Artikel mit ‘Werbung’ getagged

02.
August '16

Video: Werbespot der Allianz, alles wie vor 35 Jahren?


es ist für mein Verständnis die schönste und passendste Werbung die die Branche hat, daher nutze ich mal die Gelegenheit diese hier in einem Beitrag zu teilen.

Natürlich hat sich vieles verändert, die Branche ist viel komplizierter geworden, viele Produkte sind und bleiben erklärungsbedürftig und trotz Apps, technischen Hilfsmitteln und Beratungsrobotern geht nichts über eine persönliche Beratung von Spezialisten, oder?

Ansichten und Hintergründe zu den FinntechApps, Ihrem Berater in der Tasche, finden Sie in meinem Beitrag

Artikel: Fintech und Apps – Sie bezahlen mit Ihrem Berater

Doch gerade in einer schnelllebigen Welt ist es auch eine Aufgabe eines guten Beraters, mit der Zeit zu gehen. Dazu zählt nicht nur eine schnelle Erreichbarkeit, auch Module wie der LiveChat den Sie hier links unten sehen, oder andere Möglichkeiten.

In jedem Fall…

Ihnen eine gesunde Zeit

und viel Spaß mit dem Spot!

14.
April '16

Anruf der DGFP – Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten und warum es kein Register für privat Versicherte in Deutschland gibt


Grundsätzlich ist es mir vollkommen egal wie „Kollegen“ und Mitbewerber ihr Tagesgeschäft gestalten, wie diese Ihre Kunden überreden gewinnen oder sonst das eigene Geschäftsmodell aufbauen. Solange alles rechtlich sauber und korrekt ist und sich alle an bestehende Regeln und Gesetze halten, bitte sehr. In den letzten Tagen häufen sich jedoch Anfragen meiner Kunden, die seit Jahren privat Krankenversichert sind und zudem keinen Änderungsbedarf haben.

Anrufe der DGFP – Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten – erlaubt?

Ich bin kein Jurist und kann und werde hier keine rechtliche Bewertung abgeben, dennoch ist allgemein bekannt, so genannte „Cold Calls“ sind verboten. Wer Sie also anruft um Ihnen eine Dienstleistung, ein Produkt oder was auch immer zu verkaufen, oder auch nur eine Umfrage, Marktforschung oder was auch immer zu betreiben, der macht sich gegebenenfalls sogar strafbar. Marktforschung selbst oder zum Beispiel Umfragen bei Radiohörern zur Ermittlung der Reichweite sind erlaubt. Eine Marktforschung vorzutäuschen um dann ein Produkt oder einen Termin zu verkaufen ist jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit unzulässig. Grundlagen und rechtliche Würdigung können Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur als zuständige Behörde nachlesen, dort heisst es:

Unerlaubte Telefon­werbung (Cold Calls)
Dass Verbraucherinnen und Verbraucher in den Erhalt von Werbeanrufen zuvor ausdrücklich eingewilligt haben müssen, hat der Gesetzgeber in § 20 in Verbindung mit § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) klargestellt. Sonst handelt es sich um einen unerlaubten Werbeanruf, einen sogenannten Cold Call, den die Bundesnetzagentur nach dem UWG und dem Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) verfolgen kann.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken am 9. Oktober 2013 wurden die gesetzlichen Regelungen verschärft. Die mögliche Bußgeldhöhe wurde von 50.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben. Auch sind seit der Gesetzesänderung Werbeanrufe, die mittels einer automatischen Anrufmaschine durchgeführt werden, bußgeldbewehrt. Vor Inkrafttreten des Gesetzes konnte der unerlaubte Werbeanruf nur dann geahndet werden, wenn er von einer natürlichen Person gegenüber dem Verbraucher durchgeführt wurde.

Werbeanrufe, die vor Inkrafttreten des Gesetzes erfolgten, sind allerdings nach der bis dahin geltenden Gesetzeslage zu behandeln.

Die Einwilligung in Telefonwerbung muss schon vor dem Anruf vorliegen. Die Einholung der Einwilligung zu Beginn des Telefonats ist unzulässig.

Fühlen Sie sich also durch Anrufe belästigt, so können Sie hier auf der Seite der Bundesnetzagentur online eine Beschwerde einreichen, das macht wenig Aufwand, hilft aber unseriösen Marktteilnehmern das Handwerk zu legen.

