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15.
Mai '14

Die Bayerische mit neuem „Übergangstarif“ zur Berufsunfähigkeit – einige Worte zu den Bedingungen der „BU PROTECT“


DIE BAYERISCHE, ein Versicherer aus dem Süden der Republik, hat im Januar diesen Jahres Makler eingeladen. Versicherungsmakler die in (ich glaube es waren vier) Workshops an unterschiedlichen Standorten eingeladen waren, die eigenen Wünsche und Gedanken für den „perfekten“ Berufsunfähigkeitsschutz zusammen zu stellen und mit Verantwortlichen des Versicherers zu diskuieren.

Grundsätzlich ein Lob an den Versicherer, diesen Schritt zu gehen und ersthaft Interesse am Markt zu haben um so zu erfahren was die Berater draußen bewegt und welche Problem diese mit den Bedingungen haben. Ich war zunächst auch angemeldet für Berlin, musste dann aber krankheitsbedingt absagen, so das der Workshop ohne mich stattfand. Im Anschluss wurden dann die Ergebnisse als Foto-„Protokolle“ verschickt, alles in allem war ich mehr als zuversichtlich. Einige der Kollegen vertragen die Auffassung, es würde ein „revolutionäres Produkt werden“, andere (mich eingeschlossen) waren da etwas zurückhaltender.

Nun, keine 3 Monate später liegen zumindest die Bedingungen für das- wie es ein Kollege nannte- Übergangsprodukt vor. Das ist noch nicht das wo man hin will, sondern der erste von drei Schritten, welche dann zum 1.6. und 1.1.15 weiter umgesetzt werden sollen.

Warum „ein bisschen“ Änderung?

Änderungen an Versicherungsbedingungen sind ein Prozess, etwas was sicher nicht von heute auf morgen zu machen ist. Da ist nicht nur der Versicherer selbst (schon hier gibt es neben Vertrieb, Produkt, Leistung viele Menschen die mitreden möchten) sondern auch ein eventueller Rückversicherer. Auch der will gerade bei den Bedingungen, der Annahmepolitik und/ oder den Antragsfragen mitreden, denn auch er trägt einen großen Teil des neu eingekauften Risikos.

Warum man aber nun mit einem- wie ich finde- halbfettigen Produkt an den Markt geht, das ist mich persönlich unerklärlich.

Ein Blick in die Bedingungen des Produktes BU PROTECT PRESTIGE

Angeboten wird der neue Tarif BU PROTECT in drei Leistungsstufen.

Bayerische BU Protect

Ich habe mich nur mit dem leistungsfähigsten Baustein, der PRESTIGE Variante, beschäftigt und alle Aussagen beziehen sich auf diesen Tarif. Grundlage ist weiterhin das Bedingungswerk Stand 04/2014 mit der Druckstücknummer 14L07 (im Downloadbereich als pdf verfügbar).

Zunächst einmal hat die Bayerische Sonderleistungen in den Vertrag gelegt, ob man diese nun braucht oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Dazu gehören Leistungen bei schwerer Krankheit (eine Art Schwere Krankheiten Vorsorge in der BU), Sonderzahlungen bei BU die durch einen Unfall ausgelöst wurde und, und, und.

Doch schauen wir mal etwas genauer auf die Punkte, welche aus meiner Sicht beachtet werden sollten. Diese sind auch nicht zwingend schlimm, jedoch sollte sich jeder der sich versichern möchte genau klar darüber sein, was er da eigentlich kauft. Das gilt für die Bayerische genau wie für alle anderen Unternehmen eben auch.

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person (das ist die Person, auf deren Berufsfähigkeit die Versicherung abgeschlossen ist) infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war – nicht mehr zu mindestens 50 % ausüben kann und auch keine andere Tätigkeit konkret ausübt (konkrete Verweisung), die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Der Kräfteverfall muss nicht „mehr als altersentsprechend“ sein, so wie das in anderen Bedingungswerken steht, so auch bei der Canada Life im neuen Tarif. Eine Leistungsdynamik, also eine garantierte Leistungs-/ Rentensteigerung bei Bezug der Rente kann vereinbart werden, gegen einen entsprechenden Aufpreis wie marktüblich.

Für einige Fälle ist noch etwas mehr Leistung möglich. Wird die BU erstmalig unbefristet anerkannt, so leistet der Versicherer eine einmalige Kapitalzahlung von bis zu drei Monatsrenten (aber maximal 6.000 EUR), gleiches gilt bei weiteren Leistungsfällen wie unfallbedingter Berufsunfähigkeit und auch bei einer Wiedereingliederung. Die genauen Vorgaben wann und wie geleistet wird, die (mehr …)