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14.
März '12

„Dich lieber Kunde wollen wir nicht versichern“ – Scoring bei der Halleschen Krankenversicherung nicht immer nachvollziehbar


Private Krankenversicherungen schauen sehr genau, wen Sie denn nun versichern oder nicht. Konnte man früher noch den Kunden bei nicht gezahlten Beiträgen vor die Tür setzen, ist das heute aufgrund der Versicherungspflicht nicht mehr drin. Das wiederum führt zu- berechtigten- höheren Vorsichtsmaßnahmen und strengen Auswahlverfahren.

Klar und verständlich, denn ein Kunde der heute versichert wird und in den nächsten Monaten seine Beiträge nicht zahlt, der ist immer noch (zumindest für eine Notfallbehandlung) versichert und der Versicherer/ die anderen Versicherten müssen für diese Leistungen aufkommen. Leistung ohne Beitrag also. Dieses Risiko ist immens hoch, überlegt man nur einmal welche Kosten bei einer Notfallbehandlung, einem Rettungshubschraubereinsatz oder dem Verweilen auf einer Intensivstation so angesammelt werden.

Wie versuchen Versicherer das nun zu verhindern?

Die Auswahlkriterien und verfahren sind ganz unterschiedlich. Zum einen ist in fast allen Anträgen zur Privaten Krankenversicherung (PKV) eine Frage enthalten, die sich auf zurückliegende Beitragsrückstände bezieht. So möchte der neue Versicherer vor Vertragsabschluss wissen, hat der-/ diejenige schon mal seine Beiträge nicht bezahlt. Weiterhin werden bestimmte Berufsgruppen ausgeschlossen, oder der Versicherungsschutz an verschiedene Kriterien geknüpft.

Welche Auskunftsquellen werden genutzt?

Auch das ist ganz unterschiedlich. Einige Unternehmen machen mit der Antragstellung (erst dann hat der Kunde einer solchen Abfrage zugestimmt) eine Auskunftsanfrge bei einer Wirtschaftsauskunft. Ob die nun Creditreform, Bürgel, Informa oder Infoscore heißt, ist fast egal. Wichtig ist der so genannte Scorewert, welcher Auskunft über die statistische Wahrscheinlichkeit geben soll, wann ein Kunde seine Rechnungen bezahlt, oder auch nicht.
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