Artikel mit ‘Neugeborenennachversicherung’ getagged

23.
Oktober '17

Neugeborenennachversicherung – gilt das auch für die Zusatzversicherung


Wer privat in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist und dann „Eltern wird“, für den ändert sich einiges. Nicht zuletzt auch der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung, welcher eine Anpassung bedarf. Nun ist es aber nicht zwingend so, dass das Kind dann auch in die private Krankenversicherung wechselt oder wechseln muss, es kann auch ein Verbleib in der GKV angeraten und sinnvoll sein. Dazu habe ich hier bereits einiges geschrieben:

Mein Kind muss „ja dann auch“ in die Private Krankenversicherung (PKV)

Doch in diesem Zusammenhang ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche sich immer wieder in Fragen von Interessenten oder auch im LiveChat wiederholen, daher habe ich einige dieser Punkte einmal für diesen Beitrag aufgegriffen. Zu beachten sind die unterschiedlichen Situationen. Fangen wir mit der Frage der Zusatzversicherung an.

„Ich bin (nur) privat zusatzversichert, muss die private Krankenversicherung diese auch für mein Neugeborenes anbieten?“

Diese Frage beschäftigt werdende Eltern, zumindest immer dann, wenn es um eine Nachversicherung von nicht mehr gesunden Neugeborenen geht. Eltern die eine entsprechende Zusatzversicherung besitzen, können diese unter bestimmten Umständen auch für das Kind bekommen, selbst dann wenn dieses krank ist oder mit Geburtsschäden auf die Welt kommt. Auch besteht hier unter Umständen sofort Versicherungsschutz, notfalls rückwirkend zum Tag der Geburt. Wie das funktioniert und warum daher der rechtzeitige Abschluss so wichtig ist, das schauen wir uns hier an.

Versichert werden können in der Zusatzversicherung ganz unterschiedliche Bereiche, so zum Beispiel:

  • ambulante Leistungen als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV)

  • naturheilkundliche Leistungen wie zum Beispiel Heilpraktiker, Osteopathie und dergleichen

  • stationäre Leistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer, Rooming-In oder die freie Krankenhauswahl

  • ergänzende Leistungen der Pflegeversicherung als Pflegezusatzschutz

  • zahn-/ kieferorthopädische Leistungen

All diese Versicherungen kann natürlich zunächst nur der Erwachende, also einer oder beide Personen die Eltern werden abschließen und auch nur zu den für sie gültigen Tarifen. Gerade hier liegt aber der entscheiden Vorteil.

Schauen Sie zudem bitte nochmals in meinen älteren Beitrag.

Was Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft bedenken sollten, zu spät bedeutet nie mehr

Durch die richtige Wahl des Versicherungsschutzes der werdenden Eltern, sichern Sie dem noch ungeborenen Kind einen Versicherungsschutz ohne neue Gesundheitsprüfung, ohne Gefahr der Ablehnung und vieles mehr.

Wo ist das genau geregelt?

Grundlage für eine solche Nachversicherung sind die entsprechenden Bedingungen. Schauen wir hierzu einmal bei einem Versicherer etwas genauer hin und nehmen als Beispiel die Hallesche Krankenversicherung, was sich aber bei anderen Unternehmen ebenso darstellt. In den so genannten Musterbedingungen für die Krankenversicherung, genauer den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009) heisst es dann: (§2, Beginn des Versicherungsschutzes)

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

und weiter heißt es bei der HALLESCHE hier:

(6) Für Neugeborene, die gemäß § 2 (2) MB/KK 2009 bzw. gemäß § 2 (7) der Tarifbedingungen ab Geburt mitversichert werden, besteht ab Geburt Versicherungsschutz auch für alle vor Vollendung der Geburt entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Geburtsschäden sowie angeborene Krankheiten und Anomalien.

Wenn Sie sich also an wenige Vorgaben halten, dann hat das Kind auch wenn es krank auf die Welt kommt, einen entsprechenden Versicherungsschutz in der Voll- oder Zusatzversicherung.

  • mindestens 3 Monate (einige Versicherer weniger) Schutz der Eltern

  • Anmeldung binnen 2 Monaten nach Geburt RÜCKWIRKEND

  • Schutz nicht höher als der der Eltern

Einige Unternehmen verzichten zudem auf die DREI Monate Vorversicherungszeit und haben eine abweichende Regelung von einem, zwei oder null Monaten. Wer also hier rechtzeitig den Versicherungsschutz beantragt (und begonnen hat), der kann sich hier einen Schutz für das Kind sichern.

Was aber, wenn das Kind auch Anspruch auf Familienversicherung hat?

Nun, in dem Fall der Zusatzversicherung muss hier bekanntlich ein GKV Schutz vorausgehen. Also ist ein solcher Abschluss nur dann möglich, wenn die Kinder einen Schutz in der GKV haben. Das kann eine Familienversicherung sein, aber auch eine Nachversicherung eines freiwillig versicherten Kindes in der GKV. Die meisten Zusatzversicherungen setzten daher auch eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse voraus.

