Der Weg zum passenden Berater in Versicherungs- und Finanzfragen, ein Schaubild

Sven Hennig

Die Welt er Vermittler, Makler, Vermögens- und Finanzberater ist nicht nur voller Missverständnisse, auch Mythen halten sich wacker und über Generationen hinweg. Selbst vermeintliche (Fach-) Journalisten bekommen „es nicht auf die Reihe“ den Versicherungsvertreter von einem Versicherungsmakler auseinander zu halten.

Auch bei Vermögensberatern denken die meisten an unabhängige Berater die das Vermögen der Kunden mehren. Das diese an bestimmte Gesellschaften gebunden sind und auch nur diese vermitteln können, das ist nicht nur wenig bekannt, wird von diesen auch gekonnt hinter tollen Begriffen wie „Konzeptberatung“ und Vermögensplanung verborgen. Bereits in meinem Beitrag zu den unsäglichen Aussagen des DVAG Beraters habe ich (ganz passend zur Fußball-WM) einmal dargestellt, wer bei und mit wem in einer Mannschaft spielt.

Nur der Makler (und der Versicherungsberater der hier auf dem Feld fehlt) spielt mit dem Kunden, andere Vermittlertypen sind mit dem Versicherer in einem Team.

Makler Vertreter Fussball

Um das Ganze aber etwas einfacher zu machen und Ihnen einen Weg an die Hand zu geben, den passenden Berater zu finden und sich auch über die Konsequenzen der Auswahl (wie Bindung an Gesellschaften und den rechtlichen Status) klar zu werden, habe ich gestern das alles einmal in ein Schaubild gegossen.

Beginnen Sie einfach oben links und hangeln sich durch die Fragen. Am Ende steht nicht nur der für Sie passende Vermittlertyp, Sie kennen dann auch gleich noch die Kerneigenschaften dieses Typus. Die Übersicht können und sollen Sie gern verteilen, vielleicht bringt es etwas Aufklärung und verhindert falsche, alte Ansichten.

Für die Kollegen gilt: Teilen erlaubt, solange die Bilder und die pdf unverändert bleiben. Auch ein Einbinden auf der eigenen Seite ist kein Problem.

Die pdf Version der Datei finden Sie unter dem Link: Der Weg zum passenden Berater in Versicherungs- und Finanzfragen

Der Weg zum passenden Berater II

Und sollten Sie bisher gedacht haben, der Berater wäre unabhängig und es wäre einfach nur das passende Produkt, dann können Sie diese „Empfehlung“ nun einmal hinterfragen. Wie ich bereits gestern bei twitter schrieb…

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10 Antworten zu “Der Weg zum passenden Berater in Versicherungs- und Finanzfragen, ein Schaubild”

  1. Bewertungsreserven retten, 26 Risiken der Zukunft, Rente mit 63 verfassungswidrig?, Altersvorsorge ist Top-Sparmotiv, BdV contra LV-Reform, Focus kritisiert PKV - Das Tagesbriefing für Versicherung & Finanzen Says:

    […] braucht, ist Versicherungsmakler Sven Hennig kreativ geworden – und hat ein Schaubild gemalt. Online-PKV […]

  2. Walter Benda Says:

    Schön, hier sind die 34e-ler drauf. Bei dem Schaubild zur Beratersauswahl hätte ich einen Verbesserungsvorschlag: Statt der Bindungsfrage sollte die Frage nach unabhängiger Beratung erfolgen. Dann antwortet der Verbraucher mit ja und erkennt sofort den Unterschied, denn er bei Bindung erst durch RÜckschlüsse erkennen muss. Sind zwar nicht alle doof aber über Erleichterung freut sich doch jeder! 😉

    Die Idee mit dem Fußballfeld finde ich übrigens gut!

  3. Marco Says:

    Ob der Makler wirklich im Lager des Kunden steht, ist insbesondere im Privatkundengeschäft fraglich. Denn je höher die generierte Prämie ist, desto mehr überweist der Versicherer dem Makler…

  4. Sven Hennig Says:

    Guten Tag Marco,

    danke für Ihren Kommentar. Das ändert nichts an der rechtlichen Situation, denn die Haftung und rechtliche Definition der „Seite“ in der der Makler steht ist klar.
    Pauschale Urteile bringen hier m.E. nichts. Klar gibt es in keinem der Typen nur gute oder nur schlechte Berater, das steht hier aber auch nicht.

    Versicherungsschutz sollte sich generell nicht an der Prämie sondern an der gewünschten Leistung orientieren.

  5. Marcus Dippold Says:

    Hallo Herr Hennig,

    ich vermisse im Schaubild noch die Einbindung des Mehrfachagenten.

    Beste Grüße aus dem Süden
    Marcus Dippold

  6. Sven Hennig Says:

    Guten Tag Hr. Dippold,

    nicht wirklich, der Mehrfachagent ist nichts anderes als ein, an mehrere Gesellschaften gebundener Vertreter.

  7. Marcus Dippold Says:

    Hallo Herr Hennig,
    die Definition des Mehrfachvertreters (MFV) ist mir durchaus geläufig. Allerdings stellt er einen eigenen Vermittlertypus dar – siehe § 34 d Abs. 1 der Gewerbeordnung (GewO).
    Somit müsste bei stringender Betrachtungsweise der MFV in Ihrem Schaubild bzgl. der Beratungshaftung auch aufgeführt würden, da dieser ja – wie Sie selbst sagen – nicht nur eine Gesellschaft, sondern mehrere Gesellschaften vertreten kann.
    Ich verstehe Ihre Sichtweise als Versicherungsmakler, aber in dieser Form ist die Darstellung aus meiner Sicht nicht korrekt.

    Nicht nur Makler bieten eine breite Marktauswahl…

    Beste Grüße

  8. Sven Hennig Says:

    Hallo Hr. Dippold,
    das mag sein (das Sie das anders sehen), aber die Lager sind eindeutig. Der MFA steht im Lager des VR mit einer begrenzten Marktauswahl.

    Ob dieser nun 3, 5 oder 7 Gesellschaften vertritt, ist dabei unerheblich, meiner Meinung nach.

    Und nur damit es nicht falsch rüber kommt, auch bei vielen Maklern ist die Auswahl begrenzt, obwohl die es nicht sein sollte. Dennoch teile ich Ihre Auffassung nicht, was aber durchaus für Sie mit Reg. als Versicherungsvertreter legitim ist.

  9. Finanzberater Says:

    Zwei schöne Schaubilder und ein gut geschriebener Artikel, die jedem Individuum den richtigen Weg zum passenden Finanzberater, Versicherungsmakler usw. aufweist. Die Spezialisierungen und Berufsbezeichnungen in der Finanzbranche sind sehr umfangreich und eine kleine Übersicht kann schon helfen sich ein wenig mehr zurecht zu finden.

  10. Hans-Peter Ramächers Says:

    Hallo,

    aus meiner Sicht ist der MFA einfach nur zu feige als Makler zu firmieren und glaubt noch an den Weihnachtsmann, nämlich die „guten Versicherer“, die ihn enthaften. Die Realität wird sie alle vor Gericht einholen, wenn der Richter den Unterschied nicht erkennt oder den „Anschein“ des Maklerseins erkennt. Das Sie gute Absichten haben und es gute MFA`s gibt ist unbestritten – ändert aber nichts an den Realitäten.

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