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14.
Januar '14

Steuerlich geförderte Tarif für für die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, besser als ungefördert?


„Ihr Vertrag wird sogar steuerlich gefördert.“

Solche Aussage scheint ja vertrieblich irgendwie das Allheilmittel zu sein. Schon in der Vergangenheit haben einige Vertriebe diese vermeintliche Chance genutzt und Vertragskonstellationen angeboten, wo die Prämien teilweise steuerlich absetzbar waren. Natürlich klingt es gut, einen Teil der investierten Beiträge über die Einkommensteuer wieder zurück zu bekommen. Doch ist es wirklich so gut wie es klingt?

In meinem damaligen Beitrag zur Kombination eines Rürup-Vertrages und der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit habe ich bereits ausführlich dazu geschrieben. Doch in diesem Jahr kommt eine neue Konstellation dazu, denn der Gesetzgeber hat im letzten Jahr mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (AltvVerbG) eine gesetzliche Grundlage geschaffen, nachdem auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit in bestimmten Konstellationen steuerlich begünstigt wird. Um in den Genuss einer solchen Forderung zukommen sind bestimmte Voraussetzungen nötig.

BU_Produkte

Was genau wird gefördert?

Die staatlichen Änderungen finden sich im Einkommensteuergesetz wieder. Demnach wurde der Paragraph 10 ergänzt, und enthält nun einen Passus zur Förderung von der Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit. Genau heißt es dort:

10 EStG – Art der Aufwendungen

(1) Sonderausgaben sind die folgenden Aufwendungen, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind oder wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten behandelt werden:

2.b) Beiträge des Steuerpflichtigen

bb) für seine Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunfähigkeit oder der verminderten Erwerbsfähigkeit (Versicherungsfall), wenn der Vertrag nur die Zahlung einer monatlichen, auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente für einen Versicherungsfall vorsieht, der bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres eingetreten ist. Der Vertrag kann die Beendigung der Rentenzahlung wegen eines medizinisch begründeten Wegfalls der Berufsunfähigkeit oder der verminderten Erwerbsfähigkeit vorsehen. Die Höhe der zugesagten Rente kann vom Alter des Steuerpflichtigen bei Eintritt des Versicherungsfalls abhängig gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat.

Zusammengefasst bedeutet das, ein Vertrag ist nur unter zwei ganz elementaren Voraussetzungen überhaupt förderfähig. Die erste entscheidende Voraussetzung ist die Versicherung mit einer lebenslangen Rente bei Berufsunfähigkeit, die zweite ist das der Versicherungsschutz bis zum gesetzlichen Rentenalter von 67 Jahren bestehen muss. Nur wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, ist überhaupt an eine steuerliche Förderung dieses Vertrages zu denken.

Welche Anbieter bieten solche Verträge an?

Derzeit ist die Antwort ganz einfach: keiner! Die steuerlich geförderten Verträge für die Berufsunfähigkeitsabsicherung sind derzeit nicht vorhanden, das keinen Versicherer gibt der einen solchen Tarif anbietet. Es gibt zwar Anbieter mit Produkten einer „lebenslangen“ Rente, jedoch sind bei diesen die Kriterien auch nicht vollständig erfüllt. Meist handelt es sich um Einschränkungen des Alters oder der konkreten Ausgestaltung der lebenslangen Rente.

Dann doch lieber ein Produkt ohne Förderung?

Aus verschiedenen Kreisen werden die Vorgaben des Gesetzgebers an einer steuerliche Förderung kritisiert, da der Versicherungsschutz stellenweise über das hinausgeht was (versicherungstechnisch) sinnvoll erscheint. Wird einem Versicherungsnehmer eine lebenslange Rente garantiert, die zudem auch noch bis zu dem 67. Lebensjahr eintreten kann, so macht es eine entsprechende Absicherung sehr teuer. Der Grund ist einfach, mit steigendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden. Gerade die letzten Jahre gehören zu den teuersten Jahren und treiben damit die Prämie in die Höhe. Während man bei einem „normalen“ Vertrag das Endalter entsprechend modifizieren kann, vielleicht dann auf das 65. oder sogar 63. Lebensjahr ausweichen, so geht das bei Verträgen mit steuerlicher Förderung nicht. Das führt in der Praxis jedoch auch dazu, dass die Verträge (so erste Schätzungen) doppelt oder gar dreimal so teuer sein werden als bestehende Produkte.

