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30.
Januar '15

Interaktiver GKV Rechner und Übersicht über die Zusatzbeiträge


Alles neu in 2015!

Anders als in den Jahren zuvor, sind die Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr gleich, sondern unterscheiden sich ebenso wie die Zusatzleistungen. Der Gesetzgeber hat die Einführung von Zusatzbeiträgen beschlossen, welche sich an der wirtschaftlichen Stärke der Krankenkasse orientieren.

Zusatzbeitraege GKV

Zugleich wurde der Beitragssatz in der GKV von 15,5% auf 14,6% gesenkt, den Zusatzbeitrag trägt der Arbeitnehmer auch zukünftig allein, Arbeitgeber werden nicht belastet.

Wie hoch ist der Beitrag?

Der Zusatzbeitrag wird prozentual erhoben und ist daher abhängig vom Einkommen. Für alle Mitglieder einer Krankenkasse ist dieser identisch. Bereits im letzten Jahr habe ich eine Übersicht über die Zusatzbeiträge gepflegt und diese hier im Beitrag „Zusatzbeiträge zur GKV ab 2015“ zur Verfügung gestellt. Hierin sind alle geöffneten Kassen enthalten, welche die Leistungen bundesweit anbieten. Kleinere, regionale Krankenkassen finden Sie auch in der Übersicht des Spitzenverbandes der GKV.

Der (negative) Spitzenreiter ist die Brandenburgische BKK mit einem Zusatzbeitrag von 1,3%, und damit deutlich mehr als die in 2014 erhobenen 0,9%. Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 € monatlich liegt damit die gesamte Mehrbelastung in 2015 bei 21 €. Hierbei ist auch die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze bzw. der Pflegepfichtversicherung enthalten. Durch Klick auf das Bild gelangen Sie direkt zum Beitragsrechner, geben das Bruttoeinkommen und den Zusatzbeitrag ein und erhalten die genaue Auswertung und Aufschlüsselung Ihrer Beiträge.

GKV Rechner

Die Beiträge werden wie immer von Ihrem Arbeitgeber direkt an die Kasse abgeführt, der Zusatzbeitrag ebenso.

Eine Liste aller Zusatzbeiträge können Sie direkt aus dem GKV Rechner aufrufen bzw. der Mitteilung Ihrer GKV entnehmen.

19.
Dezember '14

Was Ihre gesetzliche Kasse ab 01. 01. 15 wirklich kostet- der interaktive Rechner für Sie


Auch wenn die Seite online-pkv heisst, so spielt für viele Leser doch die gesetzliche Krankenkasse eine große Rolle. Egal ob Sie selbst, oder Ihr(e) Partner(in) dort versichert sind, für alle GKV Versicherten ergeben sich deutliche Änderungen ab dem 01. 01. 2015. Anders als bisher, dürfen die gesetzlichen Krankenkassen ab 2015 wieder Zusatzbeiträge erheben, bzw. müssen dieses auch tun, wenn die Finanzlage dieses erfordert.

Welche Änderungen sich bei der Abwicklung genau ergeben, das habe ich in meinem Beitrag „Die GKV 2015- neue Beitragsberechnung“ und auch im Beitrag zu den Zusatzbeiträgen in der GKV ab 2015 erklärt.

Zusatzbeitrag- Kann ich kündigen?

Ja. Erhebt die gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, so besteht hier ein Sonderkündigungsrecht auf welches Sie auch im Schreiben Ihrer Kasse hingewiesen werden müssen. Die Frist zur Kündigung beträgt dann einen Monat. Eine solche Kündigung kann formlos erklärt werden, oder Sie verwenden mein vorbereitetes Kündigungsformular. Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) als pdf

Besteht ein Risiko?

Nein, denn es besteht in Deutschland Versicherungspflicht, was bedeutet Sie müssen die anderweitige Krankenversicherung nachweisen, so das erst bei deren bestehen die ursprüngliche endet. Selbst wenn Sie es vergessen, krank sind und nicht reagieren können, bleibt der GKV Schutz bestehen.

Auch bestehende Erkrankungen und laufende Behandlungen setzen sich (mit dem identischen Leistungsumfang der neuen GKV) fort. Außer bei Zusatzleistungen, welche Ihre Kasse individuell gewährt ist aufzupassen, denn diese muss eine neue Kasse nicht weiter zahlen. Zusagen für die Abrechnung von KFO Leistungen bei Kindern oder Heil- und Kostenplänen bei Zahnersatz gelten entsprechend und werden teilberechnet in der jeweiligen Kasse.

beitragsberechnung_gkv_2015

Was kostet nun die neue Kasse eigentlich?

