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03.
Januar '14

Axa Krankenversicherung mit neuen Annahmerichtlinien 2014 und mehr versicherbaren Berufen


Die Axa Krankenversicherung verbessert verändert Ihre Annahmerichtlinien und erhöht damit die Auswahl der versicherbaren Berufe. Gerade in der Privaten Krankenversicherung sind nichtzahlende Kunden ein großes Problem, das haben andere Unternehmen wie die Central in den Vergangenen Jahren leidvoll spüren müssen.

Die PKV ist auch keinesfalls etwas, wenn man sich die Mindestbeiträge in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) nicht leisten kann, denn eine Private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen. Daher sind einige Berufe, Existenzgründer oder Personen ohne Vorversicherung nahezu nicht mehr versicherbar.

AXA_2014_nicht_versicherbare_Berufe

Wer jedoch zu den folgenden Berufen gehört (mehr …)

12.
August '10

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?


In verschiedenen Foren, Anfragen und Anfragen wird immer wieder der (berechtigte) Wunsch geäußert, eine günstige private Krankenversicherung zu finden.

Der Wunsch ist legitim und liegt in der Natur des Menschen. Viele versuchen, die gewünschte Leistung möglichst billig zu bekommen und so möglichst viel Geld zu sparen. Oftmals wird als Argument noch angeführt: „Ich bin ja eh gesund und jung.“ oder „Als Selbstständiger/ Existenzgründer kann ich mir gar nicht leisten krank zu sein.“

In der weiteren Betrachtung möchte ich daher zwischen Angestellten (die aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) kommen) und Selbstständigen, hier besonders Neugründern unterscheiden.

DER ANGESTELLTE:

Als freiwillig in der GKV versicherter Angestellter zahlen Sie derzeit den Höchstbeitrag. Dieser berechnet sich aus dem Produkt der Beitragsbemessungsgrenze (in 2010 mtl. 3.750€) und dem Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkasse. Dieser beträgt derzeit 14,9%, wovon der Arbeitgeber 7% und der Arbeitnehmer 7,9% zu tragen hat. Daraus resultiert ein maximaler Beitrag von 558,75€ (AG: 262,50€, AN: 296,25€) Das ist aber nicht alles, die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 1,95% (bzw. 2,2% bei Kinderlosen) von somit maximal 82,50€ dazu.

Ein kinderloser Arbeitnehmer zahlt somit monatlich (inkl. AG Anteil und Pflegeversicherung) 641,25€ und bekommt einen maximalen Zuschuss von 298,13€.

Dieser Betrag ändert sich aber zum 1.1.2011 dadurch, dass der Beitragssatz auf 15,5% (7,3% AG, 8,2% AN). In Zahlen ausgedrückt führt dieses zu einer Mehrbelastung von 56€ monatlich.

Der Wunsch nach einer „billigen“ Privaten Krankenversicherung (PKV) ist daher gerade bei jungen Arbeitnehmern sehr groß. Dabei ist diese eben nicht für jeden interessant und sollte die Familienplanung und die spätere Mitversicherung genau so bedenken, wie eine ausgewogene Kalkulation und tariflich garantierte Leistungen. Gerade hier wird es sehr schwer für den Laien den Überblick zu bekommen und zu verstehen, welche Leistungsbausteine wie große finanzielle Belastungen nach sich ziehen.

Nehmen wir als Beispiel einen Tarif, welcher Prothesen bis zu einem Betrag von 5.000€ versichert hat. Klingt doch toll- oder? Klar, es ist solange toll, wie die Kosten dieser Hilfsmittel nicht bekannt sind. Weiss der Interessent nämlich, dass ein solches Hilfsmittel schon einmal 20.000€ oder mehr kosten kann, so relativiert sich ein Betrag von 5.000€ sehr schnell und führt zu hohen, unkalkulierbaren Eigenleistungen.

