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16.
März '21

Anwartschaft oder Optionstarif – wo liegt der Unterschied und was passt für wen?


Wer sich mit dem Thema der heutigen oder zukünftigen Gesundheitsvorsorge beschäftigt, der kommt für sich und die Kinder um Fragen zur Anwartschaft oder Optionstarif nicht drum herum. Dabei haben beide Produkte etwas gemeinsam, unterscheiden sich aber zum anderen auch grundsätzlich. Je nach Anwendungsfall sichern beide ein bestimmtes Ziel ab.

Als Teil meiner Serie: Leserfragen aus dem LiveChat, schauen wir uns heute diese beiden Formen der Absicherung an. Nachdem es bei Fragen wie „Kann ich als Kassenpatient in eine Privatpraxis?„, „Darf mich die PKV bei hohen Kosten rauswerfen?“ um praktische Beispiele ging, behandelte ich bei der Frage nach Karenzzeiten Basiswissen. Hierzu gehört auch die Frage „Anwartschaft oder Optionstarif„? Wie immer geht es erst einmal um Grundlagenwissen. Bevor wir also bewerten und beschreiben können was für wen passt, schauen wir uns erstmal an, worüber wir überhaupt reden.

Anwartschaft oder Optionstarif – Basiswissen

Anwartschaft – was ist das?

Als ich die Frage heute bei twitter gestellt habe, hat Kai geantwortet: „Anwartschaft ist ein ruhendes Vertragsverhältnis“. Das trifft es schon gar nicht so schlecht. Auch hier im Glossar habe ich es im Wesentlichen so geschrieben. Eine Anwartschaft ist ein ruhendes Vertragsverhältnis welches vor, zwischen oder nach einer „normalen“ Privaten Krankenversicherung bestehen kann.

Ganz einfach kann man auch sagen: Sie zahlen für einen Versicherungsschutz, welcher nicht leistet. Das klingt jetzt jedoch negativ und so ist es gar nicht. Mit einer Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung lassen sich mehrere Ziele erreichen. Klar muss sein, eine Anwartschaft existiert in unterschiedlichen Varianten. Dabei muss nicht jede Gesellschaft beide Modelle anbieten.

Durch eine Anwartschaft ruht ein „normales Vertragsverhältnis“, welches sonst einen Versicherungsschutz gewähren würde und erhält dem Versicherten seine Rechte. Wer also einen Vertrag „in Anwartschaft“ umstellt, weil zum Beispiel für ein paar Monate Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse eingetreten ist, der möchte ja nicht danach wieder „von Null anfangen“. Also keine neuen Gesundheitsfragen beantworten müssen, keine Altersrückstellungen verlieren und somit einfach den Vertrag „ruhen lassen“.

Aber: Eine Anwartschaft ist tarifbezogen. Sie entscheiden, oder entschieden sich in der Vergangenheit, sich für einen Tarif, der ruht nun und in den kehren Sie dann zurück. Anwartschaft groß oder klein

Anwartschaft – warum gibt es große und kleine Anwartschaften?

Bei der Anwartschaft gibt es zwei Modelle. Eine so genannte „große Anwartschaft“ und dann natürlich auch eine „kleine“. Fangen wir zunächst mit den Gemeinsamkeiten an. Mit beiden Anwartschaften „frieren Sie Ihren Gesundheitszustand ein“. Das bedeutet also, nutzen Sie eine Anwartschaft heute und können sich erst ab dem 1.1. des Folgejahres privat versichern, so ist es egal, ob Sie bis dahin krank sind oder werden. Eine neue Gesundheitsprüfung findet nicht statt. Ebenso ist es, falls Sie heute privat versichert sind und durch Arbeitslosigkeit zurück in die GKV müssen. Mit einer Anwartschaft sichern Sie das Recht, nach Ende der Versicherungspflicht wieder in die Private Krankenversicherung zurückkehren zu können und keine neuen Gesundheitsfragen zu beantworten.

Bei einer kleinen Anwartschaft war es das nun auch schon. Also, der Sinn einer solchen Absicherung ist, den Gesundheitszustand nicht weiter prüfen zu müssen.

