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05.
Oktober '16

Presse: Handelsblatt rät von Berufsunfähigkeitsversicherung ab und muss dafür nicht gerade stehen


Update: Auch in dem zweiten Artikel zum Thema kommt das Handelsblatt nicht über die Note 4 hinaus und verbreitet falsche Aussagen mit fatalen folgen für die jungen Leser. Den Artikel:

Orange by Handelsblatt zur Berufsunfähigkeit – Unsinn die Zweite mit fatalen Folgen für die Leser

finden Sie hier.

Es ist schon erschreckend und eigentlich würde ich eine deutlich drastischere Überschrift wählen, aber ich bin ja gut erzogen und bleibe natürlich sachlich. Grund der Aufregung bei Kollegen, Branchenvertretern und mir ist ein Video des Handelsblattes auf seiner Seite „Orange“, also dem Wirtschaftsmagazin für Jugendliche. Dort postet das Handelsblatt mit Datum 04. Oktober ein Video zum Thema Versicherungen und deren Notwendigkeit. Vielleicht hätte man am Vortag nicht so viel feiern sollen, dann wären wohl auch vernünftige Empfehlungen dabei heraus gekommen.

Neben einigen anderen fragwürdigen Aussagen möchte ich nur auf die eingehen, zu denen ich mich auskenne, das ist in dem Fall ganz sicher die Berufsunfähigkeitsversicherung, eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Und diese Aussage ist nicht allein meine, da sind sich Verbraucherschützer und echte Experten sehr einig und es ist nahezu unbestritten. Wie in meinem Artikel:

Warum es unverantwortlich ist keine Absicherung der Arbeitskraft zu haben

habe ich bereits ausführlich dazu erklärt was passiert. Ohne Einkommen brechen alle anderen Sachen weg, ohne Einkommen gibts die Altersarmut gratis. Mehr dazu aber gleich noch im Detail. Der Grund der Aufregung ist das Video, welches das Handelsblatt gestern online gestellt hat. (Zum Video einfach auf das Bild klicken)

handelsblatt-video-bu-4-10-2016

Experte für Versicherungen ohne Expertenwissen – Martin Dowideit

In dem Video wird uns ein Experte vorgestellt, im Artikel darauf verwiesen das der Autor des Artikels vor einigen Tagen mit einer Freundin über das Thema Berufsunfähigkeit gesprochen hat und nun mit einem Experten dazu sprechen will. Wie gut das es ein Versicherungsexperte gibt, wie gut das der zufällig auch noch beim Handelsblatt arbeitet. Doch warum ist denn Hr. Dowideit ein Experte in dem Bereich? Ein Blick in den Lebenslauf klärt uns auf.

Studiert hat er, Volkswirtschaft an der Uni zu Köln, 1999 bis 2005. Der Abschluss ist laut eigenen Angaben Diplom Volkswirt. Von Wirtschaft sollte er also etwas verstehen, schreibt sonst auch in dem Handelsblatt zu Themen wie Brexit, Finanzmärkte und dergleichen. Ich kann nicht beurteilen wie gut und richtig seine Artikel sind, will ich aber auch nicht, bin ja da kein Experte. Dann folgen weitere Stationen in der Karriere.

  • – 2002 bis 2004 Redakteur Medienanalyse bei unicepta.de
  • – 09/2004 bis 07/2005 bei ergo in der PR (yeah… eine Qualifikation in einer Versicherung… oh wait. War ja PR)
  • – 2005 bis 2008 US Wirtschaftskorrespondent bei der Welt (OK, lernt man jetzt nicht so viel zu deutschen Versicherungen)
  • – 2009 bis 2011 Wirtschaftskorrespondent in Frankfurt für die Stuttgarter Zeitung (hm, auch da nichts von Versicherungen)
  • – 2012 für 10 Monate Leiter „Spätdienst“ bei Handelsblatt online (ob es da so langweilig war das er sich abends weitergebildet hat zum Versicherungsexperten?)
  • – 11/2012 bis 04/2015 Ressortleiter Unternehmen & Märkte beim Handelsblatt Online
  • – seit 04/2015 dann Deskchef Finanzen bei der Handelsblatt GmbH

Nun, ich habe in dem gesamten Lebenslauf nicht eine Position gefunden, welche den Herrn Dowideit zu einem Experten für Versicherungen macht. OK, als Volkswirt versteht er Märkte, kann sicher auch Unternehmen beurteilen oder Entwicklungen an der Börse einordnen, aber Versicherungen?