Wer sich also derzeit Gedanken über eine entsprechende Absicherung gegen das Risiko von Berufsunfähigkeit macht, der sollte sich nicht ausschließlich auf die steuerliche Förderung konzentrieren, sondern sich vielmehr Gedanken zu dem entsprechenden Versicherungsschutz, der Ausgestaltung der Bedingungen und der Qualität der Leistung machen. Es ist viel wichtiger einen ausgewogenen, mit guten Bedingungen versehenen, Versicherungsschutz zu bekommen und es macht daher durchaus Sinn auf eine steuerliche Förderung bewusst zu verzichten.

Wie wähle ich einen „guten Versicherungsschutz“ am besten aus?

Gerade in der Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit und damit in der entscheidenden Absicherung die das Einkommen des Versicherten sichern muss, falls er nicht bearbeiten kann, ist eine sorgfältige Auswahl des Bedingungswerkes das einzig entscheidende. Natürlich ist die  Prämie die am Ende zu zahlen ist wichtig und muss bezahlbar bleiben, auf der anderen Seite nützt ein vermeintlich günstiger Versicherungsschutz Klippen in den Bedingungen überhaupt gar nichts. Im Fall der Fälle würde der Versicherer dann eine Möglichkeit finden nicht zu leisten und alle bereits Zeiten Beiträge wären „futsch“.

Machen Sie sich also rechtzeitig vor Auswahl des sprechenden Versicherungsschutzes und vor allem vor Abschluss eines solchen Vertrages Gedanken darüber, welche Kriterien für Sie wichtig sind. Ich habe Ihnen in meinem „Leitfaden Berufsunfähigkeit“ nicht nur Informationen zusammengestellt, sondern auch unterschiedliche Aussagen aus den Versicherungsbedingungen gegenübergestellt um Ihnen eine Möglichkeit zu geben, diese besser zu verstehen.

Danach sollten sie sich ebenfalls Gedanken machen, welche Rentenhöhe die richtige für Ihre Situation ist. Der  Kriterienfragebogen zur Berufsunfähigkeitsabsicherung soll Ihnen dabei helfen, das für Sie Wichtige herauszufiltern.

Wann soll ich einen Versicherungsschutz abschließen?

Der Versicherungsschutz gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit ist nicht nur von dem persönlichen Gesundheitszustand abhängig, insbesondere spielt auch der ausgeübte Beruf (und die damit zusammenhängenden Berufsgruppe), das aktuelle Alter und der gewünschte Versicherungsumfang eine entscheidende Rolle für die Prämie.

Aus diesem Grund macht es Sinn sich möglichst frühzeitig (in jungen Jahren und meist ohne großartige Vorerkrankungen) um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu bemühen. Ist das versäumt worden oder besteht derzeit ein Versicherungsschutz der nicht den Wünschen entspricht, so muss geprüft werden wie diese angepasst werden kann. In jedem Falle sollte man sich mit einer solchen Prüfung nicht wirklich viel Zeit lassen, denn weder kennen wir unseren Gesundheitszustand morgen, übermorgen oder in der nächsten Woche noch können wir die Zukunft vorhersagen. Daher gilt ganz vereinfacht: lieber heute als morgen um eine entsprechende Absicherung kümmern.

27.
Januar '11

Höhere Lohnsteuer nach PKV Wechsel?


