Artikel mit ‘Testergebnisse’ getagged

21.
Februar '17

„Die besten Tarife für….“ warum Sie es ignorieren oder die Zeitung verbrennen soll(t)en


Egal ob (Fach-) Zeitschriften, Onlineportale oder meist zweifelhafte E-Mail Newsletter, diese Überschrift haben Sie bestimmt schon einmal irgendwo gelesen.

„Die besten Tarife für Angestellte/ Selbstständige/ Sportler/ Warmduscher oder sonst wen.“

Und hier beginnt auch das eigentliche Problem, hier werden für verschiedene Sparten in der Versicherungswirtschaft Rankings und Ratings aufgestellt, welche eine zweifelhafte Auswahl und Sicherheit vermitteln. Oft dienen solche Überschriften als „Aufreißer“ für einen Artikel und am Ende finden sie dann Tabellen oder Übersichten mit dem besten Tarif.

Das Dumme an der ganzen Sache ist nur, dass es den besten Tarif eben nun einmal nicht gibt und auch nicht geben kann. Speziell bei der Absicherung von biometrischen Risiken, also zum Beispiel der Absicherung der Arbeitskraft bei Berufsunfähigkeit, der Absicherung der Gesundheit durch eine private Kranken(zusatz)versicherung oder auch des eigenen Lebensabends durch eine entsprechende Altersvorsorge.

Wer ein wenig länger darüber nachdenkt wird schnell den Grund meiner Skepsis erkennen. Nur weil ein Produkt für mich passt, passt es für Sie noch lange nicht, Nein es kann sogar gänzlich falsch sein und eine solche Auswahl große Risiken bergen.

Warum „ziehen“ solche Artikel (Leser an)

Das Problem bei der Auswahl des passenden Versicherungsschutzes ist oftmals die Unübersichtlichkeit und die Unverständlichkeit von Versicherungsbedingungen. Da liegen dann plötzlich einhundert Seiten kleingedruckter Text vor Ihnen und Sie hadern mit sich selbst. Gedanken wie „Soll ich das wirklich alles lesen?“ oder „Muss ich das jetzt lesen?“ schwirren Ihnen durch den Kopf und eigentlich sagt ihr innerer Schweinehund: „Lass es bleiben und vertraue dem Versicherer oder deinem Berater/ Vertreter“. Auch Aussagen wie

„Ach, irgendwie sind die Bedingungen doch alle gleich und ein Wort/ ein Satz mehr oder weniger kann doch nicht so schlimm sein.“

höre ich immer wieder.

Das ist auch durchaus nachvollziehbar, denn (außer mir und ein paar Kollegen) gibt es wohl niemanden der so etwas gern liest, über Stunden Bedingungen auswertet, mit Textmarker „bewaffnet“ und vor Bergen von Papier. Und natürlich ähneln sich Versicherungsbedingungen in ganz vielen Aussagen und es finden sich gleiche Sätze bei dem einen und anderen Versicherer wieder. Doch nicht in den Gemeinsamkeiten, sondern in den Unterschieden liegt die Gefahr.

Link: Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn sie eben auf den oben stehenden Link geklickt haben und dort ein wenig blättern, dann finden Sie gegenübergestellte Versicherungsbedingungen, welche sich oftmals nur in wenigen Worten unterscheiden. Diese Wortwahl ist es aber, die am Ende bei der Beantragung der versicherten Rente darüber entscheidet, ob eine Leistung erbracht wird oder eben nicht. Es sind keinesfalls die Versicherer die immer nach Auswegen suchen, die böse sind und nie zahlen wollen, es ist oft der große Unterschied zwischen dem was abgeschlossen wurde (und damit versichertes) und der (oftmals falschen) Erwartungshaltung. Da wird in blumigen Worten ausgemalt, dass sie doch den absoluten Luxus und Superschutz in ihrer privaten Krankenversicherung gekauft haben (oder kaufen sollen), dummerweise „vergisst“ ihr Berater Ihnen die Ausschlüsse, Einschränkungen und sonstigen Beschränkungen des Tarifes zu erklären und Sie glauben ihm und gehen von einem High End Schutz aus. Einen Schutz den sie so jedoch gar nicht haben. (mehr …)

27.
Januar '14

Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit und warum lieber jetzt als gleich sinnvoll ist


Dass die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit richtig ist und neben der privaten Haftpflichtversicherung mit Abstand zu den wichtigsten Produkten überhaupt gehört, dass es mittlerweile hinreichend bekannt. Sogar die oft sehr versicherungskritischen Verbraucherschützer lassen hieran nicht ansatzweise einen Zweifel.

