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30.
Juni '11

Hallesche Krankenversicherung mit neuer Tarifvariante KS Bonus


Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es nun her, da schrieb ich in meinem Blog über die Einführung der neuen Tarifstufe im NK Tarif der Halleschen Krankenversicherung. „Hallesche führt neue Tarifstufe NK Bonus mit garantierter Rückzahlung ein

Immer wieder führt es zu Diskussionen, ob es nun besser ist eine Rückzahlung vertraglich garantiert zu bekommen, eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zu erhalten oder eben kein solches Modell zu wählen. Es ist eine sehr individuelle Entscheidung und sicher auch von der Frage „Beitragsrückerstattung – oder – wozu will ich meine Krankenversicherung haben?“ abhängig. Aber dennoch scheinen diese Modelle nicht nur bei den Angestellten Kunden beliebt und sinnvoll zu sein, auch die Versicherer finden immer mehr Gefallen an solchen Modellen.

Nachdem im letzten Jahr also der hochwertigste Tarif der Halleschen Krankenversicherung, der Tarif NK, eine solche Bonusstufe bekam, wird diese nun auch für den KS Tarif eingeführt. Dieser bietet „nur“ Mehrbettzimmer und Regelleistungen im Krankenhaus und hat sonst auch einige Einschränkungen. Daher kommt dieser in der Beratung bei Angestellten Kunden fast nicht vor, zumindest bei meinen Kunden nicht.

Dennoch scheint sich die Hallesche auch hiervon etwas zu versprechen und bietet auch den KS als neues Tarifmodell KS BONUS an.

Genau wie auch im NK Bonus wird der Versicherte hier mit einem monatlichen Bonus von 60 EUR geködert belohnt. Leider ist es bei vielen Beratern immer noch ein Verkaufsargument und führt zu vorschnellen Abschlüssen. Dabei sind einige Punkte zu beachten:

1.) Die 60 EUR werden monatlich nachschüssig auf das Konto des Versicherten überwiesen

2.) Der Betrag wird mit Leistungsrechnungen verrechnet. (Reichen Sie zum Beispiel im April eines Jahres eine Rechnung über 300 EUR ein, so wird der Betrag von 180 EUR, also der Bonus Januar- März abgezogen von der Erstattung. Maximal kann dieser Abzug also 720 EUR hoch sein und ist nur im Leistungsfall abzuziehen.

3.) Relevant ist der Betrag dennoch am Jahresende, bei der Betrachtung des tatsächlich geleisteten Aufwandes für die Krankenversicherung. Spätestens bei der Steuererklärung ist dieses anzugeben.

4.) Ein Tarifwechsel in andere Varianten des KS Tarifes ist nicht ohne Weiteres möglich, da diese selbst bei kleiner SB eine Leistungsverbesserung darstellen. Eine Ausnahme bildet die Mitversicherung des Tarifs JOKER (Optionstarif)

Die Detaillierten Fragen und Antworten zum Tarifwechsel im NK Bonus an die Hallesche gelten auch im KS Bonus:

Kann der auch wieder aus dem NK Bonus in andere (NK) Tarife zurück?

Ein Rückwechsel in die Tarifstufen NK 100 (ohne SB), 3 (300 EUR SB) oder NK 2 (600 EUR SB) gilt als Höherversicherung und löst eine Risikoprüfung aus. Ohne Risikoprüfung kann aus NK Bonus in die Tarifstufen NK 1 (1200 EUR SB) und NK 4 gewechselt werden. Ebenfalls gilt: ein solcher Wechsel kann nur für die Zukunft (i.d.R. zum nächsten Monatsersten) beantragt werden.

Wie wird der BONUS in Höhe von 60 EUR steuerlich in Hinblick auf das Bürgerentlastungsgesetz behandelt?

Ist dieser „steuerschädlich“? Wann und wie wird dem Versicherungsnehmer eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt? Welcher Betrag (mit oder ohne Bonus) wird dem Kunden wann bestätigt? Hierbei stellt sich die Frage ob eine neue Bescheinigung nach Ablauf des Jahres ausgestellt wird/ werden muss.