Kind soll in die GKV, PKV Anspruch soll aber erhalten werden

Nun gibt es durchaus Fälle, wo die Eltern unterschiedlich versichert sind. Ich habe dazu bereits eine Übersicht erstellt. Hier können Sie prüfen, ob dem Kind ein Anspruch auf eine kostenfreie Familienversicherung nach §10 SGB V zusteht.

Ist dem so, so möchten viele Eltern diese erst einmal nutzen und das Kind kostenfrei in der GKV anmelden. Dennoch möchten diese natürlich sicherstellen einen PKV Schutz zu bekommen oder eine Zusatzversicherung zu nutzen, falls der Schutz benötigt wird. Dabei sind einige Punkte mehr zu berücksichtigen.

Bestehen heute also unterschiedliche Versicherungen für die Eltern, so kann folgender Fall auftreten.

  • Elternteil 1: GKV versichert und ohne weitere Zusatzversicherungen
  • Elternteil 2: PKV versichert (Schutz besteht länger 3 Monate)

In unserem Fall besteht also für das Kind ein Anspruch auf Nachversicherung in der PKV des Elternteils 2. Nun kann es dennoch sein, das Kind soll hierbei gar nicht privat, sondern derzeit als kostenlose Familienversicherung in der GKV versichert werden. Ein solcher Zustand kann sich aber auch hier wieder ändern, denn die Einkommen und Vorgaben werden regelmäßig neu geprüft. Daher ist hier eine

NACHVERSICHERUNG in der PKV erforderlich und sinnvoll

und ggf. danach die Umstellung in eine Anwartschaft oder Zusatzversicherung. Anwartschaft macht immer dann Sinn, wenn die Möglichkeit einer Rückkehr in die private Versicherung besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann. Die Umwandlung in eine Zusatzversicherung muss zudem vertraglich möglich sein. In den Bedingungen der Versicherer (bleiben wir auch hier wieder bei der Hallesche) heißt es dazu:

(7) Bei Kündigung nach § 13 (3) MB/KK 2009 verpflichtet sich der Versicherer zur Annahme eines Antrags auf Zusatzversicherung ohne erneute Risikoprüfung und ohne erneute Wartezeiten, soweit Zusatzversicherung und gesetzlicher Versicherungsschutz zusammen den bisherigen Leistungsumfang nicht übersteigen. Dabei wird die Alterungsrückstellung der Leistungsbereiche, welche auch in der Zusatzversicherung enthalten sind, im entsprechenden Umfang angerechnet. Die Zusatzversicherung muss dabei in unmittelbarem Anschluss an die gekündigten Tarife beginnen und der Antrag spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht beim Versicherer eingehen.

Auch hier dürfen Versicherer unterschiedliche Regelungen treffen und daher ist eine allgemeingültige Aussage nicht möglich. Dennoch: Ein Versicherungsschutz ist danach durchaus auch in unserer Konstellation möglich und kann dann als Zusatzversicherung weiter bestehen bleiben. Die Anwartschaft ist zudem separat zu vereinbaren. Ein entstehen der Familienversicherung ist mit der Versicherungspflicht durchaus gleichzustellen.

Schauen wir uns noch einmal unseren Fall an und verändern die Rahmenbedingungen etwas.

  • Elternteil 1: GKV versichert und mit bestehenden Zusatzversicherungen
  • Elternteil 2: PKV versichert (Schutz besteht länger 3 Monate)

Hier besteht also neben der GKV bei dem dort versicherten Elternteil noch eine Zusatzversicherung und damit weiterer Versicherungsschutz. Die Eltern haben also noch erweiterte Möglichkeiten. Auch in der Zusatzversicherung besteht eine Nachversicherungsgarantie, siehe Erklärungen oben in diesem Beitrag. Wird das Kind nun also geboren, können sich die Eltern selbst entscheiden:

  • Nachversicherung in der PKV, ggf. dann Umstellung in die Zusatzversicherung

  • Nachversicherung in der Zusatzversicherung des GKV versicherten Elternteils

in besonderen Fällen kann sogar beides sinnvoll und möglich sein. So kann ein Kind heute in die GKV Familienversicherung und dabei eine Zusatzversicherung nutzen, zudem die PKV zunächst aktiviert und dann auf Anwartschaft umgestellt werden. Damit bleibt sowohl die spätere Rückkehr in die PKV, aber auch der passende Schutz während der GKV erhalten.

Mehr Lesestoff:

Ich habe in diversen Beiträgen schon einmal zusammengetragen, wie sich die Geburt eines Kindes oder die Planung einer Familie auf den Versicherungsschutz in der Krankenversicherung auswirkt. Daher hier einige Beiträge zum Nachlesen und weiterlesen.

