Archiv für die Kategorie ‘Service&Hilfe’

11.
Juli '20

Achtung! Hallesche ändert Antragsfragen für OLGA Flex und Clinic-Tarife und schließt damit Kindernachversicherung aus


Die Kindernachversicherung ist ein großartiges Feature. Bevor wir uns hier nun die neuen Einschränkungen anschauen, ein Blick auf die Kindernachversicherung selbst und wie genau diese funktioniert.

Was ist die Kindernachversicherung?

Wer selbst einen Vertrag in der privaten Krankenversicherung hat, eine Pflegezusatzversicherung oder eine andere Zusatzversicherung besitzt und wenige Voraussetzungen erfüllt, der kann hiervon profitieren. In der Regel gelten nur wenige Vorgaben:

  • – der Vertrag muss bei Geburt des Kindes oder der Adoption schon mindestens 3 Monate bestanden haben

  • – der Schutz des Kindes darf nicht höher sein im Vergleich zum Schutz der Eltern

  • – es gibt keinerlei Gesundheitsprüfung für das Kind

  • – in den Anträgen der Eltern müssen Erkrankungen (auch wenn schon vorgeburtlich bekannt/befürchtet) nicht angegeben werden

In meinem Artikel zu Versicherungen in/ vor der Schwangerschaft habe ich genau diesen Weg auch beschrieben und rate immer und dringend dazu, für sich selbst den passenden Versicherungsschutz zu wählen, den man auch für das Kind möchte. Hier können Sie den Ablauf und die wichtigen Policen direkt nachlesen.

Warum ändert die Hallesche nun etwas und was machen andere Unternehmen?

Leider werden solche Regelungen auch ausgenutzt. Schauen Sie sich einmal in Foren und Gruppen um in denen sich werdende Eltern unterhalten. Gerade wenn der Arzt bei der Schwangerschaftsvorsorge Vorerkrankungen feststellt und die Eltern sich leider auch mit möglichen Folgen und Behinderungen des Kindes beschäftigen müssen, ist es derzeit immer noch möglich eine solche – schon bekannte – Vorerkrankung zu versichern.

Dazu stellen Sie einen Antrag auf Pflegezusatz oder zum Beispiel eine stationäre Ergänzungsversicherung. Die Gesundheitsfragen für Vater oder Mutter beantworten Sie vollkommen wahrheitsgemäß und sind damit auch sicher vor einer Anzeigepflichtverletzung. Da aber nach Gentests nicht gefragt werden darf und nach Erkrankungen, die das noch nicht geborene Kind haben könnte, auch nicht gefragt wird, bekommt der Versicherer einen Leistungsfall in den Bestand.

Als Beispiel zwei Fälle von Kollegen. Zweimal sind Kinder mit einem Down Syndrom geboren, zweimal wurden während der Schwangerschaft bereits „Auffälligkeiten“ festgestellt und die Eltern vom Arzt darauf vorbereitet was passieren könnte. Beide Kinder hatten ab dem 1. Tag Ihres Lebens Beschwerden und sind beide heute pflegebedürftig. Auch für beide wurde auch dann noch eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen und diese leistet heute. Über 2.000 € JEDEN MONAT fließen so an die Eltern. Das hilf nicht nur enorm die Kosten zu bewältigen, es schafft auch Zeit für berufliche Auszeiten, bezahlte Pflegekräfte zur Entlastung und vieles mehr.

Doch aus Sicht der Versicherer und Kollektive ist es eine Katastrophe. Unterstellen wir nur mal 30 Jahre Leistungszeit. Bei einer monatlichen Rente von 2.000 € sind das dann:

2.000 € * 12 Monate * 30 Jahre = 720.000 €

Steigert der Versicherer die Rente nur alle drei Jahre um 5% im Rahmen einer Dynamik, so sprechen wir über einen Betrag größer 900.000 € Leistung. Alle Leistungen, ohne für das Kind auch nur einen Euro Beitrag bekommen zu haben.

DAS IST NICHT SCHLIMM und SO FUNKTIONIERT VERSICHERUNG. Aber eben nur dann, wenn es risikogerecht kalkuliert ist. Davor möchte sich nun die Hallesche schützen und ändert daher die Antragsprozesse.

Klar ist auch, wer vor einer bekannten Schwangerschaft oder „bei der Familienplanung“ ist, für den ändert sich gar nichts.

