Artikel mit ‘Öffnungsklausel’ getagged

18.
Juni '13

Signal Iduna Kranken und Deutscher Ring mit Annahmegarantie für Angestellte


Nachdem einer es im Markt angefangen hat, folgen natürlich nun auch nach und nach die weiteren Unternehmen und bieten für Angestellte welche das erste Mal aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) ausscheiden. Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse besteht bekanntlich in der privaten Krankenversicherung (PKV) keine Verpflichtung zur Annahme, mit zwei Ausnahmen jedoch.

Im Basistarif darf der Versicherer einen Antrag nicht ablehnen und bei den Beamten gibt es eine ähnliche Annahmegarantie. Die an der so genannten Öffnungsaktion teilnehmenden Versicherer verpflichten sich, einen Antrag auf Krankenversicherung anzunehmen, wenn dieser unter bestimmten Bedingungen gleich nach der Verbeamtung gestellt wird. Eine ähnliche Annahmegarantie gibt es nun auch vom Deutschen Ring und der Signal Iduna Krankenversicherung.

Wer kann einen Antrag nach diesem Modell stellen?

Bei dem Deutschen Ring gilt die Annahmegarantie unter bestimmten Voraussetzungen. Es ist zunächst einmal nötig, das der Versicherungsnehmer ANGESTELLTER ist und ERSTMALIG über die Grenze zur Versicherungspflicht kommt. Wer also bereits zum 01. 01. 2013 versicherungsfrei wurde, für den gilt diese Aktion jedoch nicht. Wer also im Jahr 2013 die JAEG von 52.200 EUR überschreiten wird und dadurch zum 01. 01. 2014 aus der Versicherungspflicht fällt, für den gilt das genauso, wie für Versicherte welche im Jahr 2013 einen neuen Job anfangen und bei diesem sofort über der Grenze liegen.

Welche Voraussetzungen muss der Versicherungsnehmer noch beachten?

Der Antrag kann nur 6 Monate nach Überschreiten der Grenze gestellt werden. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist, wer den Antrag bis dahin nicht gestellt hat, der kann dieses nicht nachholen oder die Frist verlängern. Der Versicherungsbeginn kann dabei maximal 3 Monate in die Zukunft geschoben werden, so dass also eine bestehende GKV regulär zum Ende des übernächsten Monats gekündigt werden kann.

Vor der Versicherungsfreiheit muss mindestens 3 Jahre eine ununterbrochene Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse bestanden haben und es gilt das maximale Eintrittsalter 55. Da sich das Eintrittsalter immer aus „aktuelles Jahr“ minus Geburtsjahr berechnet, ist nicht das tatsächliche Alter entscheidend. Wer also „irgendwann in 2013“ 55 wird, für den gilt diese Öffnungsaktion nicht mehr.

Ebenfalls können auch FAMILIENANGEHÖRIGE versichert werden, hier gelten die gleichen Fristen (6 Monate) und diese sind nur dann versichert, wenn auch der Hauptverdiener versichert wird. Die Familienangehörigen (Frau, Mann, Kinder) müssen zuvor in der Familienversicherung gem. § 10 SGB V versichert sein.

Welche Tarife können versichert werden?

Die Annahme ist nur in bestimmten Tarifen möglich, da der Versicherer auch im Sinne der bisher versicherten Kunden sein Risiko begrenzen muss und will. Daher sind die Anträge in der Öffnungsaktion bei der SIGNAL Krankenversicherung nur in den Tarifen der START, START plus und KOMFORT Serie möglich, bei dem Deutschen Ring in den Tarifen Esprit M und Esprit MX. Tariflich sonst bestehende Optionsrechte bestehen bei der Öffnungsaktion nicht.

Weiterhin kann ein Krankentagegeld mit einer maximalen Höhe von 130% des gesetzlichen Krankentagegeldes abgeschlossen werden. Nach aktuellen Zahlen sind das dann maximal 119 EUR (in 2013). (mehr …)

05.
August '09

Neueinstellungen für Lehrer – denken Sie an Ihre Krankenversicherung


Die Ferien sind in den meisten Bundesländern fast vorbei und so werden allerorts neue Lehrer eingestellt. In vielen Bundesländern passiert dieses bereits im August. Ausnahmen bilden Bremen, Hamburg und Niedersachsen (1.11.) und BaWü, Bayern, Thüringen mit dem 1.9.