09.
Mai '16

Gibt es eine Anwartschaft für das ungeborene Kind, oder wie sichere ich Versicherungsschutz für mein noch Ungeborenes


Manche Fragen sind einfach zu interessant und wichtig, um diese nur in geschlossenen Foren zu beantworten und daher greife ich neben Leserfragen immer mal wieder Themen auf, welche nicht nur für wenige wichtig sind. Dazu gehört zweifelsohne die Versicherung von Kindern, welche vielleicht bei der Geburt nicht gesund sind. Das kann durchaus auch im Rahmen von Schwangerschaftsvorsorge bereits aufgefallen sein oder es gibt einfach eine Familie Vorgeschichte, oder einfach Vorsicht!

So fragte ein Kollege in einem Maklerforum in der letzten Woche

Frage Anwartschaft Kind

Bevor wir uns aber nun der Lösung widmen, sollten dazu vorher einige Begriffe geklärt werden. Nur wenn Begrifflichkeiten klar sind, nur dann lässt sich auch der Lösungsweg und, oder eine Lösung nachvollziehen und verstehen. Beginnen wir also mit einzelnen Begriffen und versuchen einmal etwas Ordnung in die Sache zu bringen.

KV Zusatz(versicherung)

Darunter verstehen wir in der Regel eine Ergänzungsversicherung, welche den Schutz in einer gesetzlichen Krankenkasse erweitert oder Leistungen absichert, welche in der gesetzlichen Kasse nicht vorhanden sind. Im Rahmen der Erweiterung ist vielen der Begriff „Zahnzusatzversicherung“ bekannt. Hände_Baby_Ein Schutz welcher eingeschränkte Zahnleistungen der GKV erweitert. Aber auch der Versicherungsschutz für ein Ein- oder Zweibettzimmer oder die privatärztliche Behandlung sind solche Möglichkeiten für Zusatzversicherungen. Ein weiterer und sehr wichtiger Bereich ist die Pflegezusatzversicherung. Hier besteht zwar auch ein Schutz über die gesetzliche (und auch private) Pflegepflichtversicherung, die Leistungen reichen aber oft nicht aus und lassen sich daher ergänzen. Eine solche Zusatzversicherung kann auch zu einer bestehenden privaten Krankenversicherung abgeschlossen werden, während viele andere eine Mitgliedschaft in der GKV voraussetzen.

Pflegezusatzversicherung

Bereits in meinem Artikel „Tun Sie ihrem Kind etwas Gutes“ habe ich über die Notwendigkeit der Pflegezusatzversicherung für Neugeborene geschrieben. Einen solchen Versicherungsschutz können Sie natürlich auch nach der Geburt abschließen, dann aber nur mit einer Gesundheitsprüfung. Gerade bei Kindern die nicht gesund geboren sind, kann das dann zum Problem werden und einen solchen Versicherungsschutz im schlimmsten Fall lebenslänglich verhindern.

Anwartschaft

Die Anwartschaft existiert in zwei Varianten. Es gibt neben der großen auch die- wen wundert es- kleine Anwartschaft. In meinem Artikel zu Anwartschaft habe ich weitere Details beschrieben. Ganz vereinfacht bedeutet Anwartschaft nichts anderes, als sich das Recht zu sichern ohne Gesundheitsprüfung einen Versicherungsschutz zu bekommen, der sonst nur mit Risikoprüfung zu bekommen wäre. Anwartschaften kosten dabei einen Beitrag, bieten aber keinen Versicherungsschutz in der Zeit der Anwartschaft.

Optionstarife statt Anwartschaften

Im Gegensatz zu einer Anwartschaft ist eine Option ein wenig anders. Optionstarife gibt es eigenständig, also von der Funktionsweise wie eine Anwartschaft, oftmals enthalten die Zusatzversicherungen aber eine Option. Damit stellen Sie sicher, nach Ende der Versicherungspflicht kann die Zusatzversicherung dann, ohne neue Risikoprüfung, in eine Vollversicherung mit mehr Leistungen umgestellt werden. Während der Zeit mit der Zusatzversicherung besteht aber Leistungspflicht für die dort versicherten Leistungen.

Anwartschaften, Optionen und Zusatzversicherungen für noch nicht geborene Kinder

Für eine Person die noch nicht einmal auf der Welt ist, lassen sich auch keine Versicherungen abschließen. Dabei ist es völlig unerheblich ob der Vater oder die Mutter Versicherungsnehmer wird, es ist einfach keine Person vorhanden, welche als versicherte Person auftreten kann. Dennoch kann es interessant und wichtig sein, den noch ungeborenen selbst dann einen Versicherungsschutz anbieten zu können, wenn diese später in der GKV bleiben, krank geboren sind und dabei sonst nie die Chance haben würden in einen solchen Schutz zu kommen.