Der Bonus ist im Sinne des Bürgerentlastungsgesetz wie eine BRE zu werten. Bei der Meldung an die Finanzbehörde (vorausgesetzt, der Kunde hat dieser nicht widersprochen) wird der absetzbare Beitrag um 79,59% des erhaltenen Bonus gekürzt. Von dieser Meldung erhält der Kunde (erstmals im Frühjahr 2011) eine Kopie. Bei der Bescheinigung, die wir zum Jahresende an unsere Kunden versenden werden (z.B. zur Abgabe beim Arbeitgeber zum Lohnsteuervorwegabzug für 2011), ist der „steuerschädliche“ Teil des Bonus noch nicht abgezogen.

Wie bei jeder anderen Tarifwahl in der Privaten Krankenversicherung auch, ist auch hier der Tarif und seine Bedingungen zu Berücksichtigen. Der Bonus ist nur eine ganz kleiner Baustein und sollte keinesfalls zur Entscheidungsgrundlage gemacht werden. Auch wenn es noch so verlockend klingen mag „was wieder zu bekommen“, die Private Krankenversicherung (PKV) ist kein Sparplan sondern eine Absicherung für den Ernstfall.

Weitere Informationen finden Sie in den Folgenden Artikeln und Rubriken:

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung

Alle Blogbeiträge zur Halleschen Krankenversicherung

30.
August '10

Hallesche führt neue Tarifstufe NK Bonus mit garantierter Rückzahlung ein


In einem vergangenen Blogartikel zur Beitragsrückerstattung habe ich bereits die unterschiedlichen Modelle erklärt. Da gibt es neben der erfolgsabhängigen Rückzahlung (welche eben auch gestrichen werden kann) auch Modelle mit garantierter, also vertraglich vereinbarter Rückzahlung.

Bekannt sind, um einige zu nennen, hier die Tarife der damaligen Zürich Krankenversicherung (heute DKV) mit dem M4-BR4, der Hanse Merkur mit dem ASZG, der Gothaer mit einer Art Gesundheitsbonus und auch Tarife des Münchener Vereins. Auch die Hallesche Krankenversicherung hat mit dem Primo Bonus bereits eine solche Tarifstufe im Programm.

Nun führt die Hallesche Krankenversicherung auch in ihrem „TopTarif“ NK eine solche Erstattung ein. Als neue Tarifstufe zu den NK Tarifen wird der NK Bonus eingeführt. In den Versicherungsbedingungen finden sich dazu dann folgende Regelungen:

1. Bonus

In Tarifstufe NK Bonus erhält der Versicherungsnehmer für jede versicherte Person je versicherten Monat, in dem Versicherungsschutz nach Tarif NK Bonus besteht, einen Bonus von 60 €

– maximal ergibt dies einen Bonus von 720 € je Kalenderjahr je versicherte Person. Der Bonus wird monatlich auf ein Konto des Versicherungsnehmers ausgezahlt. Voraussetzung für die Auszahlung des Bonus ist die Bezahlung des Beitrags per Lastschrifteinzugsverfahren.

Werden Rechnungen zur Erstattung eingereicht, wird der gesamte jährliche Bonus von 720 € auf den Erstattungsbetrag angerechnet. Dies gilt auch, wenn die Versicherung nach NK Bonus vor Ablauf eines Kalenderjahres endet. Beginnt die Versicherung nicht am 1. Januar eines Kalenderjahres, so ermäßigt sich die Anrechnung für dieses Jahr um jeweils 1/12 für jeden Monat, in dem die Versicherung noch nicht bestand.

Klingt ja toll- oder? Schon vorher von dem Krankenversicherungsbeitrag 60 EUR zurückerstattet zu bekommen, ist sicher eine charmante Idee. Gerade bei Arbeitnehmern macht sich dieses im Rahmen des Arbeitgeberzuschusses und der Ausnutzung von selbigem positiv bemerkbar, mag man meinen.

