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13.
Juni '18

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – mehr Arbeitgeberzuschuss für PKV Versicherte


Bereits im Januar hatte ich dazu geschrieben. Die Bundesregierung plant(e) die Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und damit die gleichmäßige Verteilung der Beiträge. HIER NACHLESEN wie es bisher ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – das neue Gesetz

Das GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG schafft die Grundlage für die Änderungen und wurde am 06. 06. 2018 vom Kabinett verabschiedet. Darin werden unter anderem die Änderungen für die Parität, neue Bemessungsgrundlagen für Selbstständige und auch eine geänderte Versorgung für Soldaten besprochen. In diesem Beitrag geht es zunächst nur um die Änderungen, welche für Versicherte in der Privaten Krankenversicherung relevant sind und sich damit direkt auf die zukünftigen Eigenanteile auswirken,

Bisher setzt sich der Beitrag in der GKV aus drei Komponenten zusammen. So verlangt die gesetzliche Kasse zunächst einen einkommensabhängigen „Grund-„beitrag, welcher derzeit in 2018 bei 14,6% (inkl. Krankentagegeld) liegt.

Abhängig von der gewählten Krankenkassen kommt hierzu ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Im Jahr 2018 liegt dieser bei 0% bei der (nicht bundesweit geöffneten) Metzinger BKK und bis zu 1,7% bei Krankenkassen wie zum Beispiel der Securvita oder der Viactib BKK. Dieser Zusatzbeitrag ist bisher allein vom Versicherten zu zahlen und wird bei dem Arbeitgeberzuschuss nicht berücksichtig.

Diesen Beitrag teilen sich bisher der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht aber für den Zusatzbeitrag. In der Kranken- und Pflegeversicherung zahlt der versicherte Arbeitnehmer also den größeren Anteil. (Pflege nur, wenn kinderlos).

Das wird sich ab dem Jahr 2019 dann ändern.

Mit der Rückkehr zur paritätischen Versorgung ergibt sich dann eine neue Grundlage. Der Arbeitnehmer kann natürlich auch weiterhin seine gesetzliche Krankenkasse frei wählen. Neu ist aber die Aufteilung des Beitrages und damit die Rückkehr zur bekannten „Halbe, Halbe“ Lösung. Neu sieht dann die Beitragsaufteilung wie folgt aus:

Das Neue daran ist hier, der Beitrag für die Krankenversicherung wird auch hälftig gezahlt, INKL. des Zusatzbeitrages. Damit kommen wir wieder in die Situation, dass der Arbeitgeber ein Interesse an der Auswahl der GKV hat. Dieses hatten wir vor einigen Jahren schon einmal, da gab es schwarze Schafe Arbeitgeber welche den MitarbeiterInnen sehr deutlich gesagt haben, geht zur Krankenkasse XYZ. Davon sollten Sie sich aber nicht beeinflussen lassen.

Vergleichen Sie (hier interaktiv) Ihren Kassenbeitrag und die Leistungen und entscheiden sich dann für die passende, gesetzliche Krankenasse. Klar spart Ihr Arbeitgeber auch Geld, falls die Kasse keinen oder einen geringeren Zusatzbeitrag berechnet. Dennoch entscheiden Sie ganz allein welche Krankenkasse richtig und passend für Sie ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung – Arbeitgeberzuschuss steigt

In 2018 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag derzeit bei 1%. Rechnen wir also einmal mit diesem Wert (der sich in 2019 natürlich genauso ändern wird, wie die Jahresarbeitentgeltgrenze, deren Werte Sie hier finden), so ergeben sich folgende Unterschiede.

Für das Jahr 2018 ergibt sich somit folgende bisher Berechnung:

14,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

+ ggf. einkommensabhängiger Zusatzbeitrag in der GKV (Infos hier)

7,3% x 4.425€ = 323,03 €= AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018

bei sonst unveränderten Daten, jedoch einer paritätischen Versorgung ergäbe sich folgender Zuschuss:

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.425€ = 345,15 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+ 22,12 € gegenüber 2018)

Erhöht sich zudem noch die Beitragsbemessungsgrenze (wie in den letztren Jahren um 1.350 EUR/ Jahr, also 112,50 € pro Monat, so sähe es folgendermaßen aus.

