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16.
März '21

Anwartschaft oder Optionstarif – wo liegt der Unterschied und was passt für wen?


Wer sich mit dem Thema der heutigen oder zukünftigen Gesundheitsvorsorge beschäftigt, der kommt für sich und die Kinder um Fragen zur Anwartschaft oder Optionstarif nicht drum herum. Dabei haben beide Produkte etwas gemeinsam, unterscheiden sich aber zum anderen auch grundsätzlich. Je nach Anwendungsfall sichern beide ein bestimmtes Ziel ab.

Als Teil meiner Serie: Leserfragen aus dem LiveChat, schauen wir uns heute diese beiden Formen der Absicherung an. Nachdem es bei Fragen wie „Kann ich als Kassenpatient in eine Privatpraxis?„, „Darf mich die PKV bei hohen Kosten rauswerfen?“ um praktische Beispiele ging, behandelte ich bei der Frage nach Karenzzeiten Basiswissen. Hierzu gehört auch die Frage „Anwartschaft oder Optionstarif„? Wie immer geht es erst einmal um Grundlagenwissen. Bevor wir also bewerten und beschreiben können was für wen passt, schauen wir uns erstmal an, worüber wir überhaupt reden.

Anwartschaft oder Optionstarif – Basiswissen

Anwartschaft – was ist das?

Als ich die Frage heute bei twitter gestellt habe, hat Kai geantwortet: „Anwartschaft ist ein ruhendes Vertragsverhältnis“. Das trifft es schon gar nicht so schlecht. Auch hier im Glossar habe ich es im Wesentlichen so geschrieben. Eine Anwartschaft ist ein ruhendes Vertragsverhältnis welches vor, zwischen oder nach einer „normalen“ Privaten Krankenversicherung bestehen kann.

Ganz einfach kann man auch sagen: Sie zahlen für einen Versicherungsschutz, welcher nicht leistet. Das klingt jetzt jedoch negativ und so ist es gar nicht. Mit einer Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung lassen sich mehrere Ziele erreichen. Klar muss sein, eine Anwartschaft existiert in unterschiedlichen Varianten. Dabei muss nicht jede Gesellschaft beide Modelle anbieten.

Durch eine Anwartschaft ruht ein „normales Vertragsverhältnis“, welches sonst einen Versicherungsschutz gewähren würde und erhält dem Versicherten seine Rechte. Wer also einen Vertrag „in Anwartschaft“ umstellt, weil zum Beispiel für ein paar Monate Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse eingetreten ist, der möchte ja nicht danach wieder „von Null anfangen“. Also keine neuen Gesundheitsfragen beantworten müssen, keine Altersrückstellungen verlieren und somit einfach den Vertrag „ruhen lassen“.

Aber: Eine Anwartschaft ist tarifbezogen. Sie entscheiden, oder entschieden sich in der Vergangenheit, sich für einen Tarif, der ruht nun und in den kehren Sie dann zurück. Anwartschaft groß oder klein

Anwartschaft – warum gibt es große und kleine Anwartschaften?

Bei der Anwartschaft gibt es zwei Modelle. Eine so genannte „große Anwartschaft“ und dann natürlich auch eine „kleine“. Fangen wir zunächst mit den Gemeinsamkeiten an. Mit beiden Anwartschaften „frieren Sie Ihren Gesundheitszustand ein“. Das bedeutet also, nutzen Sie eine Anwartschaft heute und können sich erst ab dem 1.1. des Folgejahres privat versichern, so ist es egal, ob Sie bis dahin krank sind oder werden. Eine neue Gesundheitsprüfung findet nicht statt. Ebenso ist es, falls Sie heute privat versichert sind und durch Arbeitslosigkeit zurück in die GKV müssen. Mit einer Anwartschaft sichern Sie das Recht, nach Ende der Versicherungspflicht wieder in die Private Krankenversicherung zurückkehren zu können und keine neuen Gesundheitsfragen zu beantworten.