Da aber ein Anschluss vor Geburt nicht möglich ist, gibt es einen weg „über die Hintertür“. Schauen wir uns einmal die Bedingungen der Zusatzversicherungen an. Ganz exemplarisch und keineswegs als Auswahl gedacht, nehmen wir einen stationären Ergänzungstarif der Barmenia. Besteht also Versicherungsschutz für ein Elternteil, so kann das Kind einen solchen auch bekommen. Dazu heisst es erst einmal ganz allgemein in den Bedingungen:

„2. Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

2.1 Für Neugeborene, die nach Absatz 2 ab Geburt mitversichert werden, besteht ab Geburt Versicherungsschutz auch für alle vor Vollendung der Geburt entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Geburtsschäden sowie angeborenen Krankheiten und Anomalien.“

Hat also der Vater oder die Mutter bei Geburt schon drei Monate Versicherungsschutz, kann das Kind den auch bekommen. Aber… nicht mehr Leistungen als die Eltern in dem Schutz. Fällt also den Eltern erst einen Monat vor Geburt ein: „Wir brauchen ja noch Schutz für das Kind“, dann ist es meist recht knapp. Dennoch ist es nicht unmöglich, denn auch hier gibt es Lösungen. Die Barmenia sagt:

2.2 Der Versicherer verzichtet auf die Voraussetzung, dass ein Elternteil am Tage der Geburt mindestens drei Monate bei ihm versichert sein muss. Die Voraussetzung, dass ein Elternteil beim Versicherer versichert sein muss, bleibt unberührt.“

Auch hier ändert das nichts an der Voraussetzung. Ich höre schon die ersten die erklären, eine Schwangere kann man im letzten Monat gar nicht mehr versichern. Das stimmt bei einigen Unternehmen und ab gewissen Daten schon. Aber Eltern hat das Kind meist zwei und schwanger werden die Väter nie, auch wenn manche ab und zu so aussehen mögen.

Also: Im Zweifel den Antrag rechtzeitig für den Vater stellen, auch hier besteht dann für das Kind das Recht der Nachversicherung.

Aber Achtung: Der Vertrag für den Vater besteht und kann nicht bei Geburt wieder gekündigt werden, sondern nur ganz regulär mit Frist von drei Monaten zum Ablauf. Daher sollte der Schutz nicht nur wegen des Kindes, sondern deshalb abgeschlossen werden, weil dieser sinnvoll und wichtig ist.

In meinem Artikel „Tun Sie sich und Ihrem Kind etwas Gutes“ geht es unter anderem auch um die Vorsorge bei Pflegebedürftigkeit. Auch hier besteht ein entsprechendes Nachversicherungsrecht und auch hier sichert der Schutz der Eltern den zukünftigen Schutz des Kindes.

Fazit

Wenn eine Schwangerschaft geplant ist oder der Kinderwunsch in die nähere Planung rückt, schauen Sie sich unbedingt den eigenen Versicherungsschutz an. Bestehende Tarife gehören jetzt überprüft. Für die Mutter heisst das auch, sich den bestmöglichen und gewünschten Schutz für sich und das Kind zu sichern. Für den werdenden Vater bedeutet es, er kann etwas tun damit seinem zukünftigen Sohn oder der Tochter der bestmögliche Schutz zur Verfügung steht und das auch dann, wenn nicht alles „glatt läuft bei der Geburt“ oder das Kind leider nicht ganz gesund ist.

Wichtig ist aber dann auch, nicht nur den Schutz oder die Möglichkeit zu haben, sondern auch zu nutzen! Auch hier gibt es Fristen und Vorgaben, denn wer sein Kind nicht rechtzeitig zur neuen Versicherung anmeldet, der verwirkt all die guten Optionen. Daher bedenken Sie die zweimonatige Frist und sprechen Ihren Makler, Berater oder die Gesellschaft unbedingt innerhalb der Frist an und melden das Kind zur Versicherung an.

10.
Juni '15

Bitte, Bitte nicht vergessen! Der eigene Versicherungsschutz sichert den des (ungeborenen) Kindes


Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich zu diesem Thema schreibe, aber anscheinend haben es einige immer noch nicht verstanden oder ihnen ist der Ernst der Lage nicht bewusst.

Tun Sie sich und Ihrem Kind etwas Gutes

Versicherungsschutz für Neugeborene

Es geht um den Versicherungsschutz des neugeborenen Kindes, welcher entscheidend davon abhängt wie die Eltern versichert sind. Schlechter Schutz der Eltern = schlechte Absicherung des Kindes!

Vor einigen Wochen kontaktierte mich eine bereits privat versicherte Dame mit der Information, dass in den nächsten Wochen ihr Kind geboren wird.