Schlecht ist der Tarif deswegen allein aber sicher nicht. Er passt aber leider auf viele Personen nicht. Haben Sie genügend finanzielle Mittel, welche auch noch sofort und jederzeit verfügbar sind, so „dürfen“ Sie einen solchen Tarif gern abschließen.

Hier sind wir aber schon bei „unserem“ EXISTENZGRÜNDER:

Gerade diese müssen zu Beginn ihrer Selbstständigkeit besonders auf die Kosten achten. Da ist es schon entscheindend, ob der monatliche Beitrag 300 oder 400€ beträgt. Doch wenn schon diese Beträge an die finanzielle Belastungsgrenze führen, wie soll ein solcher Versicherter dann mehrere tausend Euro für Leistungslücken aufwenden können?

Bei vielen Gründern und jungen Selbstständigen ist es daher ratsam, zunächst in der GKV zu bleiben und einmal zu prüfen wie sich die Umsätze und das Einkommen entwickeln. Da diese gesetzliche Krankenkasse mit einer Frist zum Ende des übernächsten Monats kündbar ist, ist niemand gehindert später in die PKV zu wechseln.

Welche Nachteile ergeben sich dadurch:

Möglicherweise verschlechtert sich der Gesundheitszustand und ein Wechsel in die PKV ist verbaut. (Lösung kann eine Anwartschaft oder eine Zusatzversicherung mit Option sein)

Weiterhin ist ein höheres Eintrittsalter denkbar, dieses wiederum führt zu einem höheren Beitrag.

Dritter Nachteil dieses „länger in der GKV Bleibens“ ist eine mögliche Nachforderung der GKV. mehr zu diesem Thema erfahren Sie in einem kommenden Blogbeitrag, welchen ich dann hier verlinken werde.

Neben dem hier gezeigten Beispiel des Hilfsmittels bergen gerade „billige“ Tarife und Lockangebote in der privaten Krankenversicherung zahlreiche Leistungslücken. Teilweise auch solche, die in der gesetzlichen Kasse so nicht existieren. Daher hüten Sie sich vor vermeintlichen Schnäppchen, lassen sich ausreichend Zeit für die Entscheidung und bleiben ggf. lieber etwas länger „da wo Sie jetzt sind“.

Dann steht einem überlegten und geplantem Wechsel in Ihre, individuelle Private Krankenversicherung nichts im Wege.

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien, die Ihnen bei der Suche nach der PKV helfen

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung

05.
Oktober '09

PKV Beratung in 15 Minuten oder: Wie unqualifiziert kann ein Berater sein?


Es passieren Fälle, da kann man immer nur mit dem Kopf schütteln und hoffen das es für den Antragsteller/ Betroffenen irgendwie noch gut ausgeht. So auch in diesem Fall von dem Nutzer „Energiewirt“ in einem Internet-Forum für die Private Krankenversicherung.

Hier beschreibt der Nutzer (mit dem ich zwischenzeitlich zu den Details telefonieren konnte) einen Fall wie er so einfach nicht passieren darf. Nun zu den Einzelheiten:

Ich habe am 16. Juli 2009 im Zuge eines Existenz Gründungsberatungsgespräches bei einem Fachmann, der gleichzeitig für die Hanse Merkur tätig ist, einen Antrag für eine private Krankenversicherung unterschrieben. Bei diesem Gespräch wurde mir nur eine Mappe mit Kleingedruckten und dem Antragsdurchschlag ausgehändigt.
Der Vertragsbeginn wurde damals auf den 01.10.2009 zusammen mit der Existenzgründung terminiert. Bis heute habe ich keinerlei Nachrichten über den Antrag ( genehmigt oder abgelehnt ) bzw. eine Police erhalten. Ich muss noch erwähnen, dass es von Seiten des Beraters keinerlei Aufklärung bezüglich des Kleingedruckten gab ( Widerrufsrecht !!! ). Im Kleingedruckten habe ich nun gelesen, dass man nach erhalt der Police 2 Wochen Zeit hat, die Unterlagen zurückzuschicken, im Falle eines Rücktrittes. Ist das richtig ?
Ich muss dazusagen, dass das mit der Existenzgründung noch nicht in trockenen Tüchern ist. Wenn dann doch selbstständig, dann am Anfang, bis der Laden läuft und absehbar Gewinn abwirft, in der Gesetzlichen versichert sein.