Die große Anwartschaft hingegen kann noch etwas mehr. Diese sichert neben dem Gesundheitszustand auch das Eintrittsalter und bildet damit weiterhin (oder schon vor Vertragsbeginn der Voll-KV) Alterungsrückstellungen. So können Sie auch im kommenden Jahr noch ein Jahr jünger in die PKV wechseln.

Grund für dieses Privileg sind die Altersrückstellungen, welche Sie mit der Prämie für die große Anwartschaft bezahlen. Damit ist diese auch deutlich teurer im Vergleich zur kleinen Anwartschaft.

Die Anwartschaft ist zudem an einen Zeitpunkt und ein festes Ereignis gebunden. Welche Probleme es geben kann, wenn dieser verpasst wird, das können Sie in dem Beitrag zur Central und der Anwartschaft nachlesen.

Optionstarif – was ist das?

Auch in der Vergangenheit gab es schon Optionstarife, wenn auch nicht so „schöne“ wie die, die wir heute kennen. Aber zunächst auch hier einmal die Frage, was so ein Optionstarif denn überhaupt kann und soll.

Auch hier wieder eine Twitterantwort, diesmal von Pierre. „Bei einem optionstarif kaufe ich, meist die Pflicht, bei nächster Möglichkeit, zum Gesundheitsstatus bei Abschluss, mich bei dieser Gesellschaft zu versichern.“ Fast…

Der Optionstarif bringt mir ein RECHT, das Recht zu einem bestimmten Ereignis oder aber auch bei mehreren Ereignissen, vorher definierte Arten eines Versicherungsschutzes abschließen zu können, OHNE dass es einer neuen Gesundheitsprüfung bedarf. Dabei ist der große Unterschied zur Anwartschaft der, dass eine Entscheidung WELCHEN Tarif ich denn nun abschließen möchte, erst bei AUSÜBUNG der Option fällt. So können Sie zum Beispiel heute einen Optionstarif (wie zum Beispiel Hallesche OptiFree oder Barmenia „Mehr Optionen“, aber auch OptiFlex der Allianz viele Ereignisse abdecken.

Optionen sind keine kleine Anwartschaft

Der große Unterschied zur Anwartschaft: Es ist nicht auf einen Tarif, wohl aber auch auf eine Gesellschaft beschränkt. Heißt auch hier, vor Abschluss eines solchen Optionstarife sollte immer geprüft werden, ob die jeweilige Gesellschaft überhaupt passende Tarife hat. Nur wenn später das Ziel eines ist, was mir gefällt, nur dann lohnt sich eine solche Option.

Dazu kommt bei den neueren Optionstarifen noch ein großer Vorteil. Diese lassen sich mehrfach und zu vorher festgelegten Zeiten „ziehen“. So kann ein Student diese heute abschließen, in einigen Jahren eine stationäre Zusatzversicherung abschließen (die Option bleibt bestehen), dann ein Krankentagegeld (Option erhalten), dann wieder um eine Zahnzusatz oder später eine Krankenvollversicherung.

Diese Optionen lassen sich also, je nach Tarif und Bedingungen, mehrfach und in unterschiedlichen Bereichen ausüben. Es gibt aber keinen Zwang. Damit schaffen die neuen Optionstarife auf Versichererseite eine hohe Kundenbindung und wachsen über das Leben mit, begleiten es. Auf der Kundenseite ergibt sich aber dadurch der große Vorteil, einen Gesundheitszustand einfrieren zu können und den dann in Versicherungsschutz umzustellen, wenn der Bedarf entsteht.

Auch für die Vermeidung von großen Nachzahlungen der GKV bei dem Ende der Familienversicherung bei Kindern, können diese Optionstarife mehr als hilfreich und nützlich sein. So sparen diese manchmal tausende Euro Nachzahlungen. Hier entsteht also, je nach Bedingungen, ein Recht auf Versicherungsschutz bei Entfall der Familienversicherung und damit ohne Risiko bei dem Gesundheitszustand des Kindes.

