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21.
Oktober '19

AXA Krankenversicherung mit Beitragsanpassungen im BESTAND zum 01.01.2020


Nachdem viele Gesellschaften zunächst die Zahlen für das Neugeschäft veröffentlicht haben, ist die AXA dieses Jahr sehr früh mit den Zahlen für den Bestand. Auch wenn die Informationen an die Kunden erst in einigen Wochen versandt werden, hier schon einmal Zahlen, Daten, Fakten zur Beitragsanpassung für Bestandskunden zum 01.01.2020 bei der Axa und auch bei der DBV als Untermarke der Axa.

Deutlich trifft es dieses Jahr einige Tarife und versicherte im EL Bonus. Nachdem die Anpassungen im VITAL Tarif die letzten Jahre sehr deutlich waren (Informationen dazu hier) folgt nun der nächste Streich. Interessant zudem hier der von der Axa selbst bereitgestellte Beitrasgverlauf. Dazu aber gleich mehr.

AXA Krankenversicherung – Beitragsanpassung 2020 im Bestand

Die Anpassungen werden in den Kundeninformationsschreiben ab dem 12. NOVEMBER 2019 verschickt. Auch erst ab diesem Zeitpunkt können Umstellungsangebote in andere Tarifstufen berechnet werden. Alle Zahlen und Daten stammen aus der, von der AXA selbst herausgegebenen Broschüre BAP 2020.

Welche Tarife werden angepasst

Final ist noch nicht alles veröffentlicht, klar sind aber Anpassungen in den folgenden Tarifen im BESTAND. Dennoch hier zunächst die bereits verfügbaren Informationen zur den Tarifen, welche angepasst werden.

EL BONUSXXXEL BONUSXXX

Tarif Kinder /
Jugendliche
Männer Frauen
EL BONUS X X X
EL BONUS U X X X
EL BONUS N X X X
EL Elementar X X X
EL Elementar N X X X
EL Elementar 400 X X X
EL Elementar 400 N X X X
ECO 1300 X X X
ECO 2600 X X X
ECO 4800 X
ECO 5200 X X
ECR 2600 X
ECR 5000 X
DBV 0140 X
DBV 0140A X
DBV 0141/18 X X
DBV 0141/20 X X X
DBV 0141A/18 X
DBV 0141A/20 X X
DBV 0142/20 X
DBV 0144/20 X X X
DBV 0144A/18 X X
BEA X X
Ärzte VA100-2 X X X
Ärzte PRAXMed X X X
Vision Med X X X
Vision Med A X X
Vision Med-N X X X
Vision Med NA X X
DBV Ärzte Tarif 110 X X X
DBV Ärzte Tarif 110A X X
DBV Ärzte Tarif 112 X
DBV Ärzte Tarif 112A X
DBV Ärzte Tarif 113 X
DBV Ärzte Tarif 113A X
DBV Ärzte Tarif 115 X X
DBV Ärzte Tarif 115A X X
DBV Ärzte Tarif 116 X X
DBV Ärzte Tarif 117 X X
DBV Zahnarzt T. 150 X X
DBV Zahnarzt T. 150A X
DBV Zahnarzt T. 150N X X
DBV Zahnarzt T. 150NA X
DBV Zahnarzt T. 152 X
DBV Zahnarzt T. 153 X X
DBV Zahnarzt T. 153A X
DBV Zahnarzt T. 153N X X
DBV Zahnarzt T. 153NA X
DBV Zahnarzt T. 154 X X
DBV Zahnarzt T. 152 X X

Interessant sind aber neben den Tarifen der Anpassung insbesondere die Zahlen und die Zusammensetzung einer Anpassung. Auch geht die Axa hier sehr offen damit um und veröffentlicht (gegenüber den Maklern) auch Zusammensetzungen der BAP in Teilen.

Axa Beitragsanpassung im Bestand – Zahlen

So ist am Beispiel des EL Bonus gut zu erkennen, wo die Entwicklung herkommt. Dabei mildern die Stornogewinne (also verbleibende Rücklagen weil Versicherte dem Unternehmen den Rücken gekehrt haben, welche Ihre Rückstellungen nicht mitnehmen konnten) die Anpassung für die verbleibenden Kunden.

