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14.
Juni '17

Meine Kollegen/ Freunde sind bei … versichert. Warum Freunde und Bekannte kein guter Ratgeber bei der Auswahl der privaten Krankenversicherung sind


Der Dschungel der Tarife in der privaten Krankenversicherung ist oftmals schier unübersichtlich und kaum zu überblicken. Da ist es nur verständlich, wenn Sie versuchen sich bei der Auswahl einiger Hilfsmittel zu bedienen. Neben Onlinevergleichsrechnen, welche zumindest für die private Krankenversicherung ungeeignet sind, stützen viele Interessenten ihre Entscheidung auf den Rat von Freunden, Bekannten und Kollegen.

„Wenn meine Freunde/Kollegen dort versichert sind, dann kann es ja nicht schlecht sein, diese sind bei Gesellschaft XYZ zufrieden“. 

Warum solche Hinweise und Tipps aber eher fatale Folgen haben können und für die Entscheidung für oder gegen einen Tarif und eine Gesellschaft nicht geeignet sind, das schauen wir uns einmal im Detail an.

Beginnen wir mit der Gesellschaft oder den Tarif, in dem die Bekannten und Freunde versichert sind. Bevor sie sich also auf so eine Empfehlung verlassen, machen Sie sich Gedanken zu folgenden Fragen:

  • –  Wie wurde der Versicherungsschutz ausgewählt?
  • –  Warum sind die Kollegen dort versichert und welche Alternativen gab es?
  • –  Welche Vorerkrankungen bestanden bei den Kollegen?
  • –  Hatten diese schon Zusatzversicherungen dort?
  • –  Wie und durch wen erfolgte die Beratung?

Eine der wichtigsten Fragen, um eine solche Empfehlung hier bewerten zu können ist die, wie denn bei den Freunden der Versicherungsschutz ausgewählt wurde. Gab es eine Beratung durch einzelne Versicherungsvertreter einer Gesellschaft, wurde vielleicht ein Makler oder ein anderer Berater gegen Honorar genutzt?

Lesetip: Wo bekomme ich unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen?

Welche Anforderungen und welches familiäre und berufliche Umfeld lagen der Beratung zu Grunde, sind diese Kriterien zu 100 % mit Ihren vergleichbar? Oftmals stellt sich dann gleich die Frage, wie Sie es beurteilen sollen, kennen Sie doch all diese Kriterien und Anforderungen aus der damaligen Beratung gar nicht. Ganz vereinfacht gefragt: Kaufen Sie das gleiche Auto, das gleiche Haus und/ oder sieht Ihre Wohnungseinrichtung auch so aus wie die Ihrer Kollegen?

Nicht? Warum nicht?

Weil Sie Ihren eigenen Geschmack haben? Weil Sie individuell sind? Weil Sie Kinder haben oder wollen, die Kollegen und Freunde vielleicht nicht?

Sehr schnell merken Sie nun, eine Beratung einer Person ist nicht auf die andere übertragbar. Selbst wenn es Übereinstimmungen gibt, wenn Kriterien wie

  • –  beruflicher Status (angestellt oder selbstständig)
  • –  Einkommen
  • –  Ausbildung

übereinstimmen, so ist die Anforderung an einen passenden Versicherungsschutz doch etwas ganz anderes. So individuell wie ein Haus, eine Einrichtung, der eigene Geschmack, so individuell ist auch die Auswahl des Versicherungsschutzes.

„Aber die Abwicklung bei Gesellschaft XYZ ist gut, mein Kollege bekommt alles erstattet“

Auch dieses ist ein beliebtes Argument. Wird doch von vielen befürchtet keine ausreichende Erstattung im Leistungsfall zu bekommen, lange hinter Rechnungen und deren Erstattung hinterher zu laufen und dann am Ende Ärger zu haben? So werden bereits versicherte immer mal wieder gefragt, wie zufrieden diese denn sind. Werden Rechnungen abgerechnet und schnell bezahlt? Gab es Probleme bei der Abrechnung oder prüft der Versicherer zu streng und fragt viel?

Gerade bei jüngeren Kunden die bereits privat versichert sind kommt dann schnell die Aussage „Ich bin zufrieden mit meiner PKV“. Hinterfragen Sie bitte solche Aussagen, hinterfragen Sie insbesondere aufgrund welcher Daten, (mehr …)

08.
Juni '15

Gastbeitrag: Auslandsreise Krankenversicherung


Dieser Beitrag wird freundlicherweise von meinem Kollegen Wolfgang Ruch zur Verfügung gestellt.

Ich habe in diesem Jahr das Projekt „Mr.MoneyPenny“ gestartet, und veröffentliche auf youtube jede Woche ein kurzes Video zu dem Themen Versicherung, Baufinanzierung und Geldanlage.

In dieser Woche ging es um die Auslandsreise Krankenversicherung.

Diese Versicherung ist neben der Haftpflicht und der Krankenversicherung sicherlich eine der wichtigsten Versicherungen für alle, die ins Ausland reisen, wenn auch nur für wenige Tage.

In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht außerhalb Europa gar kein Versicherungsschutz und innerhalb Europa ein eingeschränkter. In der PKV ist zwar fast immer die Weltgeltung für Urlaubsweisen bis zu 6 Wochen versichert, nur sind hierbei die Höchstsätze der Gebührenordnung zu beachten. Ein Regelwerk, das ausländische Ärzte und Krankenhäuser nicht interessiert. Weiterhin sind nicht zwingend die Themen Rücktransport (hier noch den Unterschied zwischen medizinisch notwendigem und nur angeratenem Transport beachten), auch Selbstbeteiligungen, Einschränkungen bei ärztlicher Versorgung und mehr spielen hier eine Rolle.

Daher sollte jeder GKV und PKV Versicherte, neben seiner Krankenversicherung eine Auslandsreise Krankenversicherung haben. Diese gibt es schon für ca. 10,- Euro im Jahr.

ACHTUNG: Unter Umständen sehen die Bedingungen Ihrer PKV aber vor, das der Abschluss einer anderweitigen Krankenversicherung gemeldet werden muss. Dieses bitte unbedingt beachten und nicht vergessen. Auch kann eine Auslandsreiseversicherung bei einer Kreditkarte hier der Meldepflicht unterliegen.

Zu den anderen Videos aus der Reihe Mr.MoneyPenny gelangt man hier und wer möchte, kann gerne die weiteren Infos zu den Finanzthemen über Facebook erhalten.