In einem meiner vorhergehenden Artikel schrieb ich bereits zu der steuerlichen Berücksichtigung der Beiträge zur Privaten Krankenversicherung (PKV). Dabei ist durch den Gesetzgeber eine Möglichkeit geschaffen worden, die die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung teilweise steuerlich zu berücksichtigen.

Was wird genau berücksichtigt?

Beiträge für den Steuerpflichtigen selbst und auch für unterhaltsberechtigte Personen (wie Ehegatten, Kinder) sind in höhe einer „Basiskranken- und Pflegeversicherung“ zu berücksichtigen. Ein Höchstbetrag oder eine Begrenzung gibt es nicht, jedoch sind nur die tatsächlichen Aufwendungen zu berücksichtigen. Nicht zu berücksichtigen sind Anteile zur Krankentagegeldversicherung, Zusatzbausteinen etwa für Ein- oder Zweibettzimmerzuschläge oder auch Bausteine zur Privat-/ Chefarztbehandlung. Der private Krankenversicherer ermittelt einen Abschlag. Dieser ist nicht abzugsfähig da er die eben genannten Leistungen, oder beispielsweise Schutz bei Heilpraktikerbehandlungen oder Kieferorthopädie bietet. In der Praxis ist oftmals ein Betrag zwischen 70-85% abzugsfähig. dieses ist aber tarifabhängig und nicht pauschal zu sagen.

Was ist denn der tatsächliche Aufwand?

Es handelt sich hier um die wirklich gezahlten Beträge. Dabei sind Rückzahlungen (wie der Arbeitgeberzuschuss, eine Beitragsrückerstattung, Pauschalleistung oder Bonuszahlung) mindernd anzusetzen. Bekommt der Arbeitnehmer also eine Pauschalleistung, eine Rückerstattung am Jahresende oder einen Bonus, so ist dieser am Jahresende anzugeben und mindert den tatsächlich entstandenen Aufwand.

Eine entstandenen Selbstbeteiligung ist nicht „Aufwand“ im Sinne des Gesetzes, kann aber wie bisher als „außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

Doch wie kann es nun passieren, das nach einem Wechsel aus der gesetzlichen (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) plötzlich weniger Nettogehalt da ist/ mehr Lohnsteuer abgeführt wird?

Bei vielen Versicherten die vormals in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, sinken durch einen PKV Wechsel zunächst die Beiträge. Allein dadurch ist ein verminderter Aufwand vorhanden, ergo auch höhere Lohnsteuer zu zahlen. Der Beitrag zur Privaten Krankenversicherung ist zudem meist nicht zu 100% absetzbar, denn es handelt sich hierbei auch um enthaltene „Komfortleistungen“, welche nicht absetzbar sind. (siehe Erläuterungen oben im Artikel)

Um die Abrechnung zu verdeutlichen, folgende drei Beispiele. Allen liegen gleiche Voraussetzungen zu Grunde:

Arbeitnehmer, Bundesland Berlin, kinderlos, evangelisch

Bruttoeinkommen 4.000 EUR monatlich

Beitragsbemessungsgrenze: 3.708,33 EUR mtl.

Fall 1- der gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer. Beitragssatz 15.5% für die Krankenversicherung und 2,25% für die Pflegeversicherung. AG und AN zahlen somit zusammen 15,5% KV und 2,25% PV = 658,23 EUR

Von den 4.000 EUR brutto sind 777,08 EUR Lohnsteuer, 42,73 EUR Soli und 69,93 EUR Kirchensteuer abzuziehen. Für die Krankenversicherung werden für den Arbeitnehmeranteil 304,43 EUR und für die Pflege 45,48 EUR fällig. Dazu kommen weitere SV Beiträge.

Dem Arbeitnehmer verbleibt nunmehr ein NETTOeinkommen von 2.302,35 EUR

Fall 2- der privat versicherte Arbeitnehmer. Beitrag zur PKV 400 EUR, Pflegevers. 30 EUR. Anrechenbarer Beitrag im Sinne eines Basisschutzes 320 EUR.