Dennoch ist die Entwicklung- speziell im „zu billig kalkulierten“ EL-Bonus teilweise erschreckend. Hier hat sich die Prämie innerhalb von knapp 7 Jahren (also ab 213 € für einen heute 55 jährigen mehr als verdoppelt. QUELLE: AXA Maklerinfo BAP 2020.

Was sich aber auch sehr gut zeigt, wie „billig“ der Tarif im Vergleich zum GKV Höchstbeitrag war. Wer also in 2013 die Differenz dazu angelegt hat, der sollte auch heute wie zukünftig keine Probleme haben. Selbst heute liegen hier noch einige hundert Euro dazwischen.

Noch einige Beispiele zu Anpassungen: (mehr …)

23.
Mai '19

Axa Krankenversicherung mit neuem Tarif ActiveMe – Innovation oder Flop? Eine ausführliche Analyse


Da sitze ich nun hier. Warte seit Wochen gespannt auf die angekündigte und innovative Krankenversicherung der Axa. Ein neuer Vollkostentarif soll es werden. Seit einigen Wochen rührt die Axa die Werbetrommel bei den Vermittlern und verspricht Innovation, Veränderungen und eine Anpassung an die neue Zielgruppe der Axa. Man wolle ein Gesundheitsversicherer werden, kein Krankenversicherer.

Klingt besser, wird wohl bei einem innovativen Marketing-meet-up herausgekommen sein. Aber lassen wir uns überraschen, dachte ich.

Nachdem dann gestern die ersten Unterlagen eintrudelten, sahen diese auch ganz vielversprechend aus. OK, es ist weiterhin aus Sicht der Versicherer nicht nötig dem Makler oder Berater Bedingungen zu schicken, es reicht aus Prospekte und Sales Seiten zu verlinken. Nur dank eines direkten Kontaktes liegen mir die Bedingungen vor. Die Axa selbst hat in dem innovativen Newsletter nur Prospekte verteilt und recht nichts sagende Sales-Seiten verlinkt. (Wollen Sie mal schauen? aber pssst!)

In der Vergangenheit hatte die Axa ja ein weniger glückliches Händchen mit der Krankenversicherung. Versagen in der Kalkulation, Treuhändlerstreit und mehr Baustellen als man bedienen kann. Aber das ändert sich nun. Mit dem neuen und innovativen Vollkostentarif.

Mit dem neuen Tarif möchte man sich wandeln. Von der reinen Kostenerstattung, hin zu einem Gesundheitsdienstleister.

Tarif ActiveMe – Bonus für…

  • – Nichtraucher
  • – Sportler
  • – Blutspender
  • – Kranke in speziellen Programmen

So will man locken, mit Geld. Jeder der bestimmte Kriterien erfüllt, bekommt welches. Ganz unabhängig von der Leistungsfreiheit im Tarif und der normalen Rückerstattung. Solange es jeder auch in der Steuer angibt, alles gut.

Tarif ActiveMe – Bedingungen eher „geht so“

Nicht schlecht, das möchte ich damit keinesfalls pauschal sagen, aber auch nichts welches besonders innovativ ist oder den Namen „Innovation“ verdienen würde.

Aber ich habe es nicht in eine Analyse mit über 3.000 Worten geschrieben, damit ich es hier in den Beitrag nochmals schreibe. Daher bin ich einfach so frei und verlinke Ihnen hier die vollständige

Tarifanalyse AXA ActiveMe

Als kostenfreie PDF zum Download. Bei einem heißen Kaffee und mit ganz viel Spaß beim Lesen. Lehnen Sie sich zurück, schnappen sich den Ausdruck und lesen!

Weitere Unterlagen zum AXA ActiveMe Tarif

Ein etwas vorweg gegriffenes…

Fazit

Zunächst noch einen Blick auf eine andere Formulierung, welche ich noch nicht ansprach. Die Axa hat natürlich, allein schon weil man es dann bewerben kann, eine Beitragsbefreiung bei Elternzeit. Zumindest schriebt man das.

Schauen wir uns die Regelungen dann unter Punkt E.) in den Tarifbedingungen an, werden schnell die Einschränkungen klar.