Eines haben jedoch alle neuen „Junglehrer“ gemeinsam. Sie bekommen als Beamte oder Beamte auf Probe Beihilfeleistungen. Diese betragen bei ledigen i.d.R. 50% für allgemeine Leistungen ohne Erweiterungen wie Wahlarzt/ Chefarztbehandlung und die bessere stationäre Versorgung.

Praktisch bedeutet das, für jeden beihilfefähige Arztrechnung bekommt der Versicherte die Hälfte des Betrages erstattet, die andere muss er selbst versichern. Anders als bei Angestellten, die den hälftigen Beitrag erstattet bekommen, werden bei Beamten eben die anteiligen Kosten erstattet. Mit der so genannten „Restkostenabsicherung“ bieten die Privaten Krankenversicherungen eine ergänzende Absicherung zur Beihilfe.

Dabei gibt es jedoch eine ganze Reihe von weiteren Fakten zu beachten. So müssen die Tarife so ausgestaltet sein, das auch ergänzende Leistungen zur Beihilfe erstattet werden (Beihilfeergänzungstarife) und es sollte ein Augenmerk auf die Bedingungen gelegt werden.

Viele Fragen werden aber oft von den Beratern, die meist im Haus sind oder ins Büro kommen, gar nicht gestellt. Warum?

Achten Sie daher zwingend auf Leistungen wie die Ausweitung des Versicherungsschutzes, Fragen zu Krankenhausbehandlungen, der Klinikwahl, Anschlussheilbehandlung etc. Eine ganze Liste von weiteren Auswahlkriterien können Sie hier downloaden.

Die Auswahl ist leider nicht wirklich einfach- schon gar nicht für den Laien. Da sich die Leistungen aus verschiedenen Tarifen bezahlt werden (Beihilfe, Restkosten- und Beihilfeergänzungstarif) ist ein Vergleich meist unübersichtlich und schwer zu durchschauen.

Beachten sollten Sie auch die Bedingungen der so genannten „Öffnungsklausel“ für Beamte. (Achtung: Dank einem Hinweis eines Kollegen hier noch eine weitere Klarstellung: Für Referendare gilt die Öffnungsklausel nicht generell, einige Anbieter wenden diese aber an. Hier ist auch an weitere Fragen „was ist bei Arbeitslosigkeit nach dem Referendariat zu denken- also genauer hinschauen) Hiermit muss jeder Beamte der die Kriterien erfüllt und sich an die Fristen hält versichert werden. Zuschläge sind auf maximal 30% begrenzt und Ausschlüsse finden nicht statt.

Sie sehen- die Auswahl ist nicht ganz einfach. Wenn Sie sich mit einem entsprechend spezialisierten Berater zusammensetzen, die Kriterien und Bedingungen besprechen und sich nicht auf den erstbesten verlassen der ihnen auf dem Flur entgegenkommt- dann klappt das aber schon!

Weiterführende Informationen: Beamte und Beamten Anwärter in die PKV- auch mit Vorerkrankungen kein Problem

17.
Juli '09

Beamte und Beamtenanwärter in die PKV – auch mit Vorerkrankungen kein Problem


Aufgrund der vielen Nachfragen in der letzten Zeit möchte ich diesem Thema einen eigenen Beitrag „zukommen lassen“.

Wie bekannt ist man in der Privaten Krankenversicherung (mit Ausnahme des Basistarifes) nur mit einer entsprechenden Risikoprüfung versicherbar. Dieses ist zum einen durch das Grundprinzip der Privaten Krankenversicherung erklärbar, zum andere auch logisch, da sonst keine Prämienkalkulation möglich wäre.