Von den 4.000 EUR brutto sind hier nun schon 843,91 EUR Lohnsteuer, 46,41 EUR Soli und 75,95 EUR Kirchensteuer abzuziehen. Für die Krankenversicherung werden 200 EUR, für die Pflegeversicherung 15 EUR Arbeitgeberzuschuss steuerfrei dazu gezahlt. Abzuziehen auch hier natürlich die weiteren SV Beiträge.

Dem privat versicherten Arbeitnehmer verbleibt nun ein Netto von zunächst 2.790,73 EUR abzüglich des PKV und Pflegeversicherungsbeitrages von 400 und 30 EUR, also sind „übrig“ 2.360,73 EUR

Aus der anfänglichen „Beitragsersparnis von etwa 228 EUR  (658 EUR GKV – 430 PKV) bleiben „unterm Strich“ beim Arbeitnehmer knapp 58,48 EUR übrig. (ggf. zu korrigieren um Beitragsrückerstattung s. oben)

Doch was passiert, wenn sich der Arbeitnehmer für einen „teureren Tarif“ in der PKV entscheidet? Das sehen Sie nun im Fall Nr. 3:

Fall 3- Arbeitnehmer, Beitrag zur PKV 500 EUR, Pflegevers. 30 EUR. Anrechenbarer Beitrag im Sinne eines Basisschutzes 400 EUR.

Von den 4.000 EUR brutto sind hier nun 843,91 EUR Lohnsteuer, 46,41 EUR Soli und 75,95 EUR Kirchensteuer abzuziehen. Für die Krankenversicherung werden 250 EUR, für die Pflegeversicherung 15 EUR Arbeitgeberzuschuss steuerfrei dazu gezahlt. Abzuziehen auch hier natürlich die weiteren SV Beiträge.

Und was bleibt hier übrig? 2.310,73 EUR.

Auch hier wurden zunächst gegenüber der GKV noch 128 EUR eingespart. Am Ende blieben davon 8,38 EUR übrig. (bei deutlich höheren Leistungen)

Auch ist zu bedenken, eine Leistungserhöhung durch Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV) wirken sich nicht steuerlich aus, da diese ebenfalls über die Basisversorgung hinausgehen. Dennoch belasten diese allein und ausschließlich den Arbeitnehmer, wodurch sich das Verhältnis von Arbeitgeber- zu Arbeitnehmeranteil nochmals verschlechtert.

Im Falle der Leistungsfreiheit in dem Tarif und einer unterstellten Beitragsrückerstattung von 2 Monatsbeiträgen, werden bei dem Fall 2 knapp 800 EUR und im Fall 3 schon 1.000 EUR zurückerstattet. Diese wirken sich natürlich ebenfalls, wie oben geschildert, mindernd aus. Pauschal ist also in der Vorschau auf das Jahr noch gar keine endgültige Aussage zu treffen.

Fazit:

Nicht allein die Beitragsersparnis auf dem Papier entscheidet über die finalen Summen. Dabei sind vielmehr auch die Fragen nach der Berücksichtigung der Beiträge zu stellen. Auch Modelle und Bausteine zur Beitragsreduzierung im Alter spielen hier eine Rolle und wirken sich aus. Achten Sie also zuerst auf die Leistungen, dann auf Fragen wie Beitrag und steuerliche Fragen und ziehen Sie bei Unklarheiten einen Steuerberater zu Rate.

In unserem Fall wäre der Versicherte mit der 3. Variante langfristig sogar besser gefahren, obwohl hier monatlich knapp 100 EUR mehr Beitrag zu zahlen sind als im Fall 2 zuvor. Die Beitragsersparnis schmilzt auf der einen Seite weiter, auf der anderen Seite werden mehr Altersrückstellungen gebildet, diese können bei einem späteren Wechsel in einen leistungsschwächeren Tarif (Fall 2 z.Bsp.) durchaus positive Auswirkungen haben.