Während der ersten 2 Monate des Bezuges von Elterngeldreduziert sich der für diesen Tarif zu
zahlende monatliche Beitrag um 50%. Die Beitragsreduzierung gilt nur für die versicherte Person, die Elterngeld bezieht und nur, wenn für die Person keine besonderen Bedingungen für Personen in Berufsausbildung bestehen. Der Antrag auf Reduzierung des Beitrages ist innerhalb von 3 Monaten nach Bezugsbeginn des Elterngeldes zu stellen und nachzuweisen. Die Beitragsreduktion ist ausgeschlossen, wenn bei Beantragung dieses Tarifes die Schwangerschaft bereits festgestellt oder das Kind bereits entbunden wurde.

ZWEIganze Monate und zudem natürlich nur für den Tarif selbst, nicht für den Zahnschutz, nicht für andere Bausteine. Aber klar, bewerben kann man es nun natürlich.

In Summe betrachtet ist der Tarif ganz nett und sicher durchaus eine Option für bisher AXA Versicherte. In der Hoffnung hier die Beiträge besser in den Griff zu bekommen und die Kalkulation sauber durchdacht zu haben, keine so schlechte Wahl.

Innovationen suche ich auch nach dem dritten Lesen noch. Neu ist außer ein wenig Bonus, der Zuschuss zu einer App (z.Bsp. bei Tinitus, 19 EUR monatlich nach ärztlicher Verordnung) oder auch einem Bonus bei Nichtrauchern nicht wirklich etwas.
Was hier als Innovation verkauft und angekündigt wird, haben auch andere Mitbewerber, teilweise sogar schon lange.

Bonuszahlungen sind möglich bei Nichtrauchern, einem passenden BMI, Teilnahme an Impfungen, Sport oder Blutspenden oder bei Patientenprogrammen bei bestimmten Erkrankungen.

09.
November '18

Unerfreuliche Post von der Axa – Tarifwechsel aus Vital in EL Bonus verhindert – was tun?


Ja, die Axa Krankenversicherung hat durchaus Talent, Talent Ihnen das Wochenende zu versauen. Das sehen selbst einige Mitarbeiter so. Warum muss man Briefe mit Anpassungen so verschicken, dass diese am Freitag oder Samstag bei Ihnen ankommen, am Wochenende, wo kein Berater erreichbar ist, keiner Ihre Fragen beantworten kann und man Sie damit allein lässt?

Es ist leider nicht zu ändern und vielleicht sind Sie selbst auch bei Tante Google hier gelandet und lesen nun diesen Text, gerade weil Sie den Brief der Axa in den Händen halten und nach „Beitragsanpassung Axa Vital“ gegoogelt haben? Ich werde versuchen Ihnen etwas einfacher und verständlich zu erklären was da gerade passiert.

Dazu empfehle ich Ihnen auch die weiteren Artikel.

und einige mehr hier im Blog.

Was Sie jetzt NICHT tun sollten

Bevor wir uns anschauen was zu tun ist, erst einmal der Hinweis was nicht zu tun ist. Denn wie in den letzten Jahren kommen schnell recht windige Berater um die Ecke und nutzen Ihre Chance. Dort wird man Ihnen versprechen schnell zu kündigen, schnell bei der Axa zu verschwinden und doch am besten zu anderen Gesellschaften zu wechseln. Oft werden dann Einstiegstarife wie der Comfort oder Economy von der Continentalen, die StartFit Tarife KVS/ KVE der Hanse Merkur oder auch gern wieder die Bayrische Beamtenkrankenkasse BBKK bzw. die Union genannt. Ob diese Tarife gut sind und auf Sie passen ist leider oft egal, die sind billig und damit automatisch- in den Augen einiger Berater- geeignet Ihr Problem zu lösen.

Wie kurzfristig das gedacht ist und das es am Ende eher ein ganz falscher Schritt ist, das wird in der Beratung nur allzu schnell unterschlagen.

Wichtig also:

Was Sie jetzt aber tun sollten

Zunächst einmal gilt… Schnell ist oft unüberlegt und daher sollten Sie sich in jedem Fall Zeit lassen und in Ruhe überlegen.