Dazu muss man noch wissen, dass der Interessent 45 Jahre alt ist und 4 Kinder im Alter von 6- 19 Jahren hat. Die Ehefrau ist mit einem Einkommen von 700 EUR brutto (unter dem Einkommen des Mannes) gesetzlich pflichtversichert. Somit stellt sich bei steigendem Einkommen auch noch die Frage nach der Mitversicherung der Kinder. (Link zur Info Kinderversicherung)

Der Berater hat eine Existenzgründungeberatung durchgeführt, welche inkl. des Gespräches zur Privaten Krankenversicherung und dem Ausfüllen des Antrages 45 (!!) Minuten gedauert hat. Die Qualität des Gespräches zur Existenzgründung kann ich nicht beurteilen, will ich auch nicht, jedoch das der Krankenversicherung lässt sich gut einschätzen.

Der Interessent erzählte mir gestern am Telefon, dass das ausfüllen des Antrages ca. 10 Minuten gedauert habe, die Gesundheitsfragen wurden im Schnelldurchlauf vorgelesen und abgehakt. (Link– was anzugeben ist im Antrag)

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung wurde mit den Worten „PKV ist viel besser“ begründet und zudem ein Tarif (KVG/KVE) der Hanse Merkur angeboten, welcher zumindest in Teilbereichen deutlich schlechtere Leistungen aufweist als die gesetzliche Versorgung. Zudem stellt sich die Frage warum der Kunde mit 45 und als Existenzgründer noch oder sofort in die GKV wechseln sollte.

Dieses sieht eher so aus als habe (Achtung- reine Vermutung) der gute Mann die Möglichkeit der vermeintlichen Beratung zum Unternehmensstart genutzt um irgendwie eines seiner Produkte zu verkaufen, seiner Hanse Merkur Produkte, denn da ist er Versicherungsvermittler.

Wie sich das mit den Aufklärungspflichten die das Versicherungsvertragsgesetz und die Versicherungsvermittlungsverordnung vorschreiben in Einklang zu bringen ist, ist mir noch nicht klar, der Berater wird aber sicher Gründe gehabt haben.

Meines Erachtens hat der Kunde das einzig Richtige getan und bleibt in der gesetzlichen Krankenkasse. Einige dieser Kassen bieten einen Sonderbeitrag für Existenzgründer an, welcher ein niedrigeres Einkommen zu Grunde legt. Das ist hier eine vernünftige und angepasste Lösung, vorallem aufgrund des Alters und der Familiensituation. Auch bei jungen Gründern ist diese Wahl oft die Bessere.

Was Sie also tun sollten:

Bevor Sie sich für eine PKV Entscheiden machen Sie sich Gedanken über die Auswahlkriterien (LINK) und über die Möglichkeiten und Folgen des entsprechenden Versicherungsschutzes (Leitfaden PKV)

Denken Sie daran elementare Risiken wie Berufsunfähigkeit, das Unfallrisiko etc. zunächst abzusichern (neben der angepassten Gesundheitsvorsorge) (Link zu Infos und zum Leitfaden.)

Erst nachdem das erledigt ist sind Fragen wie Altersvorsorge und sonstige Versicherungen/ Absicherungen zu klären.

Und eins… lassen Sie sich Zeit. Fällen sie Entscheidungen zu lang bestehenden Produkten und Lösungen erst nach sorgfältiger Information, Aufklärung und nach fundierten Gesprächen mit Spezialisten.