Artikel mit ‘Pflegerente’ getagged

21.
April '15

Die pflegebedürftige Finanztest testet mal wieder- heute Pflegezusatzversicherungen in der Ausgabe 05/2015


Das mit dem Testen ist dir bei Finanztest bekanntlich so eine Sache. Nicht nur bei dem unsäglichen Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung im vorletzten Jahr (ich befürchte ja offen gesagt einen neuen im Juli), auch bei dem „Test“ zur privaten Krankenversicherung hat sich die Zeitschrift nicht gerade mit Ruhm klettert. Dabei gewannen nicht nur Testsieger welche die eigenen Mindestkriterien nicht erfüllen, der Verbraucher wurde auch mehr als einmal in die Irre geführt. Und jedes Mal wenn man glaubt „beim nächsten Mal, da lernen Sie daraus und es wird bestimmt besser“ wird der Leser wieder und wieder enttäuscht.

In der neuesten Ausgabe des Blattes mit dem blauen Logo geht es um die Absicherung im Pflegefall. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung, welche die eigene Arbeitskraft und das daraus resultierende Einkommen stützt, ist die Pflegezusatzversicherung eine der wichtigsten Bausteine überhaupt. Dieses liegt nicht nur daran, dass die Lebenserwartung in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter gestiegen ist, sondern insbesondere auch daran, dass die Medizin zwar auf der einen Seite ein längeres Leben ermöglicht, es auf der anderen Seite aber leider in vielen Fällen ein Leben in Pflegebedürftigkeit bedeutet. Klassischer Familienverbände mit vielen Kindern und Generationenhäusern nehmen er ab, Kinder gehen nicht nur beruflich sondern oft auch örtlich ganz andere Wege und können zeitlich und finanziell eine „Rund um die Uhr Betreuung“ überhaupt nicht mehr sicherstellen. Und selbst wer eine solche Betreuung der eigenen Eltern zeitlich einrichten kann, selbst für den ist die körperliche und emotionale Belastung ohne eine weit reichende externe Unterstützung kaum denkbar. Und weil das so ist, geht es sich vor den finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit zu schützen.

Pflege nach Alter 2011

Was Pflege kostet

Die Finanztest beginnt ihren Artikel mit einer kleinen Geschichte, welche von einer Wohngruppe handelt. Hier leben acht pflegebedürftige Personen in einer Art WG zusammen, werden von ein bis zwei Pflegekräften betreut und teilen sich Bäder und Küche. Ob eine solche Betreuung für einen selber etwas ist, oder für die eigenen Eltern? Das muss jeder für sich allein entscheiden und eine pauschale Lösung gibt es nicht. Neben der Wohngruppe werden heute viele pflegebedürftige zuhause betreut, von Angehörigen, durch ambulante Pflegedienste oder durch Unterstützung im Bekannten-und Verwandtenkreis.

Wie viel die Pflege tatsächlich kostet, das ist im Voraus sehr schwierig und schon gar nicht pauschal zu sagen. Es ist abhängig von der erreichten Pflegestufe, dem Umfang der Pflege (Wie oft muss der Pflegedienst kommen? Was genau ist zu tun? Ist die Pflege auch oder nur nachts erforderlich?)  Viele Angehörige versuchen die Pflege zunächst allein zustimmen. Da geht es am Tag in die Firma und am Nachmittag und Abend geht der Zweitjob los, die Pflege der Mutter, des Vaters oder naher Angehöriger. Das ist auch für eine kurze Zeit kein Problem, Pflege ist aber häufig ein Dauerzustand. Sprechen Sie einmal mit Angehörigen von Pflegebedürftigen und fragen Sie diese mal wie aufwändig und anstrengend das ist.

Ein immer größer werdendes Problem in diesem Zusammenhang sind die bisher immer noch unerforschten Demenzerkrankungen. Und obwohl viele an Demenz erkrankten körperlich fit sind, müssen diese rund um die Uhr betreut/beaufsichtigt werden. Bereits in frühen Stadien erinnern sich diese Menschen dann nicht mehr an Tageszeiten, Rituale oder Gewohnheiten, müssen beaufsichtigt werden wie Kinder die man nicht allein lassen kann. Und jeder der das im eigenen Bekanntenkreis schon einmal mitbekommen hat weiß, wie anstrengend und nervenaufreibend das sein kann.