Dennoch sollten Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Warum? Weil auch bei Gesellschaften und Beratern das Jahresende naht und es nicht unzählige Termine zu Beratungen mehr gibt. Daher planen Sie weitere Schritte rechtzeitig und überlegen sich Antworten auf folgende Fragen und Herausforderungen.

Passt der derzeitige Schutz noch? Haben sich Wünsche geändert?

Viele Versicherte, welche über Jahre keine oder nur kleine Rechnungen eingereicht haben, sind oft „zufrieden mit Ihrer PKV“, klar. Was soll es auch bei der Erstattung einer simplen Vorsorgerechnung für Probleme geben.

Leider kommen auch daher die „Ratschläge von Freunden und Bekannten„, welche dann schnell noch eine Empfehlung für einen Tarif abgeben wollen. Warum das aber falsch und gefährlich ist, habe ich HIER IM ARTIKEL aufgeschrieben.

Aber:

Überlegen Sie einmal wie und warum Sie damals den Tarif ausgewählt haben. Warum wurde es der Tarif, warum genau der Versicherer? Haben Sie sich damals ausreichend mit dem Thema beschäftigt und viele Fragen gestellt? Unter dem folgenden Link lesen Sie eine Reihe von Fragen, welche Sie sich gestellt und beantwortet haben sollten. Haben Sie nicht? Dann aber flott.

Hat sich privat oder beruflich etwas verändert?

Gibt es vielleicht einen neuen Arbeitgeber, ein neue Regelung hinsichtlich Krankentagegeld? Neue Tätigkeitsfelder und/ oder sogar einen neuen Lebensmittelpunkt?

Wurde ein Kind geboren oder ist nun in Planung? Dann herzlichen Glückwunsch, jetzt gibt es aber viel zu bedenken, schon vor oder in der Schwangerschaft. Dazu bitte hier entlang und lesen, lesen, lesen.

Auch eine anstehende Verbeamtung oder zumindest die Aussicht auf eine solche führt zu einer kompletten Neubewertung.

Vorsorge für mehr Beitragsstabilität

Kennen Sie Möglichkeiten in dem PKV Vertrag oder auch außerhalb und ggf. steuerbegünstigt für einen stabilen/ stabileren Beitrag in Ihrer Krankenversicherung vorzusorgen?

Den Baustein zur Beitragsentlastung kennen viele und den bieten die Gesellschaften auch gern an, nicht ganz uneigennützig natürlich. Ob der aber für Sie die richtige Wahl ist oder ob die Vorsorge für stabilere Beiträge ganz anders aussehen sollte, ich kann es Ihnen nicht sagen. Jetzt und ohne Beratung zumindest nicht.

Machen Sie sich daher Gedanken, intensiv!

Überlegen Sie wie Ihre Planung aussieht, überlegen Sie auch was sich zukünftig ändern könnte und was Sie heute vielleicht schon planen können. Schieben Sie es bitte nicht auf die lange Bank. Das bedeutet nicht, dass Sie nun alle Termine für Montag absagen müssen und zu einer Beratung rennen, es bedeutet aber sich zu überlegen wo die eigene (private und berufliche) Reise hin gehen soll.

Wie sieht es mit einem Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens aus? Ist das sinnvoll? Kann ich das überhaupt noch tun und warum kann es auch dann helfen, wenn Sie heute schon krank sind und gar keine neue Gesundheitsprüfung überstehen würden?

All das gilt es zu besprechen, aber dazu müssen Sie sich aufraffen und Gedanken machen. SIE müssen aktiv werden.

Hilfe finden Sie dabei bei spezialisierten Kollegen und Beratern. Hilfe finden Sie auch unter folgenden Links.

denn falls Sie keinen spezialisierten Berater haben oder eine Zweitmeinung brauchen, dann werden wir versuchen dieses auch noch irgendwie in den Kalender zu kriegen.

Und auch wenn der Artikel aus 2016 ist, es gilt auch in 2018 für 2019 ebenso…

PKV Wechsel und Kündigung wegen Beitragserhöhung? Nur keinen Stress, geht auch in 2017 noch

Und nun? Nun lehnen Sie sich zurück, schauen auf das Meer (das ist übrigens hier bei mir vor der Haustür auf Rügen) und genießen erst einmal Ihren Feierabend oder Ihr Wochenende!