Gut, mit einer Ausbildung in der Versicherungsbranche, 20 Jahren Praxiserfahrung und einem Fachwirt für Finanzdienstleistungen weiss ich jetzt auch nix von Versicherungen, oder?

Experten die keine sind und niemals waren schaden der Branche

Warum glaubt eigentlich jeder Depp (Entschuldigen Sie hier die sehr deutlichen Worte) er ist plötzlich zum Experten für irgendwelche Versicherungen aufgestiegen, nur weil er das Wort „B-E-R-U-F-S-U-N-F-Ä-H-I-G-K-E-I-T“ richtig schreiben kann? Nur weil ein anderer Mr. Superschlau einen zum „Deskchef Finanzen“ ernennt, ist man automatisch auch gleich Experte für Versicherungen? Und dann wundern wir uns über die schlechte Beratung in der Branche, schlechte Leistungen weil Anträge falsch ausgefüllt werden oder das große Geheule wenn am Ende der passende Schutz nicht vorhanden ist?

Den Unsinn aus dem Video als Text

Auf die Frage zu den wichtigen Versicherungen kommt zunächst die Haftpflichtversicherung, richtig und wichtig überhaupt. Dann folgt die folgende Aussage:

„Dann wird vielen jungen Leuten gerade empfohlen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, aber da würd‘ ich schon n‘ zweiten Blick mal drauf werfen. Weil je nachdem was man für einen Beruf hat ist es vielleicht auch gar nicht so gefährlich äh, äh, hm in dem Job den man hat.“

Bei solchen Aussagen sträuben sich bei mir sämtliche Nackenhaar und wenn ich nicht so gutmütig und entspannt wäre würde ich wohl ausflippen. Da gibt jemand den Rat „ach, Dein Job ist nicht so gefährlich, dann kannst’e es auch lassen“.

Dummerweise sind diese Aussagen die, (mehr …)

02.
August '16

Video: Werbespot der Allianz, alles wie vor 35 Jahren?


es ist für mein Verständnis die schönste und passendste Werbung die die Branche hat, daher nutze ich mal die Gelegenheit diese hier in einem Beitrag zu teilen.

Natürlich hat sich vieles verändert, die Branche ist viel komplizierter geworden, viele Produkte sind und bleiben erklärungsbedürftig und trotz Apps, technischen Hilfsmitteln und Beratungsrobotern geht nichts über eine persönliche Beratung von Spezialisten, oder?

Ansichten und Hintergründe zu den FinntechApps, Ihrem Berater in der Tasche, finden Sie in meinem Beitrag

Artikel: Fintech und Apps – Sie bezahlen mit Ihrem Berater

Doch gerade in einer schnelllebigen Welt ist es auch eine Aufgabe eines guten Beraters, mit der Zeit zu gehen. Dazu zählt nicht nur eine schnelle Erreichbarkeit, auch Module wie der LiveChat den Sie hier links unten sehen, oder andere Möglichkeiten.

In jedem Fall…

Ihnen eine gesunde Zeit

und viel Spaß mit dem Spot!

08.
Juni '15

Gastbeitrag: Auslandsreise Krankenversicherung


Dieser Beitrag wird freundlicherweise von meinem Kollegen Wolfgang Ruch zur Verfügung gestellt.

Ich habe in diesem Jahr das Projekt „Mr.MoneyPenny“ gestartet, und veröffentliche auf youtube jede Woche ein kurzes Video zu dem Themen Versicherung, Baufinanzierung und Geldanlage.

In dieser Woche ging es um die Auslandsreise Krankenversicherung.

Diese Versicherung ist neben der Haftpflicht und der Krankenversicherung sicherlich eine der wichtigsten Versicherungen für alle, die ins Ausland reisen, wenn auch nur für wenige Tage.

In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht außerhalb Europa gar kein Versicherungsschutz und innerhalb Europa ein eingeschränkter. In der PKV ist zwar fast immer die Weltgeltung für Urlaubsweisen bis zu 6 Wochen versichert, nur sind hierbei die Höchstsätze der Gebührenordnung zu beachten. Ein Regelwerk, das ausländische Ärzte und Krankenhäuser nicht interessiert. Weiterhin sind nicht zwingend die Themen Rücktransport (hier noch den Unterschied zwischen medizinisch notwendigem und nur angeratenem Transport beachten), auch Selbstbeteiligungen, Einschränkungen bei ärztlicher Versorgung und mehr spielen hier eine Rolle.