Das Problem an der Sache liegt im Detail. Durch die garantierte Rückzahlung sinkt auch der steuerlich anrechenbare Betrag und es wird eine Neuberechnung der Lohnsteuer oder ggf. eine Nachzahlung nötig. Daher sollte dieser Aspekt zum einen vorher genau bedacht werden, zum anderen gibt es die Rückerstattung eben nur bei Leistungsfreiheit.

Dabei werden die Tarife in den gleichen Selbstbeteiligungsstufen wie der NK Tarif vorhanden sein. Also 0, 300, 600, 1.200 und 3.000 EUR.

Schauen wir uns die reinen Prämien (ohne gesetzlichen Zuschlag) mal in den unterschiedlichen Modellen an:

(alter NK Tarif, jeweils 30jährig, männlich/ weiblich):

ohne Selbstbeteiligung: 419,29 EUR / 499,73 EUR

300 EUR SB: 333,65 EUR / 443,57 EUR

600 EUR SB: 279,21 EUR / 396,11 EUR

NK Bonus mit 720 EUR Bonus: 345,83 EUR / 460,95 EUR

Beiträge jeweils Stand 30. 08. 2010 und ohne die voraussichtlichen Beitragsanpassungen 2011

Bei dem Vergleich der Tarife sollte aber berücksichtig werden, dass zunächst bis zum Betrag von 720 EUR (Bonusverrechnung) keine Rechnungen eingereicht werden können bzw. es keinen Sinn macht. Dazu ist die vereinbarte Selbstbeteiligung dazu zu rechnen.

Auch hier gilt (wie immer):

Die Rückerstattung ist kein Argument für oder gegen einen Tarif. Egal ob garantierte Rückerstattung und/ oder Bonusleistung, oder erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung, diese werden immer nur bei Leistungsfreiheit gezahlt. Und die Krankenversicherung ist nicht für die Zeit wo man keine Leistungen braucht, sondern wenn man diese braucht.

Auswahlkriterien zur PKV finden Sie hier im Fragebogen

06.
Mai '10

AXA – Änderung der Beitragsrückerstattungen ab 2010


Vor einigen Tagen habe ich bereits über die Einstellung der Beitragsrückerstattung bei der Bayrischen Beamten Krankenkasse geschrieben. Auch bei anderen Gesellschaften stehen Veränderungen an. So ändert die Axa in den eigenen und den (zugekauften) DBV Tarifen die Richtlinien für die Beitragsrückerstattung ab 2010.

Die Beihilfeergänzungstarife der DBV erhalten keine Beitragsrückerstattung mehr. Bei den Ausbildungstarifen ergeben sich keine Änderungen, die Kompakttarife Vision B ändern sich geringfügig. Bisher wurden dort 70% von 3 MB, jetzt 50% von 4 MB erstattet. Somit eine durchaus überschaubare Veränderung.

In den Tarifen mit Modulen für ambulant, stationär und Zahnleistungen entfällt die Beitragsrückerstattung für die Zahnbereiche vollständig. Dieses wird aber (teilweise) kompensiert durch die Anhebung der BRE in den sonstigen Tarifen von 3 auf 4 MB.

Deutlichere Änderungen erheben sich aber in den Modul- und Kompakttarifen der AXA/ DBV alt

Bei Tarifen Vision1F,Vision1N und Vision3 entfällt die BRE bei Selbstbeteiligungsstufen von mehr als 1000 EUR vollständig. Gleiches gilt auch in den Modultarifen 0145 und 0145A.

In den „Osttarifen“ BSS, 0038, BSB verringert sich die Beitragsrückerstattung von 70% aus 3 MB auf 50%.