29.
Oktober '18

Axa Krankenversicherung mit weiterer Anpassung in Alttarifen Vital und weitere


Die Kunden der Axa Krankenversicherung sind Kummer gewohnt. Die Anpassungen in den letzten Jahren waren mehr als deutlich, gerade in den VITAL oder auch damals dem Eco RA Tarif. Oft wurde „Ruhe“ versprochen, beschwichtigt und die „Alles wird gut Methode“ als Antwort parat gelegt. Das passierte gegenüber Kunden und Vermittlern.

Ich hatte in der Vergangenheit bereits einige Male dazu geschrieben, diese Beiträge können Sie hier nachlesen.

Doch nun ist die nächste Runde fällig und die ersten Kunden bekommen in den folgenden Tagen Post. Vermittler hat die Axa schon einmal in einem Webinar vorbereitet, wie man denn am besten auf die Rückfragen reagiert. Dieses Jahr wird es dann für Kunden in den alten Tarifen wieder einmal etwas aufregend.

Welche Axa Tarife werden angepasst?

Wir müssen grundsätzlich zunächst die Tarifwelten unterscheiden. Dabei gibt es die Tarife der alten Welt (bisex), der neuen Welt (bisex) und die Tarife in der Unisexwelt. Angepasst werden folgende Tarife zum 01. 01. 2019. Wir sprechen also über Tarife vor dem 21.12.2012.

  • – VITAL 250 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 750 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 300 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 600 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 900 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA-N für Männer und Frauen
  • – ECO 5200 und Eco 4200 für Männer und Frauen
  • – ECR 2600 und 5000 für Männer
  • – VISION 1 für Männer
  • – Vision 1 für Männer, Kinder / Jugendliche

Dazu kommen diverse Anpassungen für Pflege(zusatz)tarife, weitere Zusatztarife und Anpassungen in den Beihilfetarifen für Beamte.

Ein Beispiel in Zahlen?

Ein Versicherter, geboren 1982, also heute 36 Jahre alt, ist in den folgenden Tarifen versichert und bekommt die angezeigten Anpassungen.

Beitrag alt Beitrag neu Veränderung
Vital 750 297,95 € 338,49 € 40,54 €
Vital Z 65,13 € 65,13 € – €
TV43 51,82 € 51,82 € – €
EHP 17,40 € 17,40 € – €
ESP 8,88 € 8,88 € – €
PVN 21,54 € 30,77 € 9,23 €
462,72 € 512,49 € 49,77 €
10,76%

Jetzt ist die Erhöhung mit knapp 10% nicht schön, realistisch sprechen wir aber immer noch um zu billige Beiträge. Schauen wir uns zum Vergleich den GKV Höchstbeitrag an, aber auch durchaus andere Tarife am Markt.

Was versicherten Sorgen macht ist auch nicht die eine Anpassung, sondern eher die Entwicklung in den letzten Jahren und die damit verbundenen Aussichten. Doch welche Möglichkeiten haben diese nun?

Tarifwechseln innerhalb der Axa

Zunächst einmal sollte, vor jedem anderen Wechsel, immer nach einem internen Wechsel bei der eigenen Gesellschaft geschaut werden. Dabei sind aber zunächst wichtige und weitere Fragen zu klären. Ein Anspruch an seine Krankenversicherung kann sich in den Jahren durchaus ändern. Wer also damals- vielleicht auch etwas unbedarft oder mit zu wenig Beratung- einen Tarif gewählt hat, der heute nicht passt, der muss dieses ändern.

Eine Änderung mit einer Verbesserung der Tarifleistungen ist nur mit neuer Gesundheitsprüfung oder eben dem Ausschluss von Mehrleistungen zu bekommen. Aber, dennoch kann dieser in einzelnen Fällen sinnvoll sein.

Dazu muss aber klar sein, was Sie von Ihrer Krankenversicherung heute und zukünftig erwarten. Es bringt gar nichts nur mal schnell wegen einer Anpassung einen Wechsel zu vollziehen. Schauen Sie gern einmal in die Auswahlkriterien und in den Kriterienfragebogen und überlegen sich, welche Leistungen Ihnen persönlich wichtig sind.

