Artikel mit ‘Vario’ getagged

28.
Oktober '11

Kundenfrage: „Soll ich noch bei der Central Krankenversicherung bleiben, oder lieber schnell weg?“


Eine der häufigsten Fragen, welche mir in den letzten Wochen von Neukunden gestellt worden ist, ist die zum Verbleib in der Kunden in der Central Krankenversicherung. Die Gründe für die Beunruhigung der dort versicherten Kunden sind vielfältig. Spürbare Beitragsanpassungen in den vergangenen Jahren, welche weit über dem Marktschnitt liegen und lagen sind sicher nur ein Grund und sollten keinesfalls ein Grund für eine Kündigung eines Vertrages sein.

Weiterhin hatte das Unternehmen Tarifschließungen, (erneute) zweistellige Beitragsanpassungen angekündigt und wird somit nicht nur für Bestands- sondern auch für Neukunden eher unattraktiv. Auch die Zugangswege, über die die Kunden noch zum Unternehmen kommen können werden beschränkt und nur noch über die DVAG (Deutsche Vermögensberatung) erfolgen.

Ich hatte bereits in meinem letzten Beitrag „Was können und sollten Bestandskunden der Central nun tun?“ einige Hinweise gegeben, möchte aber einige konkrete Kundenfragen in diesem Beitrag aufgreifen und beantworten.

Muss ich jetzt unbedingt dort weg?

Natürlich nicht. Nur weil ein Unternehmen (s)eine Strategie ändert und ggf. auch Tarife schließt, muss niemand dort „schnell weg“. Bedenken sollten Sie aber andere Punkte. Wie und warum sind Sie damals zu der Central und zu dem Tarif gekommen? Waren es begründete Kriterien für die Tarifauswahl, oder eher der „Rat des Vermögensberaters?“

Wenn es ohne konkrete Auswahl zu einer Entscheidung kam, so prüfen Sie bitte anhand der Auswahlkriterien zunächst einmal was Sie wünschen, wollen und brauchen. Nur wenn die Anforderungen an Ihren Tarif klar sind, nur dann können Sie diese mit dem Tarif und den Tarifleistungen vergleichen und somit entscheiden ob der Tarif „passt“.

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29.
August '11

Central Krankenversicherung vor radikalen Veränderungen – was passiert mit den Versicherten?


Ein Bericht der Financial Times vom gestrigen Sonntag sorgte durchaus für einigen Gesprächsstoff. Der Redakteur Fromme schrieb dort von gravierenden Veränderungen innerhalb der Central Krankenversicherung.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um den, zum Generali Konzern gehörenden Krankenversicherer. Die Central hatte in der Vergangenheit mehrfach für Aufsehen gesorgt. So berichtete ich bereits über die Tarifschließungen Anfang August und zweistelligen Beitragsanpassungen zum Jahreswechsel. Weiterhin musste der Versicherer eingestehen, das Konzept mit den Billigtarifen sei nicht wie geplant aufgegangen. Daher zog das Kölner Unternehmen Konsequenzen und stellte in seinem, erst 2009 eingeführten VARIO Tarifwerk, die untere Tariflinie schnell wieder ein.

Die Berichte der Financial Times gehen nun noch einen Schritt weiter, sind aber noch nicht bestätigt. Demnach plant das Unternehmen die Einstellung des eigenen Außendienstes, die Reduzierung des Maklervertriebes und weitere radikale Veränderungen im Vorstand.

Vorstandschef Teuscher sagte, dass die Auflösung des eigenen Vertriebs noch nicht beschlossen ist. „Wir prüfen die Einstellung des Außendienstes und die Möglichkeit, dass sich die Vermittler für andere Vertriebswege entscheiden können„, sagte er der FTD. Beim Maklervertrieb, der von rund 70 Mitarbeitern betreut wird, sei kein kompletter Verzicht geplant, sagte er. „Doch hier erwarten wir einen scharfen Rückgang im Geschäft.“ Deshalb müssten Kapazitäten angepasst werden. (Quelle: FTD.de vom 28.8.11)

Auch für bereits dort versicherte Kunden kann sich vor diesem Hintergrund ein Handlungsbedarf ergeben. Das bedeutet zwar nicht, dass nun alle dort versicherten PKV Kunden das Unternehmen schnell verlassen müssen, dennoch sollten sich die Versicherten die neue Situation bewusst machen.

