Artikel mit ‘Untersuchung’ getagged

21.
November '11

Nach dem Antrag auf Risikolebensversicherung kommt die Krankenschwester nach Hause


Innovation oder einfach nur ein gut gemachtes Marketing?

Bei einem Antrag auf Personenversicherung, dabei ist es egal ob es sich um eine private Krankenversicherung, eine Absicherung bei Berufsunfähigkeit oder eben meine Lebensversicherung handelt, sind zwingend Gesundheitsfragen zu beantworten. Die Versicherer fragen unterschiedlich lange Zeiträume ab, stellen teilweise komplizierte offene- oder geschlossene Fragen und vieles mehr. Bei erreichen von bestimmten Versicherungssummen oder ab einer festgelegten monatlichen Rente für die Berufsunfähigkeitsversicherung reichen jedoch dieser Antragsfragen nicht mehr aus. Sie müssen zum Arzt!

Es gibt viele Vermittler, aber auch Kunden die diese Situation eher als unangenehm empfinden. Da muss man den Arzt anrufen, einen Termin vereinbaren, die Zeit haben dorthin zu gehen und dann auch noch auf die Untersuchungsergebnisse warten. Aus Versicherersicht ist jedoch diese Verfahrensweise verständlich. Möchte man ein bestimmtes Risiko annehmen, so verlässt man sich nicht mehr nur auf die einfachen Angaben des Kunden, sondern benötigt einen aktuellen ärztlichen Befund. Die Kosten für solche Untersuchungen werden regelmäßig vom Versicherer getragen. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch die Lebensversicherung können Sie sich so ein Beispiel für einen Untersuchungsbericht im Downloadbereich anschauen.

Für Kunden der Europa Lebensversicherung könnte diese Verfahrensweise bald ein Ende haben. Für die könnte es dann aussehen wie auf dem Bild oben- die Krankenschwester klingelt (ok, das ist jetzt keine Krankenschwester, aber so ähnlich). (mehr …)

21.
Juni '10

Ärztliche Untersuchung bei der Beantragung einer BU Versicherung


Oftmals werde ich gefragt wann eine ärztliche Untersuchung erforderlich ist, ob diese überhaupt gemacht werden muss und ob dann keine Antragsfragen mehr zu beantworten sind. Doch zunächst der Reihe nach.

Bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch bei der Privaten Krankenversicherung werden im Antragsformular Fragen gestellt. Diese sind vom Antragsteller zu beantworten und ermöglichen dem Versicherer eine Einschätzung des Risikos.

Wie krank ist/ war der Antragsteller und welche kosten kommen auf uns zu?

Was gab es an Vorerkrankungen und was könnte uns an (Mehr-)kosten erwarten?

Um wie viel ist das Risiko gegenüber einem gesunden Versicherten erhöht?

Diese Fragen lassen sich mit den Antragsangaben beantworten. Reicht dem Versicherer das nicht aus, so verwendet er so genannte Zusatzfragebögen.

Um dieses zu beantworten ist allein ein Status quo nicht ausreichend. Daher beziehen sich die Angaben auch auf die Vergangenheit.

Bei bestimmten Rentenhöhen in der BU oder bei dem Fehlen einer Vorversicherung in der Krankenversicherung ist meist/ fast immer eine ärztliche Untersuchung nötig. Stellt der Kunde einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsabsicherung beauftragt der Versicherer einen Arzt.

In der Praxis wird der Kunde mit dem Formular zu einem Arzt seiner Wahl geschickt, der Versicherer erteilt eine Weisung was zu untersuchen ist und übernimmt auch die Kosten. Diese Art der Untersuchung(en) ist abhängig von der beantragten Rentenhöhe. Auch hier sind jedoch die Antragsfragen zu beantworten, da der Arzt nur eine Momentaufnahme feststellen kann und die Angaben über die Vergangenheit vom Antragsteller zu machen sind.

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) wird die Untersuchung in der Regel bei dem Fehlen einer vorherigen Absicherung verlangt. Diese Kosten werden vom Versicherer nicht übernommen, da der Antragsteller sich versichern möchte und daher seinen Gesundheitszustand darlegen muss.