Bei einer kleinen Anwartschaft war es das nun auch schon. Also, der Sinn einer solchen Absicherung ist, den Gesundheitszustand nicht weiter prüfen zu müssen.

Die große Anwartschaft hingegen kann noch etwas mehr. Diese sichert neben dem Gesundheitszustand auch das Eintrittsalter und bildet damit weiterhin (oder schon vor Vertragsbeginn der Voll-KV) Alterungsrückstellungen. So können Sie auch im kommenden Jahr noch ein Jahr jünger in die PKV wechseln.

Grund für dieses Privileg sind die Altersrückstellungen, welche Sie mit der Prämie für die große Anwartschaft bezahlen. Damit ist diese auch deutlich teurer im Vergleich zur kleinen Anwartschaft.

Die Anwartschaft ist zudem an einen Zeitpunkt und ein festes Ereignis gebunden. Welche Probleme es geben kann, wenn dieser verpasst wird, das können Sie in dem Beitrag zur Central und der Anwartschaft nachlesen.

Optionstarif – was ist das?

Auch in der Vergangenheit gab es schon Optionstarife, wenn auch nicht so „schöne“ wie die, die wir heute kennen. Aber zunächst auch hier einmal die Frage, was so ein Optionstarif denn überhaupt kann und soll.

Auch hier wieder eine Twitterantwort, diesmal von Pierre. „Bei einem optionstarif kaufe ich, meist die Pflicht, bei nächster Möglichkeit, zum Gesundheitsstatus bei Abschluss, mich bei dieser Gesellschaft zu versichern.“ Fast…

Der Optionstarif bringt mir ein RECHT, das Recht zu einem bestimmten Ereignis oder aber auch bei mehreren Ereignissen, vorher definierte Arten eines Versicherungsschutzes abschließen zu können, OHNE dass es einer neuen Gesundheitsprüfung bedarf. Dabei ist der große Unterschied zur Anwartschaft der, dass eine Entscheidung WELCHEN Tarif ich denn nun abschließen möchte, erst bei AUSÜBUNG der Option fällt. So können Sie zum Beispiel heute einen Optionstarif (wie zum Beispiel Hallesche OptiFree oder Barmenia „Mehr Optionen“, aber auch OptiFlex der Allianz viele Ereignisse abdecken.

Optionen sind keine kleine Anwartschaft

Der große Unterschied zur Anwartschaft: Es ist nicht auf einen Tarif, wohl aber auch auf eine Gesellschaft beschränkt. Heißt auch hier, vor Abschluss eines solchen Optionstarife sollte immer geprüft werden, ob die jeweilige Gesellschaft überhaupt passende Tarife hat. Nur wenn später das Ziel eines ist, was mir gefällt, nur dann lohnt sich eine solche Option.

Dazu kommt bei den neueren Optionstarifen noch ein großer Vorteil. Diese lassen sich mehrfach und zu vorher festgelegten Zeiten „ziehen“. So kann ein Student diese heute abschließen, in einigen Jahren eine stationäre Zusatzversicherung abschließen (die Option bleibt bestehen), dann ein Krankentagegeld (Option erhalten), dann wieder um eine Zahnzusatz oder später eine Krankenvollversicherung.

Diese Optionen lassen sich also, je nach Tarif und Bedingungen, mehrfach und in unterschiedlichen Bereichen ausüben. Es gibt aber keinen Zwang. Damit schaffen die neuen Optionstarife auf Versichererseite eine hohe Kundenbindung und wachsen über das Leben mit, begleiten es. Auf der Kundenseite ergibt sich aber dadurch der große Vorteil, einen Gesundheitszustand einfrieren zu können und den dann in Versicherungsschutz umzustellen, wenn der Bedarf entsteht.