Selbst wenn Sie also „nur“ eine Beaufsichtigung für einen Demenzpatienten brauchen, und das vielleicht auch nur 4-5 Stunden pro Tag, so sind das immerhin 25 Stunden die Woche, 100 Stunden im Monat und damit selbst bei nicht fachlich spezialisierten Kräften 800 €, für ausgebildete Pflegekräfte gehen dann nochmal weitere 2-300 € in die Betreuung.Pflegeleistungen Pfelegepflicht 2015

Aber da zahlt doch die Pflegepflichtversicherung

Eine der entscheidende Leistungsvoraussetzungen für eine Leistung aus der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung ist die Einstufung in eine der Pflegestufen. Neben den Pflegestufen 1-3 existiert die so genannte Pflegestufe null für Demenzpatienten. Wenn Sie bzw. der pflegebedürftige (mehr …)

23.
März '15

Alte Leipziger mit neuem Pflegerentenprodukt AL vita – auch mit vereinfachter Risikoprüfung


Das Thema Pflegezusatzversicherung ist und wird immer wichtiger. Die Leistungen der gesetzlichen und auch privaten Pflegepflichtversicherung sind keinesfalls ausreichend und Kinder haften zudem für ihre Eltern. (–> Link)

Um die Lücken auszugleichen ist neben eines Pflegetagegeldes auch die Pflegerentenversicherung eine Variante der Absicherung. (–> Mehr Infos zu Pflegepflicht vs. Pflegetagegeld)

Bereits im letzten Jahr hat die Hallesche Krankenversicherung, ebenfalls aus dem Konzern der Alten Leipziger, ihr neues Pflegetagegeldprodukt OLGAflex vorgestellt und nun folgt im gleichen Konzern die Pflegerente. Die Alte Leipziger ergänzt damit die eigene Vorsorge bei Berufsunfähigkeit um den wichtigen Baustein des Pflege(renten)schutzes.

Das Produkt wird in zwei Varianten, mit und ohne Wartezeit angeboten, welches sich daher auch in den Gesundheitsfragen unterscheidet und für unterschiedliche Zielgruppen angeboten werden soll.

AlteLeipziger_ALvita_ÜbersichtWer sich für die Option mit der verkürzten Risikoprüfung entscheidet, dem stehen entweder 100% Leistung bei Pflegestufe III, oder die Abstufung 100% PT III und 50% PT II zur Verfügung. Dieses Modell wird gegen Einmalbeitrag angeboten und steht somit Kunden zur Verfügung, welche mit den Mitteln, z.Bsp. aus einer freiwerdenden Lebensversicherung die Pflegeversorgung sicher stellen möchten.

In der Variante mit monatlicher Zahlung kann zwischen drei Möglichkeiten gewählt werden. Neben einer reinen Leistung bei Pflegestufe 3 ist auch eine zusätzliche Zahlung bei Pflegestufe II (50%) oder II und I mit 75 und 25% versicherbar.

Pflegebedürftigkeit aufgrund einer mittelschweren oder schweren Demenz wird in die Pflegestufe II eingestuft. Bei leichten oder mäßigen Demenz werden keine Leistungen fällig.

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04.
Mai '12

Ideal Lebensversicherung: Die neuen Unisex Tarife und warum es für Männer jetzt Zeit ist


Das Wort Unisex gehört sicher zu einem der meist verwendeten in den letzten Monaten. Kaum eine Entscheidung hat zu so vielen Diskussionen, Anregungen aber auch Verärgerungen geführt, wie die Entscheidung des EuGH.

Was genau steckt denn hinter dem Urteil?

Versicherer müssen demnach einheitliche Tarife für Männer und Frauen kalkulieren. In seiner Entscheidung aus dem Jahr 2011 (Rechtssache C-236/09) hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) entschieden: „Unterschiedlich hohe Prämien diskriminieren Frauen und seinen deshalb ungültig“.

Spätestens zum 21. Dezember 2012 müssen die Anbieter die neuen Unisextarife unabhängig vom Geschlecht anbieten.

Gibt es die Tarife denn schon?