Ich bin mir recht sicher, auch andere Unternehmen werden ähnliche Regelungen übernehmen und einführen.

Wie sieht die Änderung aus?

Bisher wurden im Antrag die persönlichen Daten und dazu folgende Gesundheitsfragen gestellt. Den Antrag als komplettes pdf können Sie im Downloadbereich unter Antragsunterlagen auch jetzt noch nachlesen.

In dem neuen Antrag hingegen, ist eine Fragen neu hinzugekommen. Schauen wir uns zunächst einmal die Frage und dann den Hinweis dazu an. Auch diesen Antrag habe ich im Downloadbereich verlinkt.

Wer also gefragt wird, der muss auch wahrheitsgemäß antworten. Dabei ist der voraussichtliche Geburtstermin laut Mutterpass oder das Adoptionsdatum anzugeben. Ist dem so, gilt folgende Regelung:

Im Falle einer anstehenden Geburt oder Adoption kann der Versicherungsbeginn frühestens zum 1. des Vormonats vor dem oben angegebenen Geburts­/ Adoptionsmonat sein (Geburts­/Adoptionsmonat – 1 Monat).

Damit ist das Thema Nachversicherung des Kindes erledigt und nicht mehr möglich. Darauf weist die Hallesche auch explizit direkt im nächsten Satz hin.

Bitte beachten Sie: Eine Mitversicherung ab Geburt gemäß § 198 VVG ist nur möglich, wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 3 Monate versichert gewesen ist.

Klar ist also warum diese Änderung nötig ist und war. Die Hallesche bietet neben dem Tarif mit Alterungsrückstellungen auch noch einen reinen Risikotarif für Olga Flex, Ein 30jähriger Versicherer zahlt damit bei 2.100 € MONATLICHEM Pflegegeld in den ersten 5 Jahren nur 4,20 € Beitrag (welcher sich dann erhöht). Dazu wählen Sie einfach im unten verlinkten Onlinerechner die Option „reiner Risikoschutz“ unter dem Beitrag und passen die gewünschten Alterungsrückstellungen nach Bedarf an.

Also ist auch weiterhin eine günstige Absicherung des Pflegerisikos möglich, nur eben VOR bekanntwerden der Schwangerschaft.

Selbst berechnen

Die Module OLGA Flex (als Pflegeergänzung, mehr dazu in dem Beitrag „Hallesche Pflegezusatz“) und auch den Tarif CLINIC (stationäre Ergänzung) können Sie selbst rechnen und online die Fragen vor einem Abschluss einsehen.

Den Rechner für die stationäre Zusatzversicherung (den dann bei Abschluss vorher auch das Kind bekommen wird), finden Sie hier:

HALLESCHE ONLINE RECHNER stationäre Zusatzversicherung

Mein Fazit

Ja, der Schritt ist und wird für einige unangenehm und nach dem „die wollen nur nicht zahlen“ klingen. Wollen Sie auch nicht, jedoch das durchaus zu recht. Wer sich um seinen eigenen Schutz nicht kümmert und sich dann um den Versicherungsschutz kümmert wenn es zu spät scheint, den trifft es.

Klar hätte man auch versuchen können Fragen nach der Gesundheit des Kindes zu stellen, oder Fragen nach Vorsorge und Schwangerschaftsauffälligkeiten. Die Hallesche hat sich aber hier für diesen Weg entschieden.

Denken Sie also bereits bei der Familienplanung daran, sich um diese Optionen Gedanken zu machen. Auch heute gibt es eine Reihe anderer Versicherer bei denen das (noch) nicht so ist und auch heute ist noch 3 Monate vor der Geburt ein solcher Schutz zu bekommen. Bedenkt man aber die hohen Leistungen und die hier sehr geringen Startbeiträge, dann ist die Entscheidung im Sinne der Kollektive gefallen. Noch etwas mehr zu Lesen zu dem Thema hier:

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung

03.
Oktober '19

LiveChat – ein kostenloses Angebot für schnelle Hilfe


… und ein Versuch die Frage „Warum machen Sie das mit dem LiveChat und das auch noch kostenlos?“

Eine der am häufigsten gestellten Fragen und meist von Kollegen gestellt. Vieles an Informationen, Fragebögen, Leitfäden oder Übersichten hier auf meiner Seite sind aus einem einfachen Grund entstanden. Eigener Faulheit 🙂

Nachdem ich vieles immer und immer wieder unterschiedlichen Menschen erklärt habe, habe ich Fragebögen entworfen, Leitfäden und/ oder Bücher geschrieben und damit allen das Leben erleichtert. Zum einen wird es leichter für Sie, denn Sie haben die Möglichkeit Informationen nachlesbar zu machen und sich bei Bedarf (erneut) anzuschauen. Auf der anderen Seite ist es auch für mich einfacher/ zeitsparender und ermöglicht mir damit Zeit „freizuschaufeln“ und damit Zeit für andere Dinge zu haben.