Auch für die Vermeidung von großen Nachzahlungen der GKV bei dem Ende der Familienversicherung bei Kindern, können diese Optionstarife mehr als hilfreich und nützlich sein. So sparen diese manchmal tausende Euro Nachzahlungen. Hier entsteht also, je nach Bedingungen, ein Recht auf Versicherungsschutz bei Entfall der Familienversicherung und damit ohne Risiko bei dem Gesundheitszustand des Kindes.

Anwartschaft oder Optionstarif Unterschiede

Anwartschaft oder Optionstarif – Fragen

Schauen wir uns einige Fragen an. Wenn Sie mehr Fragen haben, dann finden Sie unter den Kontaktmöglichkeiten Wege, mir diese zu stellen. Auch unter diesem Beitrag als Kommentar können Sie das gern tun. Falls diese für alle Leser interessant sind, ergänze ich Frage und Antwort dann auch hier.

Muss ich mich auf eine Gesellschaft festlegen?

Ja. Sowohl die Anwartschaften, aber auch die Optionstarife beziehen sich auf eine Gesellschaft. Einen Optionstarif bei Gesellschaft A und dann später eine Kranken(zusatz)versicherung bei Gesellschaft B geht nicht, zumindest nicht unter Nutzung der Option. Natürlich können Sie auch später normale Anträge woanders stellen. Das Optionsrecht ist aber dabei dann nicht nützlich, das gilt nur bei der Gesellschaft, wo der Tarif auch besteht.

Darf ich mehrere Optionen abschließen?

Ja, generell können Sie mehrere Optionstarife haben. Dabei sind Meldepflichten und Anzeigepflichten wichtig, da hierdurch sonst Obliegenheiten verletzt werden können. Sie sollten also alle Versicherer voneinander informieren, Ihr Berater weiß hier mehr.

Nehmen wir einen Studenten. Der weiß noch nicht, ob er Beamter oder Angestellter wird. Eine Gesellschaft hat aber für ihn großartige Tarife für Beamte, weniger tolle für Angestellte. Nun möchte unser Student lieber auf Nummer sicher gehen und schließt zwei Optionstarife ab. Da die Prämien nicht so hoch sind, geht das auch finanziell. Zu dem entsprechenden Ereignis kann er nun aus zwei Gesellschaften und unzähligen Tarifen wählen.

Wann passt eine Anwartschaft besser?

Wer über Jahre bereits versichert war und nun arbeitslos oder aus anderen Gründen (begrenzt) versicherungspflichtig wird, der kann mit einer Anwartschaft die Rechte in seinem Tarif, seinem Vertrag und bei seiner Gesellschaft sichern. Das kann der Gesundheitszustand sein, aber auch die bestehenden und bereits angesparten Altersrückstellungen.

Da unser Beispielkunde aber in seinen Tarif wieder zurückwill, ist eine Anwartschaft eine überlebenswerte Variante.

Für wen sind die Optionstarife eine Überlegung wert?

Wer nur weiß zu welcher Gesellschaft, aber nicht planen kann oder will, welche Art Schutz er wann braucht, der ist mit den Optionstarifen flexibler. Damit eröffnen sich mehr Tarife und Optionen. Auch die Wahl ob Zusatzversicherung oder Vollkrankenschutz ist nicht jetzt zu treffen. ABER: Es wird nur das Recht auf den Abschluss zu dem späteren Zeitpunkt gegeben, es werden keine Altersrückstellungen angespart und damit gilt später das jeweilige Alter bei Abschluss/ Umwandlung.

Anwartschaft oder Optionstarif – Beratung tut not

Auch hier sehen wir wieder gut. Alles Gute ist nie zusammen und alle Vorteile lassen sich nicht kombinieren. Aber, wenn Sie sich mit dem Thema beschäftigen, sich Gedanken machen und beraten lassen, so lassen sich mit Anwartschaften, aber auch gerade mit Optionstarifen viele Türen öffnen. Damit schaffen Sie sich Flexibilität und Planbarkeit für die Zukunft. Bei Fragen, fragen Sie einfach.