Die Ideal Lebensversicherung gehört mit zu den ersten Anbietern, welche die Tarife nicht nur angekündigt, sondern bereits vorgestellt haben. Seit dem 1. Mai 2012 kann der Neukunde wählen, ob dieser die alten oder schon die neuen Tarife abschließen möchte. Dabei bietet der neue Tarif der Pflegerente noch eine andere Option- die Beitragsrückgewähr im Todesfall kann dort eingeschlossen werden.

Wie hoch sind denn die Unterschiede in den Prämien?

Dazu schauen wir uns einmal einige Beispiele an. In dem Pflegerententarif der Ideal Lebensversicherung, Produkt IDEAL Pflegerentekompakt ergeben sich folgende Prämienunterschiede:

40-jährig, Rente 750 EUR (975 EUR mit Überschüssen)

Mann: 10,30 EUR, Frau: 16,15 EUR, Unisex: 13,75 EUR

55-jährig, Rente 750 EUR (975 EUR mit Überschüssen)

Mann: 14,95 EUR, 23,73 EUR, Unisex: 20,13 EUR

65-jährig, Rente 750 EUR (975 EUR mit Überschüssen)

Mann: 20,80 EUR, 32,25 EUR, Unisex: 28,15 EUR

Wie unschwer zu erkennen, wird es für Männer bis zu 35% teurer, Frauen hingegen zahlen Prämien welche um knapp 15% reduziert sind. Gerade weil das Produkt der ergänzenden Pflegevorsorge, egal ob als Pflegetategeld, Pflegerente, Pflegekostenabsicherung dringend angeraten ist, macht eine kurzfristige Auswahl und ein entsprechender Antrag hier um so mehr Sinn.

Auch bei anderen Produkten, der Lebens-, Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherung ergeben sich ähnliche Auswirkungen. Dazu aber mehr in einem der folgenden Beiträge. Bei Fragen hierzu- einfach fragen.

Weitere Informationen:

Pflegeergänzungsversicherung- Pflegekosten oder doch lieber Tagegeld?

Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung

Pflegeergänzungsversicherung vs. Pflegepflichtversicherung

Pflegeergänzungsversicherungen – alle reden drüber, keiner macht’s

superia – Ideal Lebensversicherung mit neuem Produkt zur Pflegeergänzung

22.
März '12

superia – Ideal Lebensversicherung mit neuem Produkt zur Pflegeergänzung


Nicht nur weil wir alle immer älter werden, sondern auch wegen der besseren medizinischen Versorgung steigt der Bedarf an ergänzenden Produkten für die Pflegeversicherung.

Egal ob gesetzlich oder privat pflegepflichtversichert, beide Varianten stellen nur einen Grundschutz zur Absicherung der Pflegekosten dar. (Pflegeergänzungsversicherung vs. Pflegepflichtversicherung) Dabei steigt der Bedarf ständig an. Aus dem Bericht aktuellen „Fünften Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung“, welchen die Bundesregierung herausgibt, ergeben sich zum Teil beunruhigende Zahlen.

Derzeit beziehen 2,42 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung. 2,29 Millionen aus der gesetzlichen und 142.000 aus der Privaten Pflegepflichtversicherung. 61% der Pflegebedürftigen befinden sich in der Pflegestufe I, weitere 29% in der Stufe II. Das die gesetzlichen Leistungen nicht ausreichen, um eine angemessene Versorgung sicher zu stellen, das hat auch die Versicherungswirtschaft erkannt und bietet entsprechende Absicherungsmodelle an.

Pflegeergänzungsversicherung- Pflegekosten oder doch lieber Tagegeld?

Neben der Pflegekosten- und Pflegetagegeldversicherung gibt es aber noch eine andere Variante- die Pflegerente. Ein neues Produkt aus diesem Bereich bietet die IDEAL ihren Kunden zukünftig an. Unter dem Produktnamen superia wurde ein Produkt konzipiert, welches je nach Bedarf abgeschlossen werden kann.

Produktvarianten:

Die unterste Leistungsstufe mit dem Namen „superia Pflegeschutz Basis“ leistet die vereinbarte und versicherte Rente nur in der Pflegestufe III, ist also eher eine „Worst-case-Absicherung“. Da diese Fälle aber eher den kleineren Teil der Leistungsfälle ausmachen, bietet sich eher eine der beiden anderen Varianten an. Da wäre die nächste Stufe mit dem Namen „Klassik“, hier erfolgt die Leistung in den Pflegestufen II und III und dann die EXKLUSIV Variante, welche in allen drei Pflegestufen eine vereinbarte Rente leistet.