Bedenken Sie dabei auch mögliche Veränderungen im privaten oder beruflichen Umfeld in den kommenden Jahren.

Tarifwechseln zu einer anderen Gesellschaft

Natürlich ist auch ein Wechsel zu anderen Anbietern möglich, wenn diese passen und sich die Umstände anders darstellen im Vergleich zu damals. Dabei sind verschiedene Fragen zu klären und dieses sollte niemals ohne eine sorgfältige Beratung und Abwägung der Vor- und Nachteile passieren.

Fangen wir zunächst mit den Nachteilen an, diese sollten Sie immer kennen und mit Ihrem Berater besprechen, nur so ist eine sinnvolle Entscheidung möglich.

  • – neue Gesundheitsprüfung
  • – neuer Beginn von Fristen, Zahnstaffeln etc.
  • – neue Fristen bei der vorvertraglichen Anzeigepflicht
  • – neues Eintrittsalter
  • – ggf. Verlust von Beitragsrückerstattungen
  • – Verlust der Alterungsrückstellungen
  • – höhere Beiträge ab Beginn

Doch wo es Nachteile gibt, warten auch Vorteile. Ein Interessent schrieb neulich: „Was nützt es mir mit einem billigen Ticket in einem Zug zu sitzen, welcher dann an die Wand fährt.“ Auch wenn es natürlich auch bei anderen Unternehmen Anpassungen gibt, bietet ein Wechsel durchaus auch Vorteile.

Vorteile eines Wechsels der Gesellschaft

  • – sorgfältigere Auswahl der passenden Tarife
  • – bessere Aufstellung des Unternehmens, der Kalkulation, der Annahmepolitik
  • – ein Tarif welcher besser passt
  • – neuere Tarifwerke, bessere Wechseloptionen
  • – eine Auswahl welche generell besser passt

Dabei gibt es sicher kein Patentrezept und so kann der Rat bei einem Kollegen oder Bekannten ein anderer sein. Dennoch stellt sich bei vielen immer wieder die Frage was nun richtig sei. Einige haben bei der letzten Anpassung noch gezögert und wollten abwarten, andere haben das Unternehmen verlassen.

Die große Frage – was tun?

Eine passende und für Sie sinnvolle Lösung lässt sich nur in einem Beratungsprozess herausfinden. Dazu gehören verschiedene Daten und Fakten, erst damit wird sich ein qualifizierter Berater mit Ihnen gemeinsam um eine Lösung bemühen können.

Fragen welche Sie in jedem Fall vor der Anfrage zur Beratung beantworten sollten:

  • – Wie lange sind Sie in dem Tarif
  • – gab es schon Tarifwechsel
  • – was waren die Gründe damals, sich für genau diesen Schutz zu entscheiden?
  • – haben sich die Umstände (privat oder beruflich) verändert?
  • – wie sieht die heutige Lebensplanung aus?
  • – wurden die Leistungen bewusst ausgewählt?
  • – fehlen Ihnen im Tarif derzeit Leistungen? welche?
  • – haben sich die Wünsche an einen Versicherungsschutz geändert?
  • – wie ist Ihr aktueller Gesundheitszustand und wie war dieser in möglichen Abfragezeiträumen?
  • – zahlen Sie derzeit Risikozuschläge?

All diese Fragen sind wichtig, wichtig damit Sie sich hierzu nicht nur Gedanken machen sollten, sondern diese auch in einer Beratung besprechen. Nur so kommen Sie sinnvoll an Ihr Ziel. Dazu noch etwas zu Lesen.

–> In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie kein Geld

–> Niemand muss in die Private Krankenversicherung

Wo bekomme ich Beratung?

Zunächst einmal sollten Sie nachschauen, wo der alte Vertrag abgeschlossen wurde. Wurde der Berater von Ihnen ausgewählt? Warum?

Betreut dieser den Vertrag heute noch und kann dieser mit Ihnen auch nach Alternativen schauen, ist er also Makler oder Mehrfachagent, oder Vertreter der Axa?

–> Wo bekommen Sie unabhängige Beratung?