Anwartschaft oder Optionstarif Unterschiede

Anwartschaft oder Optionstarif – Fragen

Schauen wir uns einige Fragen an. Wenn Sie mehr Fragen haben, dann finden Sie unter den Kontaktmöglichkeiten Wege, mir diese zu stellen. Auch unter diesem Beitrag als Kommentar können Sie das gern tun. Falls diese für alle Leser interessant sind, ergänze ich Frage und Antwort dann auch hier.

Muss ich mich auf eine Gesellschaft festlegen?

Ja. Sowohl die Anwartschaften, aber auch die Optionstarife beziehen sich auf eine Gesellschaft. Einen Optionstarif bei Gesellschaft A und dann später eine Kranken(zusatz)versicherung bei Gesellschaft B geht nicht, zumindest nicht unter Nutzung der Option. Natürlich können Sie auch später normale Anträge woanders stellen. Das Optionsrecht ist aber dabei dann nicht nützlich, das gilt nur bei der Gesellschaft, wo der Tarif auch besteht.

Darf ich mehrere Optionen abschließen?

Ja, generell können Sie mehrere Optionstarife haben. Dabei sind Meldepflichten und Anzeigepflichten wichtig, da hierdurch sonst Obliegenheiten verletzt werden können. Sie sollten also alle Versicherer voneinander informieren, Ihr Berater weiß hier mehr.

Nehmen wir einen Studenten. Der weiß noch nicht, ob er Beamter oder Angestellter wird. Eine Gesellschaft hat aber für ihn großartige Tarife für Beamte, weniger tolle für Angestellte. Nun möchte unser Student lieber auf Nummer sicher gehen und schließt zwei Optionstarife ab. Da die Prämien nicht so hoch sind, geht das auch finanziell. Zu dem entsprechenden Ereignis kann er nun aus zwei Gesellschaften und unzähligen Tarifen wählen.

Wann passt eine Anwartschaft besser?

Wer über Jahre bereits versichert war und nun arbeitslos oder aus anderen Gründen (begrenzt) versicherungspflichtig wird, der kann mit einer Anwartschaft die Rechte in seinem Tarif, seinem Vertrag und bei seiner Gesellschaft sichern. Das kann der Gesundheitszustand sein, aber auch die bestehenden und bereits angesparten Altersrückstellungen.

Da unser Beispielkunde aber in seinen Tarif wieder zurückwill, ist eine Anwartschaft eine überlebenswerte Variante.

Für wen sind die Optionstarife eine Überlegung wert?

Wer nur weiß zu welcher Gesellschaft, aber nicht planen kann oder will, welche Art Schutz er wann braucht, der ist mit den Optionstarifen flexibler. Damit eröffnen sich mehr Tarife und Optionen. Auch die Wahl ob Zusatzversicherung oder Vollkrankenschutz ist nicht jetzt zu treffen. ABER: Es wird nur das Recht auf den Abschluss zu dem späteren Zeitpunkt gegeben, es werden keine Altersrückstellungen angespart und damit gilt später das jeweilige Alter bei Abschluss/ Umwandlung.

Anwartschaft oder Optionstarif – Beratung tut not

Auch hier sehen wir wieder gut. Alles Gute ist nie zusammen und alle Vorteile lassen sich nicht kombinieren. Aber, wenn Sie sich mit dem Thema beschäftigen, sich Gedanken machen und beraten lassen, so lassen sich mit Anwartschaften, aber auch gerade mit Optionstarifen viele Türen öffnen. Damit schaffen Sie sich Flexibilität und Planbarkeit für die Zukunft. Bei Fragen, fragen Sie einfach.

Übrigens: Eine Beratung zu einem Optionstarif ist fast so umfangreich wie zur Krankenversicherung. Warum? Weil die Gesellschaft damit entschieden wird und am Ende ist diese Entscheidung die wichtigste und Sie treffen diese mit Abschluss des Optionstarifs.

02.
August '16

Video: Werbespot der Allianz, alles wie vor 35 Jahren?


es ist für mein Verständnis die schönste und passendste Werbung die die Branche hat, daher nutze ich mal die Gelegenheit diese hier in einem Beitrag zu teilen.

Natürlich hat sich vieles verändert, die Branche ist viel komplizierter geworden, viele Produkte sind und bleiben erklärungsbedürftig und trotz Apps, technischen Hilfsmitteln und Beratungsrobotern geht nichts über eine persönliche Beratung von Spezialisten, oder?

