hierbei sichert der Versicherer eine Steigerung der ausgezahlten Rente auch dann zu, wenn (bzw. gerade dann) schon der Leistungsfall eingetreten ist. Normalerweise lässt sich eine solche BU-Rente nicht mehr erhöhen, wenn Sie schon berufsunfähig sind. Dazu dient aber diese Option.

Weitere Erklärungen finden Sie auch in meinem älteren Blogbeitrag hier.

Garantierte Rentensteigerung, Leistungsdynamik, Anpassung bei bestehender Berufsunfähigkeit- eine der wichtig(st)en Optionen in der BU-Absicherung

Also vereinfacht:

Die garantierte Rentensteigerung erhöht jedes Jahr die auszuzahlende BU-Rente und das obwohl Sie schon berufsunfähig sind.

Schauen wir dazu einmal in die Bedingungen eines Versicherers, hier die aktuelle Version der alten Leipziger für Ihre BU?

Garantierte Steigerung der Rente:

Die Berufsunfähigkeitsrente erhöht sich jährlich um einen festen Prozentsatz, während der Versicherte berufsunfähig ist. Die Rente steigt zu Beginn eines jeden Versicherungsjahrs. Wenn der Versicherte nicht mehr berufsunfähig ist, zahlen Sie wieder die gleichen Beiträge wie vor der Berufsunfähigkeit. Wenn der Versicherte später erneut berufsunfähig wird, zahlen wir die zuletzt erreichte Berufsunfähigkeitsrente weiter. Bisherige Erhöhungen aus der garantierten Steigerung der Rente bleiben also erhalten. Künftig erhöht sich die Rente weiter. Dafür berechnen wir den vereinbarten Prozentsatz auf die zuletzt erreichte Rente. Dazu zählen auch der erreichte Rentenzuwachs (siehe § 12 Absatz 6) und die Erhöhungen durch die Dynamik.

Welche Kosten entstehen?

Das kommt am Ende auf den Versicherer, das Alter, den Tarif und einige weitere Faktoren an. Schauen wir uns einmal an einem Beispiel die unterschiedlichen Prämien mit und ohne eine solche Rentensteigerung an. Dazu nehmen wir einen „Musterkunden“ als Beispiel und legen folgende Daten zu Grunde:

  • 30 Jahre alt
  • kaufmännische(r) Angestellte(r)
  • Rente von 2.000 € monatlich

Nehmen wir zunächst eine Absicherung ohne eine garantierte Rentensteigerung und schauen uns diese einmal an. Dabei ergeben sich folgende Brutto- und Nettobeiträge. (Unterschied Brutto-/Netto ist hier erklärt)

Für die versicherte Rente ohne weitere Steigerungen muss unser Musterkunde nun folgende Beiträge zahlen:

Bruttobeitrag: 125,60

Zahlbeitrag: 95,96 € monatlich

Wird dieser Kunde nun mit 40 Jahren oder zu irgendeinem Zeitpunkt berufsunfähig, so bekommt er die versicherte Rente ausgezahlt und hat seine 2.000 € monatlich auf dem Konto. Egal ob er ein, drei oder zehn Jahre berufsunfähig ist, oder gar bis zum Rentenbeginn eine solche Rente bekommt, es ist immer gleich. Eine Steigerung der Rente ist ausgeschlossen, da der Leistungsfall schon eingetreten ist.

Hätte er hingegen eine garantierte Rentensteigerung versichert, so würde der Versicherer die Rente Jahr für Jahr etwas anheben und damit die Inflation und ggf. auch steigende Lebenshaltungskosten ausgleichen. Dafür muss er dann aber einen höheren Beitrag zahlen. Konkret sind das:

Bruttobeitrag: 142,41

Zahlbeitrag: 111,07 € monatlich (+15,11 €)

Für eine Garantie, seine Rente jedes Jahr um 2% erhöht zu bekommen, ist also ein Mehrbeitrag nötig, welchen der Versicherer von Beginn an berechnet. Das Risiko ist für den Versicherer dabei durchaus groß, denn niemand weiß, wann und wie lange eine Berufsunfähigkeit eintritt. Daher erhöht sich jedes Jahr der Betrag, der gegenüber dem Vertrag ohne Rentensteigerung, an „Mehrleistung“ gezahlt wird. Jedes Jahr aufs Neue erfolgt die Anpassung.