Übrigens: Eine Beratung zu einem Optionstarif ist fast so umfangreich wie zur Krankenversicherung. Warum? Weil die Gesellschaft damit entschieden wird und am Ende ist diese Entscheidung die wichtigste und Sie treffen diese mit Abschluss des Optionstarifs.

27.
September '19

(Versicherungs-)Werbung einmal anders – hätten Sie es erwartet? #Video


Was wie ein Trailer zu einem neuen Mittelalterfilm beginnt, ist gar keiner. Aber schauen Sie selbst. Endlich einmal nicht langweilig und nicht nach dem Motto „was Ihnen alles passieren kann“.

Wie gefällt Ihnen der Spot?

Es geht hier weder um Tarife noch um Prämien. Es geht um die Unterstützung im Schadenfall und damit um die elementarste Leistung der Versicherer. Das ist der Zeitpunkt, an dem es zwingend Bedarf an Unterstützung gibt und an dem sich oft zeigt wie gut oder schlecht der Versicherer dann wirklich hilft oder helfen möchte.

Auch in der Krankenversicherung sind Versicherer immer weiter unterwegs zum Dienstleister. Da werden Unterstützungen bei Terminen für Ärzte, Programme bei schweren Krankheiten und vieles mehr angeboten. Die Barmenia ist hier im Bereich der Krankenversicherung recht weit, weiter als viele andere.

Leider schafft(e) man es bisher nicht, diese Services verständlich und klar zu kommunizieren und sich da abzuheben. Vielleicht ist das ja ein Anfang.

01.
September '19

Barmenia Krankenversicherungsverein aG – Umwandlung zur Aktiengesellschaft, die dem VVaG gehört – was ändert sich für Kunden?


Der Markt verändert sich und auch die Rechtsformen, Beteiligungen und Zusammenschlüsse an Unternehmen verändern sich. So befinden sich im Verband der Privaten Krankenversicherungen (Stand 08/2019) aktuell 24 Aktiengesellschaften und 16 Versicherungsvereine. Einige werden sich noch an den größeren Zusammenschluss vor einiger Zeit erinnern, da verschwand der Name Deutscher Ring KV aG und wurde verschmolzen mit der Signal Iduna Krankenversicherung. (Mehr Infos dazu hier)

Auch in Wuppertal, dem Hauptsitz der Barmenia Krankenversicherung ändert sich nun etwas. Nach der nun vorliegenden Genehmigung der BaFin kann der Umwandlungsvertrag im Wege der Ausgliederung nun vollzogen werden.

Rückwirkend zum 01.01.2019 und erst nach Zustimmung der Mitgliederversammlung (die nun erfolgt ist), werden Zug um Zug nicht nur die Vermögensgegenstände, sondern auch die Krankenversicherungsverträge der 298.894 Vollversicherten (Quelle: mapReport 2019, Stichtag 31.12.2018) auf das neue Unternehmen übertragen.

Was das genau bedeutet und wo die Vor- und Nachteile liegen (können), das schauen wir uns einmal genauer an. Grundlage und Quelle sind neben dem aktuellen Eintrag im Handelsregister auch die entsprechenden Vertragsgrundlagen. Diese sind öffentlich und wer diese lesen möchte, der kann das gern als kostenpflichtigen Download im Handelsregister tun.Barmenia Ausgliederung VVaG in Aktiengesellschaft

Neugründung einer Barmenia Krankenversicherung Aktiengesellschaft

Hierzu wird eine bereits bestehende AG übernommen und umbenannt. Das ist bei Übertragungen und Gründungen nicht unüblich und spart am Ende den Vorlauf und weitere Gründungskosten. Die hier übernommene AG trug vorher den Namen „Friedenshöhe Vertriebs- und Verwaltung-AG“ und sitzt/ saß am gleichen Sitz wie die Barmenia selbst, bzw. war schon vorher verbunden. Hier der letzte Auszug bzw. die letzte Änderung im Handelsregister und die nun erfolgte Umfirmierung in „Barmenia Krankenversicherung AG“. Ebenso die Erhöhung des Stammkapitals auf 10 Mio. Euro.