Ansichten und Hintergründe zu den FinntechApps, Ihrem Berater in der Tasche, finden Sie in meinem Beitrag

Artikel: Fintech und Apps – Sie bezahlen mit Ihrem Berater

Doch gerade in einer schnelllebigen Welt ist es auch eine Aufgabe eines guten Beraters, mit der Zeit zu gehen. Dazu zählt nicht nur eine schnelle Erreichbarkeit, auch Module wie der LiveChat den Sie hier links unten sehen, oder andere Möglichkeiten.

In jedem Fall…

Ihnen eine gesunde Zeit

und viel Spaß mit dem Spot!

28.
August '15

RechnungsApps für mobile Geräte- welche PKV bietet es schon an und „muss“ eine PKV dieses zukünftig haben?


Gestern schrieb ich bereits über eine solcher Apps, die Barmenia RechnungsApp welche nun auch das Einreichen von „normalen“ Rechnungen ermöglicht und damit das Versenden per Post erspart und eine Erstattung (laut Erfahrung eigener Kunden) deutlich beschleunigt. Auch andere Unternehmen bieten RechnungsApps an und unterstützen den Versand per Foto.

Wie es funktioniert?

Es ist ganz einfach. Bietet die Gesellschaft an nur Rechnungen mit den beiden QR Codes (eA und eP) zu scannen, so wird kein Foto der Rechnung angefertigt, sondern der Code gescannt. Die Gesellschaft ruft damit die Informationen direkt bei der Privatärztlichen Verrechnungsstelle ab und übernimmt die Daten in Ihre Abrechnung. Werden diese Infos abgerufen, lässt sich theoretisch auch eine Einreichung der Rechnung nachvollziehen und die Verrechnungsstelle könnte einen weiteren Abruf sperren. (siehe Nachteile unten)

Bietet die Gesellschaft aber auch die erweiterte Funktion an, so kann einfach ein Foto von einem Rezept oder einer Rechnung ohne Code gemacht werden und dieses an den Versicherer geschickt. Letztendlich ist es nichts anderes als das, was das Unternehmen sonst selbst tut, Belege scannen und zuordnen, danach vernichten. Diese Scanfunktion sichert das Einreichen aller Belege, ungeachtet eines Codes auf der Rechnung und schafft daher ein „komplett papierloses Einreichen“.

Gerade für Beamte dürfte es zukünftig etwas einfacher sein. Bisher mussten die Rechnungen eingereicht werden, bekamen einen Erstattungsvermerk von der Beihilfestelle und gingen dann an die PKV, welche den Rest erstatten konnte. Dieser Zwischenschritt entfällt nun.

Wer es anbietet?

Einige Unternehmen gehen diesen Weg mittlerweile. Hier eine kleine Übersicht, Stand 08/2015. Zum Download einfach auf das gewünschte Symbol klicken, dieses führt Sie direkt in den Store zur kostenfreien App. Klicken Sie auf das Logo der Gesellschaften, so kommen Sie zu deren Seite für Apps und elektronische Helfer.

allianzAllianz Private Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: Allianz RechnungsApp für iOS Geräte,

Allianz RechnungsApp für Android Geräte


ARAG Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

  • Android erst in 2018

Links: ARAG RechnungsApp für iOS Geräte

AXA Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: AXA Rechnungs App für iOS Geräte,

AXA Rechnungs App für Android

barmeniaBarmenia Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: Barmenia RechnungsApp für iOS Geräte,

Barmenia RechnungsApp für Android Geräte,

Blogbeitrag Barmenia App

centralCentral Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: Central RechnungsApp für iOS Geräte,

Central RechnungsApp für Android Geräte

Continentale Krankenversicherung

  • – unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: Continentale Rechnungs App für iOS Geräte,

Continentale Rechnungs App für Android

Debeka Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: Debeka Rechnungs App für iOS Geräte,

Debeka Rechnungs App für Android

Deutscher Ring

dkvDKV Deutsche Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: DKV RechnungsApp für iOS Geräte,

