Artikel mit ‘Focus Money’ getagged

24.
Oktober '11

Focus Money PKV Test – und mal wieder im Tal der Ahnungslosen


Es ist schon fast wie „täglich grüßt das Murmeltier“. Focus Money testet mal wieder in einer „Testreihe“ die Tarife der privaten Krankenversicherung. In der Ausgabe 39 ging es um „Klassik Tarife“, Ausgabe 41 kannte dann die besten „ausgewogenen Tarife“ und nun geht es um den „TopSchutz“ in der Ausgabe 43. Die Beihilfetarife werden kann in der Ausgabe 47 getestet.

Dumm nur, das man aus dem letzten Focus Money PKV Test nichts, aber auch gar nichts gelernt hat. Aber was soll’s, auch die Wirtschaftswoche konnte es ja vor kurzem nicht ansatzweise besser.

Noch bevor ich den Focus Money in der Hand hatte, hatte ich vom Testsieger ein Mailing „wie gut man bewertet wurde“. Nicht, das der Tarif NK Bonus der Halleschen schlecht wäre, sicher nicht. Ich bin selbst seit 1998 dort versichert und auf meinen Bedarf passt dieser gut. Dennoch sind die Aussagen aus dem Test mal wieder mehr als fragwürdig. Doch schauen wir einmal im Detail in den Test.

Franke und Bornberg, die meiner Meinung nach eine etwas eigenartige Auffassung von Tests haben, stand hier beratend zur Seite. Im einleitenden Text wird zunächst noch einmal auf die Wichtigkeit der Bonität des Anbieters hingewiesen, weiterhin erwähnt wie wichtig eine dauerhafte Bezahlbarkeit der Privaten Krankenversicherung (PKV) doch ist.

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel

09.
Mai '11

Ratings und Test – eine echte Hilfe bei der Auswahl der passenden Privaten Krankenversicherung?


Wer kennt das nicht. Gerade wenn man auf der Suche nach einem neuen Produkt ist, werden Zeitschriften gewälzt, Tests und Ratings gelesen und die „Testsieger“ muss man natürlich auch für sich haben. Die Suche nach dem passenden Produkt, gerade bei so komplexen und langlebigen Produkten wie der Privaten Krankenversicherung (PKV), einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit oder der privaten Altersvorsorge ist schwer genug.

Fitch Headquarter New York, Foto: Sven Hennig

Fitch Headquarter New York, Foto: Sven Hennig

Es gibt zig verschiedene Ratingagenturen, Zeitschriften und Testberichte. Dazu kommen noch „Nutzertest“ in Bewertungsportalen im Internet und diverse andere „gut gemeinte Ratschläge.

Warum soll ich denn nicht die Testsieger wählen?

Es ist nicht gesagt, dass die Testsieger nicht gewählt werden sollen. Nur pauschal sich auf einen Testsieger zu verlassen ist falsch. Die Frage ist doch nicht „Wer war Testsieger?“, sondern „Wer passt zu meinem Bedarf am besten!“

Gerade in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Absicherung und der Bedarf so verschieden, dass eine pauschale Aussage nach Testsiegen nur falsch sein kann. Ein Test von Tarifen oder gar der Servicequalität von Unternehmen ist nicht ansatzweise aussagekräftig. Wie soll ein Journalist beurteilen können, was Sie benötigen, welchen Bedarf Sie haben und was Ihnen wichtig ist?

Auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es so, wenn auch nicht ganz so extrem. Die Kriterien in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind nicht so umfangreich, aber mindestens genau so wichtig. Anders als bei der Privaten Krankenversicherung (PKV), wo Lücken im Versicherungsschutz noch zu verkraften sind (da sich diese oft nur auf einen Ausschnitt beziehen), bedeutet ein schlechtes Bedingungswerk in der Berufsunfähigkeit schlichtweg keine Rentenzahlung. Merken tuen Sie das leider erst im Leistungsfall, also dann wenn es zu spät ist. Eine Korrektur nicht mehr möglich.

Aber der Versicherer XY ist im Internet schlecht bewertet, warum soll ich mich da versichern?

Stellen Sie sich einen (schwer-)kranken Kunden vor. Schreibt dieser in Internetportalen, dass sein Versicherer schnell und unkompliziert leistet? Im Internet werden vorrangig negativ behaftete Meldungen geschrieben und der Kunde „macht seinem Ärger Luft“ und sucht eine Bestätigung. Leider ist in vielen einigen Fällen noch nicht einmal der Versicherer schuld. Nicht? Wer ist denn schuld?

Der Berater! Gerade in einigen Vertrieben und bei Verkäufern wird der schnelle Verkauf angestrebt. Es wird erzählt wie toll der Schutz in der Privaten Krankenversicherung ist, klar das hier nicht die Nachteile und Einschränkungen aufgezählt werden. Würde ja auch das Ziel des (Verkaufs-)Gespräches kaputt machen und somit den Berater um seine Provision bringen. Was passiert also im Leistungsfall?

Schauen wir uns das am Beispiel eines Autos an. Glauben Sie, Sie wären zufrieden wenn Sie denken würden Sie fahren ein Luxusauto und in Wirklichkeit handelt es sich um einen Kleinwagen? Klar, spätestens bei der ersten Rechnung die der Versicherer (berechtigt) ablehnt kommt der Frust und der Ärger. Das vielleicht noch, wenn der Tarif oder der Versicherer damals Testsieger war, Finanztest den Tarif auf Platz 1 gehoben hat oder Zeitschriften wie Capital, Wirtschaftswoche, Euro, Focus Money oder sonstige einen Testsieger kürten?

