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04.
Mai '16

Produkteinführung: Allianz mit neuen Zahntarifen DentalPlus (DP02) und DentalBest (DB02) ab 01. Mai 2016


Alles neu macht der Mai, oder so ähnlich. Die Allianz führt zum 01.05.2016 zwei neue Produkte ein und bietet damit der Zielgruppe der Erwachsenden (jünger als 65 Jahre) zwei neue Möglichkeiten sich gegen unvorhergesehene Kosten bei nötigem Zahnersatz abzusichern.

DentalPlus (DP02) und DentalBest (DB02) – Zielgruppe und Versicherungsfähigkeit

Beide Tarife können nur von Personen abgeschlossen werden, welche in Deutschland gesetzlich in einer Krankenkasse versichert sind. Ebenso dürfen die Personen das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und der ständige Wohnsitz muss ebenfalls in Deutschland liegen. Grenzgänger sind in den Tarifen nicht versicherbar.

DentalPlus (DP02) und DentalBest (DB02) – Art der Kalkulation, Fakten

Die Tarife sind, anders als einige Mitbewerber, als Art der Schadenversicherung kalkuliert. Das bedeutet auch, eine Bildung von Altersrückstellungen erfolgt in den Tarifen nicht. Daher sind die Beiträge in unterschiedliche Altersstufen aufgeteilt und richten sich nach dem aktuellen Alter des Versicherten. Erreicht dieser eine neue „Altersstufe“, so wird der Beitrag entsprechend angepasst. Die genaue Übersicht der Beiträge habe ich unten in diesem Artikel eingefügt.

Frühester technischer Versicherungsbeginn ist der 1. Mai 2016.

Gesundheitsfragen

Für die Beantragung der Tarife sind zwei Gesundheitsfragen zu beantworten. Diese lauten:

Frage 1: Sind Sie in zahnärztlicher oder kieferothopädischer Behandlung (inkl. Kontrolle/ Wiedervorstellung) bzw. ist eine solche angeraten oder beabsichtigt?

Frage 2: Anzahl fehlender, nicht ersetzter Zähne

Müssen Sie die Fragen mit Ja beantworten, so führt dieses zur Einschränkung oder gar Niüchtversicherbarkeit. Im Detail bedeutet das: Wer die Frage 1 mit JA beantworten muss, der kann in den neuen Tarifen derzeit nicht versichert werden. Bei der Frage zwei führen ein bis drei fehlende, nicht ersetzte Zähne zu einem Zuschlag von 3,40 Euro monatlich im DentalPlus und 5,40 Euro im DentalBest pro fehlendem Zahn. Vier oder mehr fehlende Zähne führen auch hier zur Ablehnung des Antrages.

DentalPlus (DP02) und DentalBest (DB02) – Die Leistungen

Die beiden Tarife bieten unterschiedliche Leistungen. Zunächst wichtig sind die Höchstgrenzen, die in den ersten zwölf bis achtundvierzig Monaten gelten. Dabei werden im DentalPlus in den ersten zwölf Monaten maximal 800 Euro, in den ersten 48 Monaten maximal 3.200 Euro erstattet. Im DentalBest liegen die Grenzen mit 900 und 3.600 Euro etwas höher. Die genauen Grenzen finden Sie in der unterstehenden Tabelle.

Es gelten für Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung in den ersten 8 Monaten die üblichen Wartezeiten. Für Unfälle und Prophylaxe entfallen die Wartezeiten.

Für den Zahnersatz bei Regelversorgung werden in beiden Tarifen 100% inkl. der Vorleistung der GKV 100% erstattet, (mehr …)

31.
Oktober '14

Versicherungsschutz für Kinder: bis zu 1500 € für die kieferorthopädische Behandlung, der Tarif KDBE der DKV


Bereits in der Vergangenheit hatte ich einige Tarife vorgestellt, welche Leistungen für die kieferorthopädischen Versorgung der Kinder sicherstellen. Die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet hier mit so genannten Indikationsstufen, welche ich in dem BeitragKieferorthopädische Leistungen bei Kindern in der gesetzlichen Krankenkasse bereits beschrieben habe.