„Es sieht alles gut aus, keine Probleme oder Komplikationen, aber ich wollte mich jetzt schon einmal gern darum kümmern um mein Kind versichert wird.“

Der Ansatz ist mehr als glücklich, denn wenn man sich schon vor Geburt darum kümmert wie das Kind zu versichern ist, ist die Entscheidung nach der Geburt recht einfach und es kann auch vorher schon alles Nötige vorbereitet werden. Nach der Analyse der Auswahlkriterien und besprechen der Wünsche zum Versicherungsschutz wählten wir einen passenden Tarif und bereiteten auch die Antragstellung so weit vor. Der Versicherungsschutz der Mutter, ein alter Tarif in der BisexWelt, war er eingeschränkt und bot nur Leistungen nach dem Hausarztprinzip, eingeschränkte Leistungen bei den Heil-und Hilfsmitteln, begrenzte Versicherungsschutz für eine Reihe anderer Leistungsbereiche. Nach Geburt des Kindes stellte sich jedoch heraus, dass dieses bei der U2 Untersuchung nicht mehr gesund war, sondern es ernst zunehmende Krankheit Befunde gab. IVH Grad III stand unter anderem als Diagnose um Raum.

Hände_Baby_Durch eine Blutung im Gehirn stand zudem eine weitere Operation an, eine andere Alternative als die Anmeldung bei dem Krankenversicherer der Mutter stand daher nicht zur Verfügung. Natürlich kann das Kind noch gegen einen eigenen Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse des Vaters versichert werden, das ist dann die zweite Option. Das was für das Kind jedoch im Moment und wohl auch auf die nächsten Jahre völlig unmöglich sein wird, es ist der Abschluss von höhenwertigem Versicherungsschutz, die Absicherung von privatärztlichen Leistungen, höhere Leistungen bei Heil- und Hilfsmitteln aber auch, und das ist jetzt entscheidend, eine Pflegezusatzversicherung. Aufgrund der Diagnose ist es nicht mehr möglich im Rahmen von normalen Gesundheitsfragen eine entsprechende Annahme zu bekommen.

Wie lässt sich das verhindern?

Nun, die Lösung ist sogar relativ einfach. Allerspätestens drei Monate vor der Geburt (dabei bitte unbedingt beachten dass auch eine Frühgeburt möglich sein kann) können sich die Eltern für sich selbst für einen umfangreichen Versicherungsschutz entscheiden. (Wichtig: Bei Geburt muss der Schutz drei Monate ununterbrochen bestanden haben) Dazu gehört bei gesetzlich Versicherten eine ergänzende Absicherung für den stationären Bereich, je nach Wunsch auch eine Absicherung alternativer Behandlungsmethoden, ergänzende Heilmittelversorgung (was auch Logopädie, Ergotherapie etc. bedeutet) und vieles mehr. Hätte der Vater hier eine solche Absicherung, wäre über die Nachversicherung das Neugeborene unter Umständen heute mit einem deutlich besseren Versicherungsschutz versorgt worden und wir müssen nicht überlegen,wie die Leistungslücken ausgeglichen werden können. Dann wäre unter Umständen die gesetzliche Krankenkasse des Mannes eine Option, welche sogar beitragsfrei wäre, wenn er zukünftig derjenige ist, der mehr verdient. (Wo ist mein Kind zu versichern?)

In der jetzigen Situation werden die Eltern wohl auf einer Reihe von Kosten sitzen bleiben.

Ergänzende Pflegeversicherung vor Geburt ist ein MUSS!

Eine identische Situation haben wir in der Pflegezusatzversicherung. Auch wenn die Notwendigkeit erst langsam von den Menschen erkannt wird, ist doch die Pflegebedürftigkeit eine der größten Herausforderungen in der Zukunft. Doch dabei geht es keinesfalls nur um die Pflegebedürftigkeit der eigenen Eltern, oder im Alter von einem selbst, sondern auch solche Fälle wie den oben geschilderten. Wir wollen es nicht hoffen, aber bleibt das Kind beeinträchtigt, und bekommt eine Pflegestufe, so muss jemand für die Pflegeleistungen aufkommen, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Und der Einwand „kleine Kinder brauchen sowieso viel Zeit“, stimmt natürlich nur so bedingt. In unserem Fall hat die Mutter nicht nur bisher in Vollzeit gearbeitet, sondern auch geplant das relativ schnell wieder zu tun. Sie trägt damit zu mehr als der Hälfte des Familieneinkommens bei, doch was ist wenn das Kind jetzt dauernde Betreuung benötigt? Solche Kosten lassen sich, bei einer festgestellten Pflegestufe, über die Pflegetagegeld Versicherung teilweise erstatten.

Ob die Mutter sich dann entscheidet zuhause zu bleiben und die Betreuung ihres Kindes selbst zu übernehmen, oder ob dafür stunden- oder tageweise ein Pflegedienst beauftragt wird, spielt in der finanziellen Betrachtung keine Rolle. Geht die Mutter/der Vater nicht arbeiten, so erzielte er/sie auch kein Einkommen. Das führt wiederum dazu das ein solches Einkommen woanders herkommen muss, gerade wenn die Kosten eher noch höher sind als bei einem gesunden Kind.

Unbedingt rechtzeitig!