Die Rentenhöhen können unterschiedlich und je nach persönlichem Wunsch abgeschlossen werden. So kann eine kleine Rente in der Pflegestufe I versichert werden, falls in diesem Fall eine Betreuung in der Familie erfolgen kann. Um so schlimmer es aber wird, um so wichtiger wird der ausgleichende Pflegeschutz.

Beiträge und Beitragszahlung:
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04.
April '11

Pflegeergänzungsversicherung vs. Pflegepflichtversicherung


Egal ob privat oder gesetzlich krankenversichert, eine Pflegepflichtversicherung hat jeder. Diese ist (wie auch die Krankenversicherung) gesetzlich vorgeschrieben und bietet Versicherungsschutz für den Fall eintretender Pflegebedüftigkeit.

Was ist Pflegebedürftigkeit eigentlich?

Ein Blick in die Musterbedingungen für die Pflegepflichtversicherung erklärt den Umstand der Pflegebedürftigkeit so:

(2) Versicherungsfall ist die Pflegebedürftigkeit einer versicherten Person. Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, nach Maßgabe des Absatzes 6 in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Dabei wird die Schwere der Pflegebedürftigkeit in die so genannten Pflegestufen I bis III unterteilt. Je nachdem was und wie viele Tätigkeiten noch ausgeführt werden (können) wird eine entsprechende Pflegestufe festgestellt, was zu Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung führt.

Was muss ich denn „nicht können“ um in eine Pflegestufe zu kommen?

Auch hier helfen uns die entsprechenden Musterbedingungen weiter. Hier heißt es:

a) Pflegebedürftige der Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige)

sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

b) Pflegebedürftige der Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige)

sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

c) Pflegebedürftige der Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige)

sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.

Unterschieden wird also insbesondere darin, wie oft Hilfe nötig ist. Bei Versicherten in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) findet die Einstufung durch den so genannten „Medizinischen Dienst der Krankenkassen“ (MDK) statt. In der Privaten Krankenversicherung (PKV) werden hier ebenfalls ärztliche Gutachter eingesetzt, welche eine entsprechende Einstufung vornehmen.

Welche Leistungen habe ich zu erwarten?

Unterschieden werden muss hier zunächst, ob der Pflegebedürftige sich noch zu Hause aufhalten kann und durch Angehörige oder einen mobilen Pflegedienst gepflegt wird, oder ob bereits eine stationäre Pflege nötig ist. Dieses kann auch in den Pflegestufen 1 oder 2 nötig sein, wenn es zum Beispiel zeitlich oder wegen räumlicher Trennung zu Angehörigen nicht möglich ist, das der Pflegebedürftige in seiner Wohnung weiter leben kann.

Im Fall der Stationären Aufnahme in einem Pflegeheim werden Kosten von 1.023 EUR (Stufe I), 1.279 EUR (Stufe 2), 1.510 EUR (Stufe 3) oder in besonderen Härtefällen bis zu 1.825 EUR monatlich gezahlt.

Bei Versorgung zu Hause bewegen sich die Leistungen von 440 EUR (Stufe 1) bis 1.510 EUR (Stufe 3). Pflegen Angehörige, so kann sich der zu Pfegende für ein Pflegegeld entscheiden. Dieses beläuft sich auf 225 EUR (Stufe 1), 430 EUR (Stufe 2) und 685 EUR (Stufe 3).

Die gesamten Sätze und deren Aufstellung können Sie in meinem Blogbeitrag zur Erhöhung der Pflegeleistungen zum 01. 01. 2010 nachlesen.

Reicht die Versorgung denn aus, oder wo kommt der Rest her?

Was so ein stationärer Pflegeplatz kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lage und Ausstattung des Pflegeheimes sind solche Faktoren, aber auch weiterführende Angebote, spezielle Zimmerwünsche und dergleichen spielen eine Rolle. Schließlich möchten die Pfegebedürftigen im Alter noch ein so schön als mögliches Leben führen.