KIG I bis 5

Im Rahmen eines Newsletter wurde mir heute von einer Bank der Versicherungsschutz der DKV als „hochwertiger Zahnschutz“ angeboten und daher schauen wir uns diesen Tarif gern einmal im Detail an.

Welche Leistungen erbringt der Tarif KDBE der DKV?

Es handelt sich um eine Versicherung welche den Bereich der kieferorthopädischen Behandlung abdeckt, zusätzlich auch eine Leistung für Zahnprophylaxe leistet.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen: die kieferorthopädische Behandlung muss vor dem 18. Lebensjahr begonnen haben, darf Zeitpunkt der Antragstellung angeraten oder begonnen und der Antragsteller muss Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sein.

Die Leistungen in Zahlen:

2 professionelle Zahnreinigungen (PZR) je Kalenderjahr zu 100%, maximal 75 EUR je PZR.

Führt ein mit uns kooperierender Zahnarzt die PZR durch, erhöht sich der Höchstbetrag je PZR auf 100 EUR.

parodontologische Leistungen und Wurzelbehandlungen, falls die Abrechnung im Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte erfolgt.

Kieferorthopädie mit vorbereitenden Maßnahmen bei den kieferorthopädischen Indikationsgruppen 1 bis 5, ohne Bindung an eine Vorleistung der GKV, inklusive der entsprechenden Material-und Laborkosten, Berechnung muss auch hier im Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte erfolgen.

Die Höchstgrenze für die Leistungen aus dem Bereich der Kieferorthopädie trägt 1.500 € je Behandlungsfall

Welche Wartezeiten gelten?

Bevor der Versicherungsschutz beginnt, sind so genannte Wartezeiten zu erfüllen. Bei den Wartezeiten handelt es sich um den Zeitraum, für den Sie einen Beitrag für den Versicherungsschutz zahlen, aber noch keine Leistungsanspruch haben.

Die Wartezeit beträgt acht Monate, Leistungen für die professionelle Zahnreinigung werden ohne Wartezeit erstattet.

Für bestimmte Personengruppen gelten Sonderregelungen. (Kunden der Volkswagen Bank GmbH oder einer anderen Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG (z. B. Volkswagen Leasing GmbH, Volkswagen Versicherungsdienst GmbH), alle Mitarbeiter und Betriebspensionäre des Volkswagen Konzerns (einschließlich der Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften und dessen Handels- und Serviceorganisation) sowie die Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner, Lebenspartner in häuslicher Gemeinschaft, und Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder) des beschriebenen Personenkreises, außerdem auch Mitarbeiter und Versicherte der AUDI BKK.)

Die Sonderregelungen sind unter anderem eine 6 Monate-Geld-zurück-Garantie: Nach dem Versicherungsvertragsgesetz haben Sie 14 Tage Zeit, einen Antrag auf Abschluss einer Versicherung zu widerrufen. Für unsere Kunden verlängern wir dieses Recht beim Erstantrag bis zum Ablauf von 6 Monaten. Auch das Optionsrecht ist eine Zusatzleistung: Zum ersten des Monats, in dem Sie Ihren 25., 30., 35., 40., 45. oder 50. Geburtstag feiern, bieten wir Ihnen jeweils einmal die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz bei der DKV um eine weitere Erstattungsstufe ohne eine erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, sofern Sie sich nicht schon zu Beginn für die optimale Absicherung entschieden haben.

Interessanter ist jedoch der Verzicht auf Wartezeiten. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung beinhalten Wartezeiten von bis zu 8 Monaten. Wir verzichten auf diese Wartezeiten.

Was kostet der Versicherungsschutz?