In jedem Fall nehmen Sie die Unterlagen wieder selbst vom Arzt mit und übergeben diese dann dem Versicherer oder Ihrem Berater. So haben Sie 1.) eine Kopie und können 2.) einmal auf die Antworten und Ergebnisse schauen und diese ggf. besprechen.

16.
März '10

Berufsunfähigkeitsversicherung: Untersuchung statt Gesundheitsfragen und Frage zur Ausschnittsdeckung


Neulich las ich in einem Forum folgende Frage(n) die ich hier gern aufgreifen möchte, da diese doch den einen oder anderen interessieren und auch bei meinen Beratungen schon einmal gefragt wurden. Dabei geht es um Untersuchungen statt die Antragsfragen zu beantworten.

gibt es bei den Versicherungen auch die Möglichkeit, anstelle der Offenlegung der eigenen Krankenakte, eine Rundum-Untersuchung machen zu lassen ? Da ich nämlich in der Vergangenheit auch wegen Kleinigkeiten zum Arzt gegangen bin,wird es nämlich sehr aufwendig werden, eine lückenlose Krankenakte vorzulegen. Da ich jetzt fit und beschwerdefrei bin, wäre so eine Untersuchung wahrscheinlich die bessere Wahl – falls es sowas geben sollte.

Ja und Nein. Zunächst ist festzuhalten, dass eine Untersuchung keine Antragsfragen ersetzen kann. Dieses liegt insbesondere an Folgendem: Eine Untersuchung ist immer eine Momentaufnahme. Erkrankungen die vorher bestanden haben und nun vielleicht schon ausgeheilt sind spielen für die Risikobeurteilung dennoch zum Teil eine Rolle. Bei einer Untersuchung, selbst einer mit umfangreichen Laborwerden, sind diese Erkrankungen nicht festzustellen.

Weiterhin wird in vielen Anträgen auch nach Anomalien, Beschwerden oder weiteren Beeinträchtigungen gefragt.

Nehmen wir als Beispiel die Rückenschmerzen/ Verspannungen. Unterstellt der Kunde hatte diese vor 3, 4, 5 Jahren und das mehrfach, seither nicht mehr. Bei einer heutigen Untersuchung kommt dieses nicht „zum Vorschein“, den Versicherer interessiert es dennoch. Vergleichbares passiert bei Allergien. Bei Heuschnupfen, der längere Zeit nicht auftrat, besteht (abhängig vom Beruf) durchaus ein Risiko berufsunfähig zu werden.

Ab bestimmten Rentenhöhen werden bei fast allen Unternehmen dennoch Untersuchungen fällig. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche Prüfungsmöglichkeit, welche aber auch hier die Gesundheitsfragen nicht ersetzen soll, diese nur ergänzen kann und soll. Dabei werden entweder in der Untersuchung oder durch den Antrag ebenfalls Fragen gestellt, welche der Versicherte zu beantworten hat. Auch hierbei gelten die Grundsätze der Anzeigepflicht und es drohen die gleichen Folgen wie bei falschen Antragsangaben.

Dann würde mich noch interessieren, ob es auch eine BU gibt, die nur bei psychischen Erkrankungen(z.B. BurnOut) in Anspruch genommen werden kann?

In der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es keine Ausschnittsdeckung. Bei bestehenden Vorerkrankungen und/ oder Beschwerden kann und wird der Versicherer Ausschlüsse anbieten, so das der Schutz nicht mehr für alles gilt. Aber gezielt auswählen welche Erkrankungen versichert werden sollen geht- zumindest bei der BU- nicht.

Wenn jemand nur bestimmte Erkrankungen versichern will, kann eine Dread Disease (Schwere Krankheiten Versicherung) vielleicht sinnvoll sein. Diese bietet Versicherungsschutz bei Eintreten bestimmter, vorher vertraglich definierter Diagnosen und Erkrankungen und leistet dann eine Einmalzahlung. Das Risiko gegenüber der BU besteht darin, das der Betrag irgendwann aufgebraucht ist. Somit sollte diese so hoch bemessen sein, das er bis zum gewünschten Lebenjahr reicht.

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Informationen zur Schweren Krankheiten Vorsorge

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