Bevor jedoch auch ein erkranktes Kind versichert werden kann, sind wichtige Voraussetzungen zu prüfen. Es muss Versicherungsschutz für einen Elternteil bestehen, dieser muss auch länger als drei Monate bestanden haben, um überhaupt die Möglichkeit der Nachversicherung zu haben. Der Leistungsumfang des Schutzes von Mutter und/oder Vater stellt die Obergrenze dar, bis zu der eine Nachversicherung möglich ist. Daher ist insbesondere darauf zu achten, dass der eigene Schutz sinnvoll und umfänglich ist.

Allerspätestens sechs Monate vor dem errechneten Geburtstermin sollten Sie sich also Gedanken zu dem nötige Versicherungsschutz machen, den eigenen Versicherungsschutz anpassen oder aufstocken (das geht bei der Mutter nur VOR DER SCHWANGERSCHAFT) und damit die nötigen Voraussetzungen schaffen, dem Kind einen umfangreichen Schutz zu ermöglichen. Es ist aus meiner Sicht unverantwortlich und ein grober Fehler der Eltern, dieses Thema zu verdrängen oder sich nicht damit beschäftigen zu wollen weil „es schon gut gehen wird“.

Daher bitte unbedingt die Gesamtsituation beachten. Dazu gehört immer auch die Frage nach einer Zusatzversicherung für den gesetzlich versicherten Elternteil, eine vernünftige Absicherung für die Pflege und gegebenenfalls sogar eine Option für eine schwere Krankheiten Absicherung.

Lesen Sie auch: Das Kind ist unterwegs- richtige Absicherung für Neugeborene

21.
Mai '15

Was Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft bedenken sollten, zu spät bedeutet nie mehr


Manchmal häufen sich die weniger schönen Nachrichten, gestern war so ein Tag. Nachdem erst ein schwer kranker Mensch Hilfe benötigte, welche diese derzeit auch zu bekommen scheint, erreichte mich gestern noch ein anderer Fall. Auch hier ist eine Situation eingetreten, welche sich nicht mehr korrigieren lässt, gerade deshalb möchte ich aber unbedingt darauf hinweisen. Zunächst einmal sei jedoch klar, es lässt sich nicht jedes Lebensrisiko versichern, man kann sich nicht vor allem und jedem schützen, aber es gibt bestimmte Bereiche, da sichert ein rechtzeitiges Handeln die finanzielle Existenz.

In meinem etwas älteren Beitrag „Tun Sie Ihrem Kind und sich einen Gefallen, da habe ich bereits zum Thema der Pflegeergänzungsversicherung für Kinder geschrieben und (hoffentlich) deutlich machen können, wie wichtig diese Absicherung bzw. die Gedanken daran bereits weit vor der Geburt sind.

Doch was war passiert?

Ein Paar entschließt sich eine Familie zu gründen, ein Kind zu bekommen und auswärts Zweisam- eine Dreisamkeit werden zu lassen. Das ist nicht allzu ungewöhnlich und passiert, zum Glück, viele Male im Jahr. Gerade wenn die Schwangerschaft festgestellt wird und die werdenden Eltern das erste Ultraschallbild mit noch zittrigen Händen festhalten, dann beginnen auch die Wünsche und Gedanken, das hoffentlich alles gut geht.

Jede Entwicklung in der Schwangerschaft wird verfolgt, der Bauch wird größer, der Geburtstermin rückt näher und zwischendurch gibt es durchaus auch die Bedenken, dass etwas nicht ganz glatt laufen könnte. Aber natürlich passiert einem das selbst nicht, natürlich hofft man das alles gut geht und somit überwiegt die Freude und „schlechte Gedanken schnell verdrängt“. Sowas auch in dem Beispiel, von dem ich heute erzählen möchte, erzählen deshalb weil es so richtig ist sich rechtzeitig Gedanken zu machen und sprechende Vorkehrungen zu treffen.

Die Mutter des Kindes informierte also ihren Versicherungsvertreter bei einer großen Gesellschaft über die Schwangerschaft und fragte noch nach welcher Besonderheiten es für die Untersuchungen zu beachten gibt. Dabei sollte noch bedacht werden, für die Mutter bestand Versicherungsschutz für so genannte Regelleistungen, also Mehrbettzimmer und den Dienst habenden Arzt. Nachdem die Fragen geklärt waren, gibt es also nur noch abzuwarten bis zur Geburt.

Leider dann nicht so erfreulich

Neben der Freude über die Geburt des Kindes kam auch die bittere Wahrheit, dass das lang erwartete Baby leider nicht als kerngesundes Kind auf die Welt kam. Eine Vorerkrankung, mehrere kleinere Beeinträchtigungen und ein Tumor bedeuten auf jeden Fall, eine Reihe von weiteren Behandlungen wird nötig sein, Ärzte werden in den nächsten Jahren einer der ständigen Begleiter des kleinen Kindes und es wird natürlich eine ganze Reihe von Kosten verursachen.

Wie sich genau diese Kosten auswirken, ob es Kosten für ärztliche Behandlungen, Krankenhausaufenthalt, Heil-und Hilfsmittel oder gar Kosten bei Pflegebedürftigkeit sein werden, das ist heute noch endlich offen und überhaupt nicht zu sagen. Da bringt auch Spekulationen wenig, wichtig ist nur zu klären wie diese Kosten übernommen werden können.

