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23.
Mai '19

Axa Krankenversicherung mit neuem Tarif ActiveMe – Innovation oder Flop? Eine ausführliche Analyse


Da sitze ich nun hier. Warte seit Wochen gespannt auf die angekündigte und innovative Krankenversicherung der Axa. Ein neuer Vollkostentarif soll es werden. Seit einigen Wochen rührt die Axa die Werbetrommel bei den Vermittlern und verspricht Innovation, Veränderungen und eine Anpassung an die neue Zielgruppe der Axa. Man wolle ein Gesundheitsversicherer werden, kein Krankenversicherer.

Klingt besser, wird wohl bei einem innovativen Marketing-meet-up herausgekommen sein. Aber lassen wir uns überraschen, dachte ich.

Nachdem dann gestern die ersten Unterlagen eintrudelten, sahen diese auch ganz vielversprechend aus. OK, es ist weiterhin aus Sicht der Versicherer nicht nötig dem Makler oder Berater Bedingungen zu schicken, es reicht aus Prospekte und Sales Seiten zu verlinken. Nur dank eines direkten Kontaktes liegen mir die Bedingungen vor. Die Axa selbst hat in dem innovativen Newsletter nur Prospekte verteilt und recht nichts sagende Sales-Seiten verlinkt. (Wollen Sie mal schauen? aber pssst!)

In der Vergangenheit hatte die Axa ja ein weniger glückliches Händchen mit der Krankenversicherung. Versagen in der Kalkulation, Treuhändlerstreit und mehr Baustellen als man bedienen kann. Aber das ändert sich nun. Mit dem neuen und innovativen Vollkostentarif.

Mit dem neuen Tarif möchte man sich wandeln. Von der reinen Kostenerstattung, hin zu einem Gesundheitsdienstleister.

Tarif ActiveMe – Bonus für…

  • – Nichtraucher
  • – Sportler
  • – Blutspender
  • – Kranke in speziellen Programmen

So will man locken, mit Geld. Jeder der bestimmte Kriterien erfüllt, bekommt welches. Ganz unabhängig von der Leistungsfreiheit im Tarif und der normalen Rückerstattung. Solange es jeder auch in der Steuer angibt, alles gut.

Tarif ActiveMe – Bedingungen eher „geht so“

Nicht schlecht, das möchte ich damit keinesfalls pauschal sagen, aber auch nichts welches besonders innovativ ist oder den Namen „Innovation“ verdienen würde.

Aber ich habe es nicht in eine Analyse mit über 3.000 Worten geschrieben, damit ich es hier in den Beitrag nochmals schreibe. Daher bin ich einfach so frei und verlinke Ihnen hier die vollständige

Tarifanalyse AXA ActiveMe

Als kostenfreie PDF zum Download. Bei einem heißen Kaffee und mit ganz viel Spaß beim Lesen. Lehnen Sie sich zurück, schnappen sich den Ausdruck und lesen!

Weitere Unterlagen zum AXA ActiveMe Tarif

Ein etwas vorweg gegriffenes…

Fazit

Zunächst noch einen Blick auf eine andere Formulierung, welche ich noch nicht ansprach. Die Axa hat natürlich, allein schon weil man es dann bewerben kann, eine Beitragsbefreiung bei Elternzeit. Zumindest schriebt man das.

Schauen wir uns die Regelungen dann unter Punkt E.) in den Tarifbedingungen an, werden schnell die Einschränkungen klar.

Während der ersten 2 Monate des Bezuges von Elterngeldreduziert sich der für diesen Tarif zu
zahlende monatliche Beitrag um 50%. Die Beitragsreduzierung gilt nur für die versicherte Person, die Elterngeld bezieht und nur, wenn für die Person keine besonderen Bedingungen für Personen in Berufsausbildung bestehen. Der Antrag auf Reduzierung des Beitrages ist innerhalb von 3 Monaten nach Bezugsbeginn des Elterngeldes zu stellen und nachzuweisen. Die Beitragsreduktion ist ausgeschlossen, wenn bei Beantragung dieses Tarifes die Schwangerschaft bereits festgestellt oder das Kind bereits entbunden wurde.

ZWEIganze Monate und zudem natürlich nur für den Tarif selbst, nicht für den Zahnschutz, nicht für andere Bausteine. Aber klar, bewerben kann man es nun natürlich.

In Summe betrachtet ist der Tarif ganz nett und sicher durchaus eine Option für bisher AXA Versicherte. In der Hoffnung hier die Beiträge besser in den Griff zu bekommen und die Kalkulation sauber durchdacht zu haben, keine so schlechte Wahl.

Innovationen suche ich auch nach dem dritten Lesen noch. Neu ist außer ein wenig Bonus, der Zuschuss zu einer App (z.Bsp. bei Tinitus, 19 EUR monatlich nach ärztlicher Verordnung) oder auch einem Bonus bei Nichtrauchern nicht wirklich etwas.
Was hier als Innovation verkauft und angekündigt wird, haben auch andere Mitbewerber, teilweise sogar schon lange.

Bonuszahlungen sind möglich bei Nichtrauchern, einem passenden BMI, Teilnahme an Impfungen, Sport oder Blutspenden oder bei Patientenprogrammen bei bestimmten Erkrankungen.