Rente monatlich Steigerung mtl. Steigerung p.J. Mehrzahlung bisher
1 2.000,00 €
2 2.040,00 € 40,00 € 480,00 € 480,00 €
3 2.080,80 € 40,80 € 489,60 € 969,60 €
4 2.122,42 € 41,62 € 499,39 € 1.468,99 €
5 2.164,86 € 42,45 € 509,38 € 1.978,37 €
6 2.208,16 € 43,30 € 519,57 € 2.497,94 €
7 2.252,32 € 44,16 € 529,96 € 3.027,90 €
8 2.297,37 € 45,05 € 540,56 € 3.568,46 €
9 2.343,32 € 45,95 € 551,37 € 4.119,83 €
10 2.390,19 € 46,87 € 562,40 € 4.682,22 €

Ist es ratsam, statt der Rentensteigerung eine höhere Rente zu versichern?

Anstatt aber eine solche Rentenerhöhung zu versichern, könnte man auf die Idee kommen gleich eine höhere Rente zu versichern. Schauen wir uns daher einmal an, was wir denn dafür „mehr bekommen“ können. Als Grundlage dient also der Beitrag, welcher für den Vertrag inkl. 2% Rentensteigerung anfällt, also 142,41 € Brutto oder 111,07 € Zahlbeitrag.

Würden wir stattdessen also den „kompletten Beitrag“ in die BU ohne Rentenerhöhung stecken, so bekämen wir für die knapp 15 € Beitragsdifferenz eine „Mehrrente“ von 290 €. Wer also auf die Rentensteigerung verzichtet, der kann für den fast identischen Beitrag gleich 2.300 € Rente versichern, einen Betrag den er sonst erst nach 8 Jahren Rentensteigerung erreichen würde. Super, oder? Warum machen das nicht alle so?

Eine solche Rechnung passt aber nicht immer. Denn die garantierte Rentensteigerung hat eben durchaus einige Vorteile.

  • – Anpassung der Rente jährlich auf den Vorjahresbetrag
  • – Steigerung wird somit bei langen BU Zeiten immer wichtiger
  • – auch bei Unterbrechung der BU springt die höhere Rente wieder ein
  • – garantiert einen Inflationsausgleich

Für den Versicherer bedeutet dieses aber ein Risiko, denn er weiß ja- wie Sie auch- nie, wann eine BU eintritt und wie lange diese andauert. Bei kurzen BU Laufzeiten ist es daher sogar sinnvoller eine hohe BU Rente zu versichern und vielleicht sogar auf die Rentensteigerung zu verzichten, bei langen BU Laufzeiten eher nicht.

Wir wissen aber nicht, wann und wie lange eine BU besteht. Eine solche Absicherung ist aber immer eine „Schlimmster Fall“ Absicherung. Gerade wenn ich lange und dauerhaft ausfalle, braucht es eine Absicherung welche mitwachsen kann. Gerade für solche „schlimmen Fälle“ ist eine entsprechende BU Rente wichtig.

Nachteile der Variante „höhere Rente zu Beginn“?

Gerade bei Antragstellern mit höherem Einkommen stoßen wir bei der Beantragung schnell an die Grenzen der Angemessenheit und der Grenze für ärztliche Untersuchungen. Mehr Informationen zu den Untersuchungsgrenzen und der Gefahr eines Antrags mit „zu hoher BU“ hier:

Besser zwei Anträge auf Berufsunfähigkeitsversicherung als einer… warum das Teilen Sinn macht

Daher ist es gerade in den Fällen durchaus sinnvoll eine solche garantierte Rentensteigerung zu wählen. Wer aber darauf spekuliert nur „mal ein Jahr BU zu sein“ und sonst „wird schon alles gutgehen“, der kann auch mit der anderen Variante gut fahren. Das ist aber nicht mein Ansatz, denn dann führt es die BU ad absurdum, wenn ich mir von vornherein einrede, ich werde schon nicht berufsunfähig.

