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22.
November '12

Gothaer Krankenversicherung mit AVB Optimierungen für Neugeschäft und Bestand ab 01. Januar 2013


Die Gothaer Krankenversicherung veröffentlicht Optimierungen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für das Neugeschäft und den Bestand. Nachdem bereits die ersten Unisexbedingungen des Deutschen Rings veröffentlicht worden sind geht die Gothaer einen anderen Weg. Hier werden zunächst die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) optimiert, wobei die Änderungen auch für bestehende Kunden gelten sollen. Geändert werden die bestehenden AVB in den Bereichen der Auslands- und Kindernachversicherung, bei Krankenhausambulanzen und gemischten Anstalten aber auch bei der Umwandlungsoption und den stationären Transportkosten.

  • – Auslandsschutz (außereuropäisch) besteht jetzt nicht erst nach einer Versicherungszeit von 12 Monaten, sondern bereits bei Abschluss des Vertrages. Geblieben ist die Regelung der Dauer von sechs Monaten plus Verlängerung wenn die „Rückreise nicht ohne Gefährdung der Gesundheit angetreten werden kann
  • – Wer sich heute in der PKV versichert, der muss meist eine Frist von drei Monaten erfüllen, damit ein Anspruch auf Kindernachversicherung entsteht. Damit aber ein (vielleicht frühgeborenes) Kind in jedem Fall mitversichert werden kann, ändert der Versicherer die Voraussetzungen.
  • – „Abweichend von Abs. 2 beginnt bei Neugeborenen der Versicherungsschutz ab Vollendung der Geburt ohne Risikozuschläge und Wartezeiten und ohne die Einhaltung einer Mindestversicherungszeit eines Elternteils von drei Monaten, wenn der Versicherungsantrag angenommen wurde und zum Zeitpunkt der Antragstellung die 20. Schwangerschaftswoche noch nicht vollendet war.“
  • – Eine Versorgung in Krankenhausambulanzen oder medizinischen Versorgungszentren (MVZ’s) ist nun in die Bedingungen eingeflossen
  • – Bei einem stationären Krankentransport sind nun auch die „Krankentransporte zur stationären Behandlung und im Notfallrettungsdienst mit geeigneten Transportmitteln (z.B. Krankentransportwagen, Hubschrauber, Flugzeug“ versichert.

Verbesserungen bei der Versorgung in gemischten Anstalten

Eine wesentliche Veränderung betrifft die Versorgung in gemischten Anstalten. War bisher eine schriftliche Leistungszusage in jedem Fall erforderlich, so hat die Gothaer die Voraussetungen nun klarer definiert. Auf das Fehlen einer solchen Leistungszusage darf sich der Versicherer nicht berufen, wenn:

  • – es sich im eine aktuelle Notfalleinweisung handelt
  • – ausschließlich medizinisch notwenige Krankenhausbehandlungen durchgeführt werden, welche zwingend stationär behandelt werden müssen
  • – eine akute Erkrankung während einer Behandlung dort auftritt

Anschlussheilbehandlung nun Bedingungsaussage

„Eine medizinisch notwendige Anschlussheilbehandlung (AHB) ist erstattungsfähig, wenn sich die Behandlung innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung einer Krankenhausbehandlung, für die Leistungspflicht besteht, anschließt.“

Die notwenige Zusage wird immer dann erteilt, wenn es sich bei der Erkrankung um eine, unter 5.1. in den Bedingungen genannte Erkrankung handelt. Das kann neben einer Organtransplantation oder eines schweren Herzinfarktes auch ein Querschnittslähmung oder eine Krebsoperation sein. Leider verpasst es der Versicherer bei der Änderung gleich eine konkrete Dauer der AHB zu nennen, bis zu derer auf eine Zusage verzichtet werden kann. Die vierzehn Tage nach dem Ende der Krankenhaubehandlung sind im Vergleich zu Mitbewerbern zu kurz gefasst. Wie oft in den Bedingungen zu finden, so ist auch bei der Gothaer ein anderer Leistungsträger vorleistungspflichtig.

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