DKV RechnungsApp für Android Geräte

hansmerkurHanse Merkur Krankenversicherung

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: HanseMerkur RechnungsApp für iOS,

HanseMerkur RechnungsApp für Android

Blogbeitrag HanseMerkur App

hallescheHallesche Krankenversicherung

– unterstützt derzeit nur Rechnungen mit QR Code

Links: Hallesche RechnungsApp für iOS Geräte,

Hallesche RechnungsApp für Android Geräte

Signal Iduna Krankenversicherung

– unterstützt derzeit nur Rechnungen mit QR Code

Links: Signal RechnungsApp für iOS Geräte,

Signal RechnungsApp für Android Geräte

ukvUKV Union Krankenversicherung (und Versicherungskammer Bayern)

– unterstützt Rechnungen mit QR Code und jetzt auch als Foto

Links: UKV RechnungsApp für iOS Geräte,

UKV RechnungsApp für Android Geräte,

Versicherungskammer Bayern RechnungsApp iOS

Welche Nachteile es gibt?

Grundsätzlich bietet es zunächst einmal Vorteile wenn ich meine Rechnungen nicht mehr eintüten und per Post versenden muss. Das Original bleibt zukünftig beim Kunden, was theoretisch dazu führen könnte, das ein Betrüger diese Rechnung woanders noch einmal einreichen kann. Sonst war das Original weg und ein weiteres Einreichen unmöglich. Da aber auch ggf. eine Zweitschrift angefordert werden konnte, war es zukünftig vielleicht etwas komplizierter, wer betrügen will findet aber einen Weg, früher und auch heute.

Disclaimer: Alle Logos (c) der jeweiligen Gesellschaft, iOS ist eine Marke von Apple, Android eine Marke von Google.

04.
Oktober '13

Beitragsanpassung der Allianz zum 1.1.2014


Und da ist schon der nächste Anbieter mit veröffentlichten Zahlen für die Beitragsanpassung im kommenden Kalenderjahr. Auch die Allianz ist damit relativ frühzeitig und bietet so genug
Möglichkeiten entsprechend zu reagieren. Die Anpassungen gestalten sich unterschiedlich, je nachdem ob der Tarif in der Unisexwelt oder noch in der alten Bisexwelt abgeschlossen wurde.

Tarife in der Unisexwelt

Die Allianz teilt mit, dass fast alle Tarife in dieser Tarifwelt eine Beitragssenkung bekommen, als Grund gibt die Allianz hier an dass sie in den letzten Jahren viel in die Automatisierung von Geschäftsvorfällen investiert hat und sich diese Kostenvorteile nunmehr bemerkbar machen. Ein weiterer Grund sei, so der Versicherer, eine günstigere Entwicklung der Leistungsausgaben. Dieses kommt sicherlich auch daher, dass die Regelungen in den neueren Tarifen teilweise klarer und deutlicher sind und damit besser abgrenzbar ist welche Leistungen erbracht/nicht erbracht werden müssen. Unverändert in der neuen Tarifwelt bleiben alle Tarife in der Gruppenversicherung für Ärzte, einige Krankentagegeldtarif, die Beitragsentlastungstarife für das Alter, und weitere Zusatztarife. Im Pflegetagegeldtarif PZTB02 sinken die Beiträge für alle Personengruppen deutlich, schreibt die Allianz.
Anpassungen in der alten Tarifwelt

In der Tarifwelt die noch nicht geschlechterneutral kalkuliert sind und wo dementsprechend unterschiedliche Beiträge für Männer und Frauen gelten, besteht jedoch einiger Anpassungsbedarf in verschiedenen Tarifen. Unverändert bleiben auch hier (bis auf Kinder in den Tarifen AM-P100) alle Tarife der AktiMed Serie, einige Tarife werden dabei sogar günstiger.