Die Tarife EL, EL-N wie auch EL Bonus, Vital250, 300, 600, 750, 900 erfahren geringere Änderungen. Bisher wurden zum Beispiel in den VITAL Tarifen 100% aus 1/2/3 MB gezahlt, je nachdem ob der Versicherte 1, 2 oder 3 Jahre keine Leistungen in Anspruch genommen hatte. Nun sind dieses noch 60%, jedoch aus den erhöhten Sätzen von 2/ 3/ 4 MB. Schauen wir uns am folgenden Beispiel einmal die genauen Zahlen an:

Versicherter mit einem Monatsbeitrag von 300 EUR (ohne Zuschläge etc.)

nach 1 leistungsfreien Jahr = 60% aus 2 MB, also 60% aus 600 EUR = 360 EUR (nach der alten Regel wären es 300 EUR gewesen)

nach 2 leistungsfreien Jahren = 60% aus 3 MB = 540 EUR (nach alter Regelung 600 EUR)

nach 3 leistungsfreien Jahren = 60% aus 4 MB = 720 EUR (nach alter Regelung 900 EUR)

Dabei ist noch zu berücksichtigen das hier als Bemessungsgrundlage der Juni Beitrag des BRE Jahres gilt. (also der Beitrag Juni 2010).

Weiterhin bleiben die Verhaltensboni für BMI, Nichtraucher und Primärarzt etc. unverändert erhalten.

Nochmals der Hinweis das die Rückerstattungen änderbar sind, wie man hier sehen kann. Wie eine Entwicklung aussieht mag ich nicht zu sagen, da es von dem Erfolg des Unternehmens abhängig ist.

26.
April '10

Beitragsrückerstattung: Die BBKK (Bayrische Beamtenkrankenkasse) streicht diese nun


Der Aufschrei ist groß. Viele Interessenten und Anrufer beschweren sich derzeit über die Bayrische Beamtenkrankenkasse. „Das können so alles nicht sein, ist ja eine Frechheit“ lauten die Aussagen die ich mehrfach die Woche von Neukunden höre. Was aber ist passiert?

Die Bayrische Beamtenkrankenkasse (BBKK) als privater Krankenversicherer schrieb Ihren Kunden vor kurzem einen Brief. Darin wurden gleich zwei „schlechte“ Nachrichten überbracht.

1.) Der Versicherer muss seine Beiträge erhöhen (hier nachzulesen)

2.) Die Beitragsrückerstattung wird gestrichen

Den Aussagen der Kunden zufolge wurden hier bei vielen falsche Aussagen bei Vertragsabschluss gemacht. Oftmals wurde nicht erwähnt, das es sich um eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung handelt. Also diese vom Erfolg des Versicherers abhängig ist. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, diese kann bei Nichterfolg wieder eingestellt werden. Das hat die BBKK hier getan.

Weiterhin trifft es hier nun sehr einseitig die gesunden, meist jüngeren Kunden. Diese ärgern sich nun, mehr zahlen zu müssen und selbst bei Leistungsfreiheit keine Rückzahlung mehr zu bekommen.

Dennoch sollten Versicherungen nicht voreilig gekündigt werden. Dazu hatte ich bereits im letzten Jahr ausführlich geschrieben.

Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung

In den letzten Tagen und Wochen häufen sich die Anfragen von bisher bereits PKV Versicherten Kunden die Ihre Beitragsanpassung bekommen haben.Viele sind verärgert und enttäuscht von dem Berater, dem Unternehmen oder dem System. Viele Reaktionen sind jedoch übereilt und nicht endgültig durchdacht.

Besonders verärgert sind dagegen Kunden, welche im let WEITERLESEN

Bei einigen der hier betroffenen Tarife sehe ich aber durchaus große und teilweise unkalkulierbare Leistungslücken. Einige haben Sie so sicher nicht erwartet, da die Kunden, welche aus der GKV kamen, vorgegaukelt bekommen „alles ist besser in der PKV“. Schauen Sie sich eimal die folgenden Kriterien und dazu die Aussagen in den Bedingungen Ihres Tarifs an- Sie werden erstaunt sein. Sollten Sie dann zu dem Schluß kommen, „das will ich ändern“, so tun Sie sich einen großen Gefallen und lassen sich Zeit. Entscheidungen unter Zeitdruck oder gar bis zum 01. Mai 2010 treffen zu wollen ist so ziemlich das falscheste was Ihnen passieren kann.