Ob Sie der DGFP eine solche Einwilligung vorher erteilt haben, das kann ich natürlich nicht beurteilen. Haben Sie eine solche Erlaubnis ausdrücklich erteilt, so sind solche Anrufe natürlich zulässig, ebenfalls kann ein Anruf zulässig sein, wenn Sie bereits Kunde dort sind.

Woher hat die DGFP – Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten meine Daten?

Gerade bei der Privaten Krankenversicherung geht es um sehr, sehr persönliche Daten. Dabei handelt es sich nicht nur um Name und Anschrift, sondern auch um Bankdaten, Daten zu Ihrem Versicherungsschutz, den versicherten Leistungen und dem Tarif oder die Gesellschaft in der Sie versichert sind. Die Kunden, welche sich bei mir erkundigt haben, hatten alle eine sehr berechtigte Frage:

Wie kommt die Deutsche Gesellschaft für Privatversicherte mbH an meine Daten?

Nun, diese Frage kann ich Ihnen so nicht beantworten. Klar ist, weder ich als Makler, noch die Gesellschaft bei der Sie versichert sind, geben solche Daten an Dritte weiter. Schon aus eigenem Interesse ist der Datenschutz und die sorgfältige Speicherung der Daten ein hohes Gut und Kundendaten haben nur hier etwas zu suchen. Daher: NEIN, von uns haben die keine Daten.

Aber irgendwie müssen die doch an meine Daten gekommen sein?

Ja, denn solche Datensätze können Sie von teilweise dubiosen Anbietern und Datensatzhändlern, aber auch ganz legal und sauber erwerben. Dabei handelt es sich aber nicht um Vertragsdaten oder die Information wie Sie versichert sind. Vielmehr können Sie Daten von Selbstständigen, Freiberuflern etc. kaufen, aber auch gutverdienende Angestellte. Die Datensätze werden über verschiedene Wege, wie auch öffentlich zugängliche Register gewonnen. Kaufen Sie also 100 Adressen von Selbstständigen und rufen davon 100 an, so ist die Wahrscheinlichkeit einen bereits privat versicherten Kunden zu erwischen relativ groß. Damit wissen aber die Anrufenden noch nichts über Ihren Versicherungsschutz und hier sind wir bei dem eigentlichen Problem, was sich gut an der Mail meines Kunden zeigt.

Mail OB _

Erst einmal muss der Anrufende oder die Anruferin an Informationen kommen und diese erhält sie, richtig, von den Angerufenen selbst. Es wird zunächst behauptet, es gibt ein Register aller privat versicherten in Deutschland. Dieses ist eine glatte Lüge und zudem totaler Unsinn. Niemand steht in einem Register oder eine Datei für Privatversicherte. Das ist eine Masche der Anrufer, um weitere Informationen zu bekommen.

Es gibt auch keine Gesetzesänderung, die Ihnen 40% Prämienersparnis bei gleichen Leistungen bietet, auch das ist eine glatte Lüge und totaler Unsinn und dient auch nur dazu, Interesse zu wecken, denn wer spart nicht gern Geld und hat dabei noch gleiche Leistungen? Was es gibt ist die so genannte Tarifwechselleitlinie, welcher sich einige Unternehmen in der Privaten Krankenversicherung angeschlossen haben. Diese regelt aber kein neues Gesetz, sondern vereinfacht den Tarifwechsel nach §204 VVG, da sich die Gesellschaften an bestimmte Regeln halten (wollen/ müssen).

Wer ist die DGFP – Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten?

Es ist ein Versicherungsmakler. Keine Gesellschaft mit besonderen Interessen, keine Organisation oder ähnliches, wie der (zugegeben clever gewählte Name) suggerieren mag, nein, die Damen und Herren sich registriert als Versicherungsvermittler, Versicherungsmakler. Dieses lässt sich- im öffentlich zugänglichen Register, einfach nachlesen. Geben Sie dort einfach die Registernummer „D-0MWY-THMEA-31“ an, diese finden Sie auf der Seite des DGfP im Impressum. Das Ganze sieht dann so aus:DGfP Registerauszug

Und warum rufen die mich nun an, ich bin doch schon versichert?