Daher sollte jeder GKV und PKV Versicherte, neben seiner Krankenversicherung eine Auslandsreise Krankenversicherung haben. Diese gibt es schon für ca. 10,- Euro im Jahr.

ACHTUNG: Unter Umständen sehen die Bedingungen Ihrer PKV aber vor, das der Abschluss einer anderweitigen Krankenversicherung gemeldet werden muss. Dieses bitte unbedingt beachten und nicht vergessen. Auch kann eine Auslandsreiseversicherung bei einer Kreditkarte hier der Meldepflicht unterliegen.

Zu den anderen Videos aus der Reihe Mr.MoneyPenny gelangt man hier und wer möchte, kann gerne die weiteren Infos zu den Finanzthemen über Facebook erhalten.

09.
November '12

Bonitätsprüfung beim Arzt? ARD PlusMinus vom 07. 11. 2012


In der Sendung aus der letzten Woche ging es unter anderem um eine Bonitätsprüfung von Patienten. In der Sendung berichten die Redakteure darüber, das Patientendaten an externe Dienstleister übermittelt werden (können) und dort eine Überprüfung der Bonität stattfinden kann. Diese gibt es Arzt Hinweise darauf, wie solvent der Patient ist und ob es „lohnt“ diesem Zusatzleistungen anzubieten.

Die so genannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGel) lassen eine Versorgung auch über das gesetzliche Maß hinaus statt. Um eine Beurteilung vornehmen zu können und zu entscheiden ob hier mehr Chancen oder mehr Risiken vorhanden sind, müssen zunächst einige Hintergründe klar sein. Dabei geht es hier nicht um die Leistungen, welche durch die gesetzliche Krankenkasse bezahlt werden, sondern ausschließlich um erweiternde Leistungen.

Wann darf ein Arzt eine solche Anfrage machen?

Die Anfrage und somit eine Übermittlung von persönlichen Daten ist in den Vorschriften zum Datenschutz geregelt. Hierbei ist nur dann eine Anfrage möglich, wenn der Patient einer solchen Prüfung vorher schriftlich zugestimmt hat. Dieses geschieht im Rahmen der Erfassung der Patientendaten. Der Arzt wird Ihnen meist mit dem Anamnesebogen ein Formular übergeben, welche die Abrechnung und Abwicklung über externe Dienstleister erlaubt. Die Health AG aus dem Beitrag ist nur einer der möglichen Anbieter.

Was erhält der Arzt als Ergebnis?

Bei vielen Systemen wird der Patient nach einem Ampelsystem bewertet. Dieses soll Auskunft über die Zahlungsbereitschaft und die Bonität des Patienten geben und dem Arzt die Entscheidung erleichtern, Zusatzleistungen anzubieten oder das Ausfallrisiko zu minimieren. Ist das Ergebnis grün, so wird der Arzt ggf. anbieten, ergänzende Versorgung und Leistungen durchzuführen, welche nicht von der GKV bezahlt werden. Bei einem roten Ergebnis, also schlechter Bonität des Patienten werden unter Umständen keine weiteren Leistungen angeboten oder Vorleistungen verlangt.

Warum tuen die Ärzte das?

Auch eine Arztpraxis ist nichts anderes als ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Praxen müssen bezahlt werden, der Arzt möchte auch für seine Tätigkeit entlohnt werden und ist nicht der „heilige Samariter“. Klar das hier auch versucht wird, individuelle Leistungen anzubieten oder Nichtzahlungen von Rechnungen zu verhindern. Nehmen wir als Beispiel ein MRT oder CT, welches nicht notfallmäßig indiziert ist. Hier entstehen Kosten von 400- 600 EUR und ich kann den Arzt durchaus verstehen, der „sicher gehen will“ sein Geld auch zu bekommen. Worin hier der „Skandal liegen soll“ ist mir noch nicht ganz klar.
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31.
Juli '12

Alte Allianz Werbung – herrlich altmodisch und dennoch schön


Wer kennt die nicht aus seiner Kindheit, naja zumindest die etwas älteren unter den Lesern. Dennoch finde ich die Werbung immer wieder schön und auch wenn es kitschig ist, es ist doch nett.

und gleich noch eine

gesehen auf meetinx.
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