Kann ich solchen Baustein wieder ausschließen?

Ja, Verträge lassen sich natürlich wieder verändern. Ebenso wie sich eine Rente reduzieren lässt, lassen sich auch Bausteine wie solche zur Rentensteigerung oder ein Baustein für die AU Leistungen wieder ausschließen. Wann, wie und in welchem Umfang hängt von den konkreten Vertragsbedingungen ab. Eine Absicherung der BU sollte aber immer so gewählt werden, dass diese den schlimmsten denkbaren Fall absichert und hierfür genug Schutz bietet. Merken Sie dann im Verlauf des Vertrages, eine solche Absicherung ist nun zu hoch (weil ein Erbe anstand, das eigene Vermögen gewachsen ist oder andere Sondereinkünfte dazu kamen), dann lassen sich Verträge auch nach unten anpassen, also reduzieren.

Solange die eigenen Mittel aber nicht so hoch sind, oder der Hauptverdiener abgesichert werden muss, solange bedarf es einer umfassenden und leistungsstarken Absicherung.

Fazit

Am Ende gilt das, was immer gilt. Eine Absicherung ist individuell und auf den eigenen Bedarf abzustellen. Nur wenn diese den gewünschten Schutz bietet ist diese auch sinnvoll. Halbherzige Absicherungen oder zu geringe Leistung schaffen eher neue Probleme, denn sie helfen. Daher gibt es auch für die Frage „garantierte Rentensteigerung oder höhere BU Rente“ kein Patentrezept und keine allgemeingültige Lösung.

Auch kann eine geteilte Lösung sinnvoll sein. Wer also einen Vertragsteil mit einer solchen Steigerung versieht und einen zweiten (der später mit ärztlicher Untersuchung dazu kommt) ohne, der kann sich hier individuell das richtige „Schutzmodell“ basteln.

19.
Mai '15

Garantierte Rentensteigerung, Leistungsdynamik, Anpassung bei bestehender Berufsunfähigkeit- eine der wichtig(st)en Optionen in der BU-Absicherung


Die Versicherer verwenden völlig unterschiedliche Bezeichnungen dafür, der eine nennt es „garantierte Rentensteigerung“ ein anderer schreibt lieber über „Leistungsdynamik“ und wieder andere verwenden noch andere Namen und Bezeichnungen. Alle haben jedoch eines gemeinsam, sie bezeichnen einen wichtigen Baustein in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, einen Baustein der die Absicherung für die Zukunft garantieren und aktuell halten soll.

Bereits in der Vergangenheit habe ich über die Möglichkeit einer garantierten Rentensteigerung in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung geschrieben halte diese weiterhin für eine wichtige Option. Hiermit wird die Möglichkeit geschaffen, eine versicherte Rente auch dann zu erhöhen, wenn bereits der Leistungsfall eingetreten ist. Im Gegensatz zu der dynamischen Erhöhung, welche eine Anpassung der Versichertenrente und des Beitrages vor Eintritt des Leistungsfalles ermöglicht, handelt es sich bei dieser Option um eine Rentenerhöhung nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Ist diese Möglichkeit in dem eigenen Vertrag nicht vorhanden, so bedeutet dieses auch, jemand der vielleicht mit Anfang 40 berufsunfähig wird muss mit der Rente zum Rentenalter auskommen.

Wird die versicherte Person erst kurz vor dem Rentenalter berufsunfähig, so reicht die versicherte Rente unter Umständen auch dann aus, wenn diese nicht erhöht wird. Je früher jedoch eine Berufsunfähigkeit eintritt und der Versicherer seine Rentenzahlung erbringt, desto wichtiger wird die Erhöhung. Eine Anpassung der Rente auf eigenen Wunsch ist dann, aufgrund des eingetretenen Leistungsfalles und des Gesundheitszustandes nicht mehr möglich. Diese mögliche Rentenerhöhung soll unter anderem dafür sorgen, dass eine Entwertung des Geldes und/oder eine Steigerung der Lebenshaltungskosten nicht dazu führen muss, dass die versicherte Berufsunfähigkeitsrente zu klein ist. Dazu hier ein Blick auf die Entwicklung der Inflation in Deutschland, angefangen im Jahre 1970.