Nach Auswahl eines spezialisierten Beraters klären Sie mit diesem alle Fragen, prüfen Tarifwechsel innerhalb und aus außerhalb der Axa und überlegen dann gemeinsam, was zu tun ist.

Haben Sie keinen Berater oder weitere Fragen, so stellen Sie diese gern als Kommentar unter dem Beitrag, im Livechat oder über das Kontaktformular.

08.
November '17

Kauft sich die AXA die Kunden mit dem Treuebonus ein und verhindert so eine Kündigung bis 2019


Es gibt schon so Kuriositäten am Markt und manchmal fragt man sich dann doch: „Sind wir auf einem Basar?“ oder „macht einfach jeder alles wie er will?“

Die Axa Krankenversicherung hat es derzeit nicht leicht. Erst wurde die Beitragsanpassung gerichtlich in Frage gestellt und liegt nun weiter beim Bundesgerichtshof, dann gibt es erneute Beitragsanpassungen in den Tarifen VITAL und EL, ELO Bonus, wo man sich die Frage nach einem Versagen der Kalkulation durchaus stellen darf.

Doch nun kommt die nächste interessante Nummer. Der Versicherer hatte nicht unbedingt den besten Ruf in der Vergangenheit und fördert diesen durchaus auch durch eigenwillige Interpretationen von Anzeigepflichtverletzungen und nachträglichen Risikozuschlägen. Daher hat man anscheinend mit schwindenden Kunden zu kämpfen, denn Kunden und Versicherte werden aufgeklärter. Aufgeklärt durch tolle Kollegen und Berater am Markt und das Verständnis „billig kann nicht langfristig gut und stabil sein“ steigt durchaus. Bei einem Mitbewerber aus Köln, der Central Krankenversicherung die nun ja verschwindet, gab es das schonmal. Dort hatte das Ganze den Namen „Tarifbonus“ und war ein Nachlass auf den Beitrag.

Grundlage: Kündigung bei Beitragsanpassung

Bevor wir uns aber mit dem eigentlichen Thema beschäftigen, hier eine Grundlage zur Beitragsanpassung und Ihren Rechten als Kunde. Eine Anpassung von Beiträgen ist in der gesetzlichen wie der privaten Krankenversicherung normal und notwenig. Mehr dazu habe ich auch unter dem Punkt „Beitragsanpassung“ zusammengefasst.

Wer also eine Beitragsanpassung in seinem Tarif bekommt, sollte keineswegs sofort und unüberlegt kündigen, sondern ggf. über einen Tarifwechsel nachdenken. Auch hierzu gibt es einen älteren Artikel, der im Wesentlichen aber immer noch gilt. „Tarifwechsel statt Kündigung in der privaten Krankenversicherung

Aber ungeachtet der Frage, ob Sie kündigen sollten, allein die Tatsache „Sie könnten“ scheint der Axa aktuell etwas Sorgen zu machen. Ich würde nicht soweit gehen, dass ich behaupte es macht der Axa Angst, aber irgendwas muss ja dran sein, denn sonst würde man nicht vorsorglich mit allen Mitteln versuchen, die Kunden zu halten. Wie ich darauf komme? Nun, es gibt derzeit bei Kunden der Axa ein Schreiben, welches genau das belegt. Aber einmal der Reihe nach:

Wir schenken Ihnen Geld, wenn Sie bloß nicht kündigen

So liest sich das Schreiben zumindest, welche die Axa derzeit an Kunden verschickt. Keineswegs ist es dabei das Schreiben mit den Informationen zur Beitragsanpassung und dort bei Beilegen oder ähnliches, nein, es wird extra vorher verschickt um den Versicherten auf die schlechte Nachricht der Anpassung vorzubereiten und das Gefühl von „alles nicht so schlimm“ zu vermitteln. Eine schöne Überschrift hat es zudem, die AXA schreibt nämlich:

Ihre Treue wird belohnt

Klingt doch gut, oder? Belohnung ist immer gut, treu sein möchte man auch gern, Sie etwa nicht? Doch dann folgt der weitere Text in dem klingt es dann schon etwas anders, denn so ohne Haken und Ösen ist es dann nicht mehr. Zunächst die schlechte Nachricht, denn man möchte ja mit der guten enden, die bleibt eher in Erinnerung bis zum nächsten Schreiben.