Dennoch gibt es eine Reihe von Patienten welche so gravierende Vorerkrankungen haben (zum Beispiel laufende oder kürzlich abgeschlossene Psychotherapie, laufende Kinderwunschbehandlung, chronische Erkrankungen usw.). Diese sind aufgrund des Prizips der Kalkulation nicht versicherbar. (wenige Ausnahmen hier)

Handelt es sich aber um Beamte oder Beamtenanwärter (Achtung: Dank einem Hinweis eines Kollegen hier noch eine weitere Klarstellung: Für Referendare gilt die Öffnungsklausel nicht generell, einige Anbieter wenden diese aber an. Hier ist auch an weitere Fragen „was ist bei Arbeitslosigkeit nach dem Referendariat zu denken- also genauer hinschauen), so sind hier Ausnahmeregelungen geschaffen worden, um diese dennoch zu versichern. Blieben die nämlich in der GKV, so würde hier ein Beitrag für 100% Leistung zu zahlen sein, jedoch durch die Beihilfe nur 20-50% Kosten entstehen und es käme zu einem nicht so kleinen finanziellen Nachteil.

Aufgrund dieser Situation haben sich (einige) Private Krankenversicherer in einer so genannten Öffnungsaktion zusammen geschlossen und bieten auch hier Versicherungsschutz an. Dieser ist an Voraussetzungen geknüpft, welche zwingend einzuhalten sind.

Beginnen wir mit der Öffnungsaktion für Beamtenanfänger:

Diese gilt für Beamte auf Probe, Beamte auf Zeit/ Zeitsoldaten, Beamte auf Widerruf (nach der Ausbildung), Beamte auf Lebenszeit/ Berufssoldaten, Richter, Geistliche, Dienstordnungsangestellte, Beamte des Bundesgrenzschutzes, der Feuerwehr oder Polizei.

Diese einmalige Öffnung gilt auch für die (mit dem Beamten gleichzeitig wechselnden) Familienangehörigen, wenn für diese ein Anspruch auf Beihilfe besteht.

ACHTUNG: Der Wechsel muss binnen 6 Monaten nach erstmaliger Verbeamtung erfolgen, sonst ist dieser verwirkt.

Nehmen die Versicherten an der Öffnung teil, so erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht auf so genannte Mehrleistungen (Zweibett-/ Einbettzimmer, Privatarzt, Beihilfeergänzungstarife). Einzige Ausnahme: Wenn der Dienstherr auch für die Wahlleistungen leistet, so wird auch hier die Öffnungsklausel nutzbar.

Für die Versicherten ergibt sich ein großer Vorteil. Es gibt keine Ablehnung und der Risikozuschlag ist auf max. 30% beschränkt. Das ist in der Regel immer noch besser als der Schutz und die Prämie für 100% in der Gesetzlichen Krankenkasse.

Mit der so genannten „dauernden Öffnung für Beamte“ wurde im Jahre 2005 eine weitere Möglichkeit geschaffen, auch Beamte mit Vorerkrankungen zu versichern.

Möglich ist dieses für: Beamte auf Probe, Zeit oder Lebenszeit mit Anspruch auf Beihilfe oder Freie Heilfürsorge (ausgenommen Soldaten), Richter und Versorgungsempfänger mit Beihilfeanspruch.

Hierbei ist aber noch eine weitere Voraussetzung zu erfüllen. Diese Personen müssen am 31. 12. 2004 bereits in einem der genannten Dienstverhältnisse gestanden haben und freiwillig in der GKV versichert gewesen sein.

Auch hier gelten die gleichen „Spielregeln“. Maximal 30% Zuschlag, Wahlleistungen nur wenn auch vom Dienstherr geboten und Familienangehörige wie oben genannt.

Der Öffnungsaktion haben sich 20 Versicherer angeschlossen.

Sie sollten aber dringend darauf achten nicht beliebig Anträge zu stellen. Mit dem ersten Antrag ist der Anspruch der Öffnung verwirkt, ein weiterer Antrag bei einem anderen Unternehmen unterliegt der „normalen“ Risikoprüfung.

Auch sollten Sie peinlichst genau darauf achten alle Angaben zur Gesundheit so genau als irgend möglich zu machen. Wenden Sie sich am besten an einen qualifizierten und spezialisierten Berater- nur so können Sie sicher sein den gewünschten Schutz auch zu bekommen.

Weiterführende Informationen: Infos für „Junglehrer“ und die geeignete Krankenversicherung