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27.
November '12

SIGNAL Krankenversicherung mit Unisex-Bedingungen


Auch die SIGNAL Krankenversicherung veröffentlicht die ab dem kommenden Jahr gültigen Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung in der Unisex-Welt. Bereits vor einigen Tagen hatte der Deutsche Ring Krankenversicherung einen Vorstoß gewagt und seine Bedingungen der Unisextarife veröffentlicht. Nun zieht der zweite Krankenversicherer im Konzernverbund nach. Auch die SIGNAL Krankenversicherung versieht die neuen Bedingungen mit zahlreichen Verbesserungen und zeigt damit „Unisex wird nicht schlechter- eher besser“.

Umsetzung der Mindestkriterien des PKV Verbandes

Die SIGNAL Krankenversicherung wird in allen Tarifen der neuen Unisexwelt die vom PKV Verband erarbeiteten Mindestkriterien umsetzen. So ergeben sich insbesondere bei den Leistungen der ambulanten Psychotherapie, der Versorgung mit Hilfsmitteln oder den Entziehungsmaßnahmen Verbesserungen im Umfang des Versicherungsschutzes. Auch in den Tarifen der Beihilfeversorgung gelten die neuen Kriterien ab dem 01. Januar 2013.

Im Teil I der Allgemeinen Versicherungsbedingungen und damit gültig für alle Tarife ab 2013:

„Abweichend von §5 Abs. 1 b Teil I wird bei der ersten Entziehungsmaßnahme, für die anderweitig ein Anspruch auf Kostenerstattung nicht geltend gemacht werden kann, ein Kostenzuschuss in Höhe von 80% gezahlt, wenn und soweit die Signal Krankenversicherung a.G. diesen vor Beginn der Maßnahme schriftlich zugesagt hat. Die Zusage kann von einer Begutachtung über die Erfolgsaussicht durch einen von der SIGNAL Krankenversicherung a.G. beauftragten Arzt abhängig gemacht werden. Bei einer stationären Entziehungsmaßnahme sind nur die allgemeinen Krankenhausleistungen gemäß Abschnitt B 3.1. erstattungsfähig. Ein Krankenhaustagegeld wird nicht gezahlt. Diese Regelungen gelten nicht für Entziehungsmaßnahmen aufgrund Nikotinsucht.“

Hilfsmittel werden zukünftig als offene Formulierung in den Bedingungen genannt sein. Anders als bisher sind daher keine abschließenden und geschlossenen Aufzählungen mehr vorhanden, vielmehr wird die Formulierung aus den Mindestkriterien übernommen. So heißt es dann:

„Erstattungsfähig sind zu 100 % des erstattungsfähigen Rechnungsbetrages die Kosten für Hilfsmittel (außer Sehhilfen), die körperliche Behinderungen unmittelbar mildern oder ausgleichen sollen. Als Hilfsmittel gelten nicht sanitäre Bedarfsartikel und medizinische Heilapparate (z. B. Heizkissen, Fieberthermometer).“

Für die Grenze, ab welcher eine Zusage erforderlich ist, finden sich weitere Regelungen in den einzelnen Tarifen. So liegt diese bei den Tarifen Start und Start Plus bei 500 EUR, ab der Tarifstufe Komfort bei 1.000 EUR.

„Hilfsmittel gleicher Art, mit einem Kaufpreis bis einschließlich 500 Euro (oder deren Wartung und Reparatur) werden einmal pro Kalenderjahr ohne vorherige Zusage von der SIGNAL Krankenversicherung a. G. erstattet. Eine vorherige Zusage wird erforderlich, wenn diese Hilfsmittel (oder deren Wartung und Reparatur) mehr als einmal pro Kalenderjahr erstattet werden sollen.

Hilfsmittel mit einem Kaufpreis von über 500 Euro sowie Wartungs- und Reparaturkosten, welche diesen Betrag überschreiten, bedürfen der vorherigen Zusage der SIGNAL Krankenversicherung a. G. Wird keine vorherige Zusage eingeholt, werden die Kosten übernommen, die in gleicher Qualität und Ausführung im Rahmen einer möglichen alternativen und kostengünstigeren Versorgungsform (Miete, Leasing, Kauf) oder bei Bezug des Hilfsmittels über einen Kooperationspartner der SIGNAL Krankenversicherung a. G. angefallen wären.“

Leistungen für die ambulante Psychotherapie werden im Rahmen der vom PKV Verband erarbeiteten Mindestkriterien bis zu 50 Sitzungen geleistet. Tarife die bisher nur 30 Sitzungen als Begrenzung hatten (Komfort, Komfort Plus, Exklusiv, Exklusiv Plus, Start-B und Komfort-B) erhalten eine Anhebung

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