Um zu prüfen, wie hoch die Kosten in Ihrer Nähe sind, bietet sich der Pflegenavigator der AOK an. Dort geben Sie einfach Ihre Postleitzahl oder einen Ort ein und bekommen eine Liste der Pflegeheime. Dabei gibt es deutliche preisliche Unterschiede, denn einige Heime bieten exklusives Wohnen im Alter an, was neben der normalen Pflege eine gehobene Ausstattung vorweisen kann und besondere Leistungen einschließt. Schließlich soll es auch im Falle der Pflegebedürftigkeit zu keinem „sozialen Abstieg“ kommen. (Klicken Sie einfach danach auf das Heim und dann auf „MDK Transparenzbericht“. Hier werden Ihnen dann individuelle Kosten angezeigt. In BERLIN sähe es zum Beispiel so aus:

Hier auf der Insel Rügen zum Beispiel so:

oder in Frankfurt am Main so:

Sehr leicht ist zu erkennen, dass die Kosten aus der gesetzlichen Versorgung hier nicht ausreichen. Schon bei einer Pflegestufe 1 und dem Pflegeheim (im noch recht günstigen Mecklenburg Vorpommern) sind pro Tag mind. 19,92 EUR (17,26+2,66 EUR) zu zahlen. Im Fall der Pflegestufe III sogar täglich 29,84 EUR.

In Frankfurt liegen die Beträge weitaus höher. Dort sind in der Pflegestufe I bereits 58,31 (38,86 + 19,45 EUR) fällig, das macht immerhin 1.749 EUR im Monat. Ist der zu Pflegende gar in der Stufe III, so sind monatlich 2.403,30 EUR an das Pflegeheim zu überweisen. Das ist mit den meisten Rentenansprüchen schlichtweg nicht finanzierbar.

Was passiert, wenn ich die Kosten nicht tragen kann?

Dann werden zunächst Vermögen genutzt um die Kosten der Pflege aufzubringen. Dazu kann ein Haus, Schmuck oder sonstiges Bar-/ Aktienvermögen zählen. Dieses ist dann zu verwerten. Somit vermindert sich auch das entsprechende und vielleicht den Kindern zugedachte Erbe. Auch sind die Ansprüche an die Kinder zu prüfen. Unter bestimmten Umständen sind diese nämlich unterhaltspflichtig für die pflegebedürftigen Eltern.

Erst wenn all diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, werden Ansprüche an das Sozialamt möglich. Dieses leistet dann eine enstprechende Zuzahlung an das Pflegeheim. Dabei bleibt dem Pflegebedürftigen für sich selbst dann nur noch ein kleines Taschengeld, der Rest „geht für die Pflege drauf“

Was kann man dagegen tun?

Absicherungen als Ergänzung zur gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung sind auf unterschiedliche Arten möglich. In meinem Blogbeitrag „Pflegekosten oder Pflegetagegeld“ habe ich Ihnen bereits zwei dieser Möglichkeiten vorgestellt.

Doch VORSICHT: Gerade in dem Kleingedruckten verstecken sich die Unterschiede. Oder hätten Sie gedacht, dass bei einigen Anbietern bei Pflegebedürftigkeit durch Demenz keine Leistungsansprüche bestehen? Gerade Demenzerkrankte brauchen aber eine dauerhafte Betreuung.

In den kommenden Wochen und Monaten werden einige Anbieter Ihre Bedingungen zur Pflegeergänzungsversicherung überarbeiten oder entsprechende neue Produkte auf den Markt bringen. Machen Sie sich in Ruhe Gedanken zu den Kosten, dem Absicherungsbedarf und sonstigen Kriterien. Danach sprechen Sie mit Ihrem Berater die verschiedenen Produkte, Lösungen und Möglichkeiten durch und entscheiden sich ganz in Ruhe.

Denken Sie ggf. auch an Ihre Eltern. Haben diese ein entsprechendes Produkt zur Absicherung? Gerade bei vorhandenen Immobilien, die vielleicht schon lange im Familienbesitz sind, macht es Sinn diese durch so eine Versicherung gegen die Verwertung zu schützen.

Weiterführende Informationen auch in folgenden Beiträgen:

Pflegeergänzungsversicherungen – alle reden drüber, keiner macht’s

Will ich mich bei Pflegebedürftigkeit einschränken, oder: Wo werden die Pflegebedürftigen eigentlich gepflegt?

Pflegeergänzungsversicherung- Pflegekosten oder doch lieber Tagegeld?