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14.
März '13

Kundenfrage: Krankentagegeld und neue Karrenzzeit bei „anderer“, neuer Erkrankung


Eine aktuelle Anfrage, welche mich in den letzten Tagen per Mail erreichte, beantworte ich dann gleich einmal hier und somit für alle nachlesbar. Heute geht es um das Thema „Krankentagegeld“ und dort speziell um die Frage der Karenzzeit bei unterschiedlichen Erkrankungen.

Was ist die Karrenzzeit überhaupt?

Die Karenzzeit bezeichnet die Zeit zwischen Beginn der Arbeitsunfähigkeit und des Zahlungsbeginns der Krankentagegeldversicherung. Diese Karrenzzeit ist, je nach Tarif, unterschiedlich und kann bei Abschluss vereinbart werden. Bei Angestellten beginnt die Krankentagegeldzahlung frühestens nach 6 Wochen, die Karrenzzeit beträgt somit 42 Tage. Daher findet sich oft auch in der Bezeichnung des Tarifs eine Zahl hinter der Tarifbezeichnung. KT42 bedeutet somit, dass der Versicherer erst ab dem 43. Tag der Krankschreibung zu einer Leistung verpflichtet ist.

Wer zahlt vorher?

Bei Angestellten ist der Arbeitgeber leistungspflichtig für di ersten 6 Wochen der Krankschreibung. Obwohl der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung krankheitsbedingt nicht mehr erbringen kann, erfolgt die Lohnfortzahlung. Erst nach Ablauf der Frist beginnt der (private oder gesetzliche) Krankenversicherungsschutz mit der Leistung.

Doch nun genug der Vorgeschichte und zu der eigentlichen Kundenfrage:

Ich bin seit mehreren Wochen ununterbrochen wegen Depressionen/Burn-out AU geschrieben. Mein behandelnder Arzt hat jetzt einige Auffälligkeiten bei den Blutwerten entdeckt, die eventuell auf eine andere Ursache (organische Erkrankung mit depressionsähnlichen Symptomen) hinweisen könnten. Angenommen, die Vermutung bestätigt sich und auf dem nächsten Pendelformular steht statt der Depression die organische Erkrankung als Diagnose. Würde die HUK dies zum Anlass nehmen, die KT-Zahlung für 6 Wochen zu verweigern und auf die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers verweisen?

So ganz einfach ist die Frage nicht, da zunächst mehrere Sachen dabei eine Rolle spielen. Als Angestellter ist zunächst einmal zu schauen, wann der Arbeitgeber eine Pflicht zur Lohnfortzahlung hat. Die Regelungen finden sich hierzu im Entgeltfortzahlungsgesetz. (mehr …)