Daher betrachten Sie solche Aussagen und „Beschwerden“ in Bewertungsportalen bitte mit der nötigen Distanz und hinterfragen mal die Aussagen. Auch in Internetforen lese ich oft „Mein Versicherer hat Leistung A, B, C abgelehnt und ist daher ja nun schlecht.“ Wenn ich dann hinterfrage in welchem Tarif Versicherungsschutz besteht, dann kommt oftmals die Antwort, die mich dann nachdenklich werden lässt. Die eben noch bemängelte Leistung A, B, C ist schlichtweg nicht versichert. Dumm, wenn der Berater dieses verschwiegen einfach nur vergessen hat.

Bevor Sie also einen Tarif auswählen, besorgen Sie sich entsprechende Informationen, hinterfragen die Leistungen und lesen die Bedingungen. Hilfestellungen finden Sie unter anderem in den folgenden Dokumenten:

Leitfaden zur Berufsunfähigkeit

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur Berufsunfähigkeit

und natürlich allen weiteren Beiträgen hier im Blog.

15.
März '10

Focus Money PKV Rating (Ausgabe 11/2010)- unsinnig und irreführend – ein Kommentar


Gerade bei der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist es unabdingbar, auf die persönlichen Wünsche und den individuellen Bedarf des Versicherten einzugehen.

Viele Interessenten sind mit Begriffen wie Hilfsmittelkatalog, Geltungsbereich, Wohnsitzverlegung oder gemischten Anstalten heillos überfordert. Oft bedienen sich Interessenten daher Test in Zeitschriften oder aus Online Vergleichen.

Besonderes bedauerlich ist es daher, das hierbei falsche Absicherungen suggeriert werden, so Sven Hennig, Spezialversicherungsmakler für die Private Krankenversicherung und seit mehr als 13 Jahren in der Branche tätig.

Die Zeitschrift Focus Money (Ausgabe 11/2010) hat, so Sven Hennig, einen solchen unsinnigen Test veröffentlicht. Hierbei wird ein vermeintlicher TopSchutz in Aussicht gestellt, auf Leistungslücken und Ausschlüsse aber nicht eingegangen. Der Interessent der sich auf diesen Test verlässt und einen der dort genannten Tarife ohne eingehende Prüfung abschließt, setzt sich teilweise unkalkulierbaren Belastungen aus.

„In dem aktuellen Focus Money (Ausgabe 11/ 2010) geht dieser Unsinn jedoch so weiter. Zunächst einmal ist es sehr löblich, dass man den unwissenden Kunden vor „versteckten Selbstbehalten“ und sonstigen Eigenbeteiligungen schützen will und diese in dem Rating nun in irgendeiner Form nun berücksichtigt.

Die nächsten Absätze des Textes (Seite 75 ff.) klingen jedoch eher wie ein Loblied auf das Analysehaus und das „neue PKV Rating“. So heißt es dort unter anderem: „Erstmals liegt damit ein Krankenversicherungsrating vor, das die Qualität von Krankenvollversicherungen ausschließlich anhand der Bedingungswerke beurteilt und zudem die Auswirkungen der Selbstbehalte auf die Erstattung berücksichtig.“ Weiter erklärt man dem geneigten Leser dann noch, das nur solche Leistungen bewertet werden, auf die der Versicherte einen verbindlichen Anspruch hat.“

Der vollständige Kommentar steht im Downloadbereich (Direktlink) als kostenfreier Download zur Verfügung.

24.
September '09

PKV Test in Focus Money – oder: warum solche Tests mehr schaden als helfen


Wie die regelmäßigen Besucher und Leser meines Blogs bereits wissen, veröffentliche ich neben Kommentaren zu Tarifen und neuen Produkten auch hin und wieder meine Meinung zu vermeintlichen Tests und Ratings.

Aufgrund einer Presseerklärung der Central bin ich auf einen Test in der heute erschienenen Ausgabe von Focus Money gestoßen. Hier werden unter dem Titel „BESTENS VERSORGT“ Tarife der Privaten Krankenversicherung getestet und geratet.

Warum dieser Test eher schadet als er hilft, lesen Sie in der neuen Ausgabe meiner Finanznews.

Der Test beginnt mit der Überschrift „Private Krankenversicherung BESTENS VERSORGT“. Doch was erwarten Sie nach dieser Ankündigung? Einen Test mit dem Ziel möglichst billige Tarife zu vergleichen? Ich zumindest nicht, aber wir werden als Leser ja aufgeklärt. Neben allgemeinen Informationen zu der PKV folgt ein interessanter Teil. Dieser beginnt mit einem „Großer Tarif Check“ Abschnitt. Hier erklärt der Autor, dass er sich kompetenter Hilfe bedient habe und das Ratingunternehmen Franke & Bornberg zu Rate zog. Herr Franke, einer der Geschäftsführer, wird sodann mit den Worten: „Lange Jahre hat sich die PKV-Branche gegen die Transparenz ihrer Produkte gestellt“ und weiter „Eine zunehmende Anzahl der Anbieter formuliert die Versicherungsbedingungen heute aber…   WEITERLESEN

Aber lesen Sie selbst und bilden sich Ihre eigene Meinung. Weitere Hinweise zur Auswahl des geeigneten Tarifes finden Sie hier, auf meiner Seite unter dem Punkt Private Krankenversicherung.

Ach Gott 🙂

Es geht weiter und Focus Money veröffentlichen einen zweiten Test und ein dritter Teil ist auch angedroht. (Direktlink)

und noch immer nichts gelernt. Test III in 2011: Focus Money PKV Test – und mal wieder im Tal der Ahnungslosen