Inflationsrate

Natürlich gab es auch hier Jahre, in denen die Inflation sehr klein oder (wie 1986) sogar negativ war. Andererseits gab es viele Jahre in denen diese deutlich über 2 % lag. In den Verträgen zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist oftmals nur ein feststehender Prozentsatz versicherbar. Einige Versicherer lassen zudem eine Leistungsdynamik zwischen einem und 3 % zu.

Das ist aber ein ganz schöner Mehrbeitrag, warum?

In einer Beratung schrieb mir eine Kundin folgende E-Mail:

Hätte nicht gedacht, dass die Rentensteigerung, die ja nur im Leistungsfall eintritt, so viel an Beitrag kostet.
Die Rente steigt ja nur um 2 % p.a., nachdem man berufsunfähig geworden ist, d.h. wenn mit 66 der Fall eintritt, steigt diese nur noch 1x auf dann 2040 € richtig?
Interessant ist es demnach v.a., wenn man jung BU wird... (…) Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall von 2% p.a. ist uns jedenfalls keine 13,50 € Unterschied im Monatsbeitrag wert

Die Argumentation ist durchaus berechtigt und interessant, denn für denn Versicherer bedeutet die Vereinbarung einer solchen Steigerung eine immens hohe Mehrleistung. Warum das so ist, lässt sich sehr einfach an der folgenden Tabelle ersehen. Unterstellen wir eine versicherte Rente von 2.000 € und eine garantierte Rentensteigerung von 2 % und tritt der Leistungsfall zum Beispiel mit 33 Jahren ein, so bedeutet die Versicherte Option eine Mehrleistung des Versicherers von 359,867 €, bei dauerhaft bestehende Berufsunfähigkeit. In dieser Tabelle lässt sich gut erkennen, wie sich die Rente durch die jährliche Anpassung erhöht und wie hoch der Unterschied zu der Ursprungsrente pro Monat bzw. pro Jahr ist.

Mehrleistung garantiete Rentensteigerung

Selbst wenn die Berufsunfähigkeit „erst“ mit 60 Jahren eintreten sollte, so reden wir immer noch über sieben Jahre, in denen die Rente um jährlich 2 % steigt. Sie später die Berufsunfähigkeit eintritt, desto weniger Jahre bis zum Ablauf sind natürlich vorhanden, um die Rente jährlich steigen zu lassen. Wer natürlich bis zu diesem Zeitpunkt eine dynamische Rentenerhöhung Jahr für Jahr mitgemacht hat, für den ist die Rente zu diesem Zeitpunkt auf ein durchaus ausreichendes Maß gestiegen, der Beitrag natürlich ebenfalls.

Mehrleistung bis 67

Kann ich die garantierte Rentensteigerung nachträglich ein-oder ausschließen?

Wurde bei Vertragsbeginn eine solche Rentensteigerung im Leistungsfall beantragt, kann diese auch wieder ausgeschlossen werden. Die Versicherer haben hierzu unterschiedliche Regelungen, hier zum Beispiel die Aussage in den Versicherungsbedingungen der Alten Leipziger.

Eine vereinbarte garantierte Rentensteigerung kann während der Beitragszahlungsdauer zum Beginn des nächstfolgenden Monats, frühestens zum Schluss des ersten Versicherungsjahrs, verringert bzw. ganz ausgeschlossen werden.