1.) Wir müssen Ihre Beiträge anpassen, das machen wir zum 01. 01. 2018

Die Anpassung ist, wie beschrieben, auch nicht ungewöhnlich, solange alles im Rahmen bleibt. Menschen leben länger, verursachen somit mehr und länger Kosten und damit ist der Versicherer auch darauf angewiesen mehr Geld zurückzulegen. Soweit auch so unkompliziert.

Aber dann folgt der Treuebonus und auch die erste Zahl. 400 €, somit über 33 € pro Monat bietet die Axa den Kunden an. Ein Angebot um den Kunden versöhnlich zu stimmen, ihn zu „überreden“ doch nicht zu kündigen, keinen Tarif zu wechseln und damit das Problem im EL Bonus womöglich noch zu verschlimmern? Ein Angebot um zu zeigen:

„Hey, wir nehmen Dir mehr Geld ab, aber geben auch etwas wieder.“

Woher stammt das Geld?

Auch diese Beträge stammen aus den RfB Mitteln. Also den Geldern die der Versicherer für eine eventuelle Beitragsrückstellung „angespart“ hat und mit denen er neue Kunden locken und leistungsfreie Bestandskunden „bei der Stange halten will“. Denn wer leistungsfrei ist und keine Rechnungen einreicht, der wird belohnt. Alle anderen Kunden, welche krank sind, Unfälle haben, Medikamente benötigen, die nicht.

Und schon kommen wir zu dem Haken an der ganzen Nummer, denn es gelten Bedingungen, einige sogar und diese schränken den Teil derer schon einem die es überhaupt bekommen.

  • Bonus entspricht in etwa dem durchschnittlichen Mehrbeitrag der Erhöhung zum 1.1.18

  • Bonus gibt es nur einmalig für das Jahr 2018

  • der Bonus wird nur dann gezahlt, wenn Sie bis zum 30. 06. 2019 noch in dem Tarif versichert sind (es darf also keinen Tarifwechsel gegeben haben, keine Kündigung bis Juni 2019, also ist ein Wechsel oder eine Änderung erst weiter zum 1.1.2020 möglich. Ein teuer erkaufter Bonus

  • Sie müssen für 2017 UND 2018 leistungsfrei sein (wer also auch nur eine Rechnung in 2017 eingereicht hat, der ist schon jetzt raus)

  • Auszahlung erfolgt erst im August 2019

  • Höhere Beiträge aus der Anpassung sind aber ab 1.1.2018 zu zahlen, und für 2019 dann ggf. auch + weitere Anpassung wenn erforderlich

  • Beiträge müssen inkl. eventueller Mahnkosten bezahlt sein

  • kein Rechtsanspruch für Folgejahre

Schauen wir uns also einmal die Regelungen und Einschränkungen genauer an, hat das eher etwas von „Lockangebot“ und „Gut-Wetter-machen“, aber eben nichts mit ehrlicher Kalkulation zu tun. Nochmals, Anpassungen sind wichtig, diese aber einseitig einigen wenigen Kunden zu erstatten, ist zumindest fragwürdig.

Steuerlich schadet es zusätzlich

Auch hier lohnt sich ein Anruf beim Steuerberater und ggf. einmal die genaue Nachfrage und Berechnung. Denn: Die Beitragsrückzahlung (und nichts anderes ist es) ist eben auch ein Betrag X, welcher den Aufwand zur privaten Krankenversicherung mindert und damit den Betrag verkleinert, welcher sich steuerlich anrechnen lässt. So können je nach persönlicher Situation und dem eigenen Steuersatz aus den angekündigten 400 Euro auch schnell 300, 280 oder weniger werden. Steht da nicht, macht ja nix. Es ist auch ein Versicherer und kein Steuerberater.

Daher ist es schon heute so, dass bei einigen Versicherten das Einreichen der Rechnungen besser ist. Nicht alle die einen Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung haben sollten diese auch wählen. Manchmal reicht man die Rechnungen einfach ein.

Arbeitgeberzuschuss – macht das was?

Nein, am Arbeitgeberzuschuss ändert sich dabei nichts, denn auch wenn der Treuebonus eine (mehr …)