Der alte Barmenia Krankenversicherungsverein aG (welcher zukünftig nur noch Barmenia Versicherungsverein aG heißen wird) bleibt weiter als Unternehmen bestehen. An der neuen Aktiengesellschaft der Barmenia KV AG hält der Verein alle Anteile, bleibt also mit 100% alleiniger Aktionär des neuen Unternehmens.

Hier der Eintrag des alten VVaGs, welcher die Ausgründung enthält.

 

Im Gegenzug überträgt der bisherige Krankenversicherungsverein lauf Ausliederungsvertrag seine

  • – Vermögenswerte wie Immobilen

  • – Beteiligungen (zum Beispiel die 85,84% die am Barmenia Immobilienfond II gehalten werden)

  • – sämtliche Aktien an der Forumfinanz, alle Anteile an der DASG und die 76% Beteiligung an der Barmenia-IT

  • – alle Verträge mit Mitarbeitern, Vertreter, Maklern und Geschäftspartnern

  • – Kooperationsverträge etc.

(mehr …)

06.
Juni '18

Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld ohne Gesundheitsprüfung


Für alle gesetzlich Krankenversicherten ist das Krankentagegeld Bestandteil der Krankenkasse. Ausgenommen hiervon sind Selbstständige und Freiberufler, es sei denn diese haben sich für einen Wahltarif entschieden.

Dennoch deckt das Krankentagegeld nicht alle Kosten und entspricht (anders als vermutet) nicht dem Nettoeinkommen. Mehr Informationen zum Thema Krankengeld und der Lücke welche für gesetzliche versicherte Kunden entstehen kann, finden Sie in folgendem Beitrag genauer erklärt.

Warum 80 Euro Krankentagegeld doch keine 2.400 Euro Monatseinkommen sind – eindeutig zu wenig

Mehr Informationen über die Situation bei freiwillig versicherten Kunden finden Sie hier.

Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld ohne Gesundheitsprüfung – die Details

Wer also in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, der sollte zumindest das eigene Krankengeld einmal nachrechnen und sich überlegen, ob er einmal schnell auf 200, 300, 400 Euro oder mehr verzichten kann, wenn eine längere Erkrankung auftritt.

Die Ergänzung dazu ist eine private Absicherung für einen Teilbetrag, so zum Beispiel 5 Euro pro Tag = 150 € im Monat bis hin zu 15 € pro Tag, also 450 € im Monat. Ein Antrag kann bei den meisten Gesellschaften nur mit Gesundheitsfragen gestellt werden. Hierzu ist dann die Auskunft bei Ärzten erforderlich, was dann leider dazu führt, dass viele den Abschluss scheuen.

Die Barmenia Krankenversicherung hat nun die Aktion verlängert und bietet einen Abschluss des Krankentagegeldes und auch eines kleinen Krankenhaustagegeldes (zum Beispiel für Nebenkosten wie Telefon, TV oder was sonst so anfällt) ohne Gesundheitsfragen an. Die Barmenia stellt dazu eine Frage nach bestehenden Erkrankungen. Diese sind in einer Liste abschließend aufgeführt, dazu später unten mehr.

Wie funktioniert der Abschluss?

Der Abschluss ist über einen Aktionsantrag auf dem Postweg möglich, alternativ kann dieser online erfolgen. Den Onlinerechner erreichen Sie durch Klick auf das folgende Bild oder hier: ONLINERECHNER und Abschluss – Krankentagegeld ohne Gesundheitsfragen

Hier geben Sie einfach Ihre persönlichen Daten an und erhalten umgehend die Prämie angezeigt. Wer das nicht möchte, dem steht auch ein Papier-Antrag zur Verfügung.