Es hat sich binnen der letzten 2 Jahre (nach Tarifeinführung des Vario Tarifs im Juni 2009) viel getan, nicht unbedingt zum Positiven. Nur weil Tarife nicht wie gewünscht wachsen bedeutet zwar keine Explosion der Beiträge, aber die veränderte Strategie kann durchaus Auswirkungen auf die Bestände haben.

Was sollten Central Versicherte nun tun?

Wenn Sie bei der Central Krankenversicherung versichert sind, dabei ist es egal ob in den alten Tarifen (KN oder EKN, CV3H oder CVP, KEH oder in den neuen Vario Tarifen), überlegen Sie sich zunächst ob die Anforderungen an die gewünschte Private Krankenversicherung  noch passen und ggf. angepasst werden müssen.

Für die Auswahl finden Sie einige Hinweise in meinem Leitfaden zur Entscheidungsfindung zur Privaten Krankenversicherung und im Kriterienfragebogen zur PKV.

Nachdem Sie diese Kriterien für sich festgelegt und überprüft haben, setzen Sie sich mit Ihrem Berater zusammen und überlegen gemeinsam was zu tun ist. Treffen Sie keine übereilten Entscheidungen, bedenken aber bitte auch die Kündigungsfristen welche ggf. zu beachten sind.

Weitere Informationen:

Soll ich in den VARIO Tarif der Central wechseln?

Kündigungstermine in der Privaten Krankenversicheurng

Wechsel der Privaten Krankenversicherung für 2012

Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung

18.
Februar '11

Änderungen bei der Central Krankenversicherung


Die Central Krankenversicherung hat bekanntlich im Jahr 2009 neue Tarife der Tarifserie Vario auf den Markt gebracht. Einen ausführlichen Kommentar zum Tarifwerk Vario der Central Krankenversicherung steht Ihnen im Downloadbereich kostenfrei zur Verfügung.

Nun gab das Unternehmen einige Änderungen bekannt, welche ich hier ohne Wertung weitergeben möchte. Zu einigen Punkten werden Sie in der kommenden Woche noch genaueres in Extra Beiträgen lesen. Nach dem Erscheinen werde ich diese natürlich hier im Beitrag direkt verlinken.

Änderung der „Kombinierbarkeit“ mit central.unfall und central.akut

Ab sofort ändert die Central Krankenversicherung AG die Annahme-/ Versicherungsfähigkeit für einige Bausteine.

Bei den Bausteinen handelt es sich um ergänzenden Versicherungsschutz. central.unfall beinhaltet eine Leistungserweiterung für das Zweibettzimmer und eine privatärztliche Behandlung im Falle eines Unfalls, maximal für 24 Monate nach dem Unfall. Der Baustein central.akut erweitert ebenfalls den stationären Bereich der Krankenversicherung auf das Zweibettzimmer und die privatärztliche Behandlung. Leistungsvoraussetzung ist hier jedoch eine von elf definierten Krankheiten. Ist diese eingetreten, so erweitert sich der vorhandene Versicherungsschutz. Die vorhandenen Ausschlüsse und Einschränkungen dieser Tarife entnehmen Sie bitte den Versicherungs- und Tarifbedingungen.

Die Neuerung besteht nun darin, dass anders als bisher, auch der Vollversicherte Kunde der Central Krankenversicherung diese Tarife abschließen kann und somit seine Private Krankenversicherung (PKV) für Unfälle und schwere Erkrankungen aufwerten kann. Dieses gilt aber nur für Vollversicherte Kunden mit stationärem Bausteinen des VARIO ECO.

Ob ein solcher ergänzender Schutz überhaupt Sinn macht, welche Ausschlüsse oder Einschränkungen dort gelten (z. Bsp. Arzthonorare nur bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte, GOÄ) und was für Voraussetzungen erfüllt sein müssen, ist individuell zu prüfen. Hier ist zu entscheiden ob eine solche Ausschnittsdeckung nicht besser durch angemessenen Versicherungsschutz generell ersetzt werden kann und sollte.

Änderung bei den Beitragsrückerstattungen in den Tarifen CVP500 und Vario mit Pauschalleistung

Hier sind einige Änderungen bei der Beitragsrückerstattung zu beachten. So schreibt man mir als Makler folgendes:

Wir garantieren Ihnen in den Pauschalleistungsstufen des Tarifs vario (VxxxS2P) bereits jetzt unveränderte BRE-Konditionen nicht nur für das Anspruchsjahr 2011, sondern bereits für 2012. Somit sichern sich Ihre Kunden weiterhin 6 MB garantierte Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit.