Da ich weder hellsehen kann noch raten möchte, kann ich nur eine Vermutung anstellen. Schauen Sie sich auf der Seite doch einmal um. Die Firma bietet die Beratung und den Neuabschluss zur Privaten Krankenversicherung an, aber auch einen Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft. Hier wird eine hohe Ersparnis von 40% versprochen, das lockt erstmal und der Kunde (mehr …)

22.
April '14

Der erste nutzt den Unsinn schon: Concordia Krankenversicherung zum Finanztest PKV Test und was der „Spaß“ kostet


Das hat nicht lange gedauert…

Am 15. 04. 2014 hat die FINANZTEST ihren dilettantischen Test vorgestellt, wo sowohl die Kriterien als auch viele andere Punkte im Test nicht nachvollziehbar und unlogisch waren und zu einem absolut dilettantischen Ergebnis führen. Die detaillierte Kritik können Sie in meinem 11seitigen Kommentar zum Finanztest nachlesen.

Nun dauert es meist nicht lang, bis ein Versicherer auf den „ach wir sind so toll“ Zug aufspringt und seiner Vertriebsmanschaft das Zeug in die Hand gibt um damit Werbung zu machen.  Dieses Mal ging es sehr, sehr schnell, achten Sie mal auf das Datum der folgenden Mail, die mir freundlicherweise ein Kollege zur Verfügung gestellt hat.

Noch am Erscheinungstag können die Vertreiber damit los laufen und nun erzählen „wie toll die Concordia nun ist“ und selbst die „neutrale“ Stiftung Warentest bestätigt das.

Sie sind Beamter? Schreiben Sie mir doch mal ob und wann diese Information von Seiten des Versicherers bei Ihnen ankam. 

Interessant ist auch ein anderer Satz in der Mail, der Beginn mit „Damit Sie das Testsiegel… beantragen wie die Nutzungsrechte.“

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was so eine Nutzung kostet? Sie können das Logo von Finanztest natürlich nicht umsonst nutzen, denn irgendwo von muss die (teilweise steuerfinanzierte) Institution ja leben ihre Kosten bestreiten.

FT2 FT 1

Was kostet die Nutzung eines Finanztest Logos?

Um das Herauszufinden, begeben wir uns mal etwas auf die Suche. Auf der Seite „http://www.test.de/unternehmen/werbung/“ beschreibt die Stiftung Warentest erst einmal, was genau erlaubt und was verboten ist und welche Nutzungsmöglichkeiten bestehen. Zum einen können Sie als Unternehmen einen Sonderdruck nutzen, das ist Ihnen von Versicherern sicher auch schon einmal begegnet. Das sieht dann etwa so aus, wie auf diesem Link. (Finanztest Sonderdruck, da ich die Lizenzrechte nicht besitze, nur als externer Link)

Für Sonderdrucke gibt es keine Information zu den Kosten, nur ein Anfrageformular auf der Homepage von Finanztest. Ich habe am Freitag einmal angefragt (15.000 Exemplare für Druck, Online auf der Homepage nutzen etc.) und stelle die Preise (wenn ich sie denn überhaupt erhalte) gern hier ein. Solange hier keine Preise zu finden sind, wollte man mir (noch) keine sagen. 🙂 Hier nun die Preise:

Print-Sonderdrucke werden nur von der Stiftung erstellt. So kostet ein 16-seitiger Sonderdruck bei einer Mindestauflage von 5 000 Exemplaren 11.900 €; 15.000 Exemplare kosten 17.000 € zzglch. gesetzl. MwtSt und Fracht.
Ein 10-seitiger Sonderdruck“ Der beste Vertrag“ ( Seite 67 bis 75 in Ftest 05/14) liegt bei 5 000 Exemplaren bei 9.800 € bei 15.000 Ex bei 15.300 € zzglch. gesetzl. MwtSt. und Fracht.

Das ist aber nicht das eigentliche Nutzungsziel. Meistens wird das Logo in Zusammenhang mit dem Testergebnis genutzt und dafür ist eine Lizenz zu erwerben. Dazu hat Finanztest im letzten Jahr die Preise erhöht und vermarktet die Logolizenzen nicht selbst.  Dazu bedient man sich einer gemeinnützigen GmbH, welche auch andere Logos lizensiert. Die RAL gGmbh übernimmt für die Stiftung Warentest die Vermarktung. Also schauen wir uns mal etwas weiter auf deren Seite um, dort finden sich detailliertere Informationen zur Nutzung und den Preisen.