Doch in vielen Fällen ist nicht alleine der Wunsch nach einer solchen Absicherung ausreichend, vielmehr ist es immer schwieriger eine entsprechende Versicherung zu bekommen, da die Versicherer zunehmend wählerischer werden. Der Grund ist auch relativ einfach, denn sprechen wir doch in der Risikoabsicherung über sehr hohe Versicherungssummen und am Ende im Vergleich doch geringe Prämien. (Auch wenn natürlich für den Einzelnen eine Berufsunfähigkeit Absicherung natürlich dennoch viel Geld kostet)

So ergab sich in der letzten Woche in einem Forum unter Maklerkollegen eine interessante Diskussion darüber, dass es doch in der Annahme immer öfter zu ausschließen oder relativ hohen Risikozuschlägen bei Anträgen auf Berufsunfähigkeit kommt. Eine sehr interessante Aussage eines Kollegen bewegte mich dann am Ende zu diesem Beitrag, denn er schrieb:

Mein Problem ist eher wie kann man das Problem lösen und auch Jungen Leuten eine BU ermöglichen bzw. den Zugang zu Ihnen finden. Das sollte wie schon oft erwähnt eigentlich in der Schule schon angesprochen werden…denn ich war auch mal jung und wollte nichts von BU etc. wissen

Doch warum ist eine frühzeitige Beantragung so wichtig?

Die Absicherung gegen das Risiko von Berufsunfähigkeit und den daraus resultierenden finanziellen Folgen ist natürlich nur dann möglich, wenn die Antragsprüfung positiv ausfällt. Das Ziel jedoch nur dann, wenn entweder keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestehen, oder auf der anderen Seite diese so gering sind dass sie (statistisch gesehen) keine Auswirkungen auf den möglichen Eintritt eines Leistungsfalles haben. Eine frühzeitige Beantragung für die eigenen Kinder, Enkel und die Ansprache des Themas bei Eltern und jungen Leuten ist daher sicherlich unerlässlich. Es ist durchaus nachvollziehbar, das man mit dem ersten Geld genug andere Wünsche hat. Das eigener Auto, Motorrad, der erste Urlaub und auch sonst gibt es Tausende Wünsche. Wer denkt schon in jungen Jahren daran, dass es auch anders kommen könnte. Da kommt der „pessimistische Makler oder Berater“ und will nun etwas erzählen von Statistiken, Gefahren, und Risiken im Leben.

 „mir passiert schon nichts“ oder „in meinem Job werde ich nicht berufsunfähig

 aber auch: „Aus Kostengründen habe ich mich gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden

Solche Aussagen höre ich nicht nur einmal, sondern oft und ich will und werde weder meine Kunden noch deren Kinder versuchen zu belehren oder bekehren, dass versicherbar dennoch versuche ist gezielt auf bestimmte Punkte hinzuweisen und die eigene Entscheidung in die richtige Richtung zu fördern.

Warum ist es so wichtig sich früh zu versichern?

Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem Bekannten und Verwandtenkreis um. Da geht es schon bei Schülern in den unteren stufenlos, der eine hat Kopfschmerzen, steht unter „Stress“, Allergien gehören genauso zur Tagesordnung wie eine Vielzahl anderer Beschwerden. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie wären Versicherer und so ein junger Mensch will sich bei ihnen gegen das Risiko einer späteren Berufsunfähigkeit versichern. Nehmen wir auch nur eine kleine monatliche Rente von vielleicht 500 € zum Start, so reden wir bei einem Eintrittsalter von 15 Jahren und einer Laufzeit von über 50 Jahren auch hier schnell im Bereich von 300.000 € und mehr.

Doch dabei bleibt es natürlich nicht, denn wir alle wollen gute Bedingungswerke, umfangreiche Leistungen und Optionen und haben daher auch Nachversicherungsgarantien, Erhöhung Optionen und Veränderungsmöglichkeiten des geplanten Versicherungsschutzes. Gerade die Produkte im Bereich der „Einsteiger-BU“ bieten hier vielfältige Möglichkeiten den Versicherungsschutz später an das neue Leben, den neuen Bedarf anzupassen.

Schnell steigen natürlich dann die möglichen Leistungen für den Versicherer problemlos auf siebenstellige Beträge und natürlich möchte der Versicherer bei Antragstellung so weit als möglich bewerben, wie hoch denn das mögliche Risiko sein kann.

Wie beschränken Versicherer das Risiko bei bekannten Vorerkrankungen?

Im Rahmen der Antragsprüfung gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten für den Versicherer.

Bildschirmfoto 2014-01-24 um 00.16.41

Die Normalannahme ist der Optimalzustand für den Antragsteller, denn hier bekommt er den vollen Versicherungsschutz zu der vom Versicherer kalkuliertem Prämie. Doch in vielen Fällen sprechen Vorerkrankungen und Einschränkungen gegen eine solche Annahmemöglichkeit und nun greifen zwei weitere Optionen. Die erste besteht in einem Ausschluss. Der Versicherer schließt also bestimmte Erkrankungen (mehr …)