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15.
März '12

ARD Panorama Bericht zur Privaten Krankenversicherung – einseitig, polemisch und zudem schlecht recherchiert


Im Moment ist das hetzen gegen die Unternehmen der Privaten Krankenversicherung und die dort Versicherten ja gerade mal in. Egal ob Bild, Focus Money oder Financial Times, jeder meint was dazu sagen zu können und auch zu müssen. Schade nur, dass ganz oft Tatsachen „vergessen“ werden oder Sachverhalte unvollständig dargestellt sind. Die „böse PKV die nicht zahlt“ klingt ja auch besser als „nicht versichertes Hilfsmittel wird auch nicht erstattet“.

(c) ARD

Auch die ARD hat mit Ihrem Magazin Panorama einen Beitrag hierzu leisten wollen. Entschlossen hat man sich hier mal wieder das Thema „Unbezahlbarkeit der privaten Krankenversicherung im Rentenalter“ zu wählen, das klingt immer schön und zieht viele Zuschauer an. Leider wissen viele nicht, welche Fakten denn eigentlich dahinter stehen, daher hier mal eine Reihe von Fragen und Antworten dazu.

Wer sollte in die Private Krankenversicherung?

Wie bereits in einem meiner älteren Blogbeiträge feststellt, ist die Private Krankenversicherung (PKV) keineswegs für alle geeignet. Selbst wenn Sie es sich finanziell leisten können ist für viele Selbstständige, Existenzgründer und Ich-AG’s die private Krankenversicherung nicht die richtige Wahl. Auch bei Paaren die mehr als zwei Kinder planen, ist genau zu überlegen ob es wirtschaftlich leistbar ist.

Wie ist das nun eigentlich mit den Beiträgen (im Alter)?

Um die beiden Systeme vergleichbar zu machen, gehe ich von folgendem Fall aus.

Ein Angestellter Kunde, derzeit 30 Jahre alt, wechselt von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) in die Private Krankenversicherung (PKV). Nach derzeitiger Planung hat dieser ein Jahresbruttoeinkommen von 55.000 EUR. Im Alter wird er eine gesetzliche Rente (Stand Hochrechnung heute) von 2.000 EUR bekommen, dazu weitere Einkünfte aus Kapitalvermögen, Mieten und einer privaten Rentenversicherung von 1.500 EUR monatlich. In Rente soll unser Modellkunde mit 67 gehen. Weiterhin gehen wir davon aus, das ein eventuell anzulegendes Kapital mit 3% p.a. verzinst wird. Zur Vereinfachung sind keine Beitragssteigerungen und auch keine Anpassungen der Beitragsbemessungsgrenze in der Modellrechnung berücksichtigt, da beide Systeme steigen und es in der GKV Beitragssatzerhöhungen und Anpassung der Grenzen geben kann. (Beispiel: Arbeitgeberzuschuss, Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2012)

1. Zeitraum: 30. bis 40. Labensjahr:

Unser GKV versicherter Kunde zahlt monatlich als Arbeitnehmer knapp 360 EUR Beitrag inkl. der Pflegeversicherung und dem erhören Beitrag für die Kinderlosigkeit in der Pflegevers.
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