Das Problem bei solchen Pauschalleistungen oder hohen Beitragsrückerstattungen wird jedoch noch immer nicht ausreichend erklärt. Dabei geht es um die Anrechnung dieser Zahlungen bei der steuerlichen Berücksichtigung der Beiträge. Erfolgt eine Rückzahlung, so ist diese natürlich dem Finanzamt anzuzeigen, mindert nachträglich den Aufwand in der Krankenversicherung und zieht (bei Angestellten häufig, aber auch bei Selbstständigen) Nachzahlungen in der Lohn-/ Einkommensteuer nach sich. Grund hierfür ist die Minderung des tatsächlichen Aufwandes, welcher gemäß dem Bürgerentlastungsgesetz anrechenbar wäre.

Ob mir deshalb ein nicht unerheblicher Bonus bei der Vermittlung dieser Tarife angeboten worden ist, um diese dennoch „in den Markt zu bekommen“ weiss ich natürlich nicht, kann ja auch ein „Zufall“ sein.

In diesem Zusammenhang sei noch die Änderung der Beitragsrückerstattung in den CVP500 Tarifen erwähnt. Anders als in den Vario Tarifstufen, waren hier die 6 Monatsbeiträge Rückerstattung nicht garantiert, zumindest nicht vollständig. Der eine, nicht garantierte Teil war eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung. So schrieb man mir:

Hinweis: Kunden im Tarif CVP500 erhalten für das Jahr 2011 (hier erfolgt KEINE Garantie auch für das Jahr 2012, wie oben im Vario) die tariflich garantierten 5 MB Rückerstattung. Der erfolgsabhängige Monatsbeitrag wird für 2011 nicht mehr erstattet. Um Ihre Kunden auch jetzt noch aktiv auf einen Wechsel in den Tarif V222S2P rückwirkend zum 01.01.2011 ansprechen zu können, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Umstellungsanträge noch bis zum 31.03.2011 bei uns einzureichen. Sie können damit Ihren Kunden bei einem Wechsel auf Tarif V222S2P den zusätzlichen Monatsbeitrag BRE weiterhin sichern damit diese wie bisher bis zu 6 Monatsbeiträge erstattet bekommen.

Auch hier ist mir der Hintergrund des Versicherers noch nicht ganz deutlich geworden. Die Tatsache, das es nun eine geringere Beitragsrückerstattung (die zum Teil von der Steuer wieder „aufgefressen“ wird) gibt, sollte niemanden, wirklich niemanden zu einem Tarifwechsel bewegen. Die Tarife sind unterschiedlich in den Leistungen und sollten nur sehr überlegt gewechselt werden. Zu beachten sind hier in jedem Fall persönliche Auswahlkriterien bei der Tarifwahl in der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Als letzte „Neuerung“ wird mir (und somit indirekt auch Ihnen) eine Versicherung im Zahntarif central.prodent unter bestimmten Voraussetzungen sogar ohne Gesundheitsprüfung angeboten. Voraussetzung ist jedoch, neben dem Abschluss des Central Zusatztarifes ein Wechsel Ihrer gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Nur wenn Sie über die Central an die Techniker Krankenkasse (TK) wechseln, gelten diese Sonderkonditionen. Dabei soll es neben der entfallenden Gesundheitsprüfung (für alle Personen ab Geburtsjahr 1977) auch noch einen Bonus von 30 EUR, extra für Central Versicherte, geben. Auch für den oben genannten Tarifbaustein central.unfall gilt dieser Entfall der Gesundheitsprüfung.

Hat man das System einer Privaten Kranken(zusatz)versicherung jedoch verstanden und weiss somit um eine risikogerechte Prämienkalkulation, so sind mir solche Angebote (welche ja auch andere Unternehmen ab und an anbieten) suspekt.

01.
November '10

Soll ich in den Vario Tarif der Central Krankenversicherung wechseln?