Wie alles anfing

Vor einigen Jahren nahmen dann auch die Anrufe zu, meist Anrufe die „ich habe mal eine kurze Frage“ als Hintergrund hatten. Diese habe ich, soweit zeitlich machbar, auch dann schon immer kostenlos beantwortet. Das Problem was sich dann ergab?

Am Telefon lassen sich zwar Fragen beantworten und Sachen einfach schnell erklären, aber es fehlt oft die ergänzende Möglichkeit weiterführende Informationen zu übermitteln.

In der Praxis war es dann oft so, dass ich im Anschluss nach dem „Ich-habe-mal-eine-Frage-Telefonat“ dann E-Mails verschickt habe und hier weitere Links zu Blogbeiträgen oder Unterlagen verschickt. Das bindet dann am Ende aber so viel Zeit, dass es schlichtweg nicht mehr machbar war.

Die Idee des Live Chats entstand auch hier eher aus einer Laune heraus und als ich damit anfing, im Dezember 2014, gab es das schon in anderen Bereichen, aber bei Maklern und in der Versicherungsbranche eher nicht. Doch warum eigentlich nicht?

Gerade wenn Sie sich auf der Seite hier aufhalten und sich Beiträge durchlesen, Fragebögen anschauen und informieren, gerade dann entstehen Fragen und Rückfragen. Warum also diese dann nicht einfach beantworten?

Fragen und Antworten zum LiveChat

Zu dem Angebot des Live Chats gab es in den letzten Monaten immer einmal wieder Fragen. Daher habe ich einige dieser Fragen aufgegriffen und werde diese nun hier im Beitrag beantworten. Fangen wir damit mit einer der am Häufigsten gestellten Frage an.

Ist es ein Chat Bot?

Interessant, denn in Zeiten immer unpersönlicherer Hotlines und ausgelagerten Servicecenter, ist dieses eine der Fragen welche Sie als Besucher beschäftigt. So kommt oft vor der eigentlichen Fragen eben genau diese und die kann ich ganz klar und eindeutig beantworten.

NEIN, wenn der Chat online ist und Ihnen als PopUp Fenster angeboten wird, dann ist es niemals ein Bot, sondern (mehr …)

26.
September '19

Clark oder andere Versicherungsapps – so setzen Sie unbewusst Ihren Betreuer vor die Tür


Ich mag Digitalisierung und mein Smartphone und nutze dieses täglich. Bankgeschäfte, Aktienkurse, Navigation und natürlich Messanger und vieles mehr. Ein Smartphone ist für viele nicht mehr wegzudenken. Doch das Beste… man hat alle Daten und Unterlagen immer mit dabei. Das das nicht immer so läuft wie gewohnt und das Sie damit ungewollt einen langjährigen Berater vor die Tür setzen, das zeigt eine kleine Geschichte.

Ich habe seit über 20 Jahren nahezu keinen Kunden verloren und lege viel Wert auf eine langfristige Zusammenarbeit. Klar ändert sich etwas, klar hört man manchmal über Jahre nichts und dann, dann kommt ein Anruf und eine Mail und ZACK- alles wieder wie immer. Nun kann es durchaus passieren, dass jemand einen neuen Betreuer für den eigenen Vertrag sucht. Das muss gar nichts mit Unzufriedenheit zu tun haben, manchmal ist es ein ganz banaler Grund. Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Kunden, da war der Bruder nun fertig mit der Ausbildung und auch Makler… ein anderer wiederum hatte einen anderen Grund- wollte gern den einen Vertrag auch bei dem anderen Kollegen haben, welcher alles andere betreut.

Das aber auch alles anders sein kann, das zeigt eine kleine Geschichte von heute.

09:12 Uhr – Es macht KLING

und eine E-Mail der Signal Iduna trudelt ein. Diese kommt von der Vertragsbetreuung und informiert mich über eine Bestandsänderung. Ein Kunde möchte nicht mehr betreut werden und man habe nun den Vertrag aus dem Bestand genommen.