Zunächst einmal sei noch erwähnt, dass es sich um einen Tarif nach Art der Schadensversicherung handelt. Es sind und werden also keine Altersrückstellungen mit einkalkuliert.

Kinder und Jugendliche von 0-19 Jahren zahlen monatlich 9,86 €

Erwachsene ab 20 Jahren zahlen monatlich 8,47 €

Für wen ist der Tarif interessant?

Der wohl wichtigste Punkt diesem Tarif ist die kieferorthopädische Leistung. Daher dürfte die Hauptzielgruppe dieses Tarifes bei den Kindern und Jugendlichen liegen, wobei natürlich noch keine Behandlung angeraten sein darf. Interessant ist es unter anderem für Behandlungen nach der Indikationsgruppe 1-2, da hier eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschlossen ist.

Schließen Sie einen solchen Tarif zum Beispiel für ihren sechsjährigen Sohn ab, diese benötigt mit dem achten Lebensjahr kieferorthopädische Leistungen, so ergibt sich folgende Rechnung:

9,86 € * 12 Monate = 118,32 €, * 7 Jahre (bis zum Abschluss der KFO) = 828,24 € Beitragsaufwand

Demgegenüber stehen bis zu 1.500 € Leistung für die kieferorthopädische Behandlung, zweimal maximal 75 € pro Jahr für die Zahnprophylaxe und gegebenenfalls weitere Leistungen gemäß Tarif.

Ob dieser Tarif für Sie interessant ist, hängt somit von den persönlichen Gegebenheiten ab. Alternativen sie sich natürlich auch bei anderen Versicherungsunternehmen, welche ähnliche Tarife anbieten. Daher ist eine Auswahl und ein Vergleich der Bedingungen unerlässlich.

17.
Juli '14

Kieferothopädische Behandlung in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und Sonderverträge für Bayern – PLUS: verbesserte Versorgung durch Zusatzversicherungen


KFO, drei Buchstaben die oft harmlos klingen, dann aber doch am Ende ins Geld gehen und manchmal Familien an die Grenze dessen bringen, was diese zu leisten in der Lage sind. Gerade bei mehreren Kindern und dem damit höheren Bedarf an Behandlung, sind die Kosten schnell im vierstelligen Bereich. Einige Kassen haben diese Leistungen jedoch verbessert und bieten Ihren Kunden mehr Versorgung. Da die Fragen immer wieder kommen, hier mal einige weitere Hinweise und Möglichkeiten der Absicherung.

KIG- Kieferothopädische Indikationsstufen (I-V)

Die Behandlungsbedürftigkeit ist in verschiedene Stufen eingeteilt. Je nachdem welche Art der Zahnfehlstellung vorliegt, welche konkreten Beschwerden und Befunde bestehen, danach lassen sich diese in unterschiedliche Gruppen einteilen. Hiernach richtet sich am Ende auch, welche Erstattungen die gesetzlichen Krankenkasse leisten bzw. wie hoch Erstattungen privater Zusatzversicherungen sein können und werden. Die Techniker Krankenkasse hat eine detaillierte Übersicht hierzu veröffentlicht, welche unter dem Link abgerufen werden kann.

KIG I bis 5

1.) Grundversorgung der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV)

Die gesetzlichen Kassen leisten, abhängig von der KIG und abhängig vom Alter des Versicherten unterschiedlich viel. Vereinfacht kann festgehalten werden, KIG I und II bedeutet keine Leistung in der GKV, KIG III bis V jedoch schon. Eine weitere Voraussetzung ist zudem, das der Versicherte das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. (Ausnahmen bei schweren Kieferverformungen, die sowohl kieferchirurgisch als auch –orthopädisch behandelt werden sollten)

Ist dei GKV generell leistungspflichtig, so wird immer das bezahlt, was medizinisch notwenig und wirtschaftlich ist, also nicht das was der Zahnarzt unter Umständen empfiehlt oder für sinnvoll hält, auch nicht das was der Patient für gut befindet oder was ihm besser gefällt. Geleistet wird also für die Regelversorgung, dabei wie folgt:

GKV Leistung KFOI

 

 

 

 

 

 

2.) Sonderverträge einiger Gesetzlicher Kassen (in Bayern)

Nach §73c SGB V ist es Gesetzlichen Kassen möglich, besondere Behandlungsverträge zu schließen. Dieses ist in Bayern geschehen, so sind derzeit folgende Kassen beteiligt. LINK

BKK Salzgitter, BKK Publik, energie-BKK, BKK TUI, BKK ALP plus, BKK VICTORIA und D.A.S., E.ON Betriebskrankenkasse, BKK vor Ort, Vaillant BKK, BKK Merck, BKK PricewaterhouseCoopers, BKK Ernst & Young, BKK MAHLE, WMF BKK, BKK Würth, BKK MAN und MTU München, Audi BKK, BKK TEXTILGRUPPE HOF, BKK Kassana, BKK N-ERGIE, SKD BKK, BKK KBA, BKK FTE, BKK KRONES, BKK Faber-Castell & Partner, BKK STADT AUGSBURG

Gegenüber der GKV Grundversorgung ergeben sich hier folgende Verbesserungen:

in der Regel nicht mehr als 30 Minuten Wartezeit je Behandlungstermin in der Praxis

Kostenübernahme einer professionellen Zahnreinigung pro Jahr bei festsitzenden Spangen

Kostenübernahme für verschiedene Spezialbrackets und hochelastische, zahnschonende Nickel-Titan-Drähte

Bei Komplikationen wird ein unabhängiger Qualitätsausschuss für Sie tätig.

keine zeitlichen Lücken durch qualifizierte Vertretungen bei kieferorthopädischen Behandlungen

ausführliche Beratung durch den Kieferorthopäden oder Zahnarzt während der gesamten Behandlung

Auch wenn ich meine, gerade die letzten beiden Punkte sollten eh selbstverständlich sein, so sind diese doch in dem Sondervertrag geregelt. Auch bei dieser verbesserten Versorgung gilt die Nichtleistung bei KIG I und II, ebenso wie die nicht mögliche Erstattung bei weiteren, zahnschonenden Maßnahmen über die Grundversorgung hinaus. Link zu Infos der teilnehmenden Audi BKK

 

3.) Verbesserte Versorgung durch private Zusatzversicherungen 

Der Markt der privaten Versicherungen (als Ergänzung zur GKV) ist relativ überschaubar. Ein Beispiel für eine solche ergänzende Versorgung (die aber bis zum 7. Lebensjahr abgeschlossen sein muss) ist die Württembergische mit dem Tarif SGKU. Dieser Leistet als Ergänzung für die Mehrkosten gegenüber der GKV Versorgung,

Leistungen bei bestehendem Leistungsanspruch gegenüber der GKV

Erstattungsfähig sind 80% der Aufwendungen für kieferorthopädische Behandlungen, soweit diese nicht unter den Leistungsanspruch gegenüber der GKV fallen (Mehrkosten) . Die Erstattung der Aufwendungen ist begrenzt auf einen erstattungsfähigen Rechnungsbetrag von 2 000 Euro . Die maximal mögliche Erstattung beträgt demnach 1 600 Euro.

Wer seinem Kind jedoch auch KFO Leistungen ermöglichen möchte (und diese nicht selbst zahlen kann oder will), die zum Beispiel in der KIG I und II erfolgen sollen, für den gilt folgendes:

Leistungen ohne bestehendem Leistungsanspruch gegenüber der GKV

Erstattungsfähig sind 80% der Aufwendungen für kieferorthopädische Behandlungen, soweit hierfür insgesamt kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV besteht . Die Erstattung der Aufwendungen ist begrenzt auf einen erstattungsfähigen Rechnungsbetrag von 4 000 EUR . Die maximal mögliche Erstattung beträgt demnach 3 200 EUR.

