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11.
Januar '10

Signal Iduna Krankenversicherung: Kundenbindung durch Payback Punkte?


Der fünftgrößte deutsche Krankenversicherer, die Signal Iduna Krankenversicherung hat im Jahr 2008 mit 4.000 Kunden eine Menge (zahlender) Versicherte verloren. Dieses ist sicher zum einen in den Beitragsanpassungen in der Krankenversicherung, zum anderen aber auch in dem steigenden Bewusstsein der Kunden begründet.

Immer mehr suchen sich die Versicherten ihren Partner nicht mehr nach dem Preis aus. Dank dem Internet, Foren und Blogs und dem Rat spezialisierter Vermittler liegt die Beachtung immer mehr auf den vertraglich garantierten Leistungen, den Versicherungsbedingungen.

Im Markt der Krankenversicherer, wie auch der Versicherer allgemein sehen wir manchmal die ein oder andere zweifelhafte Maßnahme Kunden zu halten. Die Signal Iduna Krankenversicherung hat eine andere Möglichkeit der Kundenbindung für sich entdeckt.

Diese sind nun, wie die Financial Times berichtet, dem Kunden-Bonus-Programm Payback beigetreten.

Laut Aussage des Vertriebsvorstandes biete man damit dem Kunden einen sehr attraktiven Mehrwert. Dieses wage ich zu bezweifeln.

Ein Produkt wie die Kranken(voll)versicherung ist ein lebenslanges Produkt. Die Auswahl sollte daher so sorgfältig als möglich und ausschließlich an vertraglich garantierten Leistungen gemessen sein. Die Auswahl über den Preis ist genauso falsch (meiner Meinung nach) wie auch die Bewertung von vermeintlichen Beigaben wie einer Hotline bei Gesundheitsfragen, der Hilfe bei der Beschaffung von Arztterminen und eben solchen Bonuspunkten.

Diese Punkte können nur eine Beigabe sein, keinesfalls sollten Sie ein Kriterium sein oder die Auswahl zugunsten eines solchen Versicherers beeinflussen, denn nur die Fakten entscheiden im Leistungsfall. Was nützen Ihnen vermeintliche 1000 Punkte wenn eine Prothese statt mit den nötigen 10.000 EUR nur mit 5.000 EUR bezahlt wird?

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung und pdf Fragebogen

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung

28.
Dezember '09

So vermeide ich auch Kündigungen – Central KV nicht erreichbar


Das die Versicherer zum Jahresende etwas mehr zu tun haben als sonst ist bekannt. Zum einen hat man meist viele Anträge zu bearbeiten, auf der anderen Seite kündigen auch einige Versicherte noch kurz vor dem Jahresende, was natürlich das Unternehmen nicht gerade freut.

Da erlebte man in den letzten Jahren doch bei einigen schon mal ein abgestelltes Faxgerät. Natürlich war es nur kaputt, aber es ging eben nicht. Somit war es für einige verärgerte Kunden nicht mehr möglich zu kündigen. So kann es gehen.

In der Privaten Krankenversicherung ist es aktuell noch eine besondere Situation. Die Kündigung kann zwar ausgesprochen werden, wird aber nur dann wirksam, wenn eine entsprechende Folgeversicherungsbestätigung bis zum 31. 12. eingeht. Ist dieses nicht so, besteht der Ursprungsvertrag fort und der Wechsel ist gescheitert.

Natürlich ohne jedwede Absicht, nur zeitlich etwas schlecht geplant, tauscht die Central Krankenversicherung ihr Computersystem aus und ist am 28. und 29. 12. nicht erreichbar.

Telefonisch ist unter 0221/ 1636- 0 somit kein Durchkommen. Das angegebene Fax mit der Nummer 0221/ 1636- 200 welches man auch für die Übersendung der Kündigung (-sbestätigung) verwenden könnte ist seit Stunden besetzt. Mal sehen wie oft ich es noch probieren werde. Auf der Ansage der Zentrale kommt dann noch der Hinweis man könne eine Mail an kundenservice@central.de schicken. Auch gut- gesagt- getan. Da kommt dann aber die Antwort:

Aufgrund einer umfassenden Umstellung unseres Computersystems sind wir

zwischen dem 24.12.09 und 03.01.2010 nur eingeschränkt via E-Mail

erreichbar. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Wir werden Ihre Anfrage schnellstmöglich beantworten. Bis dahin bitten wir

Sie um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen

Central Krankenversicherung AG

KundenService

Das ist übrigens die ganze Mail. Eine rechtlich richtige Signatur mit Gesellschaftsangaben sucht man vergeblich. Auch ist es strittig ob die Kündigung/ die Kündigungsbestätigung zugegangen ist.

Aber da ja rechtlich die Agenturen eines Unternehmens (also die Vertreter) Auge und Ohr des Versicherers sind, würde ich die Kündigung noch an eine Filialdirektion oder einen Vertreter schicken. Achten Sie aber darauf das es sich um eine Agentur des Versicherers handelt.

Das ist jedoch lediglich ein Hinweis was ich tun würde und kein rechtlicher Rat.

Sollten Sie etwas per Einschreiben senden, so nutzen Sie das Einwurfeinschreiben. Nicht das am 31. 12. keiner da ist der den Rückschein unterschreiben kann- auch dann wäre eine Kündigung nicht zugegangen.

UPDATE: Das Fax war dann gestern (28-12) Abend nach x Versuchen wieder erreichbar.