Diese Beispielrechnung stellt keine Steuerberatung dar und ist ohne Gewähr. Die Daten zur Lohnabrechnung wurden mir freundlicherweise vom Steuerbüro Thomas Glaser zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

16.
Juli '09

Bürgerentlastungsgesetz – bessere Berücksichtigung von Krankenversicherungsbeiträgen


Nun ist es da, das so genannte Bürgerentlastungsgesetz.

Nachdem nun alle gesetzgeberischen Hürden genommen sind, werden die Auswirkungen aus dem Bürgerentlastungsgesetz wirksam. Hier der Auszug aus dem Internetportal der Bundesregierung:

Gesetzlich wie privat Krankenversicherte und gesetzlich Pflegeversicherte sollen durch die Neuregelung nach dem gleichen Grundsatz steuerlich entlastet werden.

Darüber hinaus sollen privat Krankenversicherte erstmals die entsprechenden Beiträge für ihre mitversicherten Kinder steuerlich vollständig absetzen können. Die Absetzbarkeit soll gelten für Beiträge der Steuerpflichtigen zu einer Krankenversicherung für sich selbst,

ihren Ehegatten,

ihren Lebenspartner und

für jedes Kind, für das ein Anspruch auf einen Freibetrag oder auf Kindergeld besteht.

Insbesondere sind Prämien des am 1. Januar 2009 eingeführten Basistarifs der privaten Krankenversicherung in vollem Umfang Sonderausgaben, soweit darin kein Krankengeld enthalten ist.

Beiträge für eine gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflege-Pflichtversicherung) sind in voller Höhe als Sonderausgaben abziehbar.

Um Schlechterstellungen im Vergleich zum alten Recht zu vermeiden wird stets der höhere Abzugsbetrag berücksichtigt.

Bereits beim Abzug der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber werden die als Sonderausgaben abziehbaren Beiträge berücksichtigt. Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern geschieht dies in pauschalierter Form.

Die Neuregelung soll gilt ab dem 1. Januar 2010 gelten.

Doch was bedeutet das nun praktisch? Nehmen wir folgende zwei Beispiele um Ihnen zu verdeutlichen welche finanziellen Vorteile das Gesetz bring.

Als ersten Beispielfall den Hr. Jung. Hr. J. ist Single, Steuerklasse 1, hat keine Kinder und ist mit etwa 60 TEUR brutto pro Jahr ein gut verdienender „Workoholic“

Bei einem unterstellten Krankenversicherungsbeitrag von 500 EUR pro Monat bietet sich eine Ersparnis pro Jahr von 615,45 EUR. Nun, das klingt noch nicht so viel, rechnet man es aber mit einer 4% Rendite bis zum Rentenalter (67) hoch, so ergibt sich eine stolze Summe von 47.757 EUR, bei 6% sogar 73.312 EUR.

Aber Achtung- wartet Herr Jung nur ein Jahr mit der Anlage, so vermindert sich der Betrag aufgrund des Zinseszins Effektes um 2.428 EUR bzw. 4.730 EUR (bei 6%)- also nicht zu lange warten.

Als zweiten Fall betrachten wir den verheirateten Hr. Max. Hr. Max ist privat versichert, seine Frau gesetzlich. Die beiden Kinder sind bei ihm in der privaten Krankenversicherung eingeschlossen, zusammen beträgt der Beitrag 660 EUR. Das Einkommen von Hr. Max liegt bei knapp 60 TEUR, seine Frau verdient 2.000 EUR brutto pro Monat. Hier kann Hr. Max und seine Familie 1.003,45 EUR bzw. anders gesagt jeden Monat 83,62 EUR sparen und sollte diese ebenfalls sinnvoll investieren.

Sollten Sie eine konkrete Berechnung wünschen, so senden Sie mir bitte eine Mail.