Prämien und Absicherungshöhe

Versichert werden können, mit dem einfachen Antrag ohne weitere Fragen, maximal 15 Euro Kranken(tage)geld und weitere 10 Euro Krankenhaustagegeld. Eine Abstufung ist in 5 € Schritten möglich. 5, 10 und 15 Euro täglich (Werktage) oder somit 150, 300 und 450 € monatlich sind ergänzend zur GKV versicherbar. Weiterhin lassen sich gleich 1o € Krankenhaustagegeld versichern, wenn diese gewünscht werden.

Die Prämien richten sich nach dem Alter bei Antragstellung. In der Tabelle können Sie sehen, welche Prämien berechnet werden. Dabei ist Ihr Alter immer das Versicherungsalter, welches sich wie folgt errechnet.

aktuelles Jahr (2018) minus Geburtsjahr

Haben Sie also am 31.12.1988 Geburtstag und werden somit erst Ende des Jahres 30, so gilt versicherungstechnisch schon heute 30 als Eintrittsalter.

Antragstellung und Fragen

Auch wenn der Antrag keine Gesundheitsfragen stellt, ist doch eine Erklärung abzugeben. Dabei wird dort eine abschließende Aufzählung angegeben, in welcher Erkrankungen genannt sind.

Damit begrenzt der Versicherer das Risiko und schließ aus, dass sofort Leistungen fällig werden oder erkrankte Versicherte erst dann einen Antrag stellen wollen, wenn das „Kind schon in den Brunnen gefallen ist.“

Im Antrag wird daher gefragt:

  • Besteht eine der nachfolgenden Erkrankungen?

  • Besteht aktuell eine Arbeitsunfähigkeit?

  • Besteht Pflegebedürftigkeit oder BU bzw. wurde ein Antrag dazu gestellt?

Wird eine der Fragen mit JA beantwortet, so können Sie diesen Aktionsantrag NICHT nutzen. Das muss nicht bedeuten, gar nicht versicherbar zu sein, aber eben nicht nach diesem Antrag. Hier die Liste der Erkrankungen, maßgeblich sind die letzten 5 Jahre.

Können Sie diese Fragen mit NEIN beantworten, so sind Sie versicherbar und können den Antrag mit dem Papierantrag oder hier direkt online stellen.

HIER ONLINE BRECHNEN UND BEANTRAGEN

Bitte beachten Sie bei der Anfrage, dass persönliche Daten übermittelt werden. Es gelten unsere Datenschutzerklärung und die Erstinformation. Beide Dokumente finden Sie im Downloadbereich.

13.
März '18

Wenn der Arzt durch’s Smartphone schaut – Barmenia und Teleclinic in der Vorreiterrolle


Wer kennt das nicht. Die Nacht schlecht geschlafen, x-Mal von einer Seite auf die Andere gedreht und nun am Morgen fühlt sich das irgendwie nicht gut an. Auf dem Weg ins Bad am Fieberthermometer vorbei. 38.8 Grad blinken Ihnen auf dem Display freundlich entgegen. Also, ab zum Arzt, oder doch nicht?

Ärztliche Meinung ganz ohne Praxisbesuch

Die Barmenia geht hier gemeinsam mit der Teleclinic einen neuen, innovativen Weg. Wie der Name schon sagt, bietet die Teleclinic eine (fach-)ärztliche (Erst-)Beratung zum Einen, weitere Leistungen exklusiv in Baden Württemberg (Pilotprojekt) zum Anderen. Dazu aber unten noch etwas mehr, zunächst geht es um die Leistungen für alle Nutzer. Die Tür zum Arzt führt hier über das Smartphone, Tablett oder den Computer und bietet diverse Möglichkeiten. Zuerst schauen wir uns einmal die Leistungen und das Angebot der Teleclinic an.