Soweit so unkompliziert. Der Vertrag wird- nach dem Wunsch des Kunden- aus dem Bestand des einen Maklers genommen (meinem) und in den Bestand des empfangenden Maklers (hier Clark) übertragen. Als bisheriger Betreuer und auch Vermittler des Vertrages weiß ich jedoch nicht wohin der Vertrag geht. Das hat (gute) Datenschutzgründe und soll auch so sein. Daher bekomme ich auch nur die Info „Vertrag ist weg“ und das war es dann. Der Versicherer macht hier alles richtig. Unterlagen zum Vertrag bekomme ich ab jetzt nicht mehr und kann damit auch nur bedingt helfen, falls der Kunde anruft.

Und ja, bevor die Frage kommt, es wird auch die Bestandscourtage dann an den neuen Kollegen gezahlt. Das sind in der Krankenversicherung ca. 1-1,5% des Nettobeitrages.

09:24 Uhr – Mail an Kunden

Da ich aber- oder gerade weil- an einer fairen Beziehung zu meinen (gern auch ehemaligen) Kunden interessiert bin, informiere ich den Kunden meist danach kurz direkt. Hier war das auch deshalb nötig, da ich wissen wollte was mit der Berufsunfähigkeitspolice ist, welche sich ebenfalls in meinem Bestand befindet (wenn auch bei einem anderen Versicherer).

Daher habe ich auch hier nachgefragt und wollte kurz wissen, wie es mit der BU Absicherung weiter gehen soll. Es hat ja durchaus einen Sinn beide Verträge hier zu betreuen, da die PKV und BU allein schon durch den KT-BU-Übergang direkt in Berührung kommen.

Auch halte ich irgendwelche Fristen oder Vertragslaufzeiten in Maklerverträgen generell für falsch/ unnötig. Wer nicht durch mich betreut werden möchte und etwas anderes gefunden hat, bitte sehr. Das meine ich auch weder nachtragend noch sonst irgendwie negativ. Aber damit ist das Vertrauen dann weg oder (mehr …)

19.
September '19

American Express Versicherungsschutz und Schadenmeldung – warum Kleinigkeiten entscheiden


Wussten Sie, dass ein nicht gebuchtes Bahnticket den Versicherungsschutz gefährden kann? Nicht?

Viele Menschen buchen sich günstigere Flüge, welche im Ausland starten. Wer im Ruhrgebiet startet für den ist Amsterdam eine Option. Für andere vielleicht Kopenhagen. Doch wer nun meint eine Bahnfahrt könne er später buchen, der kann im Fall von

  • – Krankheit

  • – Kündigung

  • – Gerichtsterminen

  • – Schäden an Haus und Hof

schnell eine böse Überraschung erleben und wenn der Versicherer dann erstmal gefragt hat, dann ist es auch nicht mehr möglich den Schaden zu beheben.

Reiserücktrittversicherungen bei American Express

Ein weiteres Problem? Nicht alle American Expresskarten enthalten eine solche Absicherung und meist muss mit der entsprechenden Karte bezahlt werden. Wer nun aber als Selbstständiger oder Freiberufler die Business Version nutzt (die durchaus Vorteile bietet), der hat womöglich keinen Schutz.

Die Reiserücktrittsversicherung ist zum Beispiel in den folgenden Karten enthalten:

  • American Express GOLD – private Karte

  • American Express PLATIN – private Karte

  • American Express PLATIN – Business Version

Der Schutz bei Reiserücktritt fehlt aber zum Beispiel bei der

  • American Express BUSINESS GOLD

Wer nun eine Reise mit der Business gebucht hat, der muss auf den Schutz verzichten. Hat er den mit der privaten Gold gezahlt, so besteht Schutz.

Doch wer nun krank ist und sich dann auch noch mit Formalitäten herumschlagen muss, der vergisst oft etwas. Da fehlt ein Attest, eine Bescheinigung, eine Rechnung. Und weil die Frage immer und immer wieder kommt, eher aber von den Lesern meines Reiseblogs, nutze ich die Gelegenheit und erkläre es einmal detaillierter.

Und weil weder Google noch die Leser doppelte Artikel mögen, hier der

direkte Link zum Weiterlesen.