Tarife VS0, 703 liegen durchschnittlich bei +13
bzw. +15 % (Frauen und männl. Jugendliche) VSZ1/2 bei Männern, VSZ
2 auch bei Jugendlichen VSP0, 600, 600A, 1200 und 2400 bei männl.
Jugendlichen und Kindern, VS2400 auch bei Männern deutliche
Anpassung Tarife 2500 bei wbl. Jugendlichen, 2705 und 29xx bei
Mönnern, wbl. Jugendlichen und Kindern Beihilfetarife 8602 bei
männlichen Jugendl. und Kindern 767, 751, 752 und 751A bei
Ärztinnen, 790 bei Jugendlichen und Kindern

Aber auch hier gilt, wie bei allen anderen Gesellschaften natürlich auch, eine Beitragsanpassung ist kein Grund zur (übereilten) Kündigung, schon gar nicht wenn der Versicherungsschutz schon länger besteht. Jeder sollte sich Gedanken machen, ob der gewünschte und bereits abgeschlossene Versicherungsschutz mit dem entspricht, was man sich selber als Leistungsumfang in seinen Tarifen wünscht. Sollte dem nicht so sein, so sind Tarifumstellungen gemäß Paragraph 204 VVG zu prüfen, denn auch hierbei gibt es Möglichkeiten für veränderte/verbesserte Leistungen.

15.
August '13

Profisportler in der privaten Krankenversicherung


Die Allianz hat Ihre Richtlinien geändert seit 2013, Profisportler sind NICHT mehr versicherbar, so schrieb die Allianz mir im Mai 2016.

Allianz Profisportler
Es war und ist bei den meisten Unternehmen immer noch ein Problem, die Versicherbarkeit von Profisportlern in der privaten Krankenversicherung? Die Erklärungen dafür sind aus versicherungstechnischer/ -medizinischer Sicht nachvollziehbar.

Warum ist der Profisportler „ein Problem“ für die PKV?

Fussball_SHDie Versicherbarkeit und der Beitrag in der privaten Krankenversicherung richten sich, anders als in der gesetzlichen Krankenkasse, nach dem individuellen Risiko des Einzelnen. Dabei spielen neben dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem persönlichen Anspruch an die Leistungen auch der Beruf eine Rolle. Ebenfalls problematisch ist daher fliegendes Personal (Piloten, Flugbegleiter/innen etc.) da hier auch ein höheres Erkrankungsrisiko besteht.

Für den Krankenversicherer besteht somit- zum Beispiel bei Profifussballern- ein höheres Risiko, denn die Wahrscheinlichkeit das ärztliche Leistungen benötigt werden, die steigt berufsbedingt. Daher lehnen die meisten Unternehmen eine Versicherbarkeit hier ab.

Die Allianz möchte das ändern

… und ändert ihre Annahmerichtlinien und die Aufnahmebedingungen für Profisportler. Auch die neuen AktiMed Tarife sind nun für die Profisportler geöffnet und können, wenn weitere Bedingungen erfüllt sind, angeboten werden. Profifußballer aus der 1. und 2. Bundesliga gehören damit ebenso zu den versicherbaren Berufen, wie Golfer, Ballonfahrer und Schwimmer. Bei den Profifußballern fällt ein Zuschlag an, der sich in der Krankenversicherung mit 200%, bei den Krankentagegeldversicherungen mit 400% des normalen Tarifbeitrages berechnet und für die Vertragslaufzeit der Krankenversicherung bindend ist.

Wie kann ein Antrag gestellt werden?

Neben der Frage ob die Private Krankenversicherung überhaupt passt und welche Tarife in Frage kommen, ist die Allianz natürlich nicht der einzige Anbieter. Daher gilt es zunächst die Leistungswünsche abzuklären und zu überlegen welche Auswahlkriterien zu beachten und erfüllen sind. Weiterhin sind folgende Unterlagen zu besorgen:

– Sportärztlicher Untersuchungsbericht der DFL, nicht älter als 6 Monate

– Nachweis des Arbeitgebers über das monatliche Bruttogrundgehalt (ohne Prämien etc.)

– Bestätigung zur Dauer des Arbeitsvertrages

– unterzeichnete Allianz_Sondervereinbarung-Profifussballer

– Anerkennung des Sportlerzuschlages

Wie bereits geschrieben, eine Garantie zur Annahme gibt es auch hier nicht, aber nun existiert zumindest eine weitere Alternative zu den bisherigen Anbietern. Bei Fragen zur Versicherbarkeit gern das Kontaktformular nutzen.