  • – Online-Sprechstunde mit Fachärzten. Ob Video oder telefonisch bleibt Ihnen überlassen

  • – Schnelle Fragen- schnelle Antworten mit der Chatfunktion

  • – Terminservice – so kommen Sie schnell an einen Facharzttermin vor Ort

  • – Terminübersicht – keinen Arzttermin mehr verpassen

  • – Persönliches Gesundheitskonto (mehr dazu unten)

  • – 7 Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar, auch aus dem Ausland

  • – schnell zum Arztgespräch und einem med. Rat

  • – über 150 Ärzte aus 30 Fachrichtungen

  • – alle Ärzte in Praxen oder Krankenhäusern in Deutschland tätig und natürlich zugelassen

  • – mind. 6 Jahre Praxiserfahrung der Ärzte

Mit der Teleclinic öffnet sich für die Barmenia Kunden eine neue, freiwillige Zusatzleistung. Niemand muss den Service nutzen, aber wer dieses Angebot wahrnehmen möchte und zu dem Kundenkreis gehört, der erhält hier eine neue und weitere Möglichkeit der medizinischen Beratung. Derzeit noch als Pilotprojekt in Baden Württemberg werden die dort getesteten Leistungen dann auch ggf. nach Abschluss für andere Bundesländer verfügbar sein.

Dabei sind noch einige Punkte relevant. Die Barmenia und die Teleclinic sind Partner. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass es hier einen Informationsaustausch gibt, denn:

  • – es besteht wie sonst auch ärztliche Schweigepflicht

  • – der Versicherer hat keinerlei Zugriff auf Gesundheitsdaten

  • – die Teleclinik speichert die Daten verschlüsselt in Deutschland

  • – Sie entscheiden wer welche Informationen bekommt

  • – ideal um seine Krankenhistorie aufzubereiten und aktuell zu halten

Ein weiterer Vorteil:

Die Leistungen der Teleclinc sind

  • – unschädlich für die Beitragsrückersattung

  • – werden nicht auf die Selbstbeteiligung angerechnet

  • – sind kostenfrei

Welche Barmenia Kunden können die Leistungen der Teleclinic nutzen?

Der Service steht allen Kunden mit einer Krankenvollversicherung der Barmenia zur Verfügung. Voraussetzung ist hier, diese muss stationäre Wahlleistungen beinhalten, also das Ein-/Zweibettzimmer und die wahlärztliche Leistung.

Jeder Barmenia-Kunde mit Krankheitskosten-Vollversicherungstarif (uni- und bisex), in dem stationär ein Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlungen sowie ambulant das Facharztmodell versichert ist, inkl. Beamte, Ärzte und die zugehörigen Ausbildungstarife. Es handelt sich um eine zusätzliche, freiwillige Serviceleistung der Barmenia Krankenversicherung.

Siehe UPDATE unten im Text, nun auch alle KV Voll Kunden mit Primärarztmodell

Wie und wo erfolgt die Registrierung?

Es ist wie immer. Gerade wer hier Gesundheitsdaten speichern möchte und damit hochsensible Daten, der muss sicher gehen, dass dieses auch nur ihm selbst zugänglich ist. Dazu ist eine Registrierung nötig. Zunächst einmal muss ein Zugang zum Kundenportal „meine Barmenia“ bestehen. Einen solchen Zugang sollten Sie bereits haben, wenn Sie schon Kunde sind, falls nicht richten Sie diesen einfach und unkompliziert ein.

  • Rufen Sie den LINK hier auf und registrieren Sie sich bitte für das Portal. Dabei ist es nicht nur für die Teleclinic relevant. Auch erhalten Sie hierüber alle Vertragsinformationen, Versicherungsscheine, Bescheinigungen für den Arbeitgeber und alles digital als pdf und mit immer verfügbar wann und wo Sie es brauchen. 

Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, ist eine Aktivierung nötig. Dieses erfolgt- ja ich weiss es mag altmodisch sein- mit einem Brief per Post, nachdem Sie die erhaltene E-Mail und damit den Anmeldewusch bestätigt haben. Warum? Weil persönliche Daten auch persönlich bleiben sollen.