Die Nutzung ist maximal für 2 Jahre möglich, um nicht mit alten Tests zu werben, wie es in der Vergangenheit immer wieder vorkam. Das ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. So heißt es also dort:

Wenn Sie mit dem Testurteil für Ihre Produkte oder Dienstleistungen werben möchten, können Sie
– zwischen einer Regelaufzeit von zwei Jahren oder
– einer Kurzlaufzeit von einem Jahr wählen. Die Kurzlaufzeit kann einmalig um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Die Lizenz kann in zwei unterschiedlichen Modellen erworben werden und schließt die TV- und Kinowerbung ein- oder aus. Auf der Seite der RAL gGmbh heisst es dazu:

Hinsichtlich des Umfanges der Lizenz kann zudem zwischen dem
Silbermodell und dem
Goldmodell gewählt werden.
Das Silbermodell umfasst die Werbung mit dem Testurteil-Logo auf dem Produkt in allen Medien, ausgenommen TV- und Kinowerbung. Beim Goldmodell ist die TV- und Kinowerbung eingeschlossen.
Während der Lizenzlaufzeit ist ein Upgrade vom Silber- zum Goldmodell jederzeit möglich.
Die Logonutzung ist – unabhängig vom Zeitpunkt des Lizenzerwerbs und der Lizenzlaufzeit – nur in einem Zeitraum von
2 ½ Jahren nach Erstveröffentlichung des Testergebnisses zulässig.

Welche Kosten kommen auf das Unternehmen zu?

Das unterscheidet sich dann, abhängig welches Modell Sie gekauft haben. Hier einmal die Übersicht dazu. ( (c) RAL gGmbH )

Finanztest Logolizenzen

(c) RAL gGmbH

Unterstellen wir bei der Concordia Krankenversicherung nun eine Nutzung von 2 Jahren (schließlich kam man bisher mit den Produkten eher selten in den Genuss „Testsieger“ zu sein) so entstehen dem Versicherer Kosten in Höhe von 11.190 EUR brutto, oder 29.750 EUR zzg. Druck, Verteilung etc.. Sollten Sie also TV Werbung der Concordia sehen, oder das Logo auf einem Prospekt, Briefkopf etc. finden, dann wissen Sie jetzt auch was es kostet.

Ob das Geld in Anbetracht des desolaten Test wohl gut angelegt ist?  Hier der komplette Kommentar: „Wir machen das mit den Würfeln“- wie Finanztest leider gar nichts aus dem letzten Test und der Kritik gelernt hat und den Verbraucher mit wieder neuem Unsinn verunsichert

17.
Juni '13

Berufsunfähigkeitsversicherung schon ab 9,99 Euro- oder warum solche Werbung mehr schadet als hilft


Es ist momentan mal wieder überall nachzulesen und der ein oder andere Kunde sprach mich in den letzten Tagen auf eine Facebookanzeige an, welche eine Berufsunfähigkeitsversicherung schon „ab 9,99 EUR pro Monat“ anbot.

Das passiert natürlich nicht nur bei Facebook, auch auf anderen Portalen oder bei der Suche bei google kommen solche Anzeigen. Da wird ein billiger Schutz versprochen und zudem sogar noch mit Testsiegen bei Finanztest geworben und sogar noch billiger als 9,99 EUR pro Monat.

BU Anzeige Google

Wer soll damit geködert erreicht werden?

Klar, der Kunde oder zumindest potentielle Kunde, welcher auf der Suche nach einem billigen Schutz ist und dabei auch noch einen angeblich hochwertigen Versicherer oder Testsieger sucht. So wird suggeriert, das eine Absicherung billig sein kann, dennoch aber bei Testsiegern mit Bestnoten zu bekommen ist und demnach wohl gut sein muss.

Zum Thema Finanztest und Tests in der Berufsunfähigkeit hatte ich bereits einen ausführlichen Artikel in der Vergangenheit geschrieben, diesen können Sie gern hier nachlesen: Finanztest und die Halbwahrheiten zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Muss ein guter/ hochwertiger BU Schutz teuer sein?

Natürlich ist nicht jeder Schutz der hochwertig ist, auch der teuerste im Test. Aber: Ein Versicherungsschutz kostet Geld, in der BU bei der richtigen Renrenhöhe den Versicherer sogar viel Geld und das über viele, viele Jahre. Ein heuet 30jähriger Versicherter, der aufgrund einer Erkrankung oder einen Unfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und laut Bedingungen dann berufsunfähig ist, kann schnell sechs- oder siebenstellige Beträge an Leistung erhalten.

