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22.
Oktober '12

Umdeckungen in der Privaten Krankenversicherung durch die Impuls Finanzmanagement AG an den (Großaktionär) Hanse Merkur – ein Schelm wer Böses dabei denkt


UPDATE siehe unten.

Umdeckungen, also die Kündigung einer bestehenden Privaten Krankenversicherung und der gleichzeitige Neuabschluss sind vorteilhaft… für den Vermittler. Für den Versicherten hingegen sind diese oftmals nachteilig, besonderes dann wenn der Versicherungsschutz sich verschlechtert. Dennoch gab es in der Vergangenheit Vertriebe und Berater, die mit dieser „Umdeckung“ regelmäßig „viel Geld“ verdient haben.

Im April diesen Jahres ist die gesetzliche Deckelung der Provisionen in der Krankenversicherung in Kraft getreten, mit dieser wurde auch eine 5-jährige Stornohaftung eingeführt. Wer nun einen Krankenversicherungsvertrag vermittelt, der bekommt seine Courtage/ Provision zwar gleich, muss diese aber (anteilig) zurückzahlen, falls dieser wieder gekündigt / umgedeckt wird. Was früher nur für das 1. Jahr galt und dann zu „fröhlichem Umdecken“ führte, soll durch die 5-Jahresfrist verhindert werden. Für alle Anträge die vor dem 1. 4. 2012 angenommen und policiert wurden, für diese gilt noch die alte Regelung.

Nun liegen mir von Kunden und einem Kollegen übermittelt, mehrere Fälle vor, die alle eine gleiche Tendenz zeigen. Ich will und werde hier aufgrund einiger Fälle sicher keine Masche unterstellen, aber einen Beigeschmack hat es schon. Was ist genau passiert?

Die Fälle:

Vor einigen Jahren (einmal 2009, 2010 und 2011) wurden durch die Impuls Finanzmanagement AG eine private Krankenversicherung nach dem Tarif ESPRIT M beim Deutschen Ring Krankenversicherung vermittelt. Nachdem der Kunde (hoffentlich) aufgeklärt wurde welche Leistungen der Tarif enthält und welche eben nicht, hat dieser sich mit seinem Berater für einen solchen Tarif und die darin enthaltenen Leistungen entschieden. Dagegen ist absolut nicht einzuwenden, doch was passierte jetzt?

Die damaligen Vertreter (die den ehemaligen Abschluss gemacht hatten) rief jeweils die Kunden an und teilte diesem mit „wie haben jetzt was besseres und billigeres für Sie, wir wechseln mit Ihnen die PKV vom Deutschen Ring Esprit zur Hanse Merkur in den Tarif KVE. Auf die Frage des Kunden warum dieses nötig sei, folgte die Antwort „da ist das alles besser“. Ist denn der Tarif nach dem Wechsel wirklich besser?

Während der Esprit Tarif keinerlei Arztbindung hat, wird der Kunde nun bei der Hanse Merkur in einen Primärarzttarif, mit den damit verbundenen Einschränkungen gesteckt. Auch in den Bereichen der Auslandsgeltung (die sicher nicht jeder braucht), bei der Arztwahl, bei Fragen der ärztlichen Honorare, der Psychotherapie oder auch den Versorgungen und Kostenerstattungen in gemischten Anstalten kommt es zu teils drastischen Verschlechterungen. (mehr …)