American Express Schadenmeldung Reiserücktrittsversicherung

13.
August '19

Anforderung der Krankenakte und gespeicherter Informationen – so gehts kostenlos


Die Krankenakte ist oftmals nicht ganz einfach zu bekommen. Da meinen einige Ärzte dann doch ernsthaft: „Sie müssen vorbei kommen, schicken kann ich Ihnen diese nicht.“, andere kommen dann mit einigen kurzen Auszügen um die Ecke und der Dritte sagt „ich muss Ihnen die gar nicht geben.“ Mit einigen dieser Vorurteile räumen wir nun einmal auf und schauen uns an, wie Sie schnell und kostenfrei an Ihre Krankenakte kommen.

Zunächst sei einmal auf bereits erschienene Artikel verwiesen:

Während es also schon immer möglich war, die eigene Krankenakte gegen Erstattung der Kosten für gefertigte Kopien zu bekommen, haben wir seit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung im Jahr 2018 noch eine andere Möglichkeit. Diese verbesserte Situation gilt damit ab dem Jahr 2018 und ermöglicht dem Patienten noch schneller, sicherer und kostenfrei an die entsprechenden Informationen zu kommen.

Wozu bedarf es überhaupt einer Kopie der Krankenakte?

Es gibt ganz verschiedene Gründe, warum die Einsicht in die Krankenakte wichtig und erforderlich ist. Das kann

  • – Prüfung der Diagnosen

  • – Einsicht in die abgerechneten Diagnosen

  • – Antrag auf eine Lebens-/ Berufsunfähigkeits-/ Krankenversicherung

  • – eigenes Interesse

  • – Weitergabe an einen anderen Arzt

  • – eine Zweitmeinung

oder etwas ganz anderes sein. Dabei ist es auch nicht relevant warum Sie diese Kopie haben möchten, sondern nur das Sie es möchten. Ich persönlich fordere jedes Jahr zum Jahresanfang die Unterlagen des zurückliegenden Jahres an. Das hat den Vorteil, dass ich immer alle Unterlagen greifbar habe und mich im Fall der Fälle keine Gedanken machen muss.

Weiterhin ist es auch durchaus aufschlussreich zu wissen, was andere (hier Arzt oder Krankenhäuser) über einen selbst gespeichert haben und ggf. auch, an wen diese Daten weitergeben wurden.

Wer kann den Anspruch geltend machen?

Jeder Patient/ jede Patientin hat einen entsprechenden Anspruch an den Arzt und kann die eigene Krankenakte verlangen. Bei nicht volljährigen Kindern besteht der Anspruch natürlich auch und kann durch die sorgenberechtigten Eltern ausgeübt werden.

Wollen Sie diese Unterlagen hingegen für eine andere Person bekommen, so bedarf es einer ausführlichen Bevollmächtigung, schließlich handelt es sich hier um sehr private und sensible Gesundheitsdaten. Daher ist es am einfachsten, wenn diese durch den jeweilig Betroffenen selbst beantragt werden und auch diesem zugestellt werden sollen.

Darf der Arzt mich zum „Vorbeikommen“ zwingen?

Nein. Auch wenn es einige Ärzte oder Praxismitarbeiter gibt, welche auch heute noch der Meinung sind, es ginge nur persönlich, so ist es schlichtweg falsch. Es gibt insbesondere in der DSGVO aber auch nicht in der Berufsordnung der Ärzte eine Regelung, wonach eine solche Auskunft vor Ort zu erfolgen hat. Gerade nach einem Umzug oder dem Wechsel zu einem anderen Arzt möchten Sie vielleicht gar keinen persönlichen Kontakt mehr, daher reicht es per Post vollkommen aus.

Aber: Sie müssen nachweisen können, dass Sie auch die anspruchsberechtigte Person sind. Das kann über geeignete Unterlagen wie einer Kopie des Ausweises, Reisepasses oder anderer passender Nachweise erfolgen. Eine solche Berechtigung lässt sich aber auch auf die Entfernung einreichen und prüfen.

Was Sie genau antworten können, wenn der Arzt sich dennoch weigert, das habe ich im Artikel hier beantwortet:

Wenn Arzt oder Krankenhaus die Zusendung der Krankenakte verweigern

Lassen Sie sich daher auf keine Diskussionen ein. Setzen Sie ggf. eine Frist, schreiben die Praxis erneut mit Fristsetzung an und (mehr …)