Restlaufzeit 37 Jahre (versichert bis 67), Rente 2.000 EUR

Gesamtleitung bei BU bis zum Vertragsablauf: 12* 37* 2.000 EUR = 888.000 EUR 

Das sind dann Leistungen, welche auch bei den Versicherern eine entsprechend sorgfältige und vor allem genaue Prüfung nach sich ziehen, denn nicht nur die schnelle Abwicklung des Leistungsfalls ist wichtig, auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche. Nur so kann ein Unternehmen langfristig solide und sauber kalkulieren und ist auch in der Lage, die berechtigten Ansprüche zu erfüllen.

Worauf muss ich achten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsabsicherung?

Zunächst einmal müssen grundsätzliche Fragen beantwortet und geklärt werden. Das geht nicht online, sondern erfordert das (Telefon-)gespräch mit einem Spezialisten. Dazu müssen viele kleine Dinge hinterfragt werden, um viele einzelne Punkte zu erläutern und vor allem die Auswirkungen einzelner Entscheidungen deutlich zu machen. Einige Fragen sind zum Beispiel:

  • Wie definiert der Versicherer den Beruf und welche Änderungen ergeben sich gegenüber der gesetzlichen Definition?

  • Welche Ereignisse sind auslösend und wie lange muss die Beeinträchtigung bestehen/ bestanden haben?

  • Welche Behandlungen kann der Versicherer anordnen?

  • Was passiert bei Berufswechseln mit dem Schutz, was wenn Sie (länger) Ausscheiden aus dem Beruf?

  • Welche Bereiche oder Szenarien sind generell ausgeschlossen? (Krieg? Terror?)

  • Was ist im Leistungsfall? Umorganisation möglich/ notwendig?

  • Kann der Versicherer abstrakt oder konkret verweisen?

  • Wann und wie lange erkennt er die Berufsunfähigkeit an? Kann er nachprüfen? Wann? Wie?

  • Wie lange versichert man Sie? 67? 65? Unbegrenzt?

  • Wollen Sie die Absicherung „solo“ oder in Kombinantion mit einer Lebens-/ Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersvorsorge?

Erst wenn diese „Grundeinstellungen“ vorgenommen sind, erst dann macht es Sinn sich weiter über Punkte wie die Einstufungen in unterschiedliche Berufsgruppen, die Ausgestaltung der Rentendauer und die richtige Rentenhöhe Gedanken zu machen.

Daneben spielen natürlich noch viele andere Fragen eine Rolle, wie insbesondere der Gesundheitszustand. Auch wenn ein Unternehmen den gewünschten Schutz nicht oder nur eingeschränkt (also mit Zuschlag oder Ausschluß) gewähren kann oder will, so muss das bei einem anderen Anbieter nicht so sein. Daher machen Sie sich zunächst zu den oben aufgeworfenen Fragen Gedanken, dann folgt das erste Gespräch und …. ein Schutz für 9,99 oder auch 15 EUR pro Monat kann eine solide Absicherung meist nicht sicherstellen- wie auch?! (mehr …)

13.
März '13

Jetzt gibts die PKV schon (mal wieder) für 58 EUR im Monat- der Unsinn in der Werbung ist zurück


Es gab sie in der Vergangenheit mehr als einmal, die berühmte und berüchtigte Werbung für 59 EUR in der privaten Krankenversicherung. Über solchen Unsinn hatte ich in den vergangenen Jahren mehrfach geschrieben und versucht zu erklären, warum diese Werbung geschaltet wird und was genau dort passiert. (Artikel: Verrechnet, Werbeunsinn oder einfach nur Absicht bei geld.de und der Privaten Krankenversicherung für 59 EUR?)

Nun sollte man meinen das mit immer wieder gepredigter Aufklärung zu Tarifen, Leistungen und eben solcher Werbung diese irgendwann ausstirbt, leider scheint dem nicht so zu sein. Als ich heute auf Facebook unterwegs war, stach mir eine solche Anzeige wieder einmal ins Auge. Es wurde eine Private Krankenversicherung für 58EUR im Monat angeboten, dazu müsse nur die Anfrage ausgefüllt werden.

Nach dem Klick auf die Seite kommt der Nutzer dann auf die Seite der Betreiber. Dabei handelt es sich um die std informationsservice GmbH mit ihrem Geschäftsführer Steffen Dörsam, der früher mal Autor bei dem Magazin focus online war, so zumindest die Aufzeichnungen im Netz.

Was passiert nach der Anfrage?

Nachdem der Nutzer, der ja nun eine PKV für 58 EUR sucht, seine Adresse und Telefonnummer eingetragen hat, folgt die Weitergabe der Adresse an einen „Vertriebspartner“.

(mehr …)