… und hier liegt der Fehler

Das nun erkrankte Kind, oder besser das nicht vollständig gesund geborene Kind, kann natürlich im Rahmen eines normalen Antrages nicht mehr nachversichert werden. Die Anträge auf eine Kranken- oder Pflegezusatzversicherung werden bei bestimmten Vorerkrankungen schlichtweg abgelehnt. Aber da gibt es durch die Neugeborenennachversicherung, der Versicherer muss doch das Kind versichern? Vollkommen richtig, aber diese Nachversicherung erstreckt sich nun einmal (falls keine andere, verbesserte Regelung in den Bedingungen zu finden ist) nur auf den Versicherungsumfang, den die Eltern abgeschlossen haben.

Die (nun nicht mehr machbar) Lösung

In diesem Falle sind also stationäre Zusatzleistungen nicht nach versicherbar, da die Mutter diese nicht in ihren Versicherungsschutz eingeschlossen hat und der Vater gesetzlich krankenversichert ist. Auch eine stationäre Zusatzversicherung besteht hier leider nicht, auch hier wäre sonst die Option der Nachversicherung zu prüfen.

Leider hat der damalige Berater auch an die Pflegezusatzversicherung nicht gedacht. Wäre es ein Leichtes gewesen, bei Beginn der Schwangerschaft eine entsprechend umfangreiche Absicherung für die Eltern zu wählen. Es wäre simpel zu lösen gewesen, hätte man sich dort entweder um eine Verbesserung des Versicherungsschutzes der Mutter (was zu dem Zeitpunkt problemlos funktioniert hätte) oder um eine stationäre, ambulante und/oder zahnärztliche Ergänzungsvereinbarung zur gesetzlichen Krankenkasse des Vaters gekümmert. Und was noch viel wichtiger ist: die Absicherung der Eltern durch eine Pflegezusatzversicherung hätte auch hier eine Nachversicherung des Kindes und somit eine Absicherung ohne neue Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Aufgaben für Kunden und Vermittler

Bereits bei der Familienplanung:

Schauen Sie sich unbedingt den eigenen Versicherungsschutz an. In welchem Umfang sind sie selbst versichert? Welcher Versicherungsschutz besteht für den Vater/die Mutter?

Spätestens bei Beginn der Schwangerschaft, besser vorher:

Jetzt geht es die letzten, wichtigen Vorkehrungen zu treffen. Ist die Mutter und/oder der Vater in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, so prüfen Sie unbedingt die Möglichkeit einer ambulanten/stationären und/oder zahnärztlichen Ergänzungsvereinbarung zur GKV. Diese sichert entsprechende (Mehr-) Leistungen und ermöglicht Eltern wie auch dem Neugeborenen einen angepassten und umfangreichen Versicherungsschutz.

Denken Sie jetzt unbedingt an die Bereiche der Pflegeversicherung und sorgen Sie dafür das mindestens ein Elternteil eine entsprechende Absicherung mindestens drei Monate vor Geburt besitzt. Und nehmen Sie bitte nicht den errechneten Geburtstermin, sondern beantragen Sie den entsprechenden Versicherungsschutz sofort. Eine Frühgeburt torpediert sonst die Dreimonatsregel und verhindert den vielleicht dann doppelt wichtigen Versicherungsschutz.

Ist ein Elternteil privat krankenversichert (PKV) so machen sie sich noch einmal Gedanken zu den Auswahlkriterien der privaten Krankenversicherung und überlegen ob die Leistungen, die Selbstbeteiligung und der Versicherungsumfang dementsprechend, was aktuell für Sie wichtig und gewollt ist.

Die letzten Wochen vor der Geburt

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man es kaum erwarten kann das der/die Kleine nun endlich da. Man möchte das Lächeln sehen, es berühren und fühlen und einfach nur eine tolle Zeit zusammen verbringen. Daher bereiten Sie bereits jetzt alles notwendige vor, damit die entsprechende Nachversicherung reibungslos verläuft.

Schon jetzt können die notwendigen Tarife besprochen, nach Meldeformulare oder Anträge ausgefüllt werden und fertig vorbereitet zuhause liegen. Informieren Sie Ihren Berater oder nehmen Sie direkt Kontakt zu mir auf, sobald das Kind auf der Welt ist um alles notwendige zu veranlassen und keine wichtigen Schritte zu vergessen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Kind den passenden, notwendigen und vor allem zeitgemäßen Versicherungsschutz bekommt.

Und die Familie aus unserem Beispiel?