23.
Februar '09

Private Krankenversicherung – Beitragsrückerstattung als Kundenbindungsprogramm


Es könnte alles so schön sein. Top versichert, geringe Beiträge und klasse Bedingungsaussagen- und dann natürlich eine hohe Beitragsrückerstattung. Schließlich nutze man die Leistungen des Versicherers gar nicht, denn man ist ja gesund. So oder so ähnlich wird vielfach bei der Auswahl der Privaten Krankenversicherung argumentiert. Da beginnt schnell das Rechnen nach dem Motto „was wäre wenn“ oder „wie krank muss ich sein das es sich dennoch lohnt“.

Dazu sollten erst einmal die Grundlagen und Voraussetzungen zur Beitragsrückerstattung klar sein. Die Beitragsrückerstattung in der Privaten Krankenversicherung ist ein Modell um kostenbewusstes Verhalten zu honorieren. Dieses gliedert sich in zwei Modelle- die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung und die garantierte Beitragsrückerstattung (auch Pauschalleistung) genannt.

Weiterhin sollte klar sein das die erfolgsabhängige Variante nur dann gezahlt wird, „wenn der Versicherer sich dieses leisten kann“. Diese wird Jahr für Jahr neu festgelegt und dem Kunden mitgeteilt. Am Markt findet man ganz unterschiedliche Größenordnungen. Von null bis zu 3 Monatsbeiträgen nach nur einem leistungsfreien Kalenderjahr ist alles drin. Weiterhin steigen diese Rückerstattungen mit den Jahren an. Ist der Versicherte also 3 Jahre leistungsfrei sind bei den Spitzenreitern (Dt. Ring) schon bis zu 5 Monatsbeiträge Rückerstattung möglich. Bei der garantierten Beitragsrückerstattung ist es hingegen etwas anders. In der Regel wird diese betragsmäßig festgelegt und garantiert. So sind es bei dem M4-BR4 Tarif der DKV 1.200 EUR pro Jahr, im Central CVP Tarif jedoch 5 Monatsbeiträge. Jedoch sollte sich der Interessent nicht täuschen lassen, denn allein eine garantierte Rückerstattung ist kein Kriterium zur Auswahl. Dazu sind die Leistungsunterschiede zu groß und die Kriterien zu vielfältig. (LINK: Auswahlkriterien)

Auch die meist angestellten Hilfsrechnungen nach der Methode „was rechnet sich denn besser wenn ich so und so krank bin“ hinken etwas. Die Selbstbeteiligung erstreckt sich, ganz unterschiedlich, über die Bereiche ambulanter oder aber auch zahnärztlicher und stationärer Behandlungen. Das kann schnell ins Geld gehen. So kann heute eine hohe Selbstbeteiligung bei Freiberuflern und Selbstständigen durchaus attraktiv erscheinen, aber diese muss auch im Alter bezahlt werden. Daher sollte mindestens die zweifache Jahres-SB als liquide Mittel zur Verfügung stehen, besser die dreifache um weitere Eventualitäten abzudecken. Ein Wechsel in geringere SB Stufen stellt auch hier eine Verbesserung der Leistung dar und ist- so nicht besondere Optionen vereinbart- nur mit neuer Risikoprüfung möglich oder wird ganz verwehrt.

Auch sollte beachtet werden in welchen Bereichen die Rückerstattung überhaupt erbracht wird. Bei den Bausteintarifen muss dieses nicht zwingend in allen Bereichen erfolgen, in den Kompakttarifen (Erklärung im Leitfaden) erfolgt dieses entweder auf den kompletten Beitrag oder auf eine fiktive Summe, zum Beispiel 75% des Zahlbeitrages. Alle gemeinsam haben ein- auf gesetzlichen Zuschlag und Krankentagegeld wird keine Rückerstattung gezahlt.

Achten Sie also bei der Auswahl der Privaten Krankenversicherung zunächst auf Leistungsaussagen, erst im zweiten Schritt auf die Beitragsrückerstattung, denn: Leistung ist das „A und O“ in der Krankenversicherung, denn dafür sichern Sie sich ab.