Wer also sich zu Beginn des Vertrages für eine solche Option entschieden hat, durch veränderte Umstände oder durch eine dynamisch angepasste Rente aber nun ausreichend hoch versichert ist oder eigene Rücklagen zusätzlich gebildet hat, der kann diesen Baustein wieder aus dem Vertrag entfernen und zahlt dann weniger Beitrag. Für die Vergangenheit, in der der Schutz standen hat, sind die Beiträge natürlich „verbraucht“. Klar, denn bei eingetretenen Versicherungsfall hätte auch die jährliche Anpassung stattgefunden.

Ein späterer (Wieder-)Einschluss dieser Komponente in den Vertrag führt natürlich zu einer neuen Gesundheitsprüfung, und einem höheren Beitrag.

Ich bin schon versichert, wie bekomme ich diese Option in meinen Vertrag?

Wenn Sie bereits einen Versicherungsschutz haben und eine solche garantierte Rentensteigerung dort nicht enthalten ist, so kann dieses mehr Gründe haben. War eine solche Option bei Vertragsabschluss gar nicht verfügbar, so kann dieser auch nachträglich nicht ohne weiteres eingeschlossen werden. Hierzu müsste dann eine Umstellung heute gültigen Tarife stattfinden, die jedoch ein neues Eintrittsalter und/oder eine neue Gesundheitsprüfung zur Folge. Einige Gesellschaften verzichten bei gleicher Rentenhöhe oder bieten eine vereinfachte Gesundheitsprüfung an. Es gibt durchaus Fälle, wo trotz höherem Eintrittsalters die Prämie gegenüber der ursprünglichen Vertragsgestaltung sinkt, da die Gesellschaften in den letzten Jahren eine differenziertere Berufsgruppen Einstufung eingeführt haben. Daher ist eine generelle Aussage schlecht möglich.

War eine solche Leistungsdynamik schon bei Vertragsabschluss vorhanden, Sie haben sich aber dagegen entschieden, so kann diese mit entsprechender Gesundheitsprüfung heute meist den Vertrag eingeschlossen. Die zu zahlende Mehrbeiträge werden dann ab dem Zeitpunkt des Einflusses erhoben.

Bevor Sie also jetzt voreilig handeln, lesen Sie bitte auch den Beitrag zur Überprüfung einer bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung und schauen sich einmal genau die Auswahlkriterien für die Berufsunfähigkeitsversicherung an.

22.
Februar '10

Garantierte Rentensteigerung in der Berufsunfähigkeitsversicherung


In der letzten Woche konnten Sie bereits einiges zur dynamischen Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente lesen. Dabei handelt es sich um die jährliche Anpassung der Rente vor Eintritt der Berufsunfähigkeit.

Ist jedoch der Leistungsfall eingetreten, so ist diese Anpassung nicht mehr möglich. Gerade bei Eintritt der Rente in jüngeren Jahren kann das aber schnell zum finanziellen Desaster werden.

Heute mögen 1.500 EUR Rente durchaus ausreichend sein- was aber ist in 10, 15, 20 oder 30 Jahren?

Aus 1.000 EUR Rente werden bei einer Inflationsrate von 2% p.a. in 15 Jahren nur noch 743 EUR (Kaufkraft), in 20 Jahren sind diese dann nur noch 672 EUR wert.

Was kann man aber dagegen tun?

Bei Eintritt der Berufsunfähigkeit wird neben der vereinbarten, garantierten Rente auch eine Beteiligung an den Überschüssen des Versicherers gezahlt. Diese ist aber abhängig vom Erfolg des Unternehmens, den Kapitalmärkten und der Anlagepolitik und Erträgen aus Kapitalanlagen. Dieses ist zwar „nett“, aber eben nicht garantiert.

Bei einigen Unternehmen gibt es daher vertraglich zugesicherte Rentensteigerungsgarantien. Die so genannte „garantierte Rentensteigerung“ kann bei einigen, lange nicht allen, Versicherern vereinbart werden. Diese sichert dann eine vertraglich zugesagte Steigerung der Rente um den vereinbarten Prozentsatz.

Dieses stellt somit einen Ausgleich des Kaufkraftverlustes dar und ist, auch wenn dafür ein Beitragszuschlag zu zahlen ist, dringend zu empfehlen.