Im weiteren Verlauf laden Sie sich- wenn gewünscht- die entsprechende APP herunter. Diese steht Ihnen auf dem Downloadportal zur Verfügung und leitet Sie dann direkt in den Appstore für Ihr Gerät.

So läuft die Beratung ab

Nachdem Sie sich also registriert haben und das nächste/ erste Mal eine ärztliche Beratung benötigen, starten Sie die App oder nutzen das Portal über Ihren PC. Sie werden dann mit einer der medizinischen Assistenten/innen verbunden, welche zunächst einmal einige persönliche Daten und Ihre Beschwerden abfragt. Dieses ist nötig, um den Arzt der passenden Fachrichtung zu ermitteln.

Hier erhalten Sie dann im weiteren Verlauf einen Termin. Zu diesem Termin werden Sie direkt mit dem Arzt verbunden, so Sie dieses nicht sofort wünschen. Verspüren Sie also im Büro Beschwerden, so können Sie den Termin vorbereiten und sich direkt am Abend zu Hause beraten lassen.

Dazu kann der Arzt im Video-Telefonat nicht nur Fragen stellen, sondern Sie auch sehen. So lassen sich Hauterkrankungen besser diagnostizieren oder aber auch Beschwerden besser beschreiben und zeigen. Wenn Sie dieses nicht möchten, so nutzen Sie einfach den normalen Anruf.

Das persönliche Gesundheitskonto – alles schnell verfügbar

Ein weiterer Vorteil liegt in der Speicherung von Terminen, medizinischen Unterlagen, Allergiepass und vielem mehr. So haben Sie diese Unterlagen nicht nur zu Hause, auch im Urlaub oder auf Reisen schnell parat und können diese ggf. auch dem Arzt der Teleclinic gezielt und individuell freigeben. Auch Aufnahmen von Bildgebender Diagnostic wie Röntgenbilder oder MRT/ CT Untersuchungen haben Sie somit griffbereit und können diese auch für eine Zweitmeinung nutzen. Gerade im Ausland und / oder wenn Sprachbarrieren dazukommen, ist so eine zweite Meinung oftmals goldwert.

So geht Zukunft schon heute – Baden Württemberg als Pilotphase

Wer heute zu dem oben genannten Kundenkreis gehört und zudem noch in Baden Württemberg wohnt, der bekommt gleich noch zwei zusätzliche Leistungen. Im Rahmen der Pilotphase, die der Gesetzgeber nur hier erlaubt hat, kann der Arzt der Teleclinic auch:

  • – Rezepte Ausstellen (außerhalb BaWü nur in Modellprojekten)

  • – Überweisungen ausstellen (seit 12.09.2018 auch in allen anderen Bundesländern)

  • – AU Bescheinigungen erteilen (siehe Update unten im Text)

Durch die Teleclinc kann so das Rezept direkt an die Apotheke übermittelt werden, Sie brauchen das Medikament dann nur noch abholen. Mehr Infos und Details zu dem Pilotprojekt finden Sie auch hier. Zukünftig wird es auch hier dann noch etwas einfacher, denn wer nur einen Tag zu Hause bleiben muss und ggf. nur ein (Folge-)Rezept braucht, dem bleiben der Weg zum Arzt und volle Wartezimmer dann erspart.

Update ab 12.09.2018

Es geht weiter. Seit dem 12. September 2019 ist es nun auch außerhalb des Pilotprojektes in Baden-Württemberg möglich, sich mit der MediApp der Barmenia als Kunde eine Überweisung zum Facharzt übersenden zu lassen.

Weiterhin neu ab 12. 09. 2018, auch Kunden mit PRIMÄRARZTMODELL (die waren bisher ausgeschlossen), können die App nun nutzen.

Zudem sind aktuell nicht nur Ratschläge, sondern auch Fernbehandlungen in den Ländern Baden-Württemberg, Schleswig Holstein, Bremen und Sachsen möglich. Damit erweitert sich der Kreis erneut.