4.) Versorgung als Privat versichertes Kind

Zunächst kann nicht jedes Kind in die PKV und selbst wenn es kann, muss es nicht. Mehr dazu in meinem Beitrag „Mein Kind muss ja dann auch in die PKV„. Anders als in der GKV ist die Erstattungsleistung in der privaten Krankenversicherung anders und keineswegs einheitlich geregelt. Ist die Maßnahme hier medizinisch notwenig, so wird gemäß Tarif geleistet. Das kann eine Leistung bis zu 100% sein, muss es aber nicht. In den meisten Tarifen gilt auch hier das Höchstalter von 18 Jahren zu Behandlungsbeginn, oder ein Unfall als Ursache bei späteren Behandlungsmaßnahmen.

Die Erstattungen sind dann davon abhängig, wie der Tarif diese regelt. Beispiele können so aussehen:

sowie 90% für Zahn- und Kieferregulierung (kieferorthopädische Behandlung). Für die Erstattung gelten folgende erstattungsfähige Rechnungshöchstbeträge: – vom 1. bis 3. Kalenderjahr insgesamt 10.000,00 EUR, – ab 4. Kalenderjahr unbegrenzt

oder

Kieferorthopädische Maßnahmen – zu 80 %, wenn dem Versicherer vor Beginn der kieferorthopädischen Maßnahme ein Heil- und Kostenplan vorgelegt wurde und der Versicherer hierzu eine Kostenzusage erteilt hat, ansonsten nur zur Hälfte des vorgenannten Erstattungssatzes

Fazit und Wann abschließen?

Die Versorgung bei Kieferorthopädischen Leistungen ist in der GKV nicht immer ausreichend, teilweise durch Sonderverträge verbessert. Dennoch besteht bei KIG I und II eine recht ordentliche finanzielle Belastung, oder man kann sich diese Versorgung nicht leisten, was auch nicht der Weg ist. Ob eine Zusatzversicherung für Ihr Kind sinnvoll ist und wann diese abzuschließen ist, das besprechen wir gern RECHTZEITIG vorher. Denn: Sobald eine Behandlung antraten ist (und das ist diese auch wenn der Arzt sagt „da müsste man mal was tun“), dann ist es zu spät, wie ein Kollege neulich in einer geschlossenen Gruppe bei Facebook fragte.

Guten Abend! Tochter meiner Kundin braucht eine Zahnspange. Zahnzusatz nicht vorhanden, Behandlung ist definitiv angeraten… Gibt es einen VR der hier noch einspringt? Zuzahlung zur Klammer über 2.000 Euro…

Antwort: Nein, keine legale. 🙂

27.
Juli '09

Kieferorthopädische Behandlungen für Kinder, Tarife ZV und ZK der R+V


Guten Morgen,

bereits am 14. Juli berichtete ich hier im Blog über den neuen Tarif der Würtembergischen, welcher die Zahnleistungen im Bereich der Kieferorthopädischen Behandlung für Kinder absichert. (Direktlink zum Beitrag). Nun gesellst sich ein weiterer Anbieter hinzu.

Die R+V Krankenversicherung ergänzt ihr Produktangebot um die Tarife ZV und ZK, welche mit den bestehenden Tarifen (ZE, VRN) durchaus kombinierbar ist. Diese beiden Tarife schauen wir uns heute mal etwas genauer an.

Es handelt sich um Zusatztarife zur GKV. Das bedeutet also in der Praxis, nur Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung sind in den Tarifen ZV und ZK versicherbar. In § 1 (4) finden wir zudem die deutliche Regelung, dass der Versicherungsschutz endet, sobald die Mitgliedschaft in der gesetzlichen KK endet.