Bereits vor knapp einem Jahr hatte ich zu der Frage „Soll ich oder soll ich nicht- Wechsel in den neuen Vario Tarif“ geschrieben. Die Berater der Deutschen Vermögensberatung (als Partner der Central) und auch viele andere Berater hatten ihren Kunden einen solchen Wechsel empfohlen. Oftmals nach dem Motto:

„Hallo Hr. Muster, Ihr Traif CV3H/ CVP/ EKN wird zum 01. Januar angepasst. Ich habe eine tolle Lösung für Sie, wechseln Sie in den Vario Tarif.“

Bereits im letzten Jahr hatte ich vielen Anfragenden die Aussage gegeben, ein solcher Wechsel ist generell möglich, will aber gut überlegt sein und besonders gut durchdacht. Nachdem in diesem Jahr nun auch die Beitragsanpassungen der Central für 2011 bekannt sind, passiert genau dieses wieder.

Klingt ja auch toll. „Entgehen Sie der Anpassung, ich habe eine Lösung für Sie.“ wird heute mal wieder argumentiert. Dazu kommen noch solche unsinnigen Aussagen wie:

Das müssen Sie aber schnell tun.

Am besten sofort, denn dann bekommen Sie noch den Vorsorgegutschein für 2010.

Diese Aussage ist natürlich ein „Verkäufertrick“. Generell sind bei einer Anpassung der Beiträge die Fristen und Voraussetzungen klar geregelt und nichts sollte überstürzt werden. Wie im Beitrag „Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung“ bereits in 2009 gesagt, gilt Gleiches auch wieder in diesem Jahr. Achten Sie darauf, welche Tarife angepasst werden. Auch der Variotarif, den es ja seit 2009 erst gibt, erhält zum Teil deutliche Anpassungen in 2011.

Was Sie nun tun können und sollten:

1.) Lassen Sie sich auf keinen Fall unter (Zeit-)druck setzen.

2.) Überlegen Sie zunächst, welche Leistungen Sie in Ihrer Krankenversicherung für sich als wichtig, welche als „nice to have“ und welche als verzichtbar einstufen. Mit Hilfe der Auswahlkriterien und des Kriterienfragebogens können Sie sich einen Überblick verschaffen. Dabei denken Sie nicht nur an „jetzt“, sondern insbesondere an das Alter und den Fall der schwereren, dauernden Krankheit.

3.) Bedenken Sie auch, das ein Tarifwechsel zum 01. 12. oder 01. 11. ihr Sonderkündigungsrecht bei Beitragsanpassung aufheben kann, wenn der neue Tarif nicht angepasst wird. Was so ein voreiliger Wechsel für ein „Theater“ nach sich ziehen kann, lesen Sie am besten selbst in den Beiträgen zur unendlichen Geschichte eines anderen Kunden.

4.) Nachdem nun die Wünsche und Tarifinhalte klar sind, begeben Sie sich zu einem Berater. Erst jetzt lassen Sie sich auch von der Central schriftlich ein Umstellungsangebot erstellen. Schauen Sie dabei nicht nur auf die Beiträge, sondern verlangen eine komplette Auflistung der Tarifunterschiede, insbesondere auch der Verschlechterungen.

5.) Schauen Sie sich auch nach Alternativen um. Dabei ist natürlich ein höheres Eintrittsalter und ein anderer Gesundheitszustand zu berücksichtigen. Das allein ist aber kein Grund sich damit nicht zu beschäftigen. Der Verfall der (nicht definierten und garantierten) Altersrückstellungen im Übrigen auch nicht.

Haben Sie nun Alternativen gefunden, so bitten Sie den Berater um eine direkte Gegenüberstellung des bisherigen Tarifs, des neuen Vario Tarifs und der Alternative. Nur so lassen sich Leistungsunterschiede feststellen. Vergleichen Sie dann auch einmal die heutigen Einstiegsbeiträge aller drei Tarife für einen Neukunden. Sie werden zum Teil zu erstaunlichen Ergebnissen kommen.

Nach Zugang der Beitragserhöhung, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat. Der Versicherer muss ggf. den Zugang der Änderungsmitteilung beweisen. Daher lassen Sie sich, wie eingangs bereits geschrieben, Zeit.

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten:

Beitragsanpassungen der Central zum 01. 01. 2010

Beitragsanpassungen zum 01. 01. 2011

Kommentar zur Tarifeinführung der Vario Tarife aus 2009

15.
Dezember '09

Soll ich – oder soll ich nicht? Der Wechsel in den neuen Central Vario


Eigentlich hatte ich bereits in vergangenen Blogbeiträgen über Wechselangebote aus dem CV3H, dem EKN oder den KEH Tarifen in den Vario geschrieben. Auch zu der Markteinführung der Vario Tarife erschien mein Kommentar „Vario- eine ausführliche Tarifanalyse“ schon am 25. 06. 2009.

