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13.
August '13

Wenn der Versicherer nach Hause kommt- Ärztliche Untersuchungen beim Kunden zu Haus, der Medical Home Service der Zurich


Die Idee ist sicher nicht ganz neu und das Argument der Versicherer ist, die Zeit bis zur Policierung eines Antrages zu senken und dem Kunden das Leben einfacher zu machen. Ob dem auch so ist, dazu schauen wir uns den Medical Home Service einmal genauer an.

Die Zurich Lebensversicherung hat, wie alle anderen Unternehmen auch, bestimmte Grenzen der Absicherung ab denen neben den Fragen im Antrag eine ärztliche Untersuchung nötig wird. Das sichert sogar beide Seiten ab, der Kunde weiss das er gesund ist, der Versicherer weiss das auch und später gibt es keine weniger Diskussionen über den „Ist Status“ bei Antragstellung.

M-Check, so nennt die ZURICH die Möglichkeit der medizinischen Untersuchung zu Hause. Ein ähnliches Modell hatte die EUROPA bereits im Jahr 2011 eingeführt, mehr dazu im damaligen Beitrag „Nach dem Antrag auf Risikolebensversicherung kommt die Krankenschwester nach Hause

Wie funktioniert das Ganze nun?

Zunächst ist der Antrag auf Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung wie sonst auch zu stellen. Die Gesundheitsfragen im Antrag sind ebenfalls zu beantworten und werden nicht durch den Medical Home Service ersetzt. Nachdem der Kunde sich für den Service entschieden hat, beauftragt der Versicherer den Dienstleister, welcher einen Termin mit dem Kunden vereinbart. Das soll binnen 24 Std. nach Beauftragung geschehen und kann nicht nur zu Hause, sondern auch an einem anderen- vom Kunden gewünschten- Ort stattfinden, so geeignete Räume für die Untersuchung und Befragung zur Verfügung stehen.

Medical_Home_Service

Nachdem die Untersuchung dann abgeschlossen ist, werden die Werte der Laboruntersuchung und die Untersuchungs-/ Befragungsergebnisse an den Versicherer geschickt, diesem soll alles spätestens 48 Std. nach Befragung vorliegen.

Gibt es Nachteile gegenüber einer sonstigen ärztlichen Untersuchung?

Ja, aus meiner Sicht schon. Im „Normalfall“ und bei Gesellschaften die diesen Service (noch) nicht anbieten, vereinbart der Kunde nach Antragstellung einen Termin bei (s)einem Arzt seines Vertrauens und begibt sich in die Praxis. In der Regel muss das morgens geschehen, da dort auch Blut- und/ oder Urinwerte bestimmt werden müssen. Nachdem die Untersuchung auch dort abgeschlossen ist und die Laborwerte da sind, kann der Kunden die Unterlagen entweder abholen/ sich zusenden lassen oder diese an den Versicherer direkt schicken lassen. Der Vorteil hierbei liegt meines Erachtens aber darin, zu sehen welche Informationen es gab und was genau an den Versicherer geht. Es geht keinesfalls darum diese zu beeinflussen, aber können auch hier Fehler passieren, oder erklärungsbedüftige Befunde auftreten.

Für wen geeignet?

Für alle, wo Zeit ein großes Problem ist und nur so ein Versicherungsschutz schnell und unkompliziert sicher gestellt werden kann, für all diese passt das Modell und kann eine interessante Option sein. Wer die Möglichkeit des Arztbesuches hat, der sollte diese auch nutzen und ggf. seinen Hausarzt mit der Untersuchung und dem ausfüllen der Attestunterlagen beauftragen.

21.
November '11

Nach dem Antrag auf Risikolebensversicherung kommt die Krankenschwester nach Hause


Innovation oder einfach nur ein gut gemachtes Marketing?

Bei einem Antrag auf Personenversicherung, dabei ist es egal ob es sich um eine private Krankenversicherung, eine Absicherung bei Berufsunfähigkeit oder eben meine Lebensversicherung handelt, sind zwingend Gesundheitsfragen zu beantworten. Die Versicherer fragen unterschiedlich lange Zeiträume ab, stellen teilweise komplizierte offene- oder geschlossene Fragen und vieles mehr. Bei erreichen von bestimmten Versicherungssummen oder ab einer festgelegten monatlichen Rente für die Berufsunfähigkeitsversicherung reichen jedoch dieser Antragsfragen nicht mehr aus. Sie müssen zum Arzt!

Es gibt viele Vermittler, aber auch Kunden die diese Situation eher als unangenehm empfinden. Da muss man den Arzt anrufen, einen Termin vereinbaren, die Zeit haben dorthin zu gehen und dann auch noch auf die Untersuchungsergebnisse warten. Aus Versicherersicht ist jedoch diese Verfahrensweise verständlich. Möchte man ein bestimmtes Risiko annehmen, so verlässt man sich nicht mehr nur auf die einfachen Angaben des Kunden, sondern benötigt einen aktuellen ärztlichen Befund. Die Kosten für solche Untersuchungen werden regelmäßig vom Versicherer getragen. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch die Lebensversicherung können Sie sich so ein Beispiel für einen Untersuchungsbericht im Downloadbereich anschauen.

Für Kunden der Europa Lebensversicherung könnte diese Verfahrensweise bald ein Ende haben. Für die könnte es dann aussehen wie auf dem Bild oben- die Krankenschwester klingelt (ok, das ist jetzt keine Krankenschwester, aber so ähnlich). (mehr …)