Weitere Voraussetzung ist, das die Personen nur dann versicherbar sind, wenn diese das Alter 21 (Kalenderjahr minus Geburtsjahr) noch nicht vollendet haben. (gilt nur für den Tarif ZK)

Tarif R+V ZahnVorsorge (ZV)

Der Tarif leistet für zahnmedizinische Prophylaxe 100%, jedoch begrenzt auf einmal pro Kalenderjahr. Damit gemeint sind z. Bsp. professionelle Zahnreinigung, Behandlung von überempfindlichen Zahnflächen, Fissurenversiegelung). Weiterhin werden Leistungen für Paradontosebehandlung, Kundststofffüllungen und Wurzelbehandlung erbracht (jeweils inkl. Akkupunktur zur Schmerztherapie) und auch dieses zu 100%.

Aber: Es gelten Höchstgrenzen. Im ersten Jahr 250 EUR maximale Leistung, dann im 2. Jahr 500 und anschließend, wie auch bei unfallbedingten Kosten, ohne Begrenzung. Zu beachten sind auch die in §4 genannten Ausschlüsse. Nicht versichert sind im Tarif ZV die Praxisgebühr, Selbstbehalte die mit der GKV vereinbart wurden (Wahltarife), sowie Abschläge der GKV falls das Modell der Kostenerstattung gewählt wurde.

Es versteht sich von selbst das die Leistungen der Gesetzlichen Kasse erst in Anspruch zu nehmen sind. Leistungen aus diesem Tarif gehen ebenfalls anderen Leistungen aus R+V Tarifen vor.

Die detaillierten Leistungen finden Sie im §4 der Versicherungsbedingungen, welche Sie direkt über folgenden LINK abrufen können. Hierbei werden die Erstattungen des Tarifes ZV unter Punkt (c) aufgelistet.

Die Prämien:

Für Kinder (0-20 Jahre) beträgt die Prämie 4,50 EUR, für Erwachsene 9,90 EUR pro Monat. Versicherungsschutz wird generell ohne Gesundheitsprüfung gewährt.

Tarif R+V KinderZahnKorrektur (ZK)

Dieser Tarif leistet für kieferorthopädische Behandlungen bis zum Ende des 20. Lebensjahres des Versicherten. Bei unfallbedingten Kosten erfolgt eine Leistung zu 100%, begrenzt auf maximal 5.000 EUR in den so genannten KIG, den Kieferorthopädischen Indikationsgruppen 1 oder 2.

Handelt es sich um nicht unfallbedingte Kosten, so werden auch diese zu 100%, jedoch bis maximal 2.500 EUR erstattet. (also im Gesamtbetrag etwas mehr, als der Tarif der Würtembergischen (2.000 EUR bei Vorleistung der GKV).

Als weitere Leistungen sind das Rooming-In bei Kindern für die Mehrkosten eines mit untergebrachten Erwachsenen im Krankenhaus versichert. Diese werden bis zu 4 Wochen geleistet, wenn das Kind vor Vollendung des 10. Lebensjahres stationär behandelt werden muss. Wird das Kind nach einem mindestens 3wöchigen stationären Aufenthaltes im Anschluss (max. 2 Monate nach dem Aufenthalt) im Rahmen einer Nachhilfe betreut, so werden die Kosten hier bis zu 200 EUR in 2 Kalenderjahren übernommen. Was dieser Baustein in einem Tarif für Zahngesundheit zu tun hat ist mit noch nicht ganz klar.

Der Tarif ZK endet am 31. 12. in dem Jahr, in welchem die versicherte Person das 20. Lebensjahr beendet hat. Hier erfolgt, wenn keine Kündigung ausgespochen wird, eine automatische Umstellung in den zuvor beschriebenen Tarif ZV.

Die Prämie im Tarif ZK beträgt für Kinder (0-20 Jahre) generell 9,90 EUR und bis zum Alter „6“ erfolgt eine Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung. Danach ist die Zusatzerklärung „KfO“ einzureichen.

Alles in allem müssen sich die Versicherten/ die Eltern überlegen ob Ihnen solch ein Schutz das Geld wert ist. Die Versicherungsbedingungen finden Sie hier.