Durch die fehlerhafte nicht vollständige Beratung des damaligen Vertreters wurde hier nicht nur die Möglichkeit verspielt dem Kind weitere Leistungen (zum Beispiel gezielte, freie Krankenhauswahl, privatärztliche Behandlung, besondere Leistungen bei Alternativmedizin und vieles mehr) zu sichern, es wurde auch die Bilder zusätzliche Absicherung verschlafen. Dazu gehört neben der Absicherung bei Pflegebedürftigkeit auch zum Beispiel die Option auf eine Nachversicherung in einer Schwere-Krankheiten-Versicherung.

Nochmals und in aller Deutlichkeit. Man kann, muss und soll keineswegs jedes mögliche Lebensrisiko versichern. Aber gerade wenn das Kind krank oder mit Beeinträchtigungen/Behinderungen geboren wird, dann können alle betroffenen Eltern ein Lied davon singen wie schwer ist ohnehin schon ist, auch ohne zusätzlich finanzielle Probleme zu haben. Diese lassen sich auch nicht in jedem Fall mit einer Versicherung lösen, aber Geld zu haben sich mehr oder andere/bessere Behandlungsmethoden zu erkaufen oder sich finanzielle Freiräume für eine optimale Betreuung des Kindes zu sichern, sind zu diesem Zeitpunkt goldwert und sichern im schlimmsten Fall die Zukunft des Kindes.

Und falls Sie diesen Artikel bis hier gelesen haben, aber gar nicht Kunde sondern Berater oder Versicherungsvertreter sind, dann denken Sie bitte bei jedem Gespräch Ihrem Kunden, indem er eine Familienplanung, Schwangerschaft oder dergleichen erwähnt, daran diesen umfassend über seine Möglichkeiten aufzuklären. Die Entscheidung darüber, ob die zukünftigen Eltern bereit und in der Lage sind sich einen solchen umfassenden Versicherungsschutz zu erkaufen, überlassen Sie doch bitte den Eltern selbst und zeigen Ihnen die entsprechenden Möglichkeiten auf. Entscheidet sich der Kunde dagegen, ist auch dieses überhaupt kein Problem, aber informiert werden muss er erst einmal um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

29.
Oktober '14

Private Krankenversicherung ohne Gesundheitsfragen, gibt es sowas?


Genau diese Frage hatte mir heute in unserem Live Chat (das ist das Feld an der linken Bildschirmseite, indem ich Ihnen Live Fragen beantworten kann) gestellt, den hier ging es um einen Kunden mit verschiedenen Diagnosen als Vorerkrankung. Nun dachte dieser, es gäbe vielleicht einen Versicherer der ihn trotzdem aufnimmt und er könne dadurch aus der gesetzlichen Krankenkasse (in der Höchstbeitrag zahlte) und seiner privaten Zusatzversicherung wechseln.

Wie kalkuliert und prüft die private Krankenversicherung eine Annahme?

Anders als die gesetzliche Krankenkasse besteht für eine private Krankenversicherung in den meisten Fällen keine Verpflichtung, einen an Sie gerichteten Antrag auch anzunehmen. Bevor eine solche Annahme erfolgen kann müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden, damit der Versicherer sich ein Bild über ihren Gesundheitszustand machen kann und damit beurteilen, ob sie ein höheres Risiko als ein gesunder Antragsteller darstellen.

In die private Krankenversicherung trotz Vorerkrankungen?

Dennoch bedeutet nicht jede Vorerkrankung (auch chronische) eine sofortige Ablehnung in der privaten Krankenversicherung. So lassen sich Erkrankungen wie Allergien, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen ebenso versichern, wie auch Vorerkrankungen durch Unfälle, sich Schwächen oder Beeinträchtigungen der Zähne. Für andere Vorerkrankungen ist es jedoch etwas schwerer, dazu gehören generell alle psychischen und psychosomatischen Beschwerden. Auch Burn-Out, wenn dieses im anzeigepflichtigen Zeitraum  (Übersicht über die Anfragezeiträume) liegt, ist meist eine Ablehnungsdiagnose.

Auch die Antragsteller, welche sich gerade in einer laufenden Behandlung befinden oder eine solche angeraten ist, haben meist zunächst keine Chance zur Aufnahme in der privaten Krankenversicherung.

PKV Auswahl

Doch es gibt Ausnahmen zur vereinfachten Annahmemöglichkeit

Für verschiedene Antragsteller, Berufsgruppen oder in bestimmten Situationen gibt es jedoch klar definierte Ausnahmen, in welchen ein Antrag trotz bestehender Vorerkrankungen anzunehmen ist. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen schauen wir uns diese Ausnahmeregelungen einmal etwas genauer an.

Nachversicherung von Kindern

Einer der wohl wichtigsten Möglichkeiten um auch mit Vorerkrankungen versichert zu werden, ist die so genannte Neugeborenennachversicherungsgarantie. Im Rahmen dieser Kindernachversicherung erhält der Versicherungsnehmer die Möglichkeit sein neugeborenes (oder adaptiertes) Kind unter bestimmten Fristen und klar definierten Regelungen in der privaten Krankenversicherung (nach-) zu versichern. Die wesentlichen Voraussetzungen liegen unter anderem darin, (mehr …)