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18.
Februar '15

Nachforderung von der gesetzlichen Krankenkasse, rückwirkend Beiträge für mein Kind


„Die gesetzlichen Kassen brauchen Geld!“

Das ist jetzt nichts generell neues, auch nicht das (berechtigte) Forderungen zum Krankenversicherungsbeitrag durchgesetzt werden und eine entsprechende Rückforderung an den Kunden geschickt wird. Solche Briefe mit Nachforderungen erreichen in diesen Tagen eine Vielzahl von Versicherten. Dort geht es insbesondere um Beitragsnachforderungen für die bisher beitragsfrei versichert Kinder in der gesetzlichen Krankenkasse. Viele Kassen haben es in der Vergangenheit etwas „schleifen lassen“ und nicht kontinuierlich nachgefragt, wie denn die finanzielle und familiäre Situation genau aussieht.

Wo muss denn das Kind versichert sein?

Eine allgemeine Aussage kann hierzu nicht getroffen werden, da jeder Fall individuell zu berücksichtigen ist. Dennoch ist es oftmals leider so, dass die gesetzlichen Krankenkassen von einer Hochzeit keiner Kenntnis bekommen und dieses auch nicht anderweitig automatisch erfragen. Vor der Hochzeit hat das (gemeinsame) Kind durchaus den Anspruch, freiwillig und beitragsfrei in der Familienversicherung der Mutter (in deren gesetzlicher Krankenkasse) versichert zu sein.

Sind beide Eltern gesetzlich krankenversichert, so stellt sich diese Frage auch dann nicht, da das Kind sowohl in der eigenen als auch in der gesetzlichen Krankenkasse des Partners versichert sein darf. Hat das Kind kein eigenes Einkommen und erfüllt ist die sonstigen Voraussetzungen, so ist es beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse versichert.

Die hier dargestellte Übersicht verdeutlicht recht einfach, ob für das Kind ein kostenfreier Schutz besteht.

Wo ist das Kind zu versichern

Achtung Hochzeit! An diesem vielleicht schönsten Tag des Lebens ändert sich nicht nur im eigenen Leben etwas, sondern unter Umständen auch etwas an der gesetzlichen Krankenkasse des Kindes. Denn ist ein Partner privat krankenversichert, so ist jetzt genau zu prüfen ob weiterhin eine beitragsfreie oder eben nur eine beitragspflichtige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse für das Kind möglich ist.

Zu beachten ist hierbei noch die Berücksichtigung des Einkommens des Partners. Hierbei muss geprüft werden ob das Einkommen über oder unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. Bei einem Angestellten ist es recht einfach, hier liegt der Berechnung das sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen zu Grunde. Etwas anders und deutlich komplizierter sieht die Situation bei Freiberuflern oder Selbstständigen aus. Hier geht es nicht mehr (mehr …)