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.537,50€ = 353,93 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+30,90 € gegenüber 2018)

30,90 € mehr monatlicher PKV Zuschuss

… sind maximal möglich, wenn die oben genannten Voraussetzungen eintragen. Dazu müsste

  • – die JAEG wie bisher um 1.350 € p.a. steigen und

  • – der durchschnittliche Zusatzbeitrag der GKV gleich bleiben

Im September werden wir genau wissen, wie die Zahlen für das Jahr 2019 aussehen. Klar ist aber, privat krankenversicherte Kunden bekommen in 2019 einen höheren Arbeitgeberzuschuss, wobei natürlich auch hier die maximale Grenze von 50% des eigenen Beitrages nicht überschritten werden darf.

Den kompletten Gesetzestext (des Entwurfes, welcher aber keiner weiteren Zustimmung des Bundesrates bedarf und das Kabinett bereits passiert hat) finden Sie hier:

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG

12.
Januar '18

Geplant: Rückkehr zur paritätischen Versorgung – so steigt der Arbeitgeberzuschuss für PKV Versicherte dann an


Hätte, könnte, würde, sollte… so zumindest sollten wir diese Meldung Stand heute sehen, denn derzeit steht nichts fest. Nach 24-stündigen Sondierungen meldete n-tv soeben, man habe sich in den Sondierungen bei CDU und SPD auf eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung geeinigt.

Was das bedeuten „würde“ und wie es sich dann für die heute privat Versicherten Arbeitnehmer auswirkt, das schauen wir uns hier einmal genauer an.

Nochmals die „Warnung“. Es ist nur ein Stand in den Sondierungen, kein Punkt in einem Koalitionsvertrag, geschweige denn ein Gesetz, eine Verordnung oder sonst dergleichen.

Wie sieht die Finanzierung der Krankenversicherung heute aus?

Wer heute in der gesetzlichen Krankenkasse als Arbeitnehmer versichert ist, der bekommt einen Teil des Beitrages von seinem Arbeitgeber bezahlt. Im Augenblick sieht das wie folgt aus:

Der Grundbeitrag in der GKV liegt in der Krankenversicherung bei 14,6%, welcher zur Hälfte von beiden Beteiligten, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen wird. 

Dazu kommt aber der sogenannte „kassenindividuelle Zusatzbeitrag“ welchen jeder Krankenkasse für sich festlegt und welcher ebenfalls prozentual vom Einkommen berechnet wird. So kann eine Kasse hier noch weitere 1, 1,5 oder auch 2% Beitrag einnehmen, welcher aber von dem Arbeitnehmer allein zu tragen sind.

Das soll sich nun ändern. Also vielleicht.

In den Sondierungen erklärte man, man wolle zurück zur paritätischen Versorgung. Dazu gäbe es dann grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die eine wäre, die Kassen legen auch weiterhin einen Zuzatzbeitrag fest, dieser wird dann aber auch von dem Arbeitgeber bezuschusst. Das hätte zur Folge, dass die Arbeitnehmer weniger, die Firmen aber wieder mehr Beiträge zahlen müssten. An der Finanzierungssituation der Kassen ändert das freilich nichts, denn diese müssen mit gleichem Geld auskommen, kommt nur von einem anderen Zahler.

Die zweite Möglichkeit wäre auch hier, es gibt keinen Zusatzbeitrag mehr, jede Kasse legt zukünftig dann einfach wieder (das hatten wir ja alles schon) einen Beitragssatz fest und dieser ist einfach zur Hälfte zu zahlen.

Was bedeutet das für PKV Versicherte?

Heute bekommt ein PKV Versicherter einen Zuschuss zur Krankenversicherung. Dieser beträgt 50% des PKV Beitrages, maximal aber den Betrag, den der Arbeitgeber für einen GKV Versicherten zahlt. Also ist der AG Zuschuss gedeckt auf den GKV Höchstbeitrag (14,6%) und diesen max. auf die Jahresarbeitentgeltgrenze. Die Zahlen für 2018 finden Sie hier:

Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung 2018 und neuer Arbeitgeberzuschuss 2018 – Sozialversicherungswerte im Überblick

Fällt nun der Zusatzbeitrag weg und die Kassen müssen wieder Gesamtbeträge nennen, so ergibt sich auch hier ein durchschnittlicher Beitragssatz in der GKV. Auch heute wird schon der durchschnittliche Zusatzbeitrag ausgewiesen. Dieser Beträgt in 2018 1%.