Aber durch die zum Teil aus Sicht vieler Kunden nicht mehr zu verkraftenden Beitragserhöhungen denken nun viele von Ihnen über einen solchen Wechsel nach. Entweder in die neuen Vario Tarife oder gänzlich woanders hin. Da sich die Anfragen in diese Richtung häufen, möchte ich Ihnen hier einige weitere Hinweise geben um vielleicht etwas besser entscheiden zu können und sich Ihre, persönliche und eigene Meinung zu bilden.

Zum besseren Verständnis möchte ich eine Kundenanfrage hier anonym zitieren:

Ich bin seit 1996 bei der Central versichert. Jährlich bekomme ich mehr oder weniger deutliche Anpassungen.

Die Anpassung diesmal hat es aber in sich.

Allein der Tarif EKN2500 (zu dem ich am 11.04 aus dem Tarif KN2 gewechselt bin) ist um 35% (!) gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Berücksichtigt man die SB sind es immer noch beachtliche 19,27%.

Seit 1996 hat sich der Tarif um 152% (incl. SB 153%) erhöht.

Dabei sieht man sehr deutlich, das die Verzweiflung auf einen Seite, die Angst es irgendwann nicht mehr bezahlen zu können und der Verlust der Beitragsrückstellungen auf der anderen Seite vorhanden ist.

Doch was soll man raten?

Zunächst: Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Es kommt sehr stark auf die persönlichen Bedürfnisse an, auf die Frage welche Leistungen benötigt werden, wie der Gesundheitszustand aussieht und natürlich auch etwas auf das „eigene Bauchgefühl“.

Das große Thema Altersrückstellungen:

Bei einem Wechsel innerhalb der Gesellschaft bleiben diese erhalten und werden auch im neuen Tarif angerechnet. Wie hoch diese sind und wie sich das tatsächlich im Alter auswirkt ist reine Spekulation und lässt sich sicher bei keiner Gesellschaft mit Bestimmtheit sagen.

Nur wenn Sie als Bestandskunde bis zum 30. 06. 2009 gekündigt haben und den Weg über den 18-monatigen Verbleib im Basistarif gewählt haben, könnten Sie die Alterungsrückstellungen teilweise übertragen und zur neuen Gesellschaft mitnehmen.

Bei einem Wechsel zu einer anderen Gesellschaft sind die Rückstellungen verloren. Weiterhin haben Sie ein neues Eintrittsalter, neue Summenbegrenzungen bei den Zähnen, eine neue Gesundheitsprüfung etc. (diese auch teilweise beim Wechsel in den Vario)

Aber:

Dennoch kann ein solcher Wechsel auch mal Sinn machen.

1.) Wenn die Leistungen die Sie nach Ihren Auswahlkriterien festgelegt haben so in Ihrem derzeitigen oder auch im Neuen Tarif nicht erfüllbar sind.

2.) Wenn Sie berechtigte Befürchtungen haben den Beitrag im derzeitigen Tarif langfristig nicht bezahlen zu können

3.) Wenn Sie sehen, dass Sie nur durch Leistungsreduzierung und Verschlechterung und ggf. Erhöhung der Selbstbeteiligung die Beiträge noch zahlen können

Pauschal kann und werde ich Ihnen hier keinen Rat geben können. Aber wenn Sie dennoch das Thema angehen wollen am Besten so:

1.) Übersenden Sie mir den FRAGEBOGEN zu den Auswahlkriterien zur PKV

2.) Weiterhin am besten die Daten (oder eine Kopie des Versicherungsscheins) zu dem bisherigen Tarif und dem Beginn der Versicherung. Haben bisher Wechsel des Tarifes stattgefunden, dann gern auch diese.

3.) Müssen wir zwingend und ausführlich telefonieren um weitere Fragen zu klären, Modelle zu besprechen und weitere Einzelheiten abwägen

Und tun Sie sich selbst einen Gefallen. Lassen Sie sich nicht unter (Zeit-)druck setzen. Überlegen Sie genau und sorgfältig welche Möglichkeiten es gibt und welche Konsequenzen darin begründet liegen. Nur so kommen Sie an ein langfristig durchdachtes Ziel.