Zunächst finden Sie mithilfe der „Übersicht über die Zusatzbeiträge in der GKV“ (KLICK!) 2015 heraus, welchen Zusatzbeitrag Ihre Kasse ab 2015 erhebt und wie hoch diese bei der möglichen Alternative ist.

Dann können Sie meinen interaktiven ExcelRechner nutzen, oder den Beitrag mit folgendem Schema selbst ausrechnen. Klicken Sie einfach auf das Bild, dann können Sie den interaktiven Excel Rechner einfach laden.

GKV Rechner

Und wo Sie sich jetzt eh gerade mit dem Thema Krankenversicherung beschäftigen, denken Sie bitte an dieses hier:

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung

Der Maßanzug für Ihre Gesundheitsvorsorge, wie die PKV, BU und Pflege wirklich passt

Pflegezusatzversicherung für die Eltern abschließen, Sicherung des Erbes und des eigenen Vermögens – das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes zur Unterhaltspflicht für Kinder

 

18.
August '14

Und was, wenn plötzlich 500€ fehlen? Die Tücken des gesetzlichen Krankengeldes


Wer krank ist, der ist ja versichert. Die meisten sind das in einer gesetzlichen Krankenkasse und schließlich zahlt diese immer dann, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zahlt und sicher somit das Einkommen und die laufenden Kosten ab, oder? Das sich hierin aber das finanzielle Fiasko verbergen kann, das wissen die wenigsten gesetzlich krankenversicherten Kunden und kämen nie auf die Idee das es für wenige Euro monatlich zu lösen ist. Aber das Ganze der Reihe nach.

Wann bekomme ich Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenkasse?

Krankengeld wird immer dann gezahlt, wenn die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet (oder bei selbstständigen die Karenzzeit vorbei ist) und eine andauernde Arbeitsunfähigkeit besteht. Ist der Kunde als aus medizinischen Gründen nicht in der Lage seiner beruflichen Tätigkeit nachzugeben, so springt die Krankenkasse ein. Das es leider nickt immer so ist und die GKV manchmal versucht die Kranken loszuwerden, das können Sie im Artikel der Welt „Wie Krankenkassen teure Patienten unter Druck setzen“ nachlesen. Darum soll es aber heute gar nicht gehen, dieses Risiko lässt sich mit einem vernünftigen Schutz gegen Berufsunfähigkeit recht simpel aus dem Weg räumen (–> welche BU auch bei Arbeitsunfähigkeit zahlt).

Das Krankentaggeld der gesetzlichen Krankenkasse wird maximal 78 Wochen gezahlt. Ist also diese Zeit bei langwierigen Erkrankungen, dauerhaften (auch mit Unterbrechung) Leiden oder chronischen Erkrankungen erreicht, so gibt es kein weiteres Geld der Krankenkasse. Eine solche Begrenzung kennt die private KT Versicherung im übrigen nicht.

Wie hoch sind die Zahlungen?

Wer glaubt, nach der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers springt einfach die Krankenkasse ein und zahlt das weiter, der hat sich leider weit getäuscht. Die Zahlungen der GKV sind deutlich geringer und schnell klafft eine große finanzielle Lücke, wobei die Kosten wie gewohnt weiter laufen oder- je nach Erkrankung- sogar noch größer werden.

Der Grund ist simpel, denn es wird maximal 70% vom Brutto oder, je nachdem welcher Wert niedriger ist, 90% des Nettoeinkommens als Krankentaggeld gezahlt. Davon sind dann weiter die Sozialversicherungsabgaben weiter zu zahlen, also Renten-, Arbeitslosen und Pflegeversicherung. Selbst bei kleinen Einkommen entstehen so schnell unüberbrückbare Lücken.

Damit es etwas deutlicher wird, habe ich eine selbstrechnende pdf Datei erstellt, diese können Sie hier im Downloadbereich oder einfach durch klicken auf das Bild öffnen und sich die Lücke selbst einmal ausrechnen.

KT Berechnung

Bei einer Angestellten mit monatlich 2.000€ brutto (netto 1.372 € bei Steuerklasse IV, verheiratet) beträgt das Krankengeld der gesetzlichen Kasse 1.083 €. Somit fehlen jeden Monat 287 €, somit mehr als 20% oder fast 1/4 des monatlichen Lohnes.

Ein gutverdienender Single mit einem Einkommen von 4.000 € (netto 2.396€, Steuerklasse I) fehlen schon mehr als 500 € jeden Monat, also 17€ jeden Tag.

Übersteigt das monatliche Bruttoeinkommen den Betrag von 4.050 € (die Jahresarbeitentgeltgrenze), so wird das Einkommen darüber gar nicht mehr berücksichtigt. Das maximal mögliche (mehr …)