Bei der Rückkehr zur paritätischen Versorgung berechnet sich der AG Zuschuss dann wie folgt:

14,6% + 1% = 15,6%

Davon zahlt der Arbeitgeber 50%, also 7,8 statt bisher nur 7,3%. In Zahlen bedeutet dieses dann:

15,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.425€ = 345,15 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2017 (bisher 323,03 €, + 22,12 €)

WÜRDE es also so kommen, stiege der AG Zuschuss um monatlich 22,12 €, so der Versicherte den Höchstbeitrag erreicht und damit der Beitrag zur Krankenversicherung max. zuschussfähig ist. Bis zu einem neuen PKV Beitrag (OHNE PFLEGE) von 690,30 € wäre somit auch zukünftig ein Zuschuss von 50% möglich.

Warten wir einmal die Sondierungen, dann mögliche Koalitionsgespräche ab.

18.
Juni '14

Steuerfreier Zuschuss zur Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung durch den Arbeitgeber


UPDATE: Einen neueren Artikel zu diesem Thema finden Sie HIER:

Mehr Geld vom Arbeitgeber – wie der AG die Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung steuerfrei erstatten kann

Die Beitragszahlung in der Privaten Krankenversicherung ist gänzlich anders geregelt, als diese für gesetzlich Krankenversicherte gilt. Die Private Krankenversicherung berechnet die Beiträge nicht nach dem Einkommen, sondern nach Gesundheitszustand, Alter, Tarif und Leistungsumfang und auch der Höhe der Selbstbeteiligung.

[Selbst|be|tei|li|gung] (SB) die

Ist ein Betrag, welcher zum Beispiel in der Privaten Krankenversicherung vereinbart werden kann und zuerst von dem Versicherten zu tragen ist. Erst nach Erreichen der S. wird der Versicherer zur Leistung verpflichtet. Bei einer S. von 500 EUR pro Jahr, sind die- sonst erstattungsfähigen- Rechnungen erst ab dem 501. Euro durch den Versicherer zu zahlen.

Ob diese Selbstbeteiligung auch anfällt, das hängt nicht nur von der Frage „sind Rechnungen angefallen“ ab, sondern auch davon, in welchem Bereich die SB gilt. Dabei kann eine Geltung der Selbstbeteiligung nur für den ambulanten oder stationären Bereich, aber auch für alle Bereiche vereinbart werden. Je nach Tarif ist es auch möglich, bestimmte Rechnungen von der SB auszuschließen, so zum Beispiel Vorsorge oder Zahnprophylaxe.

Die Selbstbeteiligung trägt der Kunde selbst, damit hat der Arbeitgeber nichts zu tun, so zumindest zunächst und auch dieses als landläufige Meinung. So kann es in vielen Fällen gerade für angestellte Kunden sinnvoll sein, eine kleine oder gar keine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, denn insgesamt ist es am Ende steuerlich günstiger. Dazu aber noch mehr in einem detaillierteren Beitrag in der kommenden Woche.

Kann der Arbeitgeber mehr zahlen als er muss?

Der Arbeitgeberzuschuss ist in den in den Gesetzen wie dem Sozialgesetzbuch und dem Einkomemnsteuergesetz geregelt und ist auf einen Höchstbeitrag begrenzt. Dieser ändert sich Jahr für Jahr, wenn sich die Beitragsbemessungsgrenze ändert.

7,3% x 4.050 EUR = 295,65 EUR (bisher 287,44 EUR, +8,21 EUR) = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2014

1,025% x 4.050 EUR = 41,51 EUR (bisher 40,36 EUR, +1,15 EUR) = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2014

Der Zuschuss kann nicht „gemixt“ werden und beträgt immer maximal 50%. Wer also 600 EUR PKV aber nur 20 EUR Pflegevers. zahlt, der bekommt dennoch nur 295,65+10 EUR. Aber der Arbeitgeber kann sich noch weiter an den Aufwendungen beteiligen.

Zuschuss? steuerfrei und bis zu maximal 600 EUR

Grund für mehr Geld vom Arbeitgeber sind neben dem Einkommensteuergesetz die Regelungen in den Lohnsteuerrichtlinien. Diese regeln zum Beispiel in R 3.11 LStR auch, das der Arbeitgeber sich bei Notlagen des Arbeitnehmers beteiligen kann.

Unterstützungen an Arbeitnehmer im privaten Dienst
(2)

Unterstützungen, die von privaten Arbeitgebern an einzelne Arbeitnehmer gezahlt werden, sind steuerfrei, wenn die Unterstützungen dem Anlass nach gerechtfertigt sind, z. B. in Krankheits- und Unglücksfällen. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Unterstützungen
1.
aus einer mit eigenen Mitteln des Arbeitgebers geschaffenen, aber von ihm unabhängigen und mit ausreichender Selbständigkeit ausgestatteten Einrichtung gewährt werden. Das gilt nicht nur für bürgerlich-rechtlich selbständige Unterstützungskassen, sondern auch für steuerlich selbständige Unterstützungskassen ohne bürgerlich-rechtliche Rechtspersönlichkeit, auf deren Verwaltung der Arbeitgeber keinen maßgebenden Einfluss hat;
2.
aus Beträgen gezahlt werden, die der Arbeitgeber dem Betriebsrat oder sonstigen Vertretern der Arbeitnehmer zu dem Zweck überweist, aus diesen Beträgen Unterstützungen an die Arbeitnehmer ohne maßgebenden Einfluss des Arbeitgebers zu gewähren;
3.
vom Arbeitgeber selbst erst nach Anhörung des Betriebsrats oder sonstiger Vertreter der Arbeitnehmer gewährt oder nach einheitlichen Grundsätzen bewilligt werden, denen der Betriebsrat oder sonstige Vertreter der Arbeitnehmer zugestimmt haben.
Die Voraussetzungen des Satzes 2 Nr. 1 bis 3 brauchen nicht vorzuliegen, wenn der Betrieb weniger als fünf Arbeitnehmer beschäftigt. Die Unterstützungen sind bis zu einem Betrag von 600 Euro je Kalenderjahr steuerfrei. Der 600 Euro übersteigende Betrag gehört nur dann nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, wenn er aus Anlass eines besonderen Notfalls gewährt wird. Bei der Beurteilung, ob ein solcher Notfall vorliegt, sind auch die Einkommensverhältnisse und der Familienstand des Arbeitnehmers zu berücksichtigen; drohende oder bereits eingetretene Arbeitslosigkeit begründet für sich keinen besonderen Notfall im Sinne dieser Vorschrift. Steuerfrei sind auch Leistungen des Arbeitgebers zur Aufrechterhaltung und Erfüllung eines Beihilfeanspruchs nach beamtenrechtlichen Vorschriften sowie zum Ausgleich von Beihilfeaufwendungen früherer Arbeitgeber im Falle der Beurlaubung oder Gestellung von Arbeitnehmern oder des Übergangs des öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses auf den privaten Arbeitgeber, wenn Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V besteht.

Voraussetzungen:

Der „Notfall“ muss natürlich eingetreten sein, also muss auch die Selbstbeteiligung angefallen sein. Wer also bereits im Januar die Rechnungen eingereicht hat und sieht, die SB wird überschritten, der kann mit seinem AG einen Zuschuss beantragen. Wird es erst am Jahresende festgestellt, dann auch erst dann.

Über diesen Weg sichert sich der Arbeitnehmer noch einmal einen Zusatzzuschuss des Arbeitgebers und spart dabei noch Steuern.

21.
September '10

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2011


 

Die neuen Zahlen für 2012 finden Sie hier:  Arbeitgeberzuschuss, Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2012

UPDATE:

Aufgrund der gesetzlichen Änderungen hier eine kurze Zusammenfassung der Zahlen ab 01. 01. 2011:

Der Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung beträgt 50% des Beitrages, maximal jedoch 271,01 EUR

(Dieser gilt einmalig auch für mitversicherte Kinder. Dabei ist zu beachten, das der AG nur insgesamt den oben genannten Betrag zahlt und nicht pro Person.)

Weiterhin wird ein Zuschuss von 50% des Pflegeversicherungsbeitrages in der Pflegepflichtversicherung durch den AG gezahlt.

und hier nun der ursprüngliche Beitrag und weitere Details:

Laut Regierungskreisen wird der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zum 01. 01. 2011 von derzeit 14,9 % auf 15,5% angehoben. Diese Pläne scheinen weitestgehend sicher, wenn auch noch nicht final beschlossen.

Dadurch ändert sich auch der Höchstzuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer zum 01. Januar. Bekommen diese derzeit (2010) maximal 50% ihres Krankenversicherungsbeitrages, gedeckelt auf 262,50 EUR erstattet, so wird es zukünftig etwas mehr sein.

Durch den Anstieg des Beitragssatzes der GKV um 0,6%, erhöh sich der Arbeitgeberzuschuss auf maximal: 273,75 EUR also um exakt 11,25 EUR monatlich.

Dazu kommt ein Zuschuss zur Privaten Pflegeversicherung von max. 36,56 EUR (Sachsen: 17,81 EUR)

Bitte beachten Sie auch weiterhin, das der Zuschuss des Arbeitgebers maximal 50% des Beitrages, begrenzt auf den oben genannten Höchstbeitrag beträgt. Bei mitversicherten Ehepartnern bzw. Kindern gilt dieser als maximaler Gesamtzuschuss.

Wie kommt dieses nun zu Stande:

Derzeit berechnet sich der Arbeitgeberzuschuss aus der Beitragsbemessungsgrenze von 3.750 EUR, multipliziert mit dem Arbeitgeber (AG) Anteil der Krankenkasse (GKV), also 7,0%.

Bleibt nun (so wie derzeit geplant) die Beitragsbemessungsgrenze konstant, so errechnet sich der Arbeitgeberzuschuss gem. 257 SGB V ab 01. Januar wie folgt:

15,5% Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.750 EUR = 273,75 EUR

Um eine Anpassung müssen sich Arbeitnehmer nicht selbst kümmern. Geben diese Ihre Arbeitgeberbescheinigung für 2010 rechtzeitig im Lohn-/ Personalbüro ab, so wird der maximale Zuschuss automatisch berechnet.

UPDATE: Noch nicht beschlossen, aber im Gespräch ist eine Senkung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV von derzeit 3.750 EUR auf 3.712,50 EUR (44.500 EUR jährlich von derzeit 45.000 EUR).

Damit ergäbe sich dann eine neue Berechnung des Arbeitgeberzuschusses:

7,3% x 3.712,50 EUR = 271,01 EUR

26.
November '09

Arbeitgeberzuschuss 2010


Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenze im Jahre 2010 ändert sich auch der Höchstzuschuss des Arbeitgebers zur Privaten Krankenversicherung.

Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich für das Jahr 2010 auf einen Betrag von 45.000 EUR p.a. oder 3.750 EUR monatlich.

Somit ergibt sich bei einem durchschnittlichen GKV Beitragssatz von 14% + 0,9% Arbeitnehmeranteil ein

maximaler Zuschuss des Arbeitgebers von 262,50 EUR zur privaten Krankenversicherung. (ab. 1. 7. 09 betrug dieser 257,25 EUR)

Dazu kommt ein Zuschuss zur Privaten Pflegeversicherung von max. 36,56 EUR (Sachsen: 17,81 EUR)

Bitte beachten Sie auch weiterhin, das der Zuschuss des Arbeitgebers maximal 50% des Beitrages, begrenzt auf den oben genannten Höchstbeitrag beträgt. Bei mitversicherten Ehepartnern bzw. Kindern gilt dieser als maximaler Gesamtzuschuss.

Voraussichtliche Zahlen 2011 finden Sie im